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Workshop: Einstieg in die Eurorack-Welt – Teil 1


Eurorack? Einsteiger Workshop lesen!

A_Modular_Ganz

Das von Dieter Doepfer initiierte Eurorack-Format erlebt seit ca. 2010 einen regelrechten Boom. Es wird deshalb Zeit für einen Eurorack Workshop, der Einsteigern aufzeigt, was man braucht, welche Möglichkeiten es gibt und mit welcher Investition man rechnen sollte.

Firmen wie Make Noise, Intellijel und TipTop Audio stellten zunächst ergänzende Module zum A-100-System her. Mittlerweile ist jedoch deren Angebot an Modulen so groß, dass man sich komplette Systeme nur mit Modulen dieser Hersteller zusammenstellen oder kaufen kann. Neben diesen und anderen Eurorack-Größen sind noch etliche kleinere Hersteller dazugekommen, so dass ein Überblick über diesen Markt praktisch unmöglich ist.

Auch wenn es bereits mehrere Komplettsysteme mit sinnvollen Modul-Zusammenstellungen für den Anfang gibt, so ist doch der große Reiz des Formats die große Modulauswahl, die einem erlaubt, ein personalisiertes System zusammenzustellen. Dieser Artikel soll dabei helfen, sich ein Überblick über den Markt zu verschaffen, um sich ein eigenes System zusammenzustellen. Dazu soll es einige Richtlinien bieten, um typische Fehler zu vermeiden. Im ersten Teil wird es um Cases, Strom, Ansteuerung und VCOs gehen, im zweiten um Filter, Envelopes, LFOs, VCAs und Utilities.

Wer Grundsätzliches zu Modularsynthese erfahren will, sollte sich unbedingt Theo Bloderers hervorragende Serie aus der Prä-Boom-Ära durchlesen, die auch mich damals mit dem Modularfieber infiziert hat. Eine weitere hilfreiche Ressource (um nicht zu sagen Bibel) sind die Handbücher zu den einzelnen Modulen des Doepfer A-100-Systems. Hier sind Funktionen bestens beschrieben, die man auch in anderen Modulen antreffen wird, dazu kommen noch praktische Patch-Beispiele. Zuletzt sind noch The Tuesday Night Machines’ hervorragende YouTube-Videos zu empfehlen.

Da es schier unmöglich ist, alle Konzepte und Begriffe an dieser Stelle zu erklären, sind im nachfolgenden Text Links eingebaut, die auf einen weiterführenden Artikel, Handbuch oder Video führen.

Für die Planung eines Systems kommt man mittlerweile nicht mehr drum herum, sich einen Account bei modulargrid.net zuzulegen. Wenn es darum geht, die Stromaufnahme des Systems einzusehen, die Breite und Tiefe der Module zu bestimmen oder einfach nach dem passenden Modul zu suchen, ist dieser Planer Gold wert. Um sicher zu gehen, sollte man allerdings die Angaben noch mal auf der Herstellerseite nachprüfen.

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  1. Profilbild
    whitebaracuda

    Seht verständlicher, umfassender Workshop, vielen Dank!

    Ich bin schon sehr gespannt wieviele Nieren man spenden kann ohne dass das Gehör darunter leidet;)

    Viele Grüsse
    Cuda

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    polyaural ••••

    Vielen Dank für den Artikel. Irgendwann habt ihr auch mich. Bisher aber nicht.
    .
    Ich habe gerade den Link zum Buchla 259 angeklickt. Dort steht: Complex Waveform Generator, $2,000.
    .
    Dann lese ich: „Selbst wenn man nur vorhat, sich ein kleines System zuzulegen, sollte Erweiterbarkeit beachtet werden, da man erfahrungsgemäß schnell vom ursprünglichen Plan abkommt, wenn wöchentlich drei neue Module erscheinen, die man unbedingt besitzen will.“
    .
    Ok, nicht jedes Modul kostet so viel. Aber günstig sind Modulare generell nicht (was ich nicht beklagen, sondern nur bemerken will). Aber Modularsynthesizer sind das Panini-Sammelalbum der Elektronik-Szene. Ich bin da noch sehr gespalten …

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      tomk ••

      Grins … ich stelle mir grad vor wie du mit dem Panini-Album an den Lippen die Papierflöte spielst!

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      Edgar Möller RED

      Damit keine Missverständnisse aufkommen: Buchla ist ein eigenes Format, hat nichts mit Eurorack zu tun und bewegt sich preislich in der Anwalts- Arzt- und sehr-erfolgreiche-Musiker-Kategorie.

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    swellkoerper ••••

    Schön, dass ihr einen Eurorack-Workshop bringt! Man muss auch nicht grad mit einem Synth anfangen, je nach bereits vorhandenem Equipment kann man mit einem kleinem Modularsystem sehr schön CV-Tools, Clock-Geschichten oder Sequencermodule ergänzen und damit experimentieren. Als Ergänzung zu einer halbmodularen Synthvoice ist ein komplexer Funktionsgenerator Maths eine super Sache mit Potential für laaange Zeit.

