Die Entstehung der Music-Workstation: Von Fairlight bis Korg Oasys

1. Januar 2020

Die komplette Geschichte der Music-Workstations

Die Entstehung der Music-Workstation

Rückblende in die 70er

Musikproduktionen in Tonstudios haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Ursache dafür ist die rasant zunehmende Beliebtheit populärer Musik in den Medienkanälen Radio, Fernsehen, Kino und Live. Und wo es Bedarf für permanenten Nachschub gibt, der auch schnell abgearbeitet werden soll. Gleichzeitig beschert die Aufnahmetechnik jede Menge Fortschritte, das betrifft hauptsächlich Mehrspurbandmaschinen, Synthesizer, Effektgeräte sowie ganz allgemein die Post-Production.

Noch handelt es sich allerdings teils um monströse Gerätschaften, da ist alleine die Hallplatte gerne mal raumfüllend. Komplex aufgebaute mechanische Aufnahmegeräte wiederum brauchen ständig Pflegeservice. Und die Handhabung des Maschinenparks ist zudem recht aufwändig, manche Produktionsfirmen beschäftigen gleich mehrere Mitarbeiter, um qualitativ hochwertige Musikaufnahmen veröffentlichungsfertig herzustellen.

Workstation Artikel Intro Foto

Es gibt also genügend Anlässe, all diese Prozesse zu optimieren und vor allem schneller und damit auch preisgünstiger zu gestalten. Als Lösungskonzept dafür wird kurzerhand die Workstation erfunden, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht so heißt. Eine kompakte Produktionsmaschine soll es sein, die gleichzeitig Klangerzeugung und Aufnahmeeinrichtung ist.

Fairlight CMI und NED Synclavier

Die damals ziemlich neue Digitaltechnologie bietet sich bestens an und die ersten ernstzunehmenden Resultate sind heute Legenden: Fairlight CMI und NED Synclavier. Beide kosten jeweils ein kleines Vermögen – und sind in der Branche dennoch Verkaufsschlager. Die Popmusikszene reißt sich darum, manche Künstler ergattern Produktionsjobs alleine deshalb, weil sie eine solche Workstation haben und die vor allem bedienen können. Warum das? Es steckt erstmal ein in jenen Tagen neuartiger Sampler drin, mit dem allerlei Instrumentenparts eingespielt werden können, und zwar die ganze Palette von Drums bis Orchester.

Obendrein wird ein halbwegs leistungsfähiger Synthesizer an Bord mitgeliefert. Womit sich die Produktion nicht nur schnell in Release-Version bringen lässt, sondern – als willkommener Nebeneffekt – auch weitaus weniger kostet, als etwa ein 45 Mann Orchester zu engagieren. Und eine Rock-Band dazu. Ersetzt das wirklich so etwas? Nein, nicht wirklich, aber zumindest in Ansätzen geht’s. Hans Zimmer etwa produziert den Soundtrack zu „Rain Main“ nahezu komplett mit dem Fairlight, abgesehen von ein paar Steel Drums. Trevor Horn nimmt den für Frankie goes to Hollywood, Art of Noise und Propaganda. Während Ralph Siegel bei seinen Schlagerproduktionen auf das Synclavier setzt. Michael Jackson hat natürlich auch so eins, genau wie Horn.

Fairlight Werbung

Und im Bereich Electronic Music hört man gelegentlich von einem ebensolchen Instrument mit dem Namen Synergy und Crumar GDS aus dem Hause Digital Keyboards Inc., wobei Ersteres mit rund US$ 5.300,- zwar vergleichsweise günstig zu haben ist, aber deutlich weniger Features mitbringt.

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Fairlight und Synclavier haben wir bei Amazona übrigens schon genau unter die Lupe genommen, die umfangreichen Artikel finden Sie hier und hier.

Während mit diesen beiden Workstations Impulse bei Neuentwicklungen also von experimentierfreudigen Newcomern eingebracht werden, kommen etablierte Hersteller stattdessen nun mit Ideen an, die schon für kleines Budget zu haben sind. Immerhin entwickelt sich zu Beginn der 80er mit Homerecording gerade ein neuer Markt und der will bedient werden. 4-Spur-Tape-Recorder, Hardware-Sequencer und Drumcomputer zusammen mit Synthesizern erlauben so manche passable Musikproduktion durchaus ohne die Inanspruchnahme von Tonstudios, auch wenn es sich zunächst stets um separate Komponenten handelt.

Yamaha CX5M Werbung

Der erste Musik-Computer

Yamaha nimmt sich der Sache an und entwickelt dafür eigens einen richtigen Musikcomputer, es ist der Yamaha CX5M. Ausgerüstet mit einem 4 OP FM-Chip reden wir bereits über ein autarkes System, ähnlich dem Sequential Circuits Six-Trak, die jedoch den damals populären Commodore C64 mit einer extra für diesen geschriebenen Software bemühen müssen. Digitales Multitracking für Bedroom-Producer also, das allerdings noch ziemlich in den Kinderschuhen steckt.

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Werbung: Die Headline bezieht sich auf die Zahl der Presets

Inzwischen wildert der amerikanische Hersteller Ensoniq in diesem Gebiet. Nachdem schon 1984 mit dem Ensoniq Mirage Sampler ein Achtungserfolg gelingt, ist nicht viel später der Ensoniq ESQ-1 bereits mit einem Sequencer fürs Recording ausgerüstet. Beim Klangvorrat fehlen lediglich noch die Drums, um damit komplette Songs aufnehmen zu können. Man wird später in einem neuen Instrument entsprechend nachlegen. Ähnlich läuft’s bei Casio, hier ist es der CZ5000. Dort forscht man aber weiter am Thema und bekommt dabei Unterstützung von Isao Tomita. Vom Cosmo Music Computer ZZ-1, der tatsächlich eine komplette Workstation ist und über den wir hier berichet haben, wird man jedoch später nicht mehr viel hören.

Der Music-Workstation Meilenstein: Korg M1

Der alles entscheidende Etappensieg aber gelingt Korg 1988 mit dem Korg M1. Ein samplebasierter Synthesizer, der alle wichtigen Sounds von Klavier über Strings bis Drums liefert und dazu einen 8-Spur Sequencer an Bord hat sowie ordentlich klingende Reverb-, Delay- und Chorus-Effekte – das kann nur ein Hit werden.

korg-m1-werbung

Ab diesem Zeitpunkt wird unter Keyboard Workstation eine mit solchen Features verstanden: Vielseitige Klangerzeugung plus Effekte plus Recording-Section samt internem Mixer. Von der ersten Idee auf direktem Weg zur fertigen CD, so damals das Credo. Dieses angepeilte Ziel wird zwar bei hohen Ansprüchen natürlich überhaupt nicht erreicht, aber immerhin entstehen so zahllose Demotitel, Wohnzimmerproduktionen und Pilotspuren für spätere Weiterbearbeitung auf Profilevel.

