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Workshop: Pedale für Keyboarder, Teil 1 – Chorus & Flanger

Effektauswirkung auf den Klang

Was macht eigentlich ein Chorus, und was verbirgt sich unter dem Namen Flanger?

Hören Sie einfach mal rein, hier sind zwei Soundbeispiele. Im ersten hören Sie den trockenen Klang, im zweiten jeweils den Effekt zugeschalteten Effekt.

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Chorus

Electric Piano ohne Effekt:

Electric Piano mit Stereo Chorus:

 

Flanger

Sawtooth Synth ohne Effekt:

Sawtooth Synth mit Stereo Flanger:

 

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Und wie machen die das? Mit Signalverzögerung. Das Originalsignal des Klanges wird mit einer zeitlich etwas verzögerten Kopie davon gemischt. Damit diese Signalverarbeitung stattfinden kann, finden Sie am Bodentreter die Ein- und Ausgangsbuchsen. Den Audio Output Ihres Keyboards verbinden Sie mit dem Input des Effektgerätes. Und dessen Output mit dem Verstärkersystem, das war’s dann schon. Oder eben alternativ die Effektwege des Mixers dafür benutzen.

Der Chorus

Bei einem Chorus passieren intern nun zwei Dinge: Das Audiosignal wird zunächst verzögert, und zwar in einem sehr kurzen Bereich von etwa 15 Millisekunden. Diese Kopie wird mit dem Originalsignal in beliebiger Intensität gemischt. Dazu kommt noch eine Modulation in Form einer Tonhöhenmanipulation in zwei Richtungen. Einmal etwas höher als das Original und im zweiten Fall etwas niedriger, wobei das in periodischen Abständen abläuft und Beschleunigung und Abbremsen beinhaltet. Dafür wird ein LFO (= Low Frequency Oscillator) eingesetzt, den Sie wahrscheinlich schon von Ihrem Synthesizer her kennen. Im Ergebnis klingt ein zuvor recht trockener und gradliniger Sound schwebend und im positivem Sinne etwas verstimmt. Klangliche Einsatzgebiete dafür gibt’s viele und das Spektrum reicht von E-Piano bis superverwaschene Synthesizerfläche.

Mit dieser Geräteausstattung sind durchaus eine Reihe verschiedener Varianten des Chorus Effekts möglich, auch hinsichtlich technischer Umsetzung. Wie bei einem Gewürzregal in der Küche versucht nämlich der Hersteller einer Tretmine, seine eigene Rezeptur zu realisieren. Und schon merken Sie, dass Chorus nicht gleich Chorus ist, sondern sich von subtil bis erheblich unterscheiden kann. Und hier liegt Ihre Chance: Sie picken sich Ihr Idealgerät raus und basteln sich damit den Ihrer Ansicht nach besten Choruseffekt überhaupt.

Bodentreter sind, je nach Rücksichtnahme des Herstellers auf Grobmotorik der Musiker, meist mit recht großen direkt erreichbaren Reglern ausgerüstet. Mit der angenehmen Folge, dass deren gerade eingestellte Position unmittelbar zu sehen ist. So klappt die Suche nach persönlichen Idealen ziemlich leichtfüßig und flott. Und man kann sich die Settings auch gut merken, meistens handelt es ja nur um zwei oder drei Sounds, die jemand für sich als super gelungen einstuft. Oder man fotografiert gelungene Resultate mit dem Smartphone als Erinnerungsstütze. Nun ist das beim Chorus noch nicht alles, denn viele Modelle erlauben es, ein Monosignal am Input in ein Stereosignal am Output zu verwandeln. Hier wird also schmal in breit verwandelt. Hören Sie das alles weiter unten im Abschnitt „Aktuelle Referenzmodelle“.

