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Verzerrerpedale – Alles über Overdrive, Distortion & Co Teil 1

Der schönste Krach der Welt - der Versuch einer Übersicht

9. November 2025

Verzerrerpedale Overdrive Aufmacher

Verzerrerpedale sind ohne Zweifel die beliebtesten Effektpedale der Spezies Homo Gitarensis und statistisch gesehen gibt es wahrscheinlich auf jedem Effekt-Board mindestens drei davon. Doch blickt im Dschungel der Klangzerstörung überhaupt noch jemand durch? Kein Problem, hier kommt die Lösung!

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Verzerrerpedale – alles über Overdrive, Distortion & Co.

Sie sind der wohl schönste Krach der Welt und kaum einer möchte ihn missen. Ich rede vom zerstörten Klang der Gitarre, der unsere Eltern in Verzückung und unsere Großeltern in den Wahnsinn getrieben hat. Gerüchten zufolge sollen die kleinen Dinger auch den einen oder anderen Kollegen in den finanziellen Ruin getrieben haben, doch das liegt ausschließlich daran, dass sich keiner von denen die Mühe gemacht hat, all die verschiedenen – teilweise bonbonbunten, teilweise schlicht und böse schwarzen – Verzerrerpedale genauer unter die Lupe zu nehmen.

Genau hier setzt unser Überblick über die verschiedenen Verzerrerpedale an. Einsteiger ins Metier können sich hier genauso informieren wie alte Hasen, Tanzmucker genauso wie Metalheads. Wobei solch eine Übersicht natürlich niemals den Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, dafür gibt es viel zu viele solcher Pedale. Ausgelaufene Modelle, die nur noch auf Gebrauchtplattformen zu finden sind, fallen natürlich hinten runter. Um die Übersicht etwas zu verbessern, gibt’s zunächst mal einen Überblick über die verschiedenen Arten von Verzerrern.

Welche Arten von Verzerrerpedalen gibt es?

  • Overdrive-Pedale

Overdrive-Pedale versuchen, die „natürliche“ Verzerrung übersteuerter Verstärker einzufangen. Die Verzerrung ist moderat, die Geräte reagieren in der Regel dynamisch auf den Anschlag und das Volume-Poti der Gitarre. Wer ein harmonisch zerrendes Pedal sucht, ist beim Overdrive genau richtig. Diese Art der Verzerrung eignet sich hervorragend vor einem clean eingestellten Amp, kann aber auch einem bereits zerrenden Verstärker noch ein wenig auf die Sprünge helfen, um rockige Klänge zu erzeugen. Generell sind Overdrive-Pedale im Blues, Bluesrock und (Classic-) Rock zu finden.

Overdrive-Pedale GEschichte Link

Hier geht’s zur Geschichte des Overdrive-Pedals

  • Distortion-Pedale

Im Gegensatz zum Overdrive-Pedal bietet das Distortion-Pedal deutlich mehr Verzerrung, die weit weniger dynamisch agiert. Das Signal wird komprimiert und die Ansprache auf Spieltechnik und Volume-Regler ist geringer. Hier werden auch andere Obertöne aus der Reserve gelockt, sodass die Verzerrung eines Distortion-Pedals oft als aggressiver und „künstlicher“ wahrgenommen wird.

  • Fuzz-Pedale

Waren Overdrive und Distortion noch bemüht, einigermaßen harmonische Klänge zu erzeugen und das typische Verhalten von verzerrenden Röhrenverstärkern zu kopieren, gehen die Kollegen aus der Fuzz-Abteilung ganz anders mit dem Signal um. Oftmals sind hier ganz klassische (und manchmal sogar originale) Bauteile aus den 60er- und 70er-Jahren verbaut. Das Klangbild ist harsch, wenig harmonisch und teilweise, je nach Stärke der Verzerrung, irgendwie „kaputt“. „Satisfaction“ von den Rolling Stones ist wohl einer der bekanntesten Songs aus der goldenen Ära der Fuzzsounds.

