Vergleichstest: Kawai ES-100, Roland F-20, Yamaha P-115, Einsteiger Digitalpianos

Bedienung

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Bedienung eines Pianos. Obwohl die Digitalpianos des Einsteiger-Bereichs in der Regel nicht über ausufernde Funktionen verfügen, ist die Anzahl der Bedienelemente und damit die Möglichkeit, das Instrument ohne Fingerverrenkungen zu bedienen, nicht zu unterschätzen. Bei zwei unserer drei Pianos setzen die Hersteller fast ausschließlich auf die Kombination aus Function- und Klaviatur-Taste, d.h. um einen Sound oder eine Funktion auszuwählen, drückt man gleichzeitig entweder den Soundkategorie-Button plus eine bestimmte Taste der Klaviatur oder eben die Function-Taste plus eine bestimmte Taste der Klaviatur. Auf ein Display wurde bei allen drei Pianos verzichtet, das hätte aber beispielsweise die Anwahl eines Sounds durch Anzeige einer bestimmten Nummer vereinfacht.

Die Soundsektion des P-115

Die Soundsektion des P-115

Wirklich gut gelöst ist die Bedienung des P-115 von Yamaha. Für je zwei Sounds steht ein Button zur Anwahl des Presets zur Verfügung. Ein zweiter Druck darauf schaltet auf den Alternativ-Sound um. Das ist man schnell beim Wunsch-Sound angelangt, sehr schön. Schwieriger gestaltet sich dies beim F-20. Hier muss zur Anwahl des Sounds die Piano-Taste plus eine Taste der Klaviatur drücken. Je nach Größe der Soundkategorie sind die untersten sechs bis 22 Tasten mit der Soundanwahl belegt. Was man sich bei sechs Presets vielleicht noch gut merken kann, wird bei 22 Others-Sounds allerdings zu unübersichtlich. Auch die restliche Bedienung des F-20 kann nicht mit dem Komfort des Yamaha mithalten. Dafür stehen einfach zu wenige Bedienelemente parat.

Das Kawai ES-100 verhält sich ähnlich wie das F-20. Auch hier gibt es die drei Kategorien Piano, E-Piano und Others. Durch Drücken der Kombination aus Kategorie und entsprechender Klaviatur-Taste wird der gewünscht Sound aktiviert. Auch die restlichen Funktionen werden weitestgehend auf gleiche Art und Weise ausgewählt. Neben den drei Buttons für die Soundkategorien stehen nur die Tasten Function, Play/Stop, Rec und Lesson zur Verfügung.

Für alle drei Modelle sind optionale Holzunterbauten erhältlich

Für alle drei Modelle sind optionale Holzunterbauten erhältlich, hier das F-20

Extras

Was bei unserem letzten Vergleichstest noch keine wirklich große Rolle gespielt hat, mittlerweile aber fast jedem Piano spendiert wird, ist die drahtlose Anbindung des Pianos an ein iPad oder ein anderes kompatibles Gerät. Hierdurch werden bei unseren Testmodellen zwar nicht die Funktionen erweitert, wohl aber der Bedienkomfort. Denn muss man wie beim Roland F-20 durch mehrere Others-Sounds steppen, ist das wie bereits erwähnt ziemlich lästig. Abhilfe schafft hier die kostenlose App Piano Partner, denn damit lassen sich alle Sounds gezielt und sehr komfortabel über die App anwählen. Neben der App und dem passenden Apple Produkt benötigt man hierfür den optional erhältlichen WLAN-USB-Stick. Der Preis dafür liegt bei 49,- Euro.

Auch das P-115 bietet solch eine WLAN-Anbindung. Auch hier stellt der Hersteller die passenden Apps kostenlos zur Verfügung. Neben dem besseren Bedienkomfort bieten die anderen kostenlosen Apps der Hersteller dazu schöne Extra-Funktionen.

Das F-20 im Zusammenspiel mit einem iPad

Das F-20 im Zusammenspiel mit einem iPad und der App „Piano Partner“

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    vssmnn  

    Den Roland F20 „Concert Grand“ Sound empfinde ich extrem aufgepimpt / drahtig / unnatürlich.

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    MidiDino  AHU

    Ja, der F20 Concert-Grand-Sound ist ziemlich unteridisch ;-) Am natürlichsten klingt für mich das Concert-Grand von Kawai. Yamahas Grand ist bereits stark bearbeitet, eigentlich ein ‚Bright‘-Klang.

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    BA6  

    Ach du Schreck. Das FP-20 von Roland klingt so, als sei da ein Phasendreher drin. Ich habe (zum Vergleich) selbst das FP-50. Auch wenn man beim FP-20 auf Saitenresonanz verzichten muss, kann das unmöglich der normale Piano-Sound des FP-20 sein.

    • Profilbild
      Felix Thoma  RED

      Hallo zusammen,
      ich überprüfe das nochmal. Sollte da wirklich ein Fehler drin sein, werden wir das natürlich korrigieren.

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    Sokrates  

    Ich wollte ein Stage Piano aus europäischer Produktion und hatte zuerst nur Clavia entdeckt. Dann habe ich festgestellt, dass Blüthner mit dem Pro 88 auch so etwas herstellt und habe es gekauft, weil es günstiger als das Clavia war. Ich bin mit den ca. 15 Sounds zufrieden, es gibt auch eine Rock Orgel mit Schwebungen. Die Tastatur ist eine Fatar TL100. Ich dachte zuerst, es seien echte Holz-Piano Tasten.
    Ein Stage Piano mit eingebauten Sounds, Masterkeyboardfunktionen und regelbare Eingänge für Notebook, Laptop und externe Sound Expander habe ich aber noch nicht entdeckt.

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