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Vintage-Analog: Oberheim Matrix-1000 Synthesizer (1984)

Kleiner Oberheim mit großem Sound

21. Februar 2026
Vintage-Analog: Oberheim Matrix-1000 Analogsynthesizer (1984)

Vintage-Analog: Oberheim Matrix-1000 Analogsynthesizer (1984)

Der Oberheim Matrix-1000 kam 1987 als kompakter Rack-Synthesizer auf den Markt und liefert genau das, wofür der Name steht: viel analogen Oberheim Klang bei maximaler Preset-Power. Technisch und klanglich baut er auf dem Matrix-6 auf, dessen Konzept der umfangreichen Matrix-Modulation wiederum aus den großen Vorbildern stammt, dem Matrix Xpander und dem Oberheim Matrix-12. Ich kann mich gut erinnern, dass der Vertrieb damals damit warb, man zahle beim Verkaufspreis von 1.000 DM praktisch nur eine Mark pro Sound.

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Oberheim Matrix-1000

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Dem Matrix-1000 wurde oft nachgesagt, er klinge längst nicht so warm wie seine Vorbilder. Ich selbst besitze einen Oberheim Xpander und zusätzlich den Matrix-1000, der übrigens teilweise dieselben Presets enthält, womit sich ganz unkompliziert ein A/B-Vergleich anstellen lässt. Und ich gestehe: Der Xpander, stellvertretend für den Oberheim Matrix-12, klingt lebendiger und breiter. Aber der Unterschied ist wirklich nur im direkten Vergleich mit gespitzten Ohren hörbar. Sobald der Matrix-1000, veredelt durch Effekte und EQ, im Mix platziert ist, wage ich zu behaupten, dass sich diese Klangdifferenz in Wohlgefallen auflöst.

Vielleicht ist das ein Grund, warum der Matrix-1000 heute wieder so gesucht ist. Denn tatsächlich bekommt man damit den originalen polyphonen Oberheim-Sound und keinen Klon und das immer noch zu einem unschlagbaren Preis, zumindest für Vintage-Verhältnisse.

Viel Spaß bei der heutigen Samstagslektüre,
Peter Grandl

Die Geschichte der Matrix

von Marko Ettlich

Tom Oberheim dürfte wohl jedem Synthesizer-Begeisterten ein Begriff sein, gehört er doch zusammen mit Bob Moog (MOOG), A. R. Pearlman (ARP) und Dave Smith (Sequential Circuits) zu den wichtigsten Personen amerikanischer Synthesizer-Entwicklungen der ersten Stunde. Seine Karriere begann Oberheim 1970 mit dem Bau von Peripheriegeräten, denn als Verkäufer von ARP-Instrumenten wusste er, was sich Kunden wünschten. Ergebnis: Einer der ersten digitalen Sequencer, der Oberheim DS-2. Kurz danach entwickelte er den passenden Klangerzeuger dazu, das legendäre Synthesizer-Expander-Modul (SEM), das als Bestandteil der ersten Oberheim Instrumente alias Four-Voice/Two Voice Verwendung fand und sich bei vielen Keyboardgrößen jener Zeit großer Beliebtheit erfreute. Wenige Jahre später folgten die Synthesizer-Schlachtschiffe OB-X, OB-SX, OB-Xa und OB-8. Diese Geräte verhalfen Oberheim endgültig zum Durchbruch und gelten noch heute als Meilensteine der Synthesizer-Entwicklung.

Angespornt durch den großen Erfolg entwickelte Oberheim Mitte der 80er-Jahre eine neue Synthesizer-Familie: die Matrix-Serie. Hauptmerkmal dieser neuen Instrumente war die fast schon an ein Modularsystem erinnernde flexible Klangarchitektur, die eine Verknüpfung beliebiger Klangparameter erlaubte.

1984/85 war es dann soweit: Der Matrix-12 und sein tastaturloser Kollege Xpander wurden der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Beide Instrumente ernteten viel Anerkennung. Noch heute gelten Matrix-12/Xpander zu den begehrtesten Analog-Synthesizern. Die Instrumente hatten natürlich auch einen stolzen Preis, so dass sie vor allem im Profibereich zum Einsatz kamen. Tom Oberheim war klar, dass diese Geräte nicht für die breite Masse erschwinglich waren. Also nahm er die vorhandene Klangerzeugung, reduzierte die teure Hardware bis auf das Notwendigste und erschuf einen kleinere Matrix-Sprösslinge für den „nicht so gut gefüllten“ Geldbeutel. Diese neuen Geräte wurden 1985 erstmals auf der NAMM-Show als „Matrix-6“ und „Matrix-6R“ präsentiert.

Die kleinen Matrix-Synthesizer standen ihren großen Brüdern klanglich nicht sehr viel nach, auch wenn hier DCOs statt VCOs Verwendung fanden und einige unwesentliche Klangparameter weggefallen waren. Der Hauptunterschied zu den großen Synthesizern war die Reduzierung der Hardware auf das Nötigste. Die Echtzeitregler für den spontanen Zugriff auf die Klangparameter waren dem Rotstift zum Opfer gefallen und wurden durch Folientaster ersetzt. Matrix-6 und Matrix-6R erfreuten sich jedoch auf Grund der ausgezeichneten Klangeigenschaften und des relativ günstigen Preises großer Beliebtheit.

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Oberheim Matrix-1000

Der Matrix-1000 in der späteren weißen Version

Doch die Zeiten hatten sich schon längst geändert. Seit Beginn der 80er verdrängten Digital-Technik und Sampling die Analog-Gilde zunehmend vom Markt. Analoge (Poly-) Synthesizer waren einfach zu teuer, Musiker wollten handliche Instrumente und „neue“ (und „viele“) Sounds. Einige renommierte Synthesizerschmieden konnten mit der Entwicklung nicht ganz mithalten. Nach und nach verschwanden Firmen wie Moog, ARP und später auch Sequential-Circuits vom Markt. Oberheim reagierte zunächst noch auf den Viele-Sounds-Trend und entwickelte aus dem Matrix-6 einen noch kostengünstigeren Rack-Synthesizer, der auf das Allernötigste an Hardware reduziert war. Dieser neue Synthesizer ließ sich „am Gerät“ überhaupt nicht mehr editieren, enthielt aber dafür ca. 1000 (!) fertige Sounds für alle möglichen Anwendungen zum direkten Abfeuern. Die Rede ist vom Matrix-1000.

