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Green Box: Roland JP-8000 & JP-8080

8. März 2008

Der Sohn des Jupiter

Rolands erster VA, der JP-8000

1997 brachte ROLAND erstmals auch einen virtuell analogen Synthesizer auf den Markt, den JP-8000. Man hatte sich Zeit gelassen. Waldorf und Access waren längst am Markt mit virtuell Analogen etabliert und so war die Erwartungshaltung entsprechend hoch. Der JP-8000 wurde schließlich als nichts Geringeres beworben als der direkte Nachkomme des berühmten Jupiter 8 zu sein.

Rückblickend mag das etwas übertrieben erscheinen, damals – im enthusiastischen Rausch des Roland-Revivals – glaubte man eben etwas zu hören, was nur schwer zu hören war.

Tatsache ist, der JP-8000 hat nur wenig Klang-Ähnlichkeit zum Jupiter 8, klingt aber trotzdem satt nach Roland – und das erkennt auch ein Ungeübter mit geschlossenen Augen. Für meinen Gschmack ist der JP-8000 auch heute noch einer der interessantesten und vielseitigsten virtuell analogen Hardware-Synthesizern.

Aufbau des JP-8000

8 Stimmen gibt’s, die sich aus den sieben Wellenformen der beiden Oszillatoren speisen. Dazu gibt’s Ring-Modulation und Synchronisation der Oszillatoren. (nicht gleichzeitig) Der Clou war damals vor allem die FETTE SUPERSAW. Eine Sägezahnwelle, die aus 7 einzelnen Sägezahnwellen besteht, die sich wiederum über DETUNE gegeneinander verstimmen lassen. Man hat damit sozusagen bereits auf dem ersten der beiden Oszillatoren die Dichte wie man sie früher nur durch Schichtung mehrerer Oszillatoren erreicht hätte.

OSC1 liefert auf Wunsch aber auch die Wellenformen Triangle, normalen Sägezahn, Pulse und vor allem Noise. OSC2 stellt nur die Klassiker Pulse, Triangle und Sägezahn zur Verfügung.

Zwei LFOs wirbeln den ganzen Soundbrei ordentlich durch, und der Zweiband-EQ mischt ordentlich auf, bevor zwei Effektblöcke Würze addieren. Butter und Brot bieten die 12 oder 24 dB Multimodefilter – wahlweise im Hoch-, Tief- oder Bandpass-Betrieb.

Der ausgefuchste Arpeggiator verzwirbelt ganz gerne die beiden Oszillatoren, und mit der Motion Control sind Faderbewegungen mitsamt kleiner Sequenz ratzfatz aufgezeichnet. Anstelle von kompliziertem Zugang durch unendliche Menus findet sich bei der Konservendose für jeden Parameter ein Controller – in guter analoger Tradition.

Unterschiede zum Roland JP-8080

1999, kurz vor der Jahrtausendwende, verbesserte man den JP-8000 nochmals. Zwar kam der Nachfolger im 19″ Format auf den Markt, das aber auf 5 Höheneinheiten mit jeder Menge Potis und Reglern und zusätzlichen Möglichkeiten.

Grundsätzlich kann der JP-8080 dasselbe wie der JP-8000 – und klingt auch absolut identisch. Edel, teuer und immer ein wenig spacig. Ich habe beide Geräte, JP-8000 und JP-8080 direkt miteinander vergleichen können: Der Grundsound ist absolut identisch. In der Welt der digitalen Oszillatoren kein Wunder!

Steckte der JP-8000 noch in einem Kunststoffgehäuse, hat man dem JP-8080 ein robustes Metallgehäuse spendiert.

Als Einstieg darf der zweite Oszillator jetzt auch endlich derben Noise fabrizieren – was zunächst nur dem ersten vorbehalten war.

Der Nachfolger Roland JP-8080 im Special-Rack

Einigkeit gibt’s auch im endlich implementierten Unisono Mode: Alle Stimmen auf einmal! Das haut mächtig in die Eingeweide, und beinahe jeder Sound wird zum „Hit“.

