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Zeitmaschine: TC Electronic Fireworx (1998)

6. November 2021

Das Feuerwerk unter den Multieffektprozessoren

Geschichtlicher Hintergrund zum TC Fireworx

Heute werden wir uns mit einem dänischen Youngtimer befassen. Das TC Electronic Fireworx aus dem Hause TC Electronics. Als das Angebot kam dieses Gerät zu beschreiben, war die Reaktion nach dem ersten optischen Anschein, ein zaghaftes „Na ja“. Aber da hatte der Autor das Gerät weder eingeschaltet, noch die Rückseite gesehen. Auf der anderen Seite, das zurückhaltende und dezente Äußere hätten von Dieter Rams stammen können, überspitzt formuliert, TC Fireworx macht sich gut auf einer Braun Atelier, soo man eine schwarze Version hat.

Aber blicken wir doch einführend auf einen Werbetext von 1998, dem ersten Erscheinungsdatum.

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„The TC Electronic FireworX is the most radical sounding Multi-Effects Processor you’ve ever heard and a real challenge to your imagination. Take whatever you need from the broad palette of internal effects, drop it into the forge at the heart of the TC Electronic FireworX, and turn your music into a fireball of sound.“

Und einen Absatz weiter.

„If you’ve been searching to find an alternative in effects processing, TC Electronic FireworX is the answer! It represents a very special perspective in signal processing, allowing you to express yourself and take control far beyond the capabilities of your average cookie cutter effects machine. TC Electronic FireworX features an 8×8 position routing grid. Simply place the algorithms anywhere on the grid and they will be automatically “wired” together in parallel and serial, depending on the position.“

Diese beiden Aussagen lassen wir jetzt so im Raum stehen. Allerdings haben wir auch im Kopf, dass TC Electronics mit dem Fireworks 1998 einen TEC Award abräumte.

Hier muss man für die jüngeren Leser anführen, das TC Electronic ursprünglich mit Gitarren- und Bass-Effekten begonnen hatten und in den 70er-Jahren mit dem „Stereo Chorus + Pitch Modulator & Flanger“ Markenname „SCF“ und später dem TC2290 von 1985, Klassiker der Musikelektronik vorlegten. Der TC2290 kann, wenn man so will, auch als gedanklicher Vorfahre des Fireworks gesehen werden, in den Presets wird man hier wohlklingende Referenzen finden.

Aufbau und Anschlüsse des TC Fireworx

Hier ist klare Kante angesagt. Das Gehäuse ist massiv und kommt mit einer Höheneinheit daher. Die Bedienelemente auf der Frontplatte sind klar von links nach rechts strukturiert und gut sichtbar beschriftet, so dass man nach kurzer Eingewöhnung schnell und sicher zum Ziel kommt. Die zwölf wichtigsten Programme und Effekttypen sind in einer 3×4 Matrix von Dynamic bis EQ angeordnet. Rechts davon die Regler und Taster für die Parameter.

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Das ist erstmal noch nichts Spannendes, aber wir greifen ein wenig voraus und lassen frei zuweisbare Effektblöcke fallen.

Die Rückseite – und das lässt keinen Zweifel an die Zielgruppe – ein Träumchen. Hier finden wird XLR-Balanced-Ins und Outs – analog. ADAT, S/PDIF-In und Out optisch, ein koaxialer Sync-Eingang, S/PDIF-Direkt-In und Direkt-Out. Und AES/EBU-XLR-Digital-In und Out. Ungewöhnlich, aber sehr innovativ ist die Kombination aus MIDI-Triple und RS485. Da RS485 kein vorgeschriebenes Protokoll kennt, kann man das so realisieren. Hier muss man im Kopf haben, dass anno 1998 die Protokolle im LAN noch weit weg vom Fernwirken waren, es im professionellen Umfeld durchaus Bedarf für Fernsteuerungen gab. Abgeschlossen wird die Rückseite mit einem Klinkenanschluss 6,3 mm für eine entfernte Kontrolleinheit.

