Test: Korg Kronos Music Workstation Teil 1

10. Juni 2011

Der Korg Oasys Nachfolger im Test

Vorwort:

Die Korg Kronos Serie erhielt im Laufe der bisherigen Produktionszeit von 8 Jahren zahlreiche Up-Dates und Faceliftings. Der hier vorliegende Basis-Test ist trotz allem als Grundlage sehr empfehlenswert, da er ausführlich in zwei Teilen, auf alles Module des Korg Kronos eingeht. Als weiterführende Lektüre empfehlen wir dann folgende Artikel (zeitlich chronologische Reihenfolge):

Das neues Workstation Flaggschiff Korg Kronos

NAMM Show 2011: Korg stellt erstmals die neue Kronos Music Workstationder Öffentlichkeit vor – und sorgt damit für reichlich Wirbel. Zwar ist ein gewisser PR-Hype um Neuheiten seit einigen Jahren eher der Normalität, doch im Falle Kronos hat es berechtigte Gründe.

Einerseits ist Korg klar einer der Pioniere auf dem Gebiet Keyboard Workstation und verfügt folglich über einen großen Erfahrungsschatz. Andererseits zählt Korg zu den sogenannten Großen Drei, die zusammen genommen einen wesentlichen Marktanteil halten und jeder für sich natürlich auch einem gewissen Erfolgsdruck ausgesetzt ist. Zwei Basisvoraussetzungen, die stets vielversprechende Ergebnisse erwarten lassen. Dieser zweiteilige Test soll dem Kronos also ordentlich zu Leibe rücken und herausfinden, ob hier tatsächlich ein künftiger Meilenstein der Musikinstrumentengeschichte vor uns steht. Auch in der Mitte des Geschehens gäbe es genügend Raum, nämlich für ein bodenständiges Arbeitspferd, das sich ohne Umschweife erschließen lässt und soviel Praxisnähe bietet, dass man den Kronos schätzen lernen kann, auch ohne ihn gleich als der Weisheit letzten Schluss bezeichnen zu müssen.

Ein bisschen berichtet über den Kronos haben wir ja schon, Sie erinnern sich wahrscheinlich an den NAMM 2011 Report und den vom Kronos VIP-Event in Scheveningen. So können Sie für diese Infos nochmal kurz hinklicken, und wenn Ihnen die beiden Artikel noch unbekannt sind, dann erst recht.

Original Kronos 2011

Schneller Überblick über den Korg Kronos

Der Kronos tritt mit außerordentlichen Vielzahl von Leistungsmerkmalen an, darunter mehrere Synthese-Technologien, Multi-Track-Recorder, Drum Machine, Arpeggiator, Karma Groove Arranger. Dazu kommt ein umfangreich ausgelegtes Handlingsystem, das als Zentrale in der Instrumentenmitte ein großes Touch Screen Display sowie links und rechts davon einen Schwung Taster und Schieberegler bereitstellt. Gleich mehrere Controller von X/Y-Joystick und Ribbon bis Foot Control sowie jede Menge Anschlüsse auf der Instrumentenrückseite runden die Ausstattung ab. Obendrein kann man sich den Kronos wahlweise mit 61, 73 und 88 Tasten kaufen, mehr dazu im Abschnitt Tastatur. Für unseren Test stand das 73er Modell bereit und abgesehen von Tastatur und damit auch der Gesamtgröße und Gewicht sind die Instrumentenvarianten identisch.

Die 9 Korg Kronos Engines:

  • SGX-1 Premium Piano
  • MDS EP-1 Electric Piano
  • CX-3 Tonewheel Organ
  • MS20 EX Legacy Analog Collection
  • Polysix EX Legacy Analog Collection
  • AL-1 Analog Synthesizer
  • MOD-7 Waveshaping VPM-Synthesizer
  • STR-1 Plucked String Synthesizer
  • HD-1 High Definition Synthesizer

