Drei mobile Recorder für den kleinen Geldbeutel
Das Angebot an mobilen Recordern ist groß, da kann man, gerade als Anfänger, schnell den Überblick verlieren. Wir haben uns drei aktuelle Modelle aus dem unteren Preissegment herausgegriffen, um sie zu vergleichen: Den Xvive XV1-R (84,- Euro, erschienen im Februar 2025), den Tascam DR-05XP (129,- Euro, März 2025) und den Zoom H1essential (99,- Euro, Februar 2024). Dabei geht es uns nicht darum, die drei Modelle im Detail vorzustellen und zu testen, denn das haben wir bereits in unseren jeweiligen Einzeltests gemacht. Wer noch mehr Infos zu den einzelnen Geräten benötigt, folgt den Links und darf dort weiterlesen. In diesem Vergleichstest Mobile Recorder will ich vielmehr die technischen Leistungsdaten einander gegenüberstellen und auch testen, welcher der drei sich am besten im Praxiseinsatz schlägt.
Inhaltsverzeichnis
- Vergleichstest Mobile Recorder: Vorbemerkungen
- Lieferumfang und Verpackung
- Optionale, aber empfohlene Zukäufe
- Größe, Gewicht und Verarbeitung
- Speicher, Display und Bedienung
- Technik: Die Mikrofone
- Aufnahme mit mobilen Recordern
- Wiedergabe-Funktionen und Stromversorgung
- Praxistest: So klingen die drei Testkandidaten
Vergleichstest Mobile Recorder: Vorbemerkungen
Bei der Auswahl der Testgeräte haben wir zum einen darauf geachtet, dass sich die drei Kandidaten ungefähr im gleichen preislichen Rahmen bewegen. Der Tascam DR-05XP ist da aktuell noch etwas teurer, aber auch gerade erst erschienen. Der Zoom H1essential hatte bei seinem Release vor einem Jahr auch noch 109,- Euro gekostet und ist inzwischen jedoch schon für 99,- Euro zu haben.
Auch sollten die technischen Voraussetzungen einigermaßen vergleichbar sein. So sind dann beispielsweise alle drei mit der 32-Bit-Float-Technologie ausgerüstet, damit die Ergebnisse nicht zu weit auseinanderliegen.
Der Tascam DR-05XP ist seit März 2025 erhältlich, der Xvive XV1-R seit Februar 2025, der Zoom H1essential seit Februar 2024.
Lieferumfang und Verpackung
Beim Lieferumfang geben sich alle drei Kandidaten sehr bescheiden. Die Zeiten, wo man, auch in dieser Preisklasse, noch mit Kabeln, Speicherkarten, Windschutz oder Netzteil versorgt worden ist, sind lange vorbei. Lediglich Xvive legt seinem XV1-R zwei AA-Batterien mit bei, so dass man gleich loslegen kann. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass dies das preiswerteste Modell im Test ist.
Die Verpackungen sind allesamt kompakt und ausreichend gut gesichert. Dass Xvive den XV1-R in eine Plastikschale statt in Pappe packt wie die anderen, gibt Abzüge in der B-Note.
Optionale, aber empfohlene Zukäufe
Ein Windschutz ist bei der Anschaffung eines mobilen Recorders Pflicht, ohne braucht man es gar nicht erst zu probieren. Da die Bauform der Geräte nicht genormt ist, kauft man am Besten das speziell angepasste Zubehör vom Hersteller oder versucht es mit einem preiswerteren No-Name-Produkt, die es teilweise schon für unter 5,- Euro gibt. Sieht nicht immer schön aus, aber funktioniert meist auch tadellos.
Zoom hat für den H1essential ein komplettes Zubehörpaket, bestehend aus WSU-1 Fellwindschutz, AD-17 Netzteil, gepolstertem Transport-Case und USB-Kabel für 39,- Euro im Angebot. Das ist ok und eine sinnvolle Anschaffung.
Auch Tascam liefert für seine DR-Recorder ein Zubehörset. Enthalten sind da das PS-P520U-Netzteil, ein Fellwindschutz, eine Transporttasche und drei USB-Kabel. Der Preis: 39,- Euro. Und auch hier sollte man dieses Paket am besten gleich mit einpreisen.
Xvive hat nichts dergleichen zu bieten, da muss man also auf Dritthersteller ausweichen. Hier könnte eventuell das Zoom-Paket passen.