So, das war es in Grundzügen in Sachen Chorus. Nun zu den vielen verschiedenen Chorus Effektgeräten. Weil es ja unterschiedliche Auffassungen davon gibt, wie man diesen Effekt gerne hätte, welche Einstellparameter es sein sollen und wie die kontrolliert werden sollen. Sie merken also, dass man sich die verschiedenen Geräte dann wohl genauer ansehen muss, will man seinen eigenen idealen Chorus Effekt hervorzaubern.

Aktuelle Referenzmodelle

Wir haben mal drei Modelle verschiedener Hersteller herangezogen, um Ihnen das nahezubringen.

Harley Benton Classic Chorus

HarleyXBentonXClassicXChorusXDraufsichtXdiagonal

Im peppig aufgemachten Look bietet dieser Chorus schon für 29,90 Euro den klassischen Effekt in ordentlicher Klangqualität. Das Blechgehäuse in Hellblau ist ganz schön massiv und nicht das allerkleinste. Die Bedienung erfolgt mit großen Chickenhead Reglern, was der Übersicht außerordentlich dienlich ist. Gespart wurde an den Einstelloptionen, hier gibt’s nur Rate (Tempo) und Width (Intensität). Die Signalverarbeitung ist komplett Mono. Das Batteriefach ist in der Bodenplatte untergebracht und ohne Werkzeug zu öffnen. Die Batterie muss reingefummelt werden, das Fach ist knapp bemessen.

Zwei Soundbeispiele:

Variante 1

Variante 2

 

HarleyXBentonXClassicXChorusXDraufsicht

Der Effektsound geht vor allem angesichts des geringen Kaufpreises voll in Ordnung. Der Schalter, mit dem auch auf True Bypass gewechselt wird, tut spürbar seine Pflicht und eine rote LED zeigt den Effektbetrieb an. Etwas empfindlich geht der Classic Chorus mit dem Eingangssignal eines Keyboards um, das kann bei höheren Pegeln schon mal zu Verzerrungen führen. Hier ist das Einschleifen in die Effektwege des Mixers empfehlenswert. Unterm Strich lässt sich dem Classic Chorus Einsteigerqualität bescheinigen, die Regelbereiche entsprechen dem Durchschnitt. Er bringt also den grundsätzlichen Chorus Effekt und das bei einem gewissen Eigencharakter. Eine deutsche Bedienungsanleitung ist dabei, Batterie oder Netzgerät muss man dazukaufen.

BOSS Super Chorus CH-1

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BOSS ist als Ableger von Roland ein alter Hase in Sachen Chorus und dementsprechend erfahren. Das hellblaue Blechgehäuse ist massiv und die Größe geradezu typisch für Bodentreter. Der großflächige Fußtaster ist gleichzeitig der Deckel des Batteriefachs, man dreht einfach die Rändelschraube, bis er sich hochklappen lässt. Für nur 85,– Euro werden gezielt die richtigen Parameter geliefert, die einen guten Chorus ausmachen: Level, Rate (Geschwindigkeit) und Depth (Intensität), dazu ein EQ. Und einen Stereoausgang hat er auch, wodurch er ein blasses Monosignal zusätzlich auf volles Panorama ausbreitet. Mit dem EQ kann dem Sound bei Bedarf eine ordentliche Extra-Portion Brillanz verpasst werden. Der Effektcharakter ist insgesamt ziemlich ausgewogen und nie wirklich aufdringlich.

Zwei Soundbeispiele:

Variante 1

Variante 2

 

BOSSXSuperXChorusXCH1XDraufsicht

Mitgeliefert wird eine Batterie und die ausführliche Bedienungsanleitung in englischer Sprache. Auch mit Hilfe von hübschen Bildchen wird alles fein säuberlich erläutert, und es sind sogar 4 blanko Grafiken für eigene Settings abgedruckt. Die Regler sind zwar eng nebeneinander platziert, jedoch angenehm robust und griffig verarbeitet. Eine Rasterung für die Reglerpositionen gibt’s nicht, da kann man sich bei Notizen mit Typ Uhrzeit helfen. Der CH-1 zählt zu den meistgekauften Chorus Effekten der Welt, mit dem kann man als Einsteiger wirklich nichts falsch machen.

