Zeitmaschine: Peavey Spectrum Analog Filter (1994)

22. August 2020

Wenn es auch noch VCOs hätte ...

Ein kurzer Blick auf die Peavey Electronics Historie

Peavey Electronics ist in erster Linie für Gitarren, Amps und Beschallungsequipment bekannt. Doch vor vielen Jahren wagte der amerikanische Hersteller auch einen digitalen und Sample-basierten Ausflug zu den Synthesizern und in der Spectrum-Serie gab es sogar ein echtes Analog Filter, das dann pragmatischerweise auch genau so hieß.

Die 1965 von Hartley Peavey gegründete Firma gehört heutzutage mit einem Umsatz von über 270 Millionen Dollar zu den Großen der Branche. Doch hierzulande sieht man Peavey-Produkte nur „unter ferner liefen“ bei den Händlern. Als ich in den 90ern im Handel gearbeitet habe, waren Anfragen zu Peavey ziemlich selten und ehrlich gesagt von uns auch nicht gern gesehen. Denn Peavey hatte keinen deutschen Vertrieb (das ist heute wohl immer noch so?) und damit war die Beschaffung an sich und vor allem ein Servicefall immer mit einem nicht unerheblichen Mehraufwand verbunden. Offenbar reichte es dem amerikanischen Hersteller, hauptsächlich seinen heimischen Markt zu bedienen.

Peavey Spectrum Analog Filter – beinahe ein Synthesizer

Doch nicht nur diesem Umstand ist es zu verdanken, dass der Synthesizer-Sparte von Peavey keine allzu lange Lebensdauer vergönnt war. Die Peavey-Synthesizer konnten sich am Markt trotz eines vielversprechenden Anfanges aus mehreren Gründen nicht so recht durchsetzen.
Ab 1989 gab es die DPM-Serie (Digital Phase Modulation), die um verschiedene Modelle eine Zeit lang weiter ausgebaut wurde. Das Interessante daran war, dass man mit Software-Updates die Geräte aufwerten und zum Beispiel zu einem Sample-Player oder FM-Synthesizer umfunktionieren konnte. Allerdings wurde hier mehr versprochen, als man in der Realität dann schlussendlich halten konnte und die DPM-Serie wurde bald wieder eingestellt.

1993 folgte der nächste Versuch. Auf Basis der DPM-Modelle wurden erst der Spectrum Bass und zwei Jahre später Spectrum Synth, Spectrum Organ und Spectrum Bass II vorgestellt. Hier gab es keine Update-Fähigkeit mehr und die Module waren nur via MIDI bzw. den Controller PC1600 editierbar.

Speziell der Spectrum Synth hatte einen sehr interessanten Sound und besondere Features zu bieten, wie zum Beispiel Hardsync für seine Sample-basierten ROM-Waves. Doch als schwarze 1 HE Kiste, die man „nicht bedienen“ konnte, fand das Gerät kaum Interessenten. Die Leute holten sich zu dieser Zeit lieber alte Analogsynthesizer oder die ersten neuen analogen Monosynths mit Reglern dran. Und schon bald betraten die ersten VA-Synthesizer die Bühne und es hieß: Spectrum ade. Der allerletzte Versuch von Peavey, mit dem Synthesizer Paradox doch noch mal in dieser Sparte mitzuspielen, scheiterte noch vor der Markteinführung.

spectrum analog filter front 2

Das Spectrum Filter funktioniert nicht nur zusammen mit Peavey-Synths

Peavey Spectrum Analog Filter

In den 90ern gab es neben den zahlreichen analogen Monosynths auch ein kleines Revival bei Standalone-Filtern und Filterbänken. Zunächst wurden sie wie das übliche Studioequipment im 19“-Rackformat gebaut, wie etwa die Analogue System FB3. Die für Live-Sets und bunt zusammengewürfelte Setups besser geeigneten Pult- und Desktop-Geräte kamen dann etwas später in Mode.

