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Vergleichstest Subwoofer: Presonus Temblor T10, JBL LSR310S, KRK 10S, Mackie MR10S MK3, Fluid Audio F8S,


Fünf mal auf die Zwölf

subwoofer-special

Mit dem Vergleichstest Subwoofer dürfen bei AMAZONA.de gleich 5 Bass-Boliden gegeneinander antreten.

Weil sehr tiefe Töne vom menschlichen Gehör kaum bzw. gar nicht zu lokalisieren sind, lässt sich ein Stereosystem gut durch einen einzelnen Subwoofer ergänzen. Gerade im Projektstudio mit oftmals eingeschränktem Platzangebot und zumeist kompromissbehafteter Akustik stellt die Kombination aus kleinerem 2-Wege-System und Subwoofer oft eine sinnvolle Variante dar. Aber auch ein größeres System kann durch einen Subwoofer im Bassbereich noch gewinnbringend erweitert werden. Wir haben uns deshalb einmal fünf Subwoofer ins Studio geholt und gegeneinander antreten lassen. Wir haben uns für diesen Test das obere Einsteigersegment zwischen 350,- und 400,- Euro vorgenommen.

5_subs

Der Vergleichstest Subwoofer fand in einem sehr gut gedämmten Raum mit hochwertigen Wandlern und passiver Lautstärkeregelung statt. Die Subwoofer wurden im Zusammenspiel mit einem geschlossenen passiven 3-Wege-System, dem Studiostandard NS-10, ebenfalls passiv und geschlossen sowie einem sehr leistungsfähigen Verstärker getestet.

Folgende Subwoofer haben wir für den Test ausgewählt:

  • Fluid Audio F8S
  • JBL LSR 310 S
  • KRK 10S
  • Mackie MR10S MK3
  • Presonus Temblor T10

Allen Modellen des Vergleichstest Subwoofer gemeinsam ist, dass sie nach dem Bassreflexprinzip aufgebaut sind. Durch eine Öffnung im Gehäuse, dem Bassreflexkanal, wird der vom Lautsprecher rückwärtig abgestrahlte Schallanteil zur Verstärkung der Basswiedergabe verwendet. Bei gleicher Größe wird gegenüber geschlossenen Boxen so ein höherer Schalldruckpegel im Bassbereich ermöglicht. Gleichzeitig gibt es aber auch Nachteile, die sich insbesondere als verringerte Impulstreue und störenden Verzerrungen, Resonanzen und Strömungsgeräusche bemerkbar machen können.

Alle getesteten Subwoofer verfügen über professionelle symmetrische Ein- und Ausgänge. Letztere leiten das Signal an die eigentlichen Stereolautsprecher weiter. So ist sichergestellt, dass auch ohne zusätzliche Hardware ein Lautstärkeregler ausreicht.

Herstellerangaben bezüglich Leistung und unterer Grenzfrequenz kann man übrigens bei allen Anbietern getrost ignorieren, weil nur in den seltensten Fällen genau angegeben wird, was diese eigentlich genau aussagen sollen bzw. nach welcher Norm gemessen wurde.

Fluid Audio F8S

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Fangen wir den Vergleichstest Subwoofer mit dem Kleinsten an, dem F8S der Firma Fluid Audio, die noch relativ neu am Markt ist. Sie wurde von Kevin Zuccaro gegründet, der zuvor bei JBL, Cervin Vega und M-Audio tätig war.

Der Fluid Audio F8S ist der einzige 8-Zöller im Testfeld. Mit gerade einmal 7,9 kg und Ausmaßen von 34 x 25,4 x 27 cm ist er auch der mit Abstand leichteste und kleinste Subwoofer im Testfeld. Und beim derzeitigen Ladenpreis zudem auch noch der Günstigste. Weitere Alleinstellungsmerkmale sind der Schieberegler für die Lautstärke auf der Vorderseite (unendlich – 0 dB) und leider auch die dort komplett ungeschützt angebrachte Komposit-Papier-Membran. Der Aufstellungsort des Lautsprechers sollte also tunlichst so gewählt werden, dass man die Membran nicht mit dem Fuß oder einem Gegenstand aus Versehen beschädigen kann.