Ibanez CS Mini Chorus

IbanezXMiniXChorusXDraufsichtXdiagonal

Erst seit ein paar Monaten ist dieser Chorus auf dem Markt. Er ist angelehnt an einen hauseigenen Klassiker aus den späten 70ern, das war der CS-505, und abgesehen davon, dass er dem gegenüber enorm geschrumpft ist, orientiert sich sogar der Look am Vintage Vorbild. Die Bedienungselemente beschränken sich auf die wesentlichen Parameter Effekttiefe (Depth), Geschwindigkeit (Speed) und Level. Nur der Speed Regler ist richtig groß, die beiden anderen sind ultra-mini, was das Hantieren damit etwas fummelig gestaltet. Zur Kontrolle gibt’s eine rote LED. Und mit dem Fußtaster wird der Effekt ein- und ausgeschaltet. Angesichts der kompakten Größe ist das Teil überraschend gewichtig, und das ist gut für strapaziösen Bühneneinsatz. Der Spaß kostet 89,– Euro und liefert dafür einen prima Chorus Effektsound, jedoch nur in Mono.

Zwei Soundbeispiele:

Variante 1

Variante 2

 

IbanezXMiniXChorusXDraufsicht

Eine deutsche Bedienungsanleitung ist dabei, die Erläuterungen beschränken sich allerdings aufs Wesentliche. Nicht mitgeliefert wird ein Netzgerät, und das ist auch die einzige Methode der Stromversorgung. Batteriebetrieb ist nicht, das Gehäuse ist einfach zu klein dafür. Zum Einstandspreis ist also noch ein Zwanziger oder so fürs Netzgerät draufzurechnen.

Welche Alternativen gibt es eigentlich? Zahllose. Diese Art Effektgeräte gibt’s wirklich wie Sand am Meer, geben Sie mal Chorus als Suchbegriff bei einem großen Online Musikalienhändler ein. Wenn Sie da Dutzende Treffer vorgesetzt bekommen, dann sollten Sie nicht besonders überrascht sein. Die Ausstattungsmerkmale und auch die Preise haben Bandbreite. Jeder Hersteller schwört auf seine Effektrezeptur und auch den Look beim Gehäuse samt Regler. Ja, auch Bodentreter sind willige Objekte gerissener Designer! Hier ist also selber ausprobieren angesagt und es kann durchaus vorkommen, dass man sich mal für einen Chorus entschieden hat, den eine Weile einsetzt und irgendwann einen anderen findet, den man plötzlich für besser hält.

Geschichte und Geräteklassiker

Mit Chorus Effekten angefangen hat es in den späten 70ern, und im Laufe der Zeit haben es manche davon zu gefragten Vintage Geräten gebracht. Ein bekannter und als kultig eingestufter Vertreter ist das BOSS Chorus Ensemble.

BOSSXChorusXEnsembleXVintage

Für solche analogen Vintage Geräte werden heutzutage durchaus Liebhaberpreise bezahlt, und es ist noch nicht mal leicht, welche zu beschaffen.

Ebenfalls beliebt ist der TC Chorus SCF, seit Jahren ein echter Klassiker und neu für etwas mehr als 200,– Euro zu haben. Neben dem oben vorgeführten BOSS CH-1 gibt es noch weitere vom selben Hersteller, die sämtlich aus plausiblen Gründen einen guten Ruf bei Musikern haben. Das gilt auch für die verschiedenen Chorus Modelle von Ibanez, diese Company hat ebenfalls lange Jahre Erfahrung damit.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    gutzufuss  

    Find ich klasse, den neuen Workshop. Oftmals nutze ich Effekte einfach nach Gehör, ohne mich mit deren Wirkungsweise detailliert zu beschäftigen. Auf der Suche nach einem geeigneten Chorus für meinen Korg Minilogue bin ich übrigens auf den analogen Ibanez SC10 gestoßen. Der zusätzliche Regler für die Delay-Time (leider recht selten) birgt tolle Eingriffsmöglichkeiten. Auch der allgemeine Klangeindruck hat mich schnell überzeugt. Da geht die Sonne auf! Er ist aktuell mein Lieblingschorus.
    Den gibt es zwar nur gebraucht, aber mit 30-40 Euronen recht günstig.

