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Workshop Vintage: Arpeggiatoren verstehen und kreativ einsetzen

So entstehen Synth-Runs

16. Mai 2026
Workshop Vintage - Arpeggiator Roland Juno 60

Roland Juno-60 Arpeggiator

In den 70er-Jahren begannen Synthesizer, von selbst zu spielen. Ohne Sequencer entstanden Sequenzen, die uns in himmlische Sphären und wieder zurück brachten. Was vielleicht nur als einfache Spielhilfe gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem wichtigem Werkzeug elektronischer Musik. Der Roland Jupiter-4 war einer der ersten Synthesizer, der über einen Arpeggiator verfügte. Bis heute finden sich in zahlreichen Synthesizern und Plug-ins Arpeggiatoren,  vom einfachen Rauf-Runter bis zu komplexen, polyphon gespielten Grooves ist alles vertreten. Was man mit so einem Arpeggiator sonst noch so anstellen kann, lest ihr heute hier im Vintage-Workshop.

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Workshop Vintage: Arpeggiatoren verstehen und kreativ einsetzen

Der Arpeggiator des Roland Jupiter-4

Der Jupiter-4 von Roland war also einer der ersten oder zumindest der erste erschwingliche Synthesizer, der über einen Arpeggiator verfügte. Es gab vier Laufrichtungen: Up, Down, Up/Down und Random. Vor allem der Random-Modus war eine unendliche Spielwiese. Der Arpeggiator des Jupiter-4 ließ sich auch zu externen Clock-Signalen synchronisieren. Man konnte ihn z. B. mit der Roland TR-808 synchronisieren und beide im Takt spielen lassen. Eine Hold-Funktion gab es auch. Damit musste man die Tasten nicht mehr gedrückt halten und hatte die Hände frei, um am Panel Einstellungen bzw. Filterfahrten vornehmen zu können. 

Workshop Vintage - Arpeggiatoren

Der Arpeggiator des Roland Jupiter-4

Was ist eigentlich ein Arpeggiator?

Der Begriff Arpeggio stammt ursprünglich aus der Klassischen Musik. Will man keinen Fachbegriff verwenden, dann wäre „Akkordzerlegung“ die beste Umschreibung. Gemeint ist damit das (schnelle) Hintereinander-Spielen der Töne eines Akkordes. Statt z. B. einen C-Dur-Akkord gleichzeitig zu spielen, werden die Töne nacheinander abgespielt. 

Workshop Vintage

Ein Arpeggio

Der Arpeggiator erspart jahrelanges Üben und übernimmt dies Aufgabe des virtuosen Auf- und Abspielens. Man hält einen Akkord gedrückt, der Synthesizer erzeugt daraus eine rhythmische Tonfolge. Tempo und Laufrichtung kann man selbst wählen. 

Typische Modi sind: 

  • Up (von unten nach oben)
  • Down (von oben nach unten)
  • Up & Down

Manche Synthesizer haben noch zusätzlich 

  • Random (zufällig)
  • Assign oder Played Order (damit ist gemeint, dass die Töne in der Reihenfolge gespielt werden, in der sie angeschlagen wurden. Also der C-Dur-Dreiklang kann somit nicht nur als C-E-G, sondern auch als G-E-C, E-G-C oder E-C-G gespielt werden).

Wer hatte keinen?

In den 80er-Jahren war ein Arpeggiator bei Synthesizern oft noch nicht Standard. In den 90er-Jahren ging dieses Feature sogar noch deutlich zurück, weil sich die Hersteller lieber auf interne Sequencer konzentrierten. 

Hier eine kurze Liste (bei Weitem nicht vollständig) von den Geräten, die über keinen  Arpeggiator verfügten:

Sequential Prophet-5, Oberheim OB-Xa, Yamaha CS80, Moog Minimoog, Yamaha DX7, Roland D-50, Korg M1, Clavia Nord Lead, Waldorf Microwave usw. 

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Man möchte fast meinen, dass gerade jene, die gut und teuer waren, auf diese wichtige Spielhilfe verzichtet hatten. Der japanische Hersteller Roland, der ja den Stein bezüglich Arpeggio ins Rollen gebracht hatte, hatte sehr oft einen Arpeggiator implementiert (Jupiter-4, Jupiter-8, Juno-60). Auch Korg hat beim Polysix, Monopoly oder beim Poly-61 schon früh auf Arpeggatioren gesetzt. Nur Yamaha hat erst 1996 (!) beim CS1x einen Arpeggiator ins Spiel gebracht. 

Arpeggio ohne Arpeggiator und Sequencer geht das überhaupt?

