Workshop: Guitar know-how: Die Legato-Technik, Part 1

13. März 2011

Legato-Workshop

Aus dem modernen Gitarrenspiel ist sie wohl kaum wegzudenken, und viele benutzen sie, ohne sich vielleicht überhaupt darüber Gedanken zu machen. Die Rede ist von der Legato-Technik, landläufig auch bekannt als „Hammer on“ und „Pull off“-Technik. In diesem Amazona-Workshop werden wir uns mit Übungen und Beispielen zu dieser Spielart beschäftigen und versuchen, dem einen oder anderen Spieler hiermit kreative Anregungen zu geben.

Ein ganz wichtiger Punkt beim Gitarre Spielen und beim Musizieren generell ist ja zweifellos die Dynamik. Denn nur wer möglichst viele Techniken auf seinem Instrument beherrscht, dem ist es auch möglich, sein Publikum durch ein interessantes, dynamikreiches Spielen in den Bann zu ziehen und dort zu halten. Dauerndes „Heavy-Shredding nahe der 0db-Grenze“ ermüden den Zuhörer in der Regel genauso wie konsequentes, leises Balladen Zupfen. Die Mischung macht’s auch hier. Und da scheint die Legato-Technik eine willkommene Abwechslung zur Alternate Picking-Spielart zu sein. Viele Gitarrenlinien, sei es nun auf Riff-Basis oder als Licks gespielt, profitieren ungemein von einer ausgewogenen Mischung zwischen dem „klassischen“ und überwiegend genutzten Staccato-Picking und den weicheren, fließend klingenden Legato-Linien.

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Grundübungen

Im ersten Beispiel geht es darum, die linke Hand ein wenig auf die weiter unten folgenden schwierigeren Übungen einzustimmen. Es handelt sich hierbei um eine Legato-Linie aus C-Dur/A-Moll, bei der wir die Töne C, D und E auf der hohen E-Saite in den Bünden acht, zehn und zwölf und dem Zeigefinger, Mittelfinger und dem kleinen Finger ganz einfach aufwärts hämmern. Die rechte Hand sollte hierbei auf dem Steg/Vibratoblock aufliegen, um die Nebengeräusche speziell beim Spielen mit einem Distortion-Effekt unter Kontrolle zu halten.

-- C-Dur/A-Moll Scale aufwärts gehammert --

— C-Dur/A-Moll Scale aufwärts gehammert —

OK, und nun das Ganze als Pull Off, also abwärts:

-- C-Dur/A-Moll Scale abwärts gepullt --

— C-Dur/A-Moll Scale abwärts gepullt —

Ganz wichtig in dem Zusammenhang muss noch erwähnt werden, die Worte „Hammer On“ und „Pull Off“ unbedingt wörtlich zu nehmen, d.h. bei einem „Hammer On“ sollte der Finger ohne Verzögerung zügig und kraftvoll auf das Griffbrett und die Saite geschlagen werden, bei einem „Pull Off“ sollte man die Saite wirklich nach unten „wegziehen“ und nicht bloß von der Saite abnehmen!

Wer es sich zutraut, kann dieses Beispiel noch weiterspinnen und sowohl den kleinen Finger auf den dreizehnten Bund anstelle Bund Nummer zwölf und den Zeigefinger auf Bund Nummer neun anstelle zehn legen. Die gespielten Noten sind dann C, D und F bzw. H, D und F. In Klangbeispiel drei hört ihr diese Kombination sowohl aufwärts als auch abwärts gespielt.

-- C-Dur/A-Moll Scale erweitert um die Töne F und H --

— C-Dur/A-Moll Scale erweitert um die Töne F und H —

Klangbeispiele
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