Der Anfangs noch knapp 1.400 DM (später sogar nur um die 1.000 DM) teure Matrix-1000 wurde 1988 erstmals auf der NAMM-Show vorgestellt und sollte ursprünglich nur als Stimmenerweiterung für den Matrix-6 fungieren. Ich kann mich noch an einen Werbeslogan von damals recht gut erinnern, der da hieß: „Jeder Sound ’ne Mark.“ Ok, das stimmt zwar nicht ganz, aber der Matrix-1000 wurde ziemlich erfolgreich und gilt als der am weitest verbreitetsten (und am längsten gefertigte) Oberheim-Synthesizer überhaupt.

Oberheim Matrix-1000 Taster

Viel mehr Taster braucht der Matrix-1000 nicht

Trotz des Erfolges des Matrix-1000 war auch der Untergang von Oberheim nicht mehr zu vermeiden, denn der Trend ging von der Analog-Technik völlig weg. Oberheim wurde schließlich vom Gibson-Konzern „Viscount“ aufgekauft, wobei Tom Oberheim mit dem Unternehmen nichts mehr zu tun hatte. Stattdessen setzte er sein Können und seine Erfahrung bei anderen Firmen ein. Wie in einem Interview zu hören, hatte er gar schon beim Matrix-1000 kein Mitspracherecht mehr.

Oberheim Matrix-1000 Bank

Es gibt zwei Versionen dieses Rack-Synthesizers. Der zuerst erschienene Matrix-1000 mit schwarzer Blende und der eierschalen-farbige Matrix-1000 mit verbesserten ROM-Sounds und leichter Modifizierung des Netzteils. Beide Matrix-Varianten sind – von den genannten, kleinen Änderungen abgesehen – absolut identisch.

Die Unterschiede zwischen Matrix-6/6R und Matrix-1000

Der Oberheim Matrix 1000 von außen

Der Matrix-1000 ist sehr sparsam mit Bedienelementen ausgestattet. Als „Display“ fungiert eine dreistellige LED-Anzeige. Sie liefert Informationen über das jeweilige Soundprogramm und über wichtige Systemeinstellungen. Hier finden sich auch das Volume-Poti und die LEDs zum Anzeigen der jeweiligen Funktion, wie zum Beispiel für das Einstellen des MIDI-Kanals, des Fine-Tunings, für Transpose, Pitchbend-Range und der Service Funktionen. Neben dem Netzschalter liegen schließlich noch die Nummerntasten zum Anwählen der Soundprogramme. Das war’s dann auch schon. Auf der Rückseite ist ebenso wenig los. Neben dem Mono-Ausgang gibt es hier nur noch die drei obligaten MIDI-Buchsen.

Oberheim Matrix-1000 Netzanschluss

Das MIDI-Trio und der Netzanschluss des Matrix-1000

Innere Werte des Matrix-1000

Der Matrix-1000 ist sechsstimmig. Im Group-Mode könnte man jedoch bis zu 6 Matrix-1000 zu einem 36-stimmigen System kaskadieren. Selbst mit zwei Geräten lassen sich schöne Stereo-Layer spielen oder mit der Funktion „Invert-MIDI-Volume“ tolle Überblendungseffekte erzielen. Der Matrix-1000 ist monotimbral, es gibt aber einen Gitarren-MIDI-Mode, mit dem es möglich ist, jede einzelne Stimme auf einem eigenen MIDI-Kanal anzusteuern. Der Unisono-Mode, auf dem alle sechs Stimmen bei einem Tastendruck gleichzeitig erklingen, eignet sich natürlich vor allem für fette Lead- und Bass-Sounds.

Im Service-Mode lässt sich der Matrix kalibrieren, wobei hier nicht nur die Oszillatoren gestimmt werden, sondern auch Cutoff-Frequency und Resonance des Filters sowie die Pulsbreite der DCOs und schließlich noch die VCAs neu justiert werden. Diese Service-Funktion sollte man einmal jährlich durchführen. Im Service-Mode lässt sich auch leicht ein defekter CEM-Chip identifizieren. (Die jeweiligen Tastenkombinationen zum Kalibrieren und Reinitialisieren des Matrix-1000 finden Sie unter den Links am Ende des Berichts.) Im Betriebssystem hat sich sogar ein „Osterei“ versteckt. Drückt man die Tasten 2, 5 und 9 gleichzeitig beim Einschalten, so zeigt das Display die Kürzel „JSL“, was für die Initialen des Oberheim Entwicklers „James S. Letts“ steht.

Oberheim Matrix-1000 Spartanisch

Spartanischer Matrix-1000, nur ein Mono-Audioausgang auf der Rückseite

Klangarchitektur des Matrix 1000

Praktisch die komplette Klangerzeugung einer Matrix-1000 Stimme basiert auf dem Curtis-Chip CEM-3396. Angesteuert werden die CEMs im Prinzip von einem simplen 8 Bit Computer, das war’s.

Klangliche Basis jeder einzelnen Stimme sind zwei DCOs. Digital gesteuerte Oszillatoren sind analog aufgebaut, haben aber den Vorteil, dass sie sich nicht verstimmen und somit stimmstabil bleiben. Die Matrix-1000 Oszillatoren beinhalten die Schwingungsformen Dreieck, Sägezahn und Rechteck, die modulierbar sind. Die Waveshape-Funktion erlaubt es noch, stufenlose Mischformen zwischen Sägezahn und Dreieck einzustellen. Oszillator 2 hat zusätzlich noch einen Rauschgenerator an Bord. Beide DCOs lassen sich gegeneinander verstimmen und in drei verschiedenen Abstufungen (soft, medium, hard) miteinander synchronisieren.