Ja, das geht. Lange bevor es Arpeggiatoren gab, erzeugten Musiker bereits arpeggioartige Sequenzen, die ausschließlich durch Modulation und geschicktes Patchen erzeugt wurden. Die Zutaten sind verschieden Tonhöhen, rhythmische Wiederholung und eine zeitliche Steuerung. Im Korg MS-20 lassen sich durch Patchen des Sample & Holds (S&H) sehr experimentelle Arpeggios erstellen. Der Modulations-Generator (= Bezeichnung von Korg für den LFO) bestimmt das Tempo, die Hüllkurve das Timing. Der Ausgang des S&H moduliert die Tonhöhe, wodurch der Sound stufenweise nach oben springt statt in einem kontinuierlichen Glissando anzusteigen. Dazu habe ich ein Klangbeispiel aufgenommen. 

Workshop Vintage - Arpeggiatoren

Vor allem mit Modularsystemen lässt sich hier abgefahrenes Zeugs produzieren. Ich war ja gerade auf der Superbooth in Berlin und habe mit Staunen festgestellt, welche Vielfalt an Modulen und Herstellern es mittlerweile gibt. Mit einem Quantizer kann man aus jeder Tonhöhenmodulation eine Modulation in Schritten machen. Tangerine Dream oder Klaus Schulze waren richtige Meister im Erzeugen von organischen Sequenzen. 

Mit meinem ARP 2600 FS habe ich ein Patch gebaut, in dem verschiedene Rechteckschwingungen die VCOs modulieren. Dadurch hört man einen Dreiklang, der mit dem rhythmischen Muster „1 Achtel, 2 Sechzehnel“ wiederholt wird (Da – ti ti, Da – ti ti). Für solche Spielereien kann ich nur empfehlen, Patchbooks der alten Geräte zu organisieren. Die kann man ja bei modernen Clones genauso anwenden. Das erwähnte Patch habe ich aus zwei verschiedenen Patches kombiniert. Dazu habe ich folgendes Video gemacht:

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Mehr Informationen

Der Arpeggiator des Roland Juno-60

Als Paradebeispiel und weil ich ihn auch zu Hause habe, nehme ich den Arpeggiator des Roland Juno-60. Der Juno ist ein sehr einfacher 6-stimmiger Analogsynthesizer, der in der Popmusik bis in alle Ewigkeit seinen Fixplatz besitzen wird (davon bin ich überzeugt). Dieser verfügt über Up, Down, Up & Down, Range (3 Oktaven) und Rate (Tempo) – that’s it. Einfacher geht es eigentlich schon fast nicht mehr. 

Vintage Workshop - Arpeggiatoren

Die Synchronisation mit der Außenwelt geht über „Arpeggio Clock-In“. Dieser reagiert auf ein externes Triggersignal wie z. B. die Cowbell eines Drumcomputers. Das ist natürlich sehr cool, da der Juno dann auch verschiedene rhythmische Muster spielen kann. Ich persönlich verwende es aber selten. Die Stärken des Juno Arpeggiators liegen in seiner Einfachheit. Wenn man den Akkord mit Hold einfriert, kann man sich auf die Regler stürzen. Durch Verändern der Attack- und vor allem der Decay-Time geht die Post ab. Ich hab euch ein paar Klangbeispiele dazu gemacht. Mit Worten ist das Ganze einfach schwierig zu beschreiben. 

Ich greife oft einfach nur ein paar Töne ohne Konzept auf dem Juno und höre mir an, wie sie als Arpeggio klingen. Gefallen sie mir nicht, ändere ich die Töne. Man kann eigentlich harmonisch nichts falsch machen, finde ich. Wenn mir das Arpeggio gefällt, überlege ich mir, was ich dazuspielen könnte. Hier kann man dann natürlich mit der Auswahl der Töne schon daneben liegen.

Ich besitze viele Synthesizer und bei einigen kann der Arpeggiator die kompliziertesten Drumgrooves spielen, gleichzeitig einen Wahnsinns-Slap-Bass und das lässt sich in jedem beliebigeren Swing-Modus abspielen. Die Synths können Techno-Stabs spielen, da man jeden Rhythmus programmieren kann Aber keiner macht so viel Spaß wie der einfache Arpeggiator vom Juno-60. Klingt komisch, ist aber so. 

Wie treffe ich wieder die Eins?

