Vier Mastering-Tools im Vergleich
Im heutigen Vergleichstest möchte ich vier aktuelle Mastering-Softwares direkt gegenüberstellen. So könnt ihr auf einen Blick sehen, wo die Stärken und Schwächen der jeweiligen Tools liegen – samt Informationen zum Umfang, Workflow, Preis, aber vor allem auch zum Klang – und so vielleicht herausfinden, welche Lösung die richtige für euch ist. Da wir zu allen vier Softwares bereits Einzeltests veröffentlicht haben, gehe ich in diesem Vergleichstest nicht auf alle Einzelheiten ein. Wer zusätzliche Informationen benötigt, findet diese in den verlinkten Testberichten.
- Brainworx bx_mastering studio
- iZotope Ozone 12
- Softube Flow Mastering Suite
- IK Multimedia T-RackS 6 Max
- Einsteiger-Tipp: Das kostenlose Brainworx bx_mastering studio liefert schnell Ergebnisse, bietet aber nur begrenzte Eingriffsmöglichkeiten.
- Größter Umfang: IK Multimedia T-RackS 6 Max überzeugt mit 63 Modulen, hoher Vielseitigkeit und fairen Lizenzbedingungen.
- KI-Platzhirsch: iZotope Ozone 12 Advanced setzt stark auf Automatik und KI und richtet sich an Nutzer mit Anspruch auf tiefe Kontrolle.
- High-End-Ansatz: Die Softube Flow Mastering Suite punktet mit edlen Algorithmen und cleveren Makro-Reglern, verlangt aber Erfahrung.
- Fazit: Eine objektiv „beste“ Mastering-Suite gibt es nicht – entscheidend sind Workflow, Vorkenntnisse und persönliche Anforderungen.
Inhaltsverzeichnis
- Mastering-Software-Vergleich: Kandidaten
- Brainworx bx_mastering studio
- iZotope Ozone 12
- Softube Flow Mastering Suite
- IK Multimedia T-RackS 6 Max
- Vergleich: Umfang der Mastering-Suiten
- Zwischenfazit: Umfang
- Workflow, Extra-Features und praktisches Arbeiten
- Zwischenfazit: Workflow, Extra-Features und praktisches Arbeiten
- Wie klingen die Mastering-Softwares?
Mastering-Software-Vergleich: Kandidaten
Starten wir unseren Vergleichstest mit einer kurzen Vorstellung der Kandidaten und ihrer Hersteller. Kennt man die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe der Software und weiß, aus welcher Ecke ihre Entwickler kommen, und was ihre Ziele sind, so kann man die einzelnen Produkte in der Regel auch besser einordnen.
Brainworx bx_mastering studio
Das bx_mastering studio war 2021 unter der Domain mastering.studio als reine Online-Lösung gestartet. Hier konnte man seine Tracks hochladen und mastern lassen, was anfangs etwa 10,- bis 18,- US-Dollar pro Track kostete. Gegen einen Aufpreis konnte man sogar „VIP-Engineers“ engagieren.
Im April 2025 hat Brainworx den Online-Service eingestellt, da die Pflege der Web-Infrastruktur angeblich zu aufwändig war und zu viele Ressourcen band, die in der Entwicklung benötigt wurden. Anstatt den Service aber komplett einzustampfen, wandelte man die Technologie in eine Standalone-App gleichen Namens um (genauer: es ist aus der recht ähnlichen Standalone-App „Style Creator“ entstanden, die Brainworx damals für interne Entwicklerzwecke genutzt hatte), die seitdem über die Plugin Alliance kostenlos heruntergeladen werden kann.
Anwendung
Nur Standalone, keine Einzel-Plug-ins, nicht innerhalb einer DAW einsetzbar.
Plattformen, Editionen und Preise von bx_mastering studio
Das bx_mastering studio läuft auf dem Mac (macOS 13 bis 26, Intel oder Apple Silicon) und unter Windows (10 und 11 mit x64-kompatibler CPU). Der Download erfolgt über den Plugin Alliance Installation Manager. Eine Versionsnummer ist nicht ersichtlich, auch habe ich – seit der Erstinstallation im Sommer 2025 – keinen Hinweis auf ein eventuelles Update gefunden.
Da das bx_mastering studio kostenlos ist, gibt es auch keine unterschiedlich abgestuften Editionen oder eine Testversion. Außerdem kann die Software natürlich auf beliebig vielen Rechnern installiert werden.
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Über Brainworx
Brainworx wurde 1999 in Leverkusen von Dirk Ulrich als Musikproduktionsfirma und Tonstudio gegründet. Mit der Zeit spezialisierte sich Brainworx auf die digitale Emulation analoger Hardware, wie legendäre Mischpulte, Amps, Kompressoren oder Equalizer, und übertrug deren physikalisches Verhalten auf Plug-ins.
Eine Besonderheit ist die patentierte „Tolerance Modeling Technology“ (TMT), die natürliche Bauteil-Toleranzen analoger Hardware simuliert, wodurch jedes Plug-in ein klein wenig anders klingt.
