Geniales Bedienkonzept 2001
Mit der Nord Lead-Serie setzte Clavia ab Mitte der 1990er neue Maßstäbe im Bereich der virtuell-analogen Synthesizer. Die roten Geräte aus Schweden etablierten sich schnell als moderne Klassiker und prägten unzählige Produktionen. 2001 erschien der Nord Lead 3, ein 24-stimmiger virtuell-analoger Synthesizer mit vierfacher Multitimbralität, der die erfolgreiche Reihe konsequent weiterführte. Sein markantestes Merkmal war die Einführung von LED-Kränzen um die Drehregler: Damit war die Reglerstellung bei jedem neu geladenen Sound sofort erkennbar – ein bis dahin einzigartiges Feature, das Bedienung und Übersicht revolutionierte. Ich selbst hatte im Laufe der Zeit so manche der Nord Leads, blieb dann aber beim Nord Wave hängen, der heute noch einen Stammplatz bei mir im Studio hat.
Inhaltsverzeichnis
Nord Lead 3: Rack oder Keyboard?
Der Nord Lead 3 besitzt wie alle seine Geschwister ein stabiles Metallgehäuse in klassischem Rot, das auch im harten Bühnenalltag den einen oder anderen Stoß abfängt. Ich kenne zum Beispiel kaum einen Yamaha SY77, bei dem nicht die eine oder andere Ecke abgebrochen ist.
Die Tastaturversion bietet eine anschlagdynamische 5-Oktaven-Tastatur mit Aftertouch, die sich gut spielen lässt. Die Rack-Version verzichtet auf die Klaviatur und kommt als kompaktes Desktop-Modul mit 3 Höheneinheiten. Sie ist eher flach gebaut und lässt sich mit anschraubbaren Rack-Schienen auch ins Rack integrieren. Problem dabei: Die Anschlüsse zeigen dann nach oben und ohne abgewinkelte MIDI- oder Audiostecker kann man über dem eingebauten Rack gleich einige HE für die Stecker reservieren. Das haben andere Hersteller von VA-Synthesizern deutlich besser gelöst, indem die Stecker im Gehäuseboden versenkt sind. Siehe zum Beispiel Waldorf Q Rack.
Anschlüsse Nord Lead 3
Der Nord Lead 3 ist in dieser Hinsicht solider ausgestattet als seine Vorgänger, ohne allerdings echte Luxuswerte zu bieten. Neben MIDI In-, Out- und einer zusätzlichen MIDI-Thru-Buchse verfügt er über vier Einzelausgänge, die sich flexibel für Layer oder Multimode nutzen lassen, sowie einen separaten Stereoausgang. Hinzu kommen Anschlüsse für Sustain- und Control-Pedal. Etwas unpraktisch bleibt, dass der Kopfhörerausgang – wie bei allen Nord Leads – auf der Rückseite sitzt und damit im Live-Betrieb nicht immer optimal erreichbar ist. Auf den PCMCIA-Slot, der beim Nord Lead 1 und 2 noch zur Speichererweiterung diente, hat Clavia beim Nord Lead 3 verzichtet.
Bedienung Nord Lead 3 Synthesizer
Der Nord Lead 3 besitzt eine ausgesprochen intuitive und direkte Bedienung, die Parameter-Diving am Display weitgehend überflüssig macht. Die Oberfläche ist logisch aufgebaut und erlaubt ein schnelles, expressives Arbeiten, was das Klangdesign auch im Live-Einsatz besonders praxistauglich macht.
Ein zentrales Merkmal sind die Endlosregler mit ihren LED-Kränzen, die jederzeit die aktuelle Stellung eines Parameters anzeigen – selbst nach einem Soundwechsel. Dadurch sieht man sofort, was steuerbar ist, ohne dass es zu den sonst typischen „Parameter-Sprüngen“ kommt. Dieses Konzept wird häufig mit motorisierten Fadern verglichen, da es ein ähnlich hohes Maß an Übersicht und Kontrolle vermittelt.