Peavey brachte das Spectrum Analog Filter in dieser Phase relativ früh auf den Markt. Es wurde als „Nachschaltgerät“ für die Peavey-Synthesizer beworben und war auch mit dem gleichfalls wenig erfolgreichen Peavey CyberBass kombinierbar. Für das Zusammenspiel mit Synthesizern sprach natürlich die MIDI-Steuerbarkeit, auch wenn sie nur eingeschränkt möglich war.
Das Gehäuse ist mit einer Höheneinheit nicht eben großzügig bemessen, doch im Gegensatz zu den folgenden Spectrum-Geräten gibt es für alle Soundfunktionen einen eigenen Regler. Die Frontseite wurde optimal genutzt und lässt sich recht gut bedienen. Eher ungewöhnlich für analoge Filter ist das Display samt Funktionstasten, denn das Gerät hat 100 Speicherplätze und ein paar Systemeinstellungen zu bieten.

Anschlüsse

Alle Anschlüsse sind auf der Rückseite: Audioeingänge, Audioausgang, CV/Pedal-Eingang, MIDI-Trio und die Buchse für das echt schwere, externe Netzteil.

peavey spectrum analog filter rear

MIDI-Trio, CV/Pedal-In, Ausgang und 3x Eingang

Bei der Struktur des Peavey Spectrum Analog Filters hat man sich offensichtlich an einem bestimmten monophonen Synthesizer orientiert. Die Signalkette beginnt mit einem Mixer für drei Eingangssignale, die in ein 4-Pol Tiefpassfilter geleitet werden, bevor sie über einen Amp zum Ausgang gelangen. Filter und Amp werden jeweils von einer Hüllkurve gesteuert. Das erinnert doch strukturell stark an den Minimoog, nur dass man beim Peavey zur Komplettierung bis zu drei externe Oszillatoren verwenden müsste.

Input 1 lässt sich zwischen Line- und Instrument-Pegel umschalten, schließlich ist Peavey ein Gitarrenhersteller und hat das Spectrum Analog Filter auch für die Anwendung mit Instrumenten konzipiert. Die Eingänge 2 und 3 sind nur für Line-Signale ausgelegt.
Die Eingangsstufe arbeitet ziemlich sauber und man braucht schon einen recht hohen Pegel am externen Gerät, um die Clip-LED des Analog Filters zum Leuchten zu bringen und somit das Eingangssignal zu übersteuern. Alternativ nutzt man die Umschaltung auf Instrument-Pegel, wenn man Overdrive erzeugen will. Dafür wäre es schön gewesen, wenn man zumindest Eingang 1 mit dem Umschalter auf die Frontseite gesetzt hätte. Platz genug wäre noch gewesen.

peavey spectrum analog filter display

kryptische Anzeigen mit zwei Ziffern oder Buchstaben

Das Herzstück, das Filter

Das eigentliche Filter arbeitet, wie schon erwähnt, ausschließlich als Tiefpass und hat eine Flankensteilheit von 24 dB, es packt also ordentlich zu. Die Resonanz kann schon deutlich zwitschern und bei bestimmten Eingangssignalen auch leicht ins Flattern kommen, aber sie wirkt nicht aufdringlich oder aufgesetzt. Peavey hat hier auf eine eher rund klingende Schaltung gesetzt, die auf musikalischen Einsatz ausgelegt ist. In manchen Einstellungen kann man sogar bei geeignetem Eingangssignal einen TB-Sound imitieren. Rauer wird es erst, wenn man den Eingangspegel sehr hoch fährt und die Resonanz voll aufreißt. Eine autarke Selbstoszillation hingegen erreicht man nicht, da dass Filter nur pfeift, wenn ein Trigger-Signal anliegt.
Wer auf extreme, kreischende oder kaputte Filtersounds steht (Sherman, MS-20, Wasp etc.), wird das Spectrum Analog Filter wohl zu nett finden. Doch dynamische Sounds, wie etwa Drumloops, lassen sich mit leichtem Drive und Resonanz-Obertönen schön andicken, während man mit der VCA-Hüllkurve die Transienten etwas formen kann.

Die Schaltung des Filters gibt Rätsel auf. Schaut man auf die Platine, findet man zwar eine große Anzahl von Chips, doch nicht die üblichen Verdächtigen von Curtis oder SSM. Stattdessen sieht man ICs von Dallas, STMicroelectronics, Texas Instruments usw. Darunter sind auch Operationsverstärker, die natürlich für die Speicherbarkeit bzw. MIDI-Steuerbarkeit benötigt werden. Ob auch das eigentliche Filter damit realisiert wird, konnte ich nicht recherchieren und auch eine Nachfrage bei Peavey blieb ergebnislos. Falls ein Leser darüber Informationen besitzt, wäre ein diesbezüglicher Kommentar äußerst willkommen.

peavey spectrum analog filter board

Wer macht hier den Sound?