Größe, Gewicht und Verarbeitung
Der Zoom H1essential ist mit einer Grundfläche von ca. 137 x 54 mm der mit Abstand kleinste Recorder im Vergleichstest Mobile Recorder. Der passt wirklich fast schon in die berühmte Hosentasche.
Der Tascam ist mit 142 x 61 mm zwar nur unwesentlich größer, wirkt aber deutlich wuchtiger. Er ist fast quadratisch gebaut ist, während der Zoom die 54 mm nur an den Mikrofonen erreicht und ansonsten kaum 40 mm breit ist. So können nackte Zahlen täuschen.
Der Xvive XV1-R ist mit einer Länge von 163 mm zwar der Längste im Test, aber ähnlich schlank gebaut wie der Zoom. In der „Dicke“ nehmen sich alle drei nichts, die liegen alle unter 30 mm. Das alles schlägt sich auch auf das (von mir gewogene) Gewicht nieder, das ja nicht ganz unwichtig bei kleinen Mobile Recordern ist:
- Zoom H1essential: 72 g/95 g (ohne/mit Batterien)
- Xvive XV1-R: 93 g/138 g
- Tascam DR-05XP: 126 g/171 g
Beim Thema Verarbeitung und Material machen alle drei Kandidaten des Vergleichstest Mobile Recorder eine gute Figur. Sie bestehen, wie bei mobilen Recordern allgemein üblich, allesamt aus Kunststoff, machen trotzdem einen recht stabilen Eindruck und sind durchweg sauber verarbeitet.
Alle drei Geräte besitzen ein Gewinde auf der Unterseite zum Aufbau auf einem Stativ. Gut so, das vermeidet die nervigen Handgeräusche.
Speicher, Display und Bedienung
Keiner der drei Kandidaten des Vergleichstest Mobile Recorder verfügt über einen internen Speicher, den ich als Ausweichmöglichkeit bei meinem OM-System LS-P5 sehr zu schätzen weiß, falls sich mal die Speicherkarte verabschiedet und kein Ersatz zur Hand ist.
Gespeichert wird in allen Fällen auf Micro-SD-Karte. Beim Xvive XV1-R darf diese maximal 128 GB groß sein, beim Tascam DR05-XP schon 512 GB, während Zoom für sein H1essential Speicherkarten mit bis zu 1 TB zulässt.
Dafür ist bei letzterem das Display (OLED, 128 x 64) mit handgemessenen ca. 23 x 13 mm kaum größer als eine Briefmarke, das kleinste im Feld. Tascams Display (LCD) ist ebenfalls rechteckig, aber mit ca. 40 x 21 mm deutlich größer. Das Xvive besitzt hingegen ein quadratisches Display (LCD) mit einer Größe von ca. 30 x 30 mm (=1,7‘‘). Alle Displays sind hintergrundbeleuchtet und recht gut ablesbar.
Die haptische Bedienung an sich gefällt mir beim Tascam DR05-XP mit seinen großen, sinnvoll angeordneten Tasten und der übersichtlichen Menüstruktur am besten. Besonders sinnig ist der Quick-Button, der kontextbezogen einsetzbar ist.
Auf Platz 2 landet bei mir in dieser Hinsicht nur knapp dahinter der Xvive XV1-R. Auch hier gefällt mir die Anordnung der Tasten rund um ein Kontrollrad. Die vier Minitasten unter dem kleinen Display haben einen klaren Druckpunkt. Darüber erreiche ich schnell, ebenfalls kontextbezogen, alle relevanten Features, ohne erst ins Menü wechseln zu müssen.
Auch der Zoom H1essential hat vier kleine (blaue) Tasten unterhalb des Displays, die aber ohne Druckpunkt etwas schwammig und ungenau und zudem auch fest zugeordnet sind. Lediglich beim Scrollen durch das Menü werden die als Cursor-Tasten benutzt, was aber wegen ihrer Schwammigkeit wirklich mühselig ist. Hinzu kommt, dass in dem Fall dann die Taste, die mit einem Papierkorb-Symbol als Delete-Taste gekennzeichnet ist, bei der Menü-Klickerei plötzlich zur Return/Bestätigungstaste wird. Wer denkt sich denn so was aus? Zusammen mit dem arg kleinen Display empfinde ich das Arbeiten an diesem Mobile Recorder etwas mühsamer als bei den anderen beiden Kandidaten.