Die Bedienlogik erleichtert sowohl das Programmieren eigener Klänge als auch die Performance auf der Bühne – ein echtes Novum bei virtuell-analogen Synthesizern seiner Zeit. Neben den klassischen Funktionen wie Arpeggiator, Portamento/Glide und polyphonem Legato bietet der Nord Lead 3 zusätzliche Werkzeuge, die ihn noch flexibler machen. Dazu gehören der Chord Memorizer, mit dem sich komplexe Akkorde auf eine Taste legen lassen, sowie der Keyboard-Hold-Modus, der gerade für Flächen und Übergänge im Live-Kontext von großem Nutzen ist. Der integrierte Arpeggiator wiederum bietet umfangreiche Möglichkeiten, von frei wählbaren Patterns über Tempo-Synchronisation bis hin zur Anpassung an verschiedene Tonarten.
Insgesamt schaffte der Nord Lead 3 ein Bedienkonzept, das seiner Zeit weit voraus war und bis heute als eines der durchdachtesten Interfaces unter den virtuell-analogen Synthesizern gilt.
Klangarchitektur Nord Lead 3
Wer komplexe Hüllkurven, ausgefeilte Modulationsverknüpfungen oder Parametergräber sucht, wird bei den Geräten aus dem hohen Norden nicht unbedingt auf seine Kosten kommen (trotzdem lassen sich damit aber auch sehr abgefahrene Klänge erzeugen). Clavia legte beim Nord Lead 3 – wie auch schon bei seinen Vorgängern – größeren Wert auf schnelle und einfache Bedienung, sodass endloses Menü-Diving entfällt. Für Hardcore-Schrauber gab es seinerzeit dafür die Nord Modular-Serie aus gleichem Hause. Damit grenzten die Schweden die Möglichkeiten ein, aber zu Gunsten einer wirklich tollen Bedienung.
Pro Stimme stehen zwei Oszillatoren plus ein Noise-Generator zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen Unison-Mode, der mehrere Stimmen leicht verstimmt übereinanderlegt und so besonders starke Leads oder Flächen erzeugt. Die zwei vollständigen ADSR-Hüllkurven sind fest den Sektionen Filter und Amplitude zugeordnet. Ergänzt wird das Ganze durch eine zweistufige Modulationshüllkurve (wahlweise AD oder AR, auch loopbar), die jeweils nur ein Modulationsziel ansteuern kann. Gleiches gilt für die beiden LFOs, die in Schwingungsform, Geschwindigkeit und Ziel klar begrenzt, aber in der Praxis effektiv nutzbar sind.
Der Nord Lead 3 erweitert diese Grundarchitektur durch die Morphgroups. Hier lassen sich Reglerbewegungen und Parameteränderungen nicht nur über Mod-Wheel und Velocity, sondern auch über Aftertouch oder die Tastatur selbst steuern. So können Sounds zwischen zwei kompletten Parametersätzen überblendet werden – ein Feature, das den Nord Lead 3 deutlich von seinen älteren Geschwistern abhebt. Zwar wäre es wünschenswert, Morphgroups auch über Hüllkurven oder LFOs modulieren zu können, aber auch so eröffnen sich beachtliche Ausdrucksmöglichkeiten.
Ein weiterer Meilenstein ist die zusätzliche Vier-Operator-FM-Sektion. Sie liefert die typischen Glocken- und Bass-Sounds und lässt sich nahtlos mit der subtraktiven Architektur kombinieren. Einschränkungen gibt es allerdings: Feedback- und Fixed-Frequency-Parameter fehlen, weshalb der Nord Lead 3 hier nicht an die Tiefe klassischer FM-Synthesizer wie DX21 oder FB01 heranreicht. Doch durch die Kombination mit LFOs, Filtern und den Morphgroups entstehen eigenständige Klangmöglichkeiten, die weit über simples FM-Spielzeug hinausgehen.
