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Black Box: E-Mu MP-7, XL-7, PX-7 Grooveboxe

11. Dezember 2007

Die EMu SP1200 Nachfolge

Techno-Variante XL-7

GEHEIMTIPP E-Mu XL-7, MP-7 und PX-7

Manche Grooveboxen entwickeln sich mit der Zeit zum angesagten Geheimtipp. Vor allem die E-MU Boxen XL-7 und MP-7 kann man inzwischen getrost als solche bezeichnen. Beide erschienen 2001 und waren die Desktop-Ableger ihrer Rackvarianten E-Mu Mo’Phatt und E-Mu Xtreme Lead-1, die ein Jahr zuvor auf den Markt gebracht wurden. Alle gemeinsam besitzen übrigens die selben ROM-Steckplätze und erlauben daher untereinander den Austausch selbiger.

Während die XL-7 am Gebrauchtmarkt für ca. 360,– Euro zu haben ist, haben wir die MP-7 auf eBay schon mehrmals um die 300,– Euro den Besitzer wechseln sehen. Die PX-7 dürfte eher bei 400,-€ angesiedelt sein.

Dabei sollten Sie aber unbedingt eines beachten: Beide Units sind vollkommen identisch bis auf die Farbe und den ROM Part. Während sich die purpurne MP-7 an die HipHop-Fraktion wendet, ist die XL-7 eher für elektronische House- und Dance-Fraktion entwickelt worden. Tatsächlich existiert auch noch eine weisse Variante mit der Bezeichnung E-Mu PX-7, die seinerzeit als quasi Nachfolgerin der E-MU SP-12 und E-MU SP1200 angepriesen wurde. Sie erschien allerdings erst 2003 und nur in kleiner Stückzahl.

Alle drei Units lassen besitzen nicht nur ihr eigenes, bei Auslieferung installiertes ROM-Board, sondern können bis zu 3 weitere ROM Boards aufnehmen. Rein theoretisch wäre es also kein Problem eine dieser Comman-Stations zur XP-7, PX-7 und MP-7 aufzurüsten.

Bevor wir zum nachfolgende Test aus dem Jahre 2002 kommen, noch ein paar wichtige Hinweise: Die Preset-Patterns der MP7 und XL7 hauen einen nicht vom Hocker. Wer also gerne und fast auschließlich Presets aneinenaderklebt, dem kann man mehr zur MC-Serie von Roland raten.

Allen anderen sei gesagt: Das Teil groovt, lässt sich guzt bedienen und verfügt mit der Ultra-Klangerzeugung der großen Sampler und Proteus Serie, über einen dichten, druckvollen – auf Wunsch aber auch sehr schmutzigen – Sound! Als alter Emu-Fan möchte ich sogar sagen, dass die beiden Units besser klingen als die Kontrahenten aus jener Zeit MC303 und MC505. Und ganz nebenbei: Auf der Oberseite lässt sich einen Schwanenhals-Lampe anbringen, damit Sie auch live immer den Überblick behalten ;-).

E-Mu MP-7

Hip-Hop Variation MP-7

COMMAND STATION

Man nehme die Synth-Engine des Proteus 2000, die Klänge des MP-7, kombiniere es mit einem Multitrack-Sequencer und einer intuitiven, an der Live-Performance orientierten Benutzerführung, gibt dem Ganzen einen griffigen Namen („Command Station“) und wirft die Unit dann in die unbestechlichen Hände des Amazona-Testers. Der war zunächst höchst erfreut, doch ob die Groove-Kiste die hoch gesteckten Erwartungen wirklich erfüllen konnte, wird der folgende Test zeigen.

 

 Das Äußere der Command Stations

Doch lassen wir unsere Augen erst mal ganz oberflächlich über das Äußere des purpurnen MP-7 streifen und einen ersten Eindruck gewinnen. Zunächst sticht das zweizeilige grafische Display ins Auge, dass die wichtigste Informationsquelle bei der Arbeit mit dem Gerät ist und von den hauseigenen Expandern übernommen wurde.