    • Profilbild
      k.rausch  AHU

      Dann passt es ja, dass in der nächsten Workshopfolge zufällig der Korg Minilogue im Zusammenspiel mit Bodentretern seinen Auftritt hat. Und danke für die Hinweise!

      • Profilbild
        Joghurt  AHU

        Minilouge trifft es somit gleich doppelt: Ableton hat vor einiger Zeit ein Portrait von Minilouge (der Band) gezeigt (sollte immer noch online sein), bei welcher sie unter anderem ihr recht grosses Arsenal von Bodentretern vorgstellt haben. Gleich als ich den Titel dieses Workshops gesehen hatte, musste ich an dieses Video denken.

        Und: sehr klasse gemachter Artikel, danke!

    • Profilbild
      dilux  AHU

      guter tip! habe gerade ein paar yt-vids geschaut, hört sich wirklich gut an.
      bin ich eigentlich der einzige, der jahrelang dachte, ibanez sei eine spanische firma? :D

        • Profilbild
          dilux  AHU

          au mensch, die hab ich ja total vergessen, die waren total klasse! danke für die aktivierung verschütt gegangener jugenderinnerungen :)

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          Atarkid  AHU

          Hrhrhr… Fred Clever und Jeff Smart.. Frl. Ophelia und Bakterius wären auch klasse Namen für Bodentreter :)… Ophelia wär natürlich irgendwas zum „anfetten“…

  2. Profilbild
    dilux  AHU

    kann mich meinen vorpostern nur anschliessen, bodentreter sind für keyboards/synthies absolut unersetzlich.
    zwei dinge wollte ich noch anmerken: die meisten synthies haben eigentlich einen mastervolume, den darf man ruhig mal anfassen, wenns in der effektkiste zerrt :)
    und wenn man es gerne ein wenig experiementell mag, kann man den chorus auch gerne mal auf atonale sounds (drums/fx/noise etc.) anwenden, da springen manchmal interessante klänge bei raus.

  3. Profilbild
    costello  RED

    Sehr schöner Workshop, danke! Ich hatte an meinem Wurlitzer 200A immer den Boss Chorus CE-2 und einen Boss-6-Bandequalizer. Aber mein Wunschtraum war immer das legendäre CE-1 von 1976. Eine Weile habe ich mit der virtuellen Nachbildung, dem Boss CE-20, getröstet. Nett; aber nicht das Wahre. Und dann konnte ich endlich ein CE-1 ergattern – das Teil ist wirklich ein Traum. In Sachen Chorus sogar immer noch das Maß aller Dinge, würde ich sagen. Damit kann ich meinem 1-VCO-Synth ARP Axxe herrlich subtile und warme Schwebungen mitgeben. Es klingt nicht aufdringlich nach Chorus, sondern breit und wirklich fast nach einem zweiten, minimal verstimmten VCO.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Costello,

      klingt gut, mein Chorus Äquivalent wäre der Boss RCE-10 und der Boss RGE-10. Technisch gesehen ein sehr spezieller 80er 1/2 Rack Effekt. Aber ich persönlich finde den Chorus/Ensemble Effekt sehr gut und ist mein Mass allerdinge um schöne warme Schwebungen zu erzeugen.

      • Profilbild
        costello  RED

        Hallo Toby, habe mir daraufhin gleich Deine Leserstory zum RCE-10 angesehen. In den Soundbeispielen ist ja auch E-Piano dabei. Genau, wie Du schreibst – die 12 Bit-Technik hat wirklich Charme. Ein anderes Teil, was nicht so subtil klingt (aber ziemlich geil) ist auch das gute alte Yamaha SPX-90. Noch öfter als Chorus verwende ich da den „Symphonic“-Effekt. Damit „veredle“ ich gerne Flächensound vom Moog Opus 3 oder meinem Matrix-1000.