Das Filter ist ganz Oberheim-untypisch als 24 dB Tiefpass-Filter ausgelegt und verfügt über Resonanz bis zur Selbstoszillation. Das VCF lässt sich sogar frequenzmodulieren.

Ganze drei ADSR-Hüllkurven hat eine Matrix-1000 Stimme im Gepäck. Einstellbar ist hier die Einsatzverzögerung und man kann zwischen verschiedenen Trigger-Arten auswählen. Die Attack-Phase lässt sich mit einem zuschaltbaren Key-Click etwas perkussiver gestalten. Wunder sollte man aber von dieser Funktion nicht erwarten, die Hüllkurven des Matrix-1000 sind nun mal nicht die schnellsten und daran ändert diese Funktion auch nicht viel. Das soll aber nicht heißen, dass der Matrix nicht in der Lage wäre, knallige Bass-Sounds zu erzeugen. Das Resultat ist nur etwas anders als zum Beispiel beim Waldorf Microwave,der ja bekannt für seine schnellen Hüllkurven ist.

Oberheim Matrix-1000 Blau

Neben den drei Hüllkurven gibt es pro Stimme noch zwei Ramp-Generatoren, die quasi als einphasige Envelopes angesehen werden können. Ganze drei LFOs verrichten ihren Dienst im Matrix-1000, wobei man zu den gängigen Schwingungsformen auch Noise und Sample & Hold aussuchen kann. Der Lag-Generator ist praktisch nichts anderes als ein Portamento-Effekt und kann, ebenso wie die interessanten Tracking-Generatoren, als Modulationsquelle fungieren. Diese Tracking-Generatoren werden hauptsächlich zum Keyboard-Scaling eingesetzt.

Die Modulationsmatrix des Matrix-1000 ist eine wahre Fundgrube für den Soundtüftler. Ähnlich einem Modularsystem lassen sich hier bis zu 20 Modulationsquellen den 32 Modulationszielen auf bis zu 10 Strängen frei zuweisen und verknüpfen. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, dass sich damit vielschichtigste Möglichkeiten der Klangbeeinflussung auftun. Diese Modulationsmatrix ist das große Plus und ein entscheidender Punkt für die Beliebtheit des Matrix-1000. Mit diesem Feature ist es möglich, weitab der Standard-Analog-Sounds nach völlig neuen, ungehörten Klängen zu forschen. Ja selbst FM-Sounds (wenn auch nicht allzu komplexe) sind eine Leichtigkeit für den Matrix-1000.

Die Modulationsmatrix im Überblick

Und wozu das alles?

Mit seinen 800 ROM- und 200 RAM-Sounds auf nur einer Höheneinheit bietet der Matrix einen riesigen Klangfundus auf kleinstem Raum, der fast alles zu bieten hat, was das Herz begehrt. Natürlich sind heute nicht mehr alle gebotenen Sounds so populär wie damals. Die berühmten Toto-Bläser finden sich hier genauso wie etliche Funky-Piano-Sounds. Die große Auswahl an wunderschönen Analog-Flächen, weichen Filter-Sweeps und kräftigen Bässen macht den Matrix-1000 heute immer noch sehr begehrenswert. Berühmt sind natürlich auch die kräftigen Oberheim Sync-Sounds.

Die angefügten Klangbeispiele spiegeln nur einen sehr kleinen Bereich wider, was mit dem Matrix-1000 klanglich möglich ist. Sämtliche Beispielsounds wurden ohne zusätzliche Effekte aufgenommen, um einen unverfälschten Klang zu präsentieren.

An die analoge Wucht „echter“ VCOs  des Matrix-12 oder Xpander kommt der kleine Matrix nicht ganz heran. Auch fehlt ihm das flexible Multimode-Filter und die Modulationsmatrix ist nicht ganz so umfangreich. Allerdings ist der Matrix-1000 auch nicht so anfällig!

Die Geschwister alias Matrix-6 6/R lassen sich im Gegensatz zum Matrix-1000 direkt am Gerät editieren. Sie bieten auch die Möglichkeit von Layer- und Split-Sounds, verfügen aber nur über 100 RAM-Speicherplätze. Man sollte auch bedenken, dass der Einsatz von Layer/Split-Sounds mit einer Reduzierung der Polyphonie auf nur drei Stimmen einhergeht. Da würde ich persönlich die Anschaffung eines zweiten Matrix-1000 zum Doppeln der Stimmen eindeutig bevorzugen.

Oberheim Matrix-1000 Rack

Der Oberheim Matrix-6 und Rack-Modul Matrix-6R

Tom Oberheim hat in den 90er-Jahren, als der Vintage-Boom langsam wieder anrollte, das Matrix-Konzept noch einmal aufgegriffen und unter seiner neuen Firma Marion Systems die Rack-Synthesizer Pro-Synth und MSR-2 auf den Markt gebracht. Allerdings floppten beide Geräte, denn sie besaßen noch langsamere Hüllkurven als die des Matrix und es fehlte ihnen zudem an aktuellen Klängen. So verschwanden sie nach kurzer Zeit wieder von der Bildfläche.

Klangeindruck

Der Klangcharakter des Matrix-1000 ist für Oberheim typisch warm und voll. Den Bassbereich wirbelt er mächtig auf und lässt die Lautsprechermembranen schön flackern. Ich weiß, dass der Matrix-1000 von vielen sehr gerne als Bass-Synthesizer verwendet wird. Das Filter packt kräftig zu und klingt musikalisch. Erhöhte Resonanzeinstellungen dünnen den Klang zum Glück nicht so sehr aus, wie es bei einigen anderen Geräten der Fall ist. Mit Hilfe der Frequenzmodulation, Oszillator-Sync und des Rauschgenerators  lassen sich auch Sounds erstellen, die man so nicht unbedingt von einem Analog-Synthesizer dieser bescheidenen Größe erwartet. Für den Klangforscher bietet der Matrix-1000 schier unendliche Möglichkeiten. In puncto knackiger Sequencer-Sounds eignet sich der Matrix-1000 mangels schneller Hüllkurven aber nur bedingt.