Kronos Edition 2015 mit Holzseitenteilen

Erscheinungsbild und Bedienstruktur

Schwarz, schlank, schön – das charakterisiert sein äußeres Erscheinungsbild. Dominant ist das Farbdisplay platziert in der Mitte des Geschehens, und hübsch aufgeräumt wirkt die Anordnung all der Taster und Regler. Ein Instrument mit dem Prädikat Feature Monster sollte sich dem Musiker irgendwie auf entgegenkommende Weise an den Hals werfen, schließlich soll es ja keine Angst einjagen oder vorauseilend arbeitsintensiv wirken. Der durchaus elegante Look zeichnet sich durch Gradlinigkeit aus, schon rein geometrisch. Die Anordnung der Bedienelemente entspricht in etwa den bereits etablierten Konventionen einer Keyboard Workstation und scheint sich hinsichtlich erstem Eindruck mit „keep a lower profile“ positionieren zu wollen. Das ist schon eine recht souveräne Rüberkomme, was man von einem Pionier in Sachen Workstation aber auch erwarten darf. All das lässt den Schluss zu, dass herstellerseits der Fokus speziell auf den Bedürfnissen der hands-on Musiker liegt.

TouchView-Display Graphical User Interface

Bunt und informativ geht es zu im großen berührungsempfindlichen 8“-TFT Display mit 800 x 600 Pixel Auflösung. Positioniert mitten im Blickfeld ist das die Zentrale für sämtliche Informationen rund um das Geschehen im Kronos. Sie können sich hier je nach aktuellem Bedarf einen Überblick zu gewünschten Sektionen oder Features geben lassen und genauso Details zu einzelnen Parametern.

Mit Fingerdruck werden die angewählt, wobei der erforderliche Druckpunkt so eingestellt ist, dass ein versehentliches Drüberrutschen noch keine Funktion auslöst. Meistens jedenfalls, denn mir ist das im Testverlauf gelegentlich passiert. Man hat sich bei Organisation und optischer Gestaltung erkennbar eine Menge Mühe gegeben, denn tatsächlich ist selten ein Blick ins Manual nötig, um sich hier zurechtzufinden. Zudem gibt es eine extra Help-Funktion, die erklärend zur Seite stehen kann. Zwar ist die Helligkeit regelbar, der Neigungswinkel jedoch leider nicht verstellbar. Sobald die Sonne oder andere helle Lichtquellen ziemlich direkt draufscheinen können, erkennt man aus dem Blickwinkel des davor sitzenden Spielers unter Umständen nicht mehr viel im Display. Die Darstellung selber ist dagegen super! Alle Texte und Grafiken werden kontraststark dargestellt und bei den Sounds erscheinen sogar kleine Bild-Icons, die verdeutlichen, was gerade gespielt wird. Manche alpha-numerischen Angaben sind indes etwas arg klein geraten, finde ich. Andererseits sind all die Parameter, wo es um zielsichere Erfassung auch im etwas hektischen Bühnenalltag dreht, durchweg groß genug. Bei der Benutzerführung hat sich Korg für ein System mit Konventionen entschieden. So ähneln sich Seitenaufbau und Positionierung bestimmter Parameter und Funktionen häufig übergreifend.

Fader-Palette des Korg Kronos

Bedienelemente und Controller Ausstattung

Links und rechts neben dem Display finden wir eine große Anzahl an Knobs, Buttons, Slider, einige davon auch beleuchtet, um den Status aktiv/passiv darzustellen.

Verbaut wurden 10 Drehregler, 10 Slider, 79 Taster, 1 Data Entry Wheel sowie 2 Joysticks und 1 Ribbon. Obwohl diese Ausstattung als durchaus umfangreich bezeichnet werden kann, bleibt die Bedienoberfläche insgesamt angenehm übersichtlich. Allerdings sind speziell die Drehregler recht kleinformatig geraten. Das mag dem aufgeräumten Gesamteindruck zugute kommen, fordert dem Musiker jedoch eine gewisse Feinmotorik ab. Drehregler und Slider sind teils fest und teils variabel Parametern zugeordnet. Mit ihnen können Sounds editiert, KARMA-Funktionen eingestellt und kontrolliert sowie MIDI-Events ferngesteuert werden. Leider handelt es sich bei den Drehreglern nicht um Endlostypen. Die Slider sind erstmal auf der jeweils programmierten Position arretiert, das heißt ein unabsichtliches Berühren löst noch keine Änderung eines Parameterwertes aus. Slider und Drehregler haben auch Doppel- bzw. Mehrfachfunktionen, man muss die gewünschte jeweils anwählen. Der aktuelle Status der Kontrolleinrichtungen wird mit LEDs und leuchtenden Tastern angezeigt. Alles lässt sich parallel auch im Display beobachten. Da wir es also mit Mehrfachfunktionen zu tun haben, muss das Handling für das Controller System erlernt werden. Lesen Sie mehr dazu im Abschnitt Handling. Links neben dem Controllerfeld ist ein X/Y-Joystick positioniert.