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Hallo costello,

          danke für den Tipp mit dem SPX-90, ich hab dann gleich mal GAS gehabt ;-) Ich will nicht sagen das ich den RCE-10 gesucht hab. Aber als ich das System 1m gekauft habe, fehlte eben ein passender Chorus. Und das ergänzt sich gut. Ich setze ihn auch gerne mit dem Matrix1000 ein, da der RCE schön schwebt, aber nicht zu sehr vintage verfärbt, wie die EHXe. Nicht das ich das schlecht finde aber es muss passen und nicht immer ist ein JMJ Gedächnissound angebracht. Mittlerweile habe ich auch noch das RDD-20, eigentlich ein klassischer Delay. Aber, er kann auch Flange und Chorus. Desweiteren hat er einen Modulationseingang. Derzeit setze ich ihn mit dem EHX Crash Pad, der Super Space Drum und dem Random Ton Generator ein. Für Lasersweeps, Bleeps und sehr perkussive Synthsounds geht da die Sonne auf.

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Vielen Dank für die Serie. Zum Thema Chorus/Flanger möchte ich die Electric Mistress von Electro Harmonix ins Rennen werfen, die gleichzeitig Flanger und Chorus liefert, und zudem ein Mono-Signal in Quasi-Stereo verwandelt. Mein Little-Phatty geht nicht mehr ohne.
    .
    Sehr gespannt bin ich auf den Teil, der die Abteilung Overdrive/Distortion/Fuzz abhandelt. Ich habe zwar inzwischen eine sehr angenehme Lösung zum „warmen anzerren“ eines Synthesizers gefunden, aber da muss doch noch mehr drin sein wenn man den Synthsound nicht völlig zerstören will, sondern nur etwas mehr „drive“ verpassen will.
    .
    Oder?

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Thomas,

      für eine Roland TB 3 ist z.b. das Boss Blues Driver BD-2 sehr genial. Waldorf Rocket geht gut mit Big Muff Bass in der Grünen Version. Ansonsten bekommt man einen cremigen Fuzz mit einem ollen dbx166 gut hin oder mit dem WA 76 in der Mojo Stellung. Okay nicht dafür gedacht geht aber ;-).

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Hey Toby! Wie kann ich einen Kompressor wie den dbx 166 zum zerren bringen? Einfach die Eingangsstufe übersteuern? Warum sollte der 166er das so schön cremig hinbekommen?

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Hallo Thomas,

          jepp, ich hab das mal fehlerhaft gemacht und dann halt rumgespielt. Mit cremig meinte das die Zerrung anders klingt als bei einem Verzerrer. Also es ist keine harte Verzzerrung und von daher ist das für mich cremig.

  5. Profilbild
    monopuls  

    Super Thema,
    es gibt zu wenig davon im Netz – geschweige denn Soundbeispiele auf YT.
    Ich selbst verwende gern Muff, Stone und Clone von EHX und die Moogerfooger Clusterflux und 12 Stage Phaser.
    Wegen der fehlenden Soundbeispiele und der Unsicherheiten, was die Pegelverträglichkeit angeht, ist man natürlich auch nicht sehr experimentierfreudig.
    Schön wäre eine Fusion Serie ‚Synth&Mine‘ – jeder, der eine gute Tretmine ausgemacht hat, stellt eine kurze Beschreibung ein.