Wie schon erwähnt, benötigt man zum Editieren der Soundprogramme einen PC oder Mac mit einem entsprechenden Editorprogramm. In den letzten Jahren ist eine Vielzahl von kostenlosen bzw. zumindest günstigen Editoren erschienen, von denen ich einige unter die Links gepackt habe. Mit dem nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erhältlichen Software-Editor Sound-Diver lässt sich der Matrix-1000 komfortabel programmieren inkl. Sound-Verwaltung, mit JSynthLib geht das auch sehr gut.

Der in den 90er-Jahren von der deutschen Firma Access herausgebrachte Hardware-Matrix-Editor ist natürlich eine interessante Alternative. Heute wird der Matrix-Programmer meist zu irrwitzigen Gebrauchtpreisen gehandelt. Leider bleibt die Editierung der Modulationsmatrix beim Access Matrix-Programmer außen vor. Findige Nutzer haben hingegen spezielle Anpassungen an Controller-Boxen programmiert, um so die „Matrix des Matrix“ in Echtzeit editieren zu können. Einige Fader-Boxen, wie Peavey PC1600x und Kentons Control Freak, bieten sogar fertige Einstellungen speziell für den Matrix-1000.

Zwar lassen sich kleine Matrix-Modelle nicht per CC programmieren, wohl aber über SysEx. Wenn man also Velocity, Aftertouch, Pitch-, Mod-Wheel und Breath sinnvoll den Klangelementen zuweist, lässt sich in Echtzeit viel bewegen.

EPROM-Updates für den Matrix-1000

Von Peter Grandl

Das letzte offizielle Betriebssystem des Matrix-1000 hatte die Versionsnummer 1.11. Inzwischen gibt es verschiedene Anbieter, die in Eigeninitiative neue Updates programmiert haben und die man per EPROM bestellen kann. Der Austausch ist relativ unkompliziert. Zu nennen wären da u. a. eine Version 1.2. die wir bei untergeek.de entdeckt haben. Auf der Seite jacobkorn.de wird davon sogar eine Version 1.16 angeboten. Jacob Korn verspricht mit seiner Version folgende Verbesserungen:

  • Bugfixes made by Nordcore
  • MIDI NRPN parameters editing fix
  • Faster processing of parameter changes that need a modulation matrix rebuild, there’s still a small lag but it’s much better than before
  • Unison detune, controlled by MIDI CC #94 (Celeste Level), value from 0 (no detune) to 127 (strongly out of tune). It is always active, even in poly mode. Values around 2-6 add a slow VCO-like detune that helps liven up the sound and keeps poly mode sounding in tune.

Dazu haben wir auch ein Video gefunden und eingebunden. Beide Updates konnten wir bislang aber ncoh nicht testen.

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Mehr Informationen

Das wohl umfangreichste Update bietet derzeit wohl Kiwi Technics an. Entsprechend blumig fällt auch die Upgrade-Bewerbung von Kiwi aus:

„This  is  an  upgrade  for  the  Oberheim  M1000  rack  mount  synth  module.  This  will  transform  the  M1000  from  a  difficult  to  edit  preset  module  with  a  poor midi  interface  into  a  full  featured  synth  with  some  excellent  features.“

Auch hier haben wir leider gar keine Erfahrungswerte. Wer also dazu etwas sagen kann, bitte am besten gleich als Leserbeitrag bei uns veröffentlichen.

Controller für Oberheim Matrix-1000

von Peter Grandl

Bereits bekannt sein sollte der Access Matrix-Controller, mit dem Christoph Kemper einst den Grundstein für sein Unternehmen Access legte, das später durch den Access Virus zu weltweitem Ansehen gelangte. Dieser Programmer ist zwischenzeitlich ein begehrtes Sammlerobjekt und nicht einfach zu bekommen.

Oberheim Matrix-1000 Klein

In jüngerer Vergangenheit kam der Universal-Controller von KIWI hinzu, der allerdings nicht ganz günstig erhältlich ist (hier geht’s zum AMAZONA.de Test), sowie die preiswerten Controller von Stereoping, die es auch als Bausatz gibt. Den Test findet ihr hier.

Oberheim Matrix-1000 Controller

Stereoping Controller für Matrix-1000 und Matrix 6/6R

Oberheim Matrix-1000 auf YouTube

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Mehr Informationen

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Klangbeispiele
Fazit

Der Matrix-1000 ist immer noch sehr beliebt, was sich leider auch an den weiter steigenen Gebrauchtmarktpreisen zeigt. Das eierschalenfarbige Modell wird meist etwas höher gehandelt als die schwarze Version. Der Grund dafür sind sicherlich die etwas verbesserten ROM-Sounds und die Beseitigung des Netzteil-Brummens. Das Netzteil bei dem schwarzen Model neigt dazu, die Schwingungen des Trafos auf das Gehäuse zu übertragen, wobei es zu brummenden Vibrationen am Gehäuse kommt. Der Audioweg ist von diesem Brummen aber nicht betroffen.

Der größte Nachteil des Matrix-1000 ist das Fehlen einer intuitiven Oberfläche zum Klangschrauben am Gerät selbst. Dieses Manko lässt sich jedoch mit einem Software- oder Hardware-Editor größtenteils kompensieren.

 

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Über die Autoren
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Marko Ettlich

Marko Ettlich schreibt seit vielen Jahren für AMAZONA.de. Er ist ein geschätzter Vintage-Experte und ist vielen bekannt durch seinen YouTube-Chanel "Retrosound".

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Peter Grandl AHU

Just a few words: Ich habe AMAZONA.de im Jahr 1999 gegründet und war bis August 2025 Chefredakteur des Magazins. Seitdem widmet ich mich dem Schreiben von Romanen und Drehbüchern. Meinen aktuellen Roman RESET-Die Wahrheit stirbt zuerst, erschien 2025 im dtv-Verlag. Meine letzte Drehbucharbeit war die Streaming-Serie TURMSCHATTEN. Ich arbeite außerdem aktuell an einem Live-Programm mit dem ich ab Mitte 2027 auftreten werde.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AntonAmazona

    Gute Artikel; das es auch eine weiße Variante gibt wusste ich auch noch nicht. Vielen Dank !

