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Test: Gamechanger Audio Plasma Voice, Eurorack-Modul

Die Kraft des blauen Blitzes

10. April 2024

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Gamechanger Audio Plasma Voice ist das nächste Eurorack-Modul des lettischen Herstellers, das mit Edelgas und Hochspannung arbeitet. „PLASMA Voice ist ein Synthesizermodul, das Klänge durch Manipulation elektrischer Hochspannungsentladungen zwischen zwei Elektroden an einem speziell entwickelten, mit Xenon gefüllten Gasrohr erzeugt. Diese Entladungen werden mithilfe einer speziellen Gleichrichterschaltung in analoges Audio umgewandelt. Wir sind gespannt:

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Ein kurzer Blick auf den Gamechanger Audio

Die lettische Firma Gamechanger Audio hat sich ganz auf die Manipulation von Klängen durch die Plasmatechnologie verschrieben und bietet verschiedene Gerätschaften als Bodenpedale für Gitarristen und Rack-Geräte für Studiobesitzer an. Als einziges Eurorack-Modul mit eigener Klangerzeugung aus dem Plasmablitz sticht das Gamechanger Audio Plasma Voice heraus. Es handelt sich hierbei um ein vollständiges Synthesizermodul, das ganz alleine eine Bandbreite an Klängen und Bearbeitungsmöglichkeiten mitbringt. Es kann also auch ohne weiteres Eurorack-Equipment betrieben werden. Das Ergebnis des Plasma-Voice beschreibt der Hersteller wie folgt:

„Gamechanger Plasma Voice erzeugt einen faszinierender elektrischer Klang, der der visuellen Intensität des blauen Stromblitzes entspricht. Die elektrischen Entladungen werden von einem proprietären Ultraschall-Pulsbreitenoszillator angetrieben.“

Aha, so so! Jetzt fehlt noch der Flux-Kompensator. Tatsächlich ist ein Poti namens Flux vorhanden. In Wirklichkeit ist die interne Klangerzeugung noch viel komplizierter, aber zum Glück merkt man als Anwender nicht viel davon, soviel sei jetzt schon verraten. Dann steigen wir mal ein!

Die Klangerzeugung des Gamechanger Plasma Voice

Kommen wir ungewöhnlicherweise gleich zur Klangerzeugung und beschäftigen uns damit, denn mir war überhaupt nicht klar, auch wenn ich die Texte auf der Herstellerseite gelesen habe, wie denn nun ein Plasmablitz verschiedene Synth-Sounds erzeugen kann. Zum einen steht dort, dass Klänge durch Manipulation elektrischer Hochspannungsentladungen zwischen zwei Elektroden an einem speziell entwickelten, mit Xenon gefüllten Gasrohr erzeugt werden und zum anderen werden die elektrischen Entladungen von einem proprietären Ultraschall-Pulsbreitenoszillator angetrieben.

Gamechanger_audio_plasmavoice_plasmatube

Dieser Oszillator wird durch vordefinierte Samples und Hüllkurvenformen moduliert, die man mit Schiebereglern und CV-Eingängen verändern, auslösen, in Wellenform bringen und modulieren kann. Das mit den Samples war mir nicht ganz klar, deswegen habe ich nochmal direkt bei Gamechanger Audio nachgefragt und kann jetzt hier Licht ins Dunkel bringen.

