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Test: Yamaha Montage Synthesizer, Teil 1


Yamaha Montage, DX7, Synclavier, Casio CZ...

FM ROCKS, der Yamaha Montage und seine vielen FM-Vorgänger

Da eines der Highlights am neuen Yamaha Montage die „aufgebohrte“ FM-Syntheseeinheit ist, haben wir am Ende diesen Artikel durch eine Übersicht ergänzt, der alle FM-Synthesizer Highlights der Geschichte zusammenfasst. FM-Synthese hat es in den 80er-Jahren praktisch über Nacht geschafft, die Vormachtstellung analoger Synthesizer zu brechen und – zumindest vorübergehend – fast aussterben zu lassen. Die FM-Technologie war schließlich bis Anfang in der Musik- und Studiowelt so omnipräsent, dass ihr schließlich auch ein jähes Ende beschert war. Inzwischen scheint es so etwas wie ein Comeback dieser Synthesegattung zu geben. Grund genug also für uns, auch die unzähligen FM-Ableger der Vergangenheit vorzustellen. Nun aber viel Spaß mit dem Zweiteiler-Test von Klaus-Peter Rausch zum nagelneuen Yamaha Montage.

Ihr Peter Grandl

 

 

Synth mit FM-Turbo - der Yamaha Montage

Synth mit FM-Turbo – der Yamaha Montage

Es hat lange gedauert, bis Yamaha dem erfolgreichen Motif durch den Yamaha Montage einen Nachfolger gegönnt hat. In der Zwischenzeit kam Korg mit dem Kronos an und bedient seitdem in mehr oder minder unangefochtener Führungsposition das Segment Power-Keyboard. Den Begriff Workstation lasse ich mal eben weg. Ebenso umtriebig waren die Schweden, deren rote Instrumente weltweit auf den Bühnen zuhause sind, und die pflegten den recht beliebten Stage 2. Dazu noch Kurzweil mit dem durchaus leistungsstarken PC3 und ein bisschen was von Roland namens Jupiter-80 und FA, womit die momentane Marktsituation weitgehend beschrieben wäre.

Der neue Spross aus Fernost hört auf den Namen Yamaha Montage und steht einerseits auf den Schultern des durchaus kampferprobten Vorgängers. Und hat es auf der anderen Seite mit den oben genannten gut durchentwickelten Konkurrenten zu tun, denen er nun das Feld streitig machen will. Dementsprechend ist die Aufmerksamkeit und Erwartungshaltung dem neuen Yamaha Keyboard gegenüber: Hoch, sehr hoch. Bereits gefühlte zwei Minuten nach der ersten Ankündigung und ein paar geleakten unscharfen Fotos Anfang des Jahres, und schon zuckten ungeduldige Infoblitze kreuz und quer durch die Social Media Kanäle. Nicht viel später entsponnen sich lange Diskussionsstrecken in User Foren, in denen wortreich über Spezifikationen und mögliche Soundresultate debattiert wurde. Noch bevor der erste Ton zu hören war! In der Zwischenzeit ergänzten kurze YouTube Clips das Geschehen, dazu lüftete Yamaha selber noch das eine oder andere Geheimnis mit eigenen Publikationen und Erläuterungen.

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So, und nun sind wir dran. Eigentlich gar nicht wir, denn mir wurde dieses Vergnügen gegönnt. Und zwar dem Yamaha Montage via Display gründlich in die Menüs und den mitgelieferten Soundspeicher zu schauen, die lange Liste der Features auszutesten und das künftige Klangpotential auszuloten. Auch wollte ich wissen, wie ranschmeißerisch oder vielleicht eher nicht sich das neue Keyboard bedienen lässt.

