Die ultimative Übersicht über alle Module der Roland MKS Serie.
In der Hochblüte des MIDI-Zeitalters tauchten sie in den hiesigen Musikalienhandlungen auf – die Roland MKS-Rack-Module. Mit einer einzigen Tastatur einen Turm an Klangerzeugern zu spielen, das war damals oft der Wunschtraum vieler Musiker und Musikerinnen. Fast jeder Hersteller hat ab Mitte der Achtzigerjahre zu seinem neuesten Synthesizer auch ein Rack-Modul auf den Markt gebracht. Doch nur Roland hat diese designmäßig in einer richtigen Serie in den Ring geworfen: Nicht nur das Design der Geräte dieser Reihe war ähnlich, sondern auch die Bezeichnung: Roland MKS. Nur die Zahl nach dem Kürzel MKS änderte sich. Das ist die ultimative Roland MKS Story.
Inhaltsverzeichnis
Vintage Soundmodule: Die Roland MKS Story
Übersicht
Mir ist keine offizielle von Roland veröffentlichte Bedeutung der Abkürzung „MKS“ bekannt. Es könnte MIDI Keyboard Synthesizer oder auch MIDI Keyboard System heißen. Roland hat ja auch MIDI-Masterkeyboards auf den Markt gebracht, die auf das Kürzel MKB gehört haben. Mit MKB wird dann wohl MasterKeyBoard gemeint sein.
Allen MKS-Geräten gemeinsam ist eine schwarze Frontblende, daneben der Schriftzug mit dem weißen und dem blauen Rechteck und der rechteckige, sehr große Ein- und Ausschalter.
Die früheren Geräte haben kleine, graue Taster, die sich vom Gehäuse abheben, die späteren waren schwarz, die in einer Reihe plan daherkommen. Diese verursachen jedoch nach einer gewissen Lebenszeit leider schneller Probleme.
Die Reihe umfasst:
- Roland MKS-7 (1985)
- Roland MKS-10 (1984)
- Roland MKS-20 (1986)
- Roland MKS-30 (1984)
- Roland MKS-50 (1986)
- Roland MKS-70 (1986)
- Roland MKS-80 (1984)
- Roland MKS-100 (1986)
Leider habe ich nirgends ein Foto gefunden, auf dem jemand alle Module aufeinander gestellt hat. Hat jemand von euch eines? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir dieses Foto zukommen lassen könntet. Ich würde es mit eurer Genehmigung in diesen Bericht einfügen. Ich selbst wollte einmal den ganzen Turm in Angriff nehmen, habe es aber dann doch gelassen. Ich sah für ein paar Geräte dieser Serie einfach keine Notwendigkeit. Aber cool aussehen würden der Turm schon.
Ich besitze MKS-20, 50 und 70, die würde ich nie und nimmer hergeben. Teils weil sie einen einzigartigen Sound haben (MKS-20) und teils, weil sie ein Tastaturgerät ersetzen, für das ich einfach keinen Platz mehr habe (MKS-50 und 70). So, nun geht’s aber los mit Startnummer 1.
Roland MKS-7 Super Quartett
Das MKS-7 ist ein multitimbrales Soundmodul, das aus einem Juno-106 und einer TR-707 besteht. Quartett deswegen, weil es vier Sektionen gibt: Melody, Chord, Bass, Rhythm. Quasi ein Selbstbau-Entertainer-Soundmodul (Achtung! Scherz!). Der PCM-Rhythmus-Part liefert 11 verschiedene Samples, also etwas weniger als die TR-707.
Die Stimmenverteilung der Synthesizer-Sektion sieht so aus: Bass 1, Chord 4, Melody 2. Es gibt auch einen Whole-Modus, der dann nur aus der Chord-Sektion besteht, jedoch 6-stimmig ist (quasi wie ein Juno-106). Der Aufbau einer Stimme ist gleich wie beim Juno-106. Nur für den Bass gibt es keinen Chorus. So, das war die Sonnenseite.