Natürlich bietet der Kronos auch übliche Performance-Controller: Joystick für Pitch Bend und Modulationen, typischerweise etwa Vibrato und Filter-Wha, dazu ein nicht allzu groß geratener und berührungsempfindlicher Ribbon Controller sowie 2 Taster mit On/Off-Funktion für alternative Aufgaben, etwa das „Einfrieren“ eines aktuell eingegebenen Aftertouch-Wertes oder auch die zusätzliche Oktavierung eines Soundanteils, damit er insgesamt voller klingt. Mit Controllern ist die Sache damit nicht abgeschlossen, weitere kann man nämlich an die rückwärtigen Buchsen anschließen. Diese recht umfangreiche Controller-Bestückung ist ungemein hilfreich für die dynamische Gestaltung jeglicher Performance.

Wie das geht, demonstriert Korg auch mit einer weitgehend komplett gehaltenen Werksprogrammierung bei den Presets und Combinations. Da es für jeden Sound individuell zu machen ist, kann das zwar eine gewisse Einarbeitungszeit alleine fürs Kennenlernen bedeuten, bietet gleichzeitig aber auch die Option für eigene Konventionen. Ich etwa bevorzuge zum Beispiel einen Foot Switch für Rotary Speaker Speed Slow/Fast zu kontrollieren anstelle des Joysticks, wie es bei den Werks-Presets umgesetzt ist. Die Controller-Zuordnungen lassen sich beim Kronos also auf persönliche Vorlieben abstimmen, sowohl individuell als auch übergreifend mit eigener Konvention.

Sounds des Korg Kronos

Jetzt geht es ab in die Untiefen des Kronos. Ja, Sie lesen richtig, denn Korg hat ihm gleich 9 eigenständige Sound-Engines mit auf den Weg gegeben. Wieso kommt eigentlich ein Hersteller auf die Idee, so viele verschiedene Synthesen in ein Instrument zu packen? Jede hat ihre besonderen Stärken! OK, das erscheint sinnvoll. Nur will jede auch individuell verstanden und für sich erschlossen werden, denn sie rücken mit jeweils ganz eigenen Parametersätzen an. Korg aber liefert den Kronos schon ab Werk mit üppigen 1.800 Presets aus. Das sollte es jedem Musiker erlauben, sofort und mit individuell halbwegs passenden Sounds umgehend und ohne extra Lernkurve loslegen zu können. Der Kronos kennt verschiedene Preset-Typen: Program, Combination, Drum Kit. Dazu kommen Drum und Karma Patterns sowie die übergeordnete Set List. Beim Probespielen ist mir gleich das eine oder andere catchy Preset aufgefallen, speziell bei den Combis. Die sind aus mehreren Programs zusammengesetzt und bieten oft so eine Art „Jam-Pack“. Darunter sind Splitprogramme und Multi-Layers, die so schon die halbe Miete sind, werden aber noch gehörig aufgepeppt mit Rhythmuspatterns, Arpeggien, Controller Assignments für Ribbon, Switches und Joysticks und Modulationszinnober, den man mit den Drehreglern links zünden kann.

Korg Kronos SE Special Edition 2019

Schauen wir uns mal den mitgelieferten Soundcontent etwas genauer an. Der Sample Library Content ist zur Verwaltung in mehrere Packages aufgeteilt und liefert mit allen Basisinstrumenten von Grand Piano über Orgel, Plucked Instruments, Orchestrals und Synths so ziemlich die ganze Bandbreite, die man von einer Workstation erwarten kann. Viele davon sind in verschiedensten Varianten vorhanden, das erspart es, allein dafür selber Hand anlegen zu müssen. Die meisten davon sind auch gleich mit umfangreichen Controller Settings programmiert, selbst wenn man das beim einfachen auf die Tasten drücken gar nicht gleich bemerkt. Doch sobald Sie einen der dezidierten Taster aktivieren, erhalten Sie Oktav-Effekte, Arpeggien als Begleiteffekte oder Drum und Percussion Beats.