In der Filtersektion ist eine ADSR-Hüllkurve integriert, deren Amount sich dosieren lässt. Die Hüllkurve wird entweder vom Eingangssignal getriggert oder von MIDI-Noten ausgelöst. Das Gleiche gilt für die ADSR-Hüllkurve der anschließenden Amp-Sektion.
Zur Hüllkurvenansteuerung gibt es vier Modi. Modus 1 und Modus 2 sind für das Triggern via MIDI zuständig. Der Unterschied zwischen den beiden Modi ist nur die Auswertung von Single- und Multi-Triggern. Im Single-Modus werden bei gebunden gespielten Noten am MIDI-Eingang keine neuen Trigger ausgelöst. Beim Multi-Modus hingegen mit jeder neuen Noten, egal ob gebunden gespielt oder nicht.
Diese beiden Modi sind dafür gedacht, wenn das Spectrum Analog Filter hinter einen Synthesizer oder Sampler gehängt und über denselben MIDI-Kanal angesteuert wird. Hier werden die Hüllkurven zusammen mit den gespielten Noten getriggert und der Synthesizer um ein analoges Filter ergänzt. Die besten Ergebnisse erzielt man mit monophonen Sounds. Spielt man einen polyphonen Synthesizer durch VCF und Amp des Spectrum Filters, funktioniert das natürlich nur paraphon.

Modus 3 ist für die Verwendung mit monophonen Audiosignalen gedacht. Hier werden Gate-Signale vom Eingangssignal abgeleitet, die die Hüllkurven starten und gegebenenfalls halten. Dafür sind natürlich stabile Signalpegel und klar gespielte, getrennte Noten vorteilhaft, die man auch sorgfältig pegeln sollte. Die aus dem Audio generierten Trigger können über eine einstellbare Notennummer über den MIDI-Ausgang ausgegeben werden.
Dieser Modus funktioniert speziell mit Drums bzw. Drumloops und perkussiven, rhythmischen Sounds wie etwa Arpeggios und Sequencer-Figuren, die nicht via MIDI erzeugt werden, sondern zum Beispiel von einer Audiospur (DAW, Mehrspur-Tape) in das Filter geschickt werden.

Modus 4 ist ein Envelope Follower, der nicht nur die VCF-Hüllkurve triggert, sondern auch die Cutoff-Frequenz des Filters dynamisch steuert. Die Amp-Hüllkurve ist in diesem Modus außer Funktion und Track regelt den Bereich des CV/Pedal-Einganges.

Die Hüllkurven sind schon recht zackig, wenngleich andere Geräte deutlich schnellere Hüllkurven besitzen. Für knallige Synth-Percussion oder Laser-Zaps reicht es aber nicht ganz, zumal die dafür benötigte Selbstoszillation nur mit einem anliegenden Trigger-Signal zustande kommt und bei längerem Decay verliert sich die Selbstoszillation merkwürdigerweise. Auch wenn man über den CV-Eingang eine schnellere externe Hüllkurve oder einen fixen LFO zur Steuerung heranzieht, kommt das Filter ab einem bestimmten Punkt nicht mehr mit und versagt den Dienst. Dieses Phänomen kennt man sonst eher von Vactrol-basierten Schaltungen, hier wird es vermutlich an den verwendeten Industrie-ICs liegen.
Der Envelope Follower in Modus 4 ist naturgemäß etwas behäbiger. Vielleicht war dieser Modus für ein Wah-Wah-ähnlichen Effekt gedacht, doch dafür wäre ein 12 dB Bandpass eher geeignet gewesen.

peavey spectrum analog filter logo

MIDI-Steuerung

Die Cutoff-Frequenz ist natürlich das Hauptziel, das es anzusteuern gilt. Dafür sind mehrere Optionen vorhanden. Die praktischste Art ist mit einem frei wählbaren MIDI-CC. Man kann die gängige CC-Nummer 01 (Mod-Wheel) oder eine andere Nummer bis 99 einstellen. Das zweistellige Display schließt die höheren Nummern aus. Außerdem kann auch ein Pitch-Wheel bzw. der entsprechende Controller die Cutoff-Frequenz steuern. Der Bereich des Pitch-Wheels lässt sich hier in fünf Schritten von zwei Halbtönen bis zwei Oktaven einstellen.

