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Wieder aufgelegt: Curtis 3340 VCO & Curtis 3320 VCF


Behringer produziert seine eigenen CURTIS CHIPS

Uli Behringer meldete auf GEARSLUTZ, den Curtis CEM 3340 (VCO) und den CURTIS CEM 3320 (VCF) Halbleiter wieder aufleben zu lassen. Beide sind verantwortlich für den großartigen Sound in Synthesizern wie Prophet-5 oder Oberheim Matrix-12. Laut seinem Post sollen auch schon die ersten Muster des CEM 3340 bei ihm eingetroffen sein:

„It is a 100% exact replica of the Curtis CEM3340 which even includes the 40 year old, 8 micron manufacturing process. It was a difficult and expensive undertaking but we are very pleased with the result as this VCO is considered one of the best sounding oscillators.

We are continuing to invest in reviving other legacy Curtis and SSM semiconductors which will allow us to bring back classic synths – all in the most authentic way. We have also reissued the 3320 filter chip which should be arriving in a few months.“

Wir spekulieren mal. Im Zuge der Minimoog Ankündigung darf man ruhig mal laut nachdenken: „Wenn Behringer die beiden Curtis Chips selbst produziert, welchen Synthesizer wird er dann wohl als nächstes auflegen? Welcher Synthesizer hätte nach dem Minimoog den höchsten Bekanntheitsgrad und wäre polyphon? Ganz klar – der Prophet-5.

Da CURTIS (die Company) selbst ebenfalls den legendären Chip CEM 3340 wieder aufgelegt hat, könnten polyphone, analoge Synthesizer wie der PROPHET-5 nun wieder preisgünstig produziert werden. Die Frage lautet, ob beide Chips dann auch frei am Markt verfügbar sein werden. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Der CEM 3340 VCO-Chip von Curtis Electromusic war Grundlage vieler analoger Synthesizer. Lange waren nur immer knapper werdende Restbestände verfügbar, die von Service-Leuten und Freaks gehortet wurden. Doch nun scheint es eine Neuauflage des legendären Chips zu geben.

Auf der Facebook-Seite von Curtis wird unter dem Punkt „Produkte“ Folgendes aufgeführt: „Re-issue of the CEM 3340 Voltage Controlled Oscillator.“ Das lässt nicht nur für den Repair- und Servicebereich hoffen, sondern könnte auch für die Neuentwicklung von (polyphonen) Analogsynthesizern ein wichtiger Impuls sein. Speziell im Poly-Sektor könnte damit die Marktdominanz von Dave Smith ins Wanken geraten, der bislang Exklusivzugriff auf solche (neu designten) Curtis Chips hatte.

Sicherlich hat der anhaltende Analog- und Modular-Boom einen Anteil an dieser Entscheidung. Wenn die Szene jetzt Zugriff darauf bekommt, können wir uns vielleicht auf eine größere Auswahl an analogen Polysynths freuen.

Früher hatten viele Synth-Klassiker den CEM 3340 auf ihren Platinen, darunter

Aber auch der Doepfer High-End-VCO A-111-1 basierte auf diesem Chip, doch musste dieses Modul vor einiger Zeit eingestellt werden, da der Chip nicht mehr verfügbar war. Inzwischen gibt es zwar einen neu entwickelten High-End-VCO A-111-2, aber vielleicht wird die Curtis-Version von Doepfer dann doch wieder aufgelegt?

Noch gibt es keine offiziellen Angaben über Produktionsmenge, Bauform, Verfügbarkeit und vor allem, ob auch andere Chips wieder aufgelegt werden. Speziell der 4-Pol-Filter-Chip CEM 3320 würde auf reichliches Interesse stoßen. Doch angeblich stehen weitere Neuauflagen zunächst nicht an, man will wohl erst schauen, wie der CEM 3340 angenommen wird. Eine SMD-Version ist anscheinend auch noch nicht geplant. Immerhin finden sich jedoch vorsorgliche Trademark-Einträge für die Chips CEM 3350 VCF und CEM 3374 VCO auf der ™-Website.

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    Atarkid AHU

    Welche Produkte jetzt entwickelt werden sollten? Na alles was geht. Weil scheinbar für alles Mögliche ein Markt existiert. Klone, neue Polysynths, VCO Module… Also ich persönlich hätte an dem ganzen Kram Interesse. Finde die Vorstellung sehr spannend.

