Test: Korg Kronos Music Workstation Teil 2

15. Juni 2011

Monster Test Teil 2

Vorwort:

Die Korg Kronos Serie erhielt im Laufe der bisherigen Produktionszeit von 8 Jahren zahlreiche Up-Dates und Faceliftings. Der hier vorliegende Basis-Test ist trotz allem als Grundlage sehr empfehlenswert, da er ausführlich in zwei Teilen, auf alles Module des Korg Kronos eingeht. Als weiterführende Lektüre empfehlen wir dann folgende Artikel (zeitlich chronologische Reihenfolge):

Hier nun der zweite Teil unseres Tests Korg Kronos Music Workstation. Am Ende des ersten Teiles ging es um die Sound Engines. Teil 1 finden Sie HIER. Und weiter geht es nun mit

KARMA

Kay Algorithmic Real-time Music Architecture

Vor einigen Jahren kam Korg mit dem KARMA an. Das ist ein etwas eigenwilliger Synthesizer, der oberflächlich betrachtet fast von selbst grooven kann. Das stimmt so nicht ganz, denn es handelt sich bei den groovenden Elementen vor allem um Arpeggien, Phrasen, Licks. KARMA ist eine auf Algorithmen basierende Technologie, die auf der Tastatur gespielte Einzelnoten und Akkorde in Echtzeit in solche Grooves verwandelt. Im Ergebnis ähnelt das entfernt der Begleitautomatik eines Portable Keyboards. Mehr Details dazu finden Sie auf der Website des Entwicklers Stephen Kay hier http://www.karma-lab.com . Im Kronos wurde eine fortgeschrittene KARMA Version verbaut, die auch Wavesequences, Note Mappings und 8 Szenen pro Layer unterstützt.

Korg Kronos Erstausgabe 2011

Phrasen und Patterns werden anhand eines General Effects erzeugt und einem KARMA-Modul zugeordnet. Bis zu 4 solcher Module können innerhalb einer Combination gleichzeitig eingesetzt werden, bei den Programs dagegen nur eins. So ein General Effect hat über 200 Parameter, und 32 davon sind als Realtime Parameter via Slider und Taster veränderbar. Glücklicherweise gibt es bei den General Effects herstellerseits voreingestellte Vereinheitlichungen, die diesen RTC Models zugeordnet sind, und man unterscheidet dabei zum Beispiel zwischen Drum/Percussion, Bass/Lead, Wave Sequence usw. Das KARMA-System ist extrem umfangreich und flexibel zugleich, und Details wie Tap Tempo, Definition von Tastaturzonen, Controller-Zuordnungen sind obligatorisch. Im Kronos haben wir buchstäblich auf Knopfdruck das Vergnügen, die KARMA Features zum eigenen Vorteil einzusetzen. Es sind nämlich bereits zahlreiche Combis mit KARMA Grooves ausgestattet, und das sind dann perfekt-spielfertige Grundlagen für Jam Sessions ganz alleine, Unterfüttern eines ersten Songgerüstes oder Verzaubern mit perligen Arpeggien als diffuser Hintergrund, um die eine Flauschfläche ergänzt ist.

Harmonisch oft auf Anhieb passend, doch selbstverständlich liegt das an Details, ob das auch im individuellen Song hinhaut. Insofern ist KARMA sowohl schnelle Begleitung mit Bass- und Akkordmustern, kann Sounds mit klanglichen Raffinessen aufhübschen – und das universell als Jam-Session-Partner oder auch gezielt für Songverfeinerung und Detailarbeit herhalten. Apropos Song: KARMA-Module können auch im Sequencer Mode verwendet werden und auch hier maximal 4 gleichzeitig. Das ist praktisch, denn so haben Sie jederzeit die Kontrolle über Einzelinstrument wie Drums oder Bass auch im Song Mode. Für den Kronos wurde eine spezielle KARMA Version entwickelt, die hinsichtlich der Features auf das Instrument zugeschnitten wurde. Mitgeliefert werden über 2.000 Effekt-Presetsm, und ein freier Speicher für über 1.500 stehen in der User Bank zur Verfügung. Kronos Besitzer haben darüber hinaus noch die Option, eine Zusatzsoftware zu erwerben, die viele weitere Features anbietet. KARMA zählt zu den Kronos Features, die wir uns bei passender Gelegenheit noch genauer anschauen und Ihnen davon berichten werden.