Bei einem Up & Down-Arpeggio passiert es (leider) je nach Synth, dass die „Eins“ nicht mehr getroffen wird. Wenn ich einen Dreiklang spiele, muss dieser auch über drei Oktaven arpeggiert werden, damit ich in 16tel-Noten gerechnet exakt einen Takt ausfülle. Innerhalb eines Taktes habe ich dann genau 16 Noten und treffe somit wieder die Eins im nächsten Takt. Spielt man das Arpeggio nur über zwei Oktaven, treffe ich die Eins im nächsten Takt natürlich nicht mehr. Auch wenn ich vier Noten spiele, geht es sich nicht aus, weil ich dann genau 14 Noten in einem Takt habe. Man muss also immer etwas rechnen, um taktsynchrone Arpeggios zu erstellen, falls man das überhaupt will. 

Das Up & Down-Arpeggio des Korg Polysix arbeitet hier anders. Es wird die letzte Note immer einmal wiederholt, bevor die Richtung gewechselt wird. Somit hat man bei zwei Oktaven zwei zusätzliche Noten, wenn man einen Dreiklang spielt, es sind somit wieder 16 und man trifft die nächste Eins. Ich verwende jedoch meistens auch hier das Up-Arpeggio. 

Vintage Workshop - Arpeggiatoren

Wichtig ist nur, bei Up & Down aufzupassen, will man ein taktsynchrones Arpeggio erzeugen

Der Arpeggiator Live

Live lassen sich Arpeggiatoren oft nur für eine Solo-Performance bzw. für ein Intro, bei dem man mit dem Keyboard alleine spielt, einsetzen. Für das Spielen mit Band braucht es einen Click und eine Synchronisation. Ich habe zwar schon öfters versucht, das Arpeggio bei jedem Takt neu zu starten und mit einem Tap-Taster das Tempo zu korrigieren, aber man kann nie vorhersagen, ob es auch 100 % tight laufen wird. Einmal geht es gut, beim nächsten Mal läuft’s wieder auseinander. Bei der EAV hätte ich es ohne Click nicht gemacht, bei einem Club-Gig versuche ich es allerdings schon. 

Eine cooler Gag ist es, bei einem Solo mit einem Lead-Sound den Arpeggiator einzusetzen. Viele Arpeggiatoren arbeiten, wenn man sie nur auf eine Oktave eingestellt hat, erst dann, wenn man mehr als eine Note zur gleichzeitig spielt. So kann man seine Lines spielen, greift man zwischendurch Zwei- oder Dreiklänge, dann feuert der Synth das Arpeggio ab. Beim Nordstage geht das zum Beispiel – probiert es doch mal aus! 

Arpeggiatoren heute

Bei heutigen Synths sind die Arpeggiatoren schon richtig leistungsfähige Step-Sequencer, die die verschiedensten Funktionen gleichzeitig ausführen können. Die Möglichkeiten sind nach oben hin offen, die Unübersichtlichkeit jedoch auch. Komplexe Arrangements mit verschiedenen Instrumenten sind möglich, das Ganze natürlich polyphon und mit jeder nur möglichen Phrasierung. In meinen Augen handelt es sich hier nicht mehr um Arpeggiatoren, sondern eben um Sequencer bzw. Step-Sequencer (z. B. Yamaha Montage mit 8 Arpeggiatoren gleichzeitig). Für mich sind die einfachen inspirierender. Wie seht ihr das?

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Über den Autor
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Franz Kreimer Keys RED

Absoluter Keyboard und Synth-Nerd. 17 Jahre Keyboarder der EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung). Mehr als 3000 Auftritte im deutschsprachigen Raum. Abgeschlossenes Musikstudium (Saxofon).

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markus Galla RED

    Sehr cooler Artikel mit hervorragenden Klangbeispielen. Aber am besten gefällt mir der Absatz:

    „ Ich greife oft einfach nur ein paar Töne ohne Konzept auf dem Juno und höre mir an, wie sie als Arpeggio klingen. Gefallen sie mir nicht, ändere ich die Töne. Man kann eigentlich harmonisch nichts falsch machen, finde ich. Wenn mir das Arpeggio gefällt, überlege ich mir, was ich dazuspielen könnte. Hier kann man dann natürlich mit der Auswahl der Töne schon daneben liegen.“

    Ich habe mal zu einem E-Gitarrenschüler gesagt: „Mit der Pentatonik kannst du bei einem Solo nichts falsch machen. Die passt immer. Außer du spielst falsche Töne, dann passt‘s nicht mehr.“ 😂