Dafür bietet der H1essential als einziges Gerät im Test eine barrierefreie Bedienung (Audioguide auf Englisch oder Tonsignale). Auch das Handbuch (PDF, Deutsch, 123 Seiten ist gegenüber der Konkurrenz das umfangreichste: Tascams DR-05XP bringt es auf 78 Seiten (Deutsch), das Xvive XV1-R lediglich auf schmale 29 Seiten, und das auch nur auf Englisch. Auch die Displaysprache ist hier nicht einstellbar ist, die ebenfalls auf Englisch beharrt. Da haben Tascam (10 Sprachen) und Zoom (7 sprachig) wesentlich mehr zu bieten.
Technik: Die Mikrofone
Beim Thema Technik zeigen sich, auch optisch, die deutlichsten Unterschiede. Während die beiden Mikrofone am Tascam und am Xvive in X/Y-Position angeordnet sind, ist es beim Tascam die A/B-Mikrofonierung. Erstere also im 90-Grad-Winkel über Kreuz, letztere in einem nach außen gerichteten 90-Grad-Winkel. Stark vereinfacht gesagt arbeitet das X/Y-Verfahren mit Pegel-Intensitätsunterschieden, das A/B-Verfahren mit Laufzeitunterschieden.
Bei allen drei Testkandidaten kommen Elektret-Kondensatormikrofone mit Kugelcharakteristik zum Einsatz. Das bewirkt, dass der Klang nicht zielgerichtet (wie bei der Nierencharakteristik), sondern rund um das Mikrofon herum mit aufgenommen wird, es ist also mehr Raum mit dabei.
Bei der Herausgabe der technischen Daten der Mikrofone geben sich die Hersteller bis auf den Grenzschalldruck (Zoom: 120 dB, Tascam: 125 dB, Xvive: 130 dB) eher verschlossen. Einzig Zoom mag uns noch mitteilen, dass die Mikrofonempfindlichkeit bei -37 dB liegt.
Aufnahme mit mobilen Recordern
Alle drei Geräte nehmen in 32-Bit-Float-Auflösung auf. Das bedeutet, dass ein Einpegeln nicht mehr notwendig ist, da Tonspitzen in der Nachbehandlung verlustfrei weggebügelt werden können. Die Aufnahmequalität liegt bei allen Testkandidaten bei maximal 32 Bit, 96 kHz. Während aber der Tascam DR-05XP neben dem 32-Bit-Float (WAV) auch 16 und 24 Bit Aufnahmen im WAV-Format sowie MP3-Aufnahmen unterstützt und das Xvive auch Aufnahmen in WAV24 und in AAC zulässt, ist man beim Zoom H1essential auf 32-Bit-Float festgelegt.
Einen Lo-Cut besitzen alle drei Recorder, wobei der Tascam hier bis 220 Hz, der Zoom sogar bis 240 Hz liefert, während der Xvive XV1-R nur 80-120 Hz zu bieten hat. Dafür stellt er Limiter, Kompressor und Gate bereit, die der Tascam DR-05P mit sechs Reverb-Effekten, Limiter und Peak-Reduction kontert. Der Zoom indessen hat in dieser Hinsicht (außer dem Lo-Cut) nichts weiter zu bieten. Da dieser auch „nur“ das 32-Bit-Float-Format bei der Aufnahme hat, fehlt hier, anders als bei den Konkurrenten, eine wie auch immer geartete manuelle Pegelfunktion des Eingangssignals.
Auto-Record, Pre-Record und Overdubbing haben alle drei drauf, eine Punch-in-Funktion beherrscht aber nur der Tascam. Ob man nun unbedingt dessen Tuning-Funktion benötigt, lasse ich mal offen. Der Slate Tone von Tascam und Xvive dürfte aber zumindest für Filmer interessant sein. Interessant für rasende Reporter dagegen ist die Zeit, die zwischen Einschalten und Aufnahme verstreicht: Die liegt bei den drei Testgeräten im Bereich von handgestoppten fünf bis sechs Sekunden, das ist ok.
Als einziger Recorder im Test bietet der Xvive XV1-R vorgefertigte Aufnahme-Profile an, nämlich „Production“, „General“, „Meeting“, „Voice Memo“ und „Concert“, jeweils mit den passenden Settings. Da muss man nicht lange selber suchen. Praktisch, wenn es mal schnell gehen muss.
Wiedergabe-Funktionen und Stromversorgung
Alle drei Geräte besitzen einen eingebauten (Mini-) Lautsprecher. Die taugen aber allesamt gerade einmal dazu, zu überprüfen, ob und wie laut man überhaupt etwas aufgenommen hat. Die Klangqualität an sich lässt sich damit kaum überprüfen. Das erledigt man besser mit dem Kopfhörer. Die Disziplinen „Loop-Wiedergabe“ und „Veränderung der Wiedergabegeschwindigkeit“ beherrschen alle, beim Thema „Springen“ bei der Wiedergabe muss der Zoom passen.