 

Drum Kits und Tracks

Drums können in Drum Kits organisiert werden, der Kronos rückt werksseitig auch gleich mit 161 davon an. Im Kronos findet das im Global Mode statt. Außer den General-MIDI-Kits sind die auch editierbar und können jegliche Samples beherbergen, also auch coole Effekte, Vocals usw. Die Möglichkeiten der Editierung gehen weit und stellen z.B. auch Filterfunktionen bereit. In übersichtlichen Menüdarstellungen auf mehreren immer klar bezeichneten Unterseiten lässt sich das recht komfortabel managen. Das erlaubt es, detailgenau, etwa einem einzelnen Sound einen bestimmten Insert-Effekt, zuzuordnen oder eben nicht. Selbst Drum-Kit-Stacks gehen, wofür es extra Double Drum Programs gibt.

Doch es wird noch mehr geboten: die Drum Machine im Kronos. Hier können Patterns und Songs erstellt werden, und die Basisrhythmen im Kronos wurden von keinem geringeren als Ricky Lawson kreiert. Hunderte von sofort einsetzbaren Beats – wie geil ist das denn! Ob als Metronom-Ersatz, Basis für einen Song oder auch alternative Sequencer-Figur mit abgefahrenen perkussiven Sounds, der Kronos liefert das fast als unscheinbares Nebenprodukt, und natürlich ist es das gar nicht. Im Gegenteil, wir haben es mit einer fortschrittlichen Drum Machine zu tun, die sogar per simpler Verlinkung mit KARMA synchronisierbar ist. Der Kronos offeriert überdies eine extra „Auto Song Setup Funktion“, womit sich ein gelungener Beat unmittelbar in einen Song im Sequencer integrieren lässt. Und wenn Sie den Kronos gerade „nur“ im Program Mode benutzen, dann können Sie dem Drum Beat selbst da einen eigenen Mixerkanal samt EQ und Effektwegen verpassen.

Zusätzlich zu den reichlich vorhandenen Werkspresets können eigene Drum Tracks erstellt und in einer User Bank mit 1.000 Speicherplätzen gesichert werden. Wie auch an anderen Stellen hat Korg dem Kronos die typische Live-Tauglichkeit auch für die Drum Tracks mit auf den Weg gegeben. Das zeigt sich an Details wie der Start-Funktion, die ganz nach Bedarf etwa auf das Anschlagen einer Taste wartet und damit zu einem beliebigen Zeitpunkt and dann aber auch timinggenau loslegen kann. Der zentrale Tempo-Regler auf der rechten Seite des Bedienfeldes blinkt stets in der voreingestellten BPM und erlaubt jederzeit eine Korrektur. Auch Tap Tempo ist erlaubt, wobei je nach Einstellung der Clock-Synchronisation sich alles nach dem Kronos oder eben externen Steuerungssystemen richten kann. Zudem kann die Drum Machine beliebig eingesetzt werden, zum Beispiel also sowohl im Program als auch dem Combi Mode.

Open Sampling System

Ganz gleich welcher Kronos Mode gerade angewählt ist – also Program, Combi oder Sequencer – Sie können stets externe Audiosignale einspeisen und diese alleine für sich oder auch zusammen mit dem Ausgangssignal sampeln. Dazu bietet der Kronos neben den analogen Inputs sowohl S/PDIF als auch USB-Eingänge an. Egal ob mono oder stereo, analoges oder digitales Signal, es wird in 48 kHz/16 Bit gesampelt. Falls Sie auf die interne Festplatte sampeln, können Sie auch 24 Bit wählen. Werksseitig ist ein RAM-Speicher mit 2 GB Kapazität vorhanden, der Kronos wandelt ins RAM geladene Samples direkt nach 16 Bit.

Korg Kronos Sampling Mode

Der maximal mögliche Speicherausbau ausgedrückt in MB oder GB ist derzeit noch ungeklärt, numerisches Limit aber sind 4.000 Samples. Sobald das Sample im Kasten ist, kann es nach Herzenslust bearbeitet werden. Dazu finden sich im Kronos Schneidewerkzeuge sowie Time Stretch und Slice. Gespeichert wird wahlweise im WAV- oder AIFF-Format, importiert werden können diese Formate natürlich auch und darüber hinaus sowohl SoundFont 2.0 als auch Akai S1000 und S3000. Letzteres geht nur mit angeschlossenem USB/CD-Laufwerk, bietet aber immerhin neben den Samples auch Program-Import. Zumindest soll es das, ich konnte es nicht ausprobieren. Selbst die internen Effekte können die an Audio-in anliegenden Signale bereichern, genau wie EXi-Synthesefunktionen, und all das auch in Kombination. Sobald ein Sample im RAM ist, kann es als Drum Kit oder Multisample fungieren und als HD-1 Program oder Wavesequence gespeichert werden. Ähnlich wie bei KARMA sind die Möglichkeiten im Sample Mode enorm, und auch diesen Aspekt werden wir bei Amazona.de an anderer Stelle noch genau beleuchten.

