Workshop: Modern Sampling – Teil 1

Insbesondere Endless WAV ist eine große Hilfe, wenn es darum geht, Sustain-Loops zu erzeugen. Damit ist gemeint, ein kurzes Audiosignal künstlich zu verlängern. Samples loopen ist ein allseits recht gefürchteter Job, jedoch ein wichtiger Arbeitsschritt beim Sampeln von Instrumenten, daher werden wir uns in einer Folge nahezu ausschließlich damit befassen. Der Vorgang ist tatsächlich ein wenig tricky, und hier sehen Sie auch worauf es dabei ankommt:

Schon optisch erkennbar: So sieht ein misslungener Sustainloop aus.

Schon optisch erkennbar: So sieht ein misslungener Sustainloop aus.

 

So muss ein Sustainloop aussehen, damit es keine störenden Knackser gibt.

So muss ein Sustainloop aussehen, damit es keine störenden Knackser gibt.

Wie Sie sehen, ist es ist also schon optisch erkennbar, woran man einen guten Loop vom schlechten unterscheiden kann. Und von einigen Ausnahmen abgesehen (voller Ausklang, One-Shots) kommen wir ohne Sustain-Loops nicht zurecht. Hierbei geht darum, das so schnell und effektiv wie möglich hinter sich zu bringen, und dazu bedarf es spezielles Know How. Ich werde Sie dabei tatkräftig unterstützen, denn durch meine Hände sind in vielen Jahren buchstäblich Tausende Sustain-Loops gegangen und alle Tricks fürs richtig Schnellsein gebe ich Ihnen einfach so weiter. Spätestens an dieser Stelle werden wir uns auch den verschiedenen Instrumenten, die gesampelt werden, detailliert widmen. Samples analoger Synthesizer erstellt man anders als welche von Folkloreinstrumenten. Sustainloops können mal lang oder kurz sein, das kommt auf das Instrument an. Gelegentlich helfen mehrere Dynamikstufen für authentische Resultate, im anderen Fall kann es dagegen schöner sein, das im Sampleplayer nachzubauen. Auch das Mapping aller Einzelsamples eines Multisamples wird ein Thema sein, wo es darum geht, eine klangliche Konsistenz über die Tastatur hinweg zu erreichen.

Und zwischendurch werden immer wieder spezielle Tipps und Tricks für die Praxis eingestreut, dazu Gedankenanstöße für kreatives Sampling und gelegentlich kleine Motivationshinweise, damit Ihnen bei der teils etwas mühseligen Samplearbeit nicht die Geduld flöten geht. Denn wir sprechen in diesem Workshop Klartext: Eigene Samples wollen konzipiert, aufgenommen, bearbeitet, gemappt, formatiert und benannt werden – das alles kann schon mal richtig zeitintensiv sein. Und das gilt auch für die Organisation der Samples. Aber als angemessener Lohn für die Mühe winken individuelle Sounds, ein lässig-flotter Umgang mit Sampleplayern und Ihr endlich gründlich aufgeräumtes Soundarchiv, dank dessen Sie in Windeseile bestimmte Klänge finden. Damit Sie sich also statt auf Technik voll auf Ihre Musik konzentrieren können.

Wenn ich mit diesem kleinen Themenrundgang Ihr Interesse geweckt habe, dann bleiben Sie einfach ab sofort dran am neuen Workshop Modern Sampling.

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Dieser Bericht war längst überfällig! Danke Klaus.

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    Stue

    Finde die angekündigte Serie sehr viel versprechend und bin sehr gespannt.
    Audacity läuft ja auch auf Mac OS X. Gibt es zu den anderen beiden Software-Empfehlungen für Mac Alternativen?

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      AMAZONA Archiv

      Speziell Sustain-Loop Programme als Freeware für Mac sind mir trotz sorgfältiger Suche keine bekannt. Sollte jemand sowas ausfindig machen, dann kann man das hier posten. Ansonsten werden in der Workshopreihe natürlich auch kommerzielle Programme erwähnt, im Falle Sustain-Loops machen mit Mac also z.B Redmatica Autosampler und Skylife Music SampleRobot.

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    AMAZONA Archiv

    Tja, da heißt es wirklich dran bleiben. Danke schon jetzt für die Mühe beim Schreiben des Rundganges und für die kommenden Folgen.

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    medusaland

    Endlich… 5 Sterne von mir! Gut und verständlich geschrieben :-) ich bin gespannt wie es weiter geht!

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