Vorläufer für die M1 (Artikel „die“, wenn man von Workstation spricht) ist der Sampler DSS1, er kann nämlich bereits Klangmaterial für den späteren Bestseller einsammeln. Was sich klanglich beim M1 tut, kann man sich hier reinziehen, da werden alle 100 Factory-Presets angespielt. Auch mit Demosongs hat man sich Mühe gegeben, einige davon finden Sie hier. Das Keyboard verkauft sich blendend und ist nach Yamaha DX7 und Roland D-50 der dritte Bestseller der 80er in Folge. Und Korg wird, bestärkt vom beachtlichen Erfolg, diesen Instrumententyp in den folgenden Jahren konsequent weiterentwickeln.

Einen zum 30-jährigen Jubiläum frisch aktualisierten und ziemlich umfangreichen Artikel über die komplette Serie von Korg M1 bis Korg T1 sowie deren Expansions und Soundangebote finden Sie hier.

Doch der neue Workstation Hype macht auch andernorts Schule. Wie bereits zuvor ist es die Company Ensoniq, die nun von sich reden macht. Deren Ensoniq VFX erscheint 1989 und bietet vor allem eine interessant aufbereitete Klangsynthese an.

Ensoniq VFX Testbericht und Demo Vinyl

Ensoniq VFX Testbericht und Demo Vinyl

Das Zauberwort heißt Transwaves, was den Wavetables eines PPG nicht ganz unähnlich ist und überhaupt: Auch dessen Samples können sich hören lassen, klicken Sie einfach mal zu den Demo-Songs, hier und hier. Damit die Songs des internen Sequencers komfortabel und preisgünstig gespeichert werden können, liefert der Hersteller recht bald das Modell Ensoniq VFX-SD mit eingebautem Floppy-Disk-Laufwerk. Die VFX Tastatur bietet polyphonen Aftertouch, so was sieht man selbst heute nicht alle Tage. Über den VFX haben wir hier bei Amazona bereits in der Green Box detailliert berichtet, den 2-Teiler finden Sie hier und hier. Und nicht viel später wird nochmals nachgelegt, der heißt dann Ensoniq SD-1.

Ein weiterer Kandidat aus USA möchte in Sachen Workstation mitmischen: Peavey. Es ist deren Debut im Bereich Keyboards und trägt die Bezeichnung Peavey DPM3. Obwohl er mit passablen Features ausgestattet ist und auch einige klangliche Highlights liefert, gerade Orgel- und Drums-Sounds haben es in sich, hat er nichts, was ihn gegenüber seinen Mitbewerbern besonders herausstellen würde.

So wurde der DPM3 in den Fachmagazinen beworben

Der Music-Workstation Hype

Auch Roland erkennt nun die Zeichen der Zeit und setzt dabei zunächst auf den D20, anschließend erstmals auf ein hybrides Instrument: Sampler + Sample-basierter Synthesizer + Sequencer = Roland W30. Der Hersteller hat dabei in sein eigenes Baukastensystem gegriffen, denn das Innenleben besteht eigentlich aus einem Roland S330 Sampler plus Roland MC500 Sequencer. Dazu gibt’s noch ein Sample-ROM – fertig ist die trendgerechte Workstation.

Der nächste Etappensieger wird 1991 gekürt, es ist wieder was von Korg. Der neue Spross hört auf die Bezeichnung Korg 01/W, erhältlich auch in den Varianten FD und Rackmodul. Er ist definitiv ein würdiger Nachfolger für den außerordentlich erfolgreichen Vorgänger.

korg-01w-serie-katalogseite

Die Entwickler haben das Erfolgskonzept beibehalten, sich aber zuvor die Wunschliste der treuen M1-Besitzer zur Brust genommen und dem Instrument einige Neuheiten spendiert. Nicht nur der Soundvorrat wurde auf jetzt 6 MB erweitert, man kann den auch per Waveshaping bearbeiten, was in etwa einer Amplitudenmodulation entspricht. Beim FD-Modell ist nun das Diskettenlaufwerk für Massenspeicherung integriert, eine praktische Sache für Soundbänke und Songs. Der Sequencer hat ebenfalls zugelegt, kann bis zu 16 Spuren verwalten und das bei 48.000 Noten Kapazität.

In der Zwischenzeit haben die Promoter gelernt, welche Bedeutung Demosongs für den Verkaufserfolg haben. Es ist Stephen Kay, der sich später mit Korg KARMA einen Namen macht, und den man sich für einige Tracks ins Boot geholt hat. Hören Sie mal hier rein, alles wird in einem Rutsch komplett vom 01W/FD wiedergegeben! Weitere Informationen über die 01/W-Serie finden Sie im Amazona Green Box Artikel hier. Im Folgejahr gibt’s ein bisschen Modellpflege und die neuen Instrumente heißen nun 01/W Pro.

Korg Karma Catalog

Um das System KARMA hat man sogar ein ganzes Keyboard drum herum gebaut

Wieder ist Ensoniq den Korgies auf den Fersen und präsentiert mit dem Ensoniq SQ1, SQ2 und etwas später dem KS32 neue Workstations, gedacht speziell fürs Einsteigerbudget. Dem Rotstift ist der polyphone Aftertouch zum Opfer gefallen, ebenso das Floppy-Disk-Drive. Die Sounds können sich im Vergleich zur Konkurrenz durchaus hören lassen und besonderes Augenmerk widmet der Hersteller den Klavieren.

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JMJ wirbt für den Kurzweil K2000

Ebenfalls aus USA kommt ein weiterer Aspirant: Kurzweil präsentiert mit dem Kurzweil K2000 ein aufsehenerregendes Debut. Der ist seiner Zeit sogar ziemlich voraus, denn er ist sowohl Sampler als auch Synthesizer, die Engine dafür nennt sich VAST für Variable Architecture Synthesis Technology. Die Werkssounds sind beeindruckend, was keine Überraschung ist, denn die Keyboarder kennen diese Qualität bereits vom K250 und den K-Expandern. Kurzweil wird auf dieser Basis noch viele Jahre weiterentwickeln und speziell in USA damit sehr erfolgreich sein. Unser Special darüber finden Sie hier.

Music-Workstations aus Europa

Aus Italien kommt sonnig-mediterraner und angenehm frischer Wind, denn GEM, eigentlich in erster Linie Orgelhersteller, steigt mit dem Modell GEM S2 ebenfalls in den Markt ein und die Version GEM S3 mit 76er Keyboard folgt. Wie bei Ensoniqs VFX und SD1 verbaut GEM Tastaturen mit polyphonem Aftertouch und setzt für Massenspeicherung der Daten auf eingebautes Floppy-Disk-Drive. Auch Gimmicks werden geboten, etwa Load while Playing. Überhaupt ist das Bediensystem erfrischend anders als das seiner Mitbewerber. Und selbst die Soundabteilung ist im Vergleich außerordentlich gelungen. Prima Klaviere, schöne Chöre, rauchiges Saxophon – hier hat jemand mit viel Sachverstand ein 6 MB ROM mit Waveforms bestückt. Trotz einiger Alleinstellungsmerkmale und dem richtig guten Sound-Content bleibt es ein bisschen beim Status Mauerblümchen. Wenn Sie mehr Details über den S2 wissen möchten, dann schlagen Sie in unserem Green Box Artikel hier nach.

