Workshop: Modern Sampling – Teil 3

So, jetzt widmen wir uns den einzelnen Samples. Dabei unterscheiden wir zwischen denen, die für ein Instrumenten-Multisample gedacht sind und jene, die als sogenannte One-Shots dienen sollen. Letztere sind alle die, die mehr oder weniger einfach so wie sie sind benötigt werden. Das können einzelne Percussions sein, ausladende Klangatmosphären mit klar definiertem Anfang und Ende oder auch Vocalphrasen. Solche Samples sind recht einfach zu editieren.

Bei Stereosamples werden stets beide Kanäle simultan bearbeitet. Aber Achtung, manchmal sind die beiden Kanäle nicht identisch ausgesteuert oder unterscheiden sich subtil in Klangdetails, z.B. Höhen oder Bässe. In solchen Fällen probieren Sie lieber erst mal aus, ob eine separate Bearbeitung einzelner Details sinnvoller ist. In der Regel optimiert man die Lautstärke auf 0 dB Pegel mittels Volume- oder Normalize-Funktion, schneidet danach jegliche „Luft“ vor dem Sample ab und tut das auch am Signalende oder blendet mit einem eleganten Fade-Out sanft aus.

Beim Lautmachen bedenken Sie bitte, dass damit auch eventuelles Grundrauschen deutlicher hörbar gemacht wird und eventuelle originale Lautstärkeunterschiede einzelner Signale pauschal angeglichen werden. Und da digitale Aufnahmeprozesse eine Signalübersteuerung mit einer unangenehmen Verzerrung quittieren, sollten Sie mit den Funktionen Normalize und Volume ein wenig üben, bevor Sie mit heißer Nadel stricken.

Sample Startpunkt: Hier ist Feinarbeit angesagt

Sample Startpunkt: Hier ist Feinarbeit angesagt

Damit Sie mit diesen Details vertraut werden, wird ein Sample zu Testzwecken in den Audio-Editor geladen. So können Sie üben, ohne sich Sorgen machen zu müssen, es könnte etwas unwiederbringlich kaputtgehen. Nun sehen Sie bereits grafisch, mit welchen Details Sie es zu tun haben und wo Hand angelegt werden muss. Benutzen Sie dafür gute Abhörlautsprecher oder besser noch einen Kopfhörer, um alle Ereignisse akustisch kontrollieren zu können. Stellen Sie bei Feinstjustierung die Lautstärke ziemlich hoch ein, so hören Sie auch leiseste Signale quasi „mit der Lupe“. Das garantiert Ihnen, jegliches Detail heraushören zu können. Denken Sie aber auch an ihre Ohren, denn dauerhaft hohe Schallpegel sind purer Stress für Ihr Gehör. Nach Abschluss solcher Detailarbeiten regeln Sie sicherheitshalber wieder auf einen geringeren Pegel herunter.

Awave Batch Editing: So lassen Sie gleich stapelweise Samples editieren

Awave Batch Editing: So lassen Sie gleich stapelweise Samples editieren

Klangbeispiele
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    AMAZONA Archiv

    sehr schön und überhaupt nicht langatmig das Thema vermittelt. Eine extrem interessante Serie. Prima gemacht Klaus!

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      AMAZONA Archiv

      Danke für’s Feedback, Marko! Gut das zu wissen, denn hier soll der Einsteiger genauso wie der Erfahrene Spaß dran haben. Und das scheint ja zu klappen.

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    bytechop  

    Sehr interessanter Artikel. Ich suche noch ein Tool mit dem ich Loopinformationen in die WAV schreiben kann. Grundsätzlich macht das auch EndlessWav aber Battery lässt trotzdem keine automatisches slicen zu. Battery benötigt AcidLoop Informationen, jetzt möchte ich mir jedoch nicht Acid kaufen und suche nach einem Tool was das ganze eventuell sogar als batch erledigt. Vielleicht habt Ihr ja einen Tipp. Gruß&Sonne T

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    Despistado  

    Kann denn Manytone Manymapper auch für andere Formate als Wusikstation Dateien erstellen?
    Außerdem fehlt auf deren Seite ein Download-Button, obwohl es Freeware sein soll…

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      k.rausch  RED

      Manymapper speichert in den beiden Formaten ws-engine und Dashsnd ab. Es ist kein Freeware Programm, sondern befindet sich auf der Website des Herstellers Manytone Music in der Freezone. Zugang zum Download bekommen Kunden, die dort eines der VSTs gekauft haben, z.B. ManyOne. Das ws-engine Format lässt sich z.B. mit dem Extreme Sample Translator in andere Formate konvertieren, z.B. NI Kontakt, SF2, FXP Halion.

