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Test: Yamaha Montage Synthesizer, Teil 2

15. September 2016

Teil 2: Die Power der zwei Engines

Der Yamaha Montage im AMAZONA.de-Fotostudio

Willkommen zum Teil 2 des Yamaha Montage Tests. Falls Sie den ersten Teil verpasst haben, hier ist der direkte Link

Inzwischen gibt es übrigens zum YAMAHA MONTAGE ein großes Update, dass wir selbstverständlich ebenfalls schon getestet haben. Den Test zum Upgrade 2.0 finden Sie HIER.

Und weiter geht’s!

Die AWM2 Engine des Yamaha Montage

Neben dem reinen Sample Instrumente Content geht es um die Basis. Yamaha komprimiert die Daten und das ohne Verluste in der Klangqualität. Beim 128-stimmigen AWM2 Sampleplayer für Stereo- und Mono-Waveforms wurde diese Methode nochmals deutlich optimiert und das bedeutet in der Musikerpraxis: mehr Sounds adhoc verfügbar. Und welche sind das? Nun, die Yamahas sind traditionell musikerfreundlich, und das heißt im Falle Montage, dass diejenigen, die nigelnagelneue Samples verlangen, auch welche bekommen. Das ist aber noch nicht alles, denn es gibt potentielle Umsteiger von Motif auf Montage, und die möchten ohne große Umstände liebgewonnene Sounds weiterhin einsetzen. Also sind die Motif Samples auch im Yamaha Montage drin. Das ist noch nicht alles, denn Montage ist Format-kompatibel mit Motif. Das heißt, Sie können auf das durchaus umfangreiche vorhandene Angebot zugreifen, um den Montage auf der Stelle ordentlich aufzubohren. Platz dafür ist genügend vorhanden auf der internen Festplatte. Außerdem lassen sich die Daten extern via USB sichern. Zurück zum Waveform Content des Yamaha Montage. Hier werden gleich zehnmal mehr Samples geboten als beim Motif. Das ist durchaus eine Ansage. Bei genauer Betrachtung handelt es sich nicht nur um neue Instrumente, sondern um die und deren Details.

Nun wären die Samples alleine, trotz reichhaltiger Ausstattung, erst die halbe Miete, gäbe es nicht die Sampleplayer-Engine dahinter, die Instrumente auf Vordermann und vor allem nah am Original klingen lässt. Und Verbiegungen bis in den Extrembereich zulässt, um völlig neuartige Sounds daraus zu generieren. Dafür gibt es im Yamaha Montage einen umfangreichen Parametersatz, der neben den Waves Hüllkurven, Filter, Scaling und LFOs bereitstellt. Und genau so ist es, denn alleine die Filter-Section ist opulent geraten. Neben typischen Parametern wie Cutoff und Resonance findet sich auch Ungewöhnliches wie Distance, mit der bei Dual Filtertypen der Abstand zwischen beiden eingestellt werden kann.

Und Cutoff Key Follow Sensitivity Center Key, was mit nicht weniger als mit 7 Parametern kontrollierbar ist. Kleiner Hinweis zu den Filtern: Die meinen es bei Resoncance manchmal besonders gut und bei extremen Einstellungen kann es gelegentlich verzerren. Also: Aufpassen! Beim umfangreichen Besteckkasten geht es munter so üppig weiter wie zuvor, denn auch die Parameter für die Hüllkurven sind was für Ausgeschlafene. Mit 14 Parametern von Key On/Off bis Release Level wird hier operiert. Das lässt Feinstarbeit bei den für anspruchsvolles Klangdesign für die dafür so wichtigen Envelopes zu. Und wenn ich schon dabei bin: Diese Akribie in Sachen Parameter findet sich auch in der LFO-Section. Sie sehen schon, hier geht es ans Eingemachte und fleißige und vor allem gründliche Klangprogrammierer werden zweifellos ihre Freude dran haben.

