20. Juni 2016

Novation Circuit 1.2

NovationXcircuit

also die infos zum update 1.2 finden sich bei novation. die liste ich hier jetzt nicht auf. aber ich kann berichten, es funktioniert. die ganze kiste ist via midi editierbar. beide synths sind vollwertige v.a. die modulationsmatrix ist allerdings vergleichsweise begrenzt. es gibt zwar scheinbar viele parameter, aber drastische hochfrequente eingriffe (osc>osc) like waldorf pulse gehen eher nicht. via midi werden zusätzliche effekte (distortion, eq) ansteuerbar, die sonst nur unwissentlich oder gar nicht via macros gesteuert werden. die macros lassen sich mit bis zu 4 parametern belegen, einschließlich wertebereichsbestimmung und richtung (super feature!). so, was noch? ah ja, die drum slots lassen sich nun selber bestücken. aber ich finde die auseinandersetzung damit eher mäßig. zumal sich mit den samples nicht viel anfangen lässt (bisschen pitch up/down, dist, decay… nun ja). da empfiehlt sich eher, instant vorproduzierte sounds draufladen und gut.
summa summarum: hab mich fürn paar tage intensiv mit der kiste beschäftigt und war erst enttäuscht, dann begeistert (aufgrund des midi updates), dann wieder enttäuscht… ;)
was mich letztlich dazu bewogen hat, das teil wieder abzustoßen, sind die limitierungen der drumspuren und dieser elende preset quark. ich hätte da gern mehr (alle!) freiheiten gehabt, sowohl bzgl. der sequenzen als auch in der editierung der sounds.
die drumspuren sind auf 16 steps festgelegt und die sounds lassen, wie gesagt, nur rudimentär beeinflussen.
hab dann ne weile gewartet, ob novation wenigsten die detaillierte editierung der synth.sequencen (die ist nämlich tatsächlich umfangreich!) auch auf die drumspuren ausweitet. kam aber nix – leider.
so wirds irgendwann langweilig. allerdings beim rum jammen fällt das nicht weiter ins gewicht. der ausgang ist druckvoll (sidechaining!) und laut. alles klingt tight, kompakt und stimmig. wenn ich zeit, platz, geld hätte, würde ich das teil auch für gelegentliche spass sessions stehen lassen.
zu den presets lässt sich noch sagen: eigene soundkreationen werden ausschließlich mit der session temporär gespeichert. innerhalb der session lassen sich für die synths und drums (sowieso) nur werkpresets anwählen. das nervt extrem! so lässt sich von einer session nicht auf den sound einer anderen zugreifen und es lässt sich auch kein eigener soundpool anlegen. totaler quark also. desweiteren gibts parameterhänger bei den synths, wenn man zwischen sessions bei laufender sequence umschaltet. das lässt sich umgehen, wenn man den sequenzer stoppt, die session wählt und wieder startet. aber das ist wohl nicht sinn der sache.
apropos sinn-voll wären sicherlich 4 ausgänge, statt 2 – und fast vergessen. großes ärgernis: es gibt keine panorama funktion, weder für die synths noch für die drums. man kann also auch nicht via sampling rumtricksen, denn ma kriegt die synths nicht aus der stereo summe.

Fazit
spass? ja, aber.
das (sehr) konzept ist gut, aber die umsetzung nicht befriedigend, daher sag ich mal eher gut. jedenfalls ein interessantes spielzeug, wenn auch im abgang etwas schal wegen des gefühls, hier wurde was nich zu ende gedacht oder man wurde nur angefüttert...
Forum
  1. Profilbild
    dflt  

    also manchmal wäre es ja schon sinnvoll, ein zweites mal über seinen text zu lesen… auch wenn es „nur“ eine leser-story ist, soll es doch spaß machen bzw. informativ sein, diese zu lesen. die hier liest sich einfach nur furchtbar anstrengend und macht den anschein, als ob hier jemand nicht vorher wusste, was er sich da gekauft hat. quark… ;)

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      r.biernat  RED

      Da muss ich dir leider Recht geben. Wenigstens die rudimentären Dinge sollten stimmen. So beginnt jeder Satz beispielsweise mit einem Großbuchstaben, zumindest kenne ich das so.
      Davon abgesehen finde ich das Update gut. Man muss sich aber bei den Drumssounds wegen der Platzierung in den Slots und der Grundlautstärke der Einzelsounds etwas Mühe geben, damit alles zusammen passt.