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        Despistado  

        Ach so, schade.
        Gibt’s denn auch ein Freeware-Programm mit dem man Multisamples auf einfache Weise am Computer erstellen kann?
        Sowas suche ich nämlich schon lange.
        Es gibt wohl welche für versch. Formate aber die ermöglichen es „nur“ die Samples automatisch auf nebeneinanderliegende Tasten zu mappen.

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          k.rausch  RED

          Bis heute kenne ich keine entsprechende Freeware. Als preiswerte Lösung hatte ich das daher in den Artikel als passable Option eingebaut, wenn man nicht z.B. Kontakt benutzen will, das ja ebenfalls automatisch mappen kann.

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            Despistado  

            Hm ja, preiswert ist es ja eigentlich schon (wenn ich’s auch etwas seltsam finde, dass ich dafür erst ein Plugin kaufen muss, das ich nicht will) aber die Frage die sich mir stellt ist, ob’s denn auch wirklich einwandfrei funktioniert, also so dass die Samples automatisch richtig verteilt werden (bei korrekt gesetztem Rootkey).

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              k.rausch  RED

              Ja, das tut es. Voraussetzung ist lediglich eine korrekte Samplebeschriftung. Wenn es z.B. Moogbass C3 usw. Wenn du ausschließlich am Manymapper Interesse hast: Einfach eine Mail an den Hersteller senden.

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    TobyB  RED

    Hallo Klaus,

    ich hab mal ein spezielles Problem, aus der Zeit wo ich noch mit Trackern musizierte, habe ich etliche Samples >400 , im wav Format 16 Bit 44.1khz, encodiere ich die nun nach dem Link auf die Apple Supportseite als AIF, bekomme ich zwar AIF Dateien allerdings sind die dann in einem Logic Projekt mit 44.1khz Auflösung etwa 2 Ticks zu lang bei One Shoots ist das kein Thema, aber bei Loops, rutsche ich dann aus dem Taktraster. Ich vermute das beim transkodieren von wav zu aif die Samplingrate auf 24 bit erhöht wird. Hast Du eine Idee?

    Gudde

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      k.rausch  RED

      Ich schaue mir in solchen Fällen die ID Card der Datei an, und zwar im Audio Editor (externe Software, nicht DAW). Daraus wird Sampling Rate und Frequenz ersichtlich. Stimmen die nicht mit einem bestimmten Projekt überein, dann wird das direkt im Editor konvertiert.

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        TobyB  RED

        Hallo Klaus,

        Danke für den Tipp, ich hab das mal gemacht, sieht schon mal ganz gut aus. Das Dumme ist, das Apple das AIF Format für Apple Loops aufgebohrt hat und im Dateiheader Informationen, wie Pitch, Tempo, Takte und diverse Metadaten packt. Die fehlen, weil iTunes die plattmacht oder nicht befüllt. Also weiter im Handbuch gelesen, Apple Loop Utility sollte bei Logic 8 und 9 Usern sich im Ordner Dienstprogramme verstecken. Einmal laut geschrien, weil mindestens 10 x um den Kirchturm gekreist. Leider kennt dieses Tool keinen Batch Modus. Sondern möchte für jedes Sample die Metadaten von Hand erhalten, dafür nimmt es selbst exotische *.wav und andere Quelldateien an und liefert akkurate Apple Loops :-) Fragt sich nur, wann ich 482 Samples konvertiere.

        Auf ähnliche Weise Funktioniert das auch mit Recyle Dateien, beides ziemlich gut hier beschrieben. Für die wiederum gibt es einen Batchmodus.

        http://hel.....tasks=true

        Für Umsteiger von Windows absolut lesens und empfehlenswert.

        Gudde

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    TobyB  RED

    Ei Gudde ,

    Nachtrag zu Apple Loops Dienstprogramm, damit mein Postfach wieder leer wird.

    1. Das Apple Loop Dienstprogramm ist nicht mehr Bestandteil von Logic X.

    2. Es kann über das Apple Developer Programm und eine Apple ID kostenlos bezogen werden.

    3. https://developer.apple.com/ > Anmelden oder Registrieren

    4. Anschliessend ins DEV Center https://developer.apple.com/devcenter/mac/index.action

    5. View all downloads https://developer.apple.com/devcenter/mac/index.action

    6. Applications > download Applo Loop Utility SDK 3.0.1

    7. Spass haben. :-)

    Warum das dort abgelegt wurde, siehe Dokumentation des SDKs :-)

    ToB

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