Dass am Yamaha Montage die ganze Sache auf der Bedienoberfläche mit genügend echten Reglern und Tastern sowie Realtime Controllern benutzbar gemacht wird, steigert das Vergnügen. Wahrscheinlich vor allem auch für die, denen jeglicher Zugang zum Edit-Bereich ein Buch mit 7 Siegeln ist. Die LED-Kränze rund um die Regler zeigen auf Knopfdruck die jeweils aktuell gespeicherten Werte eines Sounds an, und man weiß so auf Anhieb, in welche Richtung eine Änderung vorgenommen werden soll. Muss also nicht hilflos lange drehen, bis irgendein voreingestellter Wert erreicht wird. Allerdings ist mir aufgefallen, dass einige Parameter via Controller etwas grob aufgelöst werden und es so, wenn auch geringen, Sprüngen bei Werteveränderung kommt. Aber vielleicht habe ich nur noch nicht die richtige Shift-Taste gefunden, mit der man von grob auf fein umstellen kann. Obwohl für eine endgültige Beurteilung der AWM2 Engine richtig viel Forschungszeit nötig ist, vielleicht ein Jahr oder auch zwei, schon der Eindruck während der Testphase ist passabel. Ganz gleich ob es um die optimale Aufbereitung komplexer Sample Instrumente wie Klavier, Streicher oder Gitarren geht oder auch Samples mit speziell designten Wellenformen – die Engine ist wirklich gelungen und setzt dem Motif gegenüber einen drauf. Auch im Vergleich mit Konkurrenzprodukten wie Korg Kronos schlägt sich der Montage gut und ist dem mindestens ebenbürtig, in einigen Dingen sogar deutlich überlegen.

Die FM-X Engine des Yamaha Montage

yamaha-montage-fm-algorithm

Beim Yamaha Montage berufen sich die Yamahas aus gutem Grund auf die eigene Historie. Man hat immerhin Pionierarbeit geleistet in Sachen FM-Synthese, die in Geheim-Zirkeln gerne als Phasenmodulation angehimmelt wird. Zwar war der Eine nicht alles, was Yamaha in den 80ern mit dieser Klangerzeugung auf die Beine gestellt hat, aber sein Name ist das Synonym für die ganze Generaration: DX7. Falls Sie ein alter FM-Hase sind und den DX7 ganz gut kennen, dann können Sie das erst mal alles vergessen. Die Montage FM-Section ist nämlich komplett anders aufgebaut. Ob das eine gute Nachricht ist? Ich weiß nicht so recht, der DX7 Parametersatz ist in logischer Abfolge aneinandergereiht, man muss sich einfach von links nach rechts quälen und ab und an mal hin und her springen, dann ist ein Sound im Kasten. Nicht so beim Montage. In allerlei Untermenüs ist die Sache verteilt, hier und dort mit schicken Grafiken darggestellt, wie etwa das Scaling. Und natürlich sind die Algorithmen nicht auf dem Gehäuse abgedruckt, sondern werden im Display angewählt und einzeln angezeigt. Komfortabel dagegen ist die Anwahl der Operatoren. Schauen wir uns zunächst das neue System genauer an.

Während der DX7 mit 6 Operatoren hantiert, sind es beim Montage opulente 8. Was haben wir davon? Das wissen wir zwar im Moment noch nicht genau, können es aber erahnen: mehr Klangvielfalt und feinere Details bei der Erschaffung der Sounds. Das wird unterstützt von 7 Spectral Forms, der DX7 kennt nur Sinus. Und wo bei ihm 32 Algorithmen für die Verknüpfung der Operatoren bereit stehen, sind es beim Montage 88. Hui, das wird nicht einfach zu überblicken sein und lernen samt Langzeitgedächtnis ist angesagt. Könnte das der Grund sein, wieso ich bei der Durchsicht der FM-Sounds vorwiegend DX7 Material vorgefunden habe? Es ist ja durchaus eine feine Sache mit dieser SysEx Kompatibilität. Aber eine klare klangliche Aussage, die definitiv auf den Gebrauch der 8 x 88 Methodik beruht, habe ich vermisst. Vergessen Sie also die Presets, wenn Sie auf wirklich Neuartiges bestehen und machen Sie sich an die Arbeit. Immerhin will man hier zielgerichtet vorgehen, die Methode Versuch/Irrtum ist bei der Wahl des für ein Klangvorhaben benötigten Algorithmus keine Alternative. Diese wäre eine freie Verknüpfungsmöglichkeit wie beim Kronos MOD7 oder beim Alesis Fusion. Was aber nachteilig ist, wenn es an Grundkenntnissen in Sachen FM fehlt, denn feste Algorithmen stellen ein klares Angebot dar, mit dem man seine Soundidee umsetzen kann. Ich bringe kurz in Erinnerung: Operatoren werden bei Yamahas FM als Carrier und Modulatoren eingesetzt, mit denen sowohl Waveforms als auch mehrere Einzelkomponenten für das fertige Klangresultat erzeugt werden. In den letzten Jahren konnten Erfahrungen gesammelt werden, wie Kronos und Fusion Besitzer mit der frei wählbaren Verknüpfungsmöglichkeit klargekommen sind. Man muss nüchtern konstatieren, dass die meisten damit überfordert sind. Insofern gebe ich dem Montage Konzept im Vergleich dazu einen Pluspunkt in Sachen Benutzerfreundlichkeit.

