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Techno DJ Laurent Garnier TV-Dokumentation

TV-Dokumentation Off The Record feiert Techno DJ Laurent Garnier

7. Oktober 2023

Laurent Garnier hat die Dokumentation Off The Record veröffentlicht, die sein Leben und Wirken darstellt. Doch die 90 Minuten behandeln nicht nur das Leben von Laurent Garnier, sondern auch die verschiedenen Entwicklungsphasen von Techno. Laurent Garnier war von Anfang an dabei und wurde zum ersten Technosuperstar Frankreichs.

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Im Unterschied zu seinen Freunden interessierte er sich nicht für Fußball, sondern für Musik. Sein Kinderzimmer war seine Disco, wo er schon damals an seinen Mixkünsten feilte. Mit 8 Jahren hörte er zum ersten Mal „I Feel Love“ von Donna Summer und 10 Jahre später traf er die neue Version dieser Musik in der aufkommenden House Musik wieder. Nach seiner Ausbildung als Kellner zog er mit 18 Jahren nach London, wo er in der französischen Botschaft als Kellner arbeitete. London war für ihn ein Befreiungsschlag, wo er es fern von der Familie so richtig krachen ließ. Auf einer privaten Party legte er Musik auf und da war auch der VJ des Clubs Haçienda, der den Mix von Laurent Garnier mochte … und  so wurde er Resident im legendären Club Haçienda.

Ein Teil der 50.000 Scheiben umfassenden Sammlung

Die Clubkultur veränderte sich durch Acid House und Ecstasy. Die Leute wollten nicht mehr nur bis 2 Uhr morgens feiern, sondern bis zum Sonnenaufgang, wodurch sich die Ravekultur entwickelte. Doch auf dem Höhepunkt 1988 musste er nach Frankreich, um seinen Wehrdienst anzutreten, weswegen er den Summer of Love in London verpasste. Ein befreundeter DJ aus London sollte in Paris auflegen und wollte diesen Gig zusammen mit Laurent Garnier bestreiten, wodurch er bis heute Teil des legendären Rex Clubs wurde.

Laurent Garnier arbeitete während des Wehrdiensts als Kellner in der Kaserne. Nach Dienstschluss legte er auf und um 8 UhrMorgens trat er seinen Dienst in der Kaserne an. In diesem Jahr hat er praktisch nicht geschlafen. Ende der 1980er-Jahre explodierte Techno in Europa mit all seinen Ausprägungen. Es bestand nicht nur die Berlin-Detroit-Connection, sondern auch die Paris-Detroit-Connection.

In ganz Europa feierte die Technoszene in den 1990er-Jahren Höhepunkte wie z. B. der Loveparade. In Frankreich hat das nicht funktioniert, aber warum? Dort gab es eine massive Antihaltung gegenüber Techno, die Hand in Hand mit politischen Repressalien ging. Die Wende kam, als Techno aus Frankreich in die Charts eingezogen ist: Flat Beat von Mr. Ozio und Daft Punk brachten die Wende. 1998 fand das erste Rave in Paris statt, das mit der Loveparade vergleichbar war. Die Absurdität zeigt sich im Abspann des Filmes. Laurent Garnier wird dort zum Ritter der Ehrenlegion ernannt, eine der höchsten Auszeichnungen Frankreichs.

Es ist zwar französisch, aber der Kenner und die Kennerin weiß, worüber Laurent Garnier gerade redet ;-)

Nachdem die Anerkennung von Techno erreicht wurde, konnten neue Projekte in Angriff genommen werden. Die Eroberung der Kulturpaläste stand an und damit die Anerkennung der Hochkultur von Techno. Laurent Garnier betont, dass man nie vergessen darf, woher die Musik kam: aus den Clubs.

Er misst die verschiedenen Genres seiner 50.000 Stück umfassenden Schallplattensammlung nicht in Stückzahlen, sondern in Metern. Neben „I Feel Love“ waren „Acid Tracks“ von Phuture und „Strings of Life“ von Derrick May die Tracks, welche sein Leben veränderte.