    Musikmachen kann doch so einfach sein. 😃

  2. Profilbild
    Mac Abre AHU

    „Lange bevor es Arpeggiatoren gab, erzeugten Musiker bereits arpeggioartige Sequenzen, die ausschließlich durch Modulation und geschicktes Patchen erzeugt wurden.“
    Und ich spiele Arpeggios nach wie vor von Hand. Ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass die Finger die besten und vor allem die flexibelsten Arpeggiatoren sind. Ich wollte eigentlich immer mal wieder Arpeggiatoren einsetzen aber sie klangen mir immer zu steril, kein Leben, keine menschlichen Ungenauigkeiten. Mit modernen Synths ist das alles natürlich möglich. Aber erstens benötigt das Einarbeitungs- und Programmierzeit, zweitens sind manuelle Arpeggios ein gutes Training und drittens macht es mir viel zu viel Spaß, sie zu spielen.

    Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich verurteile keineswegs Musiker, die aus welchen Gründen auch immer, Arpeggiatoren nutzen. Es gibt genügend gute Gründe dafür. Sie sind nur nicht my cup of tea.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Mac Abre Na ja, es lässt sich aber nicht jedes Arpeggio von Hand spielen, es sei denn, du hast mehr Finger als ich und eine Spanne, die mehrere Oktaven umfasst. Und zudem ist die Maschine schneller als man es selbst je könnte. Einigen der Klangbeispiele von Franz ließen sich jedenfalls kaum von Hand spielen.

      Der Spaß beim Arpeggiator entsteht doch gerade dadurch, dass man komplexe Sachen machen kann, die händisch nicht möglich sind.

      • Profilbild
        Mac Abre AHU

        @Markus Galla „es sei denn, du hast mehr Finger als ich und eine Spanne, die mehrere Oktaven umfasst“
        Bei Arpeggios spielt man ja nicht mehrere Noten gleichzeitig, also braucht man diese weite Spanne nicht. Man muss nur schnell zwischen den Oktaven wechseln können, bei drei Oktaven hatte ich bisher keine Probleme, das zu tun.

        „zudem ist die Maschine schneller als man es selbst je könnte“
        Klar, wenn man das Arpeggio so schnell stellt, dass es in den Audobereich geht. Das ist aber weder der Sinn der Sache, noch würde ich das dann als Arpeggio, sondern als Sounddesign-Element bezeichnen.

        Man sollte nicht vergessen, dass vor der Erfindung des Arpeggiators, Arpeggios hunderte Jahre lang von Hand gespielt werden mussten.

        • Profilbild
          Markus Galla RED

          @Mac Abre Ich glaube nicht, dass du dafür in den Audiobereich gehen musst. Ich habe im Studium auch am Klavier schnelle Arpeggios von Hand gespielt, aber das macht man nicht dauerhaft über einen ganzen Song, nicht im Hintergrund und schon gar nicht im hohen Tempo auf einer Synthesizer-Tastatur. Der Klassiker ist der 3. Satz der Mondscheinsonate, aber um solche Arpeggios geht es hier bei Franz gar nicht. Viele davon müsste man mit zwei Händen spielen und dann spielt man nichts anderes mehr auf der Bühne.

          Und selbst so klassische 80s Pop Up-Down-Pattern wie bei Limahl mit „Neverending Story“ hätte ich mit meiner Coverband damals nie live gespielt, auch wenn es spieltechnisch möglich wäre, weil man noch so ein bis zwei andere Sachen zu tun hat. Das hat im Original ein Arpeggiator gespielt, dann macht man er das auch live. Das berühmte Arpeggio (hier war es im Original ein Sequencer) aus Black or White habe ich auch nur als Sample eingespielt. Es klingt halt nur dann gut, wenn es wie im Original so extrem quantisiert klingt. Und wofür auch? Zum Angeben? „He, Leute, schaut mal wir virtuos ich bin“. Das sind zwei Takte, die von vielen Zuhörern noch nicht einmal wahrgenommen werden und keiner schaut genau dann auf den Keyboarder in der zweiten Reihe.

          • Profilbild
            Mac Abre AHU

            @Markus Galla Du nennst ja selbst ein Beispiel schneller und trotzdem immer manuell gespielter Arpeggios. Ich sehe keinen Grund, warum ich als Keyboarder das nicht mit meinen eigenen Arpeggios machen sollte?

            Und nein, ich spiele die Arpeggios nicht deshalb von Hand um meine Virtousität vorzuführen. Leute mit dieser Ambition machen Free Jazz oder sowas wie Steve Vai. Ich spiele sie manuell, weil ich keinen Sinn darin sehe, etwas von der Maschine erledigen zu lassen, das ich auch selbst kann aber, wie ich bereits schrieb, vor allem wegen des Spielspaßes. Wenn ich nicht wenigstens ab und zu ein Stück spiele, das mich zumindest etwas fordert, wünsche ich mir oft, der Auftritt möge bald vorbei sein. Auch beim Üben machen mir schnelle und/oder komplexe Stücke viel mehr Spaß und erhalten meine Motivation.

