Masterpiece von Ken McBeth
Zu den absoluten Highlights unter den analogen Neuerscheinungen der frühen 2000er Jahre zählte der MacBeth M5 Synthesizer von Ken Macbeth. Der M5 ist ein großer, handgefertigter, halbmodularer Analog Synthesizer im klassischen Subtraktivprinzip, der ohne Menüs und Speicher auskommt und stattdessen über eine dichte Regleroberfläche plus Patchfeld komplexe Signalwege und Modulationen erlaubt. Da die hergestellte Menge dieses Boliden überschaubar bleib, ist er heute ein gesuchtes Objekt. Der vorliegende Artikel stammt aus dem Jahr 2005 von Theo Bloderer – und wurde durch weitere Informationen ergänzt.
Inhaltsverzeichnis
Kurz noch ein paar Worte zum Mastermind des M5: Ken MacBeth ist ein schottischer Synthesizer-Entwickler und der Kopf hinter MacBeth Studio Systems in Edinburgh. Er wurde vor allem durch kompromisslose, handgefertigte Analog Geräte bekannt, darunter große semi modulare Instrumente wie der M5 und der Elements sowie hochwertige Module, bei denen er konsequent auf klassische Schaltungstopologien und Bauteilqualität setzt. Aktuell scheint er aber nicht mehr aktiv zu sein, zumindest lässt sich das aus dem Verkauf seiner eigenen Domain macbethstudiosystems.com schließen.
Der nun folgende Report zum MacBeth M5 wurde kurz nach Erscheinen von Theo Bloderer geschrieben und später von Bernd Michael Land alias Bernie um weitere Aspekte ergänzt.
Viel Vergnügen beim Lesen und Hören,
Euer Peter Grandl
Die Geschichte des MacBeth M5
Der Prototyp des MacBeth M5 wurde 2004 fertig gestellt und ein Jahr später auf der Frankfurter Musikmesse präsentiert.
Ken: “The first Prototype M5 was seen in 2004 – this was my first move over to slider potentiometers – it was a successful experiment. The first black/orange was seen at Franfurt 2005 Music Messe – that particular model is unique – the face plate has just ‚M5‘ in orange – no Macbeth logo…”
Der schwarz-orange M5 erinnert optisch sehr an die letzte Version des ARP 2600, was für manche Interessenten auch den Schluss nahelegt, dass das eine Ei mit dem anderen etwas zu tun haben könnte. Nun, beide Synthesizer – M5 wie ARP 2600 – sind einzigartige Instrumente und sicherlich Meilensteile in der Synthesizer-Geschichte. Klanglich hingegen sind sie völlig eigenständig, weshalb der M5 keineswegs einen ARP 2600 ersetzt (oder umgekehrt).
Stattdessen ist der M5 ein Instrument für sich, das eben bezüglich Optik in seiner semi-modularen Bauweise und in seiner grundlegenden Klangstruktur an den orangen ARP 2600 anlehnt (bzw. deutlich darüber hinausgeht). Vor allem aber ist es ein genial gut klingender Analoger, der eine herrliche Bedienung erlaubt, gute Hardware bietet und natürlich in seinen kreativen Möglichkeiten einen echten Leckerbissen am analogen Synthesizermarkt darstellt.
Die ab 2005 gebaute schwarz-orange Version des M5 wurde Anfang 2007 durch eine weiß-schwarze Variante abgelöst (die wiederum sehr an den ARP Odyssey I erinnert). Da Ken MacBeth alle M5 selbst handgefertigt, ist der Preis für einen M5/M5N auch dem entsprechend hoch. Mit einem aktuellen Listenpreis von ca. 4400 Euro ist der halbmodulare Synthesizer sicherlich kein Schnäppchen und dürfte jenseits des Investitionsrahmens vieler Musiker liegen.
So wundert es auch nicht zu hören, dass bisher nur 90 Exemplare des M5/M5N hergestellt wurden. Zusammen mit den letzten in Bau befindlichen 15 M5N und den beiden in Privatbesitz von Ken verbliebenen M5 ergibt das eine gesamte Herstellungszahl von knapp 110 Exemplaren. Auf die Frage, ob angesichts des weltweiten Vintage-Booms und generellen Interesses an analogen Synthesizern dieses Ergebnis zu erwarten gewesen wäre, meint Ken:
„When producing a large sized analogue – especially one that is semi-modular as opposed to truly modular – there will be market limitations. That being said and done – those that bought the M5/M5Ns were quite specific how they wanted their synth to work. Semi-modular (prepatched to some degree) is my and others preferred way of operating – it is more practical/more functional – it can be played straight out of the box – no patch cables needed!”