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Eine sehr sehenswerte Dokumentation, weil Laurent Garnier alle Entwicklungen der Technobewegung weltweit begleitet hat und bis heute begleitet. Dabei stellt er nicht seine eigenen Releases und Verdienste in den Vordergrund, sondern wie er die wichtigsten Phasen der Technogeschichte erlebte, die er aktiv begleitet hat.

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Forum
  1. Profilbild
    Sensimood

    Danke für den Tip, Sven! Muss ich mir gleich mal anschauen.
    Mich hat Laurent immer begleitet und inspiriert. Unvergessen seine Tracks „The man with the red face“ und „The force“. Er hatte und hat immer einen anderen Stil als die üblichen Verdächtigen aus diesem Genre, was ich immer sehr erfrischen empfinde.

    • Profilbild
      zirkuskind

      @Sensimood Jup, einen unverkennbaren Stil zu haben, ist selten und wertvoll. Bei Garnier war das von Anfang an der Fall. Es gibt Evergreens des Techno, und paar Tracks davon sind von ihm.

    • Profilbild
      Sven Rosswog RED

      @Sensimood Gerne Geschehen. Ich mag auch Crispy Beacon und sein Laboratoire Mix. Red Face: Siehe Oben ;-)

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      Sven Rosswog RED

      @Sensimood Klar Red Face, aber auch Crispy Bacon :-) House Force, House Force may The Force be With you :-)

  2. Profilbild
    D-Joe

    ich schließe mich dem an, DANKE
    eine meiner esten Platten „the man wich the red face“

    WUNDERBAR!!!

  3. Profilbild
    dflt

    danke für die erinnerung! wollte ich mir schon vor ein paar wochen anschauen, aber da kam was dazwischen… hab ihn nie als dj erlebt, aber bin von ihm also musiker und produzent begeistert!

  4. Profilbild
    Sven Rosswog RED

    Habe vergessen zu erzählen: 1998 Gaben Kraftwerk zur Eröffnung des ZKM in Karlsruhe ein Konzert. Klar, dass wir da hingegangen sind. Nur: Karlsruhe ist bis heuet nicht für sein Nachtleben berühmt, wir hatten kein Auto und der nächste Zug nachhause würde um 5 Uhr Morgens gehen. Als wir zum ZKM gelaufen sind und uns überlegten, wie wir die Nacht verbringen fängt mein Kollege plötzlich histerisch zu lachen und kreischen an und zeigt mit seinen Fingern auf die Kraftwerkposter und Flaggen! Laurent Garnier würde die Aftershow bestreiten! Die Nacht war gerretet und so war es auch! Von unseren Freunden wurden wir übrigens beneidet: Nicht wegen Kraftwerk, dass den meisten zu Lau war, sondern weil wir bei Laurent Garnier waren. Man darf nicht vergessen, dass es zu der Zeit nicht so richtig Internet gab und man nicht kucken konnte, wer da noch Musik macht. Auch heute steht auf der Eintrittskarte unschuldig Kaftwerk plus Gäste ;-)

  5. Profilbild
    PaulusS

    Auch wenn ich selbst nie einen Draht zu Techno gefunden habe, war es dennoch ein Teil meiner Jugend und gerade Freunde und Bekannte gingen zu diesen Events und hingen stundenlang in den einschlägigen Plattenläden in Nürnberg herum. Ich selbst habe ihnen dabei zugesehen, wie sie bei ihren Eltern im Dachzimmer die Turntables von Technics haben rotieren lassen. Das war schon interessant, das alles miterlebt zu haben.

    Aus diesem Grund habe ich mir die Doku von A bis Z angesehen und ja, irgendwie ist die Zeit ziemlich schnell vergangen. Schön war’s jedenfalls!

    Zu mir haben sie immer gesagt, dass ich diese Musik nicht verstehe und alles nach Jarre und Co. von mir klingt. Auch gut!

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