Wenn es einen Grundsound gibt, dann hat auch der Kronos einen. Meinem während der Testphase gewonnenen Eindruck nach klingt er insgesamt ausgewogen, was für multi-timbralen Einsatz perfekt ist und der Einstufung des Instruments als Workstation ziemlich treffsicher gerecht wird. Was er nicht hat, ist eine gewisse ungestüme Wuchtigkeit genau so wenig wie eine zaghafte Bravheit oder Überbrillanz. „Goldene Mitte“ dürfte seinen grundsätzlichen Klangcharakter wohl am besten beschreiben. Doch halt, wer sich mit den weiter unten genauer beschriebenen Engines befasst, wird feststellen, dass da unter der Haube auch noch ganz andere Facetten schlummern, Doctor Jekyll and Mr. Hyde lassen grüßen. Und was das ist, dürfte vor allem die Zukunft zeigen, denn das Potential ist erkennbar noch weitaus höher als mit den jetzigen Presets realisiert. Derzeit gibt es in Sachen Sample Content klare Highlights, das sind insbesondere alle Tasteninstrumente von Grand Pianos bis Orgeln sowie Gitarren und Bässe, ebenso die Drums und Percussions. Eine Idee weniger gelungen erscheinen mir die Streicherensembles und Brass Sections, die Ethnic Instruments Abteilung ist recht klein geraten und das gilt auch für Vintage Keys. Dennoch ist auch deren Niveau durchweg ziemlich weit oben anzusiedeln. Allerdings hat Korg bereits bei seiner Produktankündigung von der Kooperation mit Karo-Sound berichtet, und damit dürften etwaige Lücken gerade auf dem Orchestersektor in angesagter Klangqualität gefüllt werden. Auch kann jeder Kronos Besitzer selber Hand anlegen und die interne Festplatte mit eigens ausgesuchten Sample Librarys bestücken.

2019er Lackierung Sunburst

Der interne Content wird mit den Presets in sofort spielbaren Sounds dargeboten, und auch hier ist die durchweg hohe Qualität quer durch die Instrumentenkategorien und Stilrichtungen auffällig. Wenn es um Jam Sessions für sich alleine geht, bieten viele Combis Inspiration auf Anhieb zumindest für kleinen Songideen. Die Programs sind ebenfalls mit erkennbarer Kompetenz erstellt und dienen als spielbare Instrumente für den Sofortgebrauch. Überhaupt ist der mitgelieferte Soundcontent für immens viele Erforschungsstunden gut, schon nur 2 Minuten ausprobieren pro Preset macht bei 1.800 Stück immerhin 60 Stunden reine Spielzeit aus. Klangmäßig wird der Kronos also wohl frühestens in 1-2 Jahren so richtig belegt haben, was er wirklich alles draufhat. Das hat auch mit den Engines abseits des Sampleplayers zu tun, denn schon MOD-7 Waveshaping VPM-Synthesizer und STR-1 Plucked Strings Physical Modeling können getrost als Fass ohne Boden bezeichnet werden und welche Sounds aus denen herauskommen, hängt auch klar von Ihnen bzw. den Soundprogrammierern ab.

Für die dauerhafte Datensicherung gibt es die interne 2,5“ SSD-Festplatte mit 30 GB Speicherkapazität. Sie erlaubt auch Streaming, so dass richtig große Instrumentensamples gar nicht in ein RAM geladen werden müssen. Außer Korg bietet sowas bislang kein Hardwarehersteller. An Sampledaten werden werksseitig rund 15 GB mitgeliefert, somit stehen weitere 15 GB freier Speicherplatz bereit. Das mag auf den ersten Blick großzügig wirken, kommt aber auf die individuelle Nutzung an. Wer unbedingt sehr große Sample Librarys im Kronos einsetzen oder Audiodaten verwalten will, der dürfte sich über die Option freuen, einen CD-/DVD-Writer und USB-Festplatte anschließen zu können. Andererseits ist der Kronos klar ein Instrument mit extrem umfangreichen Sampleplayer-Features, um in klassischer old-school Methode auch „kleine“ Samples „groß“ klingen zu lassen. In diesem Licht betrachtet ist der freie Festplattenspeicherplatz schon wieder sehr großzügig.