Effect Processors

Korg hat dem Kronos 16 Effektprozessoren hoher Qualität spendiert. Organisiert werden sie als Insert-, Master- und Total-Effekte. Im Gegensatz zu den beiden letztgenannten sind Insert-Effekte für individuelle Zwecke gedacht, dazu zählen einzelne Sounds und Timbres. Insgesamt haben wir es mit 185 verschiedenen Effekt-Algorithmen zu tun, und die lange Liste enthält so ziemlich alles von hoch auflösendem Hall über Chorus bis Amp-Simulationen. Auch je einen fürs Feinpolieren gedachten 3-Band-EQ pro Timbre und Sequencer-Spur hat Korg nicht vergessen.

Korg Kronos Effekt-Mode

Die Effekte lassen sich natürlich detailliert editieren, je nach Typ mit bis zu 72 Parametern, und diese sind obendrein modulierbar. Ohne jede Einschränkung können Sie die Effekte miteinander kombinieren, sie berücksichtigen gleichzeitig das Smooth Sound Transition System, und all das wird ansonsten lediglich begrenzt durch die jeweils erforderliche Rechenleistung. Korg hat auch ein eigenes Resonant Structure and Electronic Circuit Modeling System dafür erfunden, und das hört man. Nicht nur das Herstellungsmaterial der Instrumente wird dabei berücksichtigt, sondern auch Beschaffenheiten wie Resonanzhölzer, Mikrofonierung, der Einsatz von Röhren und Transistoren und vieles mehr. Wenn Sie sich einen persönlichen Eindruck verschaffen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Hall-Algorithmen als Ausgangsbasis. Korg hat erkannt, dass ein „richtig guter Hall“ entscheidend prägend ist für den initialen Klangeindruck und hat dem Kronos entsprechende Algorithmen mit auf den Weg gegeben. Das soll nicht missverstanden werden, als dass man damit billige Sounds teuer klingen lassen kann.

Zwar ist da was dran, aber es geht in Wahrheit darum, sorgsam erzeugte Klänge auch in optimaler Weise darzustellen. Natürlich gibt es dazu auch passende Verschaltungsoptionen von Insert bis Master sowie eigene EQs. Beim Kronos unterscheiden wir lediglich ein bisschen hinsichtlich der Sektionen, wo die Effekte eingesetzt werden, und das funktioniert bei einem Program Preset etwas anders als bei den Combinations, Songs und Sampling und bedient selbstverständlich auch das Output-Routing. Es stehen auch eigene Effekt-Speicher bereit, um Ihre Kreationen dauerhaft zu sichern und je nach Bedarf einfach aufzurufen. Pro Effekt-Typ gibt es bis zu 16 User Presets und 15 überschreibbare Factory Presets.

Klangbeispiele
Forum
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    beauty

    Hallo an das Amazona Team und alle User,

    wirklich ein feiner Bericht zum Kronos.

    Allerdings warum wurde verschwiegen,
    dass der Kronos einen Lüfter eingebaut hat.

    Für Livemusiker ist das sicher kein Thema.

    Aber in einem Wohnraum kann ein Lüfter „der mit der Zeit durch Mechanischen Verschleiß immer lauter wird“ schnell auf die Nerven gehen.

    Ich finde zumindest ein Hinweis wäre angebracht gewesen.

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      AMAZONA Archiv

      Ein Lüftergeräusch oder welche von der internen Festplatte habe ich nichtmal wahrgenommen, so leise werkelt das vor sich hin. Das Instrument ist trotz täglich stundenlangem Betrieb auch niemals an irgendeiner Stelle heiß geworden.

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          AMAZONA Archiv

          Dieser Hinweis gehört eigentlich dem Leser Herrn beauty gepostet.