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    arnimhandschlag

    Er hört sich geil an, ohne Frage. Nur: Warum bekommt nur Curtis ein gutes Filter hin? Es müsste doch wohl möglich sein andere Filterchips zu entwickeln, welche sich gut anhören!?

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    JohnDrum

    Ich freue mich auf das, was kommt. Ob ich dann das nötige Kleingeld habe? Aber irgendwann ist auch dieser Markt gesättigt und die Preise bewegen sich nach unten.

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    Ashatur

    Da hüpft mein Herz :-) Ja wie Atari Kid schon sagte alles was geht :-D Aber die Warteschlange für Polysnths ist mittlerweile recht lang und nicht jeder ist Brite ^^ Daher Poly´s in jedem Gewande :-)

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    Filterpad AHU

    Ich würde neue Polysynths bevorzugen! Diese können meinetwegen auch ruhig ein neues Design haben und müssen sich nicht an die Klassiker orientieren – weder klanglich noch designtechnisch. Holzseitenteile finde ich allerdings schick und mindestens ein 49er Tastaturumfang sollte vorhanden sein (4 Ok.), denn Sonst macht Poly keinen Sinn. Was ich aber technisch nicht verstehe: wenn analoge Synths einen Chip beinhalten, was ist dann die analoge Komponente bzw. der analoge Grundbaustein? Was ist die Aufgabe des Chips bei analogen Synthesizern? …Rein nur aus Verständnisgründen gefragt.

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      Ashatur

      da CEM und SSM Chips sogenannte Analoge Chips sind Ein Halbleitermaterial auf dem Analoge Schaltungen auf Miniaturbasis aufgebaut sind. Ja da hast du recht man muss nicht immer nachbauen.Ich wäre auch gern für Hybriede Geschichten denn die Synthesespielwiese ist ja Mittlerweile recht groß.

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        lectrolurch

        Genau,
        wie das Kürzel “ IC “ schon sagt:

        Integrierter Schaltkreis.

        Eine analoge Schaltung auf Miniaturbasis.

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      TobyB RED

      Hallo Filterpad,

      vor den ersten digitalen Chips gabs schon Analoge Integrierte Schaltungen und die Curtis Chips fassen einen diskreten diskreten VCO in einem Gehäuse zusammen. Die Vorteile liegen auf der Hand einfacheres und kostengünstigere Schaltungsfertigung. Geringere Ausfallrate. Einer oder mehrere dieser 3340/3345 treiben den Synth an. Ich meine von Haus aus kann der Sägezahn und Dreieck und Rechteck auch. Dann baust du dir noch ein bischen Mimik rum und fertig ist dein VCO Board.

      http://ele....._2_224.jpg

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          arnimhandschlag

          ja wäre ich auch gern :D

          Bei den ganzen Ausführungen: Ab wann ist ein Oszi dann digital, also wie wird da genau der Sound erzeugt? Irgendwo ist ja alles Spannung

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            TobyB RED

            Hallo Armin,

            die Antwort gibts du dir teilweise selber. Der Analoge VCO erzeugt aus einer Plus und Minus Spannung über einen Schwingkreis eine Schwingung. Der DOSC erzeugt basierend auf einer fixen Zeitbasis, einem Referenztakt, zur Schwingungserzeugung verwendet wird.Die Frequenz der Schwingung wird beim digital gesteuerten Oszillator direkt über einen digitalen Zahlenwert eingestellt. Dadurch erhält man eine sehr genau eingestellte Frequenz, welche (im Rahmen der Spezifikationen des Bauteils bzw. der Komponenten der Schaltung) konstant bleibt. Diese Stimmstabilität wird erkauft mit einem nur in Stufen (diskret) einstellbaren Frequenzbereich.

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          TobyB RED

          Hallo Filterpad,

          Danke für das Kompliment ;-) Ich habe nur Wissenschaftlichen Gerätbau,Nachrichtenelektronik, Kommunikationselektronik gelernt und einen Techniker/Meister. Du glaubst gar nicht wie wenig Unterschied es zwischen einer Telefonanlage und dem Synthesizer gibt ;-)
          Oder bei der Übertragungstechnik im TV/Radio findest du auch vieles wieder.
          Spass beiseite, du findest viele Gruppen aus dem Synth in anderer Form dort auch wieder. Nur das eben die musikalischen Elemente fehlen. Man muss an sowas wirklich Spass haben, die Technik und rechnen, löten und messen sind nicht ohne.