Es handelt sich nicht um Audio-Samples, die durch einen Plasma-Antrieb geleitet werden,  sondern eher um einen digital gesteuerten Hochspannungssynthesizer, bei dem die verschiedenen Engines (BASS, LEAD, PLUCK, DRUM, METAL, STATIC und SPARK) Kombinationen von Parametern verwenden, um den Entladungsbogen zu steuern. Der interne Parametersatz pro Engine besteht aus gut 80 Parametern, die die Plasmaröhre beeinflussen. Da wären zum Beispiel die Entladung der Pulsbreite, die Grundfrequenz, die Trägerfrequenz und die Spannung, um nur einige zu nennen. Die Hälfte dieser Parameter ist zeitbasiert. Es ist also sozusagen ein digitales Abbild von einer Sample-Beschaffenheit. Das erzeugte Ergebnis wird dann nochmal von einer speziellen Gleichrichterschaltung aufgenommen, die den Elektromagnetismus misst. Die zusätzlich auf dem Modul zur Verfügung gestellten Funktionen DRIVE, BASS und TREB sind erst nach der Klangerzeugung zugeschaltet und verändern das erzeugte Klangmaterial. Ich nahm zuerst an, dass der DRIVE-Regler etwas mit der Plasmaröhre und deren Sound zu tun hat. Dem ist aber nicht so. Das Gamechanger Audio Plasma Voice vereint das Beste aus beiden Welten. Es ist sowohl digital in der Klangerzeugung als auch analog, indem es mit einem analogen Filter, analogen VCA, analogen Drive und analogen EQs den Sound wieder zurück aus der blauen Plasma-Kälte zurückholt. Nach diesem Überblick über diese innovative Klangerzeugung kann es ja nun mit dem Test losgehen.

Lieferumfang und Garantie

Das Gamechanger Audio Plasma Voice wird in einem schwarz-silbrig bedruckten Karton geliefert. Beim Öffnen springen einem zwei Aufkleber, eine kompakt gefaltete, aber umfangreiche Anleitung und eine lebenslange Garantiekarte ins Auge. Lebenslange Garantie ist immer gut, aber leider nur so lange, wie auch die Firma rechtlich existiert. Das ist jedenfalls nicht verkehrt. Eine Kartonebene weiter kommt dann das Modul zum Vorschein, nebst MIDI-Adapter, Schrauben und Stromkabel. Tutto completti!

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Gamechanger_Audio_Plasma_voice_overview

„Lebenslange Garantie“ inklusive!

Optischer Eindruck und Aufbau des Plasma Voice

Natürlich ist man neugierig auf die Röhre und inspiziert diese zuerst. Ausgeschaltet ist das ein langweiliges Vergnügen, sieht sie doch einfach aus wie eine große Sicherung. Aber im aktiven Zustand ist sie schon wesentlich imposanter, da unter Betrieb der Plasmastrahl herumwandert. Die Plasma-Röhre und deren Technik benötigen etwas mehr Platz auf der Rückseite des Moduls. Deswegen ist ein Teil wesentlich tiefer als der Rest. Der tiefste Punkt ist mit 35 mm jedoch noch im „Rahmen“ und passt in die meisten von der Stange erhältlichen Cases. Mit 16 TE Breite ist das Plasma Voice auch relativ kompakt gehalten. Das Panel wurde mit Bedienelementen vollgepackt, der Platz wird sinnvoll genutzt. Die Haptik und Optik entsprechen gängigem Eurorack -Industriestandard, wirken hochwertig und zuverlässig. Alle Ein- und Ausgänge sind ganz unten zu finden, das schafft Platz für die Bedienung. Der Aufdruck auf dem Panel zeigt sämtliche Funktionen anschaulich und somit hat man schon zu Beginn die wichtigsten Informationen zum Betrieb. Wichtigster Informationslieferant ist neben den beleuchteten Fader das LED-Block-„Display“, das auf einer zweireihigen LED-Anordnung jeweils sieben einzelne Segmente bietet und damit sämtliche Menüeditierung anzeigt. Der große gerasterte Endlosdrehregler mit Druckfunktion ist dann dafür auch zuständig. Mein Eindruck: sehr griffig und sehr robust. Alles in allem gibt es am Äußeren und am Aufbau nichts zu meckern. Mit nur 220 mA benötigt dieses Gamechanger Audio Plasma Voice Modul auch relativ wenig Strom.