Damit aber gar nicht erst Völlegefühl im Bauch der Memoryabteilung des JP-8080 aufkommt, gibt’s Verdauungshilfe durch eine Smart-Media-Card Andockstelle. Dank der 2 oder 4 MB Speicherkarten werden tausende(!) Neukreationen platzsparend verwaltet. Platz gespart wurde auch auf der virtuellen Tastatur – durch Zonensplit gibt’s zwei vollkommen unabhängige Parts. Wirklich „speziell“ wird’s aber erst durch den externen Audioeingang nebst „Voice-Modulator“.

Während der schnöde Audioeingang nun auch endlich fremdes Material den Filtern zufügt, versteckt sich hinter dem „Voice-Modulator“ ein wohl temperierter Vocoder. Das Trägersignal stammt selbstredend aus der hauseigenen Soundschmiede. Moduliert wird durch externe Signale – wurschtegal ob Line oder Micro.

Mit zwölf Analyse-Bändern ist exaktes Arbeiten möglich, und Vergleiche mit speziellen Vocodern muss der Japaner nicht scheuen. Abgefahrene Robotsounds und Sprachverständlichkeit sind selbstverständlich, versteht sich…

Ein kleiner Workshop

Hier ein paar Tipps um Neulingen bei der Kreation aussergewöhnlicher Sounds zu helfen:

Geben Sie mal dem Trägersignal des Vocoders einen typischen „Vier/Viertel-Bassdrum-mit-Open-Hi-Hat“-Beat zu futtern und synchronisieren Sie zur MIDI-Clock den Arpeggiator, der dann den Trägersound spielt. Dazu noch ein paar passende Beats und fertig…- Durch Kopieren eines identischen Sounds auf die zweite Tastaturzone sind ultrafette Soundexplosionen möglich. Gerade bei minimalen Abänderungen entstehen ungeheure Schwebungen und satter Klang. Leider auch Auslöschungen – da muss man dann mit dem EQ nachhelfen!- Über Control-Assign ist in Windeseile ein beliebiger Parameter durch die Anschlagsstärke zu steuern. Beliebig? Ja, echt! Und die Pitchtiefe der Hüllkurve mal schnell moduliert – wer hat schon die Controllernummer auswendig im Kopf? Mit der Sushi-Schüssel ein Thema für Sekunden.

Für Freunde des minimalen „Klick“ und „Noise“ House hält der JP scharfe Hüllkurven parat. Mit MIDI-synchronisiertem endlosen Delay, beiden Oszillatoren mit Noise bestückt und komplett geschlossenen Hüllkurven sollten Minimalisten mal im Schneckentempo am „ADSR“ spielen. Tönt besser als ein kaputter Waldorf 4-Pole!- Der Pan ist ebenfalls über MIDI steuerbar und arbeitet so korrekt, dass man mit ihm ohne Probleme Gate-Effekte erzielen kann. Durch Benutzung nur eines Outputs (links oder lieber rechts?) bekommt man interessante Lautstärkeverläufe hin, vor allem in Kombination mit dem LFO.

Manchmal scheint der Filter des JP8080/8000 etwas schwach oder grob in der Auflösung. Führen Sie mal einen Leadsound eines analogen Synthesizers durch den externen Eingang und modulieren Sie mit diesem Sound den ersten JP-Oszillator. Mit meinem Juno-106 hat der JP-8080 sofort innige Freundschaft geschlossen!

Das Signal des ersten Oszillators ist durch den externen Audioeingang nun auch ringmodulierbar. Die meisten Drumloops, denen ich diese Gaumenmassage angeboten habe, haben eingewilligt!

Der Roland JP-8080 seitlich

Wirklich dreckig wird’s, wenn sich der normalerweise zahme, HiFi-artige JP mit verzerrten Sounds beschäftigen muss. Im Versuchsaufbau machte sich ein Drumloop aus einem Emu XL-1, gefiltert und verzerrt durch eine Sherman Filterbank auf den Weg durch den JP-8080 und dessen Distortion – nicht schlecht. Harakiri!