Auch die Filtersektion wurde beim Nord Lead 3 erheblich erweitert. Neben den bekannten Filtertypen der Vorgänger gibt es zahlreiche Variationen: Jedes Filter ist in 1-, 2- oder 4-Pol-Version verfügbar, dazu kommen ein Tiefpass mit integrierter Verzerrung sowie ein „Classic“-Vierpol-Tiefpass, dessen Charakter dem Minimoog nachempfunden ist. Darüber hinaus stehen sechs kombinierte Filtertypen (seriell oder parallel) zur Verfügung, die besonders für Phasing- und Chorus-artige Effekte geeignet sind. Auf Wunsch lassen sich die Filter sogar frequenzmodulieren, was zusätzliche klangliche Experimente ermöglicht.
Eingespart wurde beim Nord Lead 3, im Vergleich zu seinen Vorgängern, die Percussion-Kits. Angesichts der deutlich erweiterten Oszillatoren-, Filter- und Morphing-Funktionen ist das jedoch leicht zu verschmerzen.
Nord Lead 2 (X) vs. Nord Lead 3
Wenn wir schon dabei sind, den Dreier mit dem Zweier zu vergleichen, hier mal als Liste die wichtigsten Unterschiede der beiden Nord Lead Synthesizer:
Polyphonie & Speicher
Nord Lead 2 bietet 16 Stimmen, die 2X-Version 20 Stimmen.
Nord Lead 3 erweitert das auf 24 Stimmen und bietet deutlich mehr Speicherplätze für Patches (1024 gegenüber 99 bzw. 4×99 beim 2/2X).
Oszillatoren & Synthese
Beide Modelle verfügen über je zwei Oszillatoren pro Stimme im subtraktiven Modus.
Nord Lead 3 ergänzt das um eine 4-Operator-FM-Sektion für typische FM-Sounds (Glocken, FM-Bässe), die mit der subtraktiven Architektur kombiniert werden kann.
Filter
- Nord Lead 2 bietet klassische virtuell-analoge Filter.
- Nord Lead 3 erweitert diese um variable Polfilter (1-, 2- und 4-Pol-Varianten) sowie spezielle Filteroptionen wie verzerrte Tiefpässe, einen „Classic“-Vierpol-Tiefpass im Stil eines Minimoog und kombinierte Filtertypen (seriell/parallel) für komplexere Klangmanipulationen.
Modulation & Hüllkurven
- Beide Modelle verfügen über feste ADSR-Hüllkurven (Amplitude und Filter) sowie LFOs.
- Der Nord Lead 3 bietet mehr Modulationsmöglichkeiten: Morph-Funktionen via Aftertouch, Mod-Wheel, Velocity oder Keyboard, ergänzt durch eine zweistufige Modulationshüllkurve (AD/AR, loopbar) mit jeweils einem Modulationsziel.
Bedienoberfläche
- Nord Lead 2 nutzt klassische Potentiometer ohne visuelle Anzeige der Reglerstellung nach einem Soundwechsel.
- Nord Lead 3 ersetzt diese durch Endlos-Drehregler mit LED-Kränzen, sodass die aktuelle Parameterstellung sofort sichtbar bleibt – ein Schlüsselmerkmal für den Live-Einsatz.
Weitere Features
- Nord Lead 3 verfügt über monophonen Aftertouch.
- Nord Lead 2 (2X) bietet dagegen einen PCMCIA-Slot für Speicherkarten, auf den der Nord Lead 3 verzichtet.
- Der 2X besitzt zudem verbesserte D/A-Wandler und höhere Polyphonie, bleibt aber klanglich eng verwandt mit dem Nord Lead 2.
Der Klang des Nordlead 3
Die Nord Lead-Reihe ist bekannt für ihre eindrucksvolle Simulation analoger Synthesizerklänge. Der Nord Lead 3 führt diese Tradition überzeugend weiter – er klingt virtuell-analog, erweitert das Konzept aber um digitale Features wie die integrierte Vier-Operator-FM-Sektion. Das Ergebnis ist eine bemerkenswerte klangliche Vielseitigkeit: Von subtraktiven, eher kühlen Digitalsounds über FM-Bässe bis hin zu spacigen Chorflächen ist alles möglich.
