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Workshop: Korg monotribe – MIDI & Modding


monotribe modding

Mit dem monotron und monotribe hat Korg für ein Unternehmen seiner Größe viel Mut bewiesen und wurde mit Erfolg bzw. Verkaufszahlen belohnt. Sind die beiden in ihrem Auslieferungszustand studiotechnisch eingeschränkt, setzte Korg mit der Veröffentlichung der Schaltpläne jedoch ein Zeichen und traf damit natürlich besonders den Geschmack der Bastlerszene. Modding und Circuit Bending ist beim monotribe angesagt. Korg liefert sozusagen nur das Grundmodell, was der Anwender daraus macht, ist seine Sache. Sehen wir uns also an, was beim monotribe so alles geht.

Haftungsausschluss

Obwohl Korg den Schaltplan des monotribe zur Verfügung stellt, verliert der Endverbraucher seinen Garantieanspruch, wenn er das Gerät öffnet und modifiziert.
Die hier vorgestellten Modifikation sind nach bestem Wissen und Gewissen vom Autor zusammengetragen und verifiziert und funktionieren, soweit implementiert, auf dessen monotribe. Amazona.de, der Autor sowie deren Quellen übernehmen keinerlei Garantie für das Funktionieren der Modifikationen und sind in keiner Weise haftbar für Schäden die mittelbar oder unmittelbar durch die hier bereitgestellten Informationen entstehen könnten.

Wer zwei linke Hände hat, nie einen Lötkolben in denselben und auch sonst keine Ahnung von Elektronik hat, der sollte jemanden hinzuziehen, auf den das nicht zutrifft.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an den monomodder Blog, der mit der einen oder anderen Antwort ausgeholfen hat.

monotribe v2

monotribe v2

1. monotribe OS 2.0

Beginnen wir mit etwas ganz einfachem, das noch nicht einmal die Garantie verletzt, weil es von Korg zum Selbermachen vorgesehen ist: dem Betriebssystem 2.0.
Mit dem Update hat Korg dem kleinen Kasten eine Menge neuer Tricks beigebracht. Als erstes fällt der Synth-Sequenzer auf, der nun wie die Drum-Sequenzer 16 Steps bietet. Die  Lautstärke der einzelnen Steps des Synth-Parts ist nun über den Ribbon Controller oder über die MIDI-Controller CC 7 (Lautstärke) oder CC 11 (Expression) einspielbar, ebenso wie die Hüllkurve der Synth-Stimme. Die Gate-Zeit kann nun zwar auch über den Ribbon Controller eingespielt werden, jedoch nicht über MIDI. Die Rhythmus-Parts sind ebenfalls überarbeitet worden und nun können die aktiven Steps für die Bassdrum, Snare und HiHat Sequenzen wie beim Synth-Part separat gesetzt werden.

Zuerst einmal sollten sie feststellen, welches OS im monotribe schon vorhanden ist.
Halten Sie dazu die PLAY- und GATE-Tasten gedrückt, während der monotribe angeschaltet wird. Ist auf dem Gerät  OS 2.0 schon vorhanden, leuchten die LEDs von SYNTH, HH und REC, während die FLUX-Diode blinkt.
Bei OS 1.0 leuchtet PLAY anstelle von REC.

Der Download des Updates enthält auch eine englischschsprachige umfassende, aber leicht zu verstehende Anleitung für diesen Vorgang. Im Nachfolgenden werden daher nur die wichtigsten Punkte noch einmal wiedergegeben.

Das Aufspielen des OS funktioniert wie in den frühen Tagen der Computer, als die Datasette noch den Höhepunkt der Technik darstellte. Die Update-Datei wird entsprechend im M4a- bzw. MP3-Format bereitgestellt. Es ist prinzipiell eine Audiodatei, die digital codierte Signale enthält. Versuchen Sie nicht, sich diese Datei anzuhören, Ihre Lautsprecher könnten darunter leiden. Wer sich noch and die Einwahlgeräusche eines 56K Modems erinnern kann, weiß, wie sich das in etwa anhört.
Falls die Signaldatei vom Computer abgespielt wird, ist darauf zu achten, dass nicht aus Versehen irgendwelche System-Sounds wie E-Mail- oder Chat-Benachrichtigungen die Übertragung korrumpieren. Sollte das passieren, muss die Update-Prozedur wiederholt werden.
Das Update sollte entweder mit einem frischen Satz Batterien im monotribe oder bei angeschlossenem Netzteil durchgeführt werden. Verbinden Sie den Audioausgang Ihres Abspielgerätes mit dem SYNC-IN des monotribes. Halten Sie beim Einschalten die Tasten FLUX, HH und STEP 1 gedrückt. Beginnen Sie das Abspielen der Signaldatei.
Sollte das Update fehlschlagen, blinken die Tasten FLUX, REC und PLAY. Schalten sie dann das Gerät aus und probieren sie eine andere Abspielquelle. Das englischsprachige PDF-Handbuch liefert dazu weitere Tipps.

Es gibt im Netz auch eine offizielle Schablone von Korg mit dem Aufdruck der neuen V2 Funktionen. Diese fand ich aber nicht besonders praktisch. Vor allen Dingen wegen der Redundanz der unveränderten Beschriftung und weil alle Öffnungen für Potis und Schalter von innen ausgeschnitten werden müssen. Das Overlay kann auf der U.S. Seite von Korg frei heruntergeladen werden (siehe Verweise).
Alternativ habe ich ein eigenes Label-Set entworfen, das prinzipiell dem Korg Design folgt. Das Set ist in den Verweisen verlinkt und dazu gedacht, auf weiße Klebefolie ausgedruckt zu werden. Es ist einfach auszuschneiden, dafür aber ein wenig kleinteilig. Mit einer Pinzette lassen sich die Schnipsel aber gut anbringen. Die Datei wird zur ausschließlich persönlichen freien Verwendung zur Verfügung gestellt. Die Datei darf nur unverändert und nicht kommerziell weitergegeben werden (CC 3.0 BY-NC-ND).