Sie haben eine CD mit Vocal-Aufnahmen? Die typischen „Yeah!“ und „Uh!“s? Super, speisen Sie ein ordinäres „Uh“ Ihres Samplers in den Voicemodulator und geben dem JP-Sound eine menschliche Hüllkurve. Fasziniert immer wieder!- Machen Sie wirklich kranke Parameteränderungen SCHNELL mit der Motion Control, die bei LANGSAMEM Tempo aufzeichnet. Synchronisieren Sie den Motion Control zur MIDI-Clock und spielen Sie kurze Noten. Der Sound ist Zufall und Wahnsinn zugleich – je nachdem, wie Sie sich entscheiden.

Ambient-Fans sollten mal den Attack der Hüllkurve checken. Der kommt seeeehr langsam. Einfach mal ausprobieren: Zwei identische Splitsounds. Einer mit kurzem Attack auf Filter und Amp, einer mit längstem Attack auf Filter, kurzer Attack auf Amp. Der Filter schwebt rein, wie der Duft einer Pizza „Quatro Formaggi“ aus der Küche…

Und das ist nur meine Speisekarte! Überlegen Sie sich die schmackhaften Kombinationen
mit Ihren Beatträumen und Soundutopien!

Gerade beim attraktiven günstigen Gebraucht- und Neupreis allemal eine Sünde wert
und gemessen an anderen Racks und Virtuell-Analogen ein wahrer Geheimtipp!
Für den Soundarchivar und Analog-Synth-Fan, der sich nicht in tausend Menus verlieren möchte.

Für den ambitionierten Anfänger und für den Studiomusiker. Für Werbefilm und Underground. Für Cheeseburger und Trüffelsounds.

Die Anschlüsse des Roland JP-8080

Features der Rackversion Roland JP-8080:

  • 10-stimmig polyphon (8-stimmig, wenn externer Audioinput genutzt wird)
  • 64 User Performances/192 Preset Performances
  • 128 User Patches/384 Preset Patches
  • Delay, Chorus, Flanger, Phaser, Distortion, Echo Effekte
  • Arpeggiator (Up, Down, Up + Down, Round)
  • 2 OSCs
  • 12/24 dB Filter (High/Low/Bandpass)
  • 2 Hüllkurven
  • 2 LFOs
  • 12-bandiger Vocoder/“Voice Modulator“
  • RPS
  • 2/4MB Smart Media Card Slot

Der Sound des JP-8000 und JP-8080

Der JP-8000 klingt in den Bässen etwas schwammig und bei schnellen Attackphasen gibt er ein deutliches Knacken ab. Auf der positiven Seite stehen dafür bahnbrechende Pads und Bläser, tolle Effektsounds, metallische Sequenzen und und und ….

Die JPs besitzen den Roland-typischen Analog-Grundsound. Durchaus vergleichbar mit einem MC-202 oder SH-101,  aber das geübte Ohr hört natürlich sofort, dass es sich um einen „virtuell Analogen“ und nicht um einen echten Analogsynthesizer nadelt.

Trotzdem, die JPs haben einen eigenen Soundcharakter mit viel Charme und Fülle. Hier ein kleines Demo-Video.

Zwei YouTube Video-Demos

Fazit

Zunächst ein großes Lob an die Designer. Der JP-8000 gehört mit Sicherheit zu den schönsten Synthesizern der „Neuzeit“.

Besonders Einsteiger werden sehr schnell be-GREIFEN wie subtraktive Synthese funktioniert. Alles ist am richtigen Platz, alles ist leicht überschaubar und der direkte Zugriff erleichtert das „learning by doing“.

Klanglich hat der JP-8000 durch die Idee einer „Super Saw“ Geschichte geschrieben und mit Sicherheit auch den Grundstein gelegt für das, was wir heute Trance-Sounds nennen.

Wer hingegen einen analogen Sound erwartet, der muss schon deutliche Abstriche hinnehmen, aber auch ein Nordlead sowie ein Virus, haben ihre Probleme bei der Imitation analoger Klänge. Nur – wer kann da heute schon noch den Unterschied hören?

Trotzdem, JP-8000 und JP-8080 sind zwei hervorragende Synthesizer mit umfangreichen Klangpotential und sehr großem Spaßfaktor.