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GEM S2 Werbeanzeige im Magazin Keyboards, Ausgabe November 1990

Zu Beginn der 90er ist die Instrumentenklasse Typ Workstation also fast aus dem Stand heraus schon erstaunlich gut etabliert und wird sogar von den Keyboardern gerne eingesetzt, die gar nicht alle gebotenen Features nutzen – und damit ist speziell der Sequencer gemeint. Beliebt sind diese Instrumente nämlich als brave Arbeitspferde gerade bei Bandmusikern, die ohne Umschweife in erster Linie auf ein vielseitiges Klangarchiv zugreifen wollen, das vor allem die wichtigen Brot-und-Butter Sounds gut drauf hat. Und das ohne zeitaufwändig irgendwelche Samples laden zu müssen, sondern auf Knopfdruck. Neben Rock- und Jazz- sind es Tanzbands – heute sagt man gerne Coverbands dazu – die besonders gut mit diesen Workstations klarkommen. Zwar ist der Factory-Content regelmäßig schon einigermaßen umfangreich, dennoch bleibt genügend Raum für weiteres Klangmaterial, das möglichst alle Genres und am besten auch kleinere Nischen bedient. Die Hersteller selbst sowie zahlreiche 3rd Party Anbieter erledigen das mit einem derart großen Angebot, dass in Fachmagazinen selbsternannte Soundtester meinen, alles unter die Lupe nehmen und Kauftipps geben zu wollen.

Das Schlusslicht am Workstation-Markt: Yamaha

Eine Company hinkt dem Trend Workstation seit diesen turbulenten 80ern erstmal ein bisschen hinterher: Yamaha. Noch ganz trunken vom bis dato unglaublichen Erfolg der DX7-Serie samt Nachfolger und zahlloser Spin-Offs, kommt man auf diesem Sektor irgendwie nicht so richtig in die Schuhe. Obwohl mit dem CX5 plus dessen Nachfolger CX5MII und der Producer-Serie schon recht früh erkannt wurde, wonach den Bedroom-Producern und Bandmusikern der Sinn steht, dem Platzhirsch M1 wirklich etwas entgegenzusetzen gelingt nicht. Auch wenn es schon länger hübsche Ideen gibt, etwa ein Package, bestehend aus den Komponenten Yamaha TX816 plus Yamaha RX5 und Yamaha QX1. Leider alles andere als ein billiger Spaß und zudem keine easy-to-use All-in-one-Workstation, denn man quält obendrein mit einem KX88 Masterkeyboard Bedienmanagement, das Musikern hexadezimale Eingaben abfordert.

Yamaha V50 Left Panel

Es ist erst der Yamaha V50, der 1989 alle benötigten Funktionen in einem Keyboard unterbringt, in erschwingliche Preisklassen vorstößt, bei den Instrumentensounds aber noch trotzig auf pure FM-Klangerzeugung setzt und lediglich die Drums in damals für eine Workstation akzeptierter PCM-Klangqualität abliefert. Obwohl eigentlich rundum gelungen und stimmig, es wird nicht so recht angenommen und reicht aus heutiger Sicht nur für ein wohlwollendes Augenzwinkern. Hier können Sie mehr darüber lesen.

Nicht viel später erscheint aber der Yamaha SY77 und schließt damit in Sachen Workstation endlich an den Zeitgeist auf. Brancheninsider sprechen hinsichtlich Entwicklungszeit von einem Schnellschuss, wenn auch in Anbetracht dessen ein recht gelungener.

Aftertouch Magazine Yamaha V80FD

Schiefgegangen ist zuvor nämlich das Projekt Yamaha V80FD, der geplante großen Bruder des V50, das man nun unfreiwillig hat sanft entschlafen lassen. Einen flotten Blick auf den SY77 in der Amazona Preview finden Sie hier.

Bei ihm jedoch ist die Technik zumindest prinzipiell auf neustem Stand: Neben AWM-Sound gibt’s gegenüber der DX-Serie eine abermals verbesserte FM-Section, dazu einen Mehrspur-Sequencer sowie Multieffekte und Floppy-Disk-Laufwerk. Nicht ganz hingehauen hat es mit der Qualität der Multieffekte, auch das Sample-ROM ist ein bisschen knapp geraten und mit nur 16.000 Noten Kapazität gilt das auch für den Sequencer.

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Beim Konzept legen die Entwickler daher noch mal Hand an und mit dem Yamaha SY99 kommt dann ein recht voluminös geratenes Schlachtschiff mit 76 Tasten auf den Markt, der mit weiteren Features aufwarten kann, unter anderem können nun auch eigene Samples geladen und der interne Speicher dafür mit weiteren RAM-Bausteinen auf bis zu 3 MB erweitert werden. Die AWM-Samples im nun 8 MB ROM können via RCM mit FM verbunden werden, eine Art Waveform-Modulation, die vor allem kaum berechenbare Resultate hervorbringt. Meilensteine sind beide nicht, aus heutiger Perspektive genießt jedoch der SY99 immerhin Kultstatus und gilt als der Edel-FM-Synthesizer dieser Ära. Genauer betrachtet haben wir den SY99 für die Amazona Green Box hier.

Im Anschluss daran verzichtet Yamaha vorerst auf FM-Sound in einer Workstation und legt das Ergebnis in Form des Yamaha SY85 vor. Auch er kann eigene Samples laden und klingt schon von Haus aus irgendwie wuchtig, was wohl nicht zuletzt am kräftig zupackenden Filter und gelungenen Effekten liegt, darunter einem Aural Exciter, den Yamaha lizensiert hat.

Yamaha SY85

Gegenüber anderen Workstations bietet der SY85 Slider, mit denen sich Parameter in Echtzeit kontrollieren lassen. Obwohl der SY85 also klanglich eine richtig gute Figur macht, irgendwie wird er zu Unrecht von den Musikern gerne übersehen.

Wir befinden uns nun im Jahr 1993, als der Korg 01W/Pro Serie die Modelle Korg X3 und Korg X2 folgen. Preislich deutlich unterhalb angesiedelt, möchte man erneut einen Smash-Hit wie beim M1 landen, siehe Werbeanzeige. Dieser Plan scheitert eindeutig.

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Roland bleibt beim Baukastensystem und legt zunächst mit dem W-50 nach, den es zusätzlich unter dem Sublabel Rodgers mit einer extra Pipe-Organ gibt, aber macht vor allem aus einem aufgebohrten JV80 Keyboard plus MC50 mkII Sequencer den JV1000.

Roland JV1000 Werbung England

Ensoniq wird in der Gegenrichtung offensiv und präsentiert mit der Ensoniq TS Reihe etwas für das anspruchsvolle Musikerklientel. Das Konzept ähnelt ein wenig dem der Kurzweil K-Instrumente, wo eine Samplerplayer-Engine mit einem ausgefuchsten Synthesizer kombiniert wird.

Ensoniq TS12 Synthesizer

Eigene Samples können in einen bis zu 8 MB großen Speicher geladen werden, wofür handelsübliche preiswerte SIMMs geeignet sind. Die Synthesizer-Engine hat ein Leckerli namens Hyperwave an Bord, das ist so eine Art Wavesequencing. Die schon bekannten Ensoniq Transwaves sind natürlich auch mit dabei. Es ist ein wenig schade um die vielen schönen Features, denn wir sprechen dabei um deren fast finale Aktion, Ensoniq wird nämlich bald danach von Creative gekauft, um fortan mit E-mu System zu fusionieren, und entwickelt von nun an keine eigenen Instrumente mehr. Kurz zuvor kommen lediglich noch Ensoniq MR61 und Ensoniq MR76. Weitere Details hier im Green Box Artikel.