    Damals war das Gerät kein Thema, denn man konnte am Gerät keine Klänge editieren.
    Auch heute würde mich das Gerät nicht reizen

    PS. Gerade mal bei Kleinanzeiger geguckt: in Hamburg werden zwei(!) Matrix 1000 für 1500 € angeboten…

  2. Profilbild
    Jedi

    Habe den Matrix6r seit 1986 . Das editieren am Gerät geht eigentlich ziemlich flott und war auch nötig , denn die Werkssounds waren nicht so das Wahre.
    Nach über vierzig Jahren leuchtet das Display immer noch so wie am ersten Tag.
    Taster tasten ebenso.
    ( nicht schlecht Herr Oberheim)
    Danke für den Bericht und Klangbeispiele 🙂

    • Profilbild
      Viertelnote AHU

      @Jedi so ich mich recht erinnere war im Access
      Programmer ein brutaler Bug.

      Man mußte am M6 auf Quick Edit NICHT NormalEdit drücken.Man probiert sich verrückt
      und erzeugt mit verschwendete Zeit einen Loop bis zur nächsten
      Eiszeit für sich🙂
      Corrigiert mich bitte wenn ich falsch bin

      Danke

      • Profilbild
        Jedi

        @Viertelnote Habe den M6 immer direkt am Gerät editiert, darin wurde ich mit der Zeit immer geübter ( hatte da schon mit der Tipperei am Casio FZ /CZ angefangen) . Der Acess Programmer kam ja ein paar Jahre später auf den Mark, wenn ich mich recht erinnere, gab es da zwei Programmer von Waldorf und ich kann mich nur noch an den Test in der Keyboards ( Zeitschrift :-) erinnern , das der M6 Programmer auch einen Minuspunkt hatte (?)
        Gab ja noch kein http://WWW.blabla.de und das keyboard Forum war noch fern. ( dafür ne Schallfolie beim Aboheft)
        Ok , der Programmer war mir auch zu teuer , stattdessen einen Kawai K1m gekauft der wunderbar mit den Matrix6 harmonieren konnte ( wie ein DX7 mit Jx8p) 🙂

        Über Cubase Fader (atari) konnte man schon ein filterfahrt versuchen, aber nur zweimal dann „fror“ der matrix ein.

        Wünsche dir einen schönen Feierabend noch

  3. Profilbild
    emulator2hd

    Ich hätte nicht gedacht das der Matrix so gut klingt ,bin angenehm überrascht,die Klangbeispiele sind echt richtig gut 😃.

    Grüße

  4. Profilbild
    Round Robin AHU

    Der Matrix-1000 ist ein hervorragender Synthesizer. Damals besaß ich das britische Gegenstück, den Cheetah MS-6. Dieser Synth basierte auf dem Matrix-1000, bot auch den Vorteil der Editierbarkeit direkt am Gerät, echte Multitimbralität mit bis zu sechs unabhängigen Parts sowie Velocity und Aftertouch (mono).

    • Profilbild
      Viertelnote AHU

      @Round Robin Elka EK 22 ist vom Concept her
      glaube ich ähnlich… also ich glaube 2/4 timbrale
      also 2 Sounds gleichzeitig.
      Programming und Display scheinen aber
      sehr anstrengend zu sein.

    • Profilbild
      sibe

      @Round Robin Habe auch bis heute den Cheetah MS-6.
      Hat die gleichen CEM3396, klingt daher im Grundsound sehr ähnlich, wie der Matrix.
      Wie du schon sagtest ist er 6-fach multitimbral und im Gensatz zum Matrix1000 direkt am Frontpanel editierbar, auch wenn das per Zahleneingabe und +/- Tasten nicht wirklich Spaß macht, aber besser als nichts 🤣
      Dem MS-6 fehlt allerdings die Modulationsmatrix des Oberheim, er hat nur ein paar fixe Modulationsziele.
      Meiner hat ein EPROM mit OS Update bekommen, was als Hauptpunkt alle(!) Klangparameter CC-steuerbar macht.
      Ich finde ihn toll für Strings und Flächen, aber auch den Oberheim-typischen „Toto-Brass“ kann er.
      Wegen der fehlenden ModMatrix ist er eher nichts für experimentelles, dafür kann er Brot&Butter Analogsounds aber wirklich gut.

  5. Profilbild
    TobyB RED

    Man kann beim nächsten Batteriewechsel das „schwarze“ Brummen mit einer Mean Well PSU RQ-50 beheben. Anleitung ist im Internet zu finden. Kosten ca. 30€. Man sollte mit Schraubenzieher und einem Voltmeter vertraut sein. Ob man nun die Undergeek oder andere FW nutzen möchte, ist fast schon eine Frage des Geschmacks. Aber mit fehlerbereinigter FW fühlt sich der M 1000 nicht mehr so behebig an. Wenn ich mich auf fünf Vintage Synths beschränken müsste. Der M1000 bleibt. Allein wegen seiner Padsounds.

    • Profilbild
      Viertelnote AHU

      @TobyB Matrix 6 habe ich nur, leider, nur kurz angespielt, schöne traumhafte so 1-2h
      danach alle CEMs durch. Gibt es da Chip Clones?
      verwirrende Bodyangaben finde ich da nur.