Das Gerät lässt sich als Dekstop-Gerät ebenso wie als Rack-Unit verwenden. E-mu bietet übrigens separat einen Einbaukit an, der die Anschlüsse auf der Rückseite leicht diagonal versetzt, was die Verkabelung im Rack sehr erleichtert.

Ein zweites Display mit vier-Zeichen-LED, ist unterhalb des ersten zu finden und bietet die Basic-Infos wie z.B. das eingestellte Tempo auf einen Blick. Doch das zweifellos wichtigste Feature um kreativ mit der gelben Kiste arbeiten zu können, sind die 13 anschlagdynamischen Pads mit Aftertouch. Sie bieten ein für eine Groovebox fantastisches Spielgefühl. Es stehen hierfür verschiedene Velocity-Kurven zur Auswahl.Insgesammt macht die MP-7 einen sehr robusten Eindruck, so dass auch ausgiebige Performances nicht in der Werkstatt enden werden.

Mit dem Ribbon-Pad auf der linken Seite lässt sich in der Grundeinstellung die Tonhöhe modulieren. Allerdings lassen sich auch andereParameter wie z.B. LFO-Geschwindigkeit diesem Modulations-Werkzeug zuordnen.

Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Wer was "exklusives" will kann als Variante 3 sich nach der nur kurze Zeit von Emu gebauten PX-7 umsehen. Diese Comandstation hat das Protein Drums-Board an Bord und ist damit eine ziemlich geile Drummachine. Ein zusätzliches Synthboard wäre da natürlich sinnvoll.

    • Profilbild
      acidnoid  

      kann nur recht geben in punkt

      A: display zu klein

      und

      B: scroll rad leiert aus…

      achja USB hat nie richtig funktioniert…

      ABER!!!!!
      es gibt neuerdings eine freewar software editor via MIDI und damit rockt die kiste richtig.. sound design macht richtig spass und amnn kann einfach nicht genug bekommen!

      ich finde dadurch sind sie in dem preissegment aktueller denn je!!! und das fast in 2011.

      http://sou...../prodatum/

      was mich noch interessiert:
      es gab mal das gerücht das man die ROMs mit einem Emu sampler selber Burnen kann… ist das je realität geworden?

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    geiles teil, habe lange mit gerockz… ein paar sachen sind aber dann doch zu bemängeln:
    habe das usb interface samt e-loader und neuster os nie richtig stabil zum laufen gebracht

    ein software editor für patterns habe ich bis heut vergebens gesucht, das display ist sinnig, aber oft dann doch zu klein

    nach öfterem gebrauch leiert das scroll rad aus und wird unbrauchbar, aber evtl. habe ich die maschine dann doch zu oft im gebrauch

    die farbkombi der maschinen ist bist heute horror ;-)

    aber ansonsten für das geil ein muss an groovebox

  3. Profilbild
    Despistado  

    Ich habe einen XL-1 (also die 1HE-Variante des XL-7 mit nur vier Reglern zur Klangformung) und bei dem finde ich die Bedienung am Gerät wirklich ziemlich nervig. Das macht absolut keinen Spaß.
    Pro Layer gibt es 53 (!) Display-Seiten die man durchscrollen darf und keine Möglichkeit mehrere Layers (insgesamt sind’s 4) gleichzeitig zu bearbeiten.
    Ist für mich einfach nicht nachvollziehbar, wieso das nicht besser gelöst wurde.
    Auch bei zweizeiligen, nicht grafikfähigen Displays ist eine angenehmere Bedienung durchaus machbar!
    Beim XL-7 sind immerhin ein paar Regler mehr vorhanden, das ist sicher ein Pluspunkt aber um einen Klang von Grund auf neu zu erstellen reicht’s wohl auch nicht.
    Wer keine Berührungsängste mit Software-Editoren hat, dem würde ich zu folgendem raten:
    http://pro.....forge.net/
    Ich finde der wertet das Gerät ungemein auf und das sogar völlig kostenlos!

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