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    Renton

    Frage an die Experten unter euch:

    Was der Unterschied zwischen monophoner und polyphoner Spielweise ist, dürfte klar sein. Aber wie realisiert man so etwas bautechnisch? Sind im polyphonen Fall die Oszillatoren parallel zu einander geschaltet? Oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Danke Euch im Voraus

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      swellkoerper ••••

      Für echte Polyphonie müsstest du für jede Stimme die gewünschten Synthese-Module (Oszillatoren, Filter, Mixer, VCAs, LFOs, etc) extra bereitstellen. Für Paraphonie wäre dies die gewünschte Zahl Oszillatoren, den restlichen Synthesestrang nur einmal. Die Stimmverteilung erledigt ein polyphones MIDI-Interface a la Vermona oder ein einfacher sequentieller Schalter wie der A-151 von Doepfer. Das macht aber niemand, da der Patch-Aufwand immens ist und modulare Synthesizer für stimmstabilen, polyphonen Betrieb einfach nicht gemacht sind. Man könnte so viele Module, die dafür nötig sind auch weitaus sinnvoller einsetzen, um das Klangpotenzial weiter auszureizen.

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      TobyB RED

      Hallo Renton,

      da gibt es mehrere Wege die zur Polyphonie führen.

      http://de......lit%C3%A4t

      Grobgesagt mit Voiceboards in der entsprechenden Stimmenanzahl und dann alles was danach folgt auch in entsprechender Anzahl.

      Wobei nur grobgesagt, hier in diesem Heft kannst du dir das im Kapitel 4-10 ansehen

      https://de.scribd.com/doc/233613737/Schaltungssammlung-Lieferung-3-Klaus-Schlenzig-1982#scribd

      Das ist so DDR Moog Korg Eigenbausynth.

      Grüße

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        Renton

        Hallo Toby,

        vielen vielen Dank für die Links und deine Antwort. Da muss ich wohl noch mal auf den Dachboden meines Vaters….da liegt dieses besagte Werk (zweiter Link) irgendwo herum.

        BTW.: Eins muss ich euch, liebes AMAZONA Team, lassen. Irgendwie habt ihr es geschafft, dass es in diesen Foren kaum Beleidigungen, Pöbeleien, etc. gibt. Ein grosses Danke Schön an die Macher dieser Seite und natürlich allen Foristen.

        Gruss

        Renton

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          TobyB RED

          Hallo Renton,

          wenn der Dachboden zu unaufgeräumt ist, du hast ja den Link ;-) Tatsächlich funktionieren die Schaltungsvorschläge. Und zumindest kann man sich mal angucken, wie man es diskret aufbauen kann, oder wie ein Moogfilter arbeitet oder wie in Japan einiges gelöst wurde. Was halt gut ist, das die Schaltungen schön sauber getrennt sind, dass macht vieles einfacher.

          Grüsse

  5. Profilbild
    TobyB RED

    Ich hoffe auf das Thema, Steuerung eines Modularen Systems mit CVs aus der DAW :-)

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      swellkoerper ••••

      Hallo Toby,
      das ist easy: 1. MOTU Interface kaufen 2. Kabel oder Patchfeld löten. Kannst auch Standard-Patchbay und Insertkabel benutzen, dann hast alle Ausgänge gleich parallel invertiert anliegen 3. Reaktor-Blocks direkt in die Interface-Ausgänge routen. 4. Spass haben. Mein Ultralite MKII gibt ca. 4.5V raus – CVs schwäche ich direkt in Reaktor ab, so bekomme ich 4 saubere Oktaven. Gates muss man je nachdem verstärken oder durch ein Mult ziehen, je nach Modul welches das Gate empfangen soll. Das war`s, macht unglaublich Laune und hilft zumindest zeitweise, sich die eine oder andere Investition zu verkneifen :-)

      • Profilbild
        TobyB RED

        Hallo Swellkoerper,

        danke für die Tipps, ich hab mittlerweile ein MOTU 828 MkIII, MkII viel Kriechströmen bei einem Gewitter zum Opfer. Ich hab in der Kiste noch ein ESI Maya44, das müsste eigentlich auch gehen, mit Expert Sleeperz ging das zumindestens. Patchfeld ist eine gute Idee, da ich gerne mit Farbkodierung für die Patchkabel arbeite. Ich werd mit da mal was überlegen :-)

        Tob

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    changeling AHU

    Also wenn man schon Saw und Tri Core erwähnt, dann sollte neben Sync auch erwähnt werden, dass die (lineare) FM bei Tri Core meist besser klingt.
    Welche „Macken“ gibt es bei Saw Core bei der Saw?
    Relevant sind (vor allem für FM) auch eher „Macken“ beim Sinus, da liefern selbst resonierende Filter die saubersten Sinus-Signale.

    • Profilbild
      Edgar Möller RED

      Beides richtig.
      Danke für den Hinweis. Das soll natürlich „…dass die Dreiecks- und SINUSwellenform kleinere „Macken“ aufweist.“ heißen.

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      hijack

      Das mit dem Filter als besserer Sinus habe ich auch schon gehört und gelesen.

      Heisst das aber, dass man für einen FM-System mit mehreren „Oszillatoren“ und Modulatoren eher Filter nehemen sollte ? Und wie bekommt man die tonal gesteuert ?

      Oder nimmt man dann besser digitale Sinus-Wellenformen ?

      • Profilbild
        changeling AHU

        Das Problem bei selbst resonierenden Filtern ist, dass man die nicht syncen kann. Digitale Oszillatoren sind bei guter Ausgangsglättung dafür in der Tat besser geeignet, wenn man Sync braucht. Gibt da ja auch einige, die gleich einen kompletten FM-Strang an Bord haben wie der Intellijel Shapeshifter.

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