Das Innenleben des Multieeffektprozessors

Die Basis bilden hier sogenannte Routing-Blocks. Hier wählt man sich einen vom Frontpanel aus, diesen bestätigt man dann mit dem Value-Button. Nun befindet sich dieser Block in einer Matrix. Jetzt kann ich den nächsten Block wählen. Die Reihenfolge in der FX-Kette wählen, Feedback-Loops erstellen oder eben externe FX einschleifen. Wie viele Blöcke ich nun in der Matrix verschalte und kombiniere, wird nur durch die DSP-Power begrenzt. Vorteil: Man kann den DSP-Verbrauch der einzelnen Blöcke beobachten.

Hier werden wir auch unmittelbar auf das nächste Highlight gestoßen. Die Modifier Matrix, zu erreichen über Alpha Mod. In Summe kann ich hier acht interne Modifier und weitere acht externe Modifier nutzen, z. B. über MIDI. Diese Modiifier können jeden Parameter modulieren, wenn er unten rechts im Display auftaucht.

Das Prinzip, das TC hier gewählt hat, entspricht einer Patchbay. Einfach virtuell Strippenziehen vom gewünschten Modulator zum Ziel der Modulation.

Persönliches Highlight „Freeform“, dieses Preset ist eigentlich ein kleiner Sequencer, der rhythmische Sequenzen erlaubt.

Werkseitig kommt der TC Fireworx mit nicht weniger als 400 Presets. Intern können 200 eigene Presets gespeichert werden. Auf einer PCMCIA-Karte können dann noch 200 weitere gespeichert werden. Hierzu füge man etwaiges Medium in den Slot ein.

Die Matrix grüßt im TX Fireworx

Es ist was faul im Staate Dänemark. Nein eigentlich nicht. Aber das TC Fireworx und die Schnittstellen lassen es vermuten, kann großes Kino. Gerne Technicolor und Breitwand. In den Presets werden wir nicht nur allerhand kreative Werkzeuge finden, sondern auch Broadcast- und Film-taugliche Reverbs und andere Presets. Dabei sind die entstehend Räume eher feiner Natur. Skandinavisch zurückhaltend. Aber durchaus eigen.

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Warum das so ist – und hier schauen wir noch mal auf die Rückseite – sind die Anschlüsse und die Routingmöglichkeiten. Hier haben wir die Möglichkeit mehr als eine TC Fireworx zu einer FX-Unit zu verschalten und entsprechend zu synchronisieren. Oder wir nehmen andere Effektgeräte und schleifen diese ein, was dem Spaßfaktor und dem Kreativitätsfaktor noch mal einen Schub gibt.

So wäre ein mehrkanaliges Setup möglich. Oder eine Verkettung mehrerer Fireworx, die wohl nur durch das Budget begrenzt wird.

Hier muss man anführen, dass die Umsetzung der 8×8 Matrix im Gerät auch für heutige Verhältnisse genial ist. Ebenso die einfache Handhabung. Definitives Highlight hier, die Alpha Modulation, mit der ich gleichzeitig mehr als einen Parameter modulieren kann. Und dies mit einer Ausgabeverzögerung von 0,2 ms bei 48 kHz. Da sind wir im Jahr 2021 auch nicht viel besser geworden.

Hier nun die immer noch beeindruckenden technischen Daten:

Auflösung: 24 Bit
Sampling Frequenz: 48 kHz
Frequenzbereich: 10 Hz – 20 kHz
Dynamik Bereich: 103 dB
THD: 0,005 %
Gewicht: 3,2 kg

Fireball of sound

Wir haben zu Beginn des Artikels den Werbeprospekt zitiert. „The TC Electronic FireworX is the most radical sounding Multi-Effects Processor you’ve ever heard and a real challenge to your imagination. Take whatever you need from the broad palette of internal effects, drop it into the forge at the heart of the TC Electronic FireworX, and turn your music into a fireball of sound.“ Aus Sicht des Autors trifft dies hier zu.

Auf der einen Seite haben wir hier einen sehr guten Finalizer, der sich für Mastering und Mixdown empfiehlt. Preset 147 „Mastering“., bestehend aus Compressor, Stereo Enhancer & EQ voreingestellt  für Mastering.  Oder Preset 130 „German PadClipper“, Originaltext: „Cuts your percusive material in pieces“, sowie eine Wohlfühl-Ambience, Nummer 130 „Ambience Comes Back“, A great preset for your final mix.

