Vergleichstest: SolidgoldFX Electroman und Subdecay Anamnesis, Delaypedale für Gitarre

12. Juli 2016

Battle der analogen Boutique-Delays!

Delaypedale gibt es bekanntermaßen mehr als ausreichend auf dem Markt. Unsere heutigen beiden Testkandidaten sind analoge Varianten. Diese sollen ja für den einen oder anderen wärmer und natürlicher klingen, da im Effektanteil deutlich weniger Höhen produziert werden als beim Digital Delay und somit das Verhalten eines Echos in der Natur besser imitiert wird.

Unsere Kandidaten gehören in die Abteilung „Boutique“, da sie nur in relativ kleinen Stückzahlen hergestellt werden, ein eher individuelles Design haben und sich preislich vergleichsweise „im oberen Regal“ befinden. Ob es sinnvoll ist, vergleichsweise viel Geld für ein analoges Delay auszugeben, hängt natürlich vom Kunden selbst ab.

Der seit vielen Jahren bewährte Electro-Harmonix Memory Man Deluxe ist hier das Maß, an dem man sich orientieren sollte, da dieser immer noch den Standard eines analogen Delays mit Modulation und somit featuremäßig das Vorbild für unsere beiden Testkandidaten SolidgoldFX Electroman und Subdecay Anamnesis darstellt.

 

delays

Wir haben die beiden analogen Testkandidaten gründlich untersucht und sind gespannt, welche Argumente (abgesehen vom attraktiven und individuellen Äußeren) sie liefern, um den doch recht hohen Preis zu rechtfertigen.

Klangbeispiele
Forum
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    Picard  

    Der Chip PT2399 arbeitet digital und angesichts der sampling rate und Bit-Tiefe eher im Lo-Fi Bereich. Definitiv keine Analog-Delays!

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      dilux  AHU

      vollkommen richtig, den chip gibts für ca. 2,- €, da fragt man sich schon, wie die ihre preise kalkulieren. klanglich finde ich die beiden pedale auch nicht überzeugend!

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        Johannes Krayer  RED

        Hallo dilux,

        das PT2399 ist in der Tat günstig, hat Qualitätsschwankungen und rauscht, vor allem bei etwas längeren Delayzeiten (ab ca. 450 ms).
        Leider wird es in zu vielen „analogen“ Delays verbaut.
        J.Krayer

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      Johannes Krayer  RED

      Hallo Picard,
      Du hast letztendlich natürlich Recht, es sind keine wirklich analogen, sondern eher dumpf klingende digitale Chips. Im Allgemeinen werden sie aber von der Werbung gerne mal als „analog“ bezeichnet, obwohl sie einfach nur nicht in der Lage sind, die höheren, für die Gitarre benötigten Frequenzen, sauber wiederzugeben,
      J.Krayer

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Wer individuell sein will muss viel Geld bezahlen, dafür gibt es ein tolles Gehäuse mit eigenem Design und wenn man will auch Rauschen im Signalweg. Rein technisch gesehen sehe ich hier keine echten Vorteile.
    Wer hier punkten will könnte sich mal das Tape delay mit dieser kleinen Tonband Kassette anschauen. Das ist wirklich mal eine innovation. Da muss man sich sogar immer neue Kassetten kaufen für 20€. Auch hier ist Individualismus eine Frage des Geldes.

    Es ist nicht leicht sich von der Masse ab zu setzen. Ob es einem das wert ist muss jeder für sich entscheiden.

    Am Ende finde ich, dass man sich auch noch durch ein besonderes ausgefeiltes Gitarrenspiel individuell von der Masse absetzen kann. Das kostet allerdings Zeit zum üben. Ein Gerät dagegen ist durchaus auch mal schnell gekauft. Wer ist da nicht auch schon darauf hinein gefallen der werfe hier den ersten Stein.

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      Johannes Krayer  RED

      Hallo amazonaman,
      ich bin ganz Deiner Meinung! Lieber mal mehr üben, als ständig neues Equipement kaufen.
      J.Krayer

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