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Workshop: Apple Logic Audio-Loops

(ID: 3360)

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Loop passt sich immer dem Song an, aber auch hier darf man natürlich keine Wunder erwarten, denn irgendwann ist einfach Schluss, wenn man das Tempo zu drastisch ändert.
Der weitaus wertvollere Vorteil liegt aber darin, dass man den Loop sehr einfach und unkompliziert variieren kann. Ihnen gefällt die Snare nicht? Kein Problem, einfach rausfinden, welche MIDI-Noten den Snare-Schlägen entsprechen, diese Note muten und von einer anderen EXS-Instanz spielen lassen.
Oder aber sie wollen nur die Snare benutzen, weil diese kleine Verzierungen und Rolls spielt, die man nicht vernünftig programmieren kann. Einfach alles außer der Snare muten und den Rest selbst basteln. Recycle ist inzwischen auch ein recht weit verbreitetes Format, so dass man sich ohne Probleme Nachschub für seine Library beschaffen kann.

Oldschool Samples anpassen
Die letzte Methode, Samples und Drumloops in Logic zu integrieren, kommt eigentlich aus der Welt der Hardware-Sampler und ist eigentlich längst überholt, dennoch oder gerade deswegen immer noch reizvoll.
Diesmal wollen wir von einem EXS-Instrument ausgehen, welches bereits verschiedene Loops enthält, z.B. auf jeder Keyboardtaste einen anderen. Diese Art von Instrumenten trifft man häufig bei diversen Sample-CDs an oder man bastelt sich selbst EXS-Instrumente mit einer Auswahl der persönliche Lieblingsloops.
Hat man sich für einen Loop entschieden, so muss man diesen im Arrange-Fenster mit einer MIDI-Sequenz triggern. Im einfachsten Fall wäre das eine eintaktige Sequenz, die immer auf der Eins einen Drumloop im EXS anspricht.
Nun wird dieser Drumloop mit dem Rest des Arrangements zusammen so gar nicht harmonieren, weil er entweder zu kurz ist und deshalb eine Lücke entsteht – oder aber zu lang, dann wird er jedes mal aufs Neue getriggert, obwohl er noch gar nicht zu Ende gespielt ist.
Mithilfe der Regler „Tune“ und „Fine“ kann man nun die Tonhöhe des Loops in Halbtonschritten bzw. in Cent (100 Cent entsprechen einem Halbton) justieren.
Durch das Ändern der Tonhöhe ändert sich als Nebeneffekt auch die Länge des Loops. Es ist also möglich, jeden Loop an jedes Songtempo anzupassen.
„Oldschool“ daran ist lediglich die Tatsache, dass sich dabei die Tonhöhe ändert. Aber das kann ja bei machen Stilen durchaus gewünscht sein.
Als Beispiel seien hier Drum’n’Bass oder TripHop genannt. Die extrem hoch bzw. tief klingenden Drumloops dieser Musikstile kommen nämlich genau durch diese Spielereien zustande.
Im konkreten Fall geht man wie folgt vor. Zuerst ist es natürlich nützlich zu wissen, wie schnell der Loop und das Songtempo sind, dann weiß man gleich, ob der Loop schneller oder langsamer gemacht werden muss, bzw. höher oder tiefer.
„Höher“ heißt immer auch „schneller“, während „tiefer“ mit „langsamer“ gleichzusetzen ist. Am besten lässt man die MIDI-Sequenz als Cycle laufen und dazu noch ein Metronom. Nun beginnt man, sich grob mit dem „Tune“-Regler dem gewünschten Tempo anzunähern, um dann mit „Fine“ die Feinabstimmung vorzunehmen.
Übrigens gibt es auch Tabellen, die sagen, um welchen Wert man einen Drumloop verstimmen muss, um das gewünschte Tempo zu erreichen. Einfach mal „googlen“. Aber andererseits ist das natürlich ziemlich unsportlich – und selber raus finden macht mehr Spaß, zumal man das Feintuning dann doch meistens wieder nach Gehör macht, da die Angaben meist doch nicht hundertprozentig akkurat sind.

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Aus zwei mach viel
Angenommen wir haben unseren Loop wie im ersten oder zweiten Beispiel direkt im Arrange-Fenster platziert und das Tempo wie auch immer angepasst.
Nun haben wir beim Mischen das Problem, dass sich alle Bearbeitungen immer auf den ganzen Loop auswirken; wir können also nicht z.B. wie bei einem mehrspurig aufgenommenen echten Schlagzeug die einzelnen Instrumente (Bassdrum, Snare, Hihat…) separat bearbeiten. Geht natürlich doch, sonst würde ich so einen Satz ja nicht schreiben – und zwar ist es mit der Funktion „Strip Silence“ möglich, einen Loop in Stücke zu schneiden (zu finden unter „Audio“ – „Strip Silence“).

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– Die Funktion „Strip Silence“-

Ähnlich wie in Recycle wird der Loop untersucht und mithilfe von Hit-Points und Pausen aufgeteilt. Übrigens „nicht destruktiv“, d.h. die Original-Datei bleibt unberührt.
Hat man seinen Drumloop entsprechend geschnitten, kann man nun die einzelnen Parts auf verschiedene Spuren kopieren, also alle Bassdrum-Schläge auf die erste, alle Snare-Schläge auf die zweite und so weiter. Das Ganze könnte dann wie folgt aussehen.

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– Drumloop verteil auf mehrere Spuren –

Jetzt kann man alle Spuren separat bearbeiten.Will man jetzt noch etwas herumspielen, so kann man zum Beispiel noch die einzelnen Audio-Parts quantisieren. Dazu markiert man alle gewünschten Parts, öffnet den Event-Editor und stellt die gewünschte Quantisierung ein. Damit bekommt man dann garantiert jeden Drumloop aus dem Tritt.

 

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Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Arbeite seit kurzem mit Logic 8 und die Erklährung war verständlich kurz und hat funktioniert. Danke Gruß

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