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Betancourt

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Das stimmt natürlich, wir haben hier sicherlich keinen wissenschaftlichen Vergleich zwischen beiden Samplern. Wie gut oder schlecht der TAL nun in Wirklichkeit ist, läßt sich präzise nur unter exakt den gleichen Bedingungen ermitteln, die auch beim Akai-Test gegeben waren. Allerdings ist bei den TAL-Demos recht schnell das zu erkennen, was so vielen anderen Plugins auch zu eigen ist, z.B. die 2-Dimensionalität. Und da denke ich nicht, daß das am gesampelten Material oder der mp3-Kodierung liegt, sondern an der TAL-Engine selbst. Das ist ja auch alles völlig in Ordnung, ich störte mich nur an der etwas starken Pauschal-Aussage, das Plugin ersetze klanglich einen Emax.
Also, die wenige Artikel weiter präsentierten Klänge des S3000 von Akai haben einiges mehr an Tiefe, Charakter und vor allem Echtheit als die Bsp. des TAL-Plugins (die Demos auf der TAL-Seite einbezogen). Und das ist "bloß" ein Akai...insofern kann ich die fast euphorische Bewertung des Pluginklangs als gleichwertigen Ersatz für einen Emax oder Emulator ehrlich nicht verstehen.
"Im Arrangement mekt man in der Regel kaum einen Unterschied mehr..." Meiner Ansicht nach verhält es sich eher umgekehrt: selbst wenn es im Einzelsignal nur subtile Unterschiede geben sollte (ich habe keine eigene Erfahrung mit TAL), summieren die sich über eine ganze Produktion mit 50 oder mehr Spuren beträchtlich auf. Im Ergebnis ist es dann doch schon ein erheblicher Unterschied, ob es sich um 50 Software- oder 50 Hardwarespuren handelt. Ähnliches gilt für die Aufnahme mit guten Kabeln, guten DI-Boxen oder Preamps - im Einzelsignal sind das oft nur Feinheiten, der gesamte Mix ist am Ende aber ein hörbar anderer.
Allerdings klingt der Original Juno, in diesem Video auch ziemlich bescheiden. Ob das nun an schlechter mp3-Kodierung, mäßiger Aufnahmequalität oder dem Programming liegt - es ist mir bei Vergleichsvideos schon häufiger aufgefallen, daß die nachgebildeten Originale hier oft kein besonders gutes Bild abgeben. Mein Alphajuno tönt bedeutend kraftvoller als der 106 im Video.
Nach wie vor einer der mit Abstand interessantesten Synthesizer am Markt und gemessen an Verarbeitung und Klanggewalt noch vergleichsweise günstig. Die neue Version ergibt in meinen Augen allerdings keinen rechten Sinn, da es sich ja lediglich um einen technisch leicht abgespeckten PC3K mit integrierten Sounderweiterungen handelt. Vielleicht eine Verlegenheitslösung, um im Synth-Bereich nach Jahren mal wieder ein "neues" Produkt vorstellen zu können? Es ist vermutlich tatsächlich ein Problem für Kurzweil, daß sich an der Sound-Engine kaum noch etwas besser machen läßt. Höchstens den äußeren Zugang zur VAST-Synthese könnte man zeitgeistiger gestalten, aber besonders "trend-hörig" war Kurzweil ja (zum Glück) noch nie.

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