Nun zur Schattenseite. Die Sounds sind am Gerät nicht editierbar. Das MKS-7 war als Preset-Gerät gedacht. Die Sounds lassen sich allerdings über Sys-Ex mit einem Juno-106 oder einem kompatiblen Hard- bzw. Software-Editor bearbeiten, jedoch gibt es keine User-Speicher am Gerät selbst. Als Besitzer eines Juno-60 und einer TR-707 hat mich dieses Modul somit nie gereizt.
Gebrauchtpreis Stand 2026: 1000 – 1400 Euro
Roland MKS-10 Planet-P
Hierbei handelt es sich um ein 16-stimmiges Soundmodul mit analoger Klangerzeugung, das über acht Preset-Sounds verfügt: 2x Piano, 2x E-Piano, 2x Clavi und 2x Harpsichord. Wie im legendären Roland Jupiter-8 oder auch im Juno-60 kommen die IR3109 VCF-Chips von Roland zum Einsatz. Es gibt zwei Effekte: Chorus oder Flanger und Tremolo. Editieren kann man nichts (es gibt global einen Brillanz-Regler). Das Soundmodul verfügt über eine MIDI-Schnittstelle.
Durch die Ähnlichkeit zu anderen Roland Synthesizern aus dieser Zeit kann man die Preset-Sounds sicher mit jedem Juno-60 oder JX-3P genauso erstellen. Jedoch haben diese keinen Flanger und kein Tremolo. So gesehen ist das MKS-10 sicher nur etwas für Sammler.
Gebrauchtpreis Stand 2026: 250 – 400 Euro
Roland MKS-20
Anders sieht es beim 1986 erschienen MKS-20 aus. Auch dieses ist ein Piano-Soundmodul, jedoch verwendet es die von Roland entwickelte SA-Synthese (Structured Adaptive Synthesis). Diese arbeitet nicht mit Samples, sondern ist eine Art Frühzeit-Physical-Modeling. Beim Spielen erzeugt das 16-stimmige MKS-20 den Sound in Echtzeit.
Das MKS-20 ist die Rack-Variante des RD-1000 Pianos, das man öfter in alten Elton-John-Videos sieht. Es gibt 8 Sounds: 3x Piano, Harpsichord, Clavi, Vibraphone, 2x E-Piano. Die Sounds sind extrem prägnant und durchsetzungsfähig. Für eine Beethoven-Sonate sind sie allerdings unbrauchbar, weil sie einfach zu wenig nach einem akustischen Piano klingen. Sie klingen eher nach einem Yamaha CP-70.
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Bis heute ist das MKS-20 ein gefragtes Soundmodul. Allerdings gibt es mehr Software- bzw. Plug-in-Lösungen wie z. B. Spectrasonics Keyscape (gesampeltes MKS-20) oder RdPiano (Emulation der SA-Synthese). Ich besitze das Original und bin vom Sound einfach begeistert. Der Chorus klingt außerdem unglaublich fett, das Tremolo klingt ausgezeichnet.
Gebrauchtpreis Stand 2026: 300 – 500 Euro
Roland MKS-30 Planet-S
Das Roland MKS-30 ist die 19“-Rack-Version des JX-3P und besitzt die exakt gleiche Klangerzeugung mit den gleichen Parametern. Es gibt nur folgende Unterschiede zwischen MKS-30 und JX-3P: 64 statt 32 Speicherplätze, erweiterte MIDI-Funktionen, reagiert auf Velocity und Aftertouch, kein Stepsequencer.
Der JX-3P bietet mit seinen beiden Oszillatoren und Oszillator-Synchronisation mehr Möglichkeiten als z.B. ein Juno-106. Trotzdem ist und bleibt er am Gebrauchtmarkt deutlich unter den älteren Roland Synthesizern der Juno-Serie. Klingt komisch, ist aber so.
Gebrauchtpreis Stand 2026: 800 – 1200 Euro
Roland MKS-50
Das MKS-50 ist die Rack-Version des Alpha Juno-1 bzw. Alpha Juno-2. Die Klangerzeugung ist identisch, das MKS-50 besitzt allerdings zusätzlich 128 Performance-Patches, deren wirkliche Notwendigkeit sich mir allerdings nie erschlossen hat. Außerdem gibt es 16 Speicher für die Akkord-Memory-Funktion. Die Junos haben hier nur eine.
