Green Box: Yamaha DX9, DX21, DX27, DX100, FB01

3. März 2018

Die erste 4-Operatoren FM-Generation

Yamaha DX27

Vorwort der Redaktion

Mit der Ankündigung des ELEKTRON Digitone stieß ELEKTRON viele erfahrene User vor den Kopf. Der Neuling, ausgestattet mit der klassischen FM-Synthese, wird nämlich nur über 4 Operatoren verfügen statt über 6 oder mehr Operatoren wie z.B. die Flaggschiffe der Yamaha FM-Synthesizer (Yamaha DX7, Yamaha SY77 etc.)

4-OP-FM war so etwas wie die Budget-Liga der FM-Synthese und eröffnet deutlich weniger klangliche Möglichkeiten als ein FM-Sound mit 6 Operatoren. Allerdings muss man fairerweise auch klarstellen, dass es zahlreicher hervorragende FM-Klänge gibt, die gar keine 6 Operatoren benötigen. Darüber hinaus lässt sich ein 4-OP-FM-Synthesizer deutlich leichter programmieren als seine potenteren Geschwister.

In unserer heutigen GREEN BOX Folge möchten wir Ihnen Yamahas 4-OP Erstlinge vorstellen, die ab 1983 auf den Markt kamen. Erst fünf Jahre später, ein für die Synthesizer-Entwicklung langer Zyklus, folgte schließlich die Evolution zur zweiten Generation der 4-OP-FM von Yamaha … aber das ist eine andere Geschichte, die wir übrigens HIER erzählen.

Unser FM-Papst Klaus-Peter Rausch wird Ihnen nun die wichtigsten Vertreter der ersten 4-Operatoren-Generation vorstellen. Erwähnenswert dürfte noch sein, dass Yamaha NUR die 4-OP-FM auch an andere Hersteller wie z.B. Dr. Böhm (Böhm 12/24) oder Korg (Korg DS-8 und Korg 707) lizensierte. Offensichtlich wollte man sich auf keinen Fall für Königsklasse mit 6-OP-FM ernsthafte Konkurrenz etablieren.

Nach 4 FM-Specials folgt übrigens nächste Woche wieder ein Analog-Schatz, versprochen.
Ihr Peter Grandl

Als Yamaha 1983 seinen Meilenstein Yamaha DX7 präsentiert, gibt’s noch ein weiteres Instrument, das fast genau den gleichen Look hat.

yamaha-dx9-live-hands-on

Yamaha DX9

Er ist ebenfalls ein Digital Programmable Algorithm Synthesizer und der kleinere Bruder des späteren Bestsellers und er wird von Anfang an in dessen Schatten stehen, übrigens durchaus berechtigt. Während die richtig schicke FM-Klangerzeugung mit 6 Operatoren und 32 Algorithmen die Klangwelt ordentlich durchrüttelt, hat man dem Yamaha DX9 (Listenpreis 1983: DM 2.950,-) einen abgespeckten 4-OP FM-Generator mit nur 8 Algorithmen implantiert. Mit dieser Masche ist er der erste Vertreter einer längeren Liste weiterer 4-OP Instrumente, die in der Folgezeit auf den Markt kommen. Klanglich ist das eine enorme Einschränkung, auch wenn der Sound generell dem großen Bruder vom Grundcharakter her ähnlich ist. Zudem wird leider auf die Anschlagsdynamik verzichtet, was aber neben Realtime-Controllern bei FM-Synthese eigentlich ein wesentliches gestalterisches Element darstellt. Damit nicht genug, auch der interne Speicher für gerade mal 20 Presets ist ganz schön knapp geraten. Und anstelle der zum damaligen Zeitpunkt sehr fortschrittlichen RAM/ROM-Cartridge für weitere Klänge spendiert Yamaha stattdessen ein vergleichsweise unkomfortables Cassette-Tape-Interface.

