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Vergleichstest Subwoofer: Presonus Temblor T10, JBL LSR310S, KRK 10S, Mackie MR10S MK3, Fluid Audio F8S,

Messungen

Um die Höreindrücke bezüglich des Signals, das nach Durchlaufen der internen Elektronik für die Stereolautsprecher bereitgestellt wird zu objektivieren, habe ich noch einige Messungen durchgeführt. Rein technisch ist es nicht sonderlich kompliziert, eine akustisch transparente Zwischenstufe zu bauen. Erfahrungsgemäß wird allerdings im unteren Preissegment viel gespart und dieses Ziel oft verfehlt.

Interessant ist insbesondere der Vergleich zwischen Presonus und KRK. Bei den typischerweise durch einen passiven Lautstärkeregler abgeschwächten Signalen mit niedriger Amplitude zeigt der KRK 10S2 gegenüber dem Temblor T10 bereits deutlich erhöhte Verzerrungen. Interessant sind auch die Einstreuungen der 50 Hz Netzspannung, die sich durch ausreichende Spannungsfilterung im Gerät vermeiden ließe.

presonus_krk_low_input

Erhöht man die Eingangslautstärke am Sub weiter, so clippt der KRK früh, während der Presonus noch akzeptabel erhöhte Verzerrungswerte erzeugt.

presonus_krk_high_input

Der JBL bietet übrigens ähnlich niedrige Verzerrungswerte wie der Presonus Subwoofer, allerdings mit einem in der psychoakustischen Wahrnehmung als störender empfundenen Obertonspektrum.

Fazit

Welcher Sub hat den Vergleichstest Subwoofer nun gewonnen?

Der Fluid Audio F8S macht eigentlich nur Sinn, wenn der verfügbare Platz einem keine Wahl lässt. Klanglich kann er mit dem Rest aber nicht mithalten. Für den Mackie MR10S MK3 spricht sein Preis. Der JBL LSR 310 S kommt am tiefsten herunter, dabei mangelt es ihm aber ein wenig an Präzision. Die Mitbewerber bieten beim Tiefpassfilter mehr Flexibilität. Der KRK 10S2 erzeugt den knackigsten Bass, das durchgeschleifte Signal wird allerdings deutlich beeinträchtigt. Der Presonus Temblor T10 bietet sauberen Tiefbass, flexible Einstellmöglichkeiten und beeinträchtigt das Stereo-Signal nur wenig. Bis auf die zu klein geratenen Drehschalter auf der Rückseite und das minimale mechanische Trafobrummen gibt es keine ernsthaften Kritikpunkte.

Wer eine externe Frequenzweiche besitzt, vor allem Wert auf eine sehr gute Impulsdarstellung legt und mit einer praktisch nutzbaren unteren Grenzfrequenz von ca. 35 Hz gut leben kann, sollte den KRK nehmen. Ansonsten ist der Temblor T10 insgesamt die beste Wahl.

Preis

  • Ladenpreise:
  • Mackie MR10S MK3: 349,- Euro
  • Presonus Temblor T10: 389,- Euro
  • Fluid Audio F8S: 339,- Euro
  • KRK 10S: 499,- Euro
  • JBL LSR 310S: 385,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    network-909  

    Danke für den tollen Vergleichstest. Kommt gerade richtig, da ich momentan auch einen 10″ Sub suche..
    Allerdings stimmen Link und Preis vom KRK 10S nicht. Ihr habt den aktuellen KRK 10S (2016) getestet. Der kostet allerdings 499€ (der heisst bei Thomann KRK 10S2).
    Der Thomann-Link verweist aber auf den Vorgänger, der momentan für 358€ zu haben ist.

  2. Profilbild
    swellkoerper  AHU

    Danke für diesen super recherchierten und kritischen Test. Habe ich das richtig verstanden, die Beeinträchtigungen des durchgeschliffenen Signals treten auch bei deaktivierter Frequenzweiche auf? Interessant wäre noch, wie sich die nächsthöhere Preisklasse im Vergleich schlägt.

    • Profilbild
      g.scherer  RED

      Ausschalten lässt sich die Frequenzweiche z.B. beim KRK gar nicht. Ohnehin muss das Signal immer durch die aktiven Stufen im Sub, keinerlei Beeinträchtigung brächte nur ein Hard Bypass.

    • Profilbild
      DrSpan  

      Bei deaktivierter Frequenzweiche gibt es auch keinen grund das Signal durchzuschleifen also sehe ich da kein Problem. Man sollte am besten einfach die durchschleifoption als unbrauchbar einstufen bei diesem Sub.

  3. Profilbild
    MattZazzles  

    Sehr gutes Timing, sehr guter Artikel, sehr guter SW, der Presonus!
    Schlecht für meinen Kontostand, schlecht für meine Nachbarn. Danke

  4. Profilbild
    Andreas Tentschert

    Danke für den Test, stehe auch vor einem Sub-Kauf.
    Ist die Beeinträchtigung des durchgeschliffenen Signals beim KRK deutlich hörbar?
    Und weiss jemand was vom M-Audio BX10 im Vergleich?

    Stehe zwischen BX10, Krk10 und Presonus.

    Gruss aus Innsbruck
    Andajazz

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