Klangbeispiele
Forum
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    donmalteaushb  

    Super Test, wie auch schon Teil 1! Für mich hinsichtlich der Klangbeispiele ebenso wie beim 1. Teil: Pianos klingen super und alles aus der Tastenwelt klingt brilliant!!!! Gitarren und Streicher kriege ich selbst mit Sampletank 3 besser hin! Danke für den tollen Test!!!!

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    Son of MooG  AHU

    Na bitte, Yamaha kann also doch mehr als Reface. Endlich wieder ein richtiger Synthesizer, der einem noch nach Jahren neue und gute Sounds ermöglicht. Es bleibt zu hoffen, dass Yamaha auch beim Support dranbleibt…

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    AMAZONA Archiv

    Jetzt bitte weg mit dem „Superknob“ und richtig viele Regler und Slider dran. Ein bißchen Drum und Wavetable dazu mit richtig guter Ausgangsverstärkung ohne FX und es wäre eine richtig gute und würdige FM-WORKSTATION entstanden. So bleiben viele lieber bei ihren alten 4Ops und DX7. Man ist das langweilig und flach von den Beispielen her. Ich freu mich auf die vielen YT-Videos mit „Für Elise“ auf dem Montage. Ich Gehör halt nicht zur Zielgruppe aber xy wie Ruddess werden schon fleißig endorsen. Muss halt auch getestet werden sowas.;)

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    costello  RED

    Danke auch für den 2. Teil, der wieder mit der nötigen Akribie und vielen musikalischen Soundbeispielen dem Montage auf den Zahn gefühlt hat.
    Ja, natürlich gibt es ein paar schön crispe Pianos, die Brot- und Buttersounds sind auch alle da und einige Performances wurden ein bisschen stärker an den musikalischen Zeitgeist angepasst.
    Aber wenn der neue Yamaha wirklich eine um Lichtjahre verbesserte FM-Ausstattung hat und sich das in den Sounds nicht spiegelt, dann haben die Yamaha-Programmierer etwas falsch gemacht. Hier müssen die Interessenten also auf Drittanbieter warten oder auf ein Update – das dann vielleicht „Dienstage“ heißt? Sorry, bin gerade in Kalauerlaune ;-)

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    Thomas Columbo  

    Also ich kann mit dem sicherlich engagierten und umfangreichen Test wenig anfangen, er ist – wie der Autor am Ende fairerweise bemerkt – recht subjektiv gefärbt. Leider ist das bei Amazona gelegentlich anzutreffen. Bei einem so wichtigen Produkt wie die Montage würde sich ein B-Test oder ein Test-Team vielleicht besser bewähren. Und die Amazona Sterne Bewertung sollte dann schon etwas objektiver ausfallen. Ansonsten muss man sich halt alternativ bei den Mitbewerben im Netz informieren. Was kann man von einem Sampleplayer – und das ist im Prinzip jede Workstation – schon viel Innovatives erwarten? Mehr, bessere (???) Samples, höher, weiter usf. das sind doch keine wirklichen Kriterien für ein „Musikinstrument“. Die Musikbeispiele eines solchen Sample Abspielgerätes interessieren mich keine „Bohne“. Das Genre ist doch so gut wie tot, nicht der Erwähnung in der Synth-Historie mehr wert. Die meiner Meinung einzige wirklich innovative Workstation war nach der M1 doch eh nur die KORG OASIS, die Kronos mit ihren häßlichen Derivaten ist dagegen nur ein billiger Abklatsch.