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          beauty

          Hallo medusaland,

          das ist falsch, der Kronos hat sehr wohl einen
          Lüfter eingebaut. Im US Forum von Korg wurde
          dies auch bestätigt und es haben auch schon User Probleme mit hörbaren/lauten Lüftern.

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            AMAZONA Archiv

            In der Tat gibt es einen Lüfter, wie ich nun recherchiert habe. Und es gibt auch im korgforums.com Beiträge, wo in Einzelfällen von Geräuschentwicklung berichtet wird. Angaben anonymer Forumteilnehmer sind mit Vorbehalt zu bewerten, wir werden das jedenfalls hier vor Ort überprüfen und die Ergebnisse veröffentlichen.

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              olduser  

              Der Lüfter oder die SSD sind in meinem Gerät sehr laut, auch die Tastatur ist in meinem 73er nicht in Ordnung, ein Tausch kann erts im Januar 2011 vollzogen werden , vorher ist Kronos nicht lieferbar.
              Trotzallem ein Megateil, kein Vergleich mit der fusion 8 HD oder einem Motif es. Der Kronos sit schon sein Geld wert, sehr inspirierend.

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                AMAZONA Archiv

                Das Testgerät war ein 73er, ein Lüftergeräusch nicht hörbar. Dagegen kam nun ein 61er, dessen Lüfter ist zu hören. Allerdings so leise, dass es nur dann wahrzunehmen ist, wenn auf dem Kronos nicht gespielt wird und man in unmittelbarer Nähe des Instrumentes ist.

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                  changeling  AHU

                  Also ist es dann ähnlich wie beim Fusion, dass die größeren Versionen besser sind?
                  Da gab es bei der 61er Version ja zunächst Netzteilprobleme (wurde sehr heiß), die durch Austausch/Modifizierung im Rahmen der Garantie behoben werden konnten.

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                    AMAZONA Archiv

                    In der Zwischenzeit hatte ich als Testinstrumente die Modelle 61, 73 und 88 hier. Zwischenergebnis: Es lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt keine wirkliche Regel in Sachen Geräuschemission des Lüfters erkennen. Dieser Aspekt ist also noch im Langzeittest. Erinnert hatte mich das Thema ebenfalls an den Alesis Fusion, bei dem sich die gelegentlich starke Hitzeentwicklung im Instrumenteninneren vorwiegend auf das 61er Modell bezieht. Was jedoch nicht heißt, dass es dadurch zu Problemen hinsichtlich Betriebssicherheit kommen muss. Der Lüfter hatte sich nur beim 61er Kronos überhaupt bemerkbar gemacht, übrigens allenfalls bei extremer CPU-Belastung während exzessiven Spielens, jedoch nie im „Leerlauf“. Zudem alles andere als besonders laut verglichen mit anderen Geräuschquellen im Studioraum. Wen generell Nebengeräusche bei der Arbeit stören, der sollte schon genau hinhören, ob sein Kronos lauter als gewünscht lüftet. Und eventuell einen superleisen Low Noise Lüfter einbauen lassen, einfach um sich was Gutes zu tun.

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              Tyrell  RED 1

              Auch wenn es schon alt ist. Manche Kronos haben wirklich einen sehr lauten Lüfter. Wir haben unseren Doc Analog einen Korg komplett umrüsten lassen, damit das Lüftergeräusch nciht mehr zu hören ist: http://www.....rg-kronos/

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    AMAZONA Archiv

    Tolles Gerät, keine Frage.
    Was für mich ein absolutes no go ist, ist die Aufstartzeit von zwei Minuten. Auch wenn sie durch Einstellung noch minimiert werden kann.

    Genau aus diesem Grund hab ich vor einem halben Jahr mein M3 verkauft. Wenn ich nur 5 Minuten zum Üben habe will ich nicht 2 davon mit warten verbringen.

    Ich bin jetzt auf Software umgestiegen, das Aufstarten meines Macs dauert 20 Sekunden…

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      AMAZONA Archiv

      Mein Macbook benötigt zum start- und spielbereit sein mit Logic plus Instrumente 1 Minute 50. Die gegenüber Kronos gesparten 20 Sekunden reichen für’s Bier aus dem Eisschrank holen. Ein klares Plus bzw. Pils :-)

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        AMAZONA Archiv

        Endlich einer der Prioritäten zu setzen weiss:)

        Und mit dem gesparten Geld reicht es
        noch prima für ne SSD mit deren Hilfe noch mehr Zeit fürs Pilsholen bleibt…

        Na dann Prost!