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Sicherheitshinweise

Das Gamechanger Plasma Voice Modul ist betriebssicher und entspricht dem US FCC- Regelwerk. Es besteht keine Gefahr für den Anwender, obwohl intern auf 3000 V transformiert wird. Das ist kein das-habe-ich-mal-entwickelt-und-das-verkaufe-ich-jetzt-Modul. Es sei jedoch trotzdem gesagt, dass der Betrieb nahe am Wasser oder auf Outdoor-Bühnen bei Nieselregen tunlichst vermieden werden sollte. Ich schätze mal, dass dazu auch der Betrieb in nasstropfenden Technobunkern (gibts das überhaupt noch?) früh um acht Uhr gemeint sein könnte. Laut Hinweis des Herstellers sollte man die Xenon-Röhre nicht selbstständig austauschen, sondern sich an den Hersteller wenden. Immerhin hält die Röhre ca. 10.000 Stunden. Nun, ich habe diesen Test überlebt, dann schaffst ihr das auch! Aber nochmal ganz ernsthaft: Bitte nicht dran rumbasteln!

Bevor wir zu den klanglichen Möglichkeiten des Eurorack-Synthesizers kommen, noch ein kleiner Exkurs zur Bedienung des Moduls. Das ist nämlich sehr einfach, zumindest nach meinem Empfinden. Meistens gilt: What you see, is what you get! Die oberste Editierebene ist in weißer Schrift gehalten, in roter Schrift die Ebene, bei der man die Pitch-Taste gedrückt halten muss. Das 2×7 LED-Segment-Display wird allein mit dem Hauptregler bedient. Die Eingänge und Ausgänge sind selbsterklärend bis auf den Multi-CV-Eingang. Dieser Eingang ist der einzige, der per Einstellung CV-Signale zu verschiedenen Parametern leiten kann. Nach gut 20 Minuten hat man das Konzept verstanden, kann damit im Prinzip wie „live“ agieren und auch verschiedene Filter-Varianten und verschiedene Trigger-Input-Modis umschalten. Unter der Haube gibt es nämlich noch mehr, was man so noch nicht vermutet. Und deswegen komme ich nun zu den

Synth-Engines, Modis und deren Editierung.

Noch mal zur Erinnerung: Es handelt sich um einen Monosynthesizer, dem in sieben verschiedenen Bänken mit unterschiedlicher Grundcharakteristik jeweils sieben Presets zugewiesen sind. Da 49 Slots-Sound, die editiert, aber nicht überschrieben werden können. Die Bänke teilen sich auf in BASS, LEAD, PLUCK, DRUM, METAL, STATIC und SPARK.

Die globale Synthengine lässt sich per Einstellung unterschiedlich ansteuern. Hierzu kann der Trigger-Input-Mode umgeschaltet werden, so dass man zwischen Trigger- und Gate-Mode mit Hüllkurve umschalten kann. Möglich ist auch die Schaltung zum Loop-Mode oder zum permanenten VCO- oder Drone-Mode. Zuletzt gibt es noch eine invertierte Variante mit Rising-Edge-Kurve. Halten wir mit anderen Worten noch mal fest: Das Plasma Voice ist vom Grund her wandelbar. Man kann es ganz klassisch als VCO oder Drone nutzen oder die interne komplette VCO-, ENV-, VCF- und VCA-Klangerzeugung aktivieren, die man mit den Fadern editiert. Hier ist die Übersicht der Trigger Modi:

Gamechanger_audio_plasmavoice_trigger

Will man eine volle Synthstimme editieren, benötigt man den Gate-Mode. Somit beeinflussen die Fader in erster und zweiter Instanz (Pitch gedrückt halten) das Klanggeschehen. Grundsätzlich ist die Mitten-Rasterung die Grundeinstellung bzw. der bestmögliche Start für eine Editierung. Zu den jeweiligen Fadern sind auch CV Eingänge direkt zugeordnet, die darüberliegenden Potis dienen der Abschwächung oder Verstärkung. Der Pitch-Fader steuert ± 1 Oktave, der Time Fader (Decay) geht von ultra kurzem Decay zum permanenten Erklingen über. Der MOD-Fader regelt wieder den Anteil der Pitch Modulation. HARM ist für das Erzeugen vom harmonischen Effekten zuständig und FLUX fügt chaotische Artefakte hinzu. Der letzte Fader ist ganz dem Filter gewidmet. Filter-Cutoff und Resonanz. Als wählbare Analog-Filter stehen klar erkennbar die gut zupackenden LP- und HP-Variante zur Auswahl. Zudem gibt es noch eine DJ -Variante, die beides kombiniert!