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          Filterspiel AHU

          Wenn Du Dich da mal tiefer herein arbeiten möchtest, solltest Du Dir ein Buch zu Operationsverstärkern holen. Eigentlich jedes am Klang beteiligte Teil in einem analogen Synth ist aus diesen Bauteilen in verschiedener Beschaltung aufgebaut, bzw. kann daraus aufgebaut werden. Schwingkreise, Filter, Mixer, Hüllkurven, Puffer, alles. Mischungen von Operationsverstärkern und diskreter Technik, wie z.B einem aus Transistoren aufgebauten Leiterfilter à la Moog sind natürlich immer möglich, siehe Roland TB-303. Dieter Nührmann von Franzis Verlag hat mich dort mit seinen Büchern in den 80ern begleitet.

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    Philipp

    Die Messlatte ist für mich dass mir beim durchhören der ersten Sounds der Mund offen stehen bleibt und sich dann nach und nach ein breites Grinsen einstellt. Beides war z.B. beim OB-8 oder Jupiter 6 der Fall, die alten Oberheims sind für mich bis heute in Sachen Sound unerreicht.

    Sprich bitte keine Geräte mit dünnem oder statisch wirkendem Sound bzw. Filtern die nicht ordentlich zupacken; Und bitte wertig verarbeitet Geräte :-) Ob sich das Ganze vom Sound oder Konzept dann an den Klassikern orientiert oder etwas gänzlich neues kommt, beides wäre willkommen!

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    elektrock ••••

    Analoge Synthi’s, krasser Stepsequencer a’la Future Retro und Acidlab, Digitale Effekte und einfach mal 2 VCO die nur Modulieren.
    Das Ganze dann Polyphon mit Master Compressor a’la Fet(t).
    Bitte melden-Willhaben:)

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    Saxifraga ••

    Ich finde ICs sind nicht authentisch! Nur original hangewickelte Kondensatoren, Widerstände aus Konstantandraht und Vakuumröhren sind echt analog(c). Die bringen einen ganz anderen vibe rüber. ;)

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    iggy_pop AHU

    Bitte einmal die komplette Palette der gängigen Curtis-ICs für Prophets und Oberheims (3310/3320/3330/3340/3360) sowie die Spezial-ICs für den Prophet VS.
    Ist einmal die Standard-Schiene abgedeckt, kommt endlich ein neuer Memory Moog — der vielleicht auch endlich mal ab Werk funktioniert.

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    lightman ••••

    Ich finds immer interessant, Altes mit Neuem zu verbinden, und gehe da in Richtung digitale Klangerzeugung und Sampling mit analogen Filtern, eingefügt in eine umfangreiche Modulationsmatrix, die auch über den subtraktiven Tellerrand guckt. An Produktreferenzen fallen mir spontan Ensoniq Mirage, ESQ-1 und Microwave ein, sowie Mono- und Poly Evolver mit ihrem analog-digital Mix. Nicht so viel Wert lege ich auf 1:1-Nachbauten klassischer Synths, dafür aber umso mehr auf die Möglichkeit, solche mit neu hergestellten Curtis-Chips wieder zu restaurieren.

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    tomk •••

    Interessiert mich dann in der praktisch, verfügbaren Ausführung = Kunde. Die technische Seite bedingt hingegen nicht, und in Zeiten der Robot-Industrie-Fertigung ist doch ein XY Chip ein jederzeit variables Fließbandprodukt? Produziert folgend Nachfrage, und in Zeiten des keimend bedingungslosen Grundeinkommens, sowie Boston Dynamics, eine lapidare Randerscheinung.

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    amazonaman AHU

    Hallo, dass sich da niemand findet der so einen lächerlichen CHIP nachbauen kann verstehe ich nicht. Aber wir Musiker müssen erst mal bluten. Mal sehen wann die Flut kommt. Die Überschrift polarisiert in jedem Fall.

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    lightman ••••

    Eine Produktion für Chips aufzuziehen bzw. wiederzubeleben, die im Vergleich zu gängigen ICs in verschwindend geringen Mengen hergestellt und verkauft werden, ist ein Wagnis. Da spielt es keine Rolle, wie einfach oder schwer die Dinger zu produzieren sind, sie werden auf Produktionsstraßen gebaut, auf denen auch aktuelle RAM-Chips oder Prozessoren produziert werden könnten, das macht die Kalkulation durchaus anspruchsvoll.