Yamaha DX9 Advertisement

DX9 Werbung in USA

Auf der Habenseite ist nicht nur die aus damaliger Sicht passable 16-stimmige Polyphonie beheimatet auch die übrigen Features wie Breath Control, Foot Control und zwei Wheels werden geboten. Für Leute, die ohnehin mit der Programmierung von FM-Sounds auf Kriegsfuß stehen, ist die recht einfache Handhabung der wenigen Parameter durchaus ein Vorteil. Und da die Bedienführung angenehm simpel und logisch aufgebaut ist, kann man auch dann nicht viel falsch machen, wenn man lediglich aufs Zufallsprinzip setzt.

FM-Synthese ist Ihnen nicht so recht geläufig? Es gibt hier auf AMAZONA.de einen ausführlichen Artikel zu den Feinheiten der FM-Synthese. Einfach HIER klicken.

Standardsounds der Bereiche Bass, Gitarre, Chromatic Percussion, Orgel, Brass und andere sind in passabler Qualität drin, haben selbstredend stets digital-synthetischen Charakter. Genau wie beim Yamaha DX7 gibt’s ein gewisses Grundrauschen und Aliasing bei einigen Sounds, manche Leute stehen heute drauf. Die Verarbeitungsqualität ist bekanntermaßen einwandfrei, ein Yamaha DX9 ist genauso ein strapazierfähiger Tank wie der Yamaha DX7. Yamaha versucht mit diesem Einstieg in die 4-OP Klasse lediglich, das etwas weniger kaufkräftige Musikerklientel zu erreichen. Was mit dem DX9 weitgehend scheitert, die meisten am FM-Sound Interessierten sind seinerzeit durchaus bereit, ein paar Mark mehr dafür zu investieren. Also denkt man sich was Neues aus.

Yamaha DX21

Eine Weile später erscheint also der Yamaha DX21 auf der Bildfläche und natürlich ist es wieder der 4-OP FM-Chip, der dafür herhalten muss. Diesmal jedoch ist das Instrument mit DM 2.270,- (Listenpreis) nicht nur erheblich preiswerter, sondern auch weitaus kompakter geraten.

Yamaha DX21 Werbung

Man hat einfach die beiden Wheels oberhalb der untersten Tasten platziert. Zwar gibt’s nach wie vor keine anschlagsdynamische Tastatur, lediglich die Klangerzeugung kann via MIDI solche Daten verarbeiten, doch der Yamaha DX21 glänzt nun mit – noch selten in dieser Preisklasse – cleveren Features wie Layer und Split, obwohl die reduzierte Polyphonie mit nur 8 Stimmen dafür etwas knapp ist. Dem vorherigen Problem beim DX9, der einfach zu wenige Presets an Bord hat, begegnet man mit einem 4-ROM-Bank System, das insgesamt 128 Sounds bereitstellt. Einzige Einschränkung: Man muss die gewünschten Klänge ins 2 x 16 Presets RAM laden, um sie benutzen zu können. Neu hinzugekommen sind individuell programmierbare Functions, die so den Controller-Einsatz viel komfortabler gestalten.

Für alles zusammen gibt’s einen Performance-Speicher mit 32 Presets. Der Klangcharakter ist, verglichen mit den vorherigen DX Modellen, etwas ruppiger und weniger glasklar fein. Denen gegenüber jedoch gibt’s hier nun eine Unisono-Funktion für recht ansehnliche Leadsynths sowie einen Chorus-Effekt, wovon etwa Flächensounds profitieren. Gegenüber dem Vormodell Yamaha DX9 ist die klangliche Bandbreite deutlich vielfältiger und schon die Werkssounds sind gelungen. In Sachen Klangprogrammierung ist das System stark verschlankt worden, man kann das als eine Art Easy Edit betrachten. Auch sind kleine Gimmicks verwirklicht worden, der Pitch-Bender etwa erlaubt drei verschiedene Tonbeugungstypen und mit Dual Detune kann man die Sounds ein bisschen fetter klingen lassen.