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    ukm  

    „ungewöhnlich hohes Niveau bei den Factory Presets“

    Das wäre in der Tat höchst ungewöhnlich.

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      AMAZONA Archiv

      Um sich selbst davon einen Eindruck zu verschaffen, habe ich das gemacht, was viele beim Ausprobieren tun: Einfach die Presets eins nach dem anderen angespielt. Du erkennst das an den fortlaufenden Nummern der Audiotracks. Ich hätte auch jedes nacheinander nehmen können, nur ist mir nicht immer dazu was musikalisches eingefallen. Da wir hier nur maximal 20 Audios reinstellen können, hab ich sogar noch eins über und musste mitten in der zweiten Bank Schluss machen. Der hat aber noch mehr Bänke parat. Meiner Erfahrung nach sind bei einem Neuinstrument vielleicht 10% Factory Presets so richtig cool, beim Kronos ist die Quote weit höher. Einzige Einschränkung für dieses Statement: Subjektiver Geschmack, wenn etwa eine etwas schmalbandige Stilistik verfolgt wird. Unabhängig vom Klang selber gibt es noch andere Kritieren für Qualitätspresets, etwa umfangreiches Controllerprogramming etc. Auch da ist der Kronos vorbildlich ausgestattet.

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        ukm  

        Ich glaub’s Dir schon. Du hast ja auch genügend Erfahrung.
        Trifft das auch auf die Synth-Sounds zu, wenn man berücksichtigt, dass so ein All-In-One-Tool dann auch die klassischen Soundtypen (Moog, Oberheim, Prophet, FM/PM etc.) überzeugend bringen müsste?

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          AMAZONA Archiv

          Einige gelungene Synthsounds sind schon in Presets gegossen worden, ein bisschen was davon hört man in den Audios. Ich hab auch extra live am Filter gedreht, damit man einen schnellen Soforteindruck bekommt. Dennoch ist das auch für mich noch nicht abzuschätzen, was da genau geht. Dem Plucked Model traue ich extrem viel zu, dem MOD7 auch, bei AL1 und HD1 Synthfeatures braucht es aber noch den Blick mit der Lupe, auch Mixe mit MS20 plus MOD7 und dergleichen. In Bälde mehr und dann mit Hand und Fuß :-)

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    clipnotic

    also ich find den Test super, das ist so ziemlich der mit der umfangreichsten Information bisher, die ich bis jetzt, außer viel Hype, über den Kronos gefunden habe! Und so wie sich das liest, wird da ja noch ein detailierterer Test folgen. Und da dacht ich mir, ich schreib halt jetzt schon mal vorab ein paar Fragen hier rein, die ich hätte, vielleicht könnt Ihr ja was dazu sagen im nächsten Test? :-):

    1. Kronos Drum machine

    Ist das im Prinzip als einzelnes Programm zu verstehen, welches man dann wie ein Plugin einfach auf eine der 16 Midispuren legt? Also 1 komplettes Drumkit = 1 Midispur?

    Lässt sich ein komplettes Drum Machine Pattern auch mit dem Pitchbend oder nem anderen Controller ansteuern und diese Pitchmodulation auch im Sequenzer aufnehmen? Ich steh auf sowas :-) Also ich mein jetzt nicht mit Effekten modulieren sondern einfach nur in der Tönhöhe modulieren!

    2. Automationen / Modulationslinien

    Also das ist so für mich DAS Kritierum für ne aktuelle DAW. Zum Beispiel möchte ich ganz primitiv ein Instrument mitten im Song etwas ein- oder ausfaden. In den meisten DAWs malt man primitv ausgedrückt im Prinzip nen gewinkelten Strich in die Spur und kann dann noch die Neigung dieser Linien nachziehen …

    Wie ist sowas beim Kronos geregelt? Ist sowas in der Art oder gar besser / einfacher auch möglich oder muss man hier derartiges mit Reglern „manuell“ aufzeichnen?

    Das ist jetzt vielleicht etwas doof gefragt und meine letzte Kiste dieser Art war ne Trinity V3, seitdem mach ich nur noch mit Plugins rum und sozusagen alles am PC. Und für mich käm so ein Kronos nur in Frage, wenn ich mir dann den Rechner auch wirklich sparen kann – außer vielleicht für die Nachbearbeitung in nem Wave Editor.