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      amazonaman AHU

      Na wenn das so wenig chips sind, dann ist es zeit dass Behringer nun die Sache in die Hand nimmt und das Volk flächendeckend damit eindeckt. Somit wäre das Problem der geringen Menge schon mal erledigt. Und Behringer und das Volk sind glücklich. Win Win Situation hihi.

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        lightman ••••

        Behringer sollte eine abgespeckte Version ihres geplanten Minimoog-Nachbaus auch über Kaufhäuser oder den Otto-Katalog verkaufen, da würden so manchen Edel-Puristen wohl die Köpfe explodieren und sicher auch die Chipproduktion kräftig angekurbelt werden…^^

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    Bernd-Michael Land

    Ich frage mich nur, warum da nichts Neues mehr kommt? Sind die Techniker von heute zu blöde oder zu faul, oder warum wird seit 30 Jahren immer wieder die alte Soße neu aufgewärmt?

    Es kann doch nicht sein, das alles schon mal irgendwie erfunden wurde und es keine innovativen Schaltungen für erfrischend anders klingende Filter und Oszillatoren mehr gibt.

    Es ist ja schön, wenn es die alten ICs wieder gibt und analoge Polysynthies dann für kleines Geld erschwinglich werden, eine echte Neuentwicklung würde mich jedoch wahrscheinlich mehr anfixen.

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      anttimaatteri

      abgesehen davon, daß sich mir diese frage auch immer aufdrängt, hau ich jetzt mal nen echten laienvergleich raus haha

      steckdosen werden auch seit jahrzehnten nicht mehr neu oder weiterentwickelt. kenn mich ja nich so gut aus, aber evtl is ja n curtis-chip sowas wie ne steckdose: ausgereift, macht das was er soll und braucht nicht mehr abgeändert zu werden?

      aber ehrlich gesagt hab ich keine ahnung haha

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    iggy_pop AHU

    Hier geht es nicht primär um Neuentwicklungen, sondern um Erhaltung klassischen Synthesizer-Kulturguts.
    Daß sich mit diesen Chips in Zukunft — theoretisch zumindest — auch komplette polyphone Synthesizer realisieren lassen, die vielleicht nicht neu sind, aber klanglich durchaus Potential haben, ist ein nicht unangenehmer Nebeneffekt.
    Wer Innovationen haben will, der kauft einen Moog — das weiß doch jeder, daß das die modernsten Synthesizer auf Erden sind… Moog Music — where the future is being made today.

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    jak

    Die Herstellung eines Chips als
    SPW (Single Project Waver) oder
    MPW (Multi Project Wafer 30-50 ICs pro Run bei ca. 5000$)
    ist durch die bereits vorhanden Pläne eher einfach.
    Damit könnten unsere CEM Freunde den Markt abklopfen.

    Die Bastler könnten ihre defekten Geräte wiederbeleben, der nächste Defekt kommt bestimmt und ein anderes IC wird gesucht.

    Die Modulbauer hätten wieder eine ordentliche analoge Basis, die eben ordentlich ist und mehr auch nicht.

    Wo ist der Mehrwert im Klonen? Der Klang der alten Synths wird nie so erreicht werden wie er damals war und damit würden diese neuen Entwicklungen/Kopien totkommentiert bevor sie eine Käufer-/Nutzerschicht gefunden haben.

    Vielleicht ist eine Mischung aus Alt und Neu zukunftsfähig, da niemand mehr Abstriche im Bedienkomfort machen möchte.
    Echtzeit ist angesagt!
    Die Benutzeroberfläche und das Display lassen sich heute gut auf ein Tablet übertragen, bei dem Spagat auch Schrauben zu wollen, solten soviele Parameter wie möglich direkt per Encoder o.ä. zugänglich sein. Der zuvor erwähnte Sequencer ist ein Muß, als auch die Möglichkeit eigene Wellenformen zu laden oder auch Sounds für einen Filterdurchlauf einzuspeisen und zu sichern.

    Die Wunschvorstellung ist das Mögliche von Heute gepaart mit dem Alten von Gestern, dem Sound von Morgen und dem Preis von fast nix!

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      jak

      Nehmt mirs nicht übel:
      Schlimmes Deutsch, habe meinen Text auf dem IPhone Mäusekino geschrieben und gekürzt

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    Teufelskerl

    “ and are offering the 3340 in production volumes.“
    – von der FB Seite

    Heißt das jetzt, dass der Chip für Bastler in Kleinstmengen nicht zu haben ist?