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Peavey setzt in der DPM-Serie jetzt noch einen drauf und stellt mit den Modellen DPM4 und DPM488 zwei erstaunlich leistungsfähige Keyboards vor, was aber auch hier die letzten Ambitionen sind, denn anschließend zieht man sich aus diesem Markt zurück.

Yamaha dagegen hat es endlich verstanden, tadellose Workstations zu bauen und liefert nach dem etwas halbgaren SY85 mit W5 und W7 nun gänzlich überzeugende Instrumente ab, deren Featureliste sich sehen lassen kann.

Yamaha W5

Sample-ROM 8 MB, Sequencer mit 100.000 Noten Kapazität, 3 Insert- und 3 System-Effects. Dazu eine Engine mit jeder Menge Synthesizer-Parameter für die Samples. Deren Bedienung hat man völlig musikerfreundlich simpel gehalten und liefert einfach Templates für Amp, Filter, LFO. Ein aufsehenerregender Hit wird die W-Serie dennoch nicht, genauso wie das parallel dazu vermarktete Modell QS300, ist aber Sprungschanze für den späteren, den sich Yamaha nach nur noch einer weiteren Etappe bald redlich verdient hat: Yamaha Motif.

Die Pionierarbeit kann ab dieser Zeit als weitgehend abgeschlossen betrachtet werden. Im Jahr 2018 sind all diese Instrumente zwischen 20 und 30 Jahre alt und zählen somit zwar vielleicht noch nicht ganz zur Gattung Vintage, aber immerhin gelten sie als Neoklassiker. Es sind speziell die oft aus der Not der Zeit heraus eingesetzten etwas spartanischen Lösungen, die klanglich zu eigenem Charakter verholfen haben. Kleine ROM-Speicher für die Samples, kurz geloopte sind es oft, Velocity-Switch ist außer bei Program-Layers in Combis manchmal noch ein Fremdwort, Sample-Rate und Frequencey-Werte teils im unteren Bereich. Was den Sounds regelmäßig einen gewissen rauen Charme angedeihen lässt. In Sachen Bedienung geht’s manchmal ziemlich mühsam zu, besonders die Sequencer lassen einen gelegentlich verzweifeln. Aus heutiger Sicht: Geringer Speicherplatz und umständliche Handhabung, so was gibt man sich nur bedingt.

1995 – Music-Workstations werden erwachsen

Bei den vorhandenen Ausstattungsmerkmalen sind wir jetzt fast im Heute angekommen und ab da heißt es weitgehend: schneller, höher, weiter. Wieder bestimmt Korg die Marschrichtung, Korg Trinity heißt der Neue.

Korg Trinity Serie Katalogseite 1

Bei diesem Keyboard ist nicht nur die samplebasierte Synthesizer-Engine allmählich erwachsen und hat endlich ein resonanzfähiges Filter, sondern kann zusätzlich zum bereits umfangreichen internen Content weitere Samples in ein damals fortschrittliches Flash-ROM importieren, auch wenn es mit 8 MB nicht allzu groß ist. Der Sequencer ist jetzt deutlich komfortabler und das großzügig dimensionierte Display reagiert auf Berührung: Touch-Screen! Das ist noch lange nicht alles, Korg bietet gleich mehrere Bords an, mit denen man die Workstation auf individuellen Bedarf tunen kann.

Korg Trinity SoloTRI FlashTRI Boards Katalog

Korg Trinity HDRTRI Board Katalog

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Und die Maschine klingt auch noch richtig gut! Wie genau? Na, hören Sie sich einfach die Demosongs an, hier. Den Amazona Test von damals finden Sie hier. Zusätzlich wird der Markt nach unten ausgelotet, die preiswerte Lösung heißt bei Korg N264 und N364, nach denen kräht heute kein Hahn mehr.

Und was macht Roland zu dieser Zeit? Nach W30, W50 und JV1000 war es eine Weile still, doch das soll sich ab jetzt ändern. Die neue Workstation heißt Roland XP50. Wieder hat man in den firmeneigenen Baukasten gegriffen, als Basis den erfolgreichen JV1080 mit einer Tastatur ausgerüstet und noch einen 16-Spur-Sequencer dazugepackt. Klanglich einwandfrei, Mitte der 90er ist diese Art Soundästhetik ziemlich populär, obendrein erweiterbar dank Slots mit bis zu 4 PCM-Cards gleichzeitig. Es folgt der Roland XP60, von dem es auch als Roland XP80 eine Version mit 88er Tastatur gibt, mit noch mehr Sound an Bord: 16 MB, erweiterbar auf 80 MB.

Yamaha EX5 totale

Yamaha lässt sich1998 nicht lumpen, denn nun ist es Zeit für den Yamaha EX5. Das Instrument genießt heute aus guten Gründen Kultstatus: AWM2 Sampleplayer, AN Analog Physical Modeling Synthesis, FDSP Formulated Digital Sound Processing Synthesis, VL Virtual Acoustic Synthesis – alles das ist im EX5 drin. Mehr noch, die Sampler-Section kann eigene Samples laden und der Speicher dafür ist auf bis zu 65 MB mit gewöhnlichen SIMMs aufrüstbar. Man hat es mit einem echten Wolf im Schafspelz zu tun, der auch noch sowas wie ein geheimer Geheimtipp ist. Und wenn Sie mehr darüber wissen möchten, dann klicken Sie einfach zum Green Box Artikel hier, wir hatten den nämlich schon mal einigermaßen in der Mangel.

Die ganze Marktentwicklung lässt die Korgies natürlich nicht zur Ruhe kommen, die wollen ihre Position als Branchenprimus im Segment Workstation halten und festigen. Das geschieht 1999 mit der Triton Serie.

Korg Triton Serie Katalog

Zwar ist das gewissermaßen ein Trinity Aufguss, aber unter der Haube hat man ganz schön ausgebaut. Mit bis zu 160 MB bei der Extreme-Version ist das Sample-ROM bestückt, je nach Modellvariante kann das RAM dafür noch weitere 96 MB beisteuern. So etwas ist eine Ansage. Den Amazona Test von damals finden Sie hier.

Zwar rückt Yamaha etwas später noch mit dem Yamaha S80 an, den es auch als Yamaha S30 mit 5 Oktaven Keyboard gibt, der richtige Ansatz dafür kommt aber erst 2001: Yamaha Motif. Von dem wird es über mehrere Jahre viele Varianten geben und neben den Roten aus Schweden ist es der Motif, den man von da an auf den Bühnen der Welt sieht. Das dicke 84 MB Sample-ROM liefert vorbildlichen Sound-Content mit über 1.300 Waveforms, später 175 MB und mehr als 1.800 Waveforms und nach weiteren Etappen wird abschließend nochmals erweitert auf 741 MB und gut 3.900 Waveforms.