Zu den bekanntesten Produkten gehören die bx-console-Serie (Emulation berühmter Mischpulte), bx_masterdesk (Mastering-System) und der Mastering-Equalizer bx_digital.
2012 gründete Dirk Ulrich auch die Vertriebs-Plattform Plugin Alliance. 2022 schlossen sich Brainworx und Plugin Alliance mit iZotope und Native Instruments zur Firmengruppe Soundwide zusammen. Die Marke wurde allerdings schon ein Jahr später wieder aufgegeben und Brainworx und iZotope vollständig unter das Dach von Native Instruments integriert. Die Entwicklung der Plug-ins findet aber weiterhin in Leverkusen statt.
iZotope Ozone 12
iZotope Ozone ist so etwas wie der Industriestandard für Mastering-Software. Es war der Vorreiter, Mastering aus den Profi-Studios zu den „Bedroom-Producern“ zu bringen. Der Name ist metaphorisch gemeint: Mastering sei die letzte Schicht der Musikbearbeitung, so wie die Ozonschicht die letzte Schicht der Erdatmosphäre ist.
2001 erschien die erste Version – damals noch als DirectX- und Winamp-Plug-in. Mit der Version 8 (2017) kam erstmals der KI-gestützte Master-Assistant hinzu. In der aktuellen Version Ozone 12 wurde die KI-Integration weiter vertieft und die Stem-Trennung verbessert (Stem EQ). Aktuell steht die Software bei Version 12.1.0.1440.
Anwendung
Nur in einer DAW (seit Version 10 keine Standalone mehr), entweder als einzelne Plug-ins oder über die Oberfläche des Master-Assistant.
Plattformen, Editionen und Preise von iZotope 12
iZotope Ozone 12 gibt es in den drei Versionen „Elements“ (59,- Euro), „Standard“ (239,- Euro) und „Advanced“ (539,- Euro), die sich im Umfang unterscheiden.
Die kleinste Version beinhaltet nur den Master Assistant und die Assistive Vocal Balance, Standard bringt zusätzlich 14 Module (inklusive das neue Bass Control) mit, plus Features wie Track Referencing oder Delta Buttons.
Das volle Programm gibt es in der Advanced-Fassung, darunter auch der Stem EQ, der Unlimiter oder das Codec Preview (dazu später mehr).
iZotope Ozone 12 läuft auf dem Mac (ab macOS 13.7) und auf dem PC (Windows 10/11). Als Plug-in-Formate werden AAX, AU und VST3 bereitgestellt, jeweils ausschließlich im 64-Bit-Format. VST2 wird nicht länger unterstützt.
Ozone 12 kann auf zwei Rechnern genutzt werden, die aber nicht gleichzeitig laufen dürfen. Zudem ist die Lizenz an eine Person gebunden.
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Über iZotope
iZotope wurde 2001 von zwei Studenten des MIT (Massachusetts Institute of Technology) gegründet. Ihr Ziel war es, auch Hobby-Musikern die Möglichkeit zu geben, professionelle Alben zu Hause produzieren zu können.
Ihre Software konzentriert sich auf die drei Kernbereiche Mastering (Ozone), Audio-Restauration (RX) und Mixing (Neutron, Nectar). 2021 schloss sich iZotope mit Native Instruments zusammen.
Softube Flow Mastering Suite
Die Flow Mastering Suite von Softube ist ein noch relativ junges Produkt. Die erste Version erschien im Mai 2024. Das Manko, dass man die Signalketten (die „Flows“) nicht umbauen und an die eigenen Bedürfnisse anpassen konnte, wurde mit der Version 2.0 im Februar 2025 behoben.
Anders als bei Ozone wird hier keine KI eingesetzt, sondern High-End-Algorithmen genutzt. Der Name „Flow“ bezieht sich auf simple, intuitiv Steuerung, die mit wenigen Reglern auskommt, so dass man beim Mastern im „Flow“ bleibt. Die aktuelle Version zum Zeitpunkt dieses Tests ist die 2.6.23
Anwendung
Ebenfalls keine Standalone-Version, Einsatz nur im Rahmen einer DAW. Entweder in der Oberfläche des Mastering-Suite-Plug-ins, aber auch die Nutzung einzelner Plug-ins ist möglich.
Plattformen, Editionen und Preise von Softube Flow Mastering Suite
Die Softube Flow Mastering Suite läuft auf dem Mac und Windows-Rechnern (10/11, jeweils 64 Bit). Als Plug-in-Formate werden VST3, AU und AAX angeboten (nur 64 Bit). Dabei verzichtet Softube auf Feature-Tiers, es gibt nur eine Version. Die ist nur über ein Abo für monatlich 14,99 € erhältlich. Als eine Art „Rückvergütung“ bekommt man jeden Monat „Credits“, die man im „Credit Store“ für Plug-ins ausgeben kann. Wobei man aber ein Jahr benötigt, um die Credits für ein Plug-in zusammen zu bekommen.
Der Download erfolgt über die Softube-App, für die Aktivierung ist ein iLok-Account zwingend erforderlich. Erlaubt sind bis zu drei gleichzeitige Aktivierungen.