Bei der Stromversorgung setzten alle auf Batterien (bzw. auf Bus Power über USB). Der Tascam DR-05XP und der Xvive XV1-R benötigen dazu zwei AA-Batterien, beim kleinen Zoom sind es zwei vom Typ AAA. Hier gibt der Hersteller mit „ca. 10 Std.“ bei Alkaline dann auch die geringste Laufzeit im Feld an (Xvive bis zu 12 Stunden, Tascam bis 17,5 Stunden). Das hängt aber natürlich auch von der Art der Aufnahme und vom Dateiformat ab. Bei Verwendung von Lithium-Batterien ist die Laufzeit um einiges größer.
Die Ein- und Ausgänge sind Standard in der Klasse der kompakten Mobile Recorder, hier ist ausschließlich die Miniklinke im Einsatz. XLR gibt es erst einige Preisklassen und Baugrößen höher. Auch der USB-C-Anschluss hat sich ja mittlerweile fast flächendeckend durchgesetzt, so auch hier.
Mini/Micro-USB gibt es nur noch vereinzelt auf dem Markt. Per USB lassen sich die drei Recorder auch als Audiointerface bzw. externes Mikrofon nutzen, aber nur beim Zoom gelang das im Test auch im Zusammenspiel mit einem Android-Smartphone.
Praxistest: So klingen die drei Testkandidaten
Dann hören wir mal rein, wie die drei sich klanglich im Praxistest schlagen. Um da eine Vergleichsmöglichkeit zu haben, habe ich alle drei auf 32-Bit-Float-Auflösung eingestellt und mit den maximalen 96 kHz aufgenommen. Tascam und Zoom benötigen zwei Klicks für die Aufnahme, beim Zoom reicht einer. Hier läuft die Pegelanzeige dann auch permanent durch auf dem Display, was ein wenig irritiert („Nehme ich schon auf?“), während sie bei Tascam und Zoom erst nach dem ersten Klick sichtbar wird.
Beim Xvive XV1-R erreiche ich alle Aufnahme-relevanten Features wie Gate, Kompressor, Lo-cut oder Auto-Level über die kleinen Multifunktionstasten, nur für Stereo/Mono muss ich ins Menü eintauchen. Beim Zoom H1essential liegen immerhin noch LoCut und Mono/Stereo auf den kleinen Tasten. Beim Tascam DR-05XP hingegen ist öfter mal ein Besuch im Menü angesagt, sofern die gerade benötigte Funktion nicht über die bereits erwähnte Quick-Taste zu finden ist. Was aber angesichts des übersichtlichen Tastenfeldes kein Problem ist
Und noch ein Wort zu den Kartenabdeckungen: Beim Tascam ist die sehr stabil und beim Zoom ok, beim Xvive hingegen hängt die am sprichwörtlichen seidenen (Gummi-) Faden, das sieht nicht sehr vertrauenerweckend aus. Nach lose kommt ab.
Erste Versuchsreihe: Alle drei Testkandidaten im ausgelieferten Zustand, also ohne Windschutz. Der ist bei keinem mit dabei. Zoom und Tascam haben einen passenden im Angebot, bei Xvive muss man sich irgendwie behelfen. Und das sollte man in jedem Fall machen, denn ohne geht gar nicht, vor allem nicht in der Nahdistanz.
Völlig unbrauchbar. Auch draußen killt bereits ein laues Lüftchen jede Aufnahme. Für mich ist unverständlich, warum ein passender Windschutz hier als Zubehör verkauft wird. Ich habe mir im Test mit einem „One Size Fits All“ No-Name-Windschutz beholfen, der auf alle drei Geräte passte. Mit einem passgenauen Teil könnte das eventuell also noch etwas besser klingen.
Aus einer Entfernung von ca. 10 cm klingt das dann mit einem No-Name-Windschutz so:
Da hört man deutliche Unterschiede. Während der Tascam DR05-XP auch in der 10 cm Nahdistanz dann gut damit klar kommt, haben Xvive XV1-R und Zoom H1essential noch so ihre Plosiv-Probleme. Hörbar sind hier auch Unterschiede in der Klangfärbung. Der Tascam klingt am klarsten/hellsten, der Xvive dagegen ein wenig dumpf.