Ein Blick auf den MacBeth M5
Mit Hardware wurde beim MacBeth M5 nicht gespart, ganz im Gegenteil. Das Instrument ist in ein massives Stahlgehäuse eingebettet. Die Fader sind sehr hochwertig, ebenso wie die zahlreichen 6,3 mm Buchsen. Von den Potis bin ich – eine persönliche Einschätzung – nicht so ganz überzeugt. Sie sind zwar gut, könnten aber einen noch solideren Eindruck machen und vor allem etwas mehr Dreh- bzw. Schaltwiderstand bieten.
Das Panel ist in einem 80° Winkel leicht rückwärts geneigt („for maximum playability“) und bietet an seinem senkrecht verlaufenden Sockel Platz für ein beigestelltes Keyboard. Die einzelnen Bedienelemente sind äußerst übersichtlich in Gruppen aufgebaut, wobei jedes einzelne Element ausreichend Raum zur bequemen Bedienung hat. Der simple Rückschluss „ausreichend Platz bedeutet höheren Bedienkomfort“ wird heute – allem analogen Boom zum Trotz – von nur sehr wenigen Herstellern beherzigt.
Etwas ungewohnt ist zunächst die Anordnung der einzelnen Klangsektionen. Während viele Synthesizer-Konzepte mit den Oszillatoren links oben beginnen (quasi „Der Schwingungsgenerator als Ausgangsmaterial für einen Ton“), finden sich beim M5 hier die beiden Filter. Danach folgen (in oberster Reihe) die Envelopes und erst in zweiter Reihe die LFOs, gefolgt von den Oszillatoren. Doch ist das etwas unübliche Klanggruppen-Design nur eine Frage der kurzen Eingewöhnung und tut der allgemein vorbildlichen Übersichtlichkeit und dem luxuriösen Platzangebot des Instruments keinen Schaden.
Aufbau des McBeth M5
So übersichtlich der M5 erscheint, so überraschend umfangreich ist seine Ausstattung bei näherer Betrachtung. Das Instrument verfügt über
- 3 VCOs
- 2 VCFs (24 dB und 12 dB)
- 2 LFOs
- 4 VCAs
- 2 Audio- und CV-Mixer (in den Filter-Abteilungen integriert)
- External In
- Lag Processor
- S&H
- Noise/Random Source
- Ringmodulation
- Panning Modul
- Spring Reverb („Federhall“)
Die VCOs verfügen über die Standard-Schwingungsformen Sinus, Sägezahn und Rechteck. Jede Schwingungsform kann einzeln abgegriffen werden, wie auch das Gesamtsignal aller Schwingungsformen. Die Frequenz der Oszillatoren reicht von 1 Hz bis 25 kHz. Das erklärt auch, warum die LFOs „nur“ als gewöhnliche Niederfrequenz-Oszillatoren ausgeführt sind: Die VCOs haben einen so weiten Frequenzumfang, dass sie bereits als LFO (Low Frequ Osc) bis hin zum HFO (High Frequ Osc) eingesetzt werden können. Crossmodulation ist ebenso möglich wie die Synchronisation von VCO2 zu VCO1 (der dritte Oszillator lässt sich nicht synchronisieren). Zudem kann VCO1 invertiert werden, was gerade bei experimentellem – und/oder stereophonem – Arbeiten mit 2 unabhängigen VCO-VCF-VCA Pfaden sehr interessante Ergebnisse garantiert.
Auf eine Besonderheit des VCO 3 hat uns Bernie (Aliens-Project) hingewiesen:
„Wichtig wäre vielleicht noch die Erwähnung, dass der dritte VCO über einen Stability-Regler verfügt. Der M5 bietet somit die Möglichkeit, das Verhalten bei veränderter Betriebstemperatur von weniger stimmstabilen Vintage-Synthesizern perfekt nachzubilden. Im längeren Betrieb driftet er immer ein winziges bisserl im Tuning weg, das klingt dann sehr authentisch.“
Die beiden Filter sind als 12 dB Multimode-Filter bzw. als 24 dB LowPass-Filter vorhanden. Schon in diesem Punkt ist der M5 jedem ARP 2600 technisch weit überlegen, da er (wie zuvor erwähnt) die Erstellung zweier unabhängiger Synthesizer-Einheiten mit VCO-VCF-VCA ermöglicht, was beim ARP ohne Zusatzmodule nicht geht.