    Ich hab die Montage mehrmals im Musicstore getestet, umgehauen hat sie mich nicht, aber das Killer Feature ist doch die Kombination von FM Engine mit konventionellem Sample Material, die Dynamik von FM ist halt unerreicht. Ich bin kein FM Profi, aber die Montage klingt in diesem Bereich ganz und gar nicht ANGESTAUBT. Werde mir das Teil irgendwann zulegen, mein Yamaha DX Reface mit der „neuen“ FM Engine klingt einfach zu gut, um ihn nicht upzugraden, ansonsten meide ich Workstations wie die Pest.

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      k.rausch  RED

      Der Sample Content ist im Artikel konkret anhand einiger Beispiele angesprochen, siehe Gitarren. Die Beurteilung dessen ist anhand verschiedener Kriterien vorgenommen worden, dazu zählt beispielsweise Konsistenz des Mappings. Die Umsetzung bei den E-Gitarren schneidet durchweg besser ab als das bei den akustischen geschehen ist. Sowas ist der Abteilung Quality Assurance des Herstellers anzukreiden. Heutzutage gibt es die Gelegenheit nachzubessern, etwa in Form von Downloads via Homepage. Jeder Testbericht ist subjektiv, in diesem habe ich es mal besonders herausgestellt. Für eine breitere Perspektive es in Betracht zu ziehen, ein derart potentes Instrument von einem Team testen zu lassen, halte ich schon seit ewigen Zeiten für notwendig. Warum das nicht passiert? Die Antwort kennst Du garantiert. Daher ist es eine gute Alternative, sich einfach sämtliche vorhandenen Tests reinzuziehen und am Ende mal selber gründlich Hand anzulegen.

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    iltis30  

    Hmm, ich hätte den ganzen Sample-Quatsch nicht gebraucht. Provokant könte man fragen: willst du einen Sampleplayer oder einen Synthesizer?
    Leider macht Yamaha immer wieder den gleichen Fehler, was die FM-Evolution betrifft: zu komplex, zu viele Parameter. War schon beim SY99 und dem FS1R so. Reface war eigentlich genau der richtige Weg. FM hat so eine Power aus sich selbst heraus, das ist nicht nötig. 88 Algorythmen sind doch ein Witz. 6 Operatoren, 16-32 Algorythmen, einen LP-Filter, zwei LFO und eine gut klingende, aber rudimentäre Effekt-Sektion. Mehr braucht es doch garnicht für diese Synthese. Dann bläst du jeden anderen Synthesizer in Sachen Dynamik und Vielfalt weg.
    Ich bleib bei meinem Yamaha V50. Samples brauche ich nicht ausserhalb meines Nord Electro.

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      TZTH  

      Sehe ich auch so. Mir ist nicht klar warum niemand einen bedienbaren FM Synth rausbringt. Der Bedarf ist da. FM steckt in erstaunlichen vielen Bereichen analoge Klangsynthese in die Tasche. Den Reface DX (den ich übrigens soundmässig sehr gut fand) vom Panel erweitern wie z.B. beim DX200, 6 operatoren, mehr Knöpfe/Fader für die FM Parameter, gute Tastatur und alle wären happy gewesen. Jetzt kommt halt Korg mit dem Volca FM um die Ecke … Der Montage ist sicher sehr gut, aber etwas einfacher und auf den Punkt gebracht wäre wünschenswert.

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    vssmnn  

    Theoretisch hätte man auch Audiobeispiele aus einem 25 Jahre alten Sy99 nehmen können, ich hätte es geglaubt und viele andere hätten bestimmt auch „Hurra“ geschrien.

