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Workshop: Custom-Mapping mit dem Allen & Heath Xone:K3

So schnell und einfach erstellt ihr euer eigenes MIDI-Mapping

8. Januar 2026
Workshop: Custom-Mapping mit dem Allen & Heath Xone:K3

Workshop: Custom-Mapping mit dem Allen & Heath Xone:K3

Allen & Heath Xone:K3 – mit dem vielseitigen MIDI-Controller gibt es eine Vielzahl an Mappings.
Doch eventuell hat man ganz eigene Vorstellungen, wofür man das Gerät verwenden möchte und während man natürlich ein bestehendes Mapping anpassen kann, wollten wir heute zeigen, wie man von Grund auf ein eigenes erstellt. Welche Bedürfnisse haben wir als DJ? Was möchten wir haptisch kontrollieren und bei welcher Funktion reicht der Mausklick oder der Tap auf den Bildschirm? Das sind alles Punkte, die wir heute einmal durchspielen möchten.

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Der MIDI-Controller unserer Wahl: Allen & Heath Xone:K3

Der Allen & Heath Xone:K3 eignet sich hierfür hervorragend, da er über verschiedene Bedienelemente verfügt. Es gibt Push-Encoder, Potis, Fader und Buttons, die wir alle frei nach unseren Vorstellungen belegen können. Wer mehr über den MIDI-Controller an sich erfahren möchte, findet hier den Testbericht.

Mapping erstellen – so geht es in Algoriddims djay Pro

Wir möchten heute ein eigenes Mapping erstellen und haben uns dafür für die Algoriddims djay Pro App entschieden. Beim ersten Anschließen des Xone:K3 werden wir direkt gefragt, ob wir den MIDI-Controller konfigurieren möchten. Danach finden wir das Fenster auch in der oberen Leiste unter „MIDI“ > „Konfigurieren“.

Praxis-Workshop: So erstellst du dein persönliches DJ-Mapping

Noch ist es hier recht leer

Es öffnet sich ein graues Fenster, in dem oben der angeschlossene Controller, in unserem Fall der Allen & Heath Xone:K3, ausgewählt werden kann. Die im Fenster erscheinende Tabelle ist zunächst leer. Lediglich die Spalten sind mit „Steuerelement“, „Zielobjekt“ und „Aktion“ beschriftet. Aber keine Sorge, diese Tabelle werden wir gleich gemeinsam ausfüllen, was auch relativ unkompliziert ist.

Was wollen wir denn alles mit unserem Mapping steuern können?

Zunächst machen wir uns jedoch grobe Gedanken darüber, wie wir den Allen & Heath Xone:K3 verwenden möchten. Bauen wir uns zunächst einen einfachen DJ-Controller. Wir möchten das Volume der beiden Track-Decks steuern können, über einen 3-Band-Equalizer mit dazugehörigen Kill-Switches für die einzelnen Bänder verfügen und die Möglichkeit haben, Songs zu starten und zu pausieren.

Bei der Auswahl der Bedienelemente orientieren wir uns also zunächst an einem DJ-Mixer. Das bedeutet, dass wir die Fader am MIDI-Controller zur Steuerung des Software-internen Volume-Faders nutzen möchten.

Hierfür sind keine komplizierten Aktionen erforderlich. Solange man sich im Konfigurationsfenster befindet, reicht es, das Bedienelement am MIDI-Controller, in unserem Fall also der linke Fader, einmal zu bewegen.

Workshop: Custom-Mapping mit dem Allen & Heath Xone:K3

Der Allen & Heath Xone:K3 bietet uns Bedienelemente en masse, frei zum Mappen, ganz nach unseren Vorstellungen

Das Programm erkennt dann „CC16“ als Steuerelement und wir müssen nur noch den Rest einstellen. Als nächstes wählen wir das „Zielobjekt“ aus. Wenn wir dieses auswählen, öffnet sich ein Dropdown-Menü, in dem die Decks 1 bis 4, Mixer, Music Library und weitere Optionen angezeigt werden. Da der Volume-Fader Teil des Mixers ist, wählen wir diesen aus.

Es bleibt also lediglich noch die „Aktion“, die wir nun dem Steuerelement zuweisen müssen.

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Auch hier öffnet sich ein Dropdown-Menü mit einer längeren Liste an Optionen. Erwähnenswert ist, wie gut strukturiert diese Menüs in Algoriddims djay Pro sind. Auch bei einer Vielzahl an Optionen sind ähnliche Aktionen in passende Gruppen aufgeteilt, was die Suche nach der gewünschten Aktion deutlich beschleunigt.