Nach meinem Empfinden fehlt dem Dreier im direkten Vergleich zu den älteren Modellen 1 und 2 manchmal etwas „Punch“. Man hat den Eindruck, dass seine Vorgänger härter und direkter klingen. Persönlich war ich allerdings nie ein großer Fan der ersten beiden Nord Leads. Sie wurden damals als moderne Interpretation des Prophet-5 beworben – wirtschaftlich ein voller Erfolg, klanglich jedoch in meinen Augen eher ein geschicktes Marketingversprechen. Als der Nord Lead 1 erschien, war das zweifellos eine Offenbarung, sowohl preislich als auch technologisch. Ein ernsthafter Vergleich mit dem Prophet-5 hätte aber kaum standgehalten. Insofern hat mir der Dreier letztlich mehr zugesagt: Er eröffnet ein breiteres, wenn auch weicheres Klangbild und versucht nicht mehr, einen Klassiker zu imitieren, sondern etabliert eine eigene Klangidentität.
Für mich ist dieser weichere Grundcharakter daher keine Schwäche: Der NL3 überzeugt genau dort, wo Vielseitigkeit und Flexibilität gefragt sind. Die typischen subtraktiven Sounds gelingen ihm ebenso souverän wie die FM-Spielarten. Besonders die Presets – allen voran in den ersten Bänken – wirken lebendig und sind durch die Morphgroups spielerisch wandelbar.
Summa summarum: Der Nord Lead 3 verzichtet bewusst auf die brachiale Direktheit seiner Vorgänger und setzt stattdessen auf digitale Flexibilität und Ausdruckskraft. Er ist kein analoges Klangmonstrum, sondern glänzt durch Vielseitigkeit, dynamische Performance-Features und eine eigenständige klangliche Handschrift.
Der Nord Lead 3 auf YouTube
Hier ein Demo-Video zum Clavia Nord Lead 3.
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Exakt meine Erfahrung…
Ich habe mir jedes Mal nen Wolf geschraubt um etwas halbwegs brauchbares aus dem Instrument zu kriegen, was sich in den Mix integrieren lässt.
Alle Klänge bleiben vernebelt, indirekt, hinter einem merkwürdigen digitalen Vorhang gefangen.
Tolles BedienKonzept, wirklich durchdacht, tolle Möglichkeiten in der Synthese, hilft nur alles nichts wenn der Grundklang zu wenig power hat.
Da schalte ich einen Single Oszillator vom Nordlead1 an und bin sofort in einer überzeugenden, druckvollen, ausdrucksstarken Klangwelt die sich auch durchsetzt und im Mix genau richtig laut ist.
@TonvaterJan wie ist das Filter eurer Meinung Nach?
hab den Yamaha an1x seit 2004 (mein erster sündie :)
und liebe ihn, aber das digital Filter ist grauenhaft😄
@Numitron 😂
@Numitron haha. OK 👍😉
ich besitze immer noch die Rackversion und finde diesen Synthesizer wirklich toll. Ich habe meinen Access Virus TI2 verkauft, aber den Nordlead nicht. Und das, obwohl ich nur noch analoge Sythies wie den Moog One, Sequential Rev2 und den GS e7 habe. Das Bedienkonzept und die daraus abgeleitete Morphfunktion sind einfach toll. Ja, der Sound ist sehr digital, ist aber eine gute Ergänzung zum restlichen Equipment.
Hatte auch mal den Nord Rack 3 und empfand ihn auch als nicht gelungen. Sowohl im Klang als auch die Bedienung. Die Demos klingen genauso wie ich ihn in Erinnerung hatte.
Nord – Licht und Schatten.
Licht: Sehr gute Umsetzung in der Bedienung, solide gebaut. Guter Sound.
Schatten: War die erste Firma im höherpreisigen Segment, die es wagte, gleichzeitig die 5. Oktave und Aftertouch wegzulassen. Hier wenigstens beim Aftertouch wieder korrigiert. Davor hatten selbst Einsteigerkisten wie K1 oder SY 22 5 Oktaven und Aftertouch. Ok, Roland war noch ein Ausreisser mit den D Modellen unterhalb D50, aber das war auch Einsteigerklasse. Diese Specs haben mich damals immer vom Kauf abgehalten. Bei Version 3 war mein Interesse an Hardware bereits am Sinken.
