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Moogfeld

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Mitglied seit: 04.08.2010

AHU Punkte: 137

Kommentare: 36

Erfahrungsberichte: 1

Augsburg

Musikrichtungen Ambient, Elektronic
Über mich Seit 1986 bin ich vom Synthvirus befallen und werde wohl bis zu meinem Ableben nicht mehr davon befreit werden. Leider bleibt neben Familie und Beruf viel zu wenig Zeit für mein Hobby. Neben dem musikalischen Aspekt interessiert mich auch die technische Seite an der Materie, da ich in der Elektrotechnik auch meine berufliche Heimat habe. In meiner heimischen Bastelstube konnte ich von daher schon so manches Vintage-Teil wieder zum Leben erwecken. Neben Synthesizern habe ich auch ein Faible für alte Combo Orgeln aus den 60er und 70ern (Philicorda, EKO etc.)
Musikalischer Status Hobby
Einflüsse JMJ, Depeche Mode, Vangelis, TD

Mein Equipment

Roland JP 8000
Roland JP-8000
Acces Virus Ti Polar
Korg King Korg
Roland JD 800
Oberheim OB-12
Studiologic Sledge 2
Ensoniq ESQ 1
Novation Nova
Novation Ultranova
Oberheim Matrix 1000
Roland JX8P
Waldorf Micro Q
Alesis Andromeda
Einiges andere an 80er Vintage Synths

Meine neusten Kommentare

Da ist was dran, man darf auch nicht vergessen, daß Mitte der 80er mit dem Erscheinen des DX7 direkt auch eine Reduktion in der Bedienbarkeit aller nachfolgenden Synthies der renommierten Hersteller für viele Generationen eingeleitet wurde (der D50 gehört auch direkt zu dieser Gattung). Der DX7 war neu, andersartig und hip, hatte nur einen Parameterencoder und ansonsten lediglich Taster. Aufgrund dessen Erfolges und keinerlei Aufschreie der User haben daraufhin alle Hersteller dieses Konzept hauptsächlich auch hinsichtlich einer kostenminimierenden Herstellung übernommen. Dieser Wandlungsprozess ging über viele Monate einher und wurde damals zuerst nicht als krasse Einschränkung wahrgenommen, da die ersten Geräte von der Parameteranzahl noch überschaubar waren (z.B. Poly 800, JX8P, CASIO CZ) doch die Komplexität stieg (Wavestation) bei fast unveränderten Bedienungskonzept. Daß Potis und Encoder viel direkter und geiler sind, als mit Taster in zig Untermenüs herumzutippen geriet in Vergessenheit und die Industrie und User benötigten daraufhin gute 10 Jahre um diese Phase der sagen wir mal „Prähistorischen Bedienungseiszeit“ zu überwinden. Wenn uns heute also selbige Konzepte wieder als „Vintage“ verkauft werden, dann gute Nacht. Bitte nicht verwechseln, ich spreche nicht vom Sound der Mitte 80er bis Mitte 90er Schätzchen sondern von kreativer Bedienbarkeit!
Hi Gerd, das Forum hier bedeutet für mich einen fachlichen Meinungsaustausch auf fairer Ebene, und nicht daß jeder die Dinge so sehen muss wie der andere und alles neue automatisch supersupi ist. Die Kritik anderer ist für mich manchmal auch eine Bereicherung. Es gibt einige wenige Synthesizer die von Anfang an derart perfekt waren, daß man sie ohne weiteres zur richtigen Zeit 1:1 neu auflegen kann. Im Falle des D50 gilt dies meiner Meinung nach jedoch nur für den Sound, nicht aber für das damalige Bedienungskonzept. Hier hätte Roland unbedingt Hand anlegen müssen um aus dem alten 80er Klassiker ein Klassiker-Remake fürs neue Jahrtausend schaffen zu können, so bleibt es halt einfach eine Bonsai Kopie. Meinen D50 werde ich jedenfalls nicht in Richtung D-05 migrieren, mir fehlt dazu der Innovationsschub der letzten 30 Jahre. Daß Leute trotzdem Gefallen an dem neuen Kistlein finden (vor allem die, die noch keinen D50 besitzen), ist denke ich für alle kritischen Stimmen hier gesprochen ja trotzdem ok.
Daß der D-05 in der gezeigten Form nur als Presetschleuder dienen wird, sehe ich auch so und kann ich nur unterstreichen. Soundediting am D50 selbst war für mich jedenfalls immer wie Sand essen und auch mit einem PG1000 war die Sache nicht besonders spaßig, da bei jeder Reglerbewegung am Programmer der Sound am D50 abbrach und eine Taste der Klaviatur neu gedrückt werden musste um die Änderung hören zu können. Der PG1000 war eigentlich eher ein Klangeinsteller als ein Echtzeitcontroller---Filterfahrten in Realtime?-- vergiss es!. Aus diesem Blickwinkel hätte ich mir nach so vielen Jahren wenigstens ein kleines Stück Evolution in Form von Reglern für die Echtzeitänderung der effektivsten Parameter direkt am Gerät erhofft, ohne daß dafür dann wieder irgend ein zusätzlicher Kasten extern dranhängen muss. Da der D50 am Markt ja wahrlich keine Seltenheit ist, leuchtet mir der strategische Sinn dieses Remakes nicht so richtig ein. Den Sound in das 20te Jahrhundert zu portieren ist ehrenhaft, das Bedienkonzept dabei fast 1:1 beizubehalten (mit kleinerem Display) jedoch ein schlechter Witz! Ein D50 Plug-Out für System 1/8 mit richtigem "Direkt Access" wäre in meinen Augen sinnvoller gewesen, Sorry Leute, daß das von mir kommen muss, denn ich bin eigentlich ein wirklich großer Roland Fan in meinem Herzen.
Klasse Bericht und ein cooles Flaggschiff dazu.......ich mag Teile zum Anfassen ebenso lieber als einen Mauszeiger hinter einer Glasplatte zu schubsen. Der Quadra erinnert mich vom Grundkonzept her stark an den Korg Trident, den ich auch immer schon mal haben wollte. Doch meine Angst vor dem täglich möglichen Geräteexitus bei Vintage-Geräten ist heute einfach zu groß. Auf alle Fälle immer wieder super, dass es Leute gibt, die derartige „Kulturschätze der elektronischen Musikgeschichte“ am Leben halten, egal ob aus Sammelleidenschaft, als Geldanlage, oder einfach nur zum Musik machen!
Hallo Atarkid, gutes Statement......entspricht auch meiner Denkweise....auf jeden Topf passt ein Deckel aber nicht jeder Topf ist für jeden Deckel geeignet. Die Welt ist bunt und nicht Schwarz-Weiß....was dann letztendlich in den Einkaufskorb wandert, entscheidet der individuelle Geschmack und der Studiogeldbeutel. Meine Prämisse: wirklich schlechte Synthis gibt es ohnehin nicht, die Quintessenz ist es einfach für sich das Beste auszufiltern.

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