Workshop: Fretboard Harmony for Bass Guitar II

10. Dezember 2011

Intervals & Triads

Part II - Intervals & Triads

Part II – Intervals & Triads

Willkommen zur zweiten Runde! (Teil EINS findet Ihr hier)

Im ersten Teil der Workshop-Reihe haben wir uns mit Griffbrett, musikalischem Alphabet und Notennamen vertraut gemacht, nun geht es weiter mit dem kleinsten Bestandteil der Harmonielehre, den Intervallen. Ein interval definiert den Abstand zwischen zwei Tönen. Jeder dieser Tonabstände hat eine spezifische Klangfarbe und damit seine eigene musikalische Wirkung. Sie bilden die Bausteine für komplexere harmonische Gebilde wie Akkorde und Skalen, quasi das Fundament jeglicher Melodien und Harmonien.

Lesson 3: Intervals

Da es zwölf Töne in einer Oktave gibt, ergeben sich auch zwölf verschiedene Intervalle, deren Name und Qualität bestimmt werden soll. Dabei empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

1. Abzählen entlang der natürlichen Noten des musikalischen Alphabets, die Vorzeichen werden dabei außer Acht gelassen.

Beispiel: Wir wollen das Intervall zwischen C und F# bestimmen. Dazu zählen wir mit C angefangen entlang des ABC bis zum Zielton (C-D-E-F#). Da wir vier Töne gezählt haben, handelt es sich um eine Quarte, was sich aus dem Lateinischen ableitet. Wir arbeiten aber wieder mit den englischen Begriffen, das Intervall heißt hier dann schlicht „fourth„. Abgesehen von der unison, dem gleichzeitigen Erklingen zweier identischer Töne und der bereits kennengelernten octave, werden alle Intervalle einfach nach ihrer Nummer benannt.

2. Bestimmen der Intervallqualität.

Bei unison, fourth, fifth und octave bedarf es keiner weiteren Bestimmung, denn sie sind sogenannte „perfect Intervals„. Bei den übriggebliebenen Intervallen second, third, sixth und seventh wird zwischen minor (Moll) und major (Dur) bzw. im Deutschen kleinen und großen Intervallen unterschieden. Kennt man die Dur-Tonleiter des tieferen Bezugstons, kann man die Unterscheidung anhand folgender Faustregel vornehmen: Gehört der höhere Ton zur Dur-Tonleiter, handelt es sich um ein major interval, anderenfalls minor. Zusätzlich können die Intervalle durch Vorzeichen erhöht (augmented, zu deutsch übermäßig) oder erniedrigt (diminished, zu deutsch vermindert) sein, hier holt uns die enharmonische Verwechslung aus dem ersten Teil wieder ein, also Vorsicht auch die gleichen Intervalle können unterschiedliche Namen tragen. Beispielsweise handelt es sich bei augmented fifth und minor sixth um den gleichen Tonabstand. Alternativ kann man entlang der unten folgenden Tabelle die Halbtonschritte abzählen, wobei auch wieder Enharmonik zum Tragen kommt. Der Übersichtlichkeit wegen sind mögliche „Doppelnamen“ nachfolgend nicht berücksichtigt.

Die einzige Ausnahme bildet der sogenannte Tritonus, das Intervall mit sechs Halbtonschritten, welches die Oktave halbiert und recht dissonant klingt. Es ist weder rein, noch groß oder klein. Im Mittelalter wurde es als Teufelsintervall gefürchtet und durch Stimmführungsregeln vermieden. Kaum verwunderlich, dass gerade Metalbands wie Slayer mit Songs wie ‚South of Heaven‘ eine besondere Vorliebe für dieses Intervall entwickelt haben. Die Jungs haben es so gern, dass sie gleich ein ganzes Album nach seiner altertümlichen Bezeichnung „Diabolous in Musica“ benannt haben.

Slayers teuflischer Liebling, das Tritonus-Intervall

Slayers teuflischer Liebling, das Tritonus-Intervall

Forum

Es sind momentan noch keine Kommentare für diesen Artikel vorhanden.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.