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    digital-synthologie  AHU

    Vielleicht liege ich falsch, aber heute kauft man sich so ein Instrument, um es im Performanceumfeld zu benutzen.

    Wenn man im Studio in die Tiefen von FM eindringen möchte, ist ein FM8 die bessere Wahl. Und Sample-Libraries in bester Qualität stehen im Studio auch zur Verfügung.

    Wenn man also FM in so ein Gerät einbaut, dann sollte man sich doch eher ein möglichst einfaches Konzept der Klangerstellung einfallen lassen oder zumindest soviele neue Presets mitliefern, dass man das Gerät deswegen kauft. Noch mehr Parameter und Möglichkeiten ist doch da eher kontraproduktiv.

    Das sieht man ja auch bei anderer Hardware: Je einfacher zu bedienen, umso gekaufter.

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    AMAZONA Archiv

    Der lange ersehnte Montage Test von Dir. Die gewohnte Qualität mit ausreichend Klangmaterial. Danke dafür Klaus.

    ps: Super fand ich übrigens auch Deine Replik im kritischen Forum.

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      costello  RED

      Ich sehe es auch so: Aber manche empfinden es fast als persönliche Kränkung, wenn ihr persönlicher neuer Favorit im Test nicht die volle Punktzahl holt. Als Trostpflaster gab’s jetzt ja den Jubeltest zum Montage auf dem bekannten Musikerportal mit ganz viel „hervorragend“ und „fantastisch“. Am Ende sollte so ein Test einen doch in erster Linie sensibilisieren, worauf man beim vielleicht 30-minütigen Antesten im Musikhaus (dann spätestens klopft einem ja der nächste Interessent freundlich auf die Schulter) speziell sein Augenmerk und seine Ohren richten sollte, um einen möglichst guten Gesamtüberblick zu bekommen – ist das etwas für mich oder eben nicht. Und da habe ich keine Probleme mit einem auch mal subjektiv gefärbten Test. Wenn Klaus sagt, bestimmte Menüs würde er sich aufgeräumter wünschen, dann wird das für mich alle mal gelten ;-) Und Objektivität bei der Beurteilung von Klängen scheint mir ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.

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        Thomas Columbo  

        Na ja, es ist eher schlimmer, wenn man das Teil bereits gekauft hat (hab ich nicht) und dann eine nicht so gute Bewertung im Test herauskommt….Nur ist heutzutage auch so, wenn man in gewissen Großstädten wohnt, dass der Test in den Medien erst dann kommt, wenn man bereits mehrfach die Gelegenheit hatte, das Gerät umfänglich zu testen. Alles hier ist SUBJEKTIV, und läßt sich nicht von einem Tester schon gar „sensibilisieren“. Der Montage ist NICHT der grosse Wurf in Sachen Workstation, hat aber mit der FM Engine ein Alleinstellungsmerkmal und kann daher seriös nicht mit dem 08/15 Workstation Einheitsbrei a la Kronos und Konsorten verglichen werden, die sich zunehmend auf dem Niveau der Entertainer Keyboards bewegen.

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          costello  RED

          Hallo Thomas Columbo, wenn die Yamaha-Marktbeobachter hier mitlesen, dann wissen sie, dass sie diese FM Engine auch losgelöst vom „Entertainerkeyboard“ anbieten müssen. Zwischen Reface mit Minitasten und einer Montage sollte ja noch Platz für ein paar Modellvarianten sein. Aber dann sollen sie bitte noch ein paar gute Programmierer dransetzen. Ich gebe gern zu, dass ich bei der DX-7 seinerzeit kapituliert habe. Damals gab`s in der Zeitschrift Keyboards manchmal Soundsheets zum Nachprogrammieren und ich weiß noch, wie ich einen Sound von Reinhold Heil, den er für Cosa Rosa entwickelt hatte, mühevoll eingetippt habe und dachte: nee, nicht noch einmal. (Wobei – der Sound klang schon gut ;-)

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            Thomas Columbo  

            Ach ja, was waren das für Zeiten, ich habe mir damals für richtig viel Geld Sounds von Drittanbietern auf RAM oder ROM – weiß nicht mehr genau – geholt und war begeistert, was die Programmierer aus dem DX herausholten…

