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Workshop: Wichtiges Zubehör für Gitarristen

Ich packe meinen (Zubehör-) Koffer ...

11. Dezember 2022

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Es gibt Zubehör, das jeder Gitarrist kennt, aber vielleicht nicht immer bei sich hat. Und so wird die geliebte Gitarre meist solo in einem Gitarrenkoffer oder einer praktischen Tasche transportiert und aufbewahrt. Fast alle Taschen und Koffer haben dann aber noch ein kleines Fach oder eine Außentasche, die mit allerlei nützlichem Zeug gefüllt werden kann.
Aber was ist hier sinnvoll? Was darf in der Tasche eines Gitarristen auf keinen Fall fehlen?
Ich habe mal meine Taschen geleert und geschaut, was alles an sinnvollen Gegenständen zu finden ist.

Ja, Musiker sind Handwerker oder müssen es zumindest manchmal sein. Und das schnelle Aufziehen neuer Saiten gehört zur Grundausbildung eines jeden Saitenhexers.

Zubehör für Gitarristen: Saiten

Ersatzsaiten sind daher in dem Notfalltäschchen des Koffers unbedingt Pflicht.
Im Live-Betrieb sollte man immer seine geliebte Saitenstärke und -marke nutzen und entsprechenden Ersatz dabei haben. So bekommt man einerseits das gewohnte Spielgefühl und andererseits kann man schnell mal einzelne gerissene Saiten wechseln, ohne die Gitarre während des Konzerts komplett neu einzustellen.
Jenseits der Bühne bin ich aber ein Freund davon, unterschiedliche Saiten auszuprobieren.
Die Saitenstärke ist dabei für mich fast schon gesetzt, da ich mit zu dünnen oder zu dicken Saiten spielerisch nicht zu gut klarkomme, habe ich für mich die passende Saitenstärke vor vielen Jahren gefunden und bleibe ihr auch treu.
Aber auch die Saitenmarke, beziehungsweise das Material, kann enorme klangliche Unterschiede bewirken.
Während ich lange Ernie Ball Slinkys gespielt habe und deren Klang kannte, habe ich vor einiger Zeit Cobalt-Saiten für mich entdeckt.
Gerade beim cleanen Sound, den ich meist spiele, haben diese Saiten eine Klarheit und einen perkussiven Aspekt, der für meine Soundvorstellung perfekt ist und mich nach langer Soundsuche neu inspiriert hat.

Workshop: Wichtiges Zubehör für Gitarristen

Ernie Ball Slinky Cobalt Strings

Klanglich wirken die normalen Ernie Ball Slinky Saiten im Vergleich eher mittig.
Das Spielgefühl ist bei der Cobalt-Version ebenfalls etwas anders, aber daran gewöhnt man sich schnell. Hier mal aus seiner Komfortzone herausgelockt zu werden, kann zu neuen musikalischen Ideen und anderer Spielweise anregen.
Nicht zuletzt halten die Ernie Ball Slinky Cobalt ein ganzes Stück länger als die Standard-Saiten, so dass der etwas höhere Preis in meinen Augen doppelt gerechtfertigt ist.

Praktisch: Saitenschneider für Gitarrensaiten

Um die Saiten schnell zu wechseln, ist ein kompakter Saitenschneider ein so einfaches wie nützliches Werkzeug. Sicherlich kann man die gerissene Saite auch so abnehmen und aus dem Stoptail herauspopeln, aber einfacher geht es definitiv mit dem Saitenschneider. Die überstehenden Enden an der Kopfplatte können ebenfalls gekürzt werden. Auch wenn viele diese Art, die Saiten aufzuziehen sehr lässig finden, habe ich festgestellt, dass die Stimmstabilität der Gitarre darunter doch deutlich leiden kann. Ein Saitenschneider sollte also immer dabei sein.
Daddario haben sogar noch einen Schritt weitergedacht und gleich noch eine praktische Kurbel an ihren Saitenschneider montiert. Die Saitenkurbel ist zwar auch so eine Glaubensfrage und ja, es geht auch ohne, aber mit geht es aber definitiv schneller. Also, wer noch Platz hat, rein damit.