  3. Profilbild
    Roy Fauli

    Super Workshop mit vielen nützlichen Tipps und schönen Soundbeispielen, die an Anne Clark erinnern!

  4. Profilbild
    Viertelnote AHU

    arpeggiator mein lieblingstool🙂
    so ich meine anzahl der töne ist wichtig in griffhand 1 2 3 4 and so on …
    auch polyfonic arpeggio also chordtrigger oder gater effect sparsam nehmen laut leise …
    töne auch in zwang nicht immer tonartverwand. auch mal alteration oder ausweichen…
    oder paralell tonart gibt so viel schöne sachen. einfach einfach!🙂
    ein pad eignet sich immer als seidentuch
    und so ich wieder merke es ist samstag!

    spaß am samstag also nicht dienstag.ohne werner und zini:))
    dankesehr franz für beitrag!🙂

  5. Profilbild
    UAP

    Ich finde den Artikel spitze, aber ein Satz stößt mir etwas sauer auf: „Der Arpeggiator erspart jahrelanges Üben und übernimmt die Aufgabe des virtuosen Auf- und Abspielens.“

    Das ist genau das, was Musiklehrer in meiner Generation in den späten Achtzigern/frühen Neunzigern immer gegen den Synthesizer ins Feld geführt haben: ein Gerät, das sie nicht verstanden und das ihnen deswegen suspekt war. Der Arpeggiator schien ihnen der ultimative Beweis zu sein, dass Synthesizer eh „von selber spielen“ und deswegen in der Rangliste der Musikinstrumente ganz unten rangieren.

    Nach meiner Meinung dient der Arpeggiator zu etwas ganz anderem, als „jahrelanges Üben“ zu „ersparen“: Er ermöglicht Tonabfolgen, die selbst von Rachmaninow persönlich nicht spielbar wären. Von Mozart geht die Legende um, dass er die Nase genutzt hat, als die Finger nicht mehr ausreichten, aber in einer Geschwindigkeit von 150 bpm will ich das mal sehen. 😅 Insofern erweitert der Arpeggiator die Spielmöglichkeiten des Instruments um etwas, das vorher auf Klavier, Orgel und co. schlicht und einfach nach menschlichem Ermessen unmöglich war.

    So sollte man an den Arpeggiator herangehen, und wenn dann der Musiklehrer immer noch mäkelt, darf man ihn freundlich auf geniale Komponisten wie Conlon Nancarrow oder Colin McPhee hinweisen. Die hätten sowas wie den Arpeggiator sehr begrüßt.

  6. Profilbild
    MPC-User

    Ach einfach herrlich dieser Artikel. Da kommen schnell alte Erinnerungen hoch.
    Bei mir fing es vor über 30 Jahren mit einem Oberheim Cyclone Arpeggiator und einem SY35 an.
    Mehr hatte ich damals nicht zur Hand.
    Der Oberheim ist ein gesuchtes Gerät. Habe ihn Leider nicht mehr.
    Gerne nehme ich heute dazu meine(n) SH-101
    Dieser hat auch einen einfachen wie genialen Arpeggiator.
    Die Sequenz laufen lassen, auf Hold drücken und transponieren. Wahnsinn🙁

  7. Profilbild
    Filterpad AHU

    Ganz ehrlich: Mich wundert es immer noch, warum aktuelle Synthesizer die Arpeggiator-Funktion integrieren. Meiner Meinung nach sind diese Zeiten seit der DAW doch eigentlich vorbei. Statt den Arpeggiator des Synthesizers zu nutzen, baue ich Sequenzen in der DAW und steuere damit die Hardware an. Damit bin ich doch weitaus flexibler.
    Zum Laufenlassen und nebenher am Synthesizer drehen ist es natürlich eine sinnvolle Sache, ebenso im Live-Betrieb. Der Roland JP-8000 hatte neben einem einfachen Arpeggiator pro Taste eine kleine Sequenz ab Werk. Diese klangen absolut mega! Eines der wenigen Dinge, neben dem Ribbon-Controller, die ich vermisse, nachdem das Gerät die Grätsche gemacht hat. Dass der Korg MS-20 so erstaunliche Arpeggios allein durch Patches erzeugen kann, überrascht mich sehr. Falls das Bild tatsächlich diese Patch-Konfiguration zeigt, werde ich sie umgehend nachbauen. Man möge mir verzeihen, aber dieser tolle Synthesizer steht neu bei mir und befindet sich gerade in der Erkundungsphase. 😀