            Aber ich glaube schon, dass die Yamaha Leute genau wissen was sie tun. Yamaha ist Massenhersteller und als solcher vornehmlich an grossen Stückzahlen interessiert. Ich glaube nicht, dass eine „singuläre“ und somit beschränkte Soundengine wie es FM oder auch die Analogen sind, für einen Massenhersteller heutzutage noch relevante grosse Absatzzahlen bringen. Warum hat denn Roland bis jetzt keinen „Nur“ analogen Polysynth rausgebracht, und stattdessen den digitalen aber weitaus vielseitigeren Jupiter 80? Und ein ernstzunehmender qualitativ hochwertiger FM Synthesizer in Yamaha Qualität würde vielleicht auch schon an die 2000 EUR kosten, da kann man doch gleich für relativ „wenige“ Mehrkosten 10 GB Sample Content reinpacken – das kostet doch in der Masse nix mehr- und in der Werbung den Anschein erwecken, man hätte jetzt noch eine 10x so grosse Motif dabei, was natürlich völliger Quatsch ist. Auf der anderen Seite würde sich eine nur „neue“ Motif im Markt, der von preiswertigen „All in One“ Keyboards wimmelt, wahrscheinlich nicht mit der nötigen Gewinnmarge durchsetzen. P.S. Ich habe mir das Teil gerade doch geordert (als Retoure) …

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              costello  RED

              Glückwunsch zum neuen Synthesizer! Und als Retoure noch ein bisschen Geld gespart ;-) Wenn das gute Stück da ist und Du ein paar Erfahrungen damit gemacht hast, magst Du ja vielleicht hier nochmal Deine Eindrücke schildern. Ich selbst bin etwas unschlüssig, wie ich den FM-Bereich am besten abdecken kann. DX 7 II oder SY-77/99 oder doch in so eine neue Kiste investieren?

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                Thomas Columbo  

                Wie der Yamaha Reface DX zeigt, ist FM „neu“ schon ne Klasse besser (Dynamik, Klangqualität) als die alte FM Technologie, die Frage ist nur, gibt es Programmierer (oder auch Yamaha selbst) die das auch so entsprechend ausreizen wie es früher der Fall war.

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    Son of MooG  AHU

    Mal sehen, ob Yamaha seine Tradition fortsetzt und kleinere Modelle anbieten wird; sei es ein großer Reface oder eine Dual-Engine mit 4-6 Operatoren und AWM2. Vom DX7 gab’s ja auch jede Menge kleinere Ableger; mein Geldbeutel würde sich das sehr wünschen…

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    8 Bit Fighter  

    Wer auf Workstation Funktionen, Sequencer und Modulation-Matrix verzichten kann, dafür aber einen einfachen FM-Synthesizer ohne Menu sucht, kommt mit Studiologic Sledge black edition voll auf seine Kosten. Die Oszillator-Sektion bietet FM zwischen Oszillatoren 1&2 und 2&3. Außerdem stehen durch die Layer-Funktion 6 Oszillatoren zur Verfügung. Dank dem neuen Output klingt er fetter und feiner als die alte Version. Die Presets von Sledge sagen sehr wenig aus, man kann aber selber frei von Menus in wenigen Minuten sehr interessante sounds zaubern.

  12. Profilbild
    bugler  

    Ich denke, der Montage klingt in Sachen FM auch ähnlich dem PreenFM 2 mit Overclocked Firmware und hat auch den Punch, den ein DX7 MK2 mitbringt. Natürlich hat er zahlreiche Features mehr. Ich könnte auf die Brot-und-Butter-Sounds gut verzichten und fände einen puren FM-X-basierten Synthesizer von Yamaha einfach nur genial.