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      digital-synthologie ••••

      Das heißt, dass man mehr als nur ein paar Muster, mit denen die Hersteller ein paar Prototypen herstellen können, produzieren kann.
      Auch wenn sie dir keinen einzelnen verkaufen werden, wird sich bestimmt ein Bauteilhändler finden, der eine größere Menge kauft und dir einen einzelnen verkauft.

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    el-folie

    Lustig, es ist definitiv ein Unterschied hörbar! Allerdings frage ich mich, ob das mit der Calibrierung der neuen Chips auf dem OB8 voice board zu tun hat. Wer genau hinhört, hört, dass die Stimmen 4-8 einen schärferen Filtersound produzieren, die Cutofffrequenz also entweder höher calibriert ist oder Chip trotz identischer Calibrierung so klingt. Irgendwo hab ich auch mal gelesen, dass bauartbedingt bei irgendeiner Oberheim Synth Generation die Stimmen 4-8 sowieso anders reagieren als 1-4, selbst bei bester exakter Einmessung. Insofern ist dieser Vergleich evtl. nicht der Vorteilhafteste für den neuen Chip. Dass der 3340 wieder da ist, ist genauso spannend wie der neue Minimoog. Man kann wohl auf größere Erdbeben im Synthiebereich gespannt sein. Ich bins auf jeden…

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      g.scherer RED

      Die linke Seite (nehme an Stimmen 1-4 und damit die alten Chips) klingt deutlich besser. Mehr Fokus, Klarheit, Höhen. Die anderen klingen verwaschener. Deckt sich allgemein und im Großen und Ganzen mit meinen Klangeindrücken zwischen Vintage- und aktuellen Synths.

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    Synthfreak ••••

    Wenn Curtis selber die Chips wieder auflegt, kann ich das verstehen, aber dieses Behringerklonen regt mich echt auf. Entwickelt doch bitte selber neue Chips und stellt sie dann her, als nur nachzubauen. Bei diesem Nachbauen sehe ich den Grund nur in erhofft größeren Verkaufszahlen, da die nachgebauten Produkte ja schon bekannt und meistens gebraucht, oder wie im Falle Moog, auch neu sehr teuer sind.

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      drbach

      verstehe den Ärger nicht, die teils prekäre Ersatzteilsituation mit völlig überteuerten Chips, von denen man dann nicht mal weiss, ob sie funktionieren, könnte sich doch so mal entlasten.
      Und es macht durchaus Sinn hier auf Quasi-Standards zu setzen, man erfindet ja auch nicht immer neue Transistoren / cmos etc.
      Interessant wären auch die Andromeda VCO und VCF

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      Florian Anwander RED

      Entschuldige, das ist kein „Behringer Clonen“. CoolAudio (Ex-Ex-SSM), die seit 7 Jahren Behringer gehören, bauen seit ca 25 Jahren den 2164. Das sind vier OTAs in einem Chip.
      Bis vor nicht all zu vielen Jahren baute SSM den 2040. Das ist quasi identisch mit einem CEM3320, nur, dass der CEM noch ein fünftes OTA-Glied für die Resonanz hat.

      Geclont wird hier garnichts. Es gibt die gleichen (IC-internen) Schaltung derzeit in ca 10 verschiedenen Chips. OTAs sind eine Technologie, die es seit den späten sechziger Jahren gibt, für die die Patente seit den späten 80ern abgelaufen sind. Das ist eine Technologie, die quasi in die Public Domain übergegangen ist.

      Der „3340“ ist technisch ebenfalls völlig bekanntes. Namensrechtlich ist „3340“ im Zusammenhang mit VCOs von OnChip (Curtis) registriert. Behringer wird da ganz brav für die Verwendung des Namens zahlen

      Das einzige was Behringer macht, ist einen geschickten Marketing-Hype mit der Nachricht zu lancieren.

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        drbach

        2164 ist kein OTA, sondern ein VCA (x4). In sich ähnlich sind die (OTA-basierten) CEM3320, SSM2040, IR3109. Ein wiederum anderes Design wurde beim CEM3372 verwendet. Bekannte OTAs sind sonst CA3080 und 13700. SSM2040, CEM3320 unterscheiden sich von den reinen OTA-Bausteinen insofern auch, das sie bereits einen Expo-Converter eingebaut haben. Das ist sehr praktisch für VCF-Schaltungen.