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Über Softube
Softube wurde 2003 von Oscar Öberg im schwedischen Linköping gegründet. Bekannt wurde man durch die präzise digitale Nachbildung legendärer Studio-Hardware, wobei die Schaltkreise der Geräte inklusive dem Verhalten von Transistoren und Röhren exakt simuliert werden (Component Modeling).
Zu den Partnern gehören bekannte Hersteller wie Solid State Logic (SSL), Weiss Engineering, Chandler, Tube Tech, Marshall, Abbey Road Studios oder Trident.
IK Multimedia T-RackS 6 Max
T-RackS ist einer der (Achtung, Wortwitz) Saurier der Audioproduktion am PC und war 1999 eines der ersten, das Mastering am PC möglich machte. Die erste Version – eine reine Standalone-Lösung – war knallig orange und einem Hardware-Rack nachempfunden. Ähnlich wie Softube setzte IK Multimedia auf eine möglichst exakte digitale Kopie von analogen Schaltung.
Ab der Version 3 konnte T-RackS auch als Plug-in-Suite in der DAW genutzt werden. In der Version 6 dann (die sieben Jahre nach der Version 5 im Jahr 2024 erschien) wurde der Master Match X eingeführt. Damit lassen sich mit KI-Hilfe Referenztracks analysieren, um deren Dynamik auf die eigenen Songs zu übertragen. Aktuell ist die Version 6.03.
Anwendung
Standalone und als Plug-in in der DAW. Entweder im Master Match X oder als einzelne Plug-ins.
Plattformen, Editionen und Preise von IK Multimedia T-RackS 6
T-RackS 6 gibt es in gleich vier Ausbaustufen. Zum Ausprobieren dient das kostenlose T-RackS 6 Intro (mit zwei Modulen und einer Lite-Version des Master Match X). Es folgen T-RackS 6 (ohne Namenszusatz, mit 19 Modulen, für 111,- Euro) und T-RackS 6 Pro (40 Module, 199,- Euro). Die oberste Ausbaustufe ist T-RackS 6 Max (63 Module, 299,- Euro).
T-RackS 6 läuft auf dem Mac (ab MacOS 10.15) und unter Windows (ab Windows 10), jeweils ausschließlich als 64 Bit. Unterstützte Plug-in-Formate sind AU, VST3 und AAX.
Die Installation erfolgt über den IK Multimedia Product Manager, bis zu fünf Aktivierungen sind möglich – das ist spitze in dieser Übersicht.
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Über IK Multimedia
IK Multimedia wurde 1996 in der italienischen Ferrari-Stadt Modena als reine Software-Firma gegründet. Zu ihren bekanntesten (und langlebigsten) Produkten auf Software-Seite gehören unter anderem AmpliTube (Gitarren- und Bass-Amp-Modeling), SampleTank (Workstation), das ARC System (Raumkorrektur) und eben T-RackS.
Einen Namen gemacht hat sich IK Multimedia aber auch mit der breiten Palette an iRig-Interfaces und iLoud-Monitoren. Mit TONEX (AI Machine Modeling für Amps und Pedale) und ReSing (Voice Modeler) setzen die Italiener inzwischen auch auf die KI.
Vergleich: Umfang der Mastering-Suiten
Was haben die einzelnen Kandidaten inhaltlich zu bieten? Was bringen sie alles mit? Das schauen wir uns im folgenden Kapitel näher an.
Umfang – Brainworx bx_mastering studio
Anders als bei den drei anderen Kandidaten werden hier keine einzelnen Plug-ins zu Ketten verknüpft. Stattdessen wird eine Ein-Fenster-Lösung mit vorgefertigten, fest platzierten Reglern angeboten. Damit werden ein 3-Band-EQ, verschiedene Filter (HPF, LPF, Resonance Filter), Kompressor, True-Peak-Limiter und De-Esser gesteuert. Außerdem sind noch ein Stereo-Enhancer, Harmonics (mit Saturation und THD) und ein Mono-Maker enthalten.
Einige Parameter gibt es nur in festgelegten Abstufungen (Compressor-Ratio, Limiter-Attack, Resonance Filters), andere lassen sich stufenlos einstellen. Mit dabei sind 11 Presets, es lassen sich aber auch eigene kreieren und abspeichern.
