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Theo M

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Wieder mal eine dieser Kisten, die kein Mensch braucht. Und mit dem Aluminium-Gehäuse hat Roland sich und der Umwelt sicher keinen Gefallen getan. Den Jupiter 50 also bitte nicht kaufen!
Danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Das Internet macht einem heutzutage die Recherche ja relativ leicht. Man lädt sich einfach das Service-Manual (175 MB) zum Polymoog herunter, das früher nur den Service-Technikern vorbehalten war, und verfügt damit über detaillierte Informationen aus erster Hand. Ich habe mir mal die Arbeit gemacht und aus den insgesamt fast 300 Seiten (!) die besprochenen Abschnitte in einer kleinen 4-seitigen PDF-Datei (280 kB) aufbereitet, die nun jeder von meiner Website herunterladen kann: www.moebus.de/synthblog/polymoog_secrets.pdf Wie man daraus ersehen kann, verfügen die 8 Presets über eigene Filterboards. Inwieweit sich da manipulierend eingreifen lässt, müsste ein versierter Techniker herausfinden. Jedenfalls dürfte insgesamt jetzt jedem klar sein, wie die Polymoog-Klangerzeugung tatsächlich aufgebaut ist. Das Fachmagazin Sound-On-Sound brachte es bereits 1998 in seinem Polymoog-Test auf den Punkt: "The character of each Mode was defined by dedicated chips containing 142 circuits, that Moog described as "Articulators". These were the 71 amplifiers and 71 filters that shaped the sound generated by the oscillators and thus defined the fundamental timbre of the sound. As a result, the Polymoog offered independent velocity sensitivities, amplitude articulations, and timbral responses for every key, making it genuinely polyphonic in its Preset mode. You had no control over the filter Articulators, but you could bypass them by reducing the gain of the Mode output to zero, and raising the gain of the 'Direct' output. This allowed you to discover -- for example -- the nature of the high-pass filter in the Harpsichord mode, or the low-pass filtering of the Piano mode."
Das mit dem VCA ist klar. Mein Zitat stammt ja aus dem "Synthesizer von gestern"-Artikel. In besagtem Spezial-IC sollen außer einem Doppel-VCA noch ein Hüllkurvengenerator und ein 12-dB-Filter stecken (für jede der 71 Tasten!). Davon ist in Moogulators Artikel aber nichts zu lesen. Das Service-Manual zum Polymoog belegt o.g. Zitat, ebenso die Website http://www.dubsounds.com/pm_history3.htm
Moogulator schreibt: "... Was jedoch vollständig für jede der 71 Tasten vorhanden ist, sind die VCAs für die Lautstärke. Diese werden über einen Chip erzeugt, welcher zu jener Zeit den neuesten technischen Stand bedeutete." Matthias Becker schrieb in seiner Artikel-Serie "Synthesizer von Gestern" über diesen Chip: "... der die Funktionen eines Hüllkurvengenerators, eines Doppel-VCAs und eines 12-dB-Filters in sich vereinigte und außerdem für die Generierung der jeweiligen Wellenform (Sägezahn oder Pulswelle) zuständig war. JEDER TASTE des Polymoog war auf einer separaten Modulator-Board-Platine ein solcher IC zugeordnet, der den KLANG FÜR JEDE TASTE INDIVIDUELL FORMTE, wobei sowohl ATTACK-ZEIT als auch LAUTSTÄRKE und OBERONANTEIL von der Geschwindigkeit des Tastenanschlags abhängig waren." (Quelle: KEYBOARDS Heft 6/1988 oder KEYBOARDS-Archiv auf www.keyboards.de, Suchbegriff "Polymoog") Was hat es damit auf sich?

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