Yamaha DX27 DX100 Prospekt

Yamaha DX27

Die vollends spartanisch aufgebaute Sparversion für nur DM 1.750,- (Listenpreis) heißt dann DX27, der mit eingebauten Speakern auch als Yamaha DX27S zu haben ist. Verzichtet wird hier unter anderem auf die Layer/Split-Option.

Yamaha DX100

Doch damit nicht genug, Shrink-to-Fit heißt die Devise und schon wird ein putziger Yamaha DX100 draus, der kleinste FM-Synthesizer dieser 4-OP Generation. Den man sich bei Bedarf mit Strap-On Buttons auch um die Schulter hängen kann, schließlich wiegt er gerade mal 2,7 kg. Das keilförmige Design ist richtig schick geraten, in ähnlicher Form findet sich das später auch beim hauseigenen Yamaha DX11, über den Sie hier mehr Details finden. Das 49er Keyboard des Yamaha DX100 lässt sich trotz kleiner Tasten durchaus ordentlich bespielen, Anschlagsdynamik gibt’s auch hier zwar keine, aber die Sound-Engine empfängt Velocity-Daten immerhin via MIDI. Kleines Extra: Zusätzlicher Batteriebetrieb erlaubt steckdosenunabhängig den Einsatz am Meeresstrand, im Stadtpark, Straßencafé, Flugzeug. Ebenfalls gelungen ist die Positionierung der beiden Wheels, die so stets griffgünstig erreichbar sind. Besonders bekannt wird der Kleine übrigens durch seine Bässe, die speziell für Hip Hop, House und Dance gerne genommen werden.

Yamaha FB01

Der eigentliche Hit dieser 4-OP Phase ist jedoch ein kleines und ziemlich unscheinbares Soundmodul: Yamaha FB01. Es ist 1986 der Smash Hit der Szene, denn der damals recht neue Trend Homerecording verlangt nach leistungsfähigen Klangerzeugern, die vor allem in der Lage sind, mehrere Sounds gleichzeitig wiederzugeben. Der MIDI-Multimode ermöglicht das, wodurch das Yamaha FB01 simultan bis zu 8 verschiedene Sounds abliefern kann. Eingeschränkt wird das lediglich durch die recht begrenzte Polyphonie von ebenfalls 8 Stimmen. Dennoch, die Leute stürzen sich drauf, denn der kleine Kasten kostet gerade mal sensationelle DM 885,- (Listenpreis).

Yamaha FB01 DX100 Zubehör Prospekt

Klanglich bietet das Yamaha FB01 nicht wirklich was Besonderes, es ist eher der recht simple 4-OP Sound, der aus den Audioausgängen kommt. Die Bedienungselemente sind auf das Nötigste beschränkt, ein paar Taster auf dem Frontpanel plus kleines LED-Display, das muss reichen. Doch die 240 Presets im ROM sind ganz gut gelungen und liefern den typischen FM-Sound der einfachen Art in genügend großer Bandbreite, zudem gibt’s 96 Speicherplätze für eigene. Zusätzliche Configurations für MIDI-Setups erleichtern die Handhabung. Am Soundmodul direkt lassen sich zwar keine eigenen Presets erstellen, jedoch gibt’s erschwingliche Computer-Software für solche Ambitionen.

3rd Party

Wer einen Commodore oder Atari Computer jener Ära hat, ist klar im Vorteil. Für die gibt es nämlich gleich mehrere Editoren und Soundmanager, mit denen sich komfortabel sowohl neue Sounds erstellen lassen, als auch den Datentransfer bequem gestalten kann.

