Fairlight für Underdogs
Der Kawai K1 ist ein digitaler Synthesizer aus dem Jahr 1988, der auf kurzen PCM-Samples basiert und diese mit einer additiven Struktur kombiniert. Bis zu vier digitale Schwingungsformen lassen sich pro Klang schichten, verstimmen und dynamisch formen.
Im Zeitalter von Plug-ins haben vor allem die digitalen Synthesizer der 80er-Jahre deutlich an Bedeutung verloren. Während die Nachfrage nach Analogsynthesizern ungebrochen ist, sind die Preise vieler digitaler Klassiker auf dem Gebrauchtmarkt weiterhin moderat geblieben. Mitglieder der Kawai K1 Serie sind heute in der Regel für etwa 100,- bis 200,- Euro erhältlich.
Darüber hinaus existiert mit K1v eine kostenlose Software-Emulation des Kawai K1. Das VST-Plug-in stammt vom Entwickler Nils Schneider und bildet Struktur und Klangcharakter des Originals erstaunlich konsequent nach – dazu später mehr.
Inhaltsverzeichnis
Kawai K1, der Underdog-Fairlight
Ein wenig Geschichte …
Eine kleine Sensation waren sie schon, die Low-Budget-Synthesizer K1 und K1m von Kawai, als sie erstmals auf der Frankfurter Musikmesse 1988 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. VM/PCM nannte Kawai die „neue“ Syntheseform. „Wir haben die Zukunft“ lautete der damals vollmundige Werbespruch. Und tatsächlich entwickelte sich der Kawai K1 zusammen mit seinen Ablegern zu einem echten Verkaufserfolg jener Zeit. Aus heutiger Sicht wirkt das fast unverständlich, wenn man bedenkt, dass der K1 weder über ein Filter verfügte noch Effekte besaß, auf einen Drum-Modus verzichtete und zudem lediglich kurze Sample-Attacks statt kompletter Multisamples mit einer Auflösung von 8 Bit verwendete.
Viele werden sich daher fragen, was einerseits den damaligen Erfolg ausmachte und andererseits, warum dieser vermeintliche Schwachbrust-Synthesizer in dieser Vintage-Folge auftaucht. Zunächst der Blick zurück: Korg hatte bereits vor der Messe mit der M1 sein neues Workstation-Konzept erfolgreich präsentiert. Erstmals griffen Synthesizer damit ernsthaft die Domäne der Sampler an – mit überzeugenden Natursounds aus dem internen Sample-ROM. Allerdings konnte sich nicht jeder eine Korg M1 für über 4.000 D-Mark leisten. Genau hier traf Kawai mit dem K1 ins Schwarze. Der kleine Synthesizer versprach ähnliche Natursounds für rund 1.500 D-Mark, sein Bruder in der Pultversion sogar für etwa 1.000 D-Mark. Dieses Versprechen konnte Kawai zwar nicht vollständig einlösen, doch die hervorragend programmierten Werksounds und der günstige Preis überzeugten viele Musiker, für die ein echter Sampler finanziell noch außer Reichweite lag.
LoFi ist in
In unserer Vintage-Anthologie landete der Kawai K1 allerdings nicht wegen seiner Natursound-Imitate. In diesem Punkt wird er heute von praktisch jedem günstigen GM-Klangerzeuger deutlich übertroffen. Entscheidend sind vielmehr seine rauen, crispen 8-Bit-Sounds und der daraus resultierende eigenständige Klangcharakter. Im Zeitalter von 24-Bit-Wandlern und nahezu perfekt sauberem HiFi-Sound ist „Schmutz“ wieder gefragt. LoFi ist längst wieder en vogue. Kaum ein aktueller Sampler verzichtet darauf, Samples auf 8 Bit oder darunter herunterzurechnen und viele moderner Dance-Track arbeiten genau mit solchen rauen Texturen. Der wohl günstigste Weg zu einer ordentlichen Portion dieser schmutzigen und damit erstaunlich zeitgemäßen Klänge führt über einen Synthesizer der K1-Klasse. Für die Pultversion K1m werden derzeit ca. 200,- Euro und weniger aufgerufen.