    • Profilbild
      Viertelnote AHU

      @Filterpad wenn du sequences selber machen kannst in instrument.
      oder du kannst import von DAW oder QY machen unbedingt polyfonic.
      aber recht du hast man wird faul und 16s über 120bpm nunja….🙂
      fingertechnic nur manually aber ich habe selten lust dazu…🙂
      ich lieber auf der tischplatte tromle

      PS: unbedingt story über MS-20 machen:))

    • Profilbild
      MPC-User

      @Filterpad Nicht jeder arbeitet mit einer DAW zu Hause. Mich eingeschlossen.
      Da ist dann ein Arpeggiator eine sinnvolle Ergänzung.

      • Profilbild
        Filterpad AHU

        @MPC-User Das ist ja furchtbar! Scherz beiseite. Aber ja, es gibt DAWler (zum Beispiel ich) und natürlich DAWless Musiker. Da macht ein Arp. auf jeden Fall, wie auch ein Sequenzer, Sinn. MIDI-Anschlüsse sind vermutlich auch absolut unverzichtbar um alle Geräte synchron zu spielen. Lang lebe die MPC! Ich hatte mal eine MC-909. War leider ein „Montagsgerät“. Seitdem konnte ich mich mit Drumcomputer und Grooveboxen nicht mehr anfreunden. Das übernimmt bei mir jetzt alles die DAW. Groove-Agent und so.

        • Profilbild
          MPC-User

          @Filterpad Ganz genau so🙂
          Ich Frage mich nur wie integrierst Du Deinen neuen MS20 in das DAW Setup?🙂

          • Profilbild
            Filterpad AHU

            @MPC-User Sehr gute Frage und hier die Antwort, was sich vermutlich mehrere Fragen. Ich habe mich ausschließlich jahrelang nach dem neueren Full Size umgesehen, weil dieser USB und MIDI besitzt. Das hat der MS-20 Mini, den es immer noch neu beim Thomann gibt, ebenso. Ich wollte aber den großen, der leider sehr selten angeboten wird und nach Erscheinung im Jahr 2020 auch sofort ausverkauft war. Das Original aus den 70ern wird sehr häufig gebraucht angeboten und den würde ich aus besagten Gründen nicht kaufen wollen! Nun also eines Tages, bei einer seriösen Gelegenheit zugeschlagen. Dürfte jetzt ca. einen Monat her sein. Als er ankam (aus Barcelona), das Gerät per USB angestöpselt (MIDI-Platz war schon für den Moog vergeben) und siehe da: Cubase hat den MS-20 völlig automatisch erkannt und dies mit korrekter Beschriftung. Ich brauchte diesen somit nur anklicken und ‚rummeldibumms‘, war das System ready on! Daher: Jeder soll Musik machen wie er mag. Aber ich würde keinen Synthesizer ohne MIDI und/oder USB kaufen, was natürlich bei neuen Geräten nahezu selbstverständlich ist. Aber auch hier gilt dein Augenmerk: Betrifft natürlich nur diejenigen, die das produktionstechnisch wollen oder brauchen. Aber gerade bei dem MS-20 FS wurde mir sehr klar, wie sinnvoll das für meine Produktionen, sprich Trancearpeggios ist! So perfekt ist meine händische Spielweise nicht. Ich bin ja kein Uhrwerk oder Arpeggiator.😆

            • Profilbild
              MPC-User

              @Filterpad Ah ok, dachte Du hättest das Original aus den 70ern.
              Das wäre dann etwas schwieriger.

              • Profilbild
                Filterpad AHU

                @MPC-User Das habe ich mir fast gedacht das du das denkst. Aber nichts für ungut. Hätte ja sein können. Also ich liebäugelte schon länger mir dem, aber er war natürlich nicht der einzigste Synthi. Heißer Kandidat war ebenfalls der Leviasynth. Ein echt cooles Teil. Mir aber dann doch irgendwie zu groß und auch zu „digital“. Dann sah ich dieses Angebot in Ebay. Sehr fair und in gutem, ja sehr gutem Zustand! Nur die originalen Patchkabel wollte er behalten. Als Kompromiss bekam ich dann die Thomann „the sssnake“. Funfact: Von Barcelona aus wohlgemerkt. Dieses „Glumb“ gleich weggeschmissen und die hochwertigen von D’addario besorgt. Jetzt macht die Sache richtig Spaß! Guter Synth und gute Kabel. So muss das sein!

