Otem Rellik Cirrus, polyphoner Touch FM-Synthesizer

20. November 2019

Neuer FM Synthesizer, kaum vorgestellt, schon ausverkauft

Otem Rellik ist ein Synthesizer-Designer aus Colorado (USA), der in der Vergangenheit diverse spannende Instrumente mit einer Holzoptik veröffentlichte und sich nun mit dem Cirrus zurückmeldet. Dieser Entwickler zählt zu den ganz Kleinen der Branche, hat sich jedoch in kürzester Zeit einen Namen gemacht. Dies vor allem wegen seinen ersten Veröffentlichungen: Nimbus war ein digitaler polyphoner Synthesizer, Arcus eine kompakte Groovebox (Drumsynth & Sampler) und Stratus ein CV/Gate-Sequencer.

Alle drei Instrumente haben zwei Punkte gemeinsam: Sie kosteten 300 US Dollar und waren nur in sehr geringer Menge erhältlich. Man kann schon fast von Unikaten reden, da diese so limitiert waren.

Otem Rellik

Nun ist Otem Rellik mit einem neuen Synthesizer zurück, der aber schon ausverkauft ist. Cirrus ist ein polyphoner FM-Synthesizer, der mit Hilfe einer Touch-Tastatur bedienbar ist. Er ist sehr kompakt und besteht wie die anderen Instrumente wieder einmal aus Holz. Intern werkelt ein digitaler polyphoner FM-Kern mit 8 Stimmen, der jeweils einen FM- und einen Sägezahn-Oszillator besitzt. Zur Einstellung dieser stehen einige Parameter (FM Ratio, FM Anteil, Mix (FM & Sägezahn) auf dem Interface zur Verfügung. Man kann Cirrus auch in Unisono und mit diversen Glide-Modi spielen. Weiter besitzt der Synthesizer ein eingebautes Filter mit Kontrolle über das Cutoff. Welches Filter das genau ist, verrät uns der Entwickler nicht.

Otem Rellik Cirrus

Für die Modulation ist eine Looping-Hüllkurve an Bord, die man entweder auf den Cutoff des Filters oder auf den FM-Anteil routen kann. Ein LFO ist auch dabei, der einen Hochfrequenzmodus besitzt. Laut Entwickler kann man mit diesem Sägezahn-FM machen und eine neue Seite der Frequenz Modulation entdecken. Am Ende des Signalweges gibt noch einen Reverb-Effekt.

Cirrus besitzt kein normales 08/15 Keyboard, sondern 8 kapazitive Bedienflächen (Touch-Plates), mit denen man Noten spielen, aber auch Modulationen steuern kann. Auch dabei ist ein 32 Step polyphoner Sequencer der Parameter-Automation pro Step unterstützt. 8 Sounds kann man im Gerät speichern und wieder aufrufen. Etwas wenig, aber besser wals keine Speicherfunktion.

Zur guter Letzt besitzt Cirrus eine Reihe an Anschlüssen auf der Rückseite, die die Kommunikation mit externen Geräten gewährleistet: USB-MIDI (Noten, Clock, MIDI-CC) und Pulse-Ein-/Ausgang zum Synchronisieren des Sequencers mit anderen Geräten.

Nach meiner Meinung ist der Otem Rellik Cirrus ein sehr schöner und gelungener neuer Synthesizer. Leider sind alle 4 Exemplare dieses 300 USD teuren Instrumentes bereits vergriffen. Leider …

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