Die Synthese des Kawai K1
Die Synthese des K1 ist zwar schnörkellos, lässt sich dafür aber leicht durchschauen und schnell bedienen. Der Schwingungsformspeicher umfasst 204 VM-Schwingungsformen, 29 PCM-Samples im One-Shot-Format sowie 8 PCM-Samples mit Loop. Die PCM-Samples liegen zusätzlich in „verketteter“ Form sowie als rückwärts abgespielte Varianten vor. Die sogenannten VM-Schwingungsformen sind Extrakte ursprünglicher Naturklänge und tragen auch deren Bezeichnungen. Eine einzelne dieser Schwingungsformen hat allerdings nur noch eine sehr entfernte Ähnlichkeit mit ihrem Ursprung und wirkt für sich genommen eher steril und ausdruckslos. Erst die Nachbearbeitung mit LFOs und Hüllkurven verleiht dem Klang wieder Leben. Die PCM-Samples hingegen decken einen deutlich größeren Ausschnitt des Originalklangs ab und bieten dadurch eine höhere Authentizität.
Kawai hatte mit dem K5 bereits Erfahrungen im Bereich der additiven Synthese gesammelt. Auch wenn sich der K1 nur sehr eingeschränkt mit dem K5 vergleichen lässt, finden sich im K1 dennoch einige Klänge, die stark an dessen Charakter erinnern. Der Grund dafür liegt in den VM-Schwingungsformen, die im K1 – neben PCM-Schwingungsformen wie Choir oder Strings – mithilfe additiver Synthese erzeugt wurden. Diese VM-Schwingungsformen lassen sich allerdings nicht selbst editieren oder verändern. Da sich jedoch bis zu vier VM-Schwingungsformen pro Single-Sound kombinieren lassen, gehört der K1 damit zumindest konzeptionell zur Fraktion der additiven Synthesizer.
Gerade die VM-Schwingungsformen im K1 sind es übrigens, die ihn deutlich von seinen Zeitgenossen unterscheiden. Ausgangsbasis jedes Single-Klangs können bis zu vier Schwingungsformen sein. In welcher Kombination VM- oder PCM-Schwingungsformen gemischt werden, bleibt dabei vollständig dem Anwender überlassen. Bis zu vier Schwingungsformen lassen sich zu einem Klang addieren. Jede einzelne verfügt über eine eigene Amplitudenhüllkurve und kann in ihrer Stärke individuell eingestellt werden. Daraus resultiert bei entsprechender Programmierung ein äußerst abwechslungsreiches Klangbild. So kann etwa Schwingungsform 1 lediglich die Attack-Phase eines Gitarren-Samples liefern, die anschließend in zwei VM-Schwingungsformen übergeht, die einen synthetischen Streicher simulieren, dem nach kurzer Zeit ein röchelnder Chor beigemischt wird. Kommt einem bekannt vor? Richtig – der Roland D-50 lässt grüßen.
Im Vergleich zur Korg M1 im Double-Modus stehen damit faktisch doppelt so viele Hüllkurven für den Amplitudenverlauf zur Verfügung. Der eigentliche Clou liegt jedoch darin, dass sich die Lautstärkeanteile aller vier Schwingungsformen nachträglich live über einen Joystick beeinflussen lassen. Ähnlich wie beim Prophet VS kann man beispielsweise langsam von einem chorartigen Klang in einen Streicher überblenden. Leider lassen sich diese Bewegungen weder intern noch extern aufzeichnen. Im internen Speicher finden 64 Single-Sounds Platz, hinzu kommen 32 Speicherplätze für Multi-Mode-Setups.
Multimode & Polyphonie
Ja, der K1 verfügt über einen achtfachen Multimode, in dem sich jedem MIDI-Kanal ein eigener Klang inklusive Lautstärke und Panoramaposition zuweisen lässt. Nutzt man diesen Multimode gezielt für Stack-Sounds und verzichtet dabei auf maximale Polyphonie, lassen sich ausgesprochen druckvolle und ungewöhnliche Klanggebilde erzeugen. Apropos Polyphonie: Selbst bei Single-Sounds mit zwei Schwingungsformen bleibt der K1 noch 16-stimmig. Werden alle vier Schwingungsformen innerhalb eines Single-Sounds genutzt, stehen immerhin noch acht Stimmen zur Verfügung. Über optionale Speicherkarten lassen sich dem K1 zusätzliche 64 Single-Sounds sowie 32 Multi-Setups zuführen. Die Tastaturversion des K1 bietet Aftertouch, eine gut spielbare 5-Oktaven-Tastatur sowie Pitchbend- und Modulationsrad.