  8. Profilbild
    chardt AHU

    Also ich gehöre zu denen, welche Arpeggiatoren eine nützliche Sache finden. Aber eine Sache verstehe ich nicht: Es gibt zwar viele Arps, die das jeweilige Muster über mehrere Oktaven spielen können, aber nur selten kann man wählen, die einzelnen Noten zu wiederholen, also statt c – e – g – e – c … eben mal c – c – e – e – g – g – e – e – c – c …
    Bin ich der einzige, der sich das wünscht?

    • Profilbild
      MPC-User

      @chardt Ich glaube die Geräte von Elektron können das.
      Muss ich nachher mal testen.
      Nutze den so gut wie kaum.
      Der die SH-101 ist da intuitiver 🙂

    • Profilbild
      Tai AHU

      @chardt Nee mir auch, du meinst so wie in I Feel Love? Mir sind die Hardwareversionen alle zu eingeschränkt. Dafür spiele ich seit Monaten mit dem sehr mächtigen Arpeggiator in Logic. Da kann ich für jeden Step wahlweise Akkorde setzen, die Einzelsteps in Dauer und Lautstärke definieren. Gerne auch mit 2 oder 3 parallel arbeitenden Arpeggiatoren.

      • Profilbild
        Viertelnote AHU

        @Tai wie ist das controlling da?
        ich meine übersicht hast du map oder MIDI controller programmiert?
        stelle mir potis für 8 arp cool vor.

    • Profilbild
      Viertelnote AHU

      @chardt wenn so ich richtig verstanden habe du meinst
      kein intelligend screening bei arp.individually step sowas?

      arturia keystep mk2 kann man glaube ich das machen.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @chardt Musikalisch gesehen (nicht technisch) ist das möglich, in dem du den Arpeggiator laufen lässt und nur eine Taste anspielst. Der immer gleiche Ton wiederholt sich. Wenn du jetzt nach zwei Tönen eine andere Tastatur spielst, und nach zwei gehörten Tönen wieder eine andere Taste drückst, dann hast du genau diesen Effekt. Sprich: Jede Taste spielt nur zwei Mal ‚ihren‘ Ton. Man muss halt schnell umschalten zwischen den Tasten, je nach eingestellter Arp.-Geschwindigkeit. 😁

      Technisch geht das nur mit einem Sequenzer (statt einem Arpeggiator). Solch einer findet sich immer mehr in Synthesizern, statt nur einem einfachen Arpeggiator. Der JP-8000 wie oben erwähnt hatte so einen. Da konnte man kleine Melodien einspielen und diese in dauerwiederholung abfeuern (eigentlich war das nur eine simple Recordingfunktion). Der analoge Matriarch hat sogar einen richtigen Stepsequenzer. Mit einem Stepsequenzer kannst du genau das umsetzen, weil er takttechnisch exakt wiedergibt. Mit einem Stepsequenzer kann man Töne und Pausen exakt setzen. Es ist daher ein klein wenig fummelig. Besonders ohne Display wie beim Matriarch. Aber das funktioniert am besten für dein vorgeschlagenes Prinzip.

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        chardt AHU

        @Filterpad Ich mag Deinen Humor ;)
        Ja, die Workarounds mit mehr oder weniger selber spielen oder den Sequenzer benutzen sind mir nicht neu (ich liebe übrigens für sowas den Minimal-Sequenzer des Microbrute),
        Technisch geht es natürlich auch mit einem Arpeggiator, aber es bietet eben fast keiner so an. Der Arp des ursprünglichen Keystep bietet immerhin UP x 2 und Down x 2, aber leider kein UP AND Down x 2 :(

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      MadMac AHU

      @chardt Habe ehrlich gesagt noch nie drüber nachgedacht, einzelne Noten in einem ARP wiederholen können zu wollen. Für komplexere Muster habe ich dann immer einen Sequencer genommen. Die Idee klingt aber interessant.

      By the way stelle ich mir gerade die Frage, wo hört ein Arpeggio auf und fängt eine Sequenz an? Gibt es da eine Definition rein musikalisch gesehen?

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        chardt AHU

        @MadMac Es geht mir nicht darum, einzelne Noten zu wiederholen und andere nicht (das würde ich dann tatsächlich als Sequenz ansehen), sondern *jede* Note zweimal zu spielen. Den Effekt kennst Du ja von einfachen Oktavierungen, also z.B. E – E – e – e – E – E – e – e … (zweimal Grundton, zweimal Oktave im Wechsel). Das hätte ich eben auch gerne bei mehr als zwei Noten.