Wer den Sounds eines Alpha Juno 1 bzw. 2 Synthesizers haben möchte und keinen Platz hat, dem kann ich dieses Modul nur empfehlen. Preislich ist es allerdings nicht günstiger als die Tastaturversionen.
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Ich bin ein großer Fan des Alpha-Juno-Sounds. Die Schweizer Firma TAL Software bietet mit dem TAL-Pha eine Software-Emulation des MKS-50 an.
Gebrauchtpreis Stand 2026: 450 – 700 Euro
Roland MKS-70 Super JX
Das Roland MKS-70 Super JX ist die Rack-Version des Roland JX-10 Super JX Synthesizers. Dieser Synthesizer besteht aus zwei kompletten JX-8P Synthesizern in einem Gehäuse. Man hat also entweder einen 12-stimmigen oder zwei 6-stimmige Analogsynthesizer in einem 19“-Zoll-Gehäuse.
Im Gegensatz zum MKS-30 bietet das MKS-70 abgesehen von der doppelten Stimmenzahl und der Split- und Layer-Möglichkeiten (bitimbral) auch zwei statt einer Hüllkurve, Velocity-Überblendung zwischen Sounds und einen Delay- bzw. Chase-Effekt. Dafür besitzt das MKS-70 nicht mehr das alte Roland IR3R05 Filterchip. Es kann also vom Klang her einen MKS-30 sicher nicht ersetzen, von den Möglichkeiten der Klanggestaltung allerdings hat es die Nase sehr weit vorne.
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Für das MKS-70 gibt es das beliebte Vecoven-Upgrade, welches den Synthesizer um zusätzliche Funktionen erweitert.
Das MKS-70 ist nicht einfach zu bedienen, es klingt allerdings extrem fett, hat wunderbare Brass- und String-Sounds und ist einfach eine super Maschine.
Gebrauchtpreis Stand 2026: 1200 – 1800 Euro
Roland MKS-80
Das Roland MKS-80 ist die Rack-Version des legendären Roland Jupiter-8. Was!?!?!? Was schreibt der Kreimer da!!! So ein Schwachsinn!! Ätsch – war nur Spaß! Es ist nicht die Rack-Version des Jupiter-8 (sonst hätte ich schon längst einen), sondern es ist einfach dem Jupiter-8 sehr ähnlich.
Es gibt zwei Varianten: Rev 3/4 mit dem gleichen Filterchip wie beim Jupiter-8 und Rev 5 mit dem Filterchip des MKS-70. Beim Unisono-Modus ist das MKS-80 dem Jupiter-8 deutlich unterlegen, da man die Stimmen nicht auf die beiden Ausgänge unterschiedlich verteilen kann.
Vom Sound her kann es dem Jupiter-8 einfach nicht das Wasser reichen. Trotzdem ist es sicher der aufwändigste Synthesizer mit den meisten Klangmöglichkeiten der MKS-Serie.
Ich glaube, hätte man eine Rack-Version des Jupiter-8 gemacht, dann hätte diese statt zwei Höheneinheiten eher sechs oder noch mehr.
Gebrauchtpreis Stand 2026: 2300 – 3500 Euro
Roland MKS-100
Last but not least – der MKS-100 Sampler. Dieser 12-Bit-Sampler ist die Rack-Version des Roland S-10. Er ist 8-stimmig und kann entweder mit 15 oder 39 kHz sampeln. Er ist 4-fach multitimbral. Mit seinen 256 kB RAM kann er bei 15 kHz knapp 9 Sekunden sampeln.
Die Möglichkeit der Nachbearbeitung sind sehr einfach, diese können nicht mit späteren Produkten von AKAI, EMU oder auch den eigenen Roland Produkten mithalten. Der Sampler ist meiner Meinung nach nur etwas für Sammler.