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Klangbeispiele

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    rez_azel

    Alles schön und gut, aber dass Korg kein Midi Interface eingebaut hat, bleibt doch eine rätselhafte Entscheidung – offenbar geht das Konzept ja auch nicht so ganz auf, sieht man ja am aktuellen Preisverfall beim Monotribe….

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    filterfunk

    „Mit dem monotron und monotribe hat Korg für ein Unternehmen seiner Größe viel Mut bewiesen“
    Mut für was?
    Für so ein derart reduziertes low-tec Gerät?
    Dürfte ja auch nicht wirklich riskant sein, hierfür die Schaltpläne zu veröffentlichen…

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    tompisa

    Im Zusammenhang mit anderen Billigheimer-„ECHT“ Anolgen Klangerzeuger, die einem gewissen Hipster Hype folgen zeigt sich hier wie mies „ECHT“ analog klingen kann. Furchtbar !

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      TZTH •••

      Sehe ich auch so, obwohl ich die Analoginitiative von Korg insgesamt positiv sehe. Ist aber tatsächlich mehr hype, als tatsächlich „toller“ analogsound was hier passiert. Ich find die Kiste nett, aber habe nie ernsthaft einen Kauf in Erwägung gezogen.

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    Markus Schroeder RED

    den vorangegangen Unkenrufen zum Trotz meint Korg es mit dem monotribe echt ernst und spendiert ihm mit einem neuen System Update den lange ersehnten CV/Gate Eingang.

    Wer will nochmal.

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      jaxson ••

      Alos was hier wirklich für Schwachmatische Kommentare über den Monotribe abgelassen werden, zeugt wirklich davon, das hier manch einer absolut keine Ahnung von der Kiste hat.Ehrlich gesagt, bezweifle ich, das die Leute überhaupt Ahnung von Synthesizern haben…
      Was Korg da für den Preis auf den Markt gebracht hat/bringt, ist absolut konkurrenzlos..

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        TobyB RED

        hallo jaxson,

        das kann man so nicht stehen lassen,

        ich glaube nicht, dass die anderen kommentierenden keine ahnung von synthies haben. der monotribe ist eine kiste mit ecken und kanten, entweder man mag sie oder nicht. dazwischen gibt es nichts. ich komme mit meiner monotribe gut klar und hab sie mir bewusst als ergänzung für den bass geholt.

        über das preis leistungsverhältnis kann man nun trefflich streiten, das fehlen von midi ist schon ein manko, mit einem cv gate und den kabeln liege ich preislich fast bei einer arturia minibrute. da ich selten meine kisten modde oder pimpe, ist das natürlich deftig und wegen des sync kabel, was der king korg bei liegt kaufe ich sie mir sicher nicht.

        es gibt natürlich auch noch andere alternativen motu volta, expert sleepers silent way, die setzen aber wieder dc soundkarten voraus und kosten mehr als die monotribe.

        ich denke, das korg die monotribe im verbund mit den 3 volcas sieht da macht die dann auch sinn.

        vielleicht bringt korg ja zur musikmesse 2014 eine neue version der monotribe, weil die 3 volcas machen die monotribe irgendwie obsolet.

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    jaxson ••

    Nun, es kann auch sein, das Sie wirklich keine Ahnung haben…Hab hier 100M´s, Code 8 etc stehen, und die Monotribe ist einen absolute Aufwertung meines Setups…wenn man paar Beispiele im Netz oder vielleicht mal grob drüber fliegt, und dann so eine Kritik abgibt, zeugt von einer Gewissen Arroganz…Von den neuen Volcas will ich erst garnicht reden, die sind der absolute Preisl-Leistungs-Soundhammer!

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    Gerthrude Mitte

    Moinsen!

    Ich besitze nunmehr zwei Monotribes und dank deines formidablen Tutorials sind beide jetzt vollstens modi- und midifiziert. Allerbesten Dank für die Bereitstellung dieser selbst für Elektronik-Noobs leicht nachbaubaren Anleitungen!

    Ich bin von der Kiste absolut begeistert und kann manche „Puristen-Kommentare“ hier überhaupt nicht nachvollziehen. Klanglich ist der Kleine nämlich mal keineswegs so schlecht, wie manche hier darlegen, sondern in meinen Augen ne absolute Sahneschnitte.
    Für den Studioheimer, der nur noch in high fidelityesken VST-Welten schwelgt, mag der Monotribe in der Tat eher „low-ended“ sein, aber für den Frickler und „Live-Alles-Unter-Kontrolle-Haben-Woller“ ist er eine kleine Offenbarung. Denn bei keinem live-fähigen Instrument hatte ich bislang ein solch sicheres Gefühl, „beherzt ins Blaue improvisieren zu können“, wie beim Monotribe. Speicher? Juckt mich nicht, denn ich spiele gerne -live-. Mit dem aktuellen OS kann ich ihn jetzt sogar ohne Midifizierung und CV-Anlöterei mit externem Keyboard/Sequencer spielen. So dass man sich das stete Zukaufen etwaiger Midikits für die gewiss bald Anstehende Zukauferei noch weiterer Monotribes sparen kann.

    Mittlerweile hat Korg die Analogen ja bereits um die Volca-Reihe erweitert, der Odyssey steht in den Startlöchern und mal gespannt, was noch alles kommen wird.
    Ich bin von der aktuellen Markt-Entwicklung, die bereits auch andere Hersteller aufgegriffen haben, restlos begeistert.

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