Workshop: Playing Arpeggiolines – 6

13. Februar 2006

Arpeggio-Workshop VI

Schwerpunkt dieses Teils unserer AMAZONA Workshopreihe Playing Powerful Arpeggiolines wird diesmal der Umgang mit den exotischeren Arpeggiotypen und deren Fingersätzen sein. Obwohl es durchaus möglich ist, auch mit einfachen 3- oder 4-Klang-Arpeggios musikalisch ausdrucksstark zu spielen, bieten weitere Alterationen im Aufbau des Arpeggios kreative Möglichkeiten, die wir uns hier anhören und besprechen werden. Es lohnt sich also wieder dabei zu sein!

Und da wir im letzten Teil unserer Workshopreihe ausgiebigst von der Sweeping-Technik Gebrauch gemacht haben, werden wir diesmal versuchen, die Arpeggien zum Kreieren einer Hookline, bzw. einer Melodie zu nutzen.

Beispiel 1 zeigt ein A-maj7/#11-Arpeggio. Der Fingersatz umfasst drei volle Oktaven und ist ganz im Gegensatz zu unseren bisherigen Arpeggiotypen, bei denen wir mit der sweeping-Technik gearbeitet haben, lediglich mit normalem Picking und/oder der Hammer On/Pull Off-Technik zu spielen.

Da in unserem Ionischen System ja auf den Stufen I und IV maj7-Akkorde stehen, erscheint somit das Arpeggio in einem lydischen Klangcharakter, wenn wir E-Dur als Stammtonart wählen.

Die Rhythmik in unserem Beispiel besteht aus Achtelnoten.

Abbildung 1.  Amaj7#11-Arpeggio

e -|——————————————————————————

h -|——————————————————————————

g -|———- ———————————————6(1)—8(3)—9(4)–

D -|——————————————-6(1)—7(2)———————–

A -|——————4(1)—-6(3)—7(4)—————————————

E -|—–4(1)—5(2)————————————————————-

 

e -|——————-9(1)—11(4)—12(4)—11(4)— 9(1)——————-

h -|—–9(1)—10(2)—————————————–10(2)—9(1)—–

g -|———- ——————————————————————–

D -|——————————————————————————

A -|——————————————————————————-

E -|——————————————————————————-

 

e -|——————————————————————————-

h -|——————————————————————————-

g -|—9(4)—8(3)—6(1)——————————————————–

D -|————————7(2)—6(1)——————————————-

A -|————————————-7(4)— 6(3)— 4(1)———————

E -|————————————————————5(2)— 4(1)——-

Wie man hören kann, ist der Klangcharakter dieses Arpeggios sehr schön rein und klar – besitzt aber dennoch eine mystische Färbung durch hinzufügen des Tritonus (#11), was dem ganzen einen lydischen Sound verpasst.

Da wir E-Dur als Grundtonart gewählt haben, bietet es sich nun natürlich an, zur Erweiterung ein weiteres griffgünstig liegendes Arpeggio zu nutzen, das diesen mystisch-warmen Klangcharakter unterstützt. Perfekt hierzu bietet sich ein G#-moll7 Fingersatz an, den wir  durch einen Slide vom letzten Ton des Amaj7#11-Arpeggios – dem E im zwölften Bund auf der hohen E-Saite – zum vierzehnten Bund, dem F#,  erreichen können.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Hallo!

    Mal eine Frage zu den Workshops:

    Wäre es u. U. möglich, die Tabs auch mit Guitar Pro, Sibelius oder Finale gesetzt als PDF zum Download anzubieten? So wäre es einfacher, das auszudrucken bzw. so kann ich das auch mal meinen Schülern in die Hand drücken. Ich finde es für die Schüler schon ganz hilfreich, wenn über den Tabs auch die Noten stehen (allein schon wegen der Rhythmik), was bei Text-Tabs ja leider nicht der Fall ist. Copy & Paste funktioniert auch nicht so gut bei Text :-)

    Viele Grüße,

    Markus

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