  13. Profilbild
    Thomas Columbo  

    Hab das Teil heute bekommen,und nach den ersten 2 Stunden in heimischer Umgebung wurden die partiell positiven Voreindrücke mehr als bestätigt. Man kann die Montage je nach eigener Perspektive als würdigen Motif Nachfolger, Stage Piano der Oberklasse nebst unzähligen Sounds, oder aber auch als Turbo FM SYNTHESIZER mit gigantischem Wave Content bezeichnen. Ich würde letzteres bevorzugen und Yamaha scheint dies auch zu tun. Jedenfalls ist es schon wohltuend, dass, wenn man die ersten Factory Presets abruft, nicht gleich komplette Arrangement/Songs um die Ohren gehauen bekommt, wie das bei der vorherigen Motif und Konsorten nervtötend der Fall war. Bei der Montage scheint das Ganze auch mehr als die Summe der Einzelteile zu sein. Die Performance Eingriffsmöglichkeiten sind dank des ominösen SUPERKNOBS hervorragend. Es gibt wohl auch keine andere Synthengine mit einer derartigen Dynamik wie FM, allerdings ist hier auch das Klangspektrum schon begrenzt. Daher möchte ich auch den Wave Content als Sounderweiterung nicht missen. Und nebenbei erspare ich mir auch für die nächsten Jahre den Kauf eines Stagepianos der Oberklasse. Mit den mehreren GB ist die Montage auch in diesem Bereich derzeit gut aufgestellt.

  14. Profilbild
    Flyer

    Ich besitze mein MONTAGE 6 vom Verkaufstart an und bin immer wieder überrascht, wie viel ich jeden Tag dazu lerne.
    Deshalb begrüsse ich Gerätetests wie diesen, die einen persönlichen Eindruck vermitteln. Sie geben einem oft einen neuen Blickwinkel auf das jeweilige Gerät und bereichern damit das Spielgefühl. Besonders die Klangbeispiele haben mir gefallen, die zum Nachspielen einladen.
    Ich bin ansonsten mit dem MONTAGE recht zufrieden, auch wenn sich einige Kritiken mit dem Testbericht decken.
    Als Ergänzung meines Tyros4, mit dem er per MIDI und Audio verbunden ist, ist er ideal.

  15. Profilbild
    THEXCEE  

    ich denke „DIE WORKSTATION IST TOT, LANG LEBE DIE WORKSTATION!“
    Gut täte jetzt eine Renaissance der „vielstimmigen multischichtigen high performance processor Hardware Kolosse“ in etwas Neues. zB in benannte FM Synthese – das aber in Reinform.
    „Mein“ F-M-ONSTER ;)
    oder schön wäre der Name „frequence modulated synthesis machine“.
    FM needs Hardware, bitte YAMAHA erhöre es!
    Ein Hardware Synth mit Zugänglichkeit an alle FM Parameter, und das in Echtzeit.
    Gekrönt mit einem hohen Anteil von Zufall und Chaos, FM bietet sich dafür ja im besonderen an.
    Wie sieht diese „schraub dich wahnsinnig Maschine“ also aus…
    2×6 multi-OP´s Multimode Synth mit 128 Stimmen…
    49 Tasten, Handräder aus Bakelit
    Metall gebürstet super edel Gehäuse
    klappbare Pultform ala WAVE
    und jetzt kommts… ;)
    mit einer Matrix von Bakelit MAKRO KNOBS
    mehrfach frei belegbar
    und einem zentralen Algorithmus Knob
    plus 3 Knob Typenreihen fest belegt mit Frequenz Level und Feedback
    alles garniert mit durchstepbaren Faderbänken für die Hüllkurven
    alles darf im Dunklen gerne leuchten…
    …etwas Geld würde ich noch drauflegen sollte ein Stepsequencer ala Beatstep-pro drin sein.
    ..Endpreis für so viel Hardware, ca 1650€.
    Aus mir spricht sicher kein Marktstratege, aber wohl ein Synthliebhaber.

  16. Profilbild
    Bernd-Michael Land  

    der Sound ist wirklich super, finde auch das Konzept gelungen.
    Was mich etwas stört, sind die fehlenden Presetnummern der Sounds, da muss ich immer in den Kategorien suchen.
    Außerdem ist das Dial total unergonomisch und flach versenkt, was ziemlich nervig ist, wenn man immer außen dreht statt in der Fingermulde. Da werde ich mir was draufpappen müssen.

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