Moebus FB01 Editor Screenshot

Moebus FB01 Editor Screenshot

Die Programme heißen Four OP Editor, DX21 Over, FB Patch und auch ganz schlicht DX21. Schon in den 80ern ist Cassette-Tape Datentransfer nämlich nicht wirklich beliebt, mit Computer-Software klappt’s einfach besser. Doch auch für Windows PCs ist so was zu haben, etwa das Open Source Programm FB01 Sound Editor. Um alte Programme heute noch zu ergattern, braucht es ein wenig Glück, manchmal ist so was beim Gebrauchtkauf als Zubehör mit dabei. Auch im Soundsektor tut sich was, zumindest seinerzeit. Das Patch-Buch 300 Voices for Yamaha 4-Operator Synthesizer von Derek Sebastian etwa, verlegt von Hal Leonard Publishing. Nenneswerte Anbieter für digitale Ware heißen Patch King und Kid Nepro sowie Moebus und Valhala.

Moebus Software Commodore DX9

Foto Credits: Theo Möbus

Gebrauchtpreise

Der Blick in die Syntacheles Liste zeigt es deutlich: Die Instrumente sind zu kleinsten Kursen zu bekommen. Als Orientierungshilfe hier der Stand Februar 2018, die Angaben sind stets gerundet.

  • Yamaha DX9: 70,- Euro
  • Yamaha DX21: 120,- Euro
  • Yamaha DX27: 120,- Euro
  • Yamaha DX100: 155,- Euro
  • Yamaha FB01: 70,- Euro

Ist noch ein Schwung Zubehör und Software dabei? Legen Sie einfach noch einen Zwanziger drauf.

Extra Fun

In der Linkliste finden Sie weitere Reviews und Sound-Demos. Und im Audio-Player können Sie ein Yamaha DX100 Tutorial aus dem Jahr 1986 in englischer Sprache hören, das im Original auf Audio-Cassette-Tape ist. Das erklärt die dürftige Klangqualität, das Tape hat immerhin über 30 Jahre auf dem Tacho.

Aftertouch Januar 1986: Workshop und Sounds für den DX100 Besitzer

Kauftipps

Diese erste 4-OP FM-Synthesizer Generation hat zwei Kultinstrumente hervorgebracht: Yamaha FB01 und Yamaha DX100. Bei Letzterem ist es neben Sounds wie Solid Bass und Konsorten sicherlich der irgendwie lässig-coole Look sowie die Optionen Batteriebetrieb und Strap-On, um diesen angenehm kompakten Synthesizer nebenbei als stylisches Umhänge-Keyboard zu benutzen. Die für diesen Zweck ergonomisch genau richtig platzierten Wheels setzen dem Spaß noch einen drauf. Auch für unterwegs eignet er sich, gibt ja auch einen Kopfhöreranschluss. Das Yamaha FB01 Soundmodul wiederum ist die einfache und praktische Möglichkeit, sich diesen etwas eigenwilligen 4-OP FM-Sound ins Studio zu holen. Der Platzbedarf dafür ist gering, das Teil passt in jeden noch so kleinen Winkel, und dank MIDI-Multimode ist das Yamaha FB01 überraschend vielseitig einsetzbar. Beide haben einen hübsch umfangreichen Soundvorrat an Bord, weitere lassen sich jederzeit via Computer laden. Auch zum Erlernen der FM-Synthese sind diese Instrumente ein gute Wahl. Hier stolpert man nicht über eine unüberschaubare Menge an Parametern und Hardware bedient sich auch anders als Computer-Software.

Dennoch, trotz einiger durchaus brauchbarer Eigenschaften, insgesamt nimmt diese erste 4-OP FM-Generation innerhalb der recht großen Yamaha DX-Familie wohl den letzten Rang ein und jegliches Attestieren irgendeines wirklich besonderen Kultstatus ist eher als Trostpreis zu verstehen. Aber wenn Sie auf Bässe stehen …

Klangbeispiele
Forum
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    Atarkid  AHU

    Die Möglichkeiten eines 4OP FM Synths mögen eingeschränkt sein, aber trotzdem sind die „kleinen“ Yamahas tolle Synthesizer.
    Nur wo man einen DX 100 oder FB 01 für 50€ bekommen soll, frag ich mich gerade ^^

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      SimonChiChi  AHU

      Auf eBay findet man einige FB01 von Händlern für ca. 100€. Aber das sind ausländische Händler und die pokern schon immer sehr hoch. Der Preis aus der Syntacheles-Liste ist hier allerdings auch vom September 2016 – und die Dinger werden echt ganz ganz selten versteigert. Ich habe meinen FB01 vor gut einem Jahr auf ebay ersteigert für 63€ plus Versand – also 70€.