Yamaha Motif XS Prospekt

Es gibt viele Motif Modelle, hier die Version XS

Der Sequencer erlaubt je nach Modell bis zu 225.000 Noten, die maximale Polyphonie bietet 128 Stimmen. Man kann attestieren: Motif ist ab Millennium in Bestform aufgestellt. Auch wenn Roland zum Beispiel mit der Fantom Serie alles andere als untätig blieb. Details dazu finden Sie in unserem damaligen Motif Test hier.

2005 – der Workstation-Gipfel: Die Korg Oasys

Doch die Show geht weiter, es ist jetzt 2005. Korg greift nach den Sternen und präsentiert mit dem Korg Oasys ein neues State-of-the-Art Instrument.

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Ursprünglich mal als Hybridsystem mit Computer gedacht, was wir hier seinerzeit beschrieben haben, wird alsbald eine reine Hardware-Workstation draus. Bei gut 8.000,- Euro Einstandspreis werden jedoch nur wenige Musiker erreicht, die Zeit verlangt nach viel Leistung für eher wenig Geld. Geboten wird zum Zeitpunkt dennoch eine ganze Menge: Gleich 7 Sound-Engines sind unter der Haube, obendrauf thront ein modernes in der Neigung verstellbares Touchscreen-Display, RAM-Speicher bis zu 2 GB, zeitgemäße Computeranbindung, außerordentlich robuste Verarbeitung.

Oasys Fans schwören drauf, auch wenn es später fast das Gleiche für deutlich weniger geben wird. Und zwar zunächst in deutlich abgespeckter Version als M3, der in erster Linie rund um die Oasys Engine HD-1 gestrickt ist. Mit dem M50 wird bald darauf ein nochmals reduziertes Instrument präsentiert. Und nebenbei kommt mit der TR-Serie ein weiteres Mal die Triton Engine zum Einsatz.

Korg TR Serie

Kurz darauf hat Alesis eine Überraschung auf Lager: Alesis Fusion heißt das schlanke Keyboard, das im Alu-Look an Flugzeugtragflächen erinnert.

Alesis Fusion 6HDGenau wie bei Yamaha EX5 und Korg Oasys gibt’s gleich mehrere Klangsynthesen: VA, FM, PM, Sampleplayer. Dazu eingebaute Festplatte „für alles“, ein MIDI- und Audio- Multitrack-Recorder an Bord – und das für vergleichsweise kleines Geld. Die Modulationsmatrix ist eine der vielen Fusion Geheimwaffen, das dazugehörige Controller-Setup ebenso.

Alesis Fusion Realtime Controls

Wegen eines anfänglich etwas instabilen und unausgereiften Betriebsystems gerät der Fusion zwar heftig in die Kritik und verschwindet bald aus dem Alesis Produktportfolio, wird aber später zum beliebten Kultinstrument. Warum das? Es ist ein klanglicher Tausendsassa mit heißer FM-Engine und ziemlich gelungenem VA und hat außerdem robuste Workhorse-Qualitäten zu bieten. Den Test aus dem Jahre 2006 finden Sie hier.

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Korg Kronos 2, den gibt es seit 2015

Nach all den Jahren seit M1 1988 erfolgt der nächste Paukenschlag dann 2011: Korg kündigt recht vollmundig einen Game Changer an, er heißt Korg Kronos. Was im Grunde ein weiterentwickelter Oasys ist, jedoch für nur rund 3.500,- Euro in der 61er Version. Mit dem Kronos hat Korg noch mal kräftig nachgelegt und definiert seither souverän den technischen Stand einer Workstation – und zwar auf hohem Level. Lesen Sie einfach den Test hier, einen klitzekleinen Einblick, was sich auf dem Soundsektor getan hat hier, und wie das aktuell im direkten Vergleich mit der Konkurrenz ausschaut hier.

Angekommen im Jahr 2018: Die Mitspieler des Bandleaders Kronos derzeit heißen Roland FA-08, Kurzweil PC3 und seit Sommer 2016 Yamaha Montage. Besonders dieser sollte wohl den Klassenprimus vom Sockel schubsen, was aber bisher nicht gelungen ist.

Yamaha Montage seitlich

Yamaha Montage: AWM2 + FM-X + Realtime Controller = Genius

Das Segment selber ist völlig gut aufgestellt, denn Workstations gibt’s schon ab knapp 800,- Euro und für eine in der Oberklasse legt man um die 3.000,- Euro hin. Zwar werden die Instrumente schon werksseitig mit reichlich viel Sound ausgeliefert, doch das Zusatzangebot ist mittlerweile regelmäßig außerordentlich umfangreich. Noch jede stilistische Nische wird bedient, die Bandbreite reicht von Coverband Top 40 bis Balkan Solo Akkordeon. Besonderes Augenmerk widmen die Anbieter meist Klavieren und Orchesterklängen, qualitativ spielt sich das auf hohem Level ab. Velocity-Switch-Programme, Disk-Streaming, großzügige Polyphonie, ausgereifte Multieffekte – alles an Bord und mit zusätzlicher Anbindung zum Computer für Datentransfer in beide Richtungen.

Um das alles zu beherrschen und bis zum Anschlag ausnutzen zu können, muss man lediglich ein Multitalent sein von Pianist über funky Clavinet bis Synthesizerquäler, den amtlichen Drumgroove erfunden haben, eine komplette Filmsoundtrack-Partitur fürs Orchester arrangieren und das auch virtuos einspielen und eine Prise Van Halen Lead Guitar Skills schadet so ganz nebenbei auch nicht. Nerdige Grundeinstellung mit Vorliebe für OS-Updates, Bug-Hunting und Expertensprech-Kenntnisse bei Display-Menüführungen nicht mitgerechnet.

Nein, das ist Ironie. Jeder pickt sich aus dem mannigfaltigen Angebot einfach das raus, wonach ihm gerade ist, denn genau das ist ja das Schöne an einer Workstation.

Am anderen Ende der Skala sind, wie hier berichtet, die ganzen Neoklassiker angesiedelt. Einen M1 kauft jemand wegen seiner aus heutiger Sicht eigenartigen Sounds, den Fairlight, weil es einfach sein soll, für Ausflüge in noch unerforschte FM- plus RCM-Klangwelten tut’s der SY99 der dritten FM-Generation. Alle diese Instrumente sind dankbare Arbeitsmaschinen, die es mit ihren klanglichen Möglichkeiten sogar mit puren Synthesizern aufnehmen können. Angelegt als integriertes Baukastensystem wird von den Musikern oft gar nicht alles Gebotene genutzt, sei’s drum. Langlebigkeit ist jedenfalls allen gemeinsam und so ist es alles andere als überraschend, dass selbst welche der frühen Generationen wahrscheinlich noch viele Jahre tadellos und ganz unspektakulär ihren Dienst tun.

Fazit

Workstation ist DIE Errungenschaft seit über 40 Jahren, und es ist kein Ende abzusehen.