  6. Profilbild
    Pflosi  

    Danke für den hübschen Bericht. Ich würde bei Bodentretern (wie bei Modular Synths) noch anfügen: Achtung Suchtgefahr! :)

    Wer auf der Suche nach DEM Roland Sound ist (CE1, Dimension D), soll mal den Oakley SE330 als Alternative in Betracht ziehen. Ist zwar DIY und keine Stomp Box, macht aber ja nichts… Kommt jedenfalls sehr nahe an den Sound ran. Das schöne „Vibrato“ Setting vom CE1 ist allerdings etwas schwieriger zu ersetzen…

    Etwas vermisst habe ich einige einleitende Worte zu Impedanzen. Die sind IME das grössere Problem als die Levels (wie jemand schon gepostet hat, Levels lassen sich meist einfach am Synth runterdrehen), weil idR ebenfalls für Gitarren und Amps optimiert. Idealerweise würde man Bodentreter immer mit Reamp > FX > DI > Mic Pre einbinden… Klar, etwas Overkill für einen 20 Euro Bhrngr Klon :) Aber eine Überlegung wert, wenn man ein CE1 usw. hat…

    Cheers!

  7. Profilbild
    SpotlightKid  

    Das mit den Tretminen ist ja so ein Modeerscheinung. Waren bis vor 5-6 Jahren Multieffekte auch bei den Gitarristen noch hoch im Kurs, wird heute zusammen gestöpselt, was das Zeug hält. Hängt wohl auch mit dem momentanen Analog-Wahn zusammen, denn Effektboxen über Klinkenkabel zu verketten, mutet irgendwie analoger an. Dabei sind die meisten Pedale heute digital, wenn sie nicht nur „One-Trick-Ponies“ sein wollen. Die Hersteller freut die Modularisierung, denn so kann man mehr Geld pro Effekt verlangen und das ganze Zubehör (Kabel, Netzteile, Pedalboards) wird ja auch noch gebraucht.

    Ich empfehle, nicht immer nach dem neuesten Gerät zu lechzen, sondern zu schauen, was man schon im Gerätefuhrpark hat und zweckentfremden kann. So kann ist z.B. vlt. der Kompressor im alten Line6 Pod für Drums oder die Synth-Bassline brauchbar oder der Roland Minicube Amp gibt dem Synth-Lead den richtigen Crunch. Gute Effektprozessoren verstecken sich an vielen Stellen. Ich verwende gerne die Effekte meines digitalen Multitrackrecorders, einem fast 10 Jahre alten BOSS BR-600. Chorus, Phaser u. Hall darin sind besser als viele in Synths Eingebaute und als die der 30-Euro Bodentreter allemal. Die Anschlüsse sind nicht ideal, aber im Studio ist das mit entspr. Adaptern kein Problem. Der fehlende direkte Parameterzugriff wird dadurch kompensiert, dass man eigene Presets speichern kann.

    • Profilbild
      Atarkid  AHU

      Multi-FX mochte ich noch nie. Zu meiner „Guitar-Hero“-Zeit hatte ich ein A3 von Korg. Dafür hab ich praktisch meine Boss-Tretminen entsorgt. Was für ein Fehler. Seitdem kommt mir sowas 19″-mäßiges nicht mehr ins Haus. Gibt heutzutage bestimmt gutes Zeug, aber ein gebranntes Kind usw… Was Du da über deinen Multitracker schreibst, ist witzig. Sollte ich vielleicht mal ausprobieren. Auch das mit dem Line6 Pod, der nur rumliegt. Hey, das ist überhaupt ne saugute Idee, der hat ja alles an Bord was man so brauchen kann… Ich kram den sofort raus!!! ;). Soweit ich mich erinnere, hat das Ding auch ein sehr angenehmes Delay.

  8. Profilbild
    DANIEL FISCH  

    Benutze den Boss Chorus CE-2 seit Jahren. Werde die Neuauflage CE-2w von Boss/Waza Craft kaufen, mit Stereo Output und, besonders interessant: CE-1 Modus!

  9. Profilbild
    pol/tox  

    EHX Epitome + Pigtronix Echolution 2 sind die Gründe warum ich meine Arturia Drumbrute nicht viel eher verkauft habe. Grade Epitome kommt gut um langweiligen Drums Leben einzuhauchen.

  10. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Meine positive Überraschung war der FL-100 Flanger von Harley Benton. Für wenig Geld erhält man einen schön tiefen Stereo-Flange-Effekt…

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