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        Atarkid  AHU

        Für 70€ kann man echt nicht motzen! Für das was die Teile können, weit unter Wert. Da kann man nur gratulieren! :)

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      Tyrell  RED 31

      Ich habe die Preise leicht angepasst in der Syntacheles-Liste. Seltsamerweise gibt es da auch deutliche Ausreisser nach oben – zum Beispiel beim DX100.

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    lightman  AHU

    Gute Übersicht über die frühen 4ops. Die klangliche Bandbreite der Teile ist sehr groß, wenn man sich tiefer mit der Sache beschäftigt, hier sticht nach meiner Meinung vor allem der FB-01 raus. Die Patchkompatibilität zwischen den Synthvarianten ist nicht immer zu 100% gegeben, da bei manchen die Parameter bloß bis 100 gehen, bei anderen bis 127 (wenn ich mich richtig erinnere), kriegt man aber alles hin. Der DX100 ist auf dem Online-Gebrauchtmarkt leider ziemlich teuer geworden, was an seinem Detroit-„Kultstatus“ liegt, offline ist aber noch einiges möglich, auch FB-01s für ’nen Fuffi (oder noch weniger). Ich möchte die tollen 4ops jedem Musiker ans Herz legen, der sich für FM interessiert, aber mit dem DX7 Probleme bei der Programmierung hat, einen besseren Einstieg in die Yamaha-Version von FM kriegt man nur noch mit dem Reface DX, aber der ist halt wieder anderweitig eingeschränkt.
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    Die späteren 4ops gingen klanglich nochmal gut in die Breite, vor allem der TX81Z/TQ5/YS100/YS200/V50 mit seinen acht Wellenformen (Sinus + sieben weitere) pro Operator, damit kommt man zu Sounds, mit denen selbst der DX7 nicht mehr mithalten kann.
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    Ein Hoch auf diese wundervollen Yamaha-Synths, hoffentlich bleiben sie noch lange so erschwinglich, wie sie auch zum Zeitpunkt ihres Erscheinens waren! FM 4 DA PEOPLE!! :)

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        lightman  AHU

        Bin ich. Der FB-01 war mein erster Synth, den ich mir Ende der 80er kaufte, und hat mich durch alle musikalischen Stürme und Untiefen bis heute begleitet. Ich mag FM-Synthese und deren Sounds, da ist selbst mit einem kleinen Kistchen wie dem FB-01 unendlich viel mehr drin, als mit jedem kompakten Subtraktiven. Er kann auch schön, weich und seidig klingen, wenn man das mag, FM ist beileibe nicht nur auf Glocken, Metall und Effekte beschränkt. Ich bin Yamaha bis heute dankbar, daß ich mir damals einen richtig geilen Synth wie den FB-01 für so kleines Geld kaufen konnte, die Frage analog oder digital hat mich dabei noch nie interessiert, das ist sowieso eher was für Leute mit zuviel Freizeit. Zusammen mit einem Amiga mit Tracker und Digitizer konnte man da richtig was losmachen. Und was haben sie mich damals vollgeschwallert, welche „amtliche“ Kisten man für Techno oder sowas braucht… alles Käse, ich brauchte nur einen 4op und einen alten Computer! :)

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    vlkr  

    Ich hoffe Yamaha greift das Thema FM wieder mit nem vernüftigen neuen Synth auf.

    Das sie das noch können haben sie mit dem refaceDX bewiesen, der ist trotz aller Unzulänglichkeiten (Speicher, Modwheel) eine wirklich gut klingende Kiste.