Wiederum ein erheblicher Fortschritt gegenüber einem ARP 2600 sind die beiden Hüllkurven, die als vollwertige ADSR Envelopes ausgeführt sind. Ihr Wirkungsgrad lässt sich mit FAST – STANDARD – SLOW drei Arbeitsbereichen zuordnen. Das ist angenehm, da man z.B. bei perkussiven Sounds die heikle Anpassung der Decay-Zeit im FAST Modus noch subtiler vornehmen kann. Im SLOW-Modus erreicht man hingegen extrem langsame Anstiegszeiten (wirklich lange Attack-Zeiten werden bei vielen Synthesizer-Konzepten leider vernachlässigt), während man für den „gewöhnlichen“ Mittelbereich einfach bei STANDARD bleibt.
Die LFO-Sektion schließlich bietet eine interessante Querverbindung zu Moog.
Bernie: „Die Oberfläche der LFO-Sektion ist übrigens komplett vom Moog Sonic Six abgeschaut, Ken haben die [LFOs] am besten gefallen.„
Klang und Praxis
Der MacBeth M5 ist ein äußerst umfangreiches und vielseitiges Instrument. Für Standard-Anwendungen sind die 3 VCOs und das 24 dB LowPass-Filter samt Hüllkurven völlig ausreichend. Darüber hinaus wird es aber dann interessant, wenn das 12 dB Multmode-Filter (LP, HP, BP, Notch) und Besonderheiten wie Ringmodulator, die beiden LFOs, S/H und Stereo-Panning mit ins Spiel kommen.
Dank der vorverdrahteten Modulationsfeatures ist das Erstellen von ungewöhnlichen (Effekt) Sounds am M5 ein ausgesprochener Genuss, zumal die Fader eine bequeme optische Kontrolle des aktuellen Klanggeschehens sowie direkten Eingriff und schnellste Änderungen erlauben. Für exotische Klang-Verschachtelungen und die Einbindung externer Module bzw. Analog-Sequencer sind natürlich sämtliche CV-Eingänge nach den Grenzen der eigenen Phantasie (bzw. der vorhandenen technischen Möglichkeiten) zu nutzen. Das Arbeiten/Musizieren macht am MacBeth M5 sehr viel Spaß – dank des satten und vielseitigen analogen Klanges, dank des übersichtlichen Konzepts und zu einem sehr wichtigen Teil dank der guten Hardware.
Wer etwas praktischer orientiert ist, der wird sich bei Interesse eher für die weiß-schwarze Version – den MacBeth M5N – entscheiden (zugegeben ist es ohnehin die einzige noch im Laden erhältliche M5-Version. In wenigen Fällen gibt es aber den originalen schwarz-orangen M5 noch auf Lager, wie das hier von einem Musikhaus zur Verfügung gestellte Modell zeigt). Staub ist jedenfalls beim M5N dank des weißen Untergrundes so gut wie nicht zu sehen, und wenngleich das Gesamtbild vielleicht etwas weniger elegant ist, präsentiert sich das Instrument wohl auch nach vielen Jahren noch sauber und gepflegt. Bei der schwarz-orangen Version – dem M5 – wird Staub hingegen sehr schnell zum optischen Problem, was höchstens durch regelmäßige und gewissenhafte Abdeckung des Instruments (bei Nicht-Verwendung) zu vermeiden ist.
Doch letztlich wäre das nicht ganz wonach das Auge strebt, denn im Reich der analogen Synthesizer ist der MacBeth M5 mit Abstand eines der elegantesten und edelsten Instrumente – und das gehört nun mal präsentiert!
