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Murano

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Meine neusten Kommentare

Schöner Bericht über meinen allerersten Synth, eine T3. Fast zwei Jahre lang dafür Taschengeld gespart, bis eine Gebrauchte finanzierbar war. Leider hatte mein Exemplar dann ein etwas zickiges Betriebssystem, das irgendwann ganz am Ende war. Vor etwa zehn Jahren resultierte mein "M1-Revival" in der Anschaffung einer Wavestation. Klanglich hat diese doch einiges, was man bereits aus der M1/T3 kennt, ebenfalls an Bord. Darüber hinaus aber noch die Vektorspielereien, die ich auch heute noch sehr lecker finde.
Immer wieder der Irrglaube, das 2M Red-Tonabnehmersystem sei besser als das OM10. Wer einen genauen Blick auf den Nadelschliff wirft stellt fest, dass das genau der gleiche ist. Eine gebondete Ellipse. Also nichts wirklich hochwertiges. Einzig das Design ist beim 2M Red anders und der Tonabnehmer hat eine leicht höhere Ausgangsspannung. Das macht ihn etwas lauter - und etwas anfälliger auf höhere Anschlusskapazitäten. Übrigens kann man die OM-Nadeln auch am 2M-Generator betreiben und umgekehrt. Sieht zwar doof aus, funktioniert aber. Richtig gut ist das Topmodell der 2M-Reihe, das 2M Black mit Shibata-Nadelschliff. So eins kostet dann aber mindestens 500.-, die Nadel alleine 380.- Die alte OM-Reihe kann für kleineres Geld auf eine Nadel mit Multifacettenschliff hochgerüstet werden: Die 40er-Nadel mit Gyger-Schliff gibt's für 280.-
Und wieder fehlt der JX-3P... Quasi der Jupiter 8 des armen Mannes. Mein Lieblingssynth für 80er-Pop. Trotz einigen Gemeinsamkeiten mit dem Juno-6/60 mit den zwei DCO's ein Fall für sich. Und äusserst solide; die Korgs jener Epoche sind vielfach hinüber (Säuretod infolge ausgelaufenen Speicherbatterien), die JX-3P hingegen halten ewig. Meines Erachtens auch ohne dem Programmer einfach zu bedienen.
Dieser Reloop Turn 3 ist genauso ein Designerstück wie viele Regas und Pro-Jects. Punkto Preis-Leistung-Klang wird hier meines Erachtens aber nicht das Maximum erreicht. So ist etwa das Ortofon 2M Red mit der elliptisch geschliffenen, gebondeten Nadel ein ordentliches Einsteigersystem, aber nicht mehr. Wenn's nur um den Klang geht würde ich anders vorgehen. Fürs praktisch gleiche Geld kommt man in eine ganz andere Liga wenn man z.B. für ca. 100.- einen gebrauchten Technics-Direkttriebler SL-Q2 oder Q3 sucht, dem originalen Tonabnehmer die passende Neo-SAS-Nadel des japanischen Spezialisten Jico spendiert (inkl. Versand/Eînfuhr ca. 300.- - dafür gibt's einen langlebigen, hochpräzise abtastenden Diamanten mit Microridge-Schliff auf Rubin-Nadelträger) und einen in den Kapazitäten anpassbaren externen Vorverstärker wie den ART DJ PRE II (ca. 55.-) wählt.
Ich kann an dieser Stelle nur davor warnen, mit so einem Keramiktonabnehmer Platten abzuspielen - das ist eine "Plattenfräse", wie es ein Vorschreiber reffend auf den Punkt gebracht hat. Mit nur 20 Euro Mehrpreis hätte es für ein einfaches, aber plattenschonendes Magnettonabnehmersystem gereicht. Schade um die eigentlich nette Idee...
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