Presets die man beachten sollte und auch kennen sollte:

  • Ultimator
  • Vocoder Tracker
  • Paranoia
  • Angry Moog
  • Walkietalkie
  • Arctic Strings
  • Dub The Universe
  • The Whisperer
  • Envelope Filter
  • Little Speaker
  • Warm Phaser

Der Praxiseinsatz des Effektgeräts

Kann man heute mit dem TC Electronic Fireworks noch digital arbeiten? Der Autor wird dies bejahen. Wir nehmen uns ein Roland MX-1 und verbinden das TC Fireworks über den digitalen I/O und schleifen das effektierte Signal über die XLR zunächst analog in ein Mischpult ein und lassen das einmal wirken. Das funktioniert schon mal sehr gut. Die Resultate überzeugen.

Nächster Versuch. Im Fundus des Autors befindet sich ein Lexicon MX 200 und Lexicon MX 400. Auch diese sind mit S/PDIF-I/O ausgestattet. Im Falle des MX 400 sogar mit einer 2x In und 2x Out.  Auch dies funktioniert ausgezeichnet. Das Fireworks rundet die MX 200/400 perfekt ab.

Die so entstehenden Signale liegen extrem gut im Mix. Phasenschweinereien sind nicht wahrzunehmen. Das Ergebnis hat Potential. Vielleicht muss man in der DAW etwas M/S-Processing mit dem EQ machen, aber dies nur ganz dezent.

Licht und Schatten des TC Fireworx

Wer sich nun nach Studium zu einer Anschaffung entschließen mag, dem seien nachfolgende Worte ans Herz gelegt und auf die Kommentarfunktion verwiesen. Schwachstelle des TC Fireworx ist das interne Netzteil und eine nicht zu unterschätzende Wärmeentwicklung unter DSP-Volllast. Das empfiehlt den Einbau in einem gut belüfteten 19 Zoll Rack in unterer Position. Auch muss man anführen, dass durch „unsachgemäße“ thermische Last die Kondensatoren vor der Zeit altern und zu einem Absterben des TC Fireworx führen.

Erschwert wird die Reparatur und etwaige Restauration dadurch, dass Service-Manuals und Schaltpläne schwer zu finden sind. Ebenso sind Werkstätten für TC Electronics rar.

Dennoch sollte man das TC Fireworx nicht vorschnell als Alteisen abtun. Die Pluspunkte überwiegen hier eindeutig. Hier ein Fundstück aus dem Internet

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Diese wären: Das TC Fireworx ist neben den „Brot und Butter“ Effekten, einer hervorragenden Pre-Master- und Mastering-Kette, ein Kreativwerkzeug, das dem Anwender eine flexible 8×8 Matrix mit internem und externem Routing an die Hand gibt.

Die Rückseite mit ihren digitalen Schnittstellen erlauben ein flexibles Setup und eine perfekte Integration in ein semi- und professionelles AES/EBU-Setup.

Definitiv eines der Highlights: die virtuelle Patchbay und Alpha Modulation.

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Die Klangbeispiele bis auf den Track Fireworx kommen aus dem Sequential Pro 3. Hier blieb die interne FX-Sektion aus. Das Mangeln und Klangformen fand im Fireworx statt.

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Fazit

Tyrell hat nun seinen TC Electronic Fireworx wieder in der Signalkette und hier zog als Habenwill auch ein Exemplar ein. Für einen Youngtimer von 1998 macht der TC Fireworx eine sehr gute Figur. Mehr muss nicht in einem Fazit schreiben.

Plus

  • Anschlüsse
  • 8x8 FX-Matrix
  • IO-Zuweisungen
  • Sound
  • Gesamtkonzept

Preis

  • ca. 500,- Euro (Stand Syntacheles Liste Juni 2021)
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Klangbeispiele
Forum
    • Profilbild
      TobyB  RED

      Danke, das ist noch Tyrells FireworX. Ich hab allerdings mittlerweile auch eines.