        • Profilbild
          MadMac AHU

          @chardt Ja, jetzt habe ich Dich verstanden.😉 Solche Muster habe ich auch schon das eine oder andere Mal verwendet, dann natürlich mit Sequencer. Ich mag dabei den „maschinenhaften“ Charakter und improvisiere gerne dazu.

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      8-Voice AHU

      @chardt Bei den neueren Synths kann Note Repeat 1x, 2x oder 3x eingestellt werden vor allem bei Prophet REV2, Prophet X / Prophet XL, Sequential Take 5, Oberheim TEO 5 oder wenn du voll flexibel sein willst ein frei programmierbarer Arpeggiator wie im Arturia Polybrute / Matrixbrute. Bereits der legendäre Prophet VS (aus den Sequential Circuits Zeiten von 1986) hatte einen Arpeggiator mit einem echten „Repeats“-Parameter (Einstellbereich von 1 bis 4 Wiederholungen pro Note). Korg (z. B. KingKorg, Krome, Nautilus), Waldorf Blofeld / Quantum / Iridium In Software gibt es z.B. den kostenlosen Blue Arp welcher auch von FL-Studio mit Genehmigung von Oleg Mikheev / Graywolf nachprogrammiert wurde, Kirnu Cream, Xfer Cthulhu von den Machern des Serum VST und noch ein paar andere…

      • Profilbild
        chardt AHU

        @8-Voice Danke, das ist doch mal eine wichtige Information! Wusste ich nicht, da diese Synths für mich aus Geld- und Platzgründen eher nicht so im Fokus sind. Ich hatte gehofft, dass die MK2-Versionen der Keysteps sowas bieten würden, aber anscheinend nicht :(

        • Profilbild
          8-Voice AHU

          @chardt Ich glaube Keysteps nicht, aber sie haben tolle Mutate features, welche ev. auch zu Doppel Noten führen könnten wenn du Glück hast :-)

  9. Profilbild
    8-Voice AHU

    Doch, schon der erste Clavia Nord Lead 1995 hatte eine Arpeggiator kombiniert mit LFO, hatte die Rack Version

    • Profilbild
      Viertelnote AHU

      @8-Voice wenn so korg microX nicht display in rot hat.
      ich meine ist das der beste arp in einen instrument.formfactor sofacompatible
      polyfonic user arps aber leider: kleines display
      aber ich habe lupenconstruction gemacht:)) btw. template für zero SL functioniert nur nicht
      immer.mu0 ich ein fehler programmiert haben.aber princip geht das

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        8-Voice AHU

        @Viertelnote Der „normale“ Microkorg hat sogar Tasten um Rhythmen zu programmieren und kann auch polyphon, wahrscheinlich hat der MicroX den gleichen oder ähnlichen Arp. aber einer der flexibelsten programmierbaren Arp’s hat wohl der Arturia Polybrute / Matrixbrute, solche gibt es auch ein paar als Software wie z.B. den gratis Blue Arp und andere…

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          Viertelnote AHU

          @8-Voice software nehme ich nicht gerne so:(
          flexcible muß nicht teuer sein.
          Casio XW-P1 sehr guter arpeggiator nur leider
          16 steps. patternchain geht aber.

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                8-Voice AHU

                @Numitron Meinst du das Casio Casiotone CT-S1000V ? Dann ja, er bietet insgesamt 150 verschiedene Arpeggiator-Typen (Up, Down, Random, rhythmische Muster etc.), die sich flexibel auf die Sounds anwenden lassen.

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                Viertelnote AHU

                @Numitron XW-P1 habe ich. arp und stepsequencer ist okay.transponieren
                geht da auch.visually / visuell lauflicht sehr gut.sound ist leider
                casio🙁menue ist catastrophe..schade potencial zu echtem
                kracher.casio kann es devinitiv..kann alles noch werden🎹

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    Numitron AHU

    ich liebe arpeggiatoren!
    den besten Arp meiner Geräte hat traurigerweise meine Roland mc303 (og Groovebox) mit über 30 patterns, sendet sogar beim Midi Out rausn
    leider heute meistens nur sehr simpel wie in den 80s

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    Samside1972

    Bester Arpeggiator war für mich immer Korg Karma auf dem M3. Mehr Spaß geht schon gar nicht mehr. Wenn ich etwas an meiner M3 vermisse, leider hab ich sie verkauft, dann ist es die Karma Funktion. Weiß jemand, ob es das als Plugin noch gibt?

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