Damit das Pensum in erfassbarer Textmenge zu konsumieren ist, das Ding ist nun mal ein Parametergrab, wurde der Montage Test kurzerhand in zwei verträgliche Teile gepackt. Der erste folgt nun, den zweiten können Sie in einigen Tagen hier lesen. Ob der Montage später noch in Workshops erscheint, speziell hinsichtlich der Klangprogrammierung, entscheiden wir später. Falls Sie also an so was Interesse haben, so schreiben Sie uns das bitte in die Kommentarstrecke.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Viertelnote AHU

    Hallo Peter,

    vielen Dank für den ersten Teil deines Berichtes. Er ist angenehm zu lesen, auch die Klangbeispiele sind sehr gut.
    Für mich als Motif XF Besitzer wäre natürlich die Überlegung interessant, ob ein Umstieg auf den Montage sinnvoll wäre. Ich benutze den Motif in meinem Studio, Live ist demnach nicht. Klangqualität, bzw. mehr noch die Quantität sind jetzt kaum noch zu toppen.
    Klanglich ist der Montage wie zu erwarten war, sehr gut.
    Trotzdem ist es schade, daß der interne Sequenzer weggefallen ist, sicherlich ist es DAWübergreifend kein allzu großer Verlust. Ansonsten warte ich auf den 2. Teil des Tests.

    mfG

  2. Profilbild
    andreas1303 •••

    Hallo Klaus, inwiefern unterscheidet sich denn der Super-Knob zum Beispiel von der Morph-Funktion im Nord Lead A1? Von der Beschreibung her klingt es für mich, wie ziemlich das Gleiche. Im Grunde kann man ja bei den meisten Synths mit Modulationsmatrix das Wheel (und wenn vorhanden das Pedal) beliebigen steuerbaren Parametern zuordnen. Ich habe noch nicht verstanden, was am Super-Knob dann wirklich neu ist. Wobei ich bei der Morph-Funktion im Nord Lead A1 auch schätze, dass man sie aufs Pedal legen kann, dann sind die Hände komplett frei für die Tasten. Gruß Andreas

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      k.rausch RED

      In der Tat ist die multiple Zuordnung Source/Destination von Modulationen zu einem einzigen Controller prinzipiell überhaupt nicht neu. Im Falle Montage ist die Umsetzung für die Presets allerdings sehr konsequent und schließt auch Sources ein, die andere Instrumente gar nicht haben. Das kenne ich so also noch nicht von anderen Instrumenten ab Werk. Welche Unterschiede es zu anderen Instrumenten gibt, müsste man folglich im Detail mal abgleichen. Einen extra Knob bereitzustellen und mit Lichterkranz samt Bewegungen damit sichtbar zu machen, scheint mir eine Neuheit zu sein.

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        PC3addict

        Die Anzahl der modifizierbaren Parameter ist halt beim Super Knob schon eine Stufe weiter als bei Nord. Alles mit Kurven, Offsets und der Knob ist wieder modulierbar bzw. im Sequenzer als Bewegung aufnehmbar. 8 Sequenzen pro Performance durch die Szene Buttons machen das schon sehr flexibel.

  3. Profilbild
    donmalteaushb

    Vielen Dank für den aussagekräftigen Test. Ich war sehr gespannt auf das Gerät. Für mich stellt sich 2010+ einfach die Frage, ob es im Studio noch Sinn macht, so viel Geld für einen digitalen Synth auszugeben oder ob NI Komplete Ultimate + ein paar Spezialisten nicht mehr Qualität der Sounds bringen? Ich habe die Frage noch nicht für mich beantwortet. Da ist sicher das „Anfassen“ und Sounds mit Knöpfen und Reglern schnell bearbeiten zu können. Dann sind da ähnlich wie bei Nexus die „Kombis“, die mal eben für erste Skizzen oder auch mehr die Kreativität beflügeln. Leider haben die mich bei Korg nie wirklich überzeugt oder waren zu einseitig und das über mehrere Gerätegenerationen hinweg. Daher bin ich am Montage interessiert. Mich würde für Teil 2 ein abschließendes Fazit zum Vergleich Kronos vs. Montage interessieren! Zu den Soundbeispielen muss ich sagen: vieles klingt super (pianos etc.), vieles klingt aber auch bekannt und mäßig. Für mich sind gerade Orchester-Sounds wichtig und die fand ich höchstens akzeptabel. Sollte es zu Teil 2 weitere Soundbeispiele geben, würden mich besonders die Gitarren interessieren. Gerade strumming klang bei Yamaha immer deutlich besser als bei Korg. Danke für den Test!

