Workshop: Playing Arpeggiolines – 4

25. Januar 2006

Arpeggio-Workshop IV

Im vierten  Teil der Arpeggio-Workshopreihe auf AMAZONA.de geht es diesmal weniger um das Nutzen dieser Technik für das Solospiel, als vielmehr um Anregungen zum Kreieren von Riffs und Hooklines. Auch hier werde ich wie bisher Beispiele und Tipps geben, um den Einstieg zu erleichtern.

Ich hoffe, ihr hattet Spaß und genügend Zeit & Muße, euch in die letzten Folgen der Workshopreihe einzuarbeiten, so dass wir jetzt mit frischem Wind an die neuen Sachen rangehen können!

Das erste Beispiel zum Kreieren eines Riffs basiert auf einem E7-Arpeggio und bietet aufgrund seines doch recht leicht zu spielenden Fingersatzes und unter Zuhilfenahme der leeren E-Saite interessante Klangaspekte.

Die Grundstruktur dieses Arpeggios besteht aus den Tönen E-G#-H und wiederum E als Oktavton auf dem siebten Bund der A-Saite. Die gespielte Rhythmik sind sechzehntel, d.h. also 4 Noten pro gezählter Viertelnote.

Abbildung 1.

e -|—————————————————————-

h-|—————————————————————–

g -|—————————————————————-

D -|—————————————————————-

A -|——————————7(4)—————————–

E -|-0—-4(1)—5(2)—7(4)———-7(4)—5(2)—4(1)—-0–

Hier nun das gleiche Thema, allerdings in einer Moll-Variante. Es ändert sich lediglich die Terz des Arpeggios – alle übrigen Intervalle bleiben unangetastet. 

Abbildung 2.

e-|—————————————————————–

h-|—————————————————————–

g-|—————————————————————–

D -|—————————————————————-

A -|——————————7(4)——————————

E -|-0—-3(1)—5(2)—7(4)———-7(4)—5(2)—3(1)—-0–

Doch zurück zum Ausgangsmaterial, dem Fingersatz des dom7-Arpeggios.

Um dem doch sehr rudimentären Sound ein wenig Farbe einzuhauchen, werden wir nun die Fingersätze erweitern und Noten hinzu alterieren. Als sehr griffgünstig und äußerst effektiv scheint die Erweiterung um eine Septime – in unserem Fall dem Ton D. Optimal zu erreichen ist dieser auf dem fünften Bund der A-Saite . Da sich aber auf Grund eines Tones mehr nun auch die Rhythmik ändern würde, verzichten wir auf das erneute Spielen des Grundtons E auf der A-Saite und ersetzen diesen durch die Septime.  Die leere E-Saite erzeugt genug Dampf, um dem Akkord die Grundcharakteristik und Tonalität mit auf den Weg zu geben, so dass man auf eine Oktavierung verzichten kann. Und anstelle des kleinen Fingers übernimmt nun der Mittelfinger die Verantwortung über die Septime – this rocks!

Abbildung 3.

e -|———————————————————————

h -|———————————————————————

g -|———————————————————————

D -|———————————————————————

A -|——————————5(2)———————————–

E -|-0—4(1)—5(2)—7(4)———-7(4)—5(2)—4(1)—0———

Das vierte Beispiel zeigt ebenfalls ein E7-Arpeggio, allerdings diesmal in einer etwas tieferen Lage. Als nette Dreingabe zum Alterieren dient hier die Sexte, in diesem Falle is es das C# im vierten Bund der A-Saite.

Abbildung 4.

e -|———————————————————————-

h -|———————————————————————-

g -|———————————————————————-

D -|———————————————————————-

A -|——————————5(4)————————————

E -|-0—2(1)—4(2)—5(4)———-5(4)—4(3)—2(1)—-0———

 

e -|———————————————————————-

h -|———————————————————————-

g -|———————————————————————-

D -|———————————————————————-

A -|——————————4(3)———————————–

E -|-0—2(1)—4(2)—5(4)———-7(4)—5(3)—2(1)—-0——–

 

Und hier das ganze in Kombination:

Schauen wir uns nun einmal an, wie man Rock/Pop- typische Akkordsequenzen mit Arpeggiolinien untermalen bzw. ausschmücken kann. Im nächsten Beispiel zeige ich dies einmal an Hand einer klassischen Akkordverbindung mit den Stufen VI-IV-I-V, d.h. in der Grundtonart C-Dur wären dies die Akkorde Am7-Fmaj7-Cmaj7-G7. Um das Klangspektrum und die Ausdrucksfähigkeit zu erweitern, habe ich alle Fingersätze mit einer None (9) erweitert.

Und hier die Fingersätze:

Am7/9

Abbildung 5.

e -|———————————————————————-

h -|———————————————————————-

g -|———————————————————————-

D -|—————————5(1)—9(4)—5(1)———————–

A -|——————-7(3)————————7(3)——————

E -|—-5(1)—8(4)————————————–8(4)—5(1)—-

 

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