 

Plus

  • Direkte Zugriff auf die meisten Parameter
  • Übersichtliche Bedienung
  • Einer der schönsten Synthesizer aller Zeiten

Minus

  • Wer echten Analog-Sound sucht wird hier nicht glücklich

Preis

  • Angaben aus Syntacheles-Liste, Stand April 2014
  • JP-8000 ca. 400,--€
  • JP-8080 ca. 500,--€
Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Da ist euch in der Begeisterung ein Fehler unterlaufen :-P
    10 Stimmen hat nur der 8080, der JP8000 hat lediglich 8 Stimmen.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Sehr schön. Dann bitte jetzt noch ein Review der Konkurrenz zur damaligen Zeit…dem Yamaha AN1x…

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      An1x war niemals Konkurrenz zum 8000. Frag mal einen JP Käufer , ob dieser jemals zu der damaligen Zeit alternativ mit einem dieser Yamaha Kistchen kokettiert hätte

      • Profilbild
        t.walter  AHU

        Haste recht! Ich hatte damals beide und möchte den JP viel lieber, weil er einfach besser klingt. Allerdings war der AN1x viel billiger (damals 750 DM) und ist auch viel im Techno/Trance Bereich eingesetzt worden. Wer noch 'Desequal – Back Order' kennt, den Lead-Sound konnte man 1:1 mit dem UnisonoMode hinbekommen. Heute nimmt man natürlich eher PlugIns :-)!

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    AMAZONA Archiv

    Leider kann man die Soundbeispiele nicht abhören, oder mache ich was falsch?

    Gruß

    Paul

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    AMAZONA Archiv

    Ich hab :-)
    Aber damals wusste ich auch noch nicht so viel über Synthesizer. Hab den AN1x nie unter den Fingern gehabt, aber nach allem was ich gelesen und gehört hab, wäre der (abgesehen von den wenigen Reglern) tatsächlich eine Alternative gewesen.
    Warum eigentlich nicht?

    Phil

  5. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Der JP-8000 oder 8080 ist schon Klasse. Allerdings fand ich die Midiimplementation immer etwas unverständlich. Aber das scheint Roland typisch zu sein, oder?

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    AMAZONA Archiv

    Ich hatte den JP-8000 eine Zeit lang, war besonders im Bandgefüge immer durchsetzungsfähig und die gewünschten Klänge & Klangeffekte konnten schnell eingestellt werden. Im Gegensatz zum AN1.x, der a) weniger DIREKTE Echtzeitzugriffe auf wichtige Parameter hat und b) vom schwachen (dünnen) Klang im Gegensatz zum JP gar nicht zu schweigen! Ich denke da vergleicht man einen Fiat mit einem Ferrari (naja, fast)

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    AMAZONA Archiv

    Soundtechnisch ist der JP dem AN überlegen, allerdings ist mir die Tastatur des Roland zu "klapperig" gewesen. Gar kein Vergleich zur guten Tastatur des Yamaha, der ja dazu noch eine 61er hatte.
    Beim JP, den ich wieder verkauft habe, war meiner Meining nach auch das Display zu klein und er hatte keine Anzeige für die Parameteränderung, bzw. eine Kontrollleuchte für die Originaleinstellung des einzelnen Parameters. Beim Klangverbiegen ist das nicht so praktikabel. Ich hatte einen Sound mal so verändert, dass gar kein Ton mehr zu hören war und da ich fast an jedem Regler rumgefummelt hatte, wusste ich auch nicht mehr, wie ich das wieder rückgängig machen sollte. Natürlich, einmal einen anderen Sound wählen und wieder zurück, aber die Einstellungen, die vorher gemacht wurden, waren dann auch weg…

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Stimmt, dass die Tastatur nicht besonders ist, hat noch gefehlt. Insbesondere gibt es keine Dynamikkurven zum einstellen, und so wie sie ist, ist die Tastatur viel zu labberig. Dynamisch Drums einspielen geht gar nicht, auch bei gefühlt leichtem Reinhauen bin ich da sofort bei 127…

      Phil

  8. Avatar
    AMAZONA Archiv

    "bekommt als Keyboardversion den Preis für den schönsten VIRTUELL ANALOGEN Synthesizer!!!"

    nanana, der NordLead ist & bleibt das schönste VA-Keyboard ;)
    Der Sound des JP-80×0 ist heute immer noch erste Sahne, wenn man
    mal von diesem "Supersaw"-Gedöns absieht.
    Charismatisch, fett & gut im Mix unterzubringen, da laß ich gerne den Virus
    im Regen stehen (der ohne Effekte sowieso dünn klingt) !!