Wir wählen also Deck:1 Line Volume aus und das war es schon. Ihr müsst das Konfigurationsfenster gar nicht verlassen, denn das Mapping ist sofort aktiv.

Wenn wir nun den Fader am Allen & Heath Xone:K3 bewegen, bewegt sich der digitale Line-Fader in der Software parallel dazu.

Das Gleiche wiederholen wir jetzt für den zweiten Fader. Anschließend gehen wir die drei Potis oberhalb des Faders durch und mappen diese, um den 3-Band-Equalizer der Software zu steuern. Das Mixen mit der DJ-Software macht jetzt schon deutlich mehr Spaß, aber es soll noch lange nicht aufhören!

Workshop: Custom-Mapping mit dem Allen & Heath Xone:K3

Schnell füllt sich die Liste unseres Mappings

Buttons eignen sich bei unserem Mapping perfekt für Play/Pause, Sync und Co.

Bauen wir also auf unserem Mapping auf und überlegen, was wir noch gern steuern möchten.

Play und Pause wären ein guter Start. Wir mappen die Funktion auf den ersten Button des 4 x 4 Grids am Allen & Heath Xone:K3. Auch wenn wir starke Verfechter des klassischen Beatmatchens sind, macht dies ohne Jogwheel nicht sonderlich viel Freude. Daher mappen wir unter den Play/Pause-Button auch schnell die Sync-Funktion.

Mit dem passenden Mapping muss die Maus nicht mehr zur Track-Auswahl benutzt werden

Eine Sache, für die wir Stand jetzt aber noch die Maus benutzen müssen, ist die Track-Auswahl. Hierfür ist ein Endlos-Drehregler sinnvoll, deshalb entschieden wir uns für einen der beiden Push-Encoder am unteren Ende des Allen & Heath Xone:K3. Als Zielobjekt wählen wir „Music Library” aus und als Aktion „Move Library Selection (Rotary)”. Nun können wir durch unsere Playlists scrollen. Wenn wir dabei sind, nutzen wir gleich die Push-Funktion des Encoders. Damit wechseln wir einfach zwischen Playlists.

Wählen wir einen weiteren Button des 4 x 4 Grids aus, um den ausgewählten Song dann auf Deck 1 oder Deck 2 zu laden.

Bis jetzt hat das Ganze keine 10 Minuten gedauert und wir haben es geschafft, uns selbst einen kleinen DJ-Controller zusammen zu mappen, mit dem wir klassisch auflegen können, ohne das Mauspad berühren zu müssen.

Es ist schon spannend zu sehen, welche Möglichkeiten sich anbieten und schnell zu verstehen, weshalb bestimmte Funktionen durchweg die gleichen Bedienelemente an DJ-Controllern oder Mixern haben. Natürlich könnten wir auch ein Equalizer-Band auf einen Fader mappen, aber ein Poti ist einfach sinnvoller. Dennoch kann man hier natürlich herumexperimentieren. Richtig oder falsch gibt es nicht, solange ihr mit eurem Mapping klar kommt.

Loops und Effekte dürfen in unserem Mapping selbstverständlich nicht fehlen

Als Nächstes wären uns persönlich Loops wichtig. Auch hierfür bietet sich ein Push-Encoder an, wie er auch bei vielen DJ-Controllern zum Einsatz kommt. Beim Layout des Allen & Heath Xone:K3 ist es in unseren Augen sinnvoll, die oben liegenden Encoder zu verwenden. So können wir einen Loop aktivieren und die Länge problemlos halbieren oder verdoppeln, je nachdem, in welche Richtung wir drehen. Wir finden es auch relativ übersichtlich, da wir so den gleichen Aufbau für beide Track-Decks verwenden.

Bislang haben wir abseits des Push-Encoders zum Durchscrollen der Library pro Track-Deck oder Kanal jeweils in einer Spalte des Controllers gearbeitet. Natürlich verfügt Algoriddims djay Pro auch über die Möglichkeit, auf vier Decks zu wechseln. So könnte man das angelegte Mapping dann auch für die beiden übrigen Spalten replizieren.

Praxis-Workshop: So erstellst du dein persönliches DJ-Mapping

Aktive Loops dank unserem eigenen Mapping

Allerdings können wir die beiden Spalten auch dazu verwenden, weitere Aktionen zu triggern, wobei wir natürlich an Effekte denken. Die beiden Fader des Allen & Heath Xone:K3, die wir noch belegen können, könnten beispielsweise das Dry/Wet-Verhältnis anpassen und der darunterliegende Button könnte den Effekt aktivieren. Es ist natürlich auch denkbar, Track-Steuerung und Effekt-Kontrolle abwechselnd zu mappen. Das ist ja das Schöne daran, wenn man es selbst macht: Man hat über alles die freie Wahl.