Ich schalte mal um auf Mono. Auch hier überzeugen (mit Windschutz aus etwa 10 cm Entfernung) der Tascam, und – mit winzigen Abstrichen – jetzt auch der Xvive. Dem Zoom liegt die Nahdistanz (5-8 cm) in mono anscheinend nicht ganz so, hier knattert es noch ein wenig. Hier könnte der Original-Windschutz Abhilfe schaffen, den ich aber nicht zum Testen vorliegen hatte.
Alternativ kann man aber auch einfach die Distanz zum Gerät beim Einsprechen etwas vergrößern. Dann funktioniert das auch beim Zoom tadellos. Auch weil der Bassanteil dadurch reduziert wird.
Gegen dumpfes Rumpeln und Schrittgeräusche hilft das Lo-Cut-Filter, das die unteren Frequenzen abschneidet. Und damit auch ungewolltes Rumpeln vermeidet. Hier drei Beispiele mit den jeweiligen Maximaleinstellungen (Tascam DR-05XP 220 Hz, Zoom H1essential 240 Hz, Xvive XV1-R 120 Hz).
Wie ihr hört, ist die Nahdistanz (also ca. 5-8 cm) aber auch mit Filter nicht wirklich etwas für den Zoom. Da könnte ein passgenauer Schutz sorgen – oder eben ein paar Zentimeter mehr. Hier zwei weitere Versuche (mono/stereo) aus 10-15 cm:
Schon viel besser.
Ein Problem sind häufig zu leise Aufnahmen, weil man nicht nah genug an den Interviewten herangekommen ist. Hebt man da den Pegel nachträglich an, verstärkt das auch das Grundrauschen und den Raumanteil. Das hört sich bei unseren Testkandidaten dann so an:
Digitale mobile Recorder haben den Nachteil, dass sie übermäßig Handgeräusche mit auf die Aufnahme packen, wenn man die Finger nicht ruhig hält. Auch die Bedienung von Tasten landet dann unweigerlich mit auf der Aufnahme. Das lässt sich nur mit einem Handstativ vermeiden. Oder (Praxistipp, wenn man mal kein Handstativ dabeihat): Wollhandschuh anziehen oder eine Socke über die Hand. Sieht gerade im Sommer blöd aus, hilft aber. Ohne jedenfalls hören sich die Handgeräusche so an:
Zum Schluss noch die Königsdisziplin von 32-Bit-Float-Geräten. Kann ich völlig übersteuerte Aufnahmen in der Nachbehandlung noch retten? Normalerweise, also außerhalb von 32 Bit-Float, ist eine übersteuerte Aufnahme verloren. Senke ich nachträglich den Pegel, wird nur die Übersteuerung leiser, verschwindet aber nicht. Also habe ich vor den drei Testgeräten mal ordentlich „Gummi gegeben“ und lautstark hineingebrüllt. Womit dann hier und dann auch der Windschutz überfordert war, sich die Aufnahmen in der Nachbehandlung aber ohne Übersteuerung retten ließen. Hier die Ergebnisse:












































Danke für diesen differenzierten Artikel.
Bei dem geringen Preisunterschieden der sowieso sehr günstigen Recorder lohnt es sich stets auf namhafte Hersteller zu setzen.
Mich beschäftigt schon länger die Frage, ob bei Flieldrecordern auch Displays produziert werden, die eine skalierbare Anzeige bieten. Habt Ihr Produkte gefunden, die das anbieten?
@CDRowell Dann würden die Geräte aber ein ganzes Stück teurer. Die Displays gibt es ja. Aber solche Geräte werden recht hardwarenah programmiert, eine Display-Skalierung würde wahrscheinlich doppelt soviel Code bedeuten, an den Aufwand mag ich gar nicht denken, weil das bestimmt in C, C# oder Python programmiert wird und dann natürlich entsprechend Speicher, mehr Energie und Prozessorleistung braucht. Das lohnt sich nicht für ein paar wenige, die sowas unbedingt bräuchten. Schaden würde es aber wirklich nicht, ich seh ohne Brille auch nix mehr mehr ^^… Diese „Futzeldisplays“ gehen mir total auf den Wecker, aber so ein Teil will natürlich mobil bleiben… Und du siehst ja selbst was das für Pixel-LCDs sind, da ist nix mit skalieren. Grafikfähige Displays in so einem (günstigen) Teil wären schon etwas überdimensioniert