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Test: Ueberschall, Jazz Colors

17. März 2011

Jazz Colors

Jazz Colors
 

Jazz Colors

Jazz Colors

Jazz Colors ist eine kleine, aber feine Fertig-Samplelibrary. Also nicht spielbar im klassischen Sinne! Denn es besteht aus fertigen Betten/Musiken und Loops mit einer großen Bandbreite des Jazz. Von Swing, Bebop, Hardbop und LatinJazz bis hin zu SmoothJazz, Fusion und BalladJazz. Besondere Einsatzmöglichkeiten für Film, TV und Games-Produktionen.

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Installation

Die Installation und Autorisierung ist völlig einfach. Die Library – und falls nicht schon geschehen – die Engine Elastik installieren. Seriennummer eingeben, Challenge Code erhalten und damit übers Internet gibt’s sofort den Response Code, der das Produkt freischaltet. Geht wirklich sehr schnell, wenn man das schon ein paar Mal gemacht hat.

Starten

Das Plug-in Elastik als VST-Instrument öffnen. In der Elastik Engine findet man dann fast selbsterklärend die Librarys. Hier findet man die diversen Files sortiert nach Name und Tempo.

Elastik Engine

Elastik Engine

 

Bedienung der Presets

Sehr einfach! Einen Song bzw. dessen Teile (Intro, Main, Outro etc.) auswählen und laden. Hier hört man den kompletten Track, meistens auf der ersten C-Taste der virtuellen Tastatur, und auf jeder weiteren Taste in Halbtonschritten liegen die einzelnen Spuren wie Bass, Guitar, Horns, Drums. Über der Tastatur ist eine zweite. Alles was einem gefällt an Einzeltracks schiebt man hier hoch und lädt unten wieder was Neues nach. Eigentlich eine schöne Idee von Elastik! 

Jedes Kit ist aufgeteilt in vier Unterordner, manche sogar in fünf:
– Intros & Outros: die passenden Ins & Outs zu dem jeweiligen Kit
– A-Part: beinhaltet das Hauptthema, aufgeteilt in seine einzelnen Spuren
– B-Part:
beinhaltet die Variation vom Hauptthema und alternative Einzelspuren
– C-Teil: beinhaltet eine zusätzliche Variation zum Hauptthema

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Effekte selber editieren

Die Editiermöglichkeiten halten sich in Grenzen. Weil das erstens fertige Musikbetten sind und zweitens die Engine Elastik sehr nüchterne Möglichkeiten bietet. Zur Verteidigung beider muss man auch sagen, dass das ausreicht (Tempo, Transpose, Volume etc). Weil wir hier nicht über spielbare Samples reden. Effekte wie Hall und EQs usw. kann man/sollte man ohnehin extern anfahren.

Klang

Hervorragend! Sehr gute Aufnahmen, klasse Musiker und coole Performance. Die Jungs haben ihre Hausaufgaben gemacht, hinter sowie der Regiescheibe. Die Drums wurden einzeln mikrofoniert, sodass das komplette Drumset bei Bedarf auch in Einzelspuren vorliegt: Bass Drum, Snare Drum top, Snare Drum bottom, Hi-hat, Ridebecken, Crashbecken, Toms, Stereo Overhead und der dazugehörigen Stereo-Raum. Alle Aufnahmen liegen trocken vor und wurden ohne Effekte aufgenommen. Sehr gut, weil das die Möglichkeit erhöht es überall und individuell einzusetzen.

Stärken und Schwächen

Leider mal wieder die Engine. Für diese Instant-Library reicht sie zwar völlig aus, weil es nicht viel zu editieren gäbe, und selbst in einem Kontaktplayer wäre das nicht anders. Aber ich hatte in einem anderen Test schon ausführlich beschrieben, dass dieses Loopeye und alles was damit zusammenhängt, sehr zäh und langsam ist in der Bedienung. Will man sich die Einzeltracks anhören z.B. in einem der Songs, nehmen wir Takt 4, und da auf die 1 ein kommt ein einziger Bläserhit. Dann drückt man die Taste, wo dieses Sample sitzt und wartet eben drei Takte „Leere“ ab, bis das Sample endlich kommt.

Ja, ich weiß und kann das technisch nachvollziehen, warum das so ist. Aber ich nerve euch so lange (gemeint ist der Hersteller), bis das geändert wird!