Schraubenzieher für Gitarristen

Und wenn man schon mal die Werkzeugtasche durchforstet, kann man einen Schraubenzieher auch gleich mit reinschmeißen. Denn Einsatzgebiete gibt es genug: Hier mal den Gurt-Pin festgeschraubt, dort die Pickup-Höhe in der Spielpause justiert, brauchen kann man ihn immer.
Oder wer es noch komfortabler haben möchte, kann ein Multitool für Gitarristen in Betracht ziehen. Das hat alle gängigen Schraubenzieher und Inbusschlüssel in einem Taschenmesser ähnlichen Tool zusammengefasst.

Zubehör für Gitarristen

Ibanez Multitool Hex Wrench MTZ11

Meistens ist in diesen Multitools auch gleich ein spezielles Lineal integriert, denn wer sich mit seinem Lieblingsinstrument genauer befasst und es sich zutraut, die Einstellung teilweise selbst vorzunehmen, für den sind diese kleinen Helfer unverzichtbar.
Das Lineal hat sinnvolle Markierungen, mit denen die Saitenhöhe exakt eingestellt werden kann, natürlich in Verbindung mit dem gerade genannten Schraubenzieher.
Das Einstellen der Saitenhöhe sollte aber nur vornehmen, wer sich etwas auskennt. Denn schnell ist sie zu flach eingestellt und die Saiten beginnen zu schnarren oder sind zu hoch und werden die Saiten werden unspielbar.
Aber für leichtes Nachjustieren ist es gut geeignet, denn viele Gitarren werden vor dem Verkauf ab Werk leider nicht optimal eingestellt.
Da ist es schön, wenn man die Saiten an seine Spieltechnik anpassen kann.
Ernie Ball hat auch hier mal wieder an den schusseligen Musiker beziehungsweise die schusselige Musikerin gedacht und alle bisher genannten Helferlein in einem schmucken Täschchen zusammengefasst.

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Zubehör für Gitarre & Bass: Reiniger

Nicht jeder Gitarrist möchte sein Instrument reinigen und so sind das Putztuch und der Reiniger eher selten in Gitarrentaschen zu finden.
Sicher, als Grunge-Gitarrist ist es ziemlich egal, wie begrabbelt der Korpus der Gitarre ist.
Aber glaubt mir, Gitarrensaiten haben eine längere Lebensdauer, wenn man zumindest diese nach dem Spielen mit einem Tuch einmal abwischt. Es muss ja keiner sehen. Aber das schnelle Entfernen von Handschweiß und Schmutz verzögert das Rosten der Saiten.
Und das spart wiederum Geld und Zeit. Die Saiten klingen länger frisch. Also einfach mal kurz mit einem Tuch drüberwischen oder zumindest heimlich mit dem Ärmel nehmen.
Ein Mikrofasertuch und ein für Gitarrenoberflächen geeignetes Reinigungsspray kann also nie schaden. Schmutz und Rost kann einem schönen Instrument schon sehr zusetzen. Gerade wer mal ein Floyd Rose mit den zahlreichen Madenschrauben vom Rost befreien musste, um es wieder einstellbar zu machen, der weiß, wovon ich rede. Rostige Madenschrauben sind manchmal gar nicht mehr zu lösen und spätestens an diesem Punkt bereut es jeder, die Gitarre nicht ein bisschen gepflegt zu haben.
Einen sehr schönen Artikel zum Thema Gitarrenpflege hat Leo hier geschrieben.

Immer dabei – der Tuner

Das Pedalboard ist meist bis auf den letzten verfügbaren Platz vollgestopft und beim besten Willen passt kein Stimmgerät mehr drauf. Außerdem müsste man einen der wertvollen Netzteilanschlüsse für den ungeliebten Tuner verschwenden. Hier könnte man doch besser einen weiteren Verzerrer anschließen.
Wer ähnlich denkt und trotzdem die Stimmung nicht verlieren möchte, der könnte einen Headstock-Tuner ausprobieren. Diese sind günstig, können platzsparend an der Kopfplatte angeklemmt, mit Batterien betrieben und können oft schon per USB wieder aufgeladen werden.
Und auch hier hat Leo an uns gedacht und eine wunderbare Übersicht erstellt.