Verzerrerpedale Maestro Fuzz Tone

1966 Gibson Maestro Fuzz Tone FZ-1A – Satisfaction! Photo Credit By Red Rooster (talk · contribs) – Own work, Copyrighted free use, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=705230

  • Booster-Pedale

Booster-Pedale sind zunächst mal keine Verzerrerpedale im eigentlichen Sinn. Ihre Aufgabe ist es, das Gitarrensignal so klangneutral wie möglich lauter zu machen, was aber vor einem bereits an der Grenze zum Zerren arbeitenden Verstärker eine Erhöhung der Verzerrung zur Folge hat. Eine Sonderform ist der Treble-Booster, der den Klang bei Bedarf noch deutlich spitzer bzw. schneidender macht, was dem Sound zu einer höheren Aggressivität und besseren Durchsetzungskraft verhilft.

Selbstverständlich gibt es auch jede Menge Inbetween-, Kombi-, oder Special-Interest-Pedale, wie das kürzlich vom Kollegen Axel Ritt getestete JHS Gain Stage Pedal, das das spezielle Verzerrungsverhalten des Eingangs eines Tascam Portastudio 424 simuliert. Das bringt mich zum Aufbau des weiteren Übersichtsartikels. Sind die vorgestellten Verzerrerpedale von uns getestet worden, könnt ihr das Bild anklicken und gelangt direkt zum Testbericht. Dort gibt’s weiterführende Informationen und Klangbeispiele.

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  • JHS Gain Stage Pedal

Verzerrerpedale JHS Gain Stage Testbericht

Klickt ihr auf einen der Affiliate-Links und kommt ein Kauf zustande, bekommen wir eine kleine Provision, die es uns ermöglicht, weiterhin für euch da zu sein und auch zukünftig den hicen Shice für euch zu testen, damit ihr nicht die Katze im Sack kaufen müsst. Toll, oder? Ja, so funktioniert das heute. Los geht’s!

Overdrive-Pedale

Wir starten mit einer Übersicht über bekannte, beliebte und weniger bekannte Overdrive-Pedale. Da die Übersicht hier schwierig zu behalten ist, kümmern wir uns zunächst um die Ableger eines Kultpedals, das vielfach (Achtung, Wortspiel!) geklont wurde.

Klon-Style Overdrives

Einer der wohl beliebtesten Verzerrer der letzten Jahre ist wohl der Klon Centaur. Ihn zeichnet seine auf Germanium-Dioden basierende, Amp ähnliche Verzerrung aus. Das Original wird schon mal mit 6-stelligen Beträgen gehandelt, was natürlich zahlreiche Nachahmer auf den Plan rief, bei denen man selbst die Fünfstelligkeit ausschließlich mithilfe der zwei Nachkommastellen erreicht.

  • J. Rockett Archer Select

Das J. Rockett Archer Select Overdrive Pedal ist die Konsequenz aus den verschiedenen Archer-Versionen – ein Pedal, das alle erdenklichen K-Style-Overdrive-Optionen in einem kompakten Gehäuse vereint. Definitiv kein Schnäppchen, aber der Kollege Matthias Franz kann euch sicherlich von der hohen Qualität des Sounds überzeugen:

Verzerrerpedale - J. Rockett Archer Select Testbericht Link

  • Keeley Manis Overdrive

Beim Keeley Manis Overdrive handelt es sich ebenfalls um einen Klon-Style-Verzerrer, der um zusätzliche Optionen der Klangbeeinflussung erweitert wurde. Er ist umschaltbar zwischen originalgetreuen Germanium-Dioden und originalen Germanium-Transistoren aus der Zeit des Kalten Krieges.

  • Origin Effects Halcyon Gold Overdrive

Auch der Origin Effects Halcyon Gold geht über die Fähigkeiten des berühmten, aber seltenen Vorbildes hinaus und bietet sogar einen Dry-Regler, der das Originalsignal zum Overdrive hinzumischen kann.

  • Nux Horseman Overdrive

Der Nux Horseman ist einer der günstigsten Klon-Klone in dieser Übersicht. Und einer der Kleinsten. Trotzdem klingt er groß. Und wer gleichzeitig einen ausgezeichneten Bluesbreaker-Klon möchte, kann sich den vom Kollegen Stephan Güte getesteten Nux Queen Of Tone zu Gemüte führen, der eine Bestwertung eingeheimst hat.

Verzerrerpedale JJ. Rockett Blue Note Testbericht

  • Behringer Centara Overdrive

Wenn es irgendwo einen Hype gibt, ist Uli Behringer nicht weit und klont den Klon. Ähnlich wie der Nux Horseman ist der Behringer Centara extrem günstig und – wie so oft bei Ulis heißen Teilen – schnell vergriffen, was dann mehrmonatige Lieferzeiten zur Folge hat. Wer warten kann, bekommt für 69,- Euro ein Pedal, das nicht nur optisch dem Original verdammt nahekommt.