  9. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich finde, dass in Bezug auf Klangfülle dem JP kaum ein neuerer VA das Wasser reichen kann. Ich kann nicht bestätigen, dass der JP im Bass "schwammig" klingt (jedenfalls klingen seine Bässe für meinen Geschmack klarer als im JX-8P). Ich habe den JP-8080 und mich stört eigentlich nur, dass er so viele HEs im Rack einnimmt.

  10. Avatar
    AMAZONA Archiv

    yepp, der JP-8080 ist schon bisserl groß. Aber wie hätte Roland sonst
    die vielen Knöppe und Taster unterbringen sollen?
    Ich finde, der Kompromiss ist bim JP-8080 gut gelungen.
    Ansonsten, Rackohren abmachen & Holzseitenteile dran, als Desktop nehmen!
    Klasse finde ich, daß die Audio-Anschlüsse versenkt sind. So spart man sich wieder eine HE und im Rack wirkt er gut.

    Der JP-80×0 bliebt immer noch mein Tipp, für den der wirklich einen
    charistmatischen Synthie sucht, modern & günstig. Welches breite Pad der JP-80×0 so hinzaubert, immer wieder
    aufs Neue beeindruckend.
    In Kombination mit einem NordLead … extraklasse !!

  11. Avatar
    AMAZONA Archiv

    ach, fast vergessen …

    Der JP-8000 dient bei mir auch als Ersatz für Arturia´s JP8-V !!
    Diese Software ist in meinen Augen viel zu umständlich zu bedienen,
    denn mit der Fitzel-GUI macht das Schrauben so wirklich keinen Spaß.

    Für gute 400,- Euro kann man schon einen JP-8000 bekommen, und da
    macht das Klangschrauben wieder Spaß.
    Quasi ein JP8-V mit angepasstem Controller ;)

    Klanglich haben das PlugIn & der JP-8000 leichte Unterschiede, aber
    in meinen Ohren kommt der JP-8000 fetter …
    "hands on"-Bedienung ist dazu der FunFaktor schlechthin.

    So, genug der Lobhudelei …

  12. Profilbild
    Dreitagebart

    Dass der JP-8080 nur wenig Klangähnlichkeit mit dem alten Jupiter hat, kann ich so nicht bestätigen. Man kann sehr wohl typische Jupiter-Klänge nachbauen, ich finde, diese klingen dann zumindest keinen Deut schlechter als beim Original. Also mein JP-8080 kann definitiv fetter und breiter klingen, als mein oller MKS-80 je geklungen hat. Man sollte endlich aufhören, die Jupiters allzusehr überzubewerten. Den MKS-80 hab´ ich verscherbelt .. aber den JP-8080 geb ich so schnell nicht her :-)

  13. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich besitze den JP8000 seit Erscheinungsjahr 1997.
    Meine Erfahrung kann ich mit euren teilen, muss also nichts weiter hinzufügen, bis auf folgendes:

    -bei sehr kurzen Hüllkurven nervt das laute Knacken
    -„Zurückrasen“ des Delayeffektes
    das Delay wird vom Tempo her irgendwie schneller und ist störend zu hören.
    -die Tastatur ist arm

    Die Supersaw ist zwar zweifelsohne stark, aber die Verstimmungen klingen doch irgendwie statisch.

    Die Einstellwerte kann man sehen, wenn man beim edit die shift-taste hält.

    Die Regler sind zwar schön gross und griffig, aber sind bei zu heftigen Gebrauch schnell am ausleiern, ebenfalls der Ribbon. Sonst nimmt der JP 8000 nicht mehr übel, was andere Synths auch übel nehmen:-).

    mfG

  14. Avatar
    AMAZONA Archiv

    „Im Gegensatz zum AN1.x, der a) weniger DIREKTE Echtzeitzugriffe auf wichtige Parameter hat und b) vom schwachen (dünnen) Klang im Gegensatz zum JP gar nicht zu schweigen! Ich denke da vergleicht man einen Fiat mit einem Ferrari“

    Na, wer will denn da vergleichen…ich schrieb doch nur, daß Amazona jetzt noch ein schönes Retro-view vom AN1x machen sollte. Komisch…das der AN1x dünn klingen soll, vielleicht weil der JP8k nicht so gut und vielfältig wie der AN1x klingt…denn der kann ganz schön Dampf machen.

