Vergleichstest Subwoofer: Presonus Temblor T10, JBL LSR310S, KRK 10S, Mackie MR10S MK3, Fluid Audio F8S,

jbl_front

JBL LSR 310 S

JBL ist ein in Studiokreisen seit vielen Jahrzehnten etablierter Hersteller, der zur Harman Gruppe gehört.

Im Gegensatz zum restlichen Testfeld hat JBL den Tieftöner nicht vertikal (in Richtung des Hörers), sondern horizontal (Richtung Fußboden) unter dem Gehäuse angebracht. Weil dort normalerweise niemand hinkommt, wurde auf einen Schutz via Bespannung oder Gitter verzichtet.

jbl_under

Der JBL hat das mit 44,8 x 38,1 x 39,8 cm (H x B x T) größte Gehäuse im Test und thront auf ebenfalls recht wuchtigen gummierten Füßen. 15,6 kg bringt er auf die Waage. Auf der Vorderseite befindet sich die Bassreflexöffnung aus Hochglanzkunststoff, die ihn ein wenig nach Briefkasten aussehen lässt und vom Hersteller als „Slip-Stream-Port“ bezeichnet wird.

jblback

Die Rückseite bietet XLR- und TRS-Eingänge, die Ausgänge sind ausschließlich im XLR-Format ausgeführt. Als einziger im Test ermöglicht der LS310 S die Wahl zwischen -10 dB und +4 dB Eingangsempfindlichkeit. Die Phase kann zwischen 0 und 180 Grad umgeschaltet werden.

Im LSR 310S steckt eine Frequenzweiche mit fester Frequenz von 80 Hz. Dabei handelt es sich um eine echte Übergangsfrequenz, d.h. der Tiefbassanteil des an die Stereo-Monitore weitergeleiteten Signals wird ebenfalls beschnitten. Alternativ dazu lässt sich „external“ wählen – dann arbeitet allerdings gar kein Filter. Zusätzlich gibt es noch einen „extended“-Modus für mehr „Wumms“, auf den man für Monitoring-Anwendungen aber besser verzichtet.

Eine Wahlmöglichkeit für die Stromspannung gibt es nicht, vermutlich verfügt der LSR 310 S über ein Schaltnetzteil, das den Class-D Endverstärker antreibt.

Praxis

Der Bass des JBL Subwoofer geht noch etwas tiefer herunter als der Temblor, erscheint dabei allerdings etwas schwammiger. Das Stereosignal empfand ich ähnlich wie beim Mackie als anstrengend und etwas abgeschliffen. Mangels Einstellmöglichkeiten beim Tiefpassfilter war ein flexibles Anpassen an verschiedene Hauptmonitore nicht so leicht möglich. Ohne externe Frequenzweiche muss man die interne mit ihren 80 Hz nutzen – bei sehr großen oder sehr kleinen Monitoren nicht optimal. Das Tiefpassfilter scheint übrigens steiler als bei den anderen zu sein, von den Mitten ist beim JBL weniger zu hören als beim Rest.

Forum
  1. Profilbild
    network-909  

    Danke für den tollen Vergleichstest. Kommt gerade richtig, da ich momentan auch einen 10″ Sub suche..
    Allerdings stimmen Link und Preis vom KRK 10S nicht. Ihr habt den aktuellen KRK 10S (2016) getestet. Der kostet allerdings 499€ (der heisst bei Thomann KRK 10S2).
    Der Thomann-Link verweist aber auf den Vorgänger, der momentan für 358€ zu haben ist.

  2. Profilbild
    swellkoerper  AHU

    Danke für diesen super recherchierten und kritischen Test. Habe ich das richtig verstanden, die Beeinträchtigungen des durchgeschliffenen Signals treten auch bei deaktivierter Frequenzweiche auf? Interessant wäre noch, wie sich die nächsthöhere Preisklasse im Vergleich schlägt.

    • Profilbild
      g.scherer  RED

      Ausschalten lässt sich die Frequenzweiche z.B. beim KRK gar nicht. Ohnehin muss das Signal immer durch die aktiven Stufen im Sub, keinerlei Beeinträchtigung brächte nur ein Hard Bypass.

    • Profilbild
      DrSpan  

      Bei deaktivierter Frequenzweiche gibt es auch keinen grund das Signal durchzuschleifen also sehe ich da kein Problem. Man sollte am besten einfach die durchschleifoption als unbrauchbar einstufen bei diesem Sub.

  3. Profilbild
    MattZazzles  

    Sehr gutes Timing, sehr guter Artikel, sehr guter SW, der Presonus!
    Schlecht für meinen Kontostand, schlecht für meine Nachbarn. Danke

  4. Profilbild
    Andreas Tentschert

    Danke für den Test, stehe auch vor einem Sub-Kauf.
    Ist die Beeinträchtigung des durchgeschliffenen Signals beim KRK deutlich hörbar?
    Und weiss jemand was vom M-Audio BX10 im Vergleich?

    Stehe zwischen BX10, Krk10 und Presonus.

    Gruss aus Innsbruck
    Andajazz

    • Profilbild
      schnecksdidegs

      Hi Andajazz. haste da nach all den Jahren ne Antwort drauf? Habe bei recherchen keinerlei Beanstandung in dieser hinsicht in den Foren gefunden. Warscheinlich liegt die Verzärrung unter der der angeschlossenen Speaker und beinträchtigt dann garnicht? Oder rede ich mir hier etwas schön?

      • Profilbild
        Andreas Tentschert

        Nein, aber ich habe nun seit 3 Jahren einen gebrauchten Yamaha HS10, den gabs lokal günstig, bin sehr zufrieden damit (zusammen mit Event TR6).
        Ich bin Jazz-Pianist, kein Produzent, als Anlage im Musikraum ist das wunderbar, zum Transkribieren, dazuspielen, komponieren und auch Musikhören, auch mein Nord Stage und Synths laufen darüber – für genaues Mastering weiß ich nicht, ob das reichen würde, für meine Zwecke super. Low End reicht locker aus, Störgeräusche höre ich auch keine (hab mich damals auf den Bericht bezogen, glaube ich)

  5. Profilbild
    efluon

    Danke für den Vergleich. Ich musste meine Monitore leider ersetzen und die neuen könnten definitiv Unterstützung im Bass vertragen.

    Allerdings möchte ich für alle potentiellen Interessenten ergänzen, dass der „Vergleichssieger“ einige Macken hat (ich werde wohl mehr investieren müssen). Ich habe zwei temblors im einsatz (gehabt).

    Beide erzeugen schon bei kleinen Pegeln starke Strömungsgeräusche aus dem Plastikkanal (der bei dem einen auch scheppert).

    Beide leiten nur ein stark pegel-reduziertes, rauschendes und bedämpftes signal weiter, lassen sich also eigentlich nicht als xover nutzen.

    Beim einen ist nach ca 2 jahren wohl die Stromversorgung kaputt (licht wird rot bei bass, ausgabe flattert).

    (Leider muss ich sagen, dass die Verarbeitungsqualität bei presonus stark unter jim mack gelitten zu haben scheint, denn ich habe so einige inzwischen defekte Geräte aus dieser Zeit)

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.