Und dann gibt es noch zwei weitere direkte MIDI-Befehle: Keytracking und Velocity. Dafür sind zwei auf der Frontseite sogar separate Regler vorgesehen, mit denen sich die Bereiche dieser beiden Funktionen einstellen lässt. Somit sind gleich vier MIDI-Controller für die Cutoff nutzbar.

Leider sind die anderen Parameter, wie etwa Decay oder Env Amount, nicht über MIDI-CCs steuerbar. Das Spectrum Filter hat zwar eine System-Exclusive-Implementation, die jedoch nur für ein „rudimentäres Patch-Editing“ gedacht ist, wie sich das Handbuch ausdrückt. Der Wertebereich ist dabei eingeschränkt. Die Auflösung wurde für die Speicherbarkeit vermutlich als ausreichend erachtet.

Die Velocity-Steuerung erlaubt eine rhythmische Modulation, auch wenn man keinen CC-fähigen Stepsequencer zur Hand hat. Dies lässt sich mit einer Steuerung z. B. über das Mod-Wheel kombinieren und man hat so die Möglichkeit, zwei dynamische Modulationen mit- und gegeneinander arbeiten zu lassen. Das macht das Spectrum Analog Filter auch heutzutage noch studiotauglich. Zwar wäre eine vollständige MIDI-Implementation praktischer, aber der „Zwang“, an die anderen Parameter dann doch wieder selbst Hand anzulegen, macht die Arbeit mit dem Gerät wiederum unmittelbarer.

peavey spectrum analog filter board 2

Bezüglich des Klanges kann das Spectrum Analog Filter einen gewissen Eigencharakter aufweisen, der vor allem in der Abrundung von Sounds und einer musikalischen Färbung seine Stärken hat. Radikale Klangverbiegung hingegen gehört nicht zum Repertoire, doch mit Übersteuerung des Audioeinganges und somit des Filters kann es auch etwas kratzig werden.

Das Peavey Spectrum Analog Filter taucht vergleichsweise selten auf dem Gebrauchtmarkt auf. Die Syntacheles-Liste führt einen Durchschnittspreis von 165,- Euro auf (Stand 11.07.2019), aber eine kurze Stichprobe auf diversen Plattformen ergab eher aktuelle Verkaufspreise von über 200,- Euro. Doch verglichen mit dem, was man für ein Eurorack-Filtermodul zahlt, wobei man dann noch Input-Modul (mit Env Follower) Mixer, VCA, 2x ADSR und MIDI-Interface dazurechnen müsste, ist das immer noch günstig.

Fazit

Das Peavey Spectrum Analog Filter ist ein solides Gerät, mit dem man auch heute noch gut arbeiten kann. Es hat einen gewissen Eigencharakterm was sowohl den Klang als auch die Funktionalität betrifft. In der Kombination von MIDI-Steuerung, manueller Regelung, Envelope Follower und CV/Pedal-Eingang lässt sich das Filter in verschiedenen Anwendungen einsetzen. Wer auf Geräte steht, die nicht jeder hat und einer Standalone-Lösung den Vorzug vor einem Modular-Setup gibt, könnte mit dem Peavey Spectrum Analog Filter einen guten Fang machen.

Plus

  • eigenständiger Filterklang
  • Hüllkurven sind MIDI-triggerbar
  • frei wählbare CC-Nummer zur Cutoff-Steuerung
  • direkte Einbindung von Velocity und Key-Tracking
  • Envelope Follower
  • drei separat reglerbare Eingänge
  • Speicherplätze
  • CV/Pedal-Eingang

Minus

  • keine vollständige MIDI-Implementation
  • Line/Instrument-Umschalter auf der Rückseite
  • Minidisplay ohne Klartextanzeigen
Klangbeispiele
Forum
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    lightman  AHU

    Klingt echt schmalzig-saftig-schön, das Filter, auch dank der guten Soundbeispiele. Darin gefallen mir vor allem die Bässe, das Teil hätte ich mir damals durchaus näher angesehen, wenn ich es auf dem Schirm gehabt hätte.