    Man höre mal hier rein:
    http://www....._files.mp3

    http://www.....1x_dry.mp3

    Quelle: http://www.....m/an1x.php

    http://www.....3pU9yuHglQ

    Vom Klang her IMHO nicht mit dem JP8k vergleich, aber gut klingen tut er auch und ist wirklich sehr unterschätzt.

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Der An1X hat einen natürlich einen anderen Grundklang. Hier aber den Fiat / Ferrari Vergleich zu wagen, ist schon ziemlich kalter Kaffee (im Übrigen gehört Ferrari zum Fiat Konzern – lach). Zumindest hat der Yamaha eine fantastische Tastatur (vor der Roland nur träumt), einen sehr warmen Sound und ist zudem excellent als Masterkeyboard zu gebrauchen – nicht zuletzt wegen der zuweisbaren Controller. Hätte Yamaha damals ein eigenes Gehäuse mit besseren Zugriffsmöglichten enworfen, wäre das Teil heute ein absolutes Kultgerät. Aus Kostengründen wurde einfach das CSX1-Gehäuse eins zu eins übernommen. Daher resultierte auch der im Vergleich zum Roland günstige Verkaufspreis. Der Vergleich Fiat/Ferrari ist absoluter Blödsinn.

  15. Profilbild
    Filterpad  AHU

    Hi Leute,

    1. Besitze seit ca. 2 Jahren einen JP-8000 und teile die Meinungen mit euch. Klanglich finde ich ihn meiner Meinung nach eine absolute „Wucht“.

    2. Tipp für die Einstellwerte der Regler: SHIFT und 7 gleichzeitig drücken bis die Anzeige „TEMPORARY SCORPE“ erscheint, danach kann man jeden Regler betätigen und sieht immer den aktuellen Einstellwert. Bei Bedarf noch mit den Value-Tastern Feintuning vornehmen.

    Gruß, euer Filterpad

  16. Profilbild
    Neven Dayvid

    Lustig, daß hier dem An1x so wenig zugetraut wird.
    Das ist eine Fehleinschätzung, muß ich euch leider sagen, als langjähriger Betreiber von Jupiter 4,6,8 und An1x.
    Den An1x muß man halt programmieren können.
    Roland Synths waren immer schon etwas überbewertet, das ist wohl wahr. Aber die wenigsten haben einen Jupiter 8 gespielt, und der klingt wirklich anders als ein JP 8000.
    Ich sag das hier als jemand, der auch digitale Synths zu schätzen weiß…aber klingen tun sie nunmal anders.

  17. Profilbild
    Tyrell  RED 1

    Habe mir über ebay soeben wieder einen JP8000 ins Haus geholt. Ist ja schon eine Weile her das ich ihn das letzte mal spielte (Ende 1997).
    Also momentan haut mich die Kiste wirklich um. Frage mich gerade warum ich ihn damals blos verkauft habe. Klar hat er auch seine Schwächen, aber er hat einen ganz eigenen Charakter. Diesmal bleibt er für länger :-))

  18. Profilbild
    axel

    Bin nach reifl. Überlegung, vielen Review- u. Testberichtlektüren und -Listenings auch stolzer BEsitzer eines JP 8000. Und ich muss sagen, ich bereue es keine Sekunde! Hatte u.a. den berüchtigten OB 12, diesen aber glücklicherweise verkauft. NUn doch wieder einen VA. Aber bei dem ist es was völlig anderes. Z.B. ganz u. gar kein Vgl. zum OB12 (nur mal so am Rande). Oberfläche des JP ist viel intuitiver, der Klang der Filter wesentlich mehr „smoothy“ usw. Optisch so lala (Plastekiste), aber das ist nicht die Hauptsache. Wenn man sich Müh egibt, erhält m,an wirklö verblüffende „analog-ähnliche“ Sounds. Noch ein Wort zur kurzen Hüllkurve/ Attack/Knacken. Das ist ein Problem vieler VAs. Beim JP hilft aber eie minimale Verzögerung des Attacks, nur so viel, dass es dennoch perkussiv und timingfest kommt, und schon passt es. Kein Knacksen, Andickung mit Decay und Cutoff und fertig.
    Kurz: der JP ist eine volle Empfehlung und ich wette, es ist einer der Modelle, die zukünftig noch mehr Kultstatus und (leider) auch höhere 2ndhand Preise erzielen wird.