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      k.rausch RED

      Im Teil 2 gibt’s weitere 35 Audio Tracks. Und ein Fazit, dazu ein persönliches Statement von mir. Etwas mehr Bezug zum Kronos auch. Der Teil 2 folgt sehr bald, schalte heute abend noch mal rein, dann finden wir sicherlich Gelegenheit für einen konkreteren Dialog hier in der Kommentarstrecke.

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      costello RED

      Wegen der Orchestersounds, die mir auch sehr wichtig sind, habe ich mich seinerzeit für den Kurzweil PC3X entschieden. Die Klaviere sind zwar in der Dynamik eingeschränkt (ein Chopin Impromptu kann man damit nicht spielen); aber sonst klingen sie sehr schön im Mix. Wegen der Kombis habe ich mir dann noch den Mox 6 geholt, weil man schön dazu jammen kann. Der Mehrwert eines Kronos oder des neuen Montage erschließt sich mir nicht so recht. Insbesondere bei den FM-Sounds höre ich nichts, was mich vom Hocker reißen würde.
      @ k.rausch Danke für den ausführlichen Test, der dem Gerät ja mit gebotenem kritischen Abstand zu Leibe rückt und die Schwachpunkte auch klar benennt.

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    Tyrell RED

    Die FM-Klangwelten die der Yamaha Montage hervorbringt sind schon gewaltig. AWM hat mich nicht mehr um, aber die FM-Sektion hätte ich gerne als „Plug-Out“ oder zumindest als Hardware-Expander ;-)

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      TobyB RED

      Hallo Peter,

      Es gibt doch Dexed ;-) Falls man eine DX 7 hat, kann man schön die Unterschiede hören, zwischen Original und Dexed. Den besseren Vibe hat die DX7 aber sauberer klingt Dexed.

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    Kyotonic AHU

    In Sachen FM ist die Yamaha FM Essential App interessanter, wobei eine Integration in die MX Serie ein muss gewesen wäre. So muss ich mir doch ein altes IOS Gerät holen nur um in den Genuß der Scenes zu kommen. Ich hoffe die Store Funktion ist bald ohne Keyboard verfügbar.

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    Tyrell RED

    Hallo Klaus, hatte jetzt endlich mal Zeit Deine ganzen Klangbeispiele zum Yamaha Montage anzuhören. Genial!!! Die steigern die Lust auf diesen Synth schon enorm. Aber wirklich nur 2 Sterne?

    • Profilbild
      k.rausch RED

      Bei den Audio Tracks handelt es sich um ausgesuchte Sounds, d.h. außer den ersten beiden Live Set Pages, die lauter sehr coole Sachen bereitstellen, musste ich ganz schön skippen, bis ein Recording-Kandidat gefunden war. Die 2 Punkte hat sich Yamaha wegen seiner vollmundigen Werbung zuzuschreiben, die im Augenblick das Instrument nicht ganz abbildet. Da Yamaha schon oft bewiesen hat, es defninitiv besser drauf zu haben, verstehe ich das als Anreiz, eine Schippe nachzulegen. Auch räume ich ein, dass ich bei einem kleinen Boutique-Hersteller etwas wohlwollender geurteilt hätte. Yamaha aber steht im Wettbewerb zum Beispiel mit dem Korg Kronos, und der kann sich gegenüber Montage sehen lassen, obwohl er schon 5 Jahre auf dem Buckel hat. Oder gerade deshalb, denn die Korgies sind bereits bei OS 3.0 und haben ewig 3rd Party Sachen draußen. Daran wird der Montage gemessen.

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        TobyB RED

        Morsche Klaus,

        ich finde die 2 Sterne berechtigt. Ich hatte Montage an einem Montag getestet, da ich immer noch kein adäquates Bühnenkistchen habe. Letztlich sind aus meiner Sicht für Yamaha schon noch ein paar Baustellen vorhanden. Zum einen die Performance Sektion, inbesondere Menütieftauchen. Klanglich ist die Kiste schon wohlfeil. Das Fehlen eines Sequenzers erachte ich als sekundär, wäre schön aber die Apps von Yamaha tun es auch. Was ich jedoch problematisch erachte sind sie Anzahl der Audio Outs, wenn ich das vergleiche mit meinem 90er Jahre Synthpark wird heute entweder anders gemixt oder der Rotstift regiert. Wobei ich lieber jede Spur einzeln aufnehme. Momentan sehe ich den Kronos auch noch vorne, hoffe aber auf Modellpflege der Yamahas.