Klangbeispiele
Forum
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    boa75

    schade hat Korg die MOSS- Klangerzeugung nicht auch eingepackt. …Hätte ihn mir dann grad gekauft :(

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      Tyrell  RED

      Denke MOSS steckt da überall drin. Was genau meinst du denn? Ich denke die Prophecy Sounds lassen sich damit mühelos erzeugen – sogar besser, auch wenn er zum Z1 oder Prophecy nicht kompatibel ist.

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        Rookie2

        Hallo Peter, mit Deiner Vermutung liegst Du nicht ganz richtig…
        MOSS im Prophecy und Z1 hatte diverse physikalische Brass/Reed-Modelle, Comb- und Resonant-Oszillatoren. Diese sind in Oasys und Kronos nicht mehr vorhanden. Insofern wird man diese Klänge dort nicht hinbekommen.
        Analoge Klänge und das String-Modell sollten in den neuen Modellen aber in der Tat besser sein.

        Gruß Guido

  2. Profilbild
    cosmic

    Danke für das schöne Review!

    2 Fragen:

    Im Korg-Forum tauchen Berichte auf, dass das Data Wheel sich leicht vom Gerät löst, weil es anscheinend nur mit beidseitigem Klebeband befestigt ist. Gab es da beim Test irgendwelche Probleme oder Erkenntnisse?

    Ich bin bei der Sampleverwaltung hinsichtlich Speicherverbrauch und Disk-Streaming etwas verwirrt. Einerseits wird gesagt, dass die Samples von Festplatte gestreamt werden, andererseits ist aber auch von einem Preload in den Ram-Speicher zu Beginn die Rede. Wie verhält sich das denn nun genau? Wenn ich selber mit dem Kronos Samples aufnehme und daraus dann ein Instrument „baue“ (mit der HD-1 Engine), werden diese Samples dann gestreamt oder müssen Sie komplett ins RAM geladen werden?

    LG
    Tobias

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      AMAZONA Archiv

      Das Data Entry Wheel beim Testgerät ist einwandfrei montiert und funktioniert bislang tadellos, also kein Anlass für Beanstandung.

      Was das Sample Data Handling betrifft, empfehle ich die Abschnitte „Open Sampling System“ und „Bedienung“ im zweiten Teil des Tests anzuschauen.

        • Avatar
          AMAZONA Archiv

          Hi Axel, neben der MDS EP-1 Electric Piano Engine hat der Kronos, wie hier im Test beschrieben, auch E-Piano Samples im EX-ROM. Man kommt also in den Genuss beider Technologien, und obendrein lassen sich ja noch weitere E-Piano Samples via USB und CD-R laden. Der Vorteil des Modeling liegt auf der Hand: Stufenlose Dynamik, Kontrolle über Klangstäbe, mechanische Geräuschelemente, bestimmte typische Bodentretereffekte einfügen usw. Gibt’s aber z.B. ein Rhodes, das mir gefällt wie es ist, dann kann ich es direkt absampeln und auf der internen Festplatte speichern. Der Kronos kann also beides.

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    Bogie

    Ich vermisse Pitch und Modulation Wheel (und ggf. Wheel 2), ein Muss für alte Minimoog-DX7-SY99-Hasen!

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    Max Lorenz  RED

    Toller Artikel, aber die GRAUENVOLLE Sampleverwaltung bleibt die Achillesferse und wurde leider 1:1 übernommen vom KORG OASYS. Der KRONOS lädt einzelne Sounds – nach Auskunft vom KORG Service – tatsächlich NUR GETRENNT von seinen Samples. Da der Sound nach dem Laden z.B. auf Sample Nummer 11 bis 18 zugreift, die nun separat geladenen Samples aber auf 31 bis 40 liegen, muss man die Samples erneut manuell zuweisen. Im Jahr 2011 FÜR MICH EINE ABSOLUTE KATASTROPHE!!!! Auch lasen sich einzelne Sounds nicht gemeinsam mit den Samples abspeichern, sondern wiederum nur als Bank. Die Notlösung wäre ein Softwareeditor der das kann und beim Verschieben von Sounds die Samples gleich mitverschiebt und dide Verknüpfungen erhält. Ich wage aber zu bezweifeln das es dieses Feature geben wird.