Überblick im Mapping behalten dank Headings in Algoriddims djay Pro

Damit wir bei unserem gesamten Mapping den Überblick behalten, können wir im Konfigurationsmenü unter „Erweiterte Optionen“ > „Optionen“ im Bereich „Heading“ auch Zwischenüberschriften einsetzen. So können wir beispielsweise eine Track-, Deck-, Mixer-, Effekt- und Global-Sektion erstellen und haben die Möglichkeit, unser Mapping zu einem späteren Zeitpunkt schnell nachzuvollziehen.

Praxis-Workshop: So erstellst du dein persönliches DJ-Mapping

Dank Headings können wir unser Mapping ordentlich und übersichtlich halten

Wenn mal Funktionen entfernt werden sollen, können gemappte Aktionen einfach über die Backspace-Taste gelöscht werden. Das Speichern erfolgt automatisch durch djay Pro.

Workshop Custom-Mapping mit dem Allen & Heath XoneK3 Aktive Funktionen

Leuchtende Buttons für die gemappten Funktionen beim Allen & Heath Xone:K3

Beim Mapping nicht die Möglichkeiten der Shift-Taste vergessen

Der Allen & Heath Xone:K3 verfügt natürlich über einen Shift-Button. Wenn wir diesen drücken, können wir auch hier eine Aktion auswählen. Unter „Zielobjekt“ wählen wir „General“ aus und können dann im Dropdown-Menü „Controller Shift Key“ auswählen. So können wir sämtliche Bedienelemente in Kombination mit Gedrückthalten des Shift-Buttons zusätzlich belegen.

So können wir beispielsweise die vier Buttons der Track-Deck-Spalte, die bei uns für Play/Pause und Sync verwendet werden, mit gedrücktem Shift-Button neu belegen. Wir dachten hierbei an die Cue-Points 1 bis 4.

Durch die Shift-Funktion ist es auch denkbar, unser bisheriges Setup, bei dem Fader 1 für die Lautstärke und Fader 3 für Channel 1 Dry/Wet zuständig ist, auf eine Spalte zu legen. So können wir für ein 4-Deck-Mapping sämtliche Funktionen abrufen.

Das Aufrufen unseres Mappings

In der Xone:Controller-Editor-App können wir parallel dazu noch ein wenig Farbe ins Spiel bringen. Unter den Push-Encodern, die wir aktuell für das Aktivieren von Loops gemappt haben, versteckt sich beispielsweise eine LED. In der Editor-App können wir auf der rechten Seite bei „Encoder“ von „Turn“ auf „Push“ wechseln, eine Farbe auswählen und den Switch-Mode auf „Toggle“ schalten. Wenn wir jetzt den Push-Encoder des Allen & Heath Xone:K3 drücken und den Loop in djay Pro aktivieren, leuchtet die Status-LED unterhalb des Encoders in unserer gewünschten Farbe auf und signalisiert uns am Allen & Heath Xone:K3, dass ein Loop gerade aktiv ist.

Uns ist jedoch aufgefallen, dass wir, zumindest Stand jetzt, die Editor App geöffnet haben müssen, damit beim erneuten Anschließen des MIDI-Controllers wieder die Farbgebung der Buttons oder des Signal-LED des Push-Encoders richtig angezeigt werden. Unabhängig davon funktioniert das Mapping ohne diese visuellen Aspekte aber auch problemlos ohne die geöffnete Editor App.

Praxis-Workshop: So erstellst du dein persönliches DJ-Mapping

Farbzuweisung in der Xone Editor App

Wir hoffen, dass euch dieser kleine Workshop gefallen hat und euch ermutigt, einen MIDI-Controller, wie den Allen & Heath Xone:K3, selbst zu mappen. Es ist spannend, selbst ein wenig auszuprobieren und zu sehen, wo welche Bedienelemente sinnvoll sind. So versteht man auch fremdes Equipment ein wenig intuitiver.

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(3)
Forum
  1. Profilbild
    DJ Loop | Berlin

    Schöner Artikel, danke. Dennoch, Mappings über MIDI für DJ Software gibts seit über 20 Jahren. Nix neues soweit. Aus eigener Erfahrung, dieser Controller hier hat praktisch keine Beschriftung an den Tastern und Reglern. Wer hier zu viel „mappt“ wird den Überblick schnell verlieren und damit schöne Pannen beim Auflegen produzieren. Wer z.B. Pegelfader über Shift auf FX Werte legt, wird sicherlich die schönsten Wertesprünge OnAir senden. Also Softtakover benutzen! Wie auch immer, weniger ist mehr und keine wilden doppel Belegungen machen! Dj commander_loop * Berlin

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