Workshop: Wichtiges Zubehör für Gitarristen

Ersatzplektren im Gitarrenzubehör

Und auch folgendes Szenario dürfte nicht unbekannt sein: Bereits nach dem ersten Song hat man voller Enthusiasmus seine letzten Plektren ins Publikum geschmettert, um dann festzustellen, dass man leider keine weiteren dabei hat.
Das restliche Speed-Metal-Konzert mit den Fingern zu zupfen, ist keine Option, aber den Mitmusiker möchte man auch nicht anschnorren. Also kurz ins Publikum gesprungen, um seine Plektren wieder einzusammeln. Dabei geht kostbare Zeit verloren und das Risiko, sich einen Arm zu brechen und den Rest des Konzerts dann mit einem offenen Bruch durchziehen zu müssen, ist ebenfalls recht hoch. Also steck dir lieber ein paar Plektren mehr mit ein, die nehmen keinen Platz weg und schützen vor den oben genannten Gefahren.
Auch was Plektren betrifft, kann es manchmal interessant sein, verschiedene Stärken auszuprobieren. Einige Gitarristen nutzen eine Six-Pence-Münze. Das habe ich auch mal ausprobiert, war mir aber zu unflexibel. Allerdings finde ich die Idee von The Edge sehr gut, ein geriffeltes Plektrum zu nutzen, um die Saiten anzuschlagen. Während mir die blauen Herdim Plektren aber zu aggressiv waren, habe ich ein schwarzes 1 mm Dunlop mit Riffelung umgedreht und ausprobiert. Das hiermit erzeugte Attack hat mir so gut gefallen, dass ich es nur noch spiele. Zumindest bei Clean-Sounds.

Zubehör für Gitarristen

Dunlop Nylon Standard-Plektrum

Ja, unterschiedliche Materialien und Stärken können den Sound der Gitarre beeinflussen und das Spielgefühl verändern. Also lohnt es sich, mal ein buntes Päckchen aus der Plektrum-Kiste zusammenzustellen und durchzuprobieren. Günstiger kann man seinen Sound nicht verändern.

Wichtiges Gitarrenzubehör: Gitarrengurt

Dass ein Gitarrengurt in den Koffer gehört, ist ja klar. Kaum ein Gitarrist möchte bei der Probe oder live im Sitzen spielen. Der Gurt sollte bequem sitzen, nicht rutschen und eigentlich nicht spürbar sein, sondern das Gewicht der eigenen Gitarre gut auf der Schulter verteilen. Den Vorteil eines guten Gurts merkt man, wenn man mit seiner Cover-Band einen 2-Stunden-Auftritt hatte und die Schulter nicht schmerzt. Auch hier gibt es eine große Auswahl und nicht nur die Optik ist entscheidend. Wer aber Wert auf Optik legt und ohne ein Tier sterben zu lassen, einen Gurt in Lederoptik will, für den hat Thomas hier einen schönen Bericht geschrieben.
Und für all diejenigen, die die Gitarre noch gegen das Runterfallen durch ein plötzliches Abrutschen des Gurts absichern möchte, können Security-Locks ein bisschen mehr Sicherheit bringen. Bewährt haben sich aber auch die kleinen Dichtungsringe einer Bügelpils-Flasche. Also ordentlich viel (alkoholfreies) Bier trinken und die kleinen Ringe sammeln, es lohnt sich.