Umfang – iZotope Ozone 12 Advanced
In der Advanced-Version von Ozone 12 sind 21 Plug-ins/Module enthalten, die entweder im Master-Assistant, aber auch einzeln in der DAW genutzt werden können. iZotope teilt die Plug-ins in drei thematische Gruppen:
Core (8):
- Dynamic EQ
- Dynamics
- Equalizer 1
- Equalizer 2
- Exciter (mit sieben Distortion-Types)
- Imager (Stereo-Enhancer)
- Match EQ (Matching mit Reference Track)
- Maximizer
Modern (9):
- Bass Control (druckvoller, straffer Bass durch KI)
- Clarity (maximale Lautstärke ohne Einbußen)
- Impact (Rhythmus herausarbeiten durch Steuerung der Mikrodynamik)
- Low End Focus (Verstärkung des unteren Frequenzbereichs)
- Master Rebalance (Anpassen von Drums, Bass oder Gesang selbst im fertigen Mix)
- Spectral Shaper (dynamische Spektralforumstechnologie)
- Stabilizer (Mastering-EQ für einen ausgewogenen Klang)
- Stem EQ (gezielte Bearbeitung von Drums, Vocals, Bass und Instrumenten aus dem Stereo Mix heraus)
- Unlimiter (übermäßig komprimiertes Audio wieder beruhigen)
Vintage (4):
- Vintage Comp
- Vintage EQ
- Vintage Limiter
- Vintage Tape
Neben diesen 21 Modulen gibt es auch einige interessante, teils einzigartige Features, die zusammen mit diesen Modulen genutzt werden können. So zum Beispiel der Stem Focus (Plug-ins gezielt auf einzelne Stems anwenden), Codec Preview (Mix in verschiedenen Auflösungen vorab anhören), Dither oder Track Referencing.
Käufer der Advanced-Version erhalten außerdem die Bonus-Plug-ins Audiolens (Track-Referencing mit Tracks von Streaming-Plattformen), Relay (Mini-Channel-Strip mit Gain, Pan, High Pass und Stereo Enhancer) und die Tonal Balance Control („Your second set of ears“) dazu. Der Umfang ist also schon recht beachtlich.
Umfang – Softube Flow Mastering Suite
Die Softube Flow Mastering Suite 2.0 besteht aus 16 Plug-ins. Diese können – wie bei Ozone auch – entweder gesammelt in dem Mastering-Suite-Plug-in, aber auch einzeln in der DAW genutzt werden. Das sind zwar ein paar weniger als bei Ozone (und deutlich weniger als bei IK Multimedia T-RackS 6 MAX), dafür aber auch um einiges „edler“ – sind doch „Geräte“ von Weiss, Tube-Tech und Chandler mit auf der Liste. Mit dabei sind:
Kompressoren (5):
- Bus Prozessor (klassischer Großformat-Bus-Prozessor aus den 80er Jahren)
- Chandler Limited Germanium (flexibler, linkbarer Class-A FET High-End-Monokompressor)
- Chandler Limited Zener Limiter (Nachbau der 6.000-Euro-Originals)
- Opto Compressor (dem T4 Opto Cell aus den 60ern nachempfunden)
- Tube-Tech SMC-2B (Nachbau des Multiband-Prozessor von Lydkraft/Tube-Tech mit drei OPTO-Stereokompressoren)
Kompressor/Limiter (2):
- Weiss Compressor/Limiter (Plugin, um selektiv mit Tief- und Bandpassfiltern zu komprimieren)
- Weiss DS1-MK3 (De-esser / Compressor / Limiter. Der Code des Originals (Preis: rund 10.000 Euro) wurde zeilenweise in Zusammenarbeit mit Weiss Engineering portiert)
Equalizer (4):
- Chandler Limited Curve Bender (Das Hardware-Original steckt unter anderem im legendären EMI TG 12345 Pult in den Abbey Road Studios)
- Tube-Tech Equalizers MkII (Der Tube-Tech ME-1B Midrange Equalizer (3.300 Euro) und der Tube-Tech PE 1C (3.250 Euro) in einem Softwareagehäuse.
- Weiss EQ MP (1 zu 1 Portierung der EQ1-Hardware von 1996)
- Weiss EQ1 (Um eine Dynamik-Band-Option erweitertes EQ-MP)
Der Rest (5):
- Clipper (Peak Clipper) (Zweistufiger Clipper von Softube, mit RMS und Peak)
- Tape (Tape Emulation von drei klassischen Bandmaschinen)
- Weiss MM-1 (Weiss DS1-MK3 mit Style-Selektor, Die-Menü und intelligenter Lautstärkereglung)
- Widener (Stereo Imager mit fünf Algorithmen)
- Weiss Deess (Deesser mit zwei unabhängigen, vollständig anpassbaren Bändern und den Algorithmen aus dem DS1-MK3)
Umfang – IK Multimedia T-RackS 6 Max
63 Module sind in T-RackS 6 Max enthalten – 3x mehr als in Ozone und fast 4x mehr als in der Softube Low Mastering Suite. Ginge es hier allein um die Menge, hätten wir an dieser Stelle bereits einen klaren Vergleichstest-Sieger.
Es würde hier zu weit führen, alle 63 Effekt-Plug-ins aufzuführen – da verweise ich auf unseren Einzeltest vom Oktober 2024. Mit dabei sind elf Equalizer, 19 „Dynamics“ (Kompressoren, De-Esser, Limiter), acht Reverbs, drei Delay/Echo, drei Harmonics (Saturator, Clipper), ein Metering und 18 „Other“ (Tape Machines, Amps, Mic Modelling u.a.).
Die Auswahl ist tatsächlich riesig, und auch thematisch weit gestreut – das beschränkt sich bei weitem nicht nur auf die übliche Compressor-EQ-Limiter-Schublade, die für das Mastering benötigt werden. Auch wer den Sound eines Neumann U87 braucht, die Bandwärme des Tascam 388 in den Mix holen will, oder seinen Track mit einem Bandecho im Stil des Roland RE 201 veredeln will, wird hier fündig.