Die folgenden Klangbeispiele wurden mit freundlicher Unterstützung von Ken MacBeth zur Verfügung gestellt. „The Master Sounds below have been produced with 1 or 2 M5N synths, Korg SQ-10 Sequencer and light signal processing.“
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Ein echtes Monster und wirkt heutzutage wie ein Schnäppchen wenn man an den PPG Neubau mit Chromefelgen denkt. 😀
@Ashatur hehe. 😀
@Numitron Der M5 hat mir damals einige feuchte Träume bereitet 😅
Der war lange auf meiner Wunschliste aber er war für mich einfach unbezahlbar.
@Ashatur leider 😢
aber zum Glück gibt’s heute vieles günstig 😉
@Numitron Ja das stimmt aber bei manchen Sachen wäre ich schon bereit es zu zahlen wenn ich nur könnte.
Gerade bei so kleine Schmieden wie Ken McBeth.
@Ashatur schaut schon toll aus 😃
@Ashatur das kann ich nachempfinden.
Aber Träume sind etwas wunderbares, die nicht immer zu erfüllen werden
müssen. Nur Albträume sind nicht so toll🤨
@Viertelnote Allein das Interface da ist der 2600 ja Mini dagegen.
Die Alpträume würden wohl eher kommen falls ich bei einem geistigen Schwächeanfall mir doch einen kaufen sollte 😂
https://youtu.be/CP3Uxfa_7uw?si=u5MXZww7TqGZue5W
@Ashatur viel Platz zwischen den Elements, ja, der
Klang kann the beast inside sein, aber auch sanftes traue ich dem
Instrument zu.
Kleiner ist aber, optimal so für mich, etwa wie Moog Subharmonicon. Kann ich besser überschauen und ein Patch ist
vergleichend zu M5 auch schneller eingestellt.
@Ashatur apropos 2600. die Tutorials von Ralph baumgartl sind ganz fein.
bin kein Anfänger, aber am Anfang ist kein Ton rausgekommen!
Dank eines Tutorials ging es. 😀
@Numitron Nimm den Cherry Audio CA2600, da kannste schnell und wild patchen. Kann mich an die erste Begegnung mit einem ARP erinnern, es kam kein Ton raus und wir fanden das Teil müll und hatten neben 202, 303 und 808 keine Verwendung dafür. Damals in Duisburg-Hamborn, da gab es so eine alte Hippie/Rocker-Kommune die heute dank Drogen und Alkohol alle tot sind. Dummerweise die Räumung verpasst, die hatten alles mögliche an Synths und geiles Hifi Zeugs dazu, riesen Monoblöcke vor jedem Lautsprecher und Party Party Party, zwischen Rottweilern und Pitbulls, alle zahm und schmusig. Einer von denen war der Onkel meines besten Freundes, auch leider tot. Beste Zeit.
@Kazimoto Party Drogen Pitbulls … wenn Ergebnis cool war😉
Okay Matrazen in die Mitte und ich schlafe nach so einer
Orgie 12hs durch🙂
Aber beste Zeit ist, oder war, beste Zeit – kann Dir keiner nehmen und du lebst davon, im nachgang, mit ganz breiten grinsen😀
@Viertelnote Äh, ich habe da nicht mitgemacht, das war eher befremdlich, bis auf den sehr süßen Rottweilerwelpen in einer Schuhschachtel. Meine Partys waren meist sehr kontrolliert. 😂
@Kazimoto zu wenig Synths 🙂
heute mehr Synths aber keine Party.
so ändern sich die Prioritäten. 🎈🎉😃
@Kazimoto oh sorry … da entschuldige ich mich🤯
habe das wie so oft falsch verstanden🎹
PS: Hunde sind schöne Tiere brauchen sehr viel Zeit.
Ich hätte gerne wieder einen … naja eben Zeit
@Ashatur aber bitte nicht mit dem Auto darüberfahren😀
@Viertelnote Danach haste einen Totalschaden am Auto 😂
@Ashatur 😂Meins bekommt man so schnell nicht kaputt, eher
ramme ich mit viel Herz geordnet zu🙂
@Ashatur Ein PPG mit Chromfelgen? 😂 Du meinst diesen Monosynth mit Alublock für 9.999€ und 4.999€ Vorauszahlung für nix. Die Leute dermaßen zu verarschen sollte unter Strafe gestellt werden.