Kawai K1 vs Kawai K1 II
Folgende Versionen sind vom K1 erhältlich: der Ur-K1 wie oben beschrieben, der K1m als Tischversion mit identischen Features sowie der K1r als Rack-Version, ebenfalls mit vollem Funktionsumfang, allerdings ohne Joystick.
1991 brachte Kawai mit dem K1II eine erweiterte Version auf den Markt. Sie bietet zusätzliche Drum-Sounds, einen Drum-Mode, der es erlaubt, bis zu 32 Drum-Sounds auf einem neunten Multi-Mode-Kanal frei über die Tastatur zu verteilen, sowie rund 30 zusätzliche PCM-Drum-Samples. Ein integrierter Hall- und Delay-Prozessor rundet den K1II ab – allerdings ausschließlich bei dieser Version. Der K1II erschien ebenfalls als Rack-Version unter der Bezeichnung K1IIr, hier allerdings ohne den integrierten Effektprozessor. Wer auf eigene Programmierungsmöglichkeiten verzichten kann, erhält mit dem PHm eine Preset-Version im 9,5-Zoll-Format mit identischer Klangerzeugung und 200 fest programmierten Sounds. Empfehlen würde ich vor allem die K1m-Version, da sich mit ihr schnell und effizient arbeiten lässt und sie sich auch im Live-Einsatz sehr gut bedienen lässt.
Der eigentliche Spaß beginnt übrigens, wenn man den K1 über ein analoges Filterboard jagt, etwa ein Waldorf 4-Pole oder eine Sherman Filterbank. In dieser Kombination wird der K1 zu einem äußerst wirkungsvollen Werkzeug für spacige Flächen, Lead-Sounds und druckvolle Dance-Chords.
Der Sound des Kawai K1
Der K1 klingt grundsätzlich crisp, rauscht allerdings auch hörbar. Gerade Bass-Sounds leiden unter diesem Rauschen besonders stark. Für druckvolle Bässe ist der K1 daher nur eingeschränkt geeignet, dafür fehlt ihm schlicht das notwendige Fundament.
Seine große Stärke liegt dagegen bei Chören und allem, was hauchig und schwebend klingen soll. Die K1-Strings sind derart unnatürlich drahtig, dass sie sich hervorragend mit analogen Streichersounds mischen lassen. Einmal K1-Streicher im Mix – und man weiß sofort, wovon die Rede ist.
Auch im erweiterten Klangdesign spielt der K1 seine Qualitäten aus. Wer noch einen Atari besitzt, sollte unbedingt nach dem Steinberg-Editor Ausschau halten. Dieser bot unter anderem ein Tool zur Erzeugung von Zufallsklängen. Was dabei an teils völlig abgedrehten Sounds entsteht, ist auch heute noch erstaunlich.
Output / Panorama
Alle K1-Synthesizer arbeiten grundsätzlich mono. Die Stereoausgänge liefern lediglich ein Pseudo-Stereo-Signal, bei dem das Ausgangssignal hart auf links und rechts verteilt wird. Im Multimode lassen sich die beiden Ausgänge jedoch auch getrennt nutzen.
Der Kawai K1 als Plug-in
Mit K1v existiert heute eine bemerkenswert präzise Software-Umsetzung des Kawai K1. Das kostenlose VST-, AU- und Linux-Plug-in stammt von Nils Schneider und emuliert sämtliche Parameter des Originals äußerst detailgetreu. Die Klangerzeugung basiert wie beim Hardware-Vorbild auf einer echten 8-Bit-Engine mit vier Quellen pro Stimme, inklusive der charakteristischen VM- und PCM-Schwingungsformen, DADSR-Hüllkurven, Ringmodulation, Autobend, Joystick-Steuerung und aller typischen Modulationsoptionen.
Besonders beeindruckend ist der Preset-Umfang: K1v enthält insgesamt 1.352 editierbare Sounds, darunter 968 Single-Presets und 384 Multi-Presets. Enthalten sind nicht nur die originale Factory-Bank, sondern auch sämtliche ROM-Karten sowie alle 200 Presets des Kawai PHm Pop Synth Modules. Die Sounds sind übersichtlich in Bänken organisiert und lassen sich komfortabel durchsuchen. Alle Presets werden projektbezogen gespeichert und lassen sich vollständig editieren.
Darüber hinaus versteht sich K1v nicht nur als Emulation, sondern auch als vollwertiger Editor für die Hardware. SysEx-Presets und komplette Bänke lassen sich importieren und exportieren, Parameteränderungen werden in Echtzeit per SysEx gesendet und empfangen. Auch Program-Change inklusive Bank-Select sowie umfangreiche MIDI-Controller-Unterstützung sind implementiert. Die Benutzeroberfläche ist skalierbar, vollständig automatisierbar und plattformübergreifend verfügbar für Windows, macOS und Linux. Die aktuelle Version trägt die Nummer 1.26.
Auf AMAZONA.de haben wir mit Entwickler Nils Schneider ein ausführliches Interview zu K1v geführt, in dem Entstehung, technische Hintergründe und die Motivation hinter diesem außergewöhnlichen Freeware-Projekt detailliert beleuchtet werden.
Der Kawai K1 on YouTube
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.


































Da werden Erinnerungen wach, danke für den Bericht. K1 war Anfang der neunziger einer der ersten Synths zu denen ich Kontakt hatte. Ein Freund gab ihn mir immer mal wieder als Leihgabe. Ich habe ihn damals gerade für die Chöre und Strings geliebt und da ich von echter Synthese in der Zeit auch eh noch kaum Ahnung hatte waren mir die Einschränkungen auch egal. Damals galt er uns im Bereich Strings sogar als besonders gut klingendes Instrument ;-) Man hat ihn noch lange aus diversen Produktionen herausgehört, besonders bei EBM /Darkwave lange beliebt gewesen.
@richard „ Man hat ihn noch lange aus diversen Produktionen herausgehört, besonders bei EBM /Darkwave lange beliebt gewesen.“
Hast Du Beispiele für mich?
@schwarzMatt ja, muss aber dazu sagen das der Einsatz nicht belegt ist. Ich meine nur in da heraus zu hören:
The Klinik – Moving Hands (1990)
Insekt – Fear (1992)
Leæther Strip – frühe Produktionen 1989–1992 zb „Japanese Bodies“
Die Form – frühe 90er (z. B. Masochist)
@richard Lieben Dank
Habe ich damals gehört, meine waren aber eher NIN, NEP, Front und Skinny Puppy.
Leather Strip hab ich am Anfang geliebt.
Nochmals, danke für die Hinweise
Ein Bandmitglied hatte um 1990 einen K1 II. Wir haben den auch für ein paar Songs verwendet. Ich bin mit den Sounds nie so richtig warm geworden. Vielleicht lag das auch eher an seinem Mangel an Erfahrung beim Soundschrauben. Der K1m mit seinem Vectorstick wäre schon etwas für mich.
@Mac Abre Den Vectorstick hatten die alle. Das Problem: Anders als beim Yamaha SY35 lassen sich die Bewegungen nicht aufzeichnen und wiedergeben. Der Kawai K1 war nach dem Casio CZ1 mein zweiter Synth und ich habe beide sehr lange gemeinsam auf der Bühne gespielt. Der K1 hatte einen guten Band-Sound. Strings, Chöre, Pads, perkussive Synths, Gitarren, realistisch klingende Flöten – das war die Domäne, in der er gut war. Nicht so toll waren die Lead Sounds, weil es kein Filter gibt. Auch die Pianos waren für die damalige Zeit brauchbar.
@Markus Galla «Der Kawai K1 war nach dem Casio CZ-1 mein zweiter Synth …»
Cool, bei mir auch. Aber da beide keine Filter hatten und ihre Soundmöglichkeiten ausserhalb meiner Wunschvorstellungen lagen, vermisse ich keinen der beiden. Dennoch bereue ich – aus reiner Nostalgie – die Weggabe meines originalen CZ-1 bis heute durchaus. Hast du deinen behalten?
@Olaf Strassen Der CZ1 hatte wie der DX7 keine Filter, weil diese bei Phase Distortion als Verwandter von FM durch die Art der Synthese erzeugt werden. Auch beim DX7 kann man Filterklänge erzeugen, wie eben beim CZ1. Der CZ1 war deshalb mit PD nicht weniger komplex als FM. Ich hatte deshalb damals noch einen Roland D110 im Rack (hauptsächlich für MIDI Files vom Kawai Q80), der dann eben einfacher zu programmieren war. Für Pianos habe ich später einen Korg P1 Expander gekauft, damit ich die nicht aus dem Kawai K1 nehmen musste. Leider habe ich alles verkauft.
@Markus Galla Haha, der Roland D-110 kam bei mir dann auch noch dran.
Und ja, auch ohne Filter konnte man mit dem CZ-1 Ähnliches abbilden, aber eben viel umständlicher – für meinen Geschmack war das (damals) nix.
@Olaf Strassen Das stimmt. Aber der Sound vom CZ1 war super. Er konnte digital wie analog klingen. Ich erinnere mich an coole Patches zum Abtippen in der Keyboards. Da hat man Sounds hinbekommen, die man sonst so nur vom Roland Juno 60 kannte. Durch den Chorus war der aus dem Stand für mich besser klingend als der DX7. Und er hatte einen Multimode.
@Markus Galla Jaaa, die Patches hatte ich natürlich auch verschlungen. Und ich möchte dir punkto „super“ Sound nicht widersprechen, aber mir war der CZ-1, eben als Erst- und somit Einzelgerät, von der klanglichen Vielfalt her etwas zu eingeschränkt – das war aber nicht seine Schuld. Daher interessierte ich mich auch sehr bald fürs Sampling. Oder Depeche Mode sei Dank. ;)
Den recht eigenständigen, rohen Sound des CZ-1 mochte auch ich. Sein Chorus war allerdings eher ein warmer, breiter Chorusrauschgenerator.
@Markus Galla „Für Pianos habe ich später einen Korg P1 Expander gekauft“
P1? Ich glaube, Du meinst den Korg P3, den Piano-Expander, für den es auch eine Streicherkarte gab. Der steht hier noch und wird vielleicht mal wieder benutzt. War ein Geschenk meiner Eltern, weshalb ich ihn nie hergeben könnte.
@Markus Galla „Den Vectorstick hatten die alle.“
Außer dem K1r (II).
Werden die Vectorbewegungen wie bei den Yamahas denn per CC ausgegeben, damit man sie in der DAW aufzeichnen kann?
@Mac Abre Kann ich dir nicht mehr mit Bestimmtheit sagen.
@Markus Galla Technics WSA1… auch mit Vectorstick (bzw. Trackball) sogar zwei mal vorhanden. Einer federt zur Mittelstellung zurück, der andere bleibt in der Position.
Anderes Thema, ich weiß, aber der kann auch ganz speziell sein.
Benutze ich aber nur als Masterkey
lg🙂
@Markus Galla Ich habe recherchiert. Weder die Keyboard-, noch die Desktop-Versionen senden oder empfangen Vektordaten. Schade, dann ist er doch nichts für mich.
der wurde oft bei frühen snesspielen verwendet!
leider hab ich das erst später erfahren, hätte vor einigen Jahren einen sehr günstig bekommen..
Lofi Deluxe 😎🤘
@Numitron Ich dachte, SNES hätte einen internen Synth, der den Spielsound erzeugt hat. War wohl ein Irrtum.
@Mac Abre ja, Sony hat einen speziellen Chip entwickelt ua. mit Effekten.
man konnte allerdings bei jedem Kanal eigene Samples verwenden.
war eine Abkehr vom klassischen chiptunesound (zb. c64, Gameboy, Nes, Master System)
Interessant! Weil, das ist eins von den Geräten, die mich nie interessierten. Deshalb mag ich aber Vielfalt und auch diese Rubrik. Interessant zu lesen, warum andere etwas spannend finden, was ich nicht spannend fand
Gerade wenn jedes Element im Single-Mode unterschiedliche Hüllkurvenzeiten
bekommt, spielt der K1 seine Stärken voll aus. Da braucht es nicht mal den Joystick
(für Live im Teigrühren dann schon)
Also ich mag den K1 weil er eben nicht mit Fäädness glänzt, sondern die, für sich
allein genommen, störende Fliege ist die da summselt, im Kontext aber vermisst wird.
PPG für ganz Arme klingt fast treffend – nur diese Armen werden dann, an richtiger Stelle
gesetzt, bestaunt.
freundlichst lieber netter Gruß🙂
Der K1 hatte einige sehr gute Sounds und eignete sich immer gut als Layer mit anderen Instrumenten wie Roland Jx oder Oberheim Matrix 6/1000.
Ich spiele ihn noch heute:-)
Das Plugin ist sehr cool, jedesmal wenn ich darüber nachdenke mir vielleicht doch noch einen K1 zu holen lade ich das Plugin und erfreue mich an den Sounds und dann bin ich auch ohne die HW zufrieden… Danke Nils ;)
Jetzt nur noch den K4 als Plugin, das wäre schön. Sonst muss ich den doch noch als Keyboard holen und dafür habe ich eigentlich keinen Platz und der Rack hat keine Effekte, den hatte ich kuzr und wieder verkauft.
Um ein bisschen in Nostalgie zu schwelgen sind Plugins einfach das beste.
@Soundreverend das plugin ist nett. da kann auch gleich einfach mit sonstwas layern.
das klingt sonst reichlich alt & staubig äh aus der zeit gefallen. 🙂 🤷🏻♂️
Zusammen mit nem nem Korg Poly 800 mein erstes Setup, und war für damalige Verhältnisse sehr flexibel.
Das Prinzip, fast nur im Multimode zu arbeiten und Sounds auch unterschiedlicher Geräte zu schichten, nutze ich immer noch.
Und auch wenn es nachher die Rackversion war, hab ich das Teil bestimmt 15-20 Jahre live genutzt. Die Trefferquote an passenden Sounds, auch in ner Cover-Band, war erstaunlich hoch.
Zudem war man als Neuling beim Erstellen oder Anpassen von Sounds nicht hoffnungslos überfordert.
@Jokukey Der K1 war mit dem Poly800 und einem Yamaha DD-11 auch mein erstes Set-Up.
Dazu nen Amstrad 4 Spur Tape/Receiver/Plattendeck.
@Jokukey Die Überforderung zu vermeiden halfen auch die extrem verständlich geschriebenen und sehr klar gestalteten Handbücher von Kawai.
Das Handbuch für den K4 war für mich de facto mein allererstes Lehrbuch der Klangsynthese.
@Aljen Den hatte ich mir später dann noch zusätzlich geholt, und ebenso lange behalten.
War ne gute Kombi. Jedes Teil hatte seine Stärken und Schwächen.
Aber Du hast recht, die Anleitungen waren wirklich gut.
Hach,der K1 ,keiner röchelt so schön und charakteristisch wie er.
Gehörte einem Freund und war 1992/1993 mein erster Digitaler Synth zum testen.
Mit dem K1 Handbuch von Peter Gorges ein Kinderspiel.
Hab Heute den K1II mit meinen alten Sounds darauf.
Retroperspektiv gesehen erscheint der K1 als interessanter Klangerzeuger, was die Klangbeispiele gut belegen👍 Als das Ding neu war, hatte ich versucht damit komplette Tracks zu erstellen – erst mit dem K1 und dann mit dem K1 II, der mir die ersehnten Effekte brachte. Aber im multitimbraren Modus nervte die Überforderung des Synthesizers mit den vielen eingehenden MIDI-Daten, was zum hörbaren „Verschlucken“ von Noten und krachenden Störgeräuschen geführt hat. Bezeichnenderweise habe ich alle meine alten Tracks bis zurück in die 80er veröffentlicht, jedoch diese Schaffensphase mit dem K1 der Öffentlichkeit bewusst vorenthalten 😅
@EleKKtro Absolut,im Multimodus war der K1 nen Krampf,in Verbindung mit Korg Poly800,Moog Prodigy Yamaha YS-100 &PSR7 ging es dann gut,auch wenn die Geräte von 4 Personen stammten😁.
Crockets Theme provoziert mich zu folgender Scherzfrage:
Was unterscheidet „Miami Vize“ von der „Lindenstraße“ ?
Antwort: ich kann die Vor-/Abspannmusik von ersterem heute noch gern hören. 🤭
@SynthNerd Miami Vice ist einer meiner Klingeltöne 😎
Er war zu seiner Zeit extrem wichtig. Ein 5-Oktaven Keyboard mit Velocity und Aftertouch, dazu Multimode und das ganze für schlappe 1500 DM. Da hast du noch einen kleinen Sampler (diese QuickDisk Dinger waren damals günstig) dazubekommen und warst immer noch deutlich unter dem Preis eines DX7II. Diese Kombi war ein idealer Einstieg für Anfänger. Vieles andere kostete ein Vermögen
Mir hat er auch in anderem Zusammenhang mal die Augen geöffnet, als ich sah wie ein Keyboarder ohne das minimalste Interesse an den Specs dieser Kiste diese einfach mit auf die Bühne nahm, zwei, drei Sounds raussuchte und eine phänomenale Performance hinlegte. Seither ist mir völlig klar, dass nicht das Instrument, sondern der Spieler den Unterschied macht. Hier im Haus steht noch einer rum, am interessieren tut er mich nicht mehr.
@Tai Stimmt nicht, was ich schrieb. Kein AT. Traurig, ich hatte mal eine Softwarefirma, die einige Editoren für Atari im Programm hatte. Darunter von Kawai den K4 und den K1, letzterer aber nur ein Librarian, programmiert als Accessory. Und ich weiss das nicht mal mehr….
@Tai K1 Tastatur hat Aftertouch.
@exitLaub Da musste man aber kräftig aftertouchen. Selbiges bei K4. Das war eher After-Draufhau bzw. Aftertouch für Paganini.
So schön zum Spielen ansonsten die Tastaturen der beiden waren — ich kenne keinen k1 und auch keinen k4, bei dem nicht wenigstens eine weiße Taste ausgefallen wäre.
Mal schauen, ob ich meinen noch irgendwie aus „Dauerleihgabe“ zurück bekomme.
Dann müsste die Taste aber auch repariert werden. Wer macht heutzutage sowas?
@Aljen „…ich kenne keinen k1 und auch keinen k4, bei dem nicht wenigstens eine weiße Taste ausgefallen wäre…“
Die Tastaturversion war mein erster Hardware-Synth, und ja: Da sind dann auch zwei Tasten ausgefallen Reparieren ließ sich das seltsamerweise nicht.
Deswegen ist ja die Desktop-Version so praktisch, wenn man den Vektorstick unbedingt braucht.
Ich habe den K1 zweimal als Rackgerät- weil ich den Vektorstick eh nicht benutzt habe. Die Dinger kriegt man für schlimmstenfalls 80 €…das lohnt sich allein nur für die Strings.
@exitLaub Du machst mich fertig
@exitLaub Da ich unsicher war, habe ich die MIDI Implementation Chart gelesen. Channel Aftertouch: not transmitted. Aber es war die Liste des K1m….
@Tai ahh … so was wie der EMQ-1 von Yamaha?
Den habe ich kürzlich aus einer Kiste rausgekramt.
@Viertelnote Haha, erinnere mich noch dünn daran. Aus der Reihe habe ich nich das Piano EMT-10?
Am K1 hatte ich mich einfach zu schnell sattgehört. Mit Layern und den waves geht zwar schon einiges, allerdings auch mit Bastelaufwand verbunden und zu Lasten der damals ach so kostbaren Stimmenzahl.
Die Tastatur fand ich immer top. Nicht nur in dieser Preisklasse.
Meiner war dann der K4. Der ist nach wie vor meine Depeche Mode Maschine. Kann ohne großes Zutun sofort nach Music for the Masses klingen. Quasi mein „Emu II für Arme“.
@exitLaub K4 hatte ich auch lange als Kombi mit dem alpha Juno 2. Der Prozessor war permanent überfordert. Mit der eigenen Tonerzeugung sowieso, aber sogar gesendete MIDI Daten litten darunter. Da habe ich ihn ausgemustert. Das war beim K1 kein Problem
@Tai Der K4 ist eben ein Studiogerät für Kreative. 😄
@exitLaub K4 ist so ein obergeiler Synth, der eröffnet Welten. Kein Serum/Vital/Zebra kann wie ein K4 klingen. Dazu die Bugs. Es ist so geil, wenn mit maxed out fixed Pitch plötzlich einige Single-Cycle-Waveforms ihre digitalen Reste offenbaren, geht aber nicht mit allen. Probiert es mal aus. Edit, select Wave 139, DCO-Keytrack off und Fixed Key= ab F-7 geht es los und die Wave looped plötzlich. Maxed out bei Pitch G-8 und Coarse=+24, dazu etwas ganz leichten LFO auf Tonhöhe und AM=On auf eine andere Wellenform….. Spielt mal damit.
Leider hatte mein K4 vor kurzem eine Fehlfunktion mit der Batterie und ich habe alle Patches verloren. Leider ist keine aktuelle Sicherung vorhanden, vielleicht noch auf einer alten Maxtor IDE-Platte, die noch in der Schublade liegt. Müsste mal zum Kollegen.
Jetzt sagt einer, lofi Waves loopen mit AM einer anderen Wellenform, das kann ich auch!
Macht aber keiner und erst Recht nicht so wie „mal eben“ im K4.
Auch geil sind Techno 16tel Basslines mit Resonanz, dabei hat der K4 ja ein soooo schlechtes Timing. Nix da, es groovt wie Hölle und Velocity und Keytrack auf den Filter gibt richtig Würze dazu.
Und und und……
@Kazimoto leider sündhaft teure Speicherkarten für den K4, wenn man mal eine
ergattern kann.🙁
Beim K1 (DC-8) bekommt man diese für ca. 50,00 Euro
@Viertelnote Habe eine aber die war nach dem Batterie-Vorfall nicht mehr lesbar und musste neu initialisiert werden. Wer einen K4 holt, am besten immer auf die Speicherkarte achten, oft ist eine im Bundle.
Der Kawai K1 II war mein erster Synthesizer und stammt aus dem Jahre 1988. Damals war Digitaltechnik noch teuer und es wurde sehr an Speicherplatz gespart, deshalb gab es außer etlichen additiv erzeugten Wellenformen nur einige winzige 8-Bit-Samples. Der Kawai K1 (die II steht für zusätzliche Hall- und Echoeffekte und Drumsamples) ist so ein Synthesizer, der gerade wegen seiner Macken interessant klingt – irgendwie rauh aber unverwechselbar, einzigartig. Wenn man den schwachen Prozessor richtig ran nimmt (Samples extrem hoch oder runter stimmt) und oder die sehr unterschätzte Amplitudenmodulation benutzt, entstehen so noch nie gehörte Klänge, die da eigentlich gar nicht drin sind. Das Ding ist nicht nur ein prima Effektlieferant. Die Streicher und Chöre bekommt man nur HIER so. Durch die geringe Auflösung von nur 8 Bit erhält man viel Schmutz, viele interessante Röchel- und Hauchsounds bekommt man so hin und die Chöre sind unerreicht. Das alles klingt auch garantiert LoFi. Da es auch nicht viele Parameter einzustellen gibt, kommt man schnell zu interessanten Ergebnissen. Die Bedienung ist trotz weniger Knöpfe sehr gut und logisch gelöst. Den Vektor-Stick kann man übrigens nur live spielen, er läßt sich nicht aufzeichnen. Das macht aber nichts, weil am sonst eh nichts zum live Rumschrauben hätte!
Da stecken immer noch un(er)gehörte Sounds drin!
Der Chorsound ist schön, aber muffig.
Wenn man da ein bissl noise von sonst woher drunterlegt klappt es auch mit stereo und nicht so muffig. (Abletons Erosion tut es völlig.) ;)
Nettes Plugin.
ach ja, beim plugin kann man auf mix ½ und mix ¾ (der vector kram) von außen zugreifen und automatisieren. Wer will da noch die hardware? :)
@Tyrell
„einfache Halleffekt nur im K1II (auch nicht im K1rII)“
entweder fehlt da ein „e“ oder ein „r“ 🤷🏻♂️🙂
einfache Halleffekte
oder
einfacher Halleffekt
?
ersteres währen meint algos … 🤷🏻♂️