  19. Profilbild
    Filterpad  AHU

    Schade das man auf dem Video nur den stiltypischen Trance-Sound zu hören bekommt, auch wenn das eine absolute Stärke des JP ist. Ich versuche inzwischen sehr viel mehr aus dem Synthesizer herauszuholen. Annähernd ganze Songs lassen lassen sich mit dem Split-Modus verwirklichen. Kreiert mal z.B. auf der linken Seite einen basslastigen Sound (mit viel Delay) und lässt ihn als Arpeggio laufen. Auf der rechten Seite kreiert ihr eine sanfte Fläche oder auch ein Lead-Sound. Beides zusammengespielt kommt der Synthesizer voll auf seine Kosten und das Ergebnis ist Genuss pur!

  20. Profilbild
    der nick  

    Hallo,

    könnt ihr mir helfen, habe einen gebrauchten JP8080 erstanden :) . Leider klingt er dumpf und dünn. Er knackst im Unison Modus und bei Motion Control „Bewegungen“ . Auch der Treble und Time Regler bringen den JP zum knacksen. Ist das „Normal“ bei einem älteren JP oder mach ich was falsch, oder ist er gar „defekt“, oder fehlerhaft. Bei meinem Radias gibt es so etwas gar nicht.

    Bin für jede Hilfe dankbar :)

    VG

    NIck

  21. Profilbild
    emulator2hd  

    Hört euch mal die Depeche Mode Cover von Stripped Productions auf YouTube an , bis auf die Drums kommt alles aus dem JP-8000 ;) wenn die nicht analog klingen .

  22. Profilbild
    axel

    Zum Vorkommentator wg. des schneller werdenden Delays: mit ner xternen Clock als Master läuft es super.

  23. Profilbild
    Piet66  RED

    Habe meinen JP-8000 1997 bei Live Lights Music in München gekauft. Der JP gehört neben dem Waldorf Q zu meinen Lieblings-VA Synths.
    Die Tastatur eignet sich zu nuanciertem Spiel in der Tat nicht so gut, aber dafür gibt’s ja MIDI. Ein toller Synth, der gebraucht günstig zu haben ist.

  24. Profilbild
    mad5000

    Und wie immer wenn man keine Ahnung hat einfach mal….
    Der AN1X hat 1997 2000,- DM gekostet und nicht 750! Ich hatte ihn gleich als er rauskam.
    Von wegen klingt dünn…
    Wie hier schon erwähnt wurde, Ahnung vom Programmieren kann nicht schaden.
    Wie war das mit dem Ferrari? Betrachtet man die Modulationsmöglichkeiten ist der JP vergleichsweise ein Fahrrad… Wenig Soundvielfalt und immer ein ähnlicher Klangcharakter.
    Der AN1X ist immer noch meine no.1 Kiste, weil sie warm und fett klingt!

    Echzeitkontrolle über die 8 Drehknöpfe ist für die wichtigsten Parameter meistens ausreichend.
    Viele Grüsse

    • Profilbild
      Starkstrom  

      „Und wie immer wenn man keine Ahnung hat einfach mal….“
      „Wenig Soundvielfalt und immer ein ähnlicher Klangcharakter.“
      ….keine weiteren Fragen….

      ….aber warum eigentlich so agressiv?

  25. Profilbild
    Starkstrom  

    Jaja – der JP8000…. immernoch eines meiner besten Pferde im Stall….. Er kann wirklich so viel mehr als trance Sounds. Der Feedback-Oszillator ist der absolute Hammer!
    Ein paar Modulationen hier und da – und schon ist man eins mit Raum und Zeit….

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