  1. Profilbild
    dflt  

    hach… das wollte ich damals als schüler immer haben. war leider unbezahlbar. jetzt isses dann doch relativ schwer zu bekommen.

    • Profilbild
      Herr von W.  

      Ging mir genauso! Das TC Marketing hat das halt super positioniert, hehe. Habe hier noch den Prosoekt iwo. Aber; vor ein paar Jahren habe ich mir die verfügbaren Demos im Netz angehört und fand das alles ziemlich altbacken, wenig ausgefallen und eben in Summe unspektakulär. Auch die hier verlinkten Beispiele fallen in diese Kategorie. Für 200€ könnte man das vll mal mitnehmen, aber 500 sind mir dafür deutlich zu viel.

      Warum hängen die Beispiele 1 bis 5 eigentlich rechts im Panorama? So ungefähr 3 dB?

  2. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Ja, das was dflt oben schreibt, trifft auch auf mich zu: Das Ding war auch so latent ein Objekt der Begierde. Jetzt, da ich diese Artikel lese, ist es das evtl. wieder.

    Kleine Anregung: Ihr – Amazona und/oder TobyB – dürft gerne mal einen Artikel machen, in dem die Multieffekt-Objekte der Begierde vergangener Tage ein klein wenig verglichen werden. Spontan fallen mir das folgende Geräte ein:

    — Eventide H3000
    — Lexicon MPX-1 (in meinem Besitz)
    — TC Electronic Fireworx
    — Eventide Eclipse (den man ja aktuell neu kaufen kann)

    Ich meine damit nicht eine Klangvergleich oder eine Analyse der Harmonischen Verzerrungen eines jeden Effektes sondern eher so eine etwas grobe Einschätzung. Denn ohne den Artikel auch nur Ansatzweise kritisieren zu wollen – ich verschlinge regelmäßig diese und ähnlich geartete – wäre doch ein kleiner Blick auf die Effektqualität von Interesse. Kann Fireworx mit Eventide und Lexicon mithalten? Sind die überhaupt vergleichbar? Sollte man die überhaupt vergleichen? Sonst spare ich mir einen H3000 lieber doch noch mal vom Munde ab (oder kaufe mir das VST-PlugIn „H3000 Factory“ von Eventide).

    • Profilbild
      Omnyrok

      Ich finde, dass ein Eclipse schon noch mal höherwertiger klingt, was den Fireworx aber keinesfalls abwerten soll. Gerade so Pitch-Shifting Sachen Reverb/Diffusion usw. sind bei Eventide immer noch etwas besonderes. Die Bedienung finde ich aber gruselig und nutze fast nur Presets die ein bisschen angepasst werden. Der Eclipse ist auch deutlich teurerer und auf dem Gebrauchtmarkt eher so um 1000€-1300€ zu bekommen und gerne haben die dann ihre Macken.

      Ich habe meinen Eclipse schon über 10 Jahre und der hat sein Macken (z.B. sind die AES/EBU und SP/DIF Schnittstellen defekt). Ich würde mir den heutzutage als Amateur wohl nicht mehr kaufen, weil sich Plugin-mäßig so viel getan hat, aber meinen will trotzdem auch nicht mehr hergeben ;-)

      Btw. das H3000 Factory Plugin beinhaltet nicht annähernd das was der H3000 kann, sondern hauptsächlich PitchShifter, Filter, Delay-Effekte aber keinerlei Reverb/Diffusion-Effekte. Die Bedienung ist fast noch schlimmer als an der Eclipse-Hardware. Ich hatte mir das Plugin mal gekauft als es im Angebot war, wurde da leider ziemlich enttäuscht. Dann besser die anderen Eventide-Plugins (die die an die Bodentreter angelehnt sind).

    • Profilbild
      Kazimoto  

      Soundtoys soll ein guter Ersatz für ein H3000 sein. Hatte nie ein H3000 aber die Plugins von Soundtoys sind toll.