  • Warm Audio Centavo

Kreative Namen gehen den Entwicklern offenbar nicht aus, wenn es um die Benennung der Klone geht. Auch optisch ist der Warm Audio Centavo dem Original nicht unähnlich, da sind Behringer und Warm Audio quasi gleichauf. Wir versuchen nach wie vor, beide Geräte für einen Vergleich gleichzeitig in die Redaktion zu bekommen, was in etwa so schwierig ist, wie einen Zentauren zu reiten. Aber wir bleiben dran, versprochen!

  • Walrus Audio Voyager MK II

Walrus Audio hat uns in der Redaktion eigentlich noch nie enttäuscht. Hochwertigste Verarbeitung und klangliche Spitzenklasse sind hier die Regel. Walrus Audio vermarktet das Voyager MK II-Pedal selbstbewusst als „Preamp/Overdrive-Pedal“ im Klon-Style. Neben den üblichen Gain-, Tone- und Volume-Reglern gibt es hier zusätzlich eine durchstimmbare Mittenregelung.

  • Wampler Tumnus V2

Wampler ist im Rennen um den kreativsten Namen ganz vorn mit dabei und das ist fast schon ein intellektueller Spagat. Herr Tumnus ist ein Faun aus dem Roman Die Chroniken von Narnia und ist eine Mischung aus Mensch und Ziege, was dem Zentauren ja schon recht nahe kommt. Respekt, da muss man erst mal draufkommen.

  • Crazy Tube Circuits Unobtanium Raw

Der Crazy Tube Circuits Unobtanium geht einen Schritt weiter und bietet neben dem Klon-Style Overdrive gleich einen Dumble-Amp-Schaltkreis im Gehäuse. Sicherlich eines der teuersten Pedale in dieser Kategorie, dafür aber auch mit dem Hauch des Edlen.

Tube-Screamer-Style Overdrives

Um kaum einen Overdrive wird mehr Theater veranstaltet, als um den Ibanez Tube Screamer. Legenden ranken sich um das charakteristisch grüne Pedal und auch der Hersteller selbst versucht natürlich, den Kult aufrechtzuerhalten, indem immer wieder neue Versionen auf den Markt gebracht werden. Wer einen originalen TS-808 aus den späten 70er-Jahren auf dem Dachboden findet, hat die Miete für die Dreizimmer-Butze für den nächsten Monat sicher.

Jedoch ist bei allem Kult zu beachten, dass die Serienstreuung bei den ersten Modellen noch recht groß war und „alt“ nicht zwingend „gut“ bedeutet. Die Frage, ob es DEN Tube-Screamer-Sound überhaupt gibt, ist ebenfalls berechtigt. Aber wo ein Kult ist, ist auch der Wunsch nach Teilhabe am Geschäft immer mit im Raum und so gibt es zahlreiche Nachahmer, die ihren Job größtenteils verdammt gut machen.

  • Ibanez Tube Screamer 808 – das Original

Verzerrerpedale Tubescreamer Testbericht

Ibanez selbst bietet ihn noch an, den TS-808, der in der aktuellen Version genauso klingen soll wie sein Urahn. Wer kaum Platz auf dem Board hat, kann das Fröschlein auch in der Mini-Version bekommen, auch der modernere TS9 ist weiterhin erhältlich.

  • MXR Duke Of Tone

Der MXR Duke Of Tone wurde in Zusammenarbeit mit Analog Man entwickelt und nimmt deshalb sicherlich eine Sonderstellung ein, denn bei Analog Man weiß man über den Tube Screamer so richtig Bescheid!

  • JHS Pedals The Bonsai

Josh Scott ist natürlich auch immer mit dabei, wenn es um die Reproduktion legendärer Sounds geht. The Bonsai bietet dann auch direkt neun (!) unterschiedliche Sounds in einer Box und ist damit wohl Rekordhalter im Rennen um das vielseitigste Tube-Screamer-Style-Pedal.