Wichtig für E-Gitarre: Ersatzkabel

Kabel haben immer dann einen Wackelkontakt, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Und es kann schwierig sein, dann ein passendes Kabel zu bekommen. Gerade bei den Proben am Abend oder am Wochenende oder bei einem Konzert kann es sehr nervig sein, kein passendes Ersatzkabel zu haben.
Mir ist zum Beispiel mal bei einer Probe am Sonntag noch vor dem ersten Song ein Kabel kaputtgegangen. Eigentlich der Supergau, weil keiner meiner Bandkollegen Gitarrist war und auch der Bassist kein zweites Kabel dabei hatte. Zum Glück kannte ich allerdings einen Mitarbeiter eines kleinen Musikhauses sehr gut, so dass er mir tatsächlich an einem Sonntagnachmittag noch ein Kabel direkt in den Proberaum lieferte. Da hätte selbst ein großes Online-Kaufhaus mit Same-Day-Lieferung nicht mithalten können. Bedauerlicherweise habe ich nicht in jeder Stadt in Europa eine solche Connection, so dass ich seit diesem Tag vorsichtshalber immer ein Ersatzkabel dabei habe.
Normalerweise bin ich bei Kabeln auch ziemlich picky und nutze sowohl im Studio als auch bei Live-Auftritten nur Vovox Kabel. Als Ersatzkabel tut es dann aber definitiv auch ein günstigeres Modell.

Das Gleiche gilt für ein kleines Ersatznetzteil. Fällt es plötzlich aus, muss man manchmal auf das gesamte Pedalboard verzichten und dann mit einem cleanen Sound dazustehen, wenn man gerade den übelsten verzerrten Gitarrensound braucht, ist ziemlich blöd. Alternativ sollte man wenigstens ein paar 9 V Blöcke für den wichtigsten Verzerrer mit einpacken. Das kann nie schaden.
Beim Ersatznetzteil würde ich tatsächlich empfehlen, im Idealfall das gleiche Modell zu nutzen, das man auch sonst immer benutzt. Hier kann man sicher sein, dass man nicht die Hälfte seines Pedalboards durch den Anschluss eines falschen Netzteils brät.

Worauf noch zu achten ist bei Gitarrenzubehör

Und zu guter Letzt natürlich noch das gute alte Gaffa. Kein Proberaum und keine Bühne ohne Gaffa, denn es hält alles. Ob als Stütze für den wackelnden Mikrofonständer, als Plektrum-Halter oder zur Not, um Potis zu fixieren. Irgendwie kann man ja mit Gaffa fast alles provisorisch reparieren. Ganz abgesehen von den Kabeln, die man wunderbar am Bühnenboden fixieren und so die eine oder andere Stolperfalle eliminieren kann.

Ein Stift und etwas Papier ist auch nicht zu verachten. Oft macht man sich Notizen auf abgerissenen Schachteln, um den neuen Ablauf eines Songs zu notieren. Und an einen Stift denkt man immer dann, wenn man keinen hat. Wobei die Digitalisierung ja dafür gesorgt hat, dass man seine Notizen jederzeit digital festhalten und in Clouds teilen kann.
Apropos Smartphone, das ja mittlerweile jeder dabei hat. Hier lohnt es sich nach sinnvollen Apps für Gitarristen zu suchen und ein Stimmgerät, ein Metronom oder vielleicht eine App mit Akkord-Tabellen und Skalen zu installieren.

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Fazit
Forum
  1. Profilbild
    Burt Rocks

    Geiler Artikel! Vielen Dank dafür. Hab ihn mal für meine Frau gebookmarkt😉Die Slinky Cobalt würde ich nämlich gerne mal ausprobieren.
    An den Security-Locks vom Bild kann ich ja selber noch arbeiten🤟

  2. Profilbild
    Nick MD

    Super Anregungen. Danke. Zum Thema Saitenaufziehen:
    Habe mir einen Mini-Akkuschrauber zugelegt, der in die Jackentasche passt. Mit einem „StringWinder Drill Bit“ für knapp 3 Schleifen ausgestattet kann das Ding beim Saitenwickeln viel Zeit sparen. Funktioniert im Nullkommanichts.
    (https://www.thomann.de/de/harley_benton_stringwinder_drill_bits.htm)
    Da der Schrauber einen miesen Drehmoment hat, kann er nichts kaputtmachen, ist aber stark genug, um die Kurbeln fix zu drehen.
    Wer es noch kompakter mag, ist wohl hiermit bestens bedient: https://www.thomann.de/de/harley_benton_speedy_stringwinder.htm

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Es fehlt der Gehörschutz für den Proberaum! Ganz wichtig, sonst könnt ihr euer liebstes Hobby ganz schnell an den Nagel hängen.

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