Der Multi-CV Eingang

Die Zuweisung dieses CV-Eingangs geht über das Settings-Menu. Ab Werk kann man damit im Kontext Bänke und Presets durchschalten lassen. Ganz so, wie es der MODEL-Eingang beim Mutable Instruments Plaits Modul macht.

Ich persönlich finde es immer sehr erfrischend, Zufalls-Patterns mit wechselnden Klängen zu erzeugen. Dieser Multi-CV Eingang kann jedoch auch nochmals auf die vorhandenen Fader und deren Parameter geroutet werden.

Einzigartig: die Accent-Modi

Kommen wir zu einer Besonderheit, die so nur im Plasma Voice vorzufinden ist. Es sind sieben verschiedene Accent-Modi verfügbar. Also nicht nur für die Betonung der Laustärke, sondern eben noch sechs weitere Varianten wie das Ducking der Plasma-Röhre oder das Einfrieren aller CV-Eingänge, solange ein Gate anliegt. Das lädt zum Experimentieren ein. Hier ist eine Übersicht der Möglichkeiten:

Gamechanger_audio_plasmavoice_accent

Das muss man alles erst mal ausprobieren!

Thema MIDI

Ja, das Modul lässt sich komplett auch per MIDI fernsteuern. Das ist schön mitgedacht und auch sehr übersichtlich in der Anleitung ausgeführt. MIDI-Messages werden auch zum Wechsel von sämtlichen Einstellungen akzeptiert. Die analoge Drive-Schaltung und der EQ bleiben allerdings außen vor – eben – weil analog. Ob und inwieweit die Verarbeitung der MIDI-Signale funktioniert, habe ich nicht getestet, weil ich nicht ohne Grund zum Eurorack gewechselt bin – eben um genau dieser Technifizierung zu entfliehen. Es sei mir bitte verziehen!

Klang der Gamechanger Plasma Engine

Das Gamechanger Audio Plasma Voice bringt definitiv einen eigenen Soundcharakter mit. Es ist immer ein bisschen dirty und hebt sich von dem Synth-Allerlei gehörig ab. Overdrive und Schmutz sind mal mehr und auch mal weniger integriert, aber immer vorhanden. Das sehe ich positiv, denn man braucht auch eine alleinunterhaltende Rampensau in manchem musikalischen Konzept. Hier ist man an der richtigen Adresse. Die Plasma Röhre, inwieweit sie den Klang denn beeinflusst, scheint schon ein zukunftsträchtiges Konzept zu sein. Nicht umsonst gibt es verschiedene Bodentreter für Gitarristen und Bassisten, die diese Technik schon nutzen. 

Das Plasma Voice kann einen Track noch ordentlich aufpeppen, sei es auch nur als crispe Perkussions- oder HiHat-Spur. Die Klänge, die man im Handumdrehen hier erzeugen kann, sind zwar speziell, aber gut verwendbar und irgendwie immer etwas außerhalb der „Norm“. Natürlich ist es auch möglich, nur radiofrequenzartige Sounds zu erzeugen. Generell werden Noise-Liebhaber das Modul bis an seine Grenze bringen können. Dafür ist es auch gemacht. Aber hervorzuheben ist, dass es musikalisch meistens verwertbar ist. Rein vom Frequenzspektrum sind tiefe, runde Bässe nicht die Spezialität vom Plasma Voice, aber mittige und hochfrequente Hizzle-und-Huzzle-Klänge kommen wie Butter aus dem Gerät. Lead, Pluck und Hats sind auch sein Ding. Wobei das erste Bass-Preset mit seinem LP-Filter mit Hüllkurve in der richtigen Tonlage schon sehr gefällt und richtig gut drückt. Die beiden EQs greifen jedoch nur dezent und sind eher nur eine kleine Hilfe bei der aktiven Klanggestaltung. Ob das ein Manko ist? Ich glaube nicht, auch in dieser Form ist das ein hilfreiches Feature. Der analoge Overdrive hingegen fettet das Signal schon ordentlich an, erhöht auch die Maximal-Lautstärke, komprimiert aber recht stark. Das ist Geschmackssache, daher keine Wertung dazu.

