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Blue Box: Sequential Six-Trak


Preiswert oder billig?

Der Sequential Circuits Six-Trak kam 1984 auf den Markt und zählt auch 25 Jahre nach seinem Erscheinen zu den Geheimtipps im Reich der analogen Synthesizer.

Sequential Six Trak Synthesizer

Sequential Six Trak Synthesizer

Obwohl punkto Hardware und ebenso in seinen Abmessungen eher bescheiden, ist das Instrument immerhin 6-stimmig und bietet MIDI inklusive der hervorragenden Möglichkeit, ALLE (!) Parameter via MIDI CC zu steuern. Des weiteren klingt der Six-Trak überraschend gut. Wenngleich seine Hüllkurven etwas träge und auch andere Features nicht ganz so ausgereift sind, stellt dieser Synthesizer – aus meiner Sicht – eine der wenigen Sequential-Alternativen zum Pro-One dar.

Sequential Six Trak Synthesizer

Sequential Six Trak Synthesizer

CEM 3394

Eine der wesentlichen technischen Besonderheit der Sequential Produktreihe zur Mitte der 80er Jahre ist die Verwendung von CEM 3394er Chips. Jeder dieser Bausteine beinhaltet eine – beinahe – vollwertige Synthesizer-Stimme mit VCO, VCF und VCA. Die beim Six-Trak pro Stimme noch notwendigen 3 Hüllkurven samt LFO werden mittels Software generiert. So wundert es auch nicht, dass die gesamte Elektronik des 6-stimmigen Synthesizers auf einer einzigen, nicht allzu großen Platine Platz findet. Weitere Instrumente, die besagten CEM 3394 Baustein verwenden, sind der Sequential MAX, Sequential MULTI TRAK, AKAI AX-60, AKAI VX-90, SIMMONS SDS-200 und -800, sowie noch eine Vielzahl weiterer Produkte.

CEM 3394 Chips

CEM 3394 Chips

Der CEM 3394 Baustein mit seiner (beinahe) „All-In-One“ Lösung wird auch gerne als Grund dafür genannt, dass dem Six-Trak etwas Klangtiefe und Klangqualität fehlen. Nun, gegenüber einem Prophet-5 mit seiner sehr aufwendigen Elektronik mag dies sicher stimmen. Doch wenn es um Flexibilität, musikalische Performance und Einbindung ins Studio-Setup geht, ist man mit dem Six-Trak in manchen Fällen vielleicht sogar besser dran als mit dem eben genannten legendären Vorfahren.

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    laubi

    wenn nun der sixtrack als eine der wenigen echten Alternativen zum pro-one gehandelt wird – ist für mich die Zeit gekommen, endlich mal die neuen Analogen mit ins Spiel zu bringen, denn:
    die eingeschränkte Benutzeroberfläche, Parameter via Midi CC, keine ultraschnellen (hardware-) Hüllkurven, die dritte Hüllkurve… das gibts zum Beispiel auch alles im (poly-)evolver… wo zumindest auch soundmäßig in der Analogabteilung das PROphetische Händchen von Papa Dave nicht geleugnet werden kann…

    • Avatar
      babo

      der polyevolver baut ja auch auf
      einem bzw zwei chips pro stimme
      auf: die neuen chips klingen nicht
      ganz so weich dafür voluminöser.
      die möglichkeiten mit dem stepsequenzer und den delays sind
      genial – allein als effektgerät der wahnsinn! und das mischen der
      dcos mit den vs-samples ist auch
      vom feinsten. und zumindest ein
      paar controller lassen sich auch
      ruten. den prophet 08 habe ich
      nicht selbst, er erscheint aber
      in der rackversion sehr fair vom
      preis – dave smith geniesst wirklich meinen vollen respeckt.
      nur die netzteile sind scheiße.
      der letzte theotrack ist wie meistens klasse.

  2. Avatar
    Alex_KIDD

    Ich besitze den Sixtrak.
    Sooo langsam sind seine Hüllkurven nun auch wieder nicht,Standartsachen meistert der kleine.
    Controllerbox ranhängen und schon kanns losgehen. Das man am Gerät nicht viel programmieren kann hat mich nie gestört.
    450 Euro ist er allemal wert, bei gutem Zustand.
    Er ist prima als Ergänzungssynth
    (ich habe ihn im Verbund mit Polysix und juno60).
    Er nimmt auch nicht so viel Platz weg und die Verarbeitung geht auch in Ordnung.
    Viel Synth für moderates Geld

    mfG

  3. Avatar
    pulswelle

    Seit ich den Sixtrak vor einigen Jahren günstig aus einem Nachlaß erworben habe ist er mein absoluter Liebling geworden. Ich nutze ihn als Lead und Bass-Synth im Verbund mit einer Wavestation, einem SY99 und einem Micro-Q als Live Instrument. Kürzlich wollte ich ihn abziehen und durch einen Poly-Six ersetzen, um ihn Dank Midi zu Hause an den Rechner anzuschließen. Nach genau einer Übungssession haben mir meine Bandkollegen den Poly-Six um die Ohren gehauen, trotz nahezu
    gleichwertigen Klängen, und mich quasi gezwungen den Six Track wieder in den Übungsraum zu holen.

  4. Profilbild
    • Profilbild
      Bloderer RED

      … vor allem fällt der Doepfer Dark Energy (und der Vermona Mono Lancet) preislich in die Sequential Six-Trak Kategorie. Beide – Doepfer wie Vermona – sind hervorragend verarbeitete, gut klingende Analogsynthesizer. Auch wenn sie monophon und nicht 6-stimmig sind, würde ich diese Instrumente als aktuelle Alternative einem Six-Trak vorziehen. Ihre CV Ein- und Ausgänge sind gut durchdacht (beim Mono Lancet natürlich nur mit entsprechendem Modular Dock) und es sind klanglich hervorragende Instrumente, die zudem bautechnisch deutlich besser sind als jeder Six-Trak (mit Ausnahme der ungeliebten externen Netzteile, das ist jedoch in der handlichen Bauweise eines Dark Energy bzw. Mono Lancet leider nicht anders möglich).

  5. Profilbild
    DietmarB

    Zum Thema Made in Japan: Die Tastatur stammt von Mitsubishi, sieht man auf dem Bild auch. Ob das aber als Beweis dafür ausreicht, daß der ganze Synth dort gebaut wurde? Ich glaub nicht. Dann wäre die Fertigungsqualität besser.

  6. Profilbild
    Marcus_Kiel

    Der Sixtrak war mein erster Synth. Gekauft 1987 mit mühsam gespartem Taschengeld. Ich habe tatsächlich die Einfalt besessen, 5 Jahre ausschließlich dieses Teil mit seinem Sequencer zu nutzen, mit einer uralt Echolette, für die ich die Bänder selbstgebastelt habe. Man hörte immer die Nahtstelle. Und wißt Ihr was…ich war nie kreativer! Jetzt liegt er abgerockt mit kaputten Gummitastern auf dem Dachboden. Wer weiß,
    wie lange noch…….

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Sequential Six Trak

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