      • Profilbild
        Henrik Fisch  AHU

        Ich habe schon viel Gutes über die Software-PlugIns von Soundtoys gehört. Von meinen Empfinden her scheinen die Effekte aber doch noch in eine andere Richtung zu gehen. Also eher als Arbeitspferde und weniger experimentell gedacht zu sein. Und, ha, schon klar, man kann mit jeden Effekt dezent oder brachial experimentell einsetzen, schon gar, wenn man sie miteinander veraschaltet.

        Ich habe aber trotzdem das Gefühl, dass man mit Eventide »Eclipse« und »H3000« und/oder gerade dem »Fireworx« doch noch mal andere Sachen zustande bringt.

      • Profilbild
        Henrik Fisch  AHU

        OK, Kommando zurück. Ich habe mir jetzt den AMAZONA-Test von Markus über die SoundToys durchgelesen und die Soundbeispiele angehört (danke an Markus und auch an chain25 für die Hinweise). Ich wusste auch gar nicht, dass die SoundToys-Entwickler ehemalige Eventide-Mitarbeiter sind, die den »H3000« mit entwickelt haben. In diesem Licht betrachtet erscheinen die SoundToys doch noch ganz anders. 🙂

        Aber das grafische Layout könnten die echt mal überarbeiten. 😉

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      moinho  

      Ich hab sowohl ein Eclipse als auch ein FireworX schon seit längerer Zeit – müßte so 2003/2004 gewesen sein, damals gabs glaub ich auch das FireworX noch neu.

      Beide sind schon ein bisserl unterschiedlich:
      I. FireworX hat an analogen Ports XLR. Eclipse hat XLR und Klinke, und glaubich auch noch Eingang Klinke hochohmig (?), und allgemein eine ganz tolle Menge an Anschlüssen. Eclipse macht da deutlich mehr Spaß.
      II. Der Artikel hier beschreibt sehr schön die Komplexität und unbändigen Möglichkeiten der Programmarchitektur des FireworX. Eclipse ist zwei Effekte, punkt. Dafür sind die Effekte teilweise sehr kompliziert. Allerdings…
      III. So toll das beim FireworX sein mag, das Ding rennt recht schnell an die Grenzen des DSPs. Was sehr schade ist, weil mit, sagen wir, der doppelten Rechenleistung würde da phänomenal was gehen.
      IV. A propos Algorithmen: die oben erwähnten komplizierten Dinger im Eclipse sind schon sehr lustig, und auch nix, was das typische Plugin so macht. Prinzipiell könnte man versuchen, die in Reaktor oder so nachzubauen, aber die Parametrierung ist dann wahrscheinlich kein Spaß.
      V. Wertentwicklung: FireworX und Eclipse wurden ursprünglich zum gleichen Preis verkauft. Daß das Eclipse jetzt gebraucht mehr als doppelt so teuer ist…sagt auch was.
      VI. Beim Eclipse gabs viele Jahre später nen sehr umfangreiches kostenloses SW-Update. Ich war ziemlich baff.
      (tbc)

    • Profilbild
      moinho  

      Summa summarum:
      Eclipse würd ich mir heute wieder kaufen, das macht schon ein paar sehr originelle Sachen. FireworX…so ein Alleinstellungsmerkmal hat es nicht, und für einfach „guter Multieffekt“ isses dann doch zu teuer.

      (nb: die Meinung des Autors „FireworX ist ein guter Finalizer-Ersatz“ teile ich so nicht. Beim Finalizer kommt sehr viel vom Spaß durch den Workflow/die UX, den FireworX eben für die Anwendung nicht hat).

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Die Frage ist immer was man will und braucht. Die Eventide sind schon noch mal eine Schippe drauf. Da gibts mal nichts. Selbst in der Preisklasse Eventide Space. Welches ich habe, da ist der Spagat zwischen Bodentreter und Boutique sehr gut gelungen. Bei einem Vergleich muss man dann die Kirche im Dorf lassen, in der Signalverarbeitung hat sich eine Menge getan. Das heisst nicht, das heute alles besser geworden ist. Frühere Generationen sind deswegen nicht automatisch schlechter oder besser. Ich liebe meine ollen Rolands, Boss, Yamahas und Lexicons. Auch das TC Fireworx. Und setze die auch gerne ein. Allerdings ist für mich entscheidend, wie das Ergebnis klingen soll.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Es gibt das u.a. das Metaplugin von DDMF und IK Multimedia T Racks, welche so einen Ansatz umsetzen. Aber nicht unbedingt in der Tiefe wie die TC FireworX Matrix. Im Prinzip kannst das mit jeder DAW realisieren, die Busse, AUX und Track und Objektbezogene Automation und MIDI kennt. Allerdings ist das arg abstrakt und wenig intuitiv.