    Klar das ist natürlich mal wieder die Frage nach der eierlegenden Vollmilchsau. Aber so wird das Ding ja nun wirklich angepriesen und wenn das so ist … nur her damit! Aber wenn es dann doch wieder an genau solchen Feinheiten scheitert, dann frag ich mich warum man sich den außer für Live in ner Band überhaupt kaufen sollte? Ist das Ding auch das richtige für Jemanden, der zuhause Musik kreiert um eben ne CD zu machen?

    Nicht falsch verstehen, ich find Korg super und die bieten Sounds der edelsten Klasse, die mir auch sehr gefallen nur wenn ich 3.000 mindestens bezahlen muss, nur für dicke Sounds aber dann doch wieder meinen PC anschmeißen muss, frag ich mich schon ob sich das lohnt?

    Wie gesagt alles mit Fragezeichen versehen!

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      AMAZONA Archiv

      Hi, besten Dank für den Input, das landet hier genau an der richtigen Stelle. Deine Fragen sind hiermit notiert und finden demnächst Berücksichtigung. Denn wie du richtig vermutest, bleiben wir heftig am Ball und das gründlich.

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        clipnotic

        das find ich super von Euch und natürlich auch mal ein großes Danke!

        Und das ist für den / die Tester natürlich ne sehr harte Arbeit so ne Megamachine bis ins Detail auszufuchsen aber bei der Werbung die Korg da treibt, gehört das Ding einfach bis ins tiefste durchleuchtet! :-) Besonders was auch das Produzieren / Homeproducen / Arrangieren betrifft!

        Denn wenn ich mich so an meine TrinityV3 zurück erinnert, war die eigentlich spitzenmäßig vom Sound, besonders mit dem Z1 Board aber was Sequencer / Arrangment Tools hat zuviel gefehlt!

        Und man liest ja häufig das Argument, das der Sequencer bei ner Workstation zweitrangig ist, weil man ja mit der DAW verknüpfen kann / soll … das seh ich persönlich ganz änders. Denn wenn ich den Sequencer aus ner Workstation nehm, bleibt nichts weiter übrig als: Tolle Sounds, ein paar Regler, Effekte und ne Tastatur! Ja und das haben wir doch alle schon zig fach rumstehen oder installiert?

        So, dann freu ich mich schon sehr auf den nächsten Test zu dem Teil und bin voll gespannt drauf, weil Korg hats ja diesmal schon geschafft für heftiges Interesse zu Sorgen! :-)

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    Michael Bereckis

    Im ersten Moment, als ich vom Korg Kronos, erfuhr, dachte ich, das ist es! Ein Teil für alles!

    Aber ist es wirklich so?
    Orgel Kronos = Nord C1?
    Klavier und E-Piano Kronos = Nord Stage?
    Synths Kronos = Origin, Virus, Nord Wave, VSynth, …?

    Welchen Stellenwert hat ein Acellerator oder der zukünftige Synth von Bowen, die in Kleinserien hergestellt werden?

    Ich stelle nur fest, dass mein Korg M3 bereits sehr selten genutzt wird. Mein Motif habe ich bereits verkauft.

    Einen Korg Kronos beabsichtige ich nicht zu kaufen.

    Und wenn mir ein ganz besonderer Sound fehlt, dann schaue ich im Omnisphere oder Komplete nach…

  6. Profilbild
    olduser  

    In der Tat muß man sich fragen, warum nicht gleich native instruments komplete, da hat man alles was Mann braucht für 499.-, und keyboards alla Workstation hat man eh fusion 8HD , die billige oasys, die nie eine war(gut ist die fusion, wenn man sie zu nutzen weiss, ein Motif ES, für beide kriegt man gerademal 1200.- € im wiederverkauf, ich habe die 73er kronos geordert, kommt Ende des Monats, ich weiss noch nicht ob die bei mir bleibt, money back lässt grüßen, einen kaufanreiz hat es trotz aller vernunft dann ja doch erstmal gegeben;-)