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    tompisa

    Wenn die Sampleverwaltung derart ist wie Max Lorenz beschreibt, dann wäre das in der Tat eine Katastrophe. Ich bin gespannt wie sich das Gerät im Laden gegen die aktuelle Yamaha Workstation schlägt. Die Klangbeispiele hören sich in meinen Ohren überkomprimiert und sehr soft an. Das Grundklangbild hat mich sofort an meine Triton erinnert.Die theoretischen Werte des Korgs klingen zwar imposant, mitnichten jedoch die Sounds , die hier eingestellt worden sind.

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      filterfunk  

      Was soll denn der MOFIF gegen den KRONOS entgegensetzen? Aus klanglicher Sicht – außer dem edlen, und kräfigen Grundsound – sicherlich nichts. Schon ein MICROKORG ist dem MOTIF in der Qualität von Synthesesounds weit überlegen…
      Yamaha hat den rechten Pfad der Synthese längst verlassen, nur hatte es bisher niemand so richtig bemerkt, da die Workstation-Konkurrenz auch haupsächlich auf das Sample-Pferd setzte. Und jetzt kommt der KRONOS mit der vollen Synthese-Breitseite – recht so!
      Obwohl ich Yamaha- Fan bin, und den KRONOS recht häßlich und bieder finde, so ist er doch ein „must-have“. Alleine schon wegen der Möglichkeit, die DX/SY- Library einzubinden….
      Ein Jammer, dass das Teil langfristig nicht lieferbar ist. „Lieferschwierigkeiten wegen des Tsunami“ ist doch offensichtlich fadenscheinig. Was ist da los?

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        olduser  

        Kronos ist unschlagbar im Moment. Wenn man sich in die Bedienung einarbeitet ist es schier endlos an Möglichkeiten. 1500 Seiten Anleitung. 32 er Stepsequencer, Arpegiator(Polysixmodul) und Karma. Die Bedienung ist klasse, wenn man sich von der IPAD-Vorstellung löst. Das Korg nun so schlecht liefert, übertrifft so gar Apple;-):Ansonsten ist der Kronos otisch eher zeitlos, was mir gefällt. Die E-Pianos und auch die Flügel, Synthsound Modulationsmöglichkeiten, genial, solange man nicht hyperschnelle LFO s braucht , ein wirlich tolles Teil zum akzeptabel im Preis. Korg wird die anderen Sachen schon richten.Klanglich finde ich ihn bombig, die Vielfalt macht halt viel aus.

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    Alex_KIDD

    Sehr schöner Bericht, sehr informativ

    wenn ich das richtig gelesen habe ist wohl
    auch die Wavestation komplett mit emuliert worden?

    mfG

  7. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich habe heute bei Just Music in München den Kronos angespielt. Was soll ich sagen. Fantastische Klangqualtät. Sogar die ganzen Waves, incl der VS-Waves, der Wavestation sind dabei.
    61 Tastenversion für 3000 Euronen. Ist ne Überlegung wirklich wert.
    Ah. Was a bisserl nervt ist der Piep beim Touchscreen. :-)

  8. Profilbild
    olduser  

    Seit gestern die 73Version ergattert, und bin erstmal erschlagen ob der Möglichkeiten, klingt teuer, allerdings auch a bisserl glatt poliert, aber viel zu früh um wirklich ein Urteil abgeben zu können. Korg hat wiedermal die Latte höher gehängt. Die Rhodesemulationen gefallen mir sehr gut and so much more,glaube kaum das ich den zurückgebe…..

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      Tyrell  RED

      Beides ist korrekt. Weiter unten findest Du eine ausführliche Antwort auf diese Frage vom Autor.

  9. Profilbild
    80salive  

    Also endlich seit drei Monaten auch Besitzer vom Kronos… Ich bin seit einigen „Workstationsgenerationen“ schon bei Korg und das ist schon der Hammer und bisher das Beste vom Besten… Jedoch ich glaube Moss war wirklich ein „Highlight“ ich kriege mit dem Kronos nicht den Druck in die Analogen Sounds wie mit dem Mossboard von meinem Good Old Trinity V3.

    Schade diese Option hätte ich auch sofort mit eingebaut!!!

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