  3. Profilbild
    heide69  

    Bei mir hatten sowohl beim Fireworx als auch beim Finalizer die Netzteile den Geist aufgegeben. Dies zeichnete sich dadurch ab, dass nach dem Einschalten der Bootvorgang verzögert begann, welcher mit der Zeit immer langwieriger wurde bis das Display irgendwann aus blieb. Der Austausch pro Netzteil hatte meine ich seinerzeit ungefähr 180 Euro gekostet. Ein Nachteil sind auch die rückseitig liegenden Netzschalter, was bei einem Rackeinbau sehr unpraktisch ist. Man kann die Geräte zwar vorderseitig in den Standby schicken, wenn rückseitig der Netzschalter auf „on“ steht, aber werden diese über einen Doppelstecker betrieben, schalten sie sich immer ein, sobald Strom fließt. Es gibt auch eine V2 Version, mit neuen Presets.

  4. Profilbild
    costello  RED

    Große Klasse Toby, Deine Fireworx ziehen ja voll ab und auch mal wieder schön zu hören, wie vielseitig der Pro 3 klingt. Da passt ein relativ komplexes Effektgerät wie das TC sehr schön. Ich bleibe aber bei meinen 80er Jahre Teilen :)

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Danke, ich werd meine 80er Jahre Sammlung nun nicht in Rente schicken! Solange die laufen, bleiben die der Signalkette. Ich mag den dabei entstehenden Sound. Das kommt auch in Dolby Atmos gut. Das TC Fireworx ist schon Klasse. Die Routing und Modulationsmöglichkeiten sind schon Klasse. Das kommt auch gut mit einem Pro 3. Ich hab das hier mal auf die Spitze getrieben, war grade halt Halloween. https://bit.ly/3EPE6Y8 , sämtliche FX kommen aus dem Fireworx, bzw. runden das Ganze ab.

  5. Profilbild
    dAS hEIKO  AHU

    Das war halt auch die Hohezeit für T.C.Electronics. Mit dem M5000 Mainframe hat man sich einfach mal zur Dinnerparty mit Lexicon und Eventide „geschummelt“. Mit dem M3000 diesen Erfolg konsequent dem weiterentwickelt und den Ruhm mit Geräten wie dem Fireworx, Finalizer, G-Force oder dann auch dem D-Two sogar in den oberen Bereich des Mainstream gebracht.
    Was heute vom Musictribe kommt ist den Preisen entsprechend auch sehr ordentlich. Aber t.c. war damals halt noch High End.

  6. Profilbild
    Sudad G  

    Hatte den Fireworx damals in den 90ern im Studio. Neben einem Lexikon 300, MPX-1, SRV2000 und einem Eventide DSP4000 versprach ich mir vor allem interessante und abgefahrene Effekte im Bereich House, Techno, Electronic. Leider erfüllte er nicht ganz meine Erwartungen. Am Ende war er eben nur ein zuverlässiger Lieferant von Chorus und Flanger. Abgefahrene, modulierte Delay und Halleffekte lieferte der Eventide DSP4000 in wesentlich besserer Qualität, Räume waren eh die Domäne des Lexikon 300 und des SRV2000 und als dann auch noch Plugins wie NI Guitar Rig und die von Soundtoys rauskamen, erübrigte sich der Fireworx immer mehr. Als Masteringprozessor kam er auch nicht ganz an meinen Finalizer ran…so musste er am Ende das Studio verlassen.
    Wenn man noch nichts Adäquates hat, ist er sicherlich gut, aber heutzutage ist ein Eventide oder auch eine Kette an Bodentretern reizvoller.

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