Ich hatte einst die Rack-Version für 750,00 EUR erworben. Das war ca. 2012 oder so. Der NL3 hat mir sehr gefallen, aber der Vorbesitzer meldete sich nach drei Monaten und wollte ihn zurückhaben. Er hat mir einen Waldorf Q Rack in gelb dafür gegeben.
Der musste dann gehen, weil die Encoder nicht so wollten, wie sie sollten. Pech!
Der Nord Lead 3 ist bei mir seit 2001 im ständigen Einsatz.
Eine echte Love Story 🙂
Da bin ich ja erleichtert, dass ich nicht der einzige bin, der den Klang dieses Geräts furchtbar findet (und m.E. mindestens genauso grausam in der aktuellen Sofftware-Variante). Besser als mit der Umschreibung „ein fleischloses Gerippe ohne Druck, Tiefe oder Brillianz, es kommt nur ausgedünntes Gequäke raus“ könnte ich es selbst nicht ausdrücken.
Das war sehr schade, denn für jeden um so vieles besser klingenden damaligen und heutigen Synth würde ich mir dieses Endlos-Drehregler-Konzept mit Anzeige der aktzuellen Stellungen pro Patch sehr wünschen. Geniale UI, gruseliger Klang…
Nach einer kurzen Odyssey mit einem Nord Electro 3 habe ich mich aus dem Nord-Orbit selbsttätig rausgeschossen. Stattdessen habe ich mir eine VR 760 gekauft. Ohne gewisse Qualitäten zu negieren, wurden wir einfach keine Freunde.
Und dabei bleibe ich. Sehr wahrscheinlich wird auch in Zukunft kein Nord meinem Fuhrpark beiwohnen.
Inzwischen gibt es auch gute andere rote (Roland, Akai).
Ich hatte viele viele Synthesizer … oft nur für ein halbes Jahr weil ich mich entweder mit dem Sound oder der Bedienung nicht anfreunden konnte. Der Lead 3 lebt nun schon mindestens 5 Jahre bei mir und ist bei diversen Live-Projekten im Einsatz. Da ist dann im Zweifelsfall auch egal, dass er in den Obertönen etwas digital klingt, aber er setzt sich immer sehr musikalisch durch.
Ein Traum ist es natürlich in der Bandprobe direkt den perfekten Sound schrauben zu können ohne in irgendwelchen Menüs unterwegs zu sein. Ich vermute ich gebe ihn so schnell nicht mehr her 😀
Die gute Tastatur, die Morphing-Features und der selten gewordene Aftertouch tun ihr übriges …
@nosexl Fun fact: Beim Soundtrack zum Endeavour-Finale spielt m.E. auch ein Lead 3 mit: https://youtu.be/1uIbLngcbDM&t=4m45s
@nosexl Und in Jazz Combos war er auch im Einsatz: https://youtu.be/EcVlO9_BN1s
Ich bleibe dabei – das Konzept der Bedienung mit den LED Kränzen bleibt unerreichbar. Ich habe nie danach einen Synthie benutzt, der mir so viel Spaß, Freude gegeben hat und ein Gefühl sich nahe an der Perfektion zu befinden. Was manche hier so über den Sound abwerten, bezüglich zu digital oder schwache Filter, kann Ich absolut nicht bestätigen. Der Punkt ist, schaltet auf euren digitalen Bruzelkisten (Ich will jetzt keine Namen nennen) die eingebauten Effekte aus und hört euch dann mal an, was von der reinen analogen Synthese übrig bleibt…
Es ist natürlich wirklich schade, daß er keine Effekte hat, aber sein warmer, durchsetzungsfähiger Grundklang kann in diesem Fall überzeugend wirken und ausserdem kann man letztendlich mit dem Distortion Filter einige feine Sachen machen.
Positiv ist auch zu bewerten, daß der Appegiator in der tonalen Folge step by step zu editieren ist. Das er nicht in Notenwerten programmiert werden kann das hätte letztendlich drin sein können. Andere damalige Kandidaten wie der Virus C, haben da in diesem Bereich mehr zu bieten.
Der Nord Lead 3 ist trotz mehr oder weniger überzeugend meine Nummer eins.