Tipp: Wer das Ausgangsignal an Audio-Effektmodule senden möchte, sollte auf jeden Fall die Eingangslautstärke im Effektmodul anpassen, falls es einen Regler dafür gibt. Die Ausgangslautstärke der Plasma Voice ist nicht regelbar und hat mit allen zugeschalteten Features ziemlich viel Power, um genau zu sein bis zu 8 V max.

Gamechanger_audio_plasmavoice_studio

Der Gamechanger Plasma Voice on YouTube

Und wie immer gibt es das obligatorische [P]-Head Video dazu. Viel Spaß!

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Mehr Informationen

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Fazit

Die kleine, blaue Röhre kann ordentlich Krach machen und das auf Wunsch auch jenseits von Gut und Böse. Das Schöne ist, dass man das Ausmaß auch kontrollieren kann. Somit ist sie relativ flexibel einsetzbar. Für runde, klassische Synthesizer-Sounds nimmt man andere Module. Deswegen reiht sich dieses Modul entweder auf die „brauche ich nicht“- oder auf die „muss ich unbedingt haben“-Liste. Ach, fast vergessen! Das Filter kann auch ordentlich pfeifen!

Innovative Technologie, innovative Features, kombiniert mit speziellem Klangcharakter, machen das Gamechanger Audio Plasma Voice zu einem attraktiven Eurorack-Modul. Geschmacklich bestimmt nicht für jedermann, denn es verlässt übliche Klangpfade, aber es kann das fehlende klangliche Puzzlestück oder die Sahne auf dem Eisbecher sein. Die Bedienung ist gelungen und übersichtlich. Es kann vollkommen autark bespielt werden, auch dank der kompletten MIDI-Anbindung. Insgesamt ein tolles Gesamtpaket mit optischem Schmankerl (Plasma-Röhre) zu einem gerechtfertigten Preis. Empfehlung!

Plus

  • innovative Klangerzeugung
  • hardware Qualität
  • spezielle Klangästetik
  • schnelles Editieren
  • auch für NEMs geeignet (Non-Eurorack-Musicians).-)

Minus

  • EQs packen eher dezent zu.
  • keine Speichermöglichkeiten

Preis

  • 412,- Euro zuzügl. Steuer und Versand beim Hersteller
  • in deutschen Shops für 499,- Euro inkl. Mwst. erhältlich
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Kazimoto AHU

    Hi! Wie verwende ich denn als nicht oder Ex-Euroracker das Modul? Hast du einen kostenneutralen Serviervorschlag?

      • Profilbild
        Merle

        @[P]-HEAD (S.Bernhardt) Ein kleines passendes Case für einen Ex-euroracker. Das ist ja wie einem Ex-Junkie einen kleinen Schuss anzubieten. Das geht bestimmt gut aus 😂

          • Profilbild
            Kazimoto AHU

            @[P]-HEAD (S.Bernhardt) Ich würde mir nur für ein OD ER-301 ein kleines Rack hinstellen. Leider hatte ich bisher entweder kein Geld oder das Ding war nicht lieferbar. Alles andere läßt mich weitestgehend kalt, außer 2-3 IME-Module vielleicht. Völlig kalt…. 😂

  2. Profilbild
    DasIch&DerEr

    Kann ich mir als Ergänzung in meiner Eurorack-Drum-Dektion gut vorstellen. Muss ich bei nächster Gelegenheit mal live testen.