Verzerrerpedale JHS The Bonsai Testbericht

  • Harley Benton Vintage Overdrive / Ministomp Green Tint

Thomanns Hausmarke Harley Benton darf in solch einer Auflistung natürlich nicht fehlen, bieten diese Pedale doch fantastischen Sound zum extrem günstigen Kurs. Der Vintage Overdrive bietet röhrigen Sound, genau so, wie man das erwartet. Auch in der Ministomp-Serie findet sich mit dem Green Tint ein Pedal, das für gerade einmal 19,90 Euro ordentlich Dampf macht.

Verzerrerpedale HB Ministomp Green Tint Testbericht

  • Kasleder Sweet Little Thing

Kasleder baut Boutique-Pedale mit ausgezeichnetem Ruf und auch dort darf ein TS-Style-Pedal natürlich nicht fehlen. Das „süße kleine Ding“ hat auch ein Geschwisterchen namens „Toxic Twins“, das als Dual-Pedal ausgelegt ist und auch gleich noch einen Bluesbreaker-Schaltkreis mitbringt. Da die Preise beider Pedale identisch sind, wüsste ich sofort, welchen ich wählen würde…

  • Warm Audio Tube Squealer

Warm Audio bietet die drei bekanntesten Screamer-Sounds in einem Pedal, den TS808, TS9 und den TS10. Bei diesem Preis für die gebotene Vielfalt darf man mit starker Nachfrage rechnen, das Pedal ist brandneu! Interessant ist, dass das Tube Squealer Pedal drei separate Signalwege beinhaltet, um so jeweils eine authentische Version der jeweiligen Schaltung zu kreieren.

  • Walrus Audio Ages Overdrive

Walrus Audio bietet mit dem Ages eine etwas andersgeartete Vielseitigkeit an, denn im Gegensatz zum Original fehlt hier der ja eigentlich so wichtige Mittenregler. Dieser wird durch einen Mode-Regler ersetzt, der fünf festgelegte Grundsounds bietet.

Verzerrerpedale Walrus Audio Ages Testbericht

  • Electro Harmonix East River Drive

Schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat der East River Drive von Electro Harmonix. Ein schlichter, dafür sehr günstiger Vertreter aus der Fraktion der TS-Style-Pedale. Was sich so lange am Markt hält, kann nicht schlecht sein.

  • EarthQuaker Devices Plumes Signal Shredder

EarthQuaker Devices sind auch immer ein Garant für bestmöglichen Sound bei höchster Verarbeitungsqualität und so darf der Plumes Signal Shredder in unserer Auflistung nicht fehlen. Dieses Pedal bietet mehr Headroom und deutlich weniger Nebengeräusche als das Original, zudem verfügt er über drei Soundmodi und einen verbesserten Tone-Regler.

Verzerrerpedale JEQD Plumes Testbericht

  • Wampler Euphoria

Das Pedal ist grün, dann muss es ein Tube-Screamer-Klon sein! Das ist natürlich generell absoluter Quatsch, aber in diesem Fall stimmt es. Dieses Pedal macht, was es soll: Es „fügt einfach etwas Dreck hinzu, ohne den Grundklang zu verändern“. That’s what a Tube Screamer is all about!

  • Keeley Noble Screamer

Eins der neueren Pedale, die sich dem Thema Tube Screamer widmen, ist Keeley Noble Screamer. Auch hier war man wieder extrem kreativ, was die Namensgebung angeht. Denn in diesem Pedal schlummert nicht nur ein Tube-Screamer-Schaltkreis, sondern das Pedal widmet sich gleichzeitig auch dem nicht minder kultigen Nobels ODR-1. Und dann ist auch der recht hohe Preis gerechtfertigt. Stephan Güte hat das Pedal für euch unter die Lupe genommen.

Verzerrerpedale Keeley Noble Screamer Testbericht

Doch nun genug der Schreierei, es gibt ja noch ganz andere Overdrive-Pedale. Deren DNA ist zwar sehr häufig in tief einem Tube Screamer oder einem Klon verwurzelt, trotzdem gibt es wirklich erwähnenswerte Weiterentwicklungen. Meist sind die den Wünschen prominenter Kollegen entsprungen. Deshalb schauen wir uns jetzt noch ein paar interessante Signature-Overdrives an.

Signature Overdrive-Pedale

  • JHS Lari Basilio Signature Overdrive

Lari Basilio ist eine der interessantesten Newcomerinnen der letzten Jahre. Eine Gitarristin mit sehr eigenem Stil und Sound. Folgerichtig hat man ihr mit dem JHS Lari Basilio Overdrive ein kleines Denkmal gesetzt.