    Das ganze jetzt in groß mit mehr OPs, Controllern und ner großen Tastatur für nen vernüftigen Preis würde sicherlich einige interessieren.

    Es gibt übrigens die Werkspreset für fast alle 4op FM Synths für den RefaceDX hier:

    http://ref.....nskeen.nl/

    kann nicht beurteilen wie exakt das jetzt wie auf den Orginalteilen klingt, aber ich hab seit Wochen meinen Spaß damit (es sind wirklich viele)

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      Tyrell  RED 31

      Ich würde mir einen MONTAGE Expander wünschen – aber ohne dem ganzen Schnickschnack – einfach nur FM und AWM – also ein Nachfolger des TG77 in aktueller Form.

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    phil_dr110  

    Eine wirklich schöne Serie über schöne Synthesizer. Ich war schon immer DX – Fan.
    Für Industrial, Noise, Techno und Ambient sind alle Modelle geeignet. Es kommt halt darauf an, eigene Sounds damit zu machen, und da gibts immer noch Überraschungen. Auch bei den 4OPs.

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    Son of MooG  AHU

    Lesenswerter Artikel, vielen Dank. Der DX100 war mein erster FM-Synth und hat mich eine ganze Weile begleitet. Mit der Zeit kam ich auch sehr gut mit der Bedienung klar und konnte zielgerichtet Sounds erstellen; auch an die Tastatur lernte ich mich zu gewöhnen. Als Anfang der 90er ausgerechnet mit dem Mirage meine erste anschlagsdynamische Tastatur kam, ging bei vielen Presets des DX100 nochmals die Sonne auf. Als ich dann unverschämt günstig einen TX81Z (samt RX15) ergatterte, verkaufte ich den DX100 für 300,-DM an einen Kollegen. Für den TX verwende ich allerdings einen Editor, da seine alten Taster nicht mehr so zuverlässig sind. Trotz hochwertigen Nord Piano-Samples spiele ich immer noch gerne mit den A-Pianos, die schon beim DX100 mit kaufentscheidend waren, und erst recht mit immer neuen SciFi- und FX-Sounds…

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    digital-synthologie  AHU

    FM ohne Anschlagsdynamik ist der größte Schwachsinn überhaupt. Was sich Yamaha dabei wohl gedacht hat?
    FM ist ja gerade für dynamische Klangänderungen geschaffen, und dann sowas wegzulassen…

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      Theo Möbus  

      Die meisten Analogsynthesizer kannten keine Anschlagdynamik, von daher konnten viele erst mal nichts mit dem Begriff anfangen, waren daher der Meinung, sowas nicht zu benötigen und griffen zum DX9, zumal man sich damit die Wartezeiten auf einen DX7 ersparte. In den Vorführungen 1984 (zwei Typen von Yamaha) u.a. bei PROSOUND in Koblenz klang auch der DX9 sowas von astrein. Bereits die Klangerzeugung des DX21 war dann mit Velocity ausgestattet, diese allerdings nicht über seine eigene Tastatur steuerbar, die war nämlich ohne. Auch irgendwie komisch.

      Übrigens gibt es meine 4-OP-Sounds von damals kostenlos zum runterladen hier: http://www.....tml#yamaha

      Übrigens Danke an Klaus für das Auffrischen der Erinnerungen.

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      k.rausch  RED

      Die Yamahas hatten sich was dabei gedacht, indem sie 2 Zielgruppen auf dem Schirm hatten: Die Pianisten und Synthfreaks, die viel mit Modulationen und damit auch Anschlagsdynamik was anfangen können, und außerdem diejenigen, die das nicht sind und plakative recht statische Sounds brauchen. Die eigenentwickelten Chips landeten in vielen Instrumenten und Geräten, auch Soundcards für Computer. Andererseits hat Yamaha die Musiker auch etwas überschätzt, denn Breath Control samt Wheels und Foot Controller gleichzeitig zu bedienen ist auch nicht jedermanns Sache und einige Ideen des Herstellers wurden, obwohl gut gemeint, nicht wirklich flächendeckend angenommen.