Gebrauchtpreis Stand 2026: 200 – 350 Euro






































Die Klangbeispiele sind wie immer eine Wucht: du bist ein Zauberer an den Tasten! DANKE
Erklärung für die Abkürzung „MKS”
KI hilft manchmal:
Die Abkürzung MKS bei den legendären Rackmodulen von Roland steht für MIDI Keyboard System (teilweise in zeitgenössischen Broschüren auch als MIDI System oder MK-System zusammengefasst).Roland führte diese Nomenklatur im Jahr 1984 mit der Trennung von Tastatur und Klangerzeugung über den damals neuen MIDI-Standard ein. Das Gesamtsystem basierte auf drei Produktlinien:MKB: MIDI Keyboard Bank / Controller (reine Masterkeyboards wie das MKB-1000).MKS: MIDI Keyboard Sound Module (die eigentlichen Synthesizer- und Expander-Rackmodule).MPG: MIDI Programmer Group / Unit (Hardware-Controller zum Editieren der Sounds, wie der MPG-80).
Allerdings bezieht sich KI auch auf deinen Artikel, also ein Ringschluss?
Ein Bild vom Rackturm findest du in der Database von Sequencer.de:
https://www.sequencer.de/pix/roland/roland_mks_racks.jpg
@herw Hallo. Leider fehlt bei diesem Bild MKS-10 und 100. Was die Auskunft von KI betrifft, bin ich sehr vorsichtig geworden. KI hat auch schon dem Prophet 5 einen Arpeggiator gegeben – und auf Nachfrage dann wieder genommen (..da hast du natürlich Recht…..bla bla bla). Ich hab eben beide Definitionen gefunden und einfach beide aufgeschrieben. Trotzdem vielen Dank für den Hinweis. lg
@Franz Kreimer Keys In der Tat kann man mit solchen Fragen AI ganz hübsch verwirren. Das liegt daran, dass Roland nicht so wirklich eindeutig dargelegt hat, für was genau MKS steht. Am besten also die originalen Kataloge raussuchen. Beim verlinkten ist MKS30 mit Sound Module beschrieben, hier https://synthfool.com/docs/Roland/Catalogs/Roland_Catalog1986.pdf . Also ist das S so zu verstehen? Obacht, in einer anderen Publikation ist von MIDI Keyboard System die Rede, und der MKS80 abgebildet. Ja ja, die Japaner halt, wenn es um Englisch geht :)
@k.rausch , cooler Prospekt. Wie man sich damals (TM) ein Roland-Studio halt so vorstellte. Jetzt noch ne SBX-10 und einen MSQ-100 und ab geht die Recording-Party. 😅
@TobyB und bitte eine Axis 1 keytar!
hab eine rote ax1!
30 Jahre davon geträumt 😀
@Numitron , bitte im endstylischen 80er Stehkeyboarder Outfit. Nur bitte kein Goldkettchen mit Namen 😁
@TobyB hehe.
angeblich war das eine Vorgabe seiner damaligen Freundin 😉
@k.rausch donkey Kong sollte angeblich ursprünglich Monkey Kong heißen
@herw , die M Modelle waren alle Teil des damaligen MIDI Lineups von Roland. Da gab es alles was gebraucht wurde. Vom Klangerzeuger in Rackform, bis zu MIDI Interaces und Schnittstellen für Commodore 64, IBM/PC DOS, Apple II(e). Und Software. Ebenso MIDI CV Interfaces. Man wollte halt hin in Richtung kompaktes Studio Setup mit MIDI und Klangerzeugern in Rackform.
–
Meine erste Anlaufstelle bei Vintage Roland, Boss Gear ist immer rolandmuseum.de. Da hat man zumindest bis 2012 einen sehr guten Überblick.