Das vinylbeschichtete MDF-Gehäuse mit abgerundeten Kanten ist nett anzusehen und macht einen ordentlich verarbeiteten Eindruck. Der Umschalter für die Stromspannung lässt vermuten, dass die Class-D Ausgangsstufe von einem linearen Netzteil angetrieben wird.

Vom Fußboden akustisch entkoppelt wird das Gehäuse mittels Gummifüßen auf der Unterseite. Das verbessert die Klangqualität und schont die Nachbarn.

fluidback

Ein- und Ausgänge sind jeweils sowohl als XLR- als auch als TRS (Stereoklinke)-Buchsen ausgeführt. Zusätzlich gibt es noch unsymmetrische Cinch-Anschlüsse. Über ein mitgeliefertes Pedal kann der Subwoofer bei Bedarf auf Bypass gestellt werden.

Zu erwähnen sind noch der Phasenumkehrregler, der sich stufenlos zwischen 0 und 180 Grad einstellen lässt sowie der „flat/punchy“ Schalter, mit dem eine Bassbetonung zuschaltbar ist.

Die Übergangsfrequenz für das Tiefpassfilter kann stufenlos zwischen 50 und 200 Hertz gewählt werden.

Praxis

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Klanglich ist der F8S leider keine Offenbarung. Aufgrund deutlich hörbarer Obertöne summt und brummt der Subwoofer wie eine Hummel. Das führt zu einer hier naturgemäß unerwünschten verbesserten räumlichen Ortbarkeit des Subwoofers. Die geringe Größe macht sich im Vergleich zum restlichen Testfeld durch einen hör- und messbar verringerten Tieftonumfang bemerkbar. Unterhalb von 45 Hz sollte man nicht mehr viel erwarten. Leider ist der Klang insgesamt eher undifferenziert. Ist seriöses Monitoring gewünscht, sollte man den „Punchy“-Modus nicht verwenden.

Vergleichsweise gut ist dagegen die Klangqualität der zu den Stereo-Monitoren durchgeschleiften Signale.

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  1. Profilbild
    network-909

    Danke für den tollen Vergleichstest. Kommt gerade richtig, da ich momentan auch einen 10″ Sub suche..
    Allerdings stimmen Link und Preis vom KRK 10S nicht. Ihr habt den aktuellen KRK 10S (2016) getestet. Der kostet allerdings 499€ (der heisst bei Thomann KRK 10S2).
    Der Thomann-Link verweist aber auf den Vorgänger, der momentan für 358€ zu haben ist.

  2. Profilbild
    swellkoerper ••••

    Danke für diesen super recherchierten und kritischen Test. Habe ich das richtig verstanden, die Beeinträchtigungen des durchgeschliffenen Signals treten auch bei deaktivierter Frequenzweiche auf? Interessant wäre noch, wie sich die nächsthöhere Preisklasse im Vergleich schlägt.

    • Profilbild
      g.scherer RED

      Ausschalten lässt sich die Frequenzweiche z.B. beim KRK gar nicht. Ohnehin muss das Signal immer durch die aktiven Stufen im Sub, keinerlei Beeinträchtigung brächte nur ein Hard Bypass.

  3. Profilbild
    MattZazzles

    Sehr gutes Timing, sehr guter Artikel, sehr guter SW, der Presonus!
    Schlecht für meinen Kontostand, schlecht für meine Nachbarn. Danke

  4. Profilbild
    Andreas Tentschert

    Danke für den Test, stehe auch vor einem Sub-Kauf.
    Ist die Beeinträchtigung des durchgeschliffenen Signals beim KRK deutlich hörbar?
    Und weiss jemand was vom M-Audio BX10 im Vergleich?

    Stehe zwischen BX10, Krk10 und Presonus.

    Gruss aus Innsbruck
    Andajazz

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