Auch basieren hier einige Plugins auf bekannten Hardware-Vorlagen – wie etwa der Vintage Tube Compressor/Limiter Model 670 (Fairchild 670) oder der White 2A Leveling Amplifier (Teletronix LA-2A).
Zwischenfazit: Umfang
IK Multimedia T-RackS 6 Max hat das mit Abstand umfangreichste Paket an Plug-ins (63) und damit auch die größte Auswahl – und da auch einiges mit dabei, das nicht in den Bereich Mastering gehört.
iZotope Ozone 12 (21) beschränkt auf das wirklich Wichtige und setzt verstärkt auf den Einsatz von KI.
Die Softube Flow Mastering Suite (16) kommt mit dem Motto „Klasse statt Masse“, bietet einige große Namen auf und verzichtet auf die künstliche Intelligenz.
Das kostenlose Brainworx bx_mastering studio schließlich hat gar keine einzelnen Module, sondern präsentiert sich als Ein-Fenster-Lösung mit unveränderbaren, fest verbauten Komponenten.
Workflow, Extra-Features und praktisches Arbeiten
Wie arbeitet es sich mit den vier Kandidaten? Wie kompliziert sind sie, wo komme ich am schnellsten zu Ergebnissen, was bieten sie an Features, um den Workflow effizienter und die Ergebnisse noch besser zu machen. Das will ich im folgenden Abschnitt überprüfen.
Brainworx bx_mastering studio
Die Standalone-Software setzt mit ihren fix verbauten Modulen ganz auf simple Zugänglichkeit und schnelle Ergebnisse. Eigene Plug-in-Ketten lassen sich nicht erstellen, man muss nehmen, was da ist. Einfach einen Track in das Fenster ziehen, eines der 11 Presets wählen und verarbeiten lassen.
Ungewöhnlich: Der Track wird automatisch beim Hochladen in Sekundenbruchteilen analysiert. Ob das wirklich der ganze Song ist oder nur der Anfang, ist unklar. Üblicherweise spielt man einer Mastering-Software ja einen selbstgewählten, möglichst lauten Abschnitt vor. Da bleibt hier ein großes Fragezeichen. Ebenfalls einzigartig ist, dass mp3-Files nicht akzeptiert werden, warum auch immer.
Die Preset-Bezeichnungen sind nicht immer übermäßig aussagekräftig: „Podcast“ oder „Remaster Clean“ kann man noch verstehen, aber was ist der Unterschied zwischen „LA Standard“ und „London Edgy“? Da hilft nur ausprobieren.
Beim Laden der Presets bewegen sich die Regler auf die neue Position, beim Abhören schlägt sich jede Regleränderung von Hand im Klang nieder. So lassen sich auch eigene Presets erstellen. Gut ist: Ich kann auch mehrere Tracks einlesen und die auf einen Rutsch gleichmäßig bearbeiten – praktisch, wenn man schnell ein klanglich einheitliches Album bearbeiten will.
Das Feintuning erfolgt über die zwei Hauptbereiche Tone (EQ, Filter, Presence, Mono Maker) und Dynamics (Harmonics, Compressor, De-Esser, Limiter). Sonderwünsche wie Stems oder gezielte Bearbeitung einzelner Frequenzbereich gibt es nicht, die KI bleibt – abgesehen von der Analyse – ebenfalls außen vor.
Die Anordnung der Regler ist übersichtlich, die Zugriffsmöglichkeiten sind auf das Wesentlichste reduziert und zum Teil vereinfacht. Änderungen am Fenster-Design sind – bis auf die Größe des Browsers – nicht möglich. Das Fenster selbst kann stufenlos vergrößert/verkleinert werden, wobei die Bedienelemente unverändert bleiben. Dass Tracks nur einzeln wieder gelöscht werden können und ich keine individuellen Namen beim Export geben kann, ist unnötig umständlich.
iZotope Ozone 12 Advanced
Der Master Assistant von Ozone 12 Advanced bietet zwei „Automatik-Modi“ an: Im „Auto-Master“ bzw. „One Click“ macht mir die Mastering Software nach kurzer Analyse einiger Sekunden aus meinem Track ohne mein weiteres Zutun einen Vorschlag, wie das Ganze besser klingen könnte, und wählt dazu von sich aus einen der inzwischen 35 Preset-Genre-Targets. Diese reichen von Alt-Rock über Hyperpop bis Vocal Jazz. Oftmals liegt Ozone da mit der Stil-Erkennung daneben, aber a) kann ich das nachträglich von Hand ändern oder eigene hinzufügen und b) bezeichnet iZotope das selbst auch nur als „Starting Point“.
Im Custom Flow kann ich vor der Analyse auswählen, welche Module und welches Genre zum Einsatz kommen und wie intensiv der Assistant (in fünf Abstufungen) dabei verändern soll. Damit lassen sich überzeichnete Ergebnisse verhindern. Auch lässt sich die Dauer der Analyse und das angestrebte Lautheitslevel festlegen. Mit Reglern wie Dynamics Match, Width Match, Clarity Amount oder Stabilizer Amount kann ich anschließend noch nachjustieren.