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        defrigge

        Das sehe ich nach Testen im Laden ganz ähnlich wie K.Rausch und TobyB. Ich benutze meinen Kronos inzwischen seit 5 Jahren, und der Montage wäre entweder ein echter Abstieg (als Ersatz) oder eine nicht genügend originelle, aber sehr teure Ergänzung: mit einigen schönen FM-Sounds, schönen Streichern und einigen (überraschend wenigen insgesamt!) guten AWM Sounds, sowie gut gemachten Modulations-Tools. – Aber unterm Strich ist das doch nichts, was eine so teure Anschaffung rechtfertigt. Mein Kronos kann vieles, was mit dem Montage nicht geht, und umgekehrt gibt’s nicht allzu viel, was ich vermisse. Nach so vielen Jahren Entwicklungszeit als größte Firma am Markt so ein halbgares Konzept mit riesigen Krücken abzuliefern (ich sage nur Midi im Setup, kein Background-Midi/Audio-Sequencer für Live-Projekte, keine VAs, keine B3-Engine, kein angemessener Sample-Speicher und kein Sampling am Gerät etc.) , ist auch aus meiner Sicht definitiv nicht mehr als zwei Punkte wert! Und bis Yamaha endlich mit Upgrades kommt (die das halbgare Konzept wohl auch nicht retten können), steht wahrscheinlich eine neue Workstation-Generation von Korg als Kronos-Nachfolger da.

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    filterfunk

    Vielen Dank für den Test!
    Schön, dass Yamaha wieder einen FM-Synth baut…. das war es dann aber auch.
    Einen Mehrwert zum Kronos kann ich nicht wirklich erkennen, von daher bleibt das Setting bei mir so wie es ist.
    Der Kronos wird bei mir erst dann ersetzt werden, wenn es ein vergleichbares Gerät mit livetauglichen Sequenzer gibt, incl. Anbindung an Live.
    Insofern ist das beim Montage konsequent gelöst: Besser gar keinen Sequencer, als so eine unflexible, der Workstation Ideologie geopferte Krücke wie im Kronos….

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    Son of MooG AHU

    Wenn ich mich richtig erinnere, hat Yamaha den begriff Workstation nie verwendet. So wurde beispielsweise der SY99 schlicht Music Synthesizer genannt. Aber egal, wie man’s nennt; es ist gut zu wissen, dass Yamaha wieder einen großen Synth mit FM baut. Der Reface DX war wohl ein Test für den Bedarf an dieser Synthese; vielleicht wird es ja noch einen großen CS (AN2X) geben…

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    joegedicke ••

    2 Sterne sind definitiv nicht angebracht. Der Montage ist wie eine Fels verarbeitet, er klingt hervorragend, absolut klar und rauschfrei, er bootet in ein paar Sekunden, und er hat extrem gute, inspirierende und lebendige Sounds on Board. Die FM-X Synthese ist inzwischen so gut, daß man sich damit mit ein bisschen Einarbeitung hervorragende Synthsounds in sämtlichen Richtungen erstellen kann. 3 Sterne wären angemessen. Einzig die rudimentären Aufnahmemöglichkeiten könnten noch etwas verbessert werden. Beim Kronos hingegen stört die etwas schlampige Verarbeitung mit PC Board und zu lautem Lüfter, der lange Bootvorgang und die nicht so gute Analog Ausgangsstufe, verglichen mit dem Montage. Ausserdem wird es kompliziert, Sounds in eine Performance inkl. aller Effekte zu übernehmen, was zu drastischen Klangänderungen führen kann. Das ist im Montage viel einfacher und intuitiver gestaltet.