@Kazimoto Ganz genau den 😀 Dagegen wirkt der M5 ganz schön Preiswert 😀
Behringer 2600 eine echte Alternative? Vom Klang sicherlich anders
Man könnte, so gesehen, ja alle Variations der momentanen
Modelle gemeinsam nutzen.🙂
@Numitron: Ja gebe ich Dir recht, sind gute Alternativen da
@Viertelnote aber bitte die mit echtem Federhall nehmen! blue Marvin oder Gray meanie.
@Numitron okay … Punkt an Dich.😴
Was ist an Gray meanie sonst noch anders?
Wurde da nicht eine Functionsweise Filter von B.
zugesichert, die es so nicht gibt?
@Viertelnote angeblich bessere Bauteile..
aber das Federhall ist alleine den Aufpreis wert.
obwohl ich die Xmas Beleuchtung und schwarz/oranges design gerne mit Federhall hätte.
@Numitron Danke für Deine Aufklärung!🙂
@Viertelnote Nein!
Der ARP 2600 hat technisch und klanglich absolut gar nix mit dem Macbeth M5 gemeinsam, das sind zwei völlig unterschiedliche Synthesizer!
Ken hatte mir damals erzählt, das er sich mit dem M5 seinen ganz persönlichen Traumsynthesizer zusammengestellt hat.
Die Optik des ARP 2600 fand er klasse und so hat er sich daran orientiert, Auch die Anordnung der Fader hat er dann übernommen.
Die besten LFOs waren damals im Moog Sonic Six verbaut und so landeten diese auch in „seinem“ M5.
Und so zieht sich das komplett durch den M5, 24dB Ladder Filter plus separates Multimode-Filter, perfekte Hüllkurven, eine große Hallspirale, und, und, und.
Kleine Anekdote am Rand:
Ich war damals einer der ersten Besteller, noch bevor er auf der Musikmesse vorgestellt wurde.
Alles was es davon gab, war ein Foto der Frontplatte auf der Homepage.
Ich wollte für Live einen kompakten 19″-Racksynthesizer, ähnlich wie ein Cwejman S1, haben und so wurde das Ding blind gekauft.
Naja und dann passierte es. Die Spedition kam bei mir vorgefahren und hat eine riesige Holzkiste auf Palette abgeladen. Als ich das ausgepackt hatte, war da kein 19″-Synthie mit 3,5mm Klinkenbuchsen drin, sondern ein riesiger Zigarettenautomat. War bleischwer das Teil.
Ich hab ihn auch nur verkauft, weil er mir zu viel Platz weggenommen hat.
Gegen den druckvollen Sound des M5 kann, ein ARP 2600 nicht annähernd heranreichen.
@Bernd-Michael Land sehr interessant, danke dafür!…
ARP kenne ich nur von YT und ist da sehr schwer zu beurteilen, weil alles in Reverb + Delay
verschwindet, so mein Eindruck ist. Fehlt mir einfach die Erfahrung, Moog habe ich ein paar und die lerne ich besser kennen. Polyfon geht übers Ohr für mich einfacher.
Du hast aber auch, wie man sagt, ein Geschütz dastehen, würde mich erschlagen. 🙂
Noch etwas anderes: Weil Du sagtest, blind gekauft, Du hast aber auch eine Menge Vertrauen gegenüber geschenkt, kanntest Du Ihn so gut? oder war es Deine Leidenschaft eher, die den
letzten Kick Dir gegeben hat? Eine schwere Hypothek, wenn ich mir so eben das vorstelle.
Risiko meine ich.
@Viertelnote Ich habe öfter Synthies gekauft, manchmal lange vor dem Erscheinen.
Als ich meine Anzahlung für den Moog Voyager getätigt habe, hieß das Ding noch Modell 300 und es gab nur ein kleines gerendertes Bild davon. Es hat dann 2 Jahre gedauert, ich hatte das Geld schon abgeschrieben.
Beim Hartmann Neuron gehörte ich auch zu den Erstbesitzern.
Nun denn, damals hatte ich mehr Geld als heute.
@Bernd-Michael Land mutig und auch stark trotzdem👍
Der Vintagesamstag und wieder ein toller Bericht über einen Ausnahmesynth den ich nicht kannte. Schon im ersten Klangbeispiel kann man den excellenten Filter heraushören. Ich habe dann gleich im Anschluss das Interview mit Ken MacBeth gelesen. Aber irgendwie bin ich wohl aus der Zeit gefallen. Ein Synth aus den Nullerjahren ist mittlerweile Vintage, wow. Dann müßte aber alles älter als 1990 eigentlich schon Jurassic sein! 😉
@MadMac reichend bis Silur🙂
@Viertelnote 👍😀
@Viertelnote Kreide wäre auch denkbar.