Mehr Eingriffsmöglichkeiten meinerseits bieten zwei weitere Optionen: Ich wähle entweder eines der rund 200 Mix-Presets (übersichtlich sortiert in „All Purpose Mastering“, „Expert Curated Presets“, „Genre-Specific Mastering“, „Mix Bus“ „Ozone Legacy Presets“ und „Stem Focus“), die sowohl allgemeine Basics wie „Depth & Clarity“ oder „CD Master“ abbilden oder Spezialfälle wie „Fix Nasal Vocals“. Oder ich stelle mir ganz frei eigene Plug-in-Ketten zusammen, wobei ich auch die Reihenfolge ändern kann – und kann dabei auch ganz tief in die Parameter der Module eintauchen.
Abseits des Master-Assistant kann ich auch jedes Modul einzeln einsetzen, etwa, um einen Track gezielt zu bearbeiten. Auch hier gibt es dann jeweils speziell zugeschnittene Presets.
Im Vergleich zu den Mitkonkurrenten hat Ozone 12 – dank der exzellenten KI-Unterstützung – einige sehr spezielle Features zu bieten. Mit dem Stem EQ kann ich Bass, Gesang oder Drums in einem fertigen Stereo-Mix immer noch separat bearbeiten, der Unlimiter ist eine Art „Undo“-Button für zu stark komprimierte Mixe, der Transienten wiederherstellt und Bass Control macht den Bass im Mix druckvoller und präsenter.
In den „Automatik-Modi“ ist das Arbeiten mit Ozone fast selbsterklärend und auch für Laien machbar. Wer dagegen tiefer ins Räderwerk eingreifen will, benötigt angesichts der vielen Zugriffsmöglichkeiten auch innerhalb der Module schon eine Menge Sachkenntnis, intuitives Arbeiten ist da kaum möglich.
Die Module selbst sind extrem nüchtern und zweckmäßig und versuchen gar nicht erst, eine Hardware-Oberfläche nachzubilden. Das Fenster ist zwar frei skalierbar, die Größe der Bedienelemente aber bleibt auch hier unverändert. Ein Nachteil für Menschen, deren Sehvermögen beeinträchtigt ist.
Softube Flow Mastering Suite
Was direkt auffällt: Die Skalierbarkeit der Oberfläche der Flow Mastering Suite bezieht – anders als bei den Mitkonkurrenten – auch die Bedienelemente mit ein. Angenehm ist auch, dass jedes Plug-in ein recht exaktes Abbild der Hardware-Vorlage ist, das bringt Farbe, Abwechslung und mehr Übersicht ins Mastering-Geschehen.
Für mehr Übersicht sorgen hier auch die Makro-Regler im oberen Bereich der Benutzeroberfläche, die sich dem jeweils gewählten Flow anpassen. Mit denen werden gleich mehrere Regler in den Plug-ins gleichzeitig angesteuert, um das Ergebnis zu erzielen. Ich muss mir also keine Gedanken machen, was ich zum Beispiel alles betätigen muss, um eine vernünftige Kompression zu erreichen. So ist der „Master EQ“ im Flow „Beatmaker“ für gleich bis zu neun Regler in den in diesem Preset genutzten Modulen zuständig. Das erleichtert das Arbeiten ganz ungemein (ganz besonders für Laien) und beschleunigt den Workflow. Leider kann ich zwar Regler aus dem Makro entfernen, aber keine eigenen hinzufügen.
Anders als bei den drei Mit-Kandidaten kann ich die Flow Mastering Suite nicht einfach mit einem Song füttern und sie dann mal machen lassen. Hier sind meine Ohren und mein Wissen gefragt. Es gibt zwar Hilfestellungen, aber weitaus weniger KI-Einsatz als bei Ozone. Also lege ich die Mastering Suite auf den Master Bus und wähle vorab für einen der 13 Mastering-Templates, den „Flows“. Bezeichnungen wie „Organic Rock“, „Pop Dance“ oder „Vocal Driven“ sind da schön aussagekräftig, außerdem gibt’s – anders als beim bx_mastering studio – zu jedem Flow (und auch zu jedem Makro-Regler) auch erklärende Worte („Flow Guides“). Und wenn es nicht passt, kann ich auch einfach alle 13 mal durchprobieren, die Plugins einzeln aufrufen und dort ins Detail gehen oder eigene Plug-in-Ketten entwerfen. Oder über den Sidechain-Eingang einen Referenztrack zum Abgleich hinzuziehen. Aktuell ist die Zahl der einsetzbaren Plug-ins auf zehn limitiert, in Zukunft sollen das mehr werden. Weitere Presets abseits der Flows gibt es hier aber nicht.