    • Profilbild
      defrigge

      Es ist ja ok, wenn Du mit dem Montage klarkommst. Aber im Blick auf den Kronos, den ich seit 5 Jahren benutze, kann ich nicht folgen: klar bootet der länger, aber was ich dafür bekomme, ziehe ich dem Yamaha-Konzept mit rieseigem Abstand vor: ich kann von A-Z (für jedes Projekt getrennt) bestimmen, welche Sounds booten sollen, über SSD habe ich ungleich mehr Platz (und tonnenweise kommerzielle und freie Angebote) für Samples und Sampling-Instrumente, die ich im krassen Gegensatz zum Montage bei Bedarf auch direkt am Gerät erstellen und verarbeiten kann. Außerdem kann ich Midi und Audio direkt von SSD streamen. Fazit: die Flexibiltät des Kronos-Streaming mit all seinen Möglichkeiten ziehe ich der kürzeren Montage-Bootzeit aber bei weitem vor! Ja, der Montage ist gebaut wie ein Tank, was die 88er-Variante völlig untragbar und alle Varianten zeimlich unhandlich macht. Mein 5 Jahre alter Kronos ist trotzdem immer noch in tadellosem Zustand, und selbst ein 88er ist viel besser tragbar und handlicher als ein entsprechender Montage. Was die Analog-Ausgangsstufe des Kronos betrifft: die klingt genauso tadellos und glasklar wie die des Montage. Die Soundübernahme mit Effekten in Kombis macht zwar jeweils etwas mehr Arbeit, ist aber im Routing wunderbar flexibel und führt für Kronos-User, die durchblicken, zu keiner einzigen „drastischen Soundveränderung“. Wenn man den Montage schönreden will, hilft kein Versuch, den Kronos (der natürlich auch kritikwürdige Punkte hat) an den falschen Stellen schlechtzureden.

    • Profilbild
      k.rausch RED

      Du kannst Deine 3 Sterne vergeben, dazu ist die Leserbewertung ja da. Als Tester jedoch habe ich, bei aller subjektiven Betrachtung, im Geiste verschiedene Anwender, die mir beim Schreiben über die Schulter schauen. Das sind Kronos User, die mit einem Instrumentenwechsel liebäugeln, Keyboarder in Coverbands, in den 90ern festgetackerte Dance Producer, am Abend rotweingeschwängerte Hobbykellermusiker, Prog Leute, FM Bastler. Alle haben ganz unterschiedliche Perspektiven und sehen das Instrument oft mit Brille auf. Dazu kommt der Branchenprimus Yamaha, der mit ordentlicher Manpower ein solches Instrument im Markt platziert. Schwachstellen müssen heutzutage herausgestellt werden, man tut als Kopfnicker keinem einen Gefallen – als Letztes den Musikern. Schön, wenn einem frischgebackenen Besitzer alles gefällt. Nur fallen deshalb Pannen, die etwa mit einem OS Update oder einer weiteren Klanglieferung auszubügeln sind, bei meinem Test jedenfalls nicht unter den Tisch. Das schmälert den tollen Ansatz, den der Montage aus dem Stand liefert, überhaupt nicht. Zwei Sterne stehen immerhin für Gut. Und die drei Sterne hat der eigentlich nur knapp verfehlt.

  11. Profilbild
    THEXCEE RED

    Riesige Arbeit am Montage Monster und dem Testbericht.

    Der Montage ist sicher Yamaha typisch high end fidel, mir aber auch leider ein bischen zu viel.

    Ein DX7-II/SY99, die beiden sind für mich einfach interessantere Kandidaten mit mehr Eigenleben. Da bevorzuge ich das FM mit älterer Technik. Die sind von 2999€ auch so sympatisch weit entfernt ;)

    YAMAHA, bau doch wieder mal einen „großen“ FM Synth, hm!?!

    Die Super Knob Idee ist klasse, das erlebt man aber auch günstiger, zB an der Novation Circuit.
    Im Editor mehrere Aktionsebenen pro Makro Knob belegt, damit wird alles so chaotisch :)

    Der Montage ist sicher Yamaha Quality pur – aber für mich auch leider aufgrund seines Charakters nicht der must have burner.

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      Thomas Columbo •••

      WIe groß soll denn Dein gewünschter FM Synth von Yamaha sein? Der Montage ist – aus FM Sicht – jedenfalls schon jetzt GIGANTISCH ! Und unter 2000 Euronen würde ein „großer“ neuer Yamaha FM Synth ohnehin nicht zu kriegen sein. Also, warum in die Ferne – sprich Zukunft – schweifen, wenn das Gute liegt so nah.