Immerhin macht sie etwas wie Selbstresonanz. Schneidend, schreiend. Gänsehautgarantie.
Jura ist übrigens schon belegt, macht Kaffeeautomaten. Diese klingen auch, wobei die Palette eher karg ist. Dafür können sie ordentlich Druck.
Aus Perm kommen wohl die sowjetischen Vintage-Synths, im Moment bis auf Weiteres eine eher verschlossene Versorgungsstrecke.
@MadMac jurassynth park? 😁
@Numitron Der ist auch nicht schlecht!👍
@MadMac danke! 🤘😜
Leider hatte Ken grade mit seinen modulen aufgehoert als ich meine ersten schritte in die 5HE modular welt ging. Schade, denn klanglich fand ich die absolute super.
@nativeVS Richtig gute Module, aber mir waren sie schlichtweg zu teuer.
@Bernd-Michael Land Das auch, waren glaub ich rund £500 pro modul; so viel schlimmer als COTK oder Synth-Werk ist das aber seit Brexit fuer mich dann auch nicht mehr.
Man konnte den M5 auf dem Synthesizer Meeting in Kufstein 2009 anspielen. Ich fand die Regler komisch skaliert und die Kiste hat mich nicht abgeholt. Ging mir dort aber mit einigen anderen Synths auch so, die es dann später doch noch ins Studio geschafft haben. Das ware tolle Zeiten. Danke Theo.
@swissdoc warum haben hier eigentlich so viele Autoren wieder aufgehört? einige Koryphäen dabei.
@Numitron Rubrik Drums war glaub die Zielgruppe zu wenig. Grandl widmet sich jetzt der Literatur. Aber bei T. Bloderer frage ich mich auch. Er wird ja noch eine gute Sammlung Synthesizer besitzen. Mic Irmer the Moogulator ist ja sonst schwer aktiv in der Szene. Sequencer.de uns so und natürlich sein YT-Kanal mit seinem Kollegen Dean Freud. Dieser ist übrigens sehr zu empfehlen, aber mir persönlich etwas zu viel bla-bla. Ich mag es eher kurz und knackig.
@Filterpad danke!
und Marko ettlich?
er hat etwas von mir auf insta geliket! 🤘😎
@Filterpad bloderer hat ja great Synthesizers. sehr zu empfehlen!
@Numitron ok interessant und war mir neu!
@Filterpad unbedingt reinschauen!
einige Leute die hier waren, haben dort auch geschrieben!
Marko ettlich, Peter m Mahr…
@Numitron ok, mir fehlt eindeutig ein neuer Synthesizer: Groß, teuer, fett und magisch.
@Filterpad Du hast schon sooo viel…auf die Finger klopf😉
@Filterpad oder sind es Konkurenten mittlerweile? 😒
ich kenne aber da niemanden, nur vom Lesen.
Rivalität ist nie gut, wäre so schade …
@Viertelnote Ich verstehe dein Anliegen aber ich denke nicht. Denn: Man sieht immer Videos, wo zum Beispiel Non-erick Mic Irmer in seinen Videos einlädt etc.pp. Ich denke die Szene ist zu klein, aber Mitbewerber sind es allemal. Wenn nur nicht immer das Gequatsche von Mic und Dean soooooo lang wäre….😅
@Viertelnote Ich denke, das es eher ein zeitliches Problem ist.
@Numitron Ich habe bisher auch nur wenig Artikel geschrieben, mir fehlt einfach die Zeit dazu.
@Numitron Wie das Leben so spielt. Interessen verschieben sich. Verpflichtungen ändern sich. So etwas in der Art wird es bei jedem der Autoren sein. Ein guter Artikel braucht Zeit, wie Bernie auch schreibt, ist diese nicht immer vorhanden.
ich, um gottes willen, wollte kein Gerücht unterwerfen hier…
Zeit ist immer knapp und Faktor, Asche auf Haupt, hätte ich
auch selber draufkommen müßen. Streicht das einfach