Hilfreich bei all dem ist zum einen der hohe Grad an Visualisierung des Geschehens: Ich höre nicht nur, was gerade passiert, sondern sehe es auch live, wie z.B. Frequencies, Stereo Image, Gain Reduction oder Loudness. Zum anderen sind die Abbildungen der Plug-ins fotorealistische Abbilder der Original-Hardware. Was mehr Spaß macht und übersichtlicher ist. Ebenfalls eine Hilfe: Das Eingangssignal wird automatisch kalibriert und kommt so nie zu laut an.
IK Multimedia T-RackS 6 Max
Im T-RackS 6 Max kann ich einen Track mit dem Master Match X – Modul automatisch analysieren lassen. Das enthält mit Balance, EQ, Compressor und Limiter alle Basics für einen ersten Versuch, weitere Module kann ich hinzufügen, wenn ich mir das zutraue. Zuvor muss ich mich aber auf einen der 24 Musikstile festlegen oder einen Referenz-Track laden. Für Newbies und einen Mastering-Quickie ist das ok. Die volle 63-Plug-ins-Dröhnung gibt es, wenn ich aus den Presets auswähle (sortiert nach Mastering, Instruments, Vocal, Effects, Harmonic und Mixing) und die auch noch verändere oder mir ganz eigene Ketten aus den 63 mitgelieferten Plugins bastele. Maximal 16 darf eine Kette enthalten.
Das GUI der Mastering-Konsole ist übersichtlich und selbsterklärend. Links Chain Presets und Clip List, rechts das umfangreiche Metering mit Peak, RMS, LUFS M und Dynamic Range auf einen Blick und die sortierte Modul-Liste, aus der ich für Eigenkreationen auswähle. Groß in der Mitte dann die Plug-in Chain (unten) und die Großansicht des gerade gewählten Moduls, das auch hier mit einer (meist) schönen Hardware-Ansicht dargeboten wird. In den Ketten kann ich umsortieren, löschen oder hinzufügen. Bei den Arbeiten an den Plug-ins selbst hätte ich mir eine Hilfsfunktion mit Mouse-Over-Einblendungen gewünscht, damit auch Anfänger wissen, was sie da eigentlich machen. Sämtliche Plug-ins lassen sich (in der DAW) auch einzeln anwenden, ohne das T-RackS-Mastering-Console-Plugin.
Zu den hilfreichen Annehmlichkeiten beim Arbeiten mit T-RackS 6 Max gehören unter anderem die Pegelanzeigen zwischen den einzelnen Modulen in der Effekt-Kette. So sehe ich sofort, wer für eventuelle Pegelspitzen verantwortlich ist. Zudem gibt es A/B/C/D-Vergleiche von Ketten, den Preset-Browser mit starken Filter- und Suchfunktionen, um das Zielgebiet einzugrenzen, ein skalierbares GUI inklusive Regler (nur in der DAW), eine Direktanbindung der Analyse-Software ARC X, die Verarbeitung eines kompletten Albums mit Einzeltracks (nur Standalone) und eine Sidechain-Funktion für alle dynamischen Module.
Zwischenfazit: Workflow, Extra-Features und praktisches Arbeiten
Brainworx mx_mastering studio setzt mit seinen fest verbauten Modulen und Reglern ganz auf schnelle Ergebnisse, wobei der Freiraum der Nutzer aber stark limitiert ist, und spezielle Extra-Features fehlen. Diese finden sich – mit viel KI-Einsatz – in iZotope Ozone 12 Advanced, das neben verschiedenen „Automatik-Mastering-Modi“ auch eigene Mastering-Ketten ermöglicht, was aber einiges an Sachkenntnis voraussetzt. Die extrem nüchtern-stilisierten Plug-ins im Einheitslook erschweren dabei etwas die Übersicht.
Die Softube Flow Mastering Suite erleichtert das Arbeiten mit den Makro-Reglern und beschleunigt den Workflow. Auch hier kann ich in die Tiefe gehen und direkt an den Plugins arbeiten, was durch Visualisierungen und an die Original-Hardware angelehnte Oberflächen erleichtert wird. Hier fehlen aber weitere Presets neben den Flows und ein KI-Automatik-Modus.
Den besitzt wiederum IK Multimedia T-RackS 6 Max (Master Match X), wenn auch in einer sehr einfachen Form. Das übersichtliche GUI samt Visualisierungen, gute Presets und simplem Drag & Drop-Workflow erleichtert zwar den Einstieg. Wer aber selbst bei den Plug-ins in die Tiefe geht oder eigene Presets baut, benötigt auch hier einiges an Fachwissen.
Wie klingen die Mastering-Softwares?
Wie vergleicht man möglichst objektiv die Leistungen mehrerer Mastering-Pakete? Indem man selbst möglichst wenig Hand anlegt. Natürlich lässt sich mit viel Eigenarbeit und Feinschliff stets noch einiges mehr rausholen. Doch würde dann berechtigterweise angemerkt „Das würde sicher besser klingen, wenn Du da statt des EQs X den EQ Y genommen hättest“ oder „Mit einer anderen Kompressor-Ratio kämen die Bässe noch besser raus“. Deshalb habe ich mich in den folgenden Klangbeispielen auf jeweilige Mastering-Automatik und/oder die Presets beschränkt. Die Ergebnisse sind also zumeist nur ein erster Startpunkt, ein unverbindlicher Vorschlag, an dem man weiterarbeiten kann, sollten aber schon einen Einblick geben, wie die vier Kandidaten arbeiten.