Wünschenswert wäre hier die Möglichkeit hinzuspulen oder einfach an die Stelle zu klicken. Dieses Problem hat man nicht, wenn man nur die fertigen Bausteine aneinander reihen möchte. Denke und hoffe jedoch, dass jeder, der diese gute Library benützt, zwar nicht unbedingt Jazzmusiker sein muss, oder weil er es eben nicht ist, wenigstens soviel an Kreativität aufbringen sollte, was Eigenes aus den Einzeltracks zu kreieren. Und in diesem Fall nervt diese Engine einfach. Weil dieser Arrangementprozess eigentlich sehr viel Spaß macht, und Elastik killt das. Aus meiner Sicht. Will ja nichts heißen, manche finden das vielleicht super. Eventuell bin ich ja auch nur ne zickige verwöhnte Diva in der Beziehung?

Inhalt

Der gesamte Inhalt (3,3 GB) wurde von professionellen Musikern eingespielt. Wow! Wenn man die Qualität und den Preis beachtet! Aufgenommen wurden Drums, Upright Jazz Bass, Electric Bass, Jazz Guitar, Grand Piano, Fender Rhodes, Hammond B3 über Leslie, verschiedene Saxophone, Trompete und Querflöte. Eine wirklich coole Palette, bei der man merkt, dass die Jungs Spaß hatten.

Genre: Jazz
3,3 GB, 20 Construction Kits, 1400 Loops & Samples
Elastik Soundbank for Mac/PC/AU/VST/RTAS/StandAlone

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Fazit

Sound und Arrangements finde ich absolut amtlich produziert und authentisch. Für den schnellen Einsatz für Projekte mit wenig Budgets gibt es nichts Besseres.

Tipp: Auch sehr cool zum Üben, wenn man keine Band hat.

Plus

  • Sound- und Aufnahmequalität/Produktion
  • Musikalität und Performance der Musiker
  • Preis

Minus

  • Elastik Engine

Preis

  • 99,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Nostradamus

    Inzwischen scheint wirklich keine Library mehr auf den obligatorischen Hinweis „Film, TV und Games Produktionen“ auszukommen. Warum ist eine Jazz Library so geeignet für Film und TV? Und welcher Musikschaffende in dieser Branche setzt Fertigloops dieser Art ein? Ich habe mir mal die Mühe gemacht und mal reingehört. Qualitativ gut, aber es ist eben üblicher Jazz. Habe ich noch in keinem Game gehört. Auch nicht im Fernsehen. Und bei Kinoproduktionen auch nicht. Außer bei Filmen aus den 70ern.

    Generell störend beim Einsatz beinahe aller ueberschall Libraries sind die Lizenzbestimmungen. Einerseits darf man die Construction-Kits jeweils nicht komplett, also so, wie sie im Player als fertigen Mix vorliegen, verwenden. Das wäre zwar auch sehr unkreativ. Andererseits sind die einzelnen Phrasen thematisch und vom „Feeling“ oft genau auf dieses Construction Set abgestimmt, was eine Verwendung außerhalb dieses Kontextes oft erschwert. Zumal es sich nicht immer um Licks etc. einzelner Instrumente handelt, sondern nicht selten auch noch andere Instrumente in einem Loop vorhanden sind.

    Ich bin bei den ueberschall Libs immer sehr gespaltener Meinung. Wenn man etwas auf die Schnelle braucht, wäre es vom Prinzip her ganz okay, aber die Samples an sich erschweren einem oft die Arbeit.

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Selbstverständlich hört man diese Librarys oft in besagten Genres! Allerdings werden sie von Leuten (wie z.B. meine Wenigkeit) eingesetzt die wirklich Ahnung haben von ihrem Handwerk und kreativ sind mit deren Umgang. Und dann hörst du das natürlich auch nicht! Ich benütze oft nur 50-70% der Library und spiele dann schnell den Rest neu dazu ein wie ich es eben benötige für den Job. Ob Drums, Gitarre oder Bläser ist da völlig egal. Aber ich erschaffe was neues! Geht trotzdem sehr schnell, ist kreativ und jetzt kommt es: Es ist billig! Ich habe viele Kunden mit irre viel Budget, aber auch Kunden die mal schnell ne Mucke brauchen für nur 500.-. Die will ich auch bedienen. Und trotzdem muss es auch gut klingen. Und genau hier kommen solche Librarys ins Spiel.
      Da sind meine Kunden und ich sehr dankbar dass es das gibt. Fazit: Man muss nur wissen wie! Und es freut mich ehrlich auch, dass sich hier die Spreu vom Weizen trennt! Wer keinen Bock hat etwas zu tun, und keine Ahnung hat vom Musik machen dem wird diese Library nichts bringen. Wenn du komplett fertige Gemafreie Musik willst, dann musst du zu den tausenden Librarys gehen die das (kostenpflichtig) anbieten. Das bedeutet dann aber auch dass du kein Musiker, sondern einfach nur ein Kunde bist der fertige Musik sucht. Ist ja auch okay. Sei mir nicht böse, aber das ist die logische Antwort auf deinen Kommentar! Du kannst einfach nicht vom Hersteller erwarten, dass du für diesen Preis gute Musik, gespielt von guten Musikern, völlig umsonst 1 zu 1 einsetzen darfst. Oder dachtest du dass du 1x 99.- bezahlst, und damit dann ein paar 500.- Jobs in Sekunden erstellst und verkaufst? Also bitte…!