Forum
  1. Profilbild
    lightman  AHU

    Meine erste und letzte Workstation war ein Roland JV-1000, den ich mir in den frühen 90ern anschaffte. Das war der Beginn meiner Liebe für den dort eingebauten MC-50 Sequenzer, der mich als MKII-Pultgerät viele Jahre live und im Studio begleitete. Ansonsten war der JV ein nettes, wenngleich dünn klingendes Instrument, die 24 Stimmen des Grundmodells schränkten die Nutzung ziemlich ein, aber als Flächenleger war er unübertroffen – wenn man mal die Bedienung gerafft hatte, was unter Verwendung der schlecht geschriebenen und mit Fehlern gespickten Manuals kein Zuckerschlecken war. Allein die SysEX-Übertragung von der Synthsektion zum Sequenzer (der war nicht sehr tief integiert) kostete mich fast eine Woche Fummelei! Irgendwann wurde mir die Kiste fürs Giggen zu sperrig, so daß ich sie drangab und mir unter anderem o.g. standalone-Version des MC-50 holte. Heute würde ich gerne mal wieder ein paar Stunden damit rumspielen, und sei es nur der alten Zeiten wegen. Workstations sind meiner Meinung nach immer noch für Leute relevant, die ohne Computer Musik machen wollen. Ob man sich für einen Klassiker oder ein aktuelles Gerät entscheidet, ist letztlich Geschmacksache, ich würde wegen der heutzutage viel leistungsfähigeren Sequenzer und Synthesesektionen wohl eher zu einer modernen Version greifen.

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    costello  RED

    Hi Klaus, danke für den liebevoll zusammengetragenen historischen Überblick zum Thema Workstation. Du hast völlig recht: Der volle Umfang dieser eierlegenden Wollmilchsau-Instrumente wird wohl eher selten ausgenutzt. Beim M1 waren es bei mir damals die neuen Klänge, dass Effekte und Sequenzer dabei sind, habe ich dankend zur Kenntnis genommen. Und beim PC3X war es dann die Eignung als Bühneninstrument, ein Stagepiano, das aber auch Mellotron- und Orchestersounds u.v. mehr im Gepäck hat. Alles erschlägt man damit aber auch nicht, beim Kurzweil hat mir die Orgel z.B. nie gefallen. Und ihn als Stand alone-Produktionseinheit zu benutzen fiele mir im Traum nicht ein. Ein Problem der ganzen großen Workstations: Man kommt schnell dazu, sich durch gefühlte 10.000 Presets durchzusteppen und programmiert wenig eigenes. Beim Synthesizer ist man immer am Schrauben, bei den alten E-Pianos, Multikeyboards und Stringsynthesizern eigentlich immer am Spielen. :-)

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    ukm  

    Für mich ist das Workstation-Konzept nie aufgegangen. Auch wenn man mit einigen der gebotenen Sounds gut klar kommen konnte, gab es einfach zuviel unbrauchbare Inhalte. Mit viel Aufwand konnte man zwar wenigstens in die Nähe der gewünschten Klangergebnisse kommen, hatte aber oft auch einfach keine Chance aufgund der technischer Gegebenheiten.
    Ich habe dann schon in den 90ern meist noch Spezialisten mitgenommen (trotz der zusätzlichen Schlepperei). Aus heutiger Sicht ist man mMn wesentlich flexibler mit einem 2in1 und Cantabile3 ober anderer Lösungen dieser Art.

  4. Profilbild
    gaffer  AHU

    Kompliment, Klaus, gefällt mir sehr gut. Man könnte fast glauben, du wärst dabei gewesen ;). Vor allem die Notiz für die selten genannten Instrumente, wie den MSX von Yamaha oder den DPM 3. Im Nachhinein fragt man sich schon, warum einige Wege nicht weiter gegangen wurden und bei anderen, warum sie überhaupt eingeschlagen wurden. Es waren einige drunter, die ich auch heute noch gerne hätte, die Spanne geht allerdings auch bis zu unterirdisch.

  5. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Workstations – gar nicht so’n einfaches Thema. Von meiner Warte aus würde ich sagen, bis in die ganz frühen 2000er für’s Studio noch durchaus relevant. Jetzt, seit (über) ’nem Jahrzehnt für Aufnahmezwecke vollkommen uninteressant, weil moderne In The Box Kozepte (Rechner, DAW plus virtuelle Klangerzeugung, virtuelle Effekte) besser funzen, bedienerfreundlicher sind. Für die Bühne mag es ggf. immer noch anders aussehen. Denke, dafür werden die Dinger immer noch beim Einen oder Anderen Verwendung finden.

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    Son of MooG  AHU

    Im Fahrwasser der Roland Fantom-Serie gab es ja auch noch den Juno-G, der zwar nicht als Workstation bezeichnet wird, aber einen Rompler mit 16-Track MIDI-Sequencer, ab Vers.2.0 auch Sample-Import mit 512 MB sowie einem 4-Track Audio-Recorder vorweist. Das Ganze war für 900,-€ zu haben, was schon erwähnenswert ist. Unter den Presets gab es auch den „Potted Pixie“ von Zorch- & Gong-Keyboarder Howard „Gwyo“ Scarr…

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    wolftarkin  

    In der Liste fehlt eindeutig der Roland D-20, die erste Workstation von Roland.
    Billiger als der D-50, aber mit „mehr“ drum rum.

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      k.rausch  RED

      Danke für den Hinweis. Dass mir trotz gutem Fachbucharchiv und einschlägigen Websites und Querrecherche was durch die Lappen geht, dachte ich mir schon während der Schreibe. Fun Fact: Den D20 hatte ich seinerzeit fürs Soundcheck Magazin getestet und habe sogar noch das handgeschriebene (!) Manuskript davon :)

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    mdesign  

    die workstation meiner wahl war 1988 der emulator 3 – die erste mit eingebautem SMPTE-timecode-interface. damit konnte endlich synchron zum video komponiert und vertont werden. nicht grade die günstigste lösung. aber – trotz winzigem display – überzeugend.

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      psv-ddv  AHU

      Schon der Emulator II hatte ein SMPTE Interface, Synclavier und Fairlight sowieso. andere Sequencer/Workstations auch. Der EIII war da höchstens für Dich persönlich der Erste.

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    swellkoerper  AHU

    Toller Bericht, Klaus. Eine kleine Ungenauigkeit hat sich eingeschlichen: Ensoniq wurde 1998 von Creative gekauft und danach mit E-MU Systems, die wiederum 5 Jahre früher aufgekauft wurden, zur Professional-Sparte von Creative fusioniert.

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    lightman  AHU

    Meinen CX5MII/128 habe ich immer noch, das ist eine erweiterte Version des CX5M mit 128k Speicher und MSX2-kompatiblem Videoram. Feines Teil, hat mich damals einen Haufen Geld gekostet, der modular eingebaute 4op FM-Synth macht Spaß und hat einen ganz eigenen Klang, die Sounderstellung geht mit dem ROM-basierten Editor recht komfortabel vonstatten. Den auf klassische Noteneingabe basierenden Sequenzer habe ich als zusätzliches Cartridge, ebenso einen DX7-Editor, der wirklich prima ist. Dann gibts noch einen ebenso ROM-basierten einfacher gehaltenen Sequenzer, der direkt vom Soundeditor aus aufgerufen werden kann. Zu dumm nur, daß der DX7-Editor nicht mit dem Volca FM funktioniert, da hatte ich sehr drauf gehofft. Leider rauscht die Kiste mittlerweile erbärmlich, dagegen weiß ich kein Mittel, müßte man wohl mal überholen. Es gab auch einen CX7M/128, ein MSX2-System, der ist aber sehr schwer zu kriegen und war damals noch teurer. Als Workstation würde ich die Kisten nicht einordnen, eher als computergestütztes Produktionssystem, das -auch- externe Geräte ansprechen kann, aber eigentlich mehr in seiner eigenen Welt verhaftet ist.