@herw ki macht halt dauernd Fehler
@Numitron ja, aber nicht immer: wenn es um Fehler bei alten Vintage-Geräten geht, finde ich sehr häufig viel schneller eine Antwort als die stundenlange „händische” Suche in Foren:
Beispiel: ich habe nach Jahrzehnten wieder meine Midi-Patchbay MX-8 von Digital Music Corp. angeworfen mit einem Datenmüll im Display. Sofort wurde mir die passende Hard-Reset-Tastendruck-Kombination angegeben. Die gedruckte Originalanleitung gab das nicht her.
Anschließend habe ich die MIDI-DIN-Verkabelung mit Logic Pro des Arturia AudioFuse 16RIG für mein altes Midikeyboard genutzt. Auch hier gab es eine systematische Fehlerbeseitigung, die sofort half. Also machmal erhalte ich durch KI für eine technische Hilfe tatsächlich die Lösung schneller. Aber natürlich hast du ansonsten Recht; ich benutze KI äußerst vorsichtig und misstrauisch und glaube natürlich nicht an die Korrektheit. Bei solchen Anfragen allerdings schon, denn statistisch gesehen kann eine KI dort keine fehlerhaften Antworten geben und Statistik ist ja die Grundlage einer KI-Antwort.
@herw Das stimmt. Mittlerweile kann ich gut nachvollziehen, woher die schlechten Antworten kommen: sie stammen allesamt von Websites, die in der Vergangenheit massives Keyword Stuffing betrieben haben, um bei Google zu ranken. Die betreffenden Infos landen dann in der KI, weil die Seiten bei Google hoch ranken, obwohl sie überhaupt keine guten Infos zu den Keywords haben. Eine Seite, die bei Google und KI negativ auffällt, ist Gearspace. Vollgepackt mit Werbung und blöden Kommentaren, die Google und KI auswerten. Achte mal darauf, wie oft Gearspace in den Antworten ist. Dann folgst du mal dem Link und wirst nach einigem Suchen zwar das Keyword finden, aber keine Antwort. In Wirklichkeit geht es um ein ganz anderes Thema, das die KI dann mit deiner Frage in Verbindung bringt. Glücklicherweise wird auch Google immer „intelligenter“ und straft solche Seiten mittlerweile ab. Ich denke, dass sie dann irgendwann auch aus den KI Antworten verschwinden. Ohnehin bekommen Seiten mit indexierbarer Werbung bei KI ein Problem. Kürzlich habe ich nach Einsteigergitarren bei Google gesucht. In den AI Overviews wurde eine 6000€ Gitarre angegeben. Die Info führte zu Bonedo und einem Artikel über Luxusgitarren. Dort verlinkt waren aber nicht nur Artikel zu Einsteigergitarren, sondern auch viel Werbung von Harley Benton. Daraus hat die Google KI dann auf das Thema des Artikels geschlossen und die Instrumente dort aus der Liste mit aufgenommen, obwohl sie teuer waren.
@Markus Galla Will sagen: Für gute KI Infos müssen Seitenbetreiber in Zukunft ihre Websites anpassen, um die relevanten Infos, die dort angezeigt werden, in die KI zu bekommen und irrelevante wie Werbung und Crosslinks, die immer multimedialer werden, auszuklammern. Das ist sehr aufwändig und daher gilt: Immer den Links, die KI angibt, folgen und die Originalinfo mit dem eigenen Hirn prüfen, dann kann man KI auch einsetzen.
Wenn in Foren also im Brustton der Überzeugung von Hirnbesitzern Müll verbreitet wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass dieser Müll in KI Antworten landet, siehe Reddit, das eigentlich immer in Antworten von KI drin ist. Das Problem von Google setzt sich also in KI nur fort.
ist der MKS 80.nicht eher dem Jupiter 6 nachempfunden?