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        THEXCEE RED

        „Mein“ FM-ONSTER ;)

        oder schön wäre der Name „frequence modulated synthesis instrument“ oder „FMSI“

        Rein technisch muß er das kaschieren was uns alle DX-se gekostet haben, Nerven und graue Haare beim Editieren.

        Da bekomm ich beim MONTAGE bereits wieder das Grausen dessen FM über sein Display bearbeiten zu müssen.

        FM needs Hardware, bitte YAMAHA erhöre es!

        d.h. „mein“ Hardware Synth FMSI bietet die ultimative Zugänglichkeit an wirklich alle FM Parameter, und das in Echtzeit.
        Gekrönt mit einem hohen Anteil von Zufall und Chaos, FM bietet sich dafür ja im besonderen an.

        Wie sieht diese „schraub dich wahnsinnig Maschine“ also aus…

        2×6 multi-OP´s Multimode Synth mit 128 Stimmen…
        49 Tasten, Handräder aus Bakelit
        Metall gebürstet super edel Gehäuse
        klappbare Pultform ala WAVE
        und jetzt kommts… ;)
        mit einer Matrix von Bakelit MAKRO KNOBS
        mehrfach frei belegbar
        und einem zentralen Algorithmus Knob
        plus 3 Knob Typenreihen fest belegt mit Frequenz Level und Feedback
        alles garniert mit durchstepbaren Faderbänken für die Hüllkurven
        alles darf im Dunklen gerne leuchten…
        …etwas Geld würde ich noch drauflegen sollte ein Stepsequencer ala Beatstep-pro drin sein.
        ..Endpreis für so viel Hardware, ca 1650€.

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            THEXCEE RED

            Ja wäre es sicher.Aber FM täte ein wenig Haptik gut. Ich denk da an die Makro Box des K5000S an der ich mich von Herzen austobte.

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    Spartakus

    Bei einigen Geräten schreiben die Tester, es können eigene Sounds geladen werden. Der Montage hat einen Speicher für 1,7GB eigene Samples.
    Was ist denn das für ein Sample Format, was der Montage verwendet ? Für unterschiedliche Anschlagsstärken müßten verschiedene Sounds in einem Multisound gespeichert werden.
    Yamaha hat die Fa. Steinberg gekauft. Vielleicht kann man mit Wavelab spezielle Montage Sounds erstellen ?

    • Profilbild
      k.rausch RED

      Montage lädt Motif Format, und zwar sowohl Voice als auch Sample Librarys. Wavelab unterstützt diese (.X3A), (.X3V), (.X3W) derzeit nicht.

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  14. Profilbild
    Stephan M. RED

    Hallo, über folgende Aussage wundere ich mich: „Wir notieren: Datenkompression ist dann gut, wenn sie als lossless bezeichnet werden kann…“ – Das ist an sich ja richtig, aber bei einer Quantisierung von 16 Bit dürfte es im Dynamikbereich aber weitaus weniger edel zugehen, was auch den sagen wir durchschnittlichen Klang der Naturinstrumente erklären könnte und unnötiges Rauschen hinzufügen könnte. Warum noch 16 Bit in der heutigen Zeit? Mal ganz unabhängig davon, dass Unterschiede vielleicht in einem Mix gar nicht hörbar wären.

    • Profilbild
      k.rausch RED

      Rauschen und andere Nebengeräusche kann ich dem Montage definitiv nicht zuordnen. Den Test kann jeder selber machen: Mit geringem Geräuschspannungspegel Aufnahmen machen und dann normalisieren. Da schneidet der Montage sehr gut ab. Was eventuelle Einbußen in der Dynamik bei Naturinstrumenten angeht, müsste man die Datenkompression mal auf den Prüfstand stellen. Meiner Erfahrung nach schneiden da Clavia, Roland und Yamaha mit teils bis zu 20% oder weniger gegenüber dem Original gut ab, und das hat nichts mit dem Phrasenargument „Im Mix nicht hörbar“ zu tun, sondern steht durchaus isoliert für sich betrachtet.

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Yamaha Montage 6 Synthesizer

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