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    TZSND

    Ich schätze Deine Tests sehr, aber es ist mir unverständlich, dass Dir die Existenz eines Ventilators (oder andere Störquellen) beim Test komplett entgangen sein sollte … aber sei’s drum. Der Grund, warum bei den KRONOS 73 und 88 Versionen und der 61 Version das Ventilator Geräusch unterschiedlich ausfällt ist doch ganz einfach: Der Ventilator ist Gehäuseintern an einer Metall-Konstruktion befestigt, die unterhalb des Touch-Displays die SSD trägt. Diese ist wiederum am am Chassis (u. a. an der Bodenplatte) befestigt. Dass der Ventilator einen derartig hohen Geräuschpegel erzeugt ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass ein Direktkontakt zum Chassis herbeigeführt wird (über Metallschrauben). Ich gehe davon aus, dass ca. 40% der Geräuschentwicklung (störendes Brummen, nicht das eigentliche Geräusch des Ventilators sowie der sich anschliessende Luftfluss) auf diese Kopplung zurückzuführen ist. Handelt es sich um eine 73er oder 88er Hammer-Mechanik, so besteht der Boden (man korrigiere mich bitte) wie beim SV1 aus Holz, bei der 61er aus Metall. Metall repetiert Unwuchten des Ventilators enorm mehr als Holz. Ich schätze mal, dass locker die o. g. 40% Geräuschentwicklung über Lüfter-Entkopplungen im Preissegment von € 2,00.- für 4 entkoppelnde Befestigungen beheben sind, ohne den Lüfter (wie in eineigen im Internet dargestellten Abbildungen dargestellt) auszutauschen.

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      AMAZONA Archiv

      Die Existenz des Lüfters ist mir nicht entgangen, genaueren Bezug habe ich im Kommentar weiter unten (der vom 24.11.2011) notiert. Ergänzend kann ich sagen, dass sich der Lüfter des 88er Testmodells nun hin und wieder bemerkbar gemacht hat, jedoch ebenfalls so, dass keine Regel erkennbar ist, woran das liegen kann. Allerdings sehr selten, d.h. bei täglichem Spielbetrieb über viele Stunden so alle 3-4 Tage mal, und dann jeweils für einige Minuten lang, ganz unabhängig von CPU-Belastung oder Umgebungstemperatur. Mir musste das übrigens auch erstmal auffallen, denn beim Spielen über Speaker oder Headphones ist das nicht zu hören, also nur wenn das Instrument quasi tatenlos rumsteht. Da ich ein vergleichsweise intensiver Tester bin, d.h. die Kandidaten müssen sich robustes Handling von mir gefallen lassen und laufen auch den ganzen Tag lang über mehrere Wochen hinweg, schaue ich mir sowas dann schon genau an und – keine Sorge – berichte dann auch darüber, selbst wenn der Artikel längst veröffentlicht ist und sich Erkenntnisse später erst ergeben. Das ist eine dynamische Angelegenheit, insofern hat im Juni der Sachverhalt einfach anders ausgesehen als jetzt im Dezember. Ich kann noch von Glück sagen, überhaupt so häufig und lange einen Kronos bekommen zu haben und sogar alle drei Modellvarianten nacheinander, das erlaubt wenigstens halbwegs das untersuchen zu können.

    • Profilbild
      butzeone

      Servus, ich habe seit heute den Kronos mit der 88er Tastatur und mein Lüfter läuft deutlich die gantze Zeit mit. Es ist nicht laut, jedoch auch nicht unüberhörbar und würde beim Aufnehmen in der benachbarten Kabine sicherlich mit aufgezeichnet werden. Daher die muss ich jetzt die dumme Frage stellen: ist das normal, oder dürfte er nicht mitlaufen? Das Geräusche ist difitnitv unter dem Touchdisplay lokalisiert.
      Danke für eine Antwort!

  8. Profilbild
    Findus  

    Ich besitze den Kronos 73 seit 9 Monaten. Eine der wenigen Kritikpunkte bleibt das permanente, aufdringliche Lüftergeräusch, das im Homestudiobereich sehr störend ist. Für den hohen Preis sollte Korg rasch eine akzeptable Lösung anbieten.

  9. Profilbild
    joegedicke  

    Bei meinem Kronos war der Lüfter doch sehr laut. Ich habe den originalen Lüfter gegen einen hochwertigen Noiseblocker Lüfter getauscht. Jetzt hört man nichts mehr. Der Austausch hat ca. 1 Stunde gedauert und geht problemlos, wenn man schon einmal einen Lüfter im PC getauscht hat. Die Garantie erlischt natürlich nach so einem Eingriff, das muss man sich überlegen. Wer Infos möchte, wie es geht kann mir eine Email schicken.

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