@Numitron Da scheiden sich die Geister. MKS-80 hat kein Multimode Filter wie der Jupiter-6 und ich glaub, man kann auch die Wellenformen nicht zugleich anwählen. Er wird meistens im gleichen Atemzug mit dem Jupiter-8 genannt, deswegen habe ich eher die Nähe zum 8er genommen als zum 6er. lg
@Numitron Beides ist wohl richtig: Jupiter-6 und Jupiter-8 sind in den MKS-80 eingeflossen, weshalb er auch den Spitznamen Jupiter-7 erhalten hat. Die Klangerzeugung ist näher am Jupiter-8 und wer ihn verkauft, wird ihn immer als Jupiter-8 Rackmodul bezeichnen, um einen höheren Preis zu erzielen. Roland selbst hat kein Wort darüber verloren, auch nicht in der Anleitung, weil man den vermutlich liebet als Neuheit verkaufen wollte und nicht als Abklatsch eines alten Synthesizers. Die hatten durch den ein Jahr zuvor erschienenen DX-7 ordentlich Innovationsdruck.
@Markus Galla stimmt. hab ich auch schon gelesen! 😜
Danke für die Übersicht über den See Klassiker. der MKS – 20 klingt wirklich toll und die Keyscape Version kommt m.M. nach nicht an die Hardware heran.
Zum MK-S 30 erwähnenswert ist das Kiwi Update, da wird eine kleine Platine eingebaut und in den Cardridge Schacht ein Display verbaut. Man kann dann am Gerät vernünftig editieren und vor allem alles über Midi CC fernsteuern.
@toneup See?
@Numitron sollte heißen über diese Klassiker und hat sich nicht mehr editieren lassen….Auto Korrektur at its best
@toneup ah, danke 😃
Tipptopp! 🤟🏻
Not good Quality, but here it is: https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEioYnvZQlUqrSq-bqj-RJvDptz-EAsfI_UFdfviGxWGqfveK4Gp5u17VrdsWbjmOrQa6BS54uZQoRDuBGIXsXVx1MzKFcwVuxj-MzsKHGk6vP6i6Dw2xGLjq3MOfePmL6CVeYBs/s1600/s-l1600-2.jpg
@dwild Looks good 😃
@dwild Darf ich das Bild verwenden? Gehört es dir?
Danke für das tolle MKS 20 Beispiel. Mein Mks20 läuft wie am ersten Tag, sogar das Display leuchtet noch türkis:-)
Habe auch Keyscape zum Vergleich , die Software kommt da nicht dran. Der EQ des mks kann auch sehr effektiv eingreifen und die Epiano sounds sind damals auch eine Alternative zum dx7 Rhodes gewesen.
Toller Mks Bericht überhaupt 👍
@Jedi exakt meine Wahrnehmung Keyscape < MKS 20. Der MKS 20 eignet sich auch super zum Stacken mit Klavier- und E-Piano Sounds aller Art.
@toneup In der Tat enttäuscht Keyscape da , obwohl mal dort die mks20 presets upgedatet wurden.
Nebenbei: Wenn der Output ( line und xlr) knistert oder gar stumm bleibt , sollte man ein internes Relais durchmessen ( Serviceplan) , dieses schaltet die Outputs verzögert frei nach dem Einschalten.
@Jedi Hi. Genau dieses Problem hatte mein MKS 20. ich wusste nicht, dass es das öfters gibt.
@Franz Kreimer Keys Ich habe erst die Relaiskontakte geschliffen (kein Spray) , aber das half nur kurzzeitig; da ein Ersatztyp schwer zu finden war, habe ich die entsprechende Brücken gelötet. Der Sound war wieder 1a.
Ok, kann nur sagen ,das Mks ist voll mit Elektronik , natürlich ist das Relais gut versteckt, trotzdem alles sehr servicefreundlich. 🙂 ( es sollte nach dem Einschalten den berühmten Plopp unterbinden)
Servus Martin
@Jedi Danke für den Hinweis, das Problem hat mein MKS 20 manchmal, das der linke Kanal knistert. Ist aber nach aus- und erneutem Einschalten meistens weg und tritt im Sommer (geringere Temperaturschwankungen im Studio) so gut wie nie auf. So lange es so bleibt, schraube ich ihn lieber nicht auf. übrigens leuchtet auch hier das Display noch grün 😃
@Franz Kreimer Keys Mein geliebter MKS-20 hatte auch das Relaisproblem (Knistern, klingt teilweise wie eine leichte Übersteuerung) und auch eine kaum mehr sichtbare Hintergrundbeleuchtung.