      Danke!

      okay ich nerve: aber wo sind hier
      die Blumenemoji? spinn ich? ich kann sie nicht finden.🙁

      • Profilbild
        TobyB RED

        @Viertelnote der Matrix 6 ist auch sehr schön. Den M1000 mag ich so wie Peter ihn einsetzt. Breite Pads und gerne mit Sweep. Auch immer gut Synbrass und Brassy Pads. Am Besten sind natürlich 2xM1000… Es gibt RD Alfa aus Lettland, die stellen CEM Clone her auch Pin-kompatibel. Ist eigentlich nicht deren Hauptgeschäft, die machen viel für die ESA und Weltraum. Nebenher gibts noch Cool Audio von Music Tribe, ich meine die stellen nur SMD her. Ich persönlich würde aber eher zu dem RD Alfa ICs greifen. Ich weiß nicht ob Curtis Electro Music noch fertigt. DIL Gehäuse kann man schön auf Sockel montieren, nix gegen SMD aber das will keiner zu Fuss löten.

        Danke für die Blumen😇

        • Profilbild
          Viertelnote AHU

          @TobyB M6 ist trocken gelagert und wird so auch wie ich das denke, gesäubert
          mit Liebe. Ist aber schon sicher 3 Jahre tot.
          Den Klang habe ich so auch nicht mehr präcise im Ohr.
          Verdient hat er das so nicht, okay ich dran bleibe

          2 x M1000 verstehe ich so richtig, LR Panning okay…
          aber ist ja dann nicht stereo, also ich meine 2mal Mono
          Also der Klang wird mächtig aber nicht breit? nehme ich jetzt leicht Delay dann ist ja das Stereofeld dicht. Fader runter aber wie soll ich sagen wie erhalte ich dann diese
          Schönheit, also die ich solo habe, aber im Mix? Geht bestimmt nur durch Konpromis eingehen.
          Aber das ist Mixingthema, will nicht OFF Topic gehen und andere langweilen. Habt ihr ja auch viele Workshops hier.Okay.

          Danke für Deine Erklärung!

          • Profilbild
            MadMac AHU

            @Viertelnote Ich kann Dich beruhigen, 2 x M1000 im Pan LR ist richtiges Stereo. Ich fahre meinen Matrix 12 sehr gerne mit 2 x 6 Stimmen LR full stereo. Breiter und fetter geht nicht mehr. Ist halt die Frage bei welchen Musikstil Du das einsetzen willst. Ich komme ja vom Classic Rock und da passt es sehr gut, besonders live bin ich da gegen Gitarren nie mehr untergegangen.

            Dieser Clip könnte Dir vielleicht als Inspiration dienen:

            https://www.youtube.com/watch?v=3CbTfOa4lcI

            2 Oberheim M1000 sind natürlich in der Anschaffung kein Pappenstil aber 2 Behringer PRO-800 bekommt man im Moment für 500€. Ich habe mir diese Konfiguration gegönnt in bin total begeistert. Kann ich nur empfehlen! 😉

          • Profilbild
            TobyB RED

            @Viertelnote , lass deinen M6 reparieren. Im Prinzip reicht mir ein M1000. Ich hab so eine Zauberkiste von Boss RPD-10. Panning Delay, Chorus. Oder einen Roland SBF-325 oder Roland SDE-330, SDX-330 damit kann man schon Leben in die Bude bringen. Hintendran noch was von Lexicon oder so einen schönen NLR von Roland. Machmal machts auch Sinn den Chorus hinter den reverb zu hängen. Zum anderen ist es immer die Frage was der Track grade braucht, machmal einen breiten Pad Teppich und dann vielleicht ein Sweep von Links, Mitte, Rechts. Oder an anderer Stelle ein Brass Sound im Panorama.

            • Profilbild
              Viertelnote AHU

              @TobyB Auf alle Fälle, ich habe so meine Liste von
              Instrumenten die ich reparieren lassen
              möchte, tote Sachen im Raum mich auch tot machen und stillleben kann ich auch selber mich anschweigen. Okay…
              PMS electronics? klingt so nach Erfahrung und Vetrauen nur finde
              ich den Article grad nicht wo das hier besprochen wurde.
              Magst Du wenn du möchtest den Link nochmals posten?

              Chorus am Ende: Effectkette also in Stereo variieren. das klingt sehr spannend.
              Auch hier Danke für Deine Erklärung!

  6. Profilbild
    kiro7 AHU

    Das Kiwi-Upgrade gibt’s nicht mehr.
    Die Story mit dem Access Programmer stimmt so nicht, siehe das hauseigene Interview mit Christoph Kemper und Peter Grandl 2013 . Wie kann man denn so vergesslich sein…. ;-)

  7. Profilbild
    untergeek

    Kurze Ergänzung zum Firmware-Wirrwarr inklusive eines Bugs, der tatsächlich erst 2024 entdeckt wurde:

    • V1.03: Vorserien-Version, die bei älteren Matrixes zu finden ist und die man nicht einfach updaten kann, wenn man nicht einen kleinen Patch lötet.
    • V1.11: Letzte offizielle Firmware von Oberheim. Ärgerlichste Bugs: Param. 29 (ENV2 to VCA) und 53 (ENV1 Sustain) können den Synth einfrieren lassen; VCF-Frequenz reagiert äußerst langsam
    • V1.13: Nordcore aka Fetz patcht diese drei Fehler.

      Ein Problem bleibt bis jetzt: Dass der Synthesizer auf viele Änderungen nur sehr langsam reagiert und regelrecht anfängt zu stottern, weil eine Reihe von Parametern extrem langsam verarbeitet werden – das alte 8-Bit-Hirn des Matrix maxed out. Auftritt zweier sehr talentierter Bastler:

    • V1.16: GliGli aus Frankreich denkt sich eine Lösung aus – agepufferte Parameter-Änderungen werden verworfen, solange sie noch nicht abgearbeitet sind. Dadurch friert der Synth nicht mehr ein. Außerdem führt er Unison Detune ein und experimentiert (mittelerfolgreich) mit Übertaktung der alten Hardware.
    • V1.20: Bob Grieb aus den USA schreibt einige langsame ROM-Routinen neu und beschleunigt damit die wichtigsten Parameter auf Echtzeit, außerdem übernimmt er GliGlis Unison Detune.
    • V1.21: Ein Bit patcht den „Reassign/Rob“-Modus, der nie funktionierte. Offenbar hat ihn keiner vermisst.
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    Organist007 AHU

    ich hatte auch mal einen so ca. 1991
    zum editieren hatte ich einen quasimidi controller
    leider hat er nur einen mono out :-(

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      Filterpad AHU

      @electricat Entweder, oder klanglich ähnlich den typisch klingenden FM-Sounds alias DX7. Zum Beispiel im Moog Matriarch gibt es 4 analoge FM-Ausgänge, quasi pro Oszillator einen. Aber DX7 Sounds bekommst du damit garantiert nicht hin.