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    mdesign  

    stimmt. habe mich da nicht ganz genau ausgedrückt, sorry.

    der emulator III war für mich die erste echte workstation mit SMPTE, mit der man wirklich filme vertonen konnte.

    fairlight und synclavier würde ich nicht zu den workstations zählen, da sie aus mehreren einzelkomponenten bestehen, eine workstation ist mE eine ‚band in a box‘.

    der emulator II hatte schlicht nicht die speicherkapazität, um ganze szenen oder einen kompletten werbespot nicht nur mit musik, sondern auch geräuschen und dialog zu vertonen.

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      psv-ddv  AHU

      Nix gegen den EIII war ’ne coole Kiste, wunderschön anzuschauen, vielleicht abgesehen von der fixen Zuordnung der Einzelausgänge und dem zu kleinen Speicher. Na ja die Bedienung war mit dem Funktionsumfang auch leicht überfordert. Unter Anderem deswegen ist er wohl leider gefloppt. Wie auch immer, Synclavier und Fairlight nicht als Workstation zu bezeichnen finde ich gewagt. Das waren nunmal die ersten Workstations die es gab. Wie im Artikel richtig beschrieben. Auf dem Keyboard des Synclavier steht sogar „Digital Music Workstation“ drauf. Was meinst Du mit mehreren Einzelkomponenten? Bis auf Bildschirm und Tastaturen ist bei beiden Systemen alles in einer Box.

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    Saxifraga  

    Keine Erwähnung der erfolgreichen Fantom X und der wunderbaren Fantom G Reihe? Wow.
    Der Artikel gefällt mir sonst sehr gut und ist sehr umfassend, aber Roland so unter den Tisch fallen zu lassen ist ungerecht. Ich persönlich arbeite gerne mit einem Fantom G6. Unglaublich mächtig und flexibel und bekommt mit ARX-3 Karte auch wirklich brauchbare Bläser und mit ARX-01 wuchtige Drums. Einen Integra 7 und ein V-Synth habe ich per SPDIF drangehängt um auch qualitativ bessere Klänge und VA einspielen zu können. Der MIDI- und Audio-Sequencer sind wesentlich besser zu bedienen als beim Kronos der im Grunde hinter die M3 zurückgefallen ist. Multisamples lassen sich im Fantom auch besser bauen als im Kronos. Leider hat Roland das Produkt fallen gelassen und wir haben bis heute keinen Librarian, der Patches mit Multisamples verwalten kann. Schade.
    Natürlich ist ein Laptop beiden Geräten inzwischen bei weitem überlegen, ebenso das große iPad Pro.

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      k.rausch  RED

      Die Kritik ist berechtigt und es sind auch noch andere Instrumente unerwähnt geblieben, zum Beispiel Quasimidi Sirius. Allerdings legt der Artikel keinen Wert auf enzyklopädische Vollständigkeit und die genannten Instruments sind, bei aller Bemühung um Objektivität, dennoch meinerseits irgendwie gewichtet worden hinsichtlich der Bedeutung, die sie in der Evolution haben. In der Zwischenzeit erreichten mich auch eine Menge Mails, dazu Hinweise bei Facebook. Obwohl wir bei der Planung das Thema durchaus als bedeutend erkannt hatten, bin ich vor der unerwarteten Resonanz doch angenehm überrascht. Es sieht also danach aus, das noch weiter zu verfolgen. Danke also für deinen Input.

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    mdesign  

    …auch die software des EIII wurde nie richtig fertig. der sequencer konnte zB nie MIDI sysex, obwohl das angekündigt war. und dass man die 8 MB RAM auf bis zu 11 floppies backuppen musste, hat den workflow nicht wirklich beschleunigt.

    einzelkomponenten: der fairlight auf dem bild im bericht besteht aus keyboard, tastatur, monitor und zwei rack-elementen. beim synclavier war das, zumindest bei den frühen exemplaren, ähnlich. daher für mich: produktionssystem ja, echte workstation nein. auch wenn solche systeme natürlich die ahnen sind und daher ganz zurecht im artikel stehen.

    wir haben damals noch mit dem PPG-system gearbeitet: wave 2.2 als keyboard und waveterm im rack. auch keine wirkliche workstation.

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      psv-ddv  AHU

      Der Fairlight im Bericht besteht aus einer einzelnen CPU box, die zweite auf dem Foto ’ne Spiegelung. Beim Synclavier gabs auch nur eine Kiste, es sei denn man hatte das ganz grosse Millionen DM teure Besteck, Tapeless Studio, wie auf meinem Avatar Bild.
      Dein Missverständnis des Begriffs „Workstation“ kommt vermutlich daher, dass die meisten bezahlbaren Workstations ab der M1 einfach ein kompaktes Keyboardformat hatten. Da hat sich der Begriff eben so eingebürgert. Die frühen, grossen Workstations, wie auch das PPG System waren einfach zu selten.
      War nach Deiner Definition eigentlich die Rackversion des EIII keine Workstation, weil man ein separates Midi Keyboard anschliessen musste? Ich glaube Du bist da einfach auf dem Holzweg was den Begriff Workstation angeht.

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    unifaun  

    Zitat:

    „Angekommen im Jahr 2018: Die Mitspieler des Bandleaders Kronos derzeit heißen Roland FA-08, Kurzweil PC3 und seit Sommer 2016 Yamaha Montage. Besonders dieser sollte wohl den Klassenprimus vom Sockel schubsen, was aber bisher nicht gelungen ist.“

    Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass der Kurzweil PC3(A/K) mittllerweile mehr oder weniger durch den Forte abgelöst wurde.

    Durch das OS-Update 3.0 (vsl. im 1. Quartal 2018) wird dem Forte ein Sequenzer implementiert. Dadurch – zusammen mit dem 16 GB Flash-Speicher (davon 3,3 GB für User-Samples) – wird der Forte zur vollwertigen Workstation.

