Workshop: Modern Sampling – Teil 1

20. November 2010

Workshop: Modern Sampling 1

smal

Workshop: Modern Sampling

Folge 1

Willkommen zum neuen Workshop bei Amazona:

Modern Sampling

Zwar gibt es hier bereits einen kleinen Sampling Workshop, aber er stammt aus dem Jahr 2005, und in der Zwischenzeit ist eine Menge passiert: Die Sampleplayer wurden weiterentwickelt, manche sind auf Instrumententypen spezialisiert, und bei einigen steckt unter der Haube ausgewachsene Soundsynthese. Es gibt heute viel mehr Sample Librarys, und damit stellen sich neue Archivierungsfragen. Auch Controller-Einsatz sowie leicht erreichbare Artikulations-Samples erweitern das Ausdrucksspektrum mittlerweile deutlich. Genügend Stoff also für eine zeitgemäße Herangehensweise mit ganz neuem Ansatz. Denn im gleichen Zeitraum sind die Anforderungen an Musiker und Produzenten gestiegen, all diese Optionen und Features zu überblicken – und vor allem auch zu beherrschen. Mit all diesen veränderten Aufgabenstellungen wird sich die neue Workshopreihe Modern Sampling beschäftigen und Antworten geben auf solche Fragen:

  • Warum selber sampeln, es gibt doch schon so viel?
  • Wie organisiere ich meine ganzen Sample Librarys und finde schnell den passenden Sound?
  • Sind alle Sampleplayer gleich, oder gibt es wesentliche Unterschiede?
  • Was macht alte Fairlight und Emulator II Samples so charmant?
  • Controllereinsatz und Key Switches – lohnt sich das?
  • Welche Software für Loops, Cleaning, Archiv usw. brauche ich für eigene Samples?

Selbstredend werden noch viele weitere Aspekte angesprochen und auch mit konkreten Arbeitsbeispielen genau beleuchtet, die Workshopreihe richtet sich also insbesondere an Musiker, die an handfester Praxis interessiert sind. Es ist vorgesehen, Modern Sampling als regelmäßige Reihe erscheinen zu lassen, und so haben Sie auch Gelegenheit, in der Kommentarfunktion eigene Themenwünsche für künftige Folgen vorzutragen.

Bevor es mit einer Samplingsession losgeht, ist eine sorgfältige Arbeitsvorbereitung nützlich. Und genauso startet diese Workshopreihe mit einem ersten allgemeinen Rundgang, um Ihnen einen Überblick zu verschaffen. Lassen Sie uns also zunächst anschauen, was bei Modern Sampling so alles auf Sie zukommt und welche Instrumente und Computersoftware mit Samples zu tun haben. Dabei können Sie überprüfen, was davon Sie selber bereits besitzen und bekommen wichtige Hinweise darauf, welche Tools Ihnen möglicherweise noch fehlen. Eine kleine Auflistung der betreffenden Websites zum direkten Anklicken finden Sie stets am Ende der Workshopfolgen. Doch keine Bange, Sie müssen dafür kein Geld ausgeben, ich habe genügend Software für Sie gefunden, die gute Dienste leistet und als Freeware zu haben ist. Ausgerüstet mit diesen Werkzeugen kann es dann ab der nächsten Folge auch direkt losgehen mit dem Sampeln.

Beginnen wir zunächst mit den Sampleplayern, denn dort landen Ihre eigenen Kreationen, und an gleicher Stelle geht es auch um die Archivierung der vorhandenen Sample Librarys. Aktuelle Sampleplayer für Computer gibt es in kaum noch überschaubarer Menge, so listet die Datenbank von kvraudio derzeit über 900 Programme, die in irgendeiner Weise Samples wiedergeben können. Das Spektrum reicht dabei von reinen Abspielern für z.B. einzelne WAV Dateien bis hin zu ausgefuchsten Spezialplayern für besondere Stilrichtungen wie Hip Hop, Reggae, Filmsound usw. sowie bestimmte Instrumente, also etwa Drums, Klavier, Orchesterinstrumentarium. Mit der Folge, dass die Sampleplayer mit entsprechend individuellen Bedienoberflächen und teils gigantisch großen Librarys ausgerüstet sind. Speziell der Umgang mit einer Vielzahl von Samples will praxisgerecht organisiert werden, und wir greifen das Thema in einer Workshopfolge auf. Auch Rechenleistung des Computers spielt eine Rolle, besonders wenn viele Instrumente und Noten gleichzeitig wiedergegeben werden müssen. So wird es um externe Speichermedien gehen und nicht zuletzt die wichtigen Backups. Sehen Sie hier einige typische Vertreter der Sampleplayer:

Weit verbreitetetes Sampleformat: Native Instruments Kontakt.

Weit verbreitetetes Sampleformat: Native Instruments Kontakt.

 

Spectrasonics Omnisphere: Sampleplayer mit Sounds der Extraklasse.

Spectrasonics Omnisphere: Sampleplayer mit Sounds der Extraklasse.

Forum
  1. Profilbild
    Stue

    Finde die angekündigte Serie sehr viel versprechend und bin sehr gespannt.
    Audacity läuft ja auch auf Mac OS X. Gibt es zu den anderen beiden Software-Empfehlungen für Mac Alternativen?

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Speziell Sustain-Loop Programme als Freeware für Mac sind mir trotz sorgfältiger Suche keine bekannt. Sollte jemand sowas ausfindig machen, dann kann man das hier posten. Ansonsten werden in der Workshopreihe natürlich auch kommerzielle Programme erwähnt, im Falle Sustain-Loops machen mit Mac also z.B Redmatica Autosampler und Skylife Music SampleRobot.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Tja, da heißt es wirklich dran bleiben. Danke schon jetzt für die Mühe beim Schreiben des Rundganges und für die kommenden Folgen.

  3. Profilbild
    medusaland

    Endlich… 5 Sterne von mir! Gut und verständlich geschrieben :-) ich bin gespannt wie es weiter geht!

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