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        Son of MooG  AHU

        Anschlagdynamik war mir Mitte der 80er nicht so wichtig, zudem dachte ich, dies mit einem Volume-Pedal kompensieren zu können. Dynamische Tastaturen waren außerdem deutlich teurer und lagen außerhalb meiner Möglichkeiten. Dies war die dritte Gruppe; die, die sich sonst nichts Anderes leisten konnten. Ein Beispiel: Es gab ein toll klingendes D-Piano von Technics mit einer Non-Velocity-Tastatur, wodurch es konkurrenzlos günstig war. Ich weiß leider nicht mehr, ob es Velocity über MIDI verarbeiten konnte. Ein solches Piano hätte heute absolut keine Chance, egal, wie billig es sein mag, aber damals war es für Viele die einzige Gelegenheit, an Sample-basierte Piano-Sounds zu kommen. Wer wie ich von der Heimorgel und nicht vom Piano kam, wusste ja gar nicht, was ihr/ihm gefehlt hatte…

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    costello  RED

    Danke für das tolle DX-Special. FM ist wieder schwer im Kommen und das merkt man auch an den Preisen, die deutlich anziehen. Meinen Ur-DX-7 habe ich vor Jahren verschenkt (aber er blieb immerhin in der Familie); jetzt denke ich ernsthaft darüber nach, mir wieder einen zuzulegen. Aber vermutlich würde es heute doch eher ein DX-7 II.

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      k.rausch  RED

      Vielen Dank für diesen Eintrag, gerade experimentelle Musik und Klangästhetik abseits des Mainstream ist eine prima Ergänzung zum klischeehaften 80er/90er FM Sound.

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        lightman  AHU

        Jau… einen Euro in die Cheesy-Kasse für jede Verwendung des DX Rhodes!! :)
        .
        mikrokosmos, sehr inspirierende Sounds. gute Sache!

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      OscSync  

      Gefällt mir! Stimmungsvoll, und macht mir Laune, mal wieder meinen alten DX7 anzuschalten…..

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    Tolayon  

    Dieser erste 4-OP-Chip kam auch in einer Reihe von Portables zum Einsatz, von denen die höherwertigen sogar über eine Reihe von Echtzeit-Schiebereglern zur Beeinflussung des Klangs verfügten – ich kann mich da noch an Parameter wie „Spectrum“, „Brilliance“ und diverse Hüllkurven-Steuerungen erinnern.
    Leider hat man dafür sämtliche Pitch- und Modulationsräder weggelassen, so dass dieser als „Digital Synthesizer“ beschriftete Regler-Block am Ende doch kaum mehr konnte als die Bedienoberfläche der kleinen DXe. Und Anschlagdynamik war auch bei den damaligen PSRs und PSSs Fehlanzeige.

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    Maxi  

    Bin inzwischen stolzer Besitzer des Yamaha Reface DX. Besonders nett ist die Möglichkeit, Sounds via Soundmondo-Website auszutauschen. Allerdings frage ich mich: Kann man die Sounds der alten 4-OP-FM DX-Produkte (inzwischen) irgendwie importieren? Meines Wissens geht das leider nicht.

  10. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    So wie der Digitakt ein „kleiner“ AnalogRhythm/Octatrack ist/sein könnte, passt der 4-OP-Digitone doch sehr gut in die Idee ein kleiner FMFourtyEight oder DigiRhythm zu sein.
    .
    Mal so freifliegend vor sich hin assoziiert …
    .
    Besonders die Idee des FMFourtyEight gefällt mir gut. Mit vier 6-OP-FM-Synthesizern die 12-stimmig agieren, oder miteinander zu Layern oder Stimmenmonstern bis zu 48 Voices zusammengelegt werden können, und dem polyphonen Elektron-Sequenzer, den amtlichen Effekten …
    .
    Hach!

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