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    AMAZONA Archiv

    In meiner Wahrnehmung waren „Workstations“ immer nur Instrumente die das Bedürfnis mancher Kunden nach mehr Features, noch mehr Features, und natürlich nach irre mehr Features befriedigten. Und zwar ohne Anspruch tatsächlich einen praktischen Mehrwert zu bringen.
    .
    Zwei Dinge an (den frühen) Workstations haben mich immer genervt. Zum einen waren (in meinen Augen) die Sequenzer mit „Unbedienbar“ nicht mal ansatzweise korrekt beschrieben. Sie rangierten bei mir eher im Bereich theoretischer Möglichkeiten.
    .
    Zum anderen viel es mir immer schwer zu glauben das jemand freiwillig *alle* Sounds aus einem Gerät holen wollte. Gerade die M1-Ära hatte doch schon deutlich einseitige gefärbte Klänge zu bieten. Auch ganze Songs aus der TX816 haben mich zum Schaudern gebracht.
    .
    Wie auch immer. Ich kenne niemanden der eine Workstation anders eingesetzt hat als einen normalen Synthesizer.
    .
    Was übrigens den SY99 angeht, da habe ich eine Anekdote von einem Bekannten. Der hat alle seine analogen Mono/Poly, Juno-106, MS-20 und was nicht alles verkauft, weil er mit nur einem Gerät – dem almighty SY-99 – alles machen kann. Mehrspur-Sequenzing, Effekte, alles drin. Dann baute er seinen ersten Song und merkte, die CPU ging im Multimode in die Knie, er konnte für alle Spuren nur zwei Effekte global verwenden. Und noch nicht mal alle. Hall ging gar nicht …

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      Saxifraga  

      Hm. Mein Fantom G6 hat einen prima Sequencer der sich wirklich gut bedienen läßt und dem Kronos um Lichtjahre voraus ist, obwohl der Kronos mit Touchscreen eigentlich wie ein iPad bedienbar sein müßte. Leider hat der Kronos ein Betriebsystem von 1995. Naja.
      Die Fantom Soundengine ist super, und mit dem 1GB on board, ARX-01..03 Karten sowie SPDIF um verlustfrei zu samplen sehe ich eigentlich nicht, warum man keine guten Songs damit erstellen kann!? Und mit einem Gebrauchtpreis von 900..1100 € bekommt man viel Instrument fürs Geld.
      Aber ein Masterkeyboard und iMac mit Bitwig ist sicher eine gute Investition, nur eben 3000€ Minimum und eher im Kronos bereich angesidelt.

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    Everpure  

    Das ist ein schöner Überblick und einen nette Zeitreise in die 80er und 90er. Ich erinnere mich gerne an meine Zeit mit dem ESQ-1 (gucke heute immer noch alle paar Monate bei Ebay nach Angeboten, ohne jedoch wirklich einen kaufen zu wollen) – hätte den allerdings nie unter der Kategorie „Workstations“ verbucht. Hybrid-Synthesizer mit vergleichsweise luxuriösem Sequencer? Ja. Aber komplette Workstation? Definitiv nein. Macht aber nix. Artikel war trotzdem nett zu lesen. :)

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    Murano

    Etwas schmunzeln muss ich, dass bereits der ESQ-1 als Workstation durchgeht. Da müsste eigentlich auch Rolands JX-3P eine solche sein, da ist ja ebenfalls schon ein Sequencer an Bord. ;=)

    Aber gleichwohl ein schöner Artikel, vielen Dank. Das war eine grosse Fleissarbeit!

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      k.rausch  RED

      Danke, und ja, das war schon ein bisschen Arbeit, bis das so alles rund war. Der Schmunzelpart in Sachen Abgrenzung Workstation ist durchaus auch bei mir. Die Diskussion über die Grauzone „ob oder ob nicht“ beobachte ich schon seit Jahren in einschlägigen Foren, die Teilnehmer lieferten sich da nicht selten heftige Debatten. Hier jedenfalls ist der ESQ-1 als Vorläufer eingeordnet und ohne Drums eben noch nicht Workstation. Ein Amazona Leser hat das beim Artikel M1 aber anders gesehen … tja ja :)

  18. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Hallo Klaus,

    sehr, sehr schöner Artikel. Bin allerdings fast erschrocken, wieviele von den Teilen ich auf die eine oder andere Art schon in den Fingern hatte. Bin ich denn schon SO lange in diesem Geschäft?? Unfassbar!

    Musikalische Grüße von

    Onkel Sigi

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    manomym

    „die preiswerte Lösung heißt bei Korg N264 und N364, nach denen kräht heute kein Hahn mehr.“
    Deswegen waren sie aber nicht schlecht für die damalige Zeit.
    Ich benutze meine N364 seit 1995.

  20. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    „[…] die preiswerte Lösung heißt bei Korg N264 und N364, nach denen kräht heute kein Hahn mehr. […]“ — Auf dem Musikflohmarkt in Ibbenbüren sind solcherlei Abscheulichkiten nach wie vor sehr populär bei rumänischen, albanischen und bulgarischen Tanzmuckern, dito der Prophecy.
    .
    Der Yamaha V50 klingt dermaßen erschreckend schlecht, dünn und drahtig und anämisch — ich war 1989 entsetzt, als ich ihn in Hamburg in einem Musikgeschäft ausprobierte (und D50 und M1 daneben klangen im Vergleich sowas von unglaublich gut… mit meinen damaligen Ohren, wohlgemerkt). Und eine Bedienung, die die Qualität einer eingehenden Prostatauntersuchung hat — das kann man mögen, muß man aber nicht.
    .
    Ich fand Workstations in der Regel völlig unergiebig, was die Auswahl an Klangfarben anging — die Vorstellungen der Hersteller, welches Klänge man braucht, und meine Vorstellungen davon, was einen interessanten Klang ausmacht, gingen für gewöhnlich weit auseinander.
    .

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      manomym

      „Auf dem Musikflohmarkt in Ibbenbüren sind solcherlei Abscheulichkiten nach wie vor sehr populär bei rumänischen, albanischen und bulgarischen Tanzmuckern, dito der Prophecy.“

      Wieso „Abscheulichkeiten“? Und welche Probleme haben Sie mit „rumänischen, albanischen und bulgarischen Tanzmuckern“? Sind „Tanzmucker“ schlechte Musiker, weil sie Abscheulichkeiten bevorzugen? Fragen über Fragen, auf die ich gar keine Antwort will :)

  21. Profilbild
    klingend  

    Diese Phase habe ich auch zu einem großen Teil miterleben dürfen und sogar ein paar von den erwähnten Gerätschaften zuhause gehabt. Mir hat der Yamaha SY77 sehr gut gefallen, der bis heute im Kellerstudio steht. Ich werde auch nie vergessen, was man aus dem Korg X-3 herausholen konnte, wenn man den Mut hatte, alle Werks-Presets zu löschen und sich einfach seine Sounds selbst zu programmieren.

  22. Profilbild
    solartron  

    Wurde bei dem Artikel lediglich das Datum von Februar 2018 auf 1. Januar 2020 angepasst (zum „hochschubsen“), oder wurde da inhaltlich noch etwas geändert/verbessert /erneuert???

    Das frage ich mich übrigens bei so einigen Artikeln hier…

  23. Profilbild
    Björn

    Eine besondere Workstation fehlt leider: Technics WSA-1
    Bis heute immer noch die beste Tastatur, die ich gesehen habe. Auch der Sound ist ziemlich gut, insbesondere die Bläser, aber auch viele andere Sounds. Sehr viele Möglichkeiten dank der 64 stimmigen Acoustic Modeling Sythesis. Aber leider schon etwas in die Tage gekommen, was Anschlüsse und Erweiterungen angeht.

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      iggy_pop  AHU

      Der WSA-1 ist zwar eine Workstation, aber ich glaube, das zugrundeliegende Konzept mit einer Abwandlung von Physical Modelling hebt den WSA weit über ein Workstation-Konzept hinaus. Ich habe den WSA nie als Workstation betrachtet, sondern immer nur als Klangfarbenmaschine und Lieferant von Sample Fodder — auch, wenn der interne Sequenzer im Prinzip recht simpel zu bedienen ist.

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