Die Tracks stammen entweder aus eigener Feder (Ambermoon, Neumann), von der Kölner Band C.H.E.F. (die mir einige komplett ungemasterte Tracks zur Verfügung gestellt hatten) oder sind Demo-Tracks aus diversen Construction Kits, die zum Lieferumfang von Fender Studio Pro gehören.
Alle Tracks habe ich zuvor auf einen Headroom von etwa -6 dB gebracht und im WAV-Format (24 Bit) gespeichert. Bewusst kommentiere ich nicht jedes der 80 Klangbeispiele, hört am Besten durch und macht euch selbst ein Bild. Aber natürlich hat sich im Verlauf des Vergleichstest einiges herauskristallisiert, so dass ich am Ende auch zu einem Sieger gekommen bin.
Noch etwas zu den Bezeichnungen:
- Da bx_mastering studio nicht selbst aus den 11 Presets wählt und darüber hinaus keine weiteren anbietet, habe ich die hier selbst ausgesucht (seht ihr am Ende der Track-Bezeichnung).
- In der Flow Mastering Suite habe ich jeden Track mit zwei unterschiedlichen Flows bearbeiten lassen. Deren Bezeichnung ist ebenfalls am Ende des Namens zu finden.
- Im T-RackS 6 Max gibt es zu jedem Track ein automatisches Mastering (Bezeichnung „Match Master x“),wo ich das Genre vorher selbst auswählen muss, und eines mit einem von mir ausgewählten Preset (Bezeichnung „Preset“)
- Gleiches gilt für Ozone 12 Advanced: Einmal mit Automatik („One Click“), wo Ozone das Genre selbst ermittelt, und einmal mit einem von mir gewähltem Preset.
Erstes Beispiel: Ein Ausschnitt aus einem ungemasterten Rock-Song von C.H.E.F. Erst das Original, dann die Bearbeitungen.
Hier zeichnet sich schon ein Trend ab, der auch auf die kommenden Beispiele passt: bx_mastering studio und die Automatismen von Ozone und T-RackS legen ordentlich was an Lautstärke drauf, um den Headroom bis zum Limit zuzufahren. Die Flow Mastering Suite geht da wesentlich subtiler zu Werke, und mit einem handverlesenen Preset wird auch Ozone etwas zahmer. Dessen One-Click-Sortierung in „Rock“ passt hier, an anderen Stellen dagegen nicht.
Auch das zweite Beispiel stammt von C.H.E.F., ist aber eine deutlich ruhigere Nummer.
Der dritte Track stammt aus einem Construction Kit mit Namen Pop.
Ich meine, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen eher marginal sind. Aber das kann auch daran liegen, dass ich die 80 Beispiele seit Stunden höre …
Track 4 ist eine Sprachaufnahme, die ich mal für einen Test mit dem Neumann BCM 104 aufgenommen hatte.
Das bx_mastering studio und T-RackS haben für Sprache extra Presets. Aber ob die nun besser sind als die anderen? T-RackS „Speech“ klingt arg mittig, und Ozone 12 sortiert das – mangels speziellem Sprach-Preset – einfach automatisch unter HipHop ein.
Es folgt mit Track 5 ein Remake eines alten Amiga-Songs von mir zum Spiel „Ambermoon“. Das Remake hatte ich mit einige Analog-Emulationen von Arturia gemacht. Dass Ozone 12 das als „Rock“ identifiziert zeigt, wie ungenau die Automatik da arbeitet.
Track 6 ist wieder ein Construction Kit aus meiner DAW. Wo der Name „Elektro“ aber irreführend ist. Mal schauen, was die Kandidaten daraus machen.
Und noch eine entspannte Nummer aus dem Baukasten. Auch hier besteht Ozone darauf, dass das Rock sei.
Track 8 stammt aus einem Trap-Baukasten.
Und zum Schluss noch etwas Underground Dance. (Ja ja, Ozone sagt wie fast immer „Rock“). Hier holen alle Kandidaten die Bässe schön nach vorn.
























Interessanter Vergleichstest. Danke.
Toller Artikel in dem viel Mühe steckt – vielen Dank
IK Multimedia T-RackS 6 Max gibt es gerade für 99 Euronen !
@Spectral Tune in den Bildern, die Personen an Ihren Workstations zeigen, steckt vor allem A.I.! ich sag nur „HOZone 12″…. (=Fail!)
@kRiXeL Hi, ja, es ist ein KI-Bild. Man findet in den Bilddatenbanken leider sehr wenige passende Bilder aus dem Studiobereich und auch dort sind mittlerweile die meisten Bilder KI-generiert, sodass es ohnehin keinen Unterschied mehr macht. Die Grafiker sind leider keine Studioleute und da kann so etwas mal passieren, zumal sie die Artikelinhalte in der Regel nicht kennen. Wird korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis.