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Feature: Vintage-Pedal vs. Neuauflage bei Effektpedalen

Vintage-Pedale vs. Neuauflagen - die Wahrheit!

15. November 2022

 

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Vintage-Pedal oder Neuauflage? Fast jeder Gitarrist beziehungsweise fast jede Gitarristin stand schon mal vor der Entscheidung. Aber wie soll man sich entscheiden?

Seien wir doch mal ehrlich: Beinahe jeder bekommt eine Gänsehaut, wenn er ein altes Vintage-Pedal in den Händen hält, oder?
Was hat dieses Pedal bereits alles erlebt? Wer hat es gespielt? Kann es mir diesen magischen Sound meiner Idole verleihen? Aber oft haben diese alten Schätzchen nicht nur Vorteile, sondern werfen Fragen auf und stellen den Gitarristen vor unerwartete Probleme. Und so stellt sich manchem die Frage: Ist eine Neuauflage nicht vielleicht die bessere Wahl?

Vintage Gitarrenpedale – wenn Größe zählt

Ja, ein Big Box Deluxe Memory Man fühlt sich fast wie ein komplettes Instrument an: Das schön gestaltete Gehäuse, die großen Knöpfe, die man selbst auf einer dunklen Bühne noch ohne hinzuzuschauen mit dem Fuß bedienen kann.
Oder dieses klassische Design eines Fuzz Face Pedals, die 80er-Jahre Optik eines originalen Boss CE-1, ich könnte endlos optisch ansprechende Klassiker aufzählen und ins Schwärmen kommen.

Neuauflage Vintage Pedal

Boss CE-1 Chorus

Aber wenn man diese legendären Pedale in sein Live-Setup integrieren möchte, stellt man schnell fest, dass man entweder ein größeres Pedalboard braucht oder mindestens drei andere Effektpedale vom Board verbannen müsste.
Ja, die Effektwelt ist kompakter geworden.
Während man früher zwei bis drei Effektgeräte zwischen die Gitarre und den Amp schaltet, ist es heutzutage nicht selten, dass sich auf einem Pedalboard in Tetris-Manier gerne über zehn Pedale tummeln.
Und da erscheint das große Gehäuse des geliebten Vintage-Pedals, wenn man ihn in den Händen hält, nochmal größer, als auf dem Vorschaubild der Kaufanzeige.

Da ist es doch eigentlich ein Vorteil, wenn das Vintage-Pedal in einem kompakten Gehäuse neu aufgelegt wurde. Vielleicht ist die Optik nicht mehr so inspirierend, aber außer beim Shoegazing schauen viele ja auch nicht so oft auf ihr Board.
Einige Beispiele hierfür wären der Deluxe Memory Man nano als Alternative zu der Big Box Version des Deluxe Memory Man. Eine Nano-Ausgabe gibt es auch von dem doch sehr Pedalboard-unfreundlichen Big Muff.
Beim A/DA Flanger nennt sich die Neuauflage dann zwar nicht Nano, sondern schmückt sich mit dem Zusatz PBF. Aber dennoch spart das aktuelle Modell Geld und Platz.
Und auch die knallrote runde Tretmine alias Arbiter Fuzz Face gibt es mittlerweile in der Mini Me Version. Die bleibt allerdings auch rund und ist damit trotzdem nicht ganz so Pedalboard-freundlich wie die anderen Neuauflagen. Wem das dann noch zu groß ist, für den hat Ibanez Mini-Neuauflagen von dem AD Delay Pedal und dem Tubescreamer auf den Markt geworfen.

Neuauflage Vintage Pedal

Ibanez ADMini Delay Pedal

Hinsichtlich der Größe gibt es beim Boss DM-2 keinen Unterschied zu dem Boss DM-2W, preislich macht sich aber durchaus eine Differenz bemerkbar.
Was den Sound betrifft, so gilt in meinen Augen, beziehungsweise meinen Ohren: Erlaubt ist, was gefällt. Und so sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob er oder sie sich auf die Suche nach einem alten Original begibt oder mit einem Mausklick zum Happy New Pedal Day kommt.

Vintage-Pedale vs. Neuauflage: Die Spannung

Die Spannung und der Puls steigt nochmals an, wenn das Vintage-Pedal in die gut durchdachte Stromversorgung des Pedalboards integriert werden soll.
Heute kommen fast alle Pedale mit dem bekannten 9 V Barrel-Anschluss daher.
Aber bereits ältere Proco Rat Pedale brauchen einen TS-Stecker.

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Proco RAT

Alte Boss Pedale werden am liebsten mit 12 V betrieben, einige Electro Harmonix mit 18 V und wieder andere haben noch ein eingebautes Netzteil und benötigen eine eigene Steckdose oder haben eine umgedrehte Polarität.
Es ist also schwieriger, diese Pedale einfach an einen frei gewordenen Platz am Multinetzteil anzuschließen. Stattdessen muss man vielleicht sogar eine eigene Steckerleiste für diese Exoten nutzen. Das ist alles andere als praktisch.

Proco Rat 2 Distortion

Proco Rat 2 Distortion

Kundenbewertung:
(1081)

Wieder andere Pedale sind nur mit einer Batterie zu betreiben und haben gar keinen Stromanschluss. Hier stellt sich die Frage, ob man das Pedal modifizieren möchte und somit seinen Wert und sein schönes Gehäuse bearbeiten möchte, oder ob man durch die Batterieklappe einen Adapter leitet und diesen dann an sein Netzteil anschließt.
Alles sehr aufwändig und irgendwie doch ziemlich weit entfernt von Plug and Play.

Auch hier können Neuauflagen, wie zum Beispiel der A/DA Flanger, der nicht nur in einem deutlich kleineren Gehäuse behaust ist, sondern das Netzkabel auch gegen einen Standard 9 V Anschluss getauscht hat.

Das legendäre Rauschen bei Vintage-Effektpedalen

Nicht selten erlebt der Neubesitzer eines vierzig Jahre alten Vintage-Pedals beim ersten Antesten erst einmal eine Überraschung: Während im Internet alle von dem wahnsinnig guten Sound des Originals gesprochen haben, hat anscheinend niemand das stark wahrnehmbare Rauschen angesprochen.
Viele Vintage-Pedale haben deutlich mehr Nebengeräusche als die Neuauflagen. Mal liegt das an den gealterten Bauteilen, mal an dem Gesamtdesign und unnötig langen und nicht abgeschirmten Kabeln.

Anscheinend waren Gitarristen früher sehr viel toleranter, wenn es um das Rauschen geht, das durch Effektpedale bisweilen verursacht wird.
Würde man heute ein rauschendes Pedal auf den Markt bringen, würde es in Tests und Erfahrungsberichten einfach durchrauschen.
Dieses Rauschen kann man auch nicht einfach wegmodifizieren. Auf den alten Platinen findet man oft lange Wege und große Bauteile. Mit der neueren SMD-Technik kann platzsparender und oft auch nebengeräuschärmer produziert werden.
Das Rauschen vieler Vintage-Pedale ist ein Faktor, mit dem man einfach leben muss und der oft eben auch den Charme dieser Geräte ausmacht.

Die Modifikationen des Vorbesitzers

Schaut man sich das Innenleben des ersteigerten Vintage-Pedals der Pedalwelt an, so sieht man nicht selten Modifikationen, die einer der zahlreichen Vorbesitzer vorgenommen hat. Diese sind mal mehr und mal weniger professionell umgesetzt und manchmal technisch auch kaum noch nachvollziehbar.

Das ist manchmal der Grund, weshalb das Pedal nicht mehr wirklich gut klingt und daher relativ günstig von einem Gitarristen zum nächsten weitergereicht wird.
Irgendwie in der Art des „schwarzen Peters“.
Gerade in den 80er-Jahren wurden Pedale gerne und umfangreich, skrupellos modifiziert. Der Wert der Pedale lag gerade im Keller, da die damals sehr modernen digitalen Rack-Systeme in den Augen vieler die Zukunft darstellten und die meisten Gitarristen mit dem Programmieren der Menüs beschäftigt waren.
Wenn dann das alte MXR Pedal in das Setup integriert werden sollte, dann müsste es doch zumindest in den Effekt-Einschleifweg des digitalen Preamps integriert werden.
Hierfür müssen mindestens der Schalter und die Stromversorgung geändert werden. Und wenn man das Pedal schon mal offen vor sich liegen hat, kann man doch auch gleich noch ein paar andere Modifikationen vornehmen. Man konnte ja nicht ahnen, dass diese Pedale wenige Jahre später zu gesuchten Vintage-Pedalen werden würden, deren Verkauf einem einen zweiwöchigen Urlaub mit der Liebsten finanzieren könnte.

Vintage-Pedale vs. Neuauflage: Verschleiß

Der Verscheiß der Originale spielt bei der Qualität natürlich ebenfalls eine Rolle. Wenn die alten Potis kratzen, hilft meist ein Reinigen nichts mehr und sie müssen ausgetauscht werden. Aufgrund der Bauteiltoleranz wird das Pedal anschließend anders klingen als vorher.
Manchmal nur ein bisschen anders, aber letztlich trotzdem anders.

Auch die Schalter eines Effektpedals halten nicht ewig und müssen irgendwann ausgetauscht werden. Das verändert zwar den Klang nicht, die Optik und den Wert manchmal schon.
Je nach Pedal sind manche Schaltertypen nicht mehr erhältlich.

Ganz extrem ist es natürlich, wenn die Transistoren aufgrund des Alters das Zeitliche segnen. Tauscht man diese aus und vielleicht noch ein paar der verbliebenen alten Transistoren, die mit der Zeit austrocknen, kann der Klang auch vom bisherigen Sound des Vintage-Pedals abweichen.

Preis-Leistung von Vintage-Pedalen und ihren Neuauflagen

Vom Preis-Leistungs-Verhältnis sind die Neuauflagen den Vintage-Pedalen meist brutal überlegen. Während man für das alte Vintage-Pedal einen hohen Gebrauchtpreis aufgrund des Mojos und der Seltenheit des Pedals zahlt, gibt es die Neuauflage oft für einen Bruchteil des Preises.
Und einige Neuauflagen haben dabei noch sinnvolle Ergänzungen bekommen. Sei es eine doppelt so lange Delay-Zeit, eine MIDI-Integration, Tap-Tempo oder einfach nur ein paar kleine Kippschalter mit verschiedenen Clipping-Optionen, die in den Vintage-Pedalen oft nachträglich im Rahmen einer Modifikation eingebaut wurden.
Und sei es nur die Netzteilbuchse oder die praktische Batterieklappe, die gegenüber dem Original verbessert wurde.

Gib es also nur Nachteile, wenn man sich für ein originales Vintage-Pedal entscheidet?

Diese Frage lässt sich definitiv mit einem Nein beantworten. Die alten Vintage-Pedale haben gegenüber den Neuauflagen natürlich nicht nur Nachteile. Der Klang – und der ist ja eigentlich das Entscheidende für Gitarristen – kann sich oft deutlich von kompakten und überarbeiteten Neuauflagen unterscheiden.
Es gibt natürlich auch Neuauflagen, die klanglich wirklich sehr nah am Original sind.
Und auch wenn in einem Vergleichstest nicht exakt der Sound des Originals eingestellt werden kann, bleibt ja noch zu bedenken, dass auch nicht alle alten Vintage-Pedale gleich klingen.
Beispiele hierfür sind zum Beispiel dieser Vergleich von zwei alten Deluxe Memory Man.

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Je nach Chip kann man einen deutlichen Unterschied hören. Die verwendeten Bauteile haben jeweils eine Toleranz und wenn man nur von den üblichen 10 % Abweichung vom vorgegebenen Wert ausgeht, kann sich das bei einem Pedal mit fünfzig Bauteilen schon zu einer beachtlichen Abweichung addieren.
Mit Kopfhörern finden sich auch bei diesen beiden alten Ibanez AD9 Delays klangliche Unterschiede.

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Ganz ehrlich, schon im heimischen Wohnzimmer sind die Unterschiede zum Teil sehr gering und auf der Bühne hört sie dann niemand mehr. Aber sie sind da und so muss jeder für sich entscheiden, wofür er oder sie sich klanglich entscheidet.
SMD-Bauteile haben teilweise nur eine Bauteilabweichung von 1 %. Daher können mit diesen Bauteilen sehr viel konstantere Ergebnisse in der Produktion erreicht werden.

Bei den Vintage-Pedalen ist allerdings eine Reparatur aufgrund der verwendeten Bauteile einfacher.

Ibanez Tube Screamer TS 808

Mit relativ einfachen Lötkenntnissen können hier Bauteile ersetzt werden. Allerdings rate ich dringend davon ab, defekte Vintage-Pedale zu kaufen, da viele der verwendeten Bauteile oft gar nicht mehr erhältlich oder nur noch für teures Geld auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen sind. Selbst die geliebten LM308 der Proco Rat gehen anscheinend aktuell zur Neige.
Allerding sind die alten Effektpedale grundsolide aufgebaut und sogar robuster als viele Neuauflagen. Die fragilen SMD-Bauteile können, wenn sie nicht richtig verarbeitet wurden, tatsächlich einfach bei einem Transport abfallen. Das ist mir tatsächlich schon passiert und so kam außer einem perkussiven Klappergeräusch kein Ton mehr aus einem geliebten Effektpedal.
Auch die Schalter, die aktuell aus Gründen der RoHS-Bestimmungen nur noch bleifrei verlötet werden, sind in neu produzierten Pedalen schon des Öfteren mit kalten Lötstellen versehen. Das dürfte bei einem neuen Pedal eigentlich nicht vorkommen. Tut es aber leider und so landen immer wieder Neuauflagen und andere neue Pedale auf meiner Werkbank, die bedauerlicherweise noch nie in ihrem Leben ein Ton von sich gegeben haben.

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Fazit

Vintage-Pedale haben Mojo, den Charme vergangener Zeiten, verleihen Ehrfurcht und sind oft inspirierend. Sie klingen meist wunderbar und nehmen sich ihren Platz auf dem Pedalboard und gerne akzeptiert man ihre Eigenarten bei der Stromversorgung. Sie sind aufgrund dieser Schwierigkeiten und ihres Werts vielleicht nichts für die Bühne, aber machen im Studio oder zu Hause manchmal den entscheidenden Unterschied.
Ihre Neuauflagen sind klanglich manchmal sehr nahe am Original dran, manchmal weichen sie aber auch merklich ab. Und so gilt es einfach, genau hinzuschauen, hinzuhören und sich ganz selbstbewusst für das zu entscheiden, was einem selbst am meisten liegt. Egal, ob es nun ein echtes Vintage-Pedal oder seine Neuauflage ist.

Wie siehst du das Ganze? Hast du vielleicht ein Vintage-Pedal mit seiner Neuauflage verglichen? Und wenn ja, teilst du deine Eindrücke vielleicht mit der Community?

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Forum
  1. Profilbild
    harrymudd AHU

    Mit Verlaub, ich halte solche Artikel über sogenannte Vintage Effekte für dermaßen überstrapaziert und unnötig. Sie dienen nur der Geldmacherei und der Illusion, dass alte Sachen per se immer besser sind. Es gibt keinen kausalen Grund, ein altes Effektgerät einem neuen vor zu ziehen, außer eine Effektart ist nicht mehr am Markt verfügbar.
    Ich habe selber alte TS808, Deluxe Electric Mistress, AD808 und wie sie alle heißen besessen – damals in den 80ern und ich kann diesen Hype nicht verstehen. Damals konnte man diese Treter für wenige DM dem Bodensud eines jeden Probenraums erstehen. Die Besitzer waren froh, wenn sie diesen Elektroschrott los waren. Besonders EHX hat sich hier hervorgetan: Da wurde einfacher Klingeldraht zum Verdrahten verwendet und die Lötstellen waren einfach schlecht.
    Die Aussage, Vintage Effekte waren robuster und langlebiger mag ich ernsthaft bezweifeln: Ich denke , die Ausfallrate bei neuen Effekten ist geringer als damals. Die Menge der verkauften Pedale war damals viel geringer und die Qualität der Bauteile ist heute besser.

    Die ausgetrockneten Transistoren fand ich klasse…😂

    • Profilbild
      gs06

      Ja genau, früher war mehr Lametta! Ich denke, jeder sollte einmal ein paar Vintage-Geräte (und das beziehe ich für Keyboarder auch auf Synths) ausprobiert haben oder auch besitzen – dann kann er nämlich besser einschätzen, ob und ggf. was an diesen Geräten besser ist. Für mich selber haben alte Geräte hauptsächlich sentimentalen Wert (und der Mensch ist ja ein fühlendes Wesen).

      Neue Geräte sind hingegen deutlich vielseitiger, halten vermutlich erheblich länger (ab heute) und klingen oft auch besser – auch wenn das nur wenige zugeben wollen. Bei letzterer Aussage schließe ich nach meinem Empfinden übrigens Software-Lösungen explizit mit ein – wobei: so ein originales Morley-Wah klingt schon wirklich einmalig gut! :-)

  2. Profilbild
    DelayDude RED

    Hi harrymudd,

    sehr gut aufgemerkt: natürlich sind es die Kondensatoren, die austrocknen, nicht die Transitoren😉Da hat sich der Tipp-Fehler-Teufel eingeschlichen: an das Eine gedacht und das andere getippt🤯

  3. Profilbild
    Eibensang

    Schöner Artikel – der fast ein bisschen wehmütig macht. Ich begann einst mit einem Big Muff, an dem ich schätzte, dass sich die dicken Knopkens notfalls mit der Stiefelspitze drehen ließen. Der Sound passte aber nie wirklich in mein Setup, daher hab ich das antike Teil wieder verkauft. Nachdem irgendwann ein Pedalboard hermusste, optimierte ich dessen Bestückung jahrelang – und gab, wenn ich die Wahl hatte, kleinen Gehäusen gern den Vorzug. Im Studio nutze ich es noch heute: Zum einen ist mein Clean Sound damit unübertrefflich (mit billigstem HB-Delay ohne Tap, das ich aber liebe, angedickt. Die Luft in Bewegung bringt dann mein sackschwerer Fender Twin). Zum anderen machen mein Tubescreamer und ein billiger TC Flangs Metal Dist (oder so ähnlich – ohne Noise Gate nicht verwendbar, aber sowas ist mitmontiert aufm Brett) zusammengeschaltet die schönsten Heulorgien, die kein Modeler so hinbekommt.

    Trotz Kombischaltleiste wurde es aber live doch zu viel Steptanz (was ich nicht im hinteren Bühnenbereich veranstalten kann. Ich steh vorne und singe die Lead Vocals beim Spielen). Vor allem, wenn ich für den nächsten Song doch wieder andere Feineinstellungen brauchte bei dem einen oder anderen Treter. Da fand ich mich live mit einem Helix Stomp doch besser bedient – bzw. den besser bedienbar als das große Pedalbrett.

  4. Profilbild
    Eibensang

    Schöner Artikel – der fast ein bisschen wehmütig macht. Ich begann einst mit einem Big Muff, an dem ich schätzte, dass sich die dicken Knopkens notfalls mit der Stiefelspitze drehen ließen. Der Sound passte aber nie wirklich in mein Setup, daher hab ich das antike Teil wieder verkauft. Nachdem irgendwann ein Pedalboard hermusste, optimierte ich dessen Bestückung jahrelang – und gab, wenn ich die Wahl hatte, kleinen Gehäusen den Vorzug.

    Im Studio nutze ich es noch heute: Zum einen ist mein Clean Sound damit unübertrefflich (mit billigstem HB-Delay ohne Tap, das ich aber liebe, angedickt. Die Luft in Bewegung bringt dann mein sackschwerer Fender Twin). Zum anderen machen mein Tubescreamer und ein billiger TC Flangs Metal Dist (oder so ähnlich – ohne Noise Gate nicht verwendbar, aber sowas ist mitmontiert aufm Brett) zusammengeschaltet die schönsten Heulorgien, die kein Modeler so hinbekommt.

    Trotz Kombischaltleiste wurde es im Konzert doch zu viel Steptanz (was ich nicht im hinteren Bühnenbereich veranstalten kann. Ich steh vorne und singe die Lead Vocals beim Spielen). Vor allem, wenn ich für den nächsten Song wieder andere Feineinstellungen brauchte bei dem einen oder anderen Treter. Da fand ich mich live mit einem Helix Stomp doch besser bedient – bzw. den besser bedienbar als das große Pedalbrett.

  5. Profilbild
    dubsetter

    ein wichtiger aspektbzw. nachteil bei kleineren modernen nachbauten/ oder neuentwicklungen
    sind meiner meinung nach die fummeligen knöpfe, gerade auf der bühne.
    vom klang her sind da kaum noch unterschiede.

    zum glück können wir heutzutage aus einer grossen auswahl an nachbauten/klone
    neuentwicklungen oder boutique und gebrauchten geräten auswählen.

    ich habe im übrigen ein paar gute geräte aus dem gebraucht segment bekommen, wenn man etwas abseits der grossen namen sucht.
    (zb. arion/pearl/washburn/monacor etc..)

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