    Das ist nämlich so mein Problem mit Firmen wie GEM, Technix, Cheetah, Kawai oder eben Peavey, die haben über die Jahre einige interessante Sachen im Synthbereich rausgebracht, aber da ich sie immer eher mit anderen Produkten verband (z. B. Gitarren bei Peavey), hab ich nicht so genau hingeschaut und wie man sieht einiges verpaßt.

    Man muß eben immer die Augen und Ohren offenhalten.

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      rio  

      >Der Filter wird über die Transistorkaskade (Moog-Leiter) ganz links auf der Platine realisiert.

      Über die 3 harris multiplexer/demultiplexer ICs?

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        rio  

        sorry – Ich bin schon rechts und links erblindet. Dann wurden wohl dafür keine expliziten ICs verwendet, Sondern die resistor/caps/transistor verschaltung … (wie schon erwähnt ganz links)

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    gaffer  AHU 1

    Ich selbst habe noch SpectrumSynth. Fand die DMP SP Sampler richtig gut. Normale RAM Bausteine, SCSI, Sample Einheit separat, empfanden viele als Nachteil, aber Wiedergabe wurde x-mal mehr gebraucht und mehrere Sample Player konnten sich einen Sampler AD teilen. Das Konzept war prima.

    Der erste Synth, ich glaube der hiess DMP 3 schlug in Sachen Verarbeitungsgeschwindigkeit allerdings selbst die übelsten Vertreter wie Roland D 70 mit links. Einmal quer über die Tastatur, Kaffee holen, wenn du zurückgekommen bist spielte der gerade die letzten Töne. Alles in allem, die wollten da mal etwas mitmischen, hatten die Möglichkeiten und haben sie nicht genutzt.

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    swissdoc  RED

    Danke für den Test diese Exoten und die guten Soundbeispiele. Die Peavey DPM Synths konnte ich auf dem Musikmesse mal bestaunen, im echten Leben trifft man sie aber kaum an.
     
    Kann man mit dem Peavey Spectrum Analog Filter auch die Titelmelodie von Denver Clan bearbeiten?
     
    Spannend finde ich die Verwendung des Dallas DS1267 Dual Digital Potentiometer Chips. Der ist mir bisher in solchen Geräten noch nicht begegnet. Über eine serielle Schnittstelle schreibt man die 2x 8-Bit Werte in den Chip und er stellt die Pseudo-Potentiometer entsprechend ein. Hier wird offenbar der Eingangsmischer damit realisiert.
     
    „Bei kritischem Material kann man auch eine frei definierbare MIDI-Note als Hilfs-Trigger aktivieren.“ Das ist ein Missverständnis. Anders herum wird ein Schuh daraus. Es wird eine MIDI-Note als Trigger für externe Tonerzeuger ausgegeben.
     
    Fast zeitgleich wurde der Waldorf 4-Pole auf den Markt gebracht. Dort hat man sogar schon vollen CC-Zugriff auf die Parameter und eine mächtigere Modulations-Engine. Das Signal des Envelope-Followers wird über Midi als Breath-Controller ausgegeben. War meine Idee während des Beta-Tests. Aus der Engine des 4-Pole hat Stefan Stenzel dann mit einigen weiteren Zutaten den Pulse entwickelt. Man konnte sogar mit ein paar Bauteilen und einem spezielle EPROM den 4-Pole zum Test-Synth pimpen.

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      der jim  RED

      Danke für den Hinweis mit dem Trigger. Ist natürlich so, wie du es geschrieben hast.

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      rio  

      Waldorf’s 4 Pole sind hammer. Wie könnte man beiden geräte (miniworks 4pole vs spectrum analog filter) klanglich gegenüberstellen?

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    swissdoc  RED

    Die System-Exclusive-Implementation des Peavey Spectrum Analog Filters erscheint mir recht vollständig. Man hat recht typische Parameter Change Requests. In der Tat merkwürdig ist hier die Limitierung auf 6-Bit oder 64 Werte pro Parameter. Interessant wäre allerdings, ob die Changes in Echtzeit verarbeitet werden.

  5. Profilbild
    dubsetter  

    danke für den bericht.
    wollte immer schonmal ein modul aus der baureihe mir zulegen,
    den spectrum oder das orgel modul.
    (waren ne zeitlang relativ günstig zu haben)

    exoten, und selten anzutreffen..!

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