  3. Profilbild
    S_Hennig

    Erstmal danke dafür, dass dieses Modul vorgestellt wurde. Ich kannte die Firma nicht und damit natürlich auch das Modul nicht.
    Dann muss ich zugeben, dass ich zuerst dachte, die Xenon-Blitzröhre ist genauso ein nutzloser Show-Effekt wie die NuTube Röhren oder die Pseudo Röhreneingangsstufen, die man in preiswerten Gitarrenverstärkern findet, in denen Röhren mit 40V Anodenspannung betrieben werden. Alles mit „Röhre“ verkauft sich halt besser.

    Im Video des Herstellers wird aber halbwegs vernünftig erklärt, was da gemacht wird, und es ergibt Sinn. Die Röhre wird als nicht-lineares Element benutzt und der Stromfluß über eine Antenne abgegriffen. Ein Verzerrer im Rückkopplungskreis.

    Das führt mich aber zu einer wichtigen Frage: Wenn das Ding so funktioniert könnte es ganz fiese Hochfrequenzstörungen erzeugen.
    Hat mal jemand getestet, ob das Modul Auswirkungen auf Funkmikrofone, etc hat?

    Und als advocatus diaboli muss ich darauf hinweisen, dass Xenon Blitzröhren im Licht einen gewissen potentiell krebserregenden UV Anteil haben und dass 3kV Elektronen beim Auftreffen auf der Anode Röntgenstrahlung erzeugen können.
    Deshalb wäre mir persönlich eine Klappe vor der Röhre lieber. Dünnes Blech reicht ja.
    Ist ja nicht wie bei einem Photoblitz, der nur ein paar Millisekunden gezündet ist, man steht da ja gerne mal eine Stunde davor beim Musik machen.

    • Profilbild
      Kazimoto AHU

      @S_Hennig Das sagt Generation Röhrenfernseher mit Röntgenstrahlung? Dazu Radon im Keller, Thorium in Pflanzen, Erdstrahlung, kosmische Strahlung usw.

      • Profilbild
        S_Hennig

        @Kazimoto Das sage ich. Ich spreche nicht für eine Generation, aber möchtest Du einer ganzen Generation das Recht absprechen, Gesundheitsrisiken zu bewerten und zu vermeiden? Ich verstehe Deinen Kommentar nicht.

        • Profilbild
          Kazimoto AHU

          @S_Hennig Ich spreche niemanden etwas ab, ich wollte lediglich Gefahren aufzählen, die viele von uns ignorieren oder überhaupt nicht kennen.
          Zuerst musst du mir die Röntgentheorie einigermaßen begründen. Ob da 3kV Elektronen entstehen oder nicht, es braucht dazu idR. eine metallische Anode in der Bremsstrahlung erzeugt wird. M.M.n. finden die Entladungen unmittelbar mit dem Gas statt, weitestgehend ohne Wechselwirkung mit einer wie auch immer gearteten Anode. UV-B Strahlung wird durch einfaches Glas gefiltert, UV-A kann allerdings und je nach Glassorte durchkommen, was hier verwendet wurde weiß ich jetzt auch nicht. Grundsätzlich bin ich aber bei dir, einmal darüber nachzudenken was man da überhaupt vor sich hat. Ich denke alles hängt von der Konstruktion ab. Speziallampen können Räume desinfizieren, in dem sie immens viel UV-Strahlung erzeugen, andererseits wird Xenon, Halogen oder Argon ganz unschädlich im Alltag verwendet, z.B. in Autos oder Leutstoffröhren.
          P.S. Der Hersteller kommt aus Lettland, was dort erlaubt ist müsste EU-Regeln entprechen was Kennzeichnungspflicht und Strahlenschutz betrifft. Müsste.

          • Profilbild
            Filterspiel AHU

            @Kazimoto US-FCC, die sind schon penibel, zumindest was EMV angeht, würde mich wundern wenn die beim UV dann einfach so durchwinken.

    • Profilbild
      Diskothek

      @S_Hennig Hat keine Auswirkungen auf Funk. War mit das erste was ich getestet hatte. Versprich dir trotzdem nicht so viel von der Röhre, der Sound ist eher unauffällig und hat kaum Saturation.