Beides habe ich erfolgreich gewechselt. Das Relais ist gar nicht so außergewöhnlich. Als Ersatz eignen sich z.B. „RY5W-K Takamisawa“ oder „G5V2-H1-5DC G5V2-5H1 OMRON“.
Das EL-Panel für die Hintergrundbeleuchtung gibt es z.B. hier (es passt Backing: NONE, Color: Light Blue oder wie gewünscht, Inverter: NONE):
https://elpanelandtape.co.uk/product/24mm-x-96mm/
PS: Franz, vielen Dank für den wunderbaren Artikel!
Hallo Franz, super Artikel, Danke dafür. Zum MKS-100 bzw. S10 möchte ich noch beisteuern, dass diese Dinosaurier-Sampler auch durchaus heute noch musikalische Freude bereiten können. Der Schlüssel liegt gerade in der bescheidenen Begrenztheit ihrer Systemstruktur. Das Motto lautet: schnelles Sampling, einfache Nachbearbeitung, überschaubare Parameteranzahl, sehr schön LoFi. Und gerade diese Einfachheit und Beschränktheit führt dann zu einem oftmals kreativen Workflow, der seinen eigenen Reiz hat. Espen Kraft, mein Lieblingsyoutuber aus dem hohen Norden hat mich darauf gebracht. Er liebt seinen S10 und bietet sogar ein echt gutes Soundpack für S10/MKS100 an. Habe selbst darauf hin einen defekten S10 bei mir in der Gegend ergattern können und diesen wieder flott gemacht und ich muss sagen: der Espen weiß schon was gut ist! S10/MKS100 sind „Minimalismuskreativmaschinen“.
@Moogfeld Espen ist schon fähig, aber mittlerweile ziemlich umstritten in der synthwelt.
zb. hat er das sequencer.de Forum als „synthnazis from Germany“. bezeichnet… weil sie irgendwas über ihn geschrieben haben. 🤔
leider belohnen YouTube bzw die User solche schrägen clickbaits genauso wie dumme Gesichtsausdrücke im Vorschaubild.
ps: ich hab sogar eine quikdisk. 😂
@Numitron Umstritten ok, das wusste ich gar nicht, vielleicht hat er ja auch nur einfach mal einen Tag mit schlechten Wellenformen gehabt, geht uns doch allen hin und wieder so. Jedenfalls, seine YouTube-Sachen sehe ich mir doch recht gerne an, mir gefällt wie er gerade die „80er Helden“, die ich ebenso wie er liebe mit Überzeugung und Herzblut präsentiert.
Den S10/MKS100 muss man halt auch einfach aus der von mir beschriebenen Brille sehen……Quickdisk war defekt…….habe ich gegen ein Gotek getauscht….aber ich habe den 2,8Zoll Exoten zumindest nicht entsorgt, das bringe ich nicht übers Vintageherz.🧡
Es gäbe da noch einen Exoten. Einen auf 16 Stimmen aufgebohrten MKS-100. Der wurde Anfang 1987 noch als MKS-200 angekündigt, aber dann in S-220 umbenannt.
Irgendwie gehört er ein bisschen in die MKS-Reihe dazu, irgendwie auch wieder nicht.
@exitLaub Stimmt genau, den gab es am Ende der Serie auch noch, der S220 ist heute auch was wirklich super rares und nur recht selten zu bekommen.
@exitLaub War das der Moment, wo man sich dachte „MKS für alle Produktreihen ist verwirrend, wir machen jetzt ähnliche Namen wie das Keyboard nur 1-2 Stellen mehr für die Nummer“? (z.B. D-550, D-110, JV-1080 etc.).
Zeitlich wäre das ja so die Gegend (D50 glaub ich auch 1987), oder eher „Post-D-50-Digital kriegen die neuen Namen“…
@moinho ja, deutlich sinnvoller.
kann mir bis heute die MKS Nummern nicht merken und welcher synth mit keyboard dahintersteckt. 😜