Verzerrerpedale JHS Lari Basilio Testbericht

  • Rodenberg Steve Lukather Signature Overdrive

Wenn einem Gitarristen ein Signature-Overdrive gebührt, dann ja wohl Steve Lukather. Dieser gibt seinen Namen übrigens gar nicht so oft her. Umso glücklicher kann sich Uli Rodenberg schätzen, dass Luke dieses Pedal für sich entdeckt hat und dass dieses nun seinen Namen trägt.

  • J. Rockett PXO Phil X Signature Overdrive

Phil X bedient seit 2013 die Gitarre für Bon Jovi und ist auch mit seiner eigenen Band Phil X and the Drills unterwegs. Ihm wurde das PXO-Overdrive auf den Leib geschneidert, dessen außergewöhnliche Qualität ich selbst schon testen durfte. Dieses Pedal beinhaltet auch eine Boost-Funktion, die wahlweise vor oder hinter dem Overdrive betrieben werden kann.

Verzerrerpedale J. Rockett PXO Testbericht

  • Andy Timmons AT+

Über Andy Timmons muss man ja nun wirklich auch keine Worte verlieren. Virtuos, dabei immer äußerst geschmackvoll und einfach sympathisch. Da kommt uns das AT+ Signature-Overdrive doch genau recht. Johannes Krayer hat das Pedal für euch gecheckt.

Verzerrerpedale JHS Andy Timmons AT+ Link

  • MXR Yngwie Malmsteen Signature Overdrive

Yngwie assoziiere ich nicht zuallererst mit einem Overdrive-Pedal, wohl aber mit roten, lauten Marshall Stacks. Um den Sound dieser Boliden zu simulieren, hat sich der Herr Malmstein mit den Entwicklern von MXR zusammengetan und herausgekommen ist diese rote Schachtel:

Verzerrerpedale MXR Yngwie Malmsteen Testbericht

  • Vemuram Butter Machine Mike Landau Signature Overdrive

Zum Abschluss gibt’s noch ein richtiges Leckerchen: Die Butter Machine. Das ist das Signature-Overdrive-Pedal von Mike Landau, einem der besten und meistbeschäftigten Studiogitarristen der Welt. Wahrlich kein Schnäppchen, aber sehr edel und exklusiv.

Andere Overdrive-Pedale

Natürlich ist das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, denn gerade im Bereich der Overdrive-Pedale ist die Auswahl riesig. Deshalb kommen hier jetzt noch ein paar Highlights, Dauerbrenner und andere Schätzchen.

  • Boss OD-3 Overdrive

Das Boss Overdrive-Pedal OD-3 bzw. sein Vorgänger, das OD-1, ist neben dem Tube Screamer eins der klassischen Dauerbrenner-Pedale. Kaum ein Pedal wurde öfter verkauft und die damals revolutionäre, klickfreie Buffer-Schaltung „mit dem Batteriefachdeckel“ sollte Geschichte schreiben. Seine Weiterentwicklung ist der SD-1 Super Overdrive.

  • Boss BD-2 Blues Driver

Ist der legendäre OD-3 eher im Rock angesiedelt und pusht schön dreckig die Mitten, kommt der BD-2 eher dem sanfteren, cremigeren Overdrive-Schönklang entgegen. Er eignet sich hervorragend für angezerrte bis erdige Bluessounds und ist weniger aggressiv.

  • J. Rockett Blue Note

Wer auf der Suche nach einem organischen, sanften Overdrive ist, sollte sich das J. Rockett Blue Note Pedal anhören. Dieser Sound ist am besten mit „edel“ zu umschreiben und das Pedal reagiert fantastisch auf den Spieler, wie Matthias Franz wundervoll im folgenden Test beweist:

Verzerrerpedale Blue Note Testbericht

  • Harley Benton Custom Line OD-5

Das OD-5 Overdrive-Pedal von Harley Benton überzeugt durch ein absurd gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es klingt nach wesentlich mehr, als der Preis vermuten lässt. Matthias hat sich Pedal kürzlich vorgeknöpft.