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      Synthfreak ••••

      Ok, Ok, Entschuldigung, ich nehme an, ich habe mich dazu verleiten lassen, mal eine Runde Behringer zu bashen. Nur stieß mir die letzten Tage immer mehr sauer auf, dass sie ja schon vor sicher einem halben Jahr mal verlauten ließen, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, die TR-808 oder TR-909 nachbauen zu wollen. Dazu kam die letzten Tage erst die Minimoog-, dann die ARP 2600/OSCar- und jetzt die Curtismeldung. Vielleicht habe ich zu unüberlegt gehandelt, als ich den Kommmentar geschrieben habe, aber das ganze kam mir, nebem dem Marketingaspekt, dann doch sehr so vor, als wollten sie nur einen Haufen alter Geräte „klonen“ – wie auch immer man jetzt persönlich dazu steht.

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        Florian Anwander RED

        Wenn Ken Macbeth einen ARP 2600 oder einen Minimoog kopiert bzw adaptiert, dann wird „Hurra!“ geschrien. Wenn Behringer ähnliches tut, dann schreit alles „Buh!“.

        Wenn Tom Oberheim oder Moog-Music olle Kamellen aufwärmt, dann wird „endlich“ geseufzt, aber Behringer auf Bewährtes zurückgreift, dann ist das „phantasielos“.

        Seltsames Wertesystem.

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          krautkopf

          schön gesagt, Florian! Hoffe inständig auf einen GUTEN 2600 clone!!!
          :-)
          Gerne auch noch ne 808! :D

  22. Profilbild
    falconi RED

    Behringer plant auch ein Modularsystem im Doepfer-Format, einen OB-X-Clone und ein Model 15 mit W-LAN. Alle CEM- und SSM-Chips werden neu aufgelegt. Am 1.April eröffnet „Ulli’s Büro“ am Kotzi, in 2018 folgen „Ulli’s Modular Outlet“ in Neukölln und die „Super, Ulli! “ im Strandbad Müggelsee.

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      a.jungkunst AHU

      Soll es in Berlin nicht auch eine „SuperUliBehri 2018“ geben, die aufgrund aller neuen Behringer-Synthi-Produkte schon ohne weitere Firmen räumlich aus allen Nähten platzt?

  23. Profilbild
    Marius Seifferth AHU

    Uli, falls Du hier mit-liest: Geil! Einfach nur geil was Du da aktuell veranstaltest! Würde es irgendwann noch einen bezahlbaren Synthex Nachbau geben, würde ich vermutlich so laut jubeln, dass im Umkreis von 50 KM alle Fenster wackeln :D

    • Profilbild
      SimonChiChi •••

      Zum einen sehe ich das auch so – zum anderen wäre es aber toll, er würde die Chips auch an andere Firmen verkaufen. Letztendlich macht dann doch jeder Hersteller wieder einen anderen Schuh draus.

      • Profilbild
        Son of MooG AHU

        Das wird sicher so werden; Curtis ist dann eben nicht mehr der einzige Hersteller von Curtis-Chips. So sollen alte Schätze wieder belebt werden, zu einem günstigen Preis, und das nicht nur von Behringer. Moog könnte dann endlich polyphon werden…

  24. Profilbild
    Piet66 RED

    Als Halbleiter-Hersteller verdient man seine Brötchen mit dem Vertrieb von Halbleitern. Je größer das Volumen desto besser, das treibt Produktions- und Stückkosten nach unten. Das wird bei CoolAudio auch nicht anders sein. Der V3340 ist offensichtlich kein kundenspezifisches Produkt und kann ergo auch von jedem gekauft werden, der einen Händler findet. Zumindest impliziert das die Hersteller-Webseite, auf der auch das Datenblatt frei zur Verfügung steht. Ich jedenfalls sehe nur Vorteile und freue mich über die Neuauflage dieser IC Klassiker. Hoffentlich geht’s nach dem 3340 und 3320 typenmässig noch weiter…

  25. Profilbild
    drbach

    das sehe ich auch so, diverse coolaudio-chips sind bei diversen Händlern erhältlich, z.B. V2164D, wieso sollte das bei den V33xx anders sein?

  26. Profilbild
    intercorni

    Den Curtis CEm3340 kann man schon seit mehreren Wochen bestellen – der wird auch bereits geliefert!

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Curtis Electromusic CEM 3340

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