Vergleichstest: Kawai ES-100, Roland F-20, Yamaha P-115, Einsteiger Digitalpianos

Nur das Kawai ES-100 schaut in Sachen WLAN leider in die Röhre. So oder so möchte ich aber erwähnen, dass ein Digital- oder Stagepiano meiner Meinung nach für sich alleine genommen gut bedienbar und funktionell ausgestattet sein sollte und nicht erst durch eine optional mögliche iPad Anbindung richtig zum Leben erweckt werden kann.

Neben der optionalen WLAN-Anbindung haben unsere drei Testkandidaten natürlich auch noch ein paar weitere Extras unter der Haube. Ein interner Recorder ist eine immer gern gesehene Funktion, gerade für Anfänger, die sich so gut selbst kontrollieren können. Während das Kawai ES-100 maximal 3 Songs aufnehmen kann, diese aber aufgrund der fehlenden USB-Schnittstelle später nicht auf den Computer transferiert werden können, bieten F-20 und P-115 nur einen Song, das P-115 erlaubt dazu zwei separate Spuren. Allerdings kann man diese sowohl beim F-20 als auch beim P-115 wiederum per USB transferieren und so letztendlich mehr Songs speichern.

Allen drei Pianos gemein ist das Vorhandensein von verschiedenen Rhythmen, die als Ersatz für das (manchmal) nervige Metronom herhalten können. Das ES-100 bietet 100 Drum-Patterns verschiedenster Stile, das F-20 insgesamt 32 etwas komplexere Begleitrhythmen, bei denen neben dem Schlagzeug-Groove auch Bass, Piano, Streicher und weitere Instrumente zum Einsatz kommen. Nicht so ausgereift wie bei klassischen Home und Entertainer Keyboards, aber für das Üben zu Hause voll ausreichend. Das P-115 dagegen bietet dagegen nur 14 Schlagzeug-Rhythmen sowie 10 weitere Piano Styles an. Hiermit kann man auch eine kleine Begleitautomatik starten, aber alles im ruhigen Piano-Gewand.

Für das P-115 ist neben dem Unterbau auch eine 3-fach Pedaleinheit erhältlich

Für das P-115 ist neben dem Unterbau auch eine 3-fach Pedaleinheit erhältlich

Anschlüsse

Gerade wenn man ein Digitalpiano nicht nur zu Hause, sondern auch gelegentlich auf der Bühne oder als Unterrichtsinstrument einsetzt, sollte man sich vor dem Kauf einmal die Rückseite des Pianos anschauen, denn hier befinden sich in der Regel die Anschlüsse des Geräts. Das Kawai ES-100 bietet an dieser Stelle ein MIDI Duo (In, Out) sowie die Möglichkeit, ein Haltepedal anzuschließen. Auf der Vorderseite befinden sich zwei Kopfhöreranschlüsse. Das F-20 von Roland besitzt zwar nur einen Kopfhöreranschluss, bietet dafür aber einen 3,5 mm Stereoausgang, so dass man das F-20 auch an eine externe Beschallungsanlage anschließen kann. MIDI-Buchsen sucht man hier vergeblich, dafür bietet das Digitalpiano aber eine MIDI-Verbindung über USB, dazu die Möglichkeit, USB-Speichergeräte anzuschließen. Auch das P-115 von Yamaha bietet einen Stereoausgang, dieser liegt jedoch als 2x 6,3 mm Klinke vor, dazu kommen zwei Kopfhöreranschlüsse auf der Vorderseite. Per USB findet auch dieses Piano den Anschluss an den Computer. Sustain-Pedal oder 3-fach Pedaleinheit lassen sich hier ebenso anschließen. Allen drei Pianos gemein ist das externe Netzteil, über das die Digitalpianos ihren Strom beziehen. Zum Lieferumfang gehören bei allen Modellen jeweils ein Haltepedal, Bedienungsanleitung und Notenständer.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    vssmnn  

    Den Roland F20 „Concert Grand“ Sound empfinde ich extrem aufgepimpt / drahtig / unnatürlich.

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    MidiDino  AHU

    Ja, der F20 Concert-Grand-Sound ist ziemlich unteridisch ;-) Am natürlichsten klingt für mich das Concert-Grand von Kawai. Yamahas Grand ist bereits stark bearbeitet, eigentlich ein ‚Bright‘-Klang.

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    BA6  

    Ach du Schreck. Das FP-20 von Roland klingt so, als sei da ein Phasendreher drin. Ich habe (zum Vergleich) selbst das FP-50. Auch wenn man beim FP-20 auf Saitenresonanz verzichten muss, kann das unmöglich der normale Piano-Sound des FP-20 sein.

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      Felix Thoma  RED

      Hallo zusammen,
      ich überprüfe das nochmal. Sollte da wirklich ein Fehler drin sein, werden wir das natürlich korrigieren.

  4. Profilbild
    Sokrates  

    Ich wollte ein Stage Piano aus europäischer Produktion und hatte zuerst nur Clavia entdeckt. Dann habe ich festgestellt, dass Blüthner mit dem Pro 88 auch so etwas herstellt und habe es gekauft, weil es günstiger als das Clavia war. Ich bin mit den ca. 15 Sounds zufrieden, es gibt auch eine Rock Orgel mit Schwebungen. Die Tastatur ist eine Fatar TL100. Ich dachte zuerst, es seien echte Holz-Piano Tasten.
    Ein Stage Piano mit eingebauten Sounds, Masterkeyboardfunktionen und regelbare Eingänge für Notebook, Laptop und externe Sound Expander habe ich aber noch nicht entdeckt.

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