      • Profilbild
        S_Hennig

        @Diskothek Danke für die Antwort. Aber Saturation hat mit dieser Röhre überhaupt nix zu tun. Es geht hier nicht um Verstärkung sondern um den nichtlinearen Teil der Kennlinie einer Gasentladung. Aber immerhin haben die Entwickler damit wohl gut gearbeitet.

        • Profilbild
          Diskothek

          @S_Hennig Es geht eher in Richtung Saturation als in eine Gasentladung. Wollte dir nur den Klang beschreiben. Die Funktion können wir alle selbst auf der Homepage nachlesen. ;)

    • Profilbild
      Eisenberg

      @S_Hennig Ach du Scheisse. Da ist mir glatt die Kippe aus dem Mund und das Bier aus der Hand gefallen, dass das Ding Chemtrails aussende…. äh, gesundheitlich bedenklich ist…

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Das Teil gibt es auch für Gitarristen, allerdings für die Klampf ist es die Hölle! Klingt wie mein altersschwacher Braun Rasierapparat on steroids….. Fürs Eurorack vielleicht noch ganz brauchbar als Zerstörer macht er aus jedem noch so braven Sinuswellchen ein furchteinflößendes Donnerwetter und lehrt jeder Lautsprecher Membran das fürchten vor dem verfrühten Exodus. Aber als Anwender könnte dieser Haudegen vielleicht richtig Spaß machen…..

    • Profilbild
      [P]-HEAD (S.Bernhardt) RED

      Die Teile für die Gitarristen sind ganz anders aufgebaut – dort tatsächlich für Verzerrung zuständig. Hier bei dem Modul wurde anders gearbeitet. Donnerwetter und Exodus sind nur bedingt möglich.

  5. Profilbild
    Diskothek

    VCF ist sehr enttäuschend. Ich würde es auch eher als EQ Kanal bezeichnen, um lows zu entschärfen. Die Röhre oder das sog Plasma ist reines Marketing. Sound ist nicht außergewöhnlich. Modul ging wieder zurück.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @Diskothek Ich habe mir auch schon überlegt, ob nicht so ein »Dingens Iteritas Kirchen« von Noise Engineering klanglich zumindest Ähnliches zustande bringt. Da hätte man noch den Vorteil, dass man mit dem Tausch der Firmware noch andere Klänge hervor bringen könnte (die aktuellen »Iteritas« basieren wohl alle auf der gleichen Hardware-Plattform).

      Trotzdem finde ich den »Plasma Voice« nicht unspannend (Tipp: Filter mit einer Hüllkurve ansteuern, sonst ist jedes Filter ein EQ 😉). Was der Autor in seinem Video zustande bringt … gefällt mir erst einmal.

      • Profilbild
        Diskothek

        @Flowwater Schlaumeier… natürlich mit Hüllkurve. Muss man das hier echt noch dazu schreiben? ok, für dich schreibe ich das nächste mal dazu, wie das alles funktioniert.

    • Profilbild
      [P]-HEAD (S.Bernhardt) RED

      @Diskothek Klingt so, als ob du keine Resonanz im Filter eingestellt hast. Die Resonanz stellt man nur mit gehaltener Pitch Taste ein. Ich persönlich fand die Klangästhetik schon etwas ausser der „Norm“ und daher erfrischend anders. Klar ist da auch Marketing bei so einer Optik mit dabei, aber diese blaue Röhre hat tatsächlich etwas mit der Klangerzeugung zu tun, und ist nicht nur wegen der Optik eingebaut.

      • Profilbild
        Diskothek

        @[P]-HEAD (S.Bernhardt) Ohne Resonance geht bei mir nix 😁
        Die Funktionen kenne ich alle. Das Filter ist einfach schwach. Ich würde die Resonanz ja sogar noch kalibrieren, aber das bietet das Modul nicht an. Aber auch so packt das Filter nicht zu. Auf yt werden zudem die presets bemängelt, dem schließe ich mich an.