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    swissdoc RED

    Ich habe meinen Matrix 1000 damals bei einer USA/Canada-Reise mitgebracht. In D war er da schon aus den Läden verschwunden. Leider hat man gegenüber dem 6er bei der Clock gespart und so klingt er doch sehr starr. Auch sind Steppings bei Pitch-LFO-Modulationen zu hören.

    Ein analoger Chorus schafft hier Abhilfe, bei mir war es ein Ibanez SC10. Den Access-Programmer konnte ich irgendwann mal günstig bekommen. Alles lange her und gegen richtige Synthesizer hat er dann doch das Nachsehen.

    Der Curtis CEM 3396 befeuert noch zwei andere Synths, wie oben schon bemerkt wurde. In Form des PA397 lebt er seit den Marion-Synths weiter und wurde von Dave Smith in gefühlt viel zu vielen Synths verbaut. Diese Durststrecke ist nun aber schon länger vorbei und man bekommt VCO-Synths in jeder Couleur.

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      Viertelnote AHU

      @swissdoc Ibanez SC10 ist sehr gut
      btw. BC10 ist besser, da mehr Bassbetont.
      Ich kenne die Effecte nur in Verwendung bei Gitarre, da ist der Sound warm clean lebendig.
      Ich habe getestet SC10 und BC10 LR . Die Bassschwebung ist leicht auf Kanal
      R voller. Digitalverschönerung so wie ich es so nennen möchte klingt für mich voller. Und das wäre / ist meine Waffe für den K 1.

      Wenn ich jetzt den selben Effect, also BC10 an den Polysix verwende, bekomme ich nur
      Verzerrungen, Ja okay Eingangpegel. Das reicht mir nicht, ich möchte Schönheit entfalten, wie bei
      einem Pfau oder ein Nymphensittich der es sich gefallen läßt also sensitiv, wenn er mit einem Zersteuber respektvoll genäßt wird also er spreizt die Flügel. Ich weiß nicht ob ihr jetzt versteht was ich sagen will. Das ist schwierig denn zufrieden bin ich nicht, weil ich meine Gefühle erleben möchte.
      Das Instrument entdecken zu was es bereit / fähig ist.

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        swissdoc RED

        @Viertelnote Als ich den SC10 genutzt habe, war das mein erster Chorus und FX überhaupt, den meine spätere Schwiegermutter mir zum Geburtstag geschenkt hatte. Als Student hatte ich nicht so viel freie Mittel. Den Pegel vom Matrix 1000 konnte er ab. Sollte es Probleme geben, so schaltet man eine umgekehrte DI-Box rein oder einfach einen billigen Übertrager von z.B. Conrad. Später konnte ich mir dann ein Sony HR-MP5 leisten, eine sehr geniale kleine Kiste, die starre Synths schön in die Breite ziehen kann.

        Einige Jahrzehnte später haben sich jede Menge Chorus-Geräte angesammelt, bei Interesse einfach beim Sequencer-Forum reinschauen, dort gibt es viele Diskussionen zum Thema.

        Was auch geht, ist die Synths einfach im Stereo-Modus zu nutzen, dann wird es auch schön breit. Ein Trick, den der Casio VZ1 in seinen Multi-Presets zelebriert, aber auch ein Waldorf WAVE plustert sich damit auf. Man sollte einfach ein paar Stimmen mehr im Synth haben.

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          Elektromo

          @swissdoc Oja, der Sony HR-MP5 …toller Multieffekt mit damals super Bedienbarkeit mit tollem, großen und hellen Display, mit Softbuttons unterhalb desselben und der Möglichkeit, Effektketten zu bilden.
          Damit waren auch sich im Zeitablauf sehr modulierende psychedelisch anmutende Effekte von enormer Räumlichkeit möglich.
          Die Delays etc. waren per Eingabe von BPM-Zahl und Taktteiler editierbar, keine Millisekunden-Umrechnung erforderlich. Damals m.E. kein Standard.
          Der eine Hall (ich glaube er hieß Soundtrack !?!? passte gut zum gleichnamigen Sound des JX-8-P, natürlich auch zu anderen Klängen).
          Habe noch zwei Stück stehen, muss ich wieder mal einsetzen … wahrscheinlich die CR-Pufferbatterien erneuern und schwelgen. Danke für die „Erinnerung“.

          • Profilbild
            swissdoc RED

            @Elektromo Habe damals lange überlegt, aber das kleine Sony schien einfach besser und günstiger als die Kisten von Yamaha oder Alesis. Auch aus heutiger Sicht eine gute Wahl. Es rauscht etwas stark im Vergleich zu richtig guten FX-Kisten, man sollte ein Sony DSP V77 bevorzugen. Aber sonst, sehr feine Sachen drinnen, Stepped Phaser oder Ducking beim Hall. Nervig die Verwaltung der Early Reflections.

            Wenn die CR2032 leer ist, bootet die Kiste nicht, aber es gibt einen Klammergriff.

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              Viertelnote AHU

              @swissdoc Gitarre: lärm, aggressive so ich das bisher gemacht habe daher
              auch die Effecte, also in Kette, geschaltet das war Okay. Gibt mir nichts mehr.begraben gut schöne Zeit.

              Keys: ich sage so eimal, ist für mich complexer, weil stereo für mich heiliger ist, Mono auch sehr göttlich sein kann, okay ich schweife zu sehr ab also ich habe Respect vor den Raum also Panorama meine ich, Tiefe ist Ehrfurcht in purer Endform eine herrliche Kunst durchdringe ich derzeit so noch nicht aber geht nicht auf Zwang muß nicht gleich sein denn ich habe ja Zeit.