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    DarXky

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen selbst kreierten Sound zu speichern. Das geht zum einen in der Session, aber die Presets KANN man damit auch überschreiben.
    Somit lässt sich sehr wohl ein komplett eigener Soundpool nutzen.

    Und checke nicht warum du im vorletzten Absatz schreibst, dass man innerhalb einer Session auch für Drums nur Werkspresets nutzen kann, wenn du selbst geschrieben hast, dass man nun mit dem Update eigene Samples drauf laden kann.

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    THEXCEE   1

    Die Textqualität und deren Korrektur sehe ich hier bitte unbedingt als Chefredakteur- und Lektorensache! So etwas sollte und darf hier unverbessert nicht rein.

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      Tyrell  RED 3

      Blödsinn.
      Wir DÜRFEN rein rechtlich Lesertexte gar nicht ändern. Bereits in der Korrektur liegt auch die mögliche Zensur. Deshalb ganz klar der Hinweis, dass Leserartikel (genau wie Kommentare) von uns nicht angefasst werden.
      Auch Produktkritiken bei amazon erscheinen unzensiert und unlektoriert.

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        AMAZONA Archiv

        Nur mal so als Idee: Wie wäre es, wenn man einen Button oder ähnliches einbaut, wo ein Verfasser von Community-Beiträgen z.B. bestätigen kann, dass er schon gerne mal jemanden drüberlesen lassen würde um evtl Fehler zu korrigieren? So würde der Verfasser dann auch sein OK zur Veränderung des Textes geben. Natürlich wäre das eine Frage des Aufwands. Bei obigen Text kann ich mir sicher vorstellen, dass das kaum jemand freiwillig korrigieren will….

  4. Profilbild
    chain  AHU

    Also ist das Gerät etwas für die, die die neuen elektribes zu oversized finden? So wirklich werde ich nicht schlau, ob da jetzt doch das Quentchen zum Glück noch fehlt!?

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      TobyB  RED

      Hallo Chain,

      ich habe momentan electribe, Circuit hier, jeweils ohne und mit Update. Bzw. wurden die Updates von mir eingespielt. Ich stelle da z.B bei der Circuit im Vergleich zu 1.1, 1.2 und dem grade freigebenen 1.3 diverse Verbesserungen fest. Vieles erschliesst sich zwar nur mit den beiden Editoren und mit den Macros. Was aber m.E Sinn macht, wenn du Circuit für Backingtracks einsetzt. Für Livejamming würde ich den Circuit als Zuspieler Controller sehen. Ebenso ist dank Skalen und Chord das Abfeuern von Hits, Stabs kein Problem mehr. Zum Sound, Circuit klingt wesentlich luftiger und dennoch druckvoll. Stellenweise dachte ich bei den electribes, Workflow hui, Sound nunja. Was insbesondere in der Interaktion mit Roland Airas und MX1 auffällt. Oder Volca Sample und Volca Bass. Letztlich ist der Aufwand eine electribe in ein bestehendes Setup einzubinden höher, wie Circuit. Trotz seiner systembedingten Beschränkungen. Das man seine Performance vorbereiten muss sehe ich als Stärke. Was mit bei der vorletzten Version besonders gestört hat, war das Timing am MIDI Out der electribe, wenn sie als Slave lief. Funktionierte nicht gut. Alles was dran hing, war nicht in Time. Schlecht, wenn Bassläufe nicht jazzen , sondern funky sein sollen.

  5. Profilbild
    THEXCEE   1

    Hallo zusammen,
    ich bespiele die CIRCUIT nun ein paar Wochen. Bislang ausschließlich als stand alone. Und sie liefert stundenlangen Spaß Sessions zu basteln. Mit der Version 1.3 hat man auch endlich den wichtigen Sound-Editor zur Verfügung.
    Auch wenn die Flexibilität eines Arturia Beat Step pro „noch“ nicht erreicht wird, die Circuit fordert einen stets heraus.
    Super Spaß habe ich am „Vergessen“ der Pattern-Belegung einer Session, man öffnet eine Session von Vorgestern und kombiniert somit Pattern oft komplett neu. So entsteht spontan oft interessantes Neues. Darin sehe ich den meisten Spaß an meinem Spiel mit der Circuit. Du wirfst ständig altes raus und fügst neues ein, ein ewiger freudiger Kreislauf.
    Vielleicht hat Novation gerade dies als Schwerpunkt seiner Circuit gesehen. Deshalb kein Display, deshalb die Makros, deshalb die beschränkten Speicherplätze?
    Ich finde die Circuit wirklich spannend.

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