  6. Profilbild
    Filterpad AHU 1

    Besitze kein Eurorack, aber finde es mit das geilste Modul auf dem Markt. Hätte ich ein Eurorack, wäre diese blaue Plasmaröhre ein must have. Im Vergleich dazu bräuchte ich die Uranröhre eher nicht. Da wäre mir, trotz Sicherheit, irgendwie unwohl im Zimmer.

  7. Profilbild
    Jens Hecht RED

    schöner Test und gut geschrieben aber ich vermisse Soundbeispiele :/ Nichts gegen deine Videos, im Gegenteil(!), aber was direktes zum anspielen wäre noch ganz schön gewesen, vor allem wenn man nicht so viel Zeit hat ;)

  8. Profilbild
    ollo AHU

    Klingt im Video wesentlich interessanter und besser als die Beispiele, wo diese Röhre als Verzerrer in dem anderen Modul oder dem Pedal genutzt wird. Auch wenn ich total auf Verzerrung stehe, das hat mir vom Sound her in allen Beispielen nie gefallen. Aber das Teil hier, wo es direkt als Klangquelle dient, gefällt mir.

    Zum Thema Strahlung und Ähnlichem würde ich am ehesten denken, dass das vielleicht bei Lautsprechern einstreuen könnte.

  9. Profilbild
    MadMac

    Ich muss zugeben, ich habe aus purer Neugierde auf den Test geklickt. Und dann ist mir beim Lesen ganz langsam die Kinnlade runtergerutscht. Ich habe dann auf halber Strecke wieder nach oben gescrollt um mir das Datum anzuschauen.

    Danke für den Test. Beeindruckendes Stück Technik. Ich hoffe allerdings, damit lockt man keine Außerirdischen Besucher an. 🖖🛸

    • Profilbild
      [P]-HEAD (S.Bernhardt) RED

      @MadMac Ich finde das auch beachtlich, das sich Personen mit sowas beschäftigen um so ein Produkt zu entwickeln, das dann tatsächlich auch noch in Serie verkauft wird.

      • Profilbild
        MatthiasH

        @[P]-HEAD (S.Bernhardt) Ich finde es ja immer schade, dass Giorgio Sancristoforo vor allem Software verkauft und die Hardware für sich selbst behält. Wie gerne hätte ich doch diese Möglichkeiten:

        > The neutrons generated by fission are therefore the stochastic material of the first part of the piece. In the second part, the prepared piano leaves room for the sound generated by the computer that reads in real time the data coming from a gamma spectroscope which analyses the gamma rays’ energies coming from four typical isotopes byproducts of nuclear fission: Europium 152, Cobalt 60, Barium 133 and Sodium 22.

        The isotopes were obtained from the Oakridge National Laboratory and analised by the composer through a sodium and thallium scintillator and a special spectroscopy software created by the composer on MaxMSP.
        The piece thus immerses the listeners in the processes of nuclear energy.

  10. Profilbild
    Garfield Modular AHU 21

    Hallo [P]-Head,

    Herzlichen Dank für Deinen Test und die Aufwand die Du hier rein gesteckt hast! Toll das es wieder Tests von Dir gibt (auf YouTube).

    Herzlichen Glückwunsch zum Kleinen :-) Ich hoffe euren neues Kind ist gesund und mit Deiner Frau ist auch alles gut? Und hast Du überhaupt noch zeit zum Schlafen? So gesehen finde ich es überhaupt ein Wunder das Du jetzt schon wieder ein neues Video und Test geschafft hast! :-)

    Tut mir leid von euren Hund :-(

    Ich freue mich auf zukünftige Tests von Dir. Vom Plasma Voice hatte ich schon gehört aber Deinen Test bestätigt noch mal das es hier um ein sehr interessantes Modul handelt das mal was anderes ist als die große Masse.

    Sobald ich die Gelegenheit habe werde ich sie mal bei Music Store austesten :-)

    Alles gute und noch mal vielen Dank für Deinen Test! Viele Grüße, Garfield.

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