Verzerrerpedale Harley Benton Custom Line OD-5 Testbericht

  • Crazy Tube Circuits Venus Overdrive

Im Venus werkelt eine echte Röhre und das hört man auch. Dieses Pedal ist für mich eines der Highlights des vergangenen Testjahres. Selten habe ich mich mit einem Overdrive-Pedal so wohlgefühlt. Ansprache, Wärme im Sound, Dynamik – all das beherrscht das Venus Overdrive perfekt.

Verzerrerpedale CTC Venus Overdrive Testbericht

  • Marshall BluesBreaker

Mit diesem Kultpedal möchte ich einen letzten, unverzichtbaren Overdrive vorstellen, ohne den John Mayer wohl nicht leben könnte. Der BluesBreaker bildet den Sound des legendären Marshall JTM45 Combos nach. Und das ziemlich gut! :)

Stompenberg – Verzerrerpedale online testen

Damit schließe ich den ersten Teil der Übersicht über Verzerrerpedale ab und wünsche euch frohes Stöbern. Im nächsten Teil geht’s dann weiter mit den übrigen Kategorien wie Distortion, Fuzz usw. Ich möchte euch aber nicht entlassen, ohne euch auf die grandiose Stompenberg-Seite aufmerksam machen zu wollen. Hier könnt ihr reale Verzerrerpedale (und natürlich auch alles andere) online testen.

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Fazit

Es wäre eine absolut unlösbare Mammutaufgabe, alle verfügbaren Verzerrerpedale vorzustellen. Ich hoffe trotzdem, dass ihr von dieser Auflistung ein wenig profitieren könnt und angesichts der drohenden Weihnachtszeit reichlich Ideen für den Wunschzettel bekommen habt. Im nächsten Teil geht’s weiter mit Distortion, Fuzz und allem, was sonst noch schönen Krach macht. Bleibt steif und haltet die Ohren sauber!

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Forum
    • Profilbild
      Jan Steiger RED

      @Numitron Danke. Klar heißt der Scott, da waren die Finger schneller als das Hirn 😅
      Hab‘s korrigiert.

  1. Profilbild
    chardt AHU

    Da es genug Pedale in dieser Richtung gibt, würde ich „Blues Breaker“ als eigene Kategorie ansehen.
    Außerdem würde ich Amp-In-A-Box vorschlagen – davon gibt es ja jetzt genug für einen eigenen Artikel.
    Und eine kleine Korrektur: Nein, das Wampler Euphoria-Pedal ist kein Tube Screamer.

    • Profilbild
      Jan Steiger RED

      @chardt Danke für den Input! Ja, bei den Blues-Breaker-Style-Pedalen war ich tatsächlich kurz in Versuchung, dann wäre der Artikel aber endgültig ausgeufert 😅
      Amp-in-a-Box behandle ich tatsächlich extra, weil es da mittlerweile so viele, geniale Lösungen gibt, dass das einen eigenen Artikel rechtfertigt.
      Und ja, du hast recht, der Wampler ist eher ein Dumble-Style-Overdrive. Da mach ich nachher mal ne Korrektur 🙂

  2. Profilbild
    MadMac AHU

    Danke für die umfangreiche Übersicht. Hatte früher mal den Original Tubescreamer und später für 30 DM verkauft. Habe mir vor kurzem den HB Green Tint gegönnt, um die Vibes der alten Zeit wieder auferstehen zu lassen. Klingt sehr gut und für den Preis ein absoluter Nobrainer!

    • Profilbild
      Jan Steiger RED

      @MadMac Was den Green Tint angeht, bin ich absolut bei dir. Minimaler Preis und fast noch minimalerer Platzverbrauch, dabei klingt das Ding richtig gut 🙂

  3. Profilbild
    plumperquatsch AHU

    bluesdriver, blues breaker, „@“
    ist alles „amp-in-a-box“

    der waza blues driver klingt übrigens ganz phantastisch, :)
    sowas kostet sonstwo locker das doppelte.

    mit dem plumes blas ich ein bisschen den bandpassfilter vom Behringer wasp an. das passt sehr gut zusammen. :)

    das lohnt sich auch ohne Gitarre & Bass, ich mach ausschließlich elektronische sounds.

    Wenns mal richtig krachen soll ist Plumes in waza bluesdriver auch sehr schön. 🤘
    das dürfte eine relativ „klassische Gitarren Anordnung“ sein?

  4. Mehr anzeigen
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