              Geheimwaffe
              Chorus: habe ich für mich so entdeckt: Roland RS 09 Stringer.
              schön klingt der nicht tot ohne Emotion okay ich habe den Chorus nicht active. Wenn: ich den Chorus activiere und Behringer Solina
              oder billigstes Casio oder PSR Keyboard durchschleife, eine Pracht von
              1000 Sonnenblumen auf einmal. Okay, schicke ich Moog Matriarch durch, functioniert nicht. Aber Du sagst es ja Chorus kann man ruhig mehr haben. Sicherlich bei Reverb, Delay ähnlich.

              btw: Roland RS 09 Chorus aus Jupiter-4?
              hat man mir so jedenfalls gesagt.
              Ich habe aber keinen Vergleich.

              Danke für Deine Erfahrung!

          • Profilbild
            Viertelnote AHU

            @Elektromo Sony…Hifi … sehr gute Tapedecks.
            Effekte kenne ich so garnicht.
            Und wieder einmal was neues so entdeckt.
            Prima.

  10. Profilbild
    nativeVS AHU

    Als der Stereoping Synth Programmer raus kam und preise der kombi unter dem eines Prophet 08 moduls lagen wurde ich dann doch schwach, und zwischendurch ist schon ein zweiter dazugekommen.
    Bei den momentan geforderten preisen wuerde ich dann aber doch eher einen gebrauchten Rev 2 oder Prophet 08 nehmen.

    Preset 969 (Synluth) ist quasi zu einem meiner standard sounds geworden (zumindest in gesampelter form, sollte auch noch auf der Pianobook seite zu finden sein).

    Mit Stereoping Programmer und Bob Grieg’s OS1.2/1.21 laedt das paar auch wirklich zum schrauben ein (das Stereoping user interface ist meines erachtens genial, vor allem die modulations matrix – viel besser als mit dem 20 jahre alten device panel in cubase…)

    Jetzt muss ich nur endlich mal den kaputten rauschgenerator in einem der beiden reparieren.

    • Profilbild
      Elektromo

      @nativeVS Die Stereoping PROGRAMMER sind genial, habe je einen für Microwave I und den Pulse.

      War gerade mal wieder auf der Seite, die Programmer sind eingestellt, es gibt weiterhin die kleinere Controllerreihe.

      Genial bei sowohl Controllern als auch den Programmern ist/war die Möglichkeit, diese jederzeit jeweils über bei Stereoping downloadbare Sysex-Files auf andere im Stereoping-Angebot verfügbare Modelle „umzuerziehen“.
      Entsprechende zur anschließenden abweichenden Funktionsfindung nützliche magnetische Faceplates im jeweilig angepassten Design gibt es noch für sowohl Controller als auch die „ehemaligen“ Programmer.

      • Profilbild
        nativeVS AHU

        @Elektromo Schade, dass die programmer eingestellt wurden, wollte eigentlich schon seit einiger zeit einen weiteren fuer das Pulse rack; bleibt dann wohl wieder bei device panels.

  11. Profilbild
    krollspell

    Ich habe für den Matrix 1000 und Matrix 6 einen Editor/Librarian programmiert. Ist halt nur Software aber dafür kann man jeden – wirklich jeden – Parameter editierten. Mit dem Librarian kann man sich die gewünschten 800 Patchplätze zusammenstellen. Auch die Master-Parameter können editiert werden, dort hat’s z.B. einen zusätzlichen LFO. Wer Interesse hat – kost‘ nix 🤙:
    https://roet32.wixsite.com/ctrlr

    • Profilbild
      Synjammer

      @krollspell Mega! Vielen Dank @krollspell!
      Ich bin dabei ein paar sysex Parameter (Filter, ENV, …?) für den Matrix1000 in ein Layer für das Logic Environment einzutragen.

      Der Artikel scheint mir ansonsten wenig neu (trotz aktuellem Datum) und inhaltlich eher recycelt zu sein…

      • Profilbild
        krollspell

        @Synjammer Du hast offenbar ein Mac, wenn du Logic verwendest. Funktioniert mein Editor auf Deinem Mac? Würde mich interessieren, da ich die Mac-Version mit einer virtuellen Maschine auf Windows gemacht habe. Apple tut ein bisschen schwierig mit gratis Software. Ich will kein Zertifikat kaufen nur um den Editor gratis zur Verfügung zu stellen. Logic ist mit AU-Plugins besonders wählerisch. Es gab jedoch Leute, bei denen es funktioniert hat. Aber von Macs mit Apple Silicon habe ich noch keine positive Antwort erhalten.

        • Profilbild
          Synjammer

          @krollspell Läuft anstandslos standalone auf meinem mac mini M4 pro auf Sequoia.
          als Plugin habe ich es nicht getestet.
          Wie gesagt vielen Dank für diese schicke und absolut nützliche Freeware!!

  12. Profilbild
    Trance4ever

    Der Artikel enthält ein paar Falschinformationen, der eierschalen-farbige Matrix-1000 hat keine verbesserten ROM-Sounds, die ROMs sind Byte für Byte identisch, habe selber Dumps von den ROMs verglichen.

    Am Netzteil hat sich auch nichts geändert, der einzige Unterschied zwischen dem schwarzen und dem eierschalen-farbigen Matrix-1000 ist die Lackfarbe des Frontpanels.

    Zum editieren des Matrix-1000 empfehle ich den M1000 Manager, ist kostenlos und für Windows und auch Linux erhältlich. Mac Nutzer müssen sich einen anderen Editor suchen.

    • Profilbild
      krollspell

      @Trance4ever M1000 Manager sieht für mich nicht berauschend aus. Ein Librarian scheint nicht vorgesehen zu sein, was ich beim Matrix1000 besonders sinnvoll finde. Master-Parameter fehlen – Plugins gibt’s auch nicht… aber jedem das Seine. Ich will niemanden bekehren.

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