  2. Profilbild
    Nostradamus

    Ich nutze in der Regel keine Libraries. Zwar habe ich die eine oder andere im Regal, aber mir ist das dann doch irgendwie zu unkreativ. Klar, wenn es schnell gehen muss, dann sind die schon praktisch. Aber mein Kritikpunkt bleibt, jedenfalls was die Libs von ueberschall angeht. Ich finde, die Loops sind zu starr in das Korsett des jeweiligen Tracks eingebunden.

    Keine Ahnung von Musik? Kann sein. Aber ich spiele seit etlichen Jahren Klavier und was sonst noch Tasten hat. Ich suche ja auch keine Musik, ich mache welche. :)

    Ach so: „diese Libraries“ hört man ganz sicher oft in Games etc. Aber eine Jazz Library? Nenn mir doch mal ein Game, in dem du Jazz hörst. Will ich ja nicht völlig abstreiten, bin auch nur Gelegenheits-Zocker, aber Jazz in Computergames? Auch in Filmen ist das wohl eher selten.

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Mein Güte, entspann dich…!
      Hab ja nicht gesagt dass man speziell „diese“ Library in Games hört. Mir ging es generell um Produkte von ueberschall, bigfishaudio etc. bzw. diese Art von Librarys die man bei Multimediasachen oder TV einsetzen kann. Ok? Sei doch bitte so nett und hör auf mit diesen Haarspaltereien. Ich hab echt keine Zeit mit dir jetzt so nen Kleinkrieg im Sandkasten zu führen. Wenn du diese Librays nicht magst, ist das dein gutes Recht. Lass es einfach. Aber was regst du dich dann so auf? Himmel nochmal such dir bitte einen anderen Ort, wenn du um die Wette pinkeln willst…

      • Profilbild
        Nostradamus

        Ich zitiere dich mal: „Besondere Einsatzmöglichkeiten für Film, TV und Games-Produktionen.“

        Das bezieht sich doch wohl auf diese Library. Mir geht es nicht um einen „Kleinkrieg“, auch nicht um Samples und deren Einsatz an sich. Nur heutzutage wird wirklich fast jede Library mit dem Zusatz „TV und Filmproduktionen“ beworben. Da steckt wohl auch eine Menge Marketing hinter, daher wunderte ich mich, dass du das so in deinen Testbericht übernimmst, zumal es hier gar nicht so recht passt.

        Wer von uns beiden ist eigentlich der unentspanntere?

  3. Profilbild
    Wenzel

    Hallo Selcuk,

    danke für den Artikel.

    Noch eine kleine Ergänzung,
    seit Dezember 2010 ist der neue Elastik Player auf dem Markt.
    Das Update bringt eine neue Feature und läuft stabiler als sein Vorgänger.

    Mehr Informationen dazu gibt es auf unserer Website:
    http://www.ueberschall.com

    Lieben Gruß und viel Spaß beim weiterstreiten ;)

    wenzel

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Hey Wenzel,
      danke, den neuen Player kenne ich und ich finde ihn auch wirklich gut! Und… der „Streit“ ist beendet. :o)
      LG, Selcuk

    • Profilbild
      Nostradamus

      Ah, jemand von ueberschall. Schön. Vielleicht kannst du mir mal sagen, warum die Samples nie wirklich trocken eingespielt werden. Meist sind bereits irgendwelche Effekte drauf.

      • Profilbild
        Wenzel

        Hi,

        das hängt von der Produktion und somit auch vom Produzenten ab.
        in erster Linie geht es um Authenzität von Produkten. Manche Samples erhalten diese Authenzität erst durch die passende Effektierung.
        Das beste Beispiel ist Dub Musik.
        Dub ohne Reverb ist kein Dub.

        Wenn es vereinzelt Fragen zu bestimmen Produkten